Mossa
@RealOviedo / official Twitter

Derby Asturiano – Derbyheld Mossa

Im Zeichen des Aufstiegskampfes fand am gestrigen Sonntag das Derby Asturiano zwischen Real Oviedo und Sporting Gijón statt. Dabei errangen die Hauptstädter im ersten Heimderby seit 15 Jahren einen wichtigen Sieg, entschieden das Spiel mit 2:1 für sich, und verpassten dem Rivalen einen herben Dämpfer.

Die Heimmannschaft aus Oviedo ging als Tabellendritter mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Lokalrivalen aus dem 30Km entfernten Gijón ins Spiel. Allein dies schon eine Überraschung, da Oviedo sehr stürmische Zeiten hinter sich hatte, und in der Saison 2003/04 noch in der 4. Liga auflief, wohingegen Sporting Gijón erst letzte Saison aus der Primera División abstieg. Die Vorzeichen waren klar, Sporting musste das schwere Auswärtsspiel im Estadio Nuevo Carlos Tartiere gewinnen, um den Anschluss an die Relegationsplätze zu halten, und Oviedo wollte gewinnen, um Druck auf den FC Cádiz auszuüben, der vor direkt vor Oviedo auf dem direkten Aufstiegsplatz steht – Huesca scheint schon weg zu sein. Doch wie bei jedem Derby ist der Tabellenstand eigentlich zweitrangig. Das Stadion war fast ausverkauft, im Vergleich zum Derby in der Hinrunde kam es zu keinen Ausschreitungen, und der Empfang (el Recibimiento) des Mannschaftsbusses war erstklassig. Außerdem hatten die Heimfans eine schöne Choreographie vorbereitet. Es war also angerichtet.

1. Halbzeit – Mossa zum Ersten

Bei unspanischen 7°C und schwierigem Geläuf wurde das Spiel angepfiffen, und die Hausherren legten aggressiv los, und ließen den Rivalen kaum aus der eigenen Hälfte herauskommen, ohne dabei jedoch gefährliche Torraumszenen zu kreieren. Die erste Chance war in der 18. Minute ein Distanzschuss vom linken Außenverteidiger Mossa (José María Angresola Jiménez) – der noch zum Spieler des Spiels avancieren sollte – den jedoch Sporting-Keeper Mariño stark parierte. Doch nur drei Minuten später brachte Jony Rodriguez, mit der ersten Offensivaktion der Gäste das Tartierre erst einmal zum Schweigen. Dem Tor gingen einige Schussversuche innerhalb des Oviedo-Strafraums voraus, die jedoch allesamt geblockt wurden, bis der Ball schließlich Jony vor die Füße fiel, und dieser fast vom Elfmeterpunkt die Kugel unhaltbar in die Maschen drosch. Doch die Azules (Blauen) zeigten sich keineswegs geschockt, und machten so weiter wie sie angefangen hatten. Nur wenige Minuten nach dem 0:1 verfehlte ein Schuss von Berjón vom Sechzehnereck nur knapp das Gehäuse. Und in der 31. Minute legte er Mossa den Ball in den Lauf, sodass dieser in den Strafraum eindringen konnte und den 1:1 Ausgleich erzielte. Bis zum Halbzeitpfiff passierte anschließend nichts Nennenswertes mehr vor den Gehäusen.

2. Halbzeit – Mossa zum Zweiten

Doch dies änderte sich schlagartig in der 2. Halbzeit. Linksverteidiger Mossa erzielte nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff per Traumtor das 2:1 für die Heimmannschaft. Aus gut und gerne zwanzig Meter fasste er sich ein Herz und jagte den Ball unhaltbar in den Winkel – „un auténtico golazo“. Wer danach gedacht hatte, dass Sporting zwingender werden würde sah sich getäuscht. Auch nach den Offensivwechseln García für Castro, Mesa für Carmona und Hernán für Bergantiños ging kein Ruck durch die Mannschaft, und bis auf ein Schüsschen von Nano erspielte sich Sporting keine zwingenden Chancen. So blieb es am Ende beim 2:1 Sieg für die Hauptstädter, die jetzt punktgleich mit dem zweiten Cádiz sind, das in Tarragona nicht über ein 0:0 Unentschieden hinauskam. Beide treffen nächstes Wochenende im Estadio Ramón de Carranza aufeinander. Der Derbysieg wurde im Stadion noch auf isländische Art und Weise gefeiert.