Armani
Facebook / River Plate Oficial

Dank Titan Armani: River holt Supercopa gegen die Boca Juniors

River Plate sicherte sich den ersten Titel im Jahr 2018. Gegen den Erzrivalen Boca Juniors setzte man sich mit 2:0 durch und holte sich damit die Supercopa. Mann des Abends war Rivers Keeper Franco Armani.

Was für ein wichtiger Sieg für River Plate und dessen Trainer Marcelo Gallardo. Die Kritik und damit der Gegenwind nahmen in den letzten Wochen immer zu. Trotz namhafter Neuverpflichtungen wie Lucas Pratto, Juan-Fernando Quintero und Franco Armani legte man dieses Jahr einen Fehlstart in der Liga hin, spielte auch noch unterirdisch schlecht und lief Gefahr einen neuen Negativrekord aufzustellen, was den Punkteabstand zum souveränen Tabellenführer Boca Juniors angeht. War es am Wochenende in der heimischen Liga noch ein Eigentor in der Nachspielzeit, was für den äußerst glücklichen Sieg bei Patronato sorgte, war es gestern Nacht in Mendoza ein überragender Franco Armani, der wie eine Wand im Tor stand und die Boca Juniors zur Verzweiflung brachte.

Armani

Spieler des Spiels mit Burger King Krone: Franco Armani

Augusto Batalla, Germán Lux und nun Franco Armani. Was seinen zwei Vorgängern nicht gelungen war, nämlich Sicherheit und Ruhe auszustrahlen, scheint dem Ex-Keeper von Atlético Nacional nicht schwer zu fallen. Spätestens seit gestern Abend wissen die River-Fans, dass sie wieder eine echte Nummer eins im Tor haben. Die Aussetzer von Batalla und Lux gehören der Vergangenheit an. Aber der Reihe nach.

Boca ohne Wirkung in Halbzeit eins

Die Boca Juniors gingen als haushoher Favorit in das Finale der Supercopa Argentina, wo der argentinische Meister (Boca) auf den Pokalsieger (River) traf. Trotz des glücklichen Auswärtssieges am Wochenende bei Patronato deutete bei “Los Millonarios” nicht wirklich etwas auf eine Trendwende hin, während die Boca Juniors an der Tabellenspitze einsam ihre Kreise ziehen.

Die Begegnung begann ausgeglichen, wobei Boca leichte Feldvorteile hatte, aber sich noch keine gefährlichen Chancen herausspielen konnte. Nach gut einer Viertelstunde konnte sich River etwas befreien und bekam in der 18. Minuten einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Edwin Cardona seinen Gegenspieler Ignacio Fernández im Strafraum plump zu Boden brachte. Gonzalo “Pity” Martínez verwandelte eiskalt zur Führung.

Aramni bärenstark

Der Meister brauchte gut zehn Minuten um den Schock zu verdauen, war aber weiter wenig zwingend in seinen Aktionen. Doch Schelotto schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben, Boca kam wie verwandelt aus der Kabine und Armani rettete zweimal bravourös gegen Pavón und Fabra. Auch im Eins gegen Eins mit Nandez behielt er die Überhand. In der 69. Minute konterte River den Erzrivalen dann nach einer Ecke eiskalt aus, Fernández mit einem Lauf über das ganze Spielfeld, Martínez mit einem schönen Dribbling und der eingewechselte Scocco mit dem Abschluss. 2:0 für River! Auch die Einwechslung von Wanchope Abila sollte am Sieg der Millonarios nichts mehr ändern.

Es war erst das zweite Mal, dass die beiden Rivalen in einem einzigen Spiel einen Titel unter sich ausmachen. Das erste mal war 1976, als “El Xeneize” in den Play-Offs der heimischen Liga dank eines Tores von Rubén Suñé durchsetzte.

Ein wichtiger Triumph für Gallardo, während bei Boca nun erstmal Wundenlecken angesagt ist.