River
Facebook / Club Atlético Rosario Central

Superliga 2. Spieltag: Boca nach 617 Tagen nicht mehr Tabellenführer – River verzweifelt an Rigamonti

Der zweite Spieltag der argentinischen Superliga bot wieder mal die ein oder andere Überraschung. So mussten die Boca Juniors nach saisonübergreifend 617 Tagen die Tabellenführung abgeben. Trösten dürfen sich die Xeneizes zumindest mit der Tatsache, dass Erzrivale River Plate auch im zweiten Spiel kein Sieg gelang. Nutznießer dieser Punktverluste war Rosario Central, die unter Ex-Nationaltrainer Edgardo Bauza wieder nach höheren Zielen streben. Katerstimmung herrscht dagegen weiterhin im Stadtviertel Boedo, wo San Lorenzos Trainer Claudio Biaggio im Zentrum der Kritik steht.

Das ausgemachte Topspiel zwischen Estudiantes de la Plata und Boca, das sogar zu europäischer Abendzeit stattfand, um weitere Zuschauer anzulocken, wurde seinem Namen leider nicht gerecht. In der Bierbrauerstadt Quilmes, wo die Pincha seit einiger Zeit ihre Heimspiele austrägt, fanden die favorisierten Gäste zu keinem Zeitpunkt in die Partie, wenig überraschend waren Torraumszenen Mangelware. Matías Pellegrini und Fabián Noguera waren die Torschützen für ein diszipliniertes Estudiantes, das seinem Gegner vor allem im Mittelfeld den Schneid abkaufte und seinen Kontrahenten dementsprechend über 90 Minuten im Griff hatte. Aus Sicht der Boca Juniors ist die Niederlage doppelt ärgerlich, da man nach saisonübergreifend 617 Tagen die Tabellenführung verlor. 

Rigamonti wächst im Monumental über sich hinaus

Im heimischen Monumental fehlte es River gegen Belgrano an der nötigen Kaltschnäuzigkeit, um den ersten Sieg der Saison einzufahren. Gegen die tiefstehenden Gäste kamen die Millonarios zwar mehrere Male gefährlich vor das Tor, verzweifelten aber regelrecht am formidabel aufspielenden Schlussmann César Rigamonti, der somit den Punkt für el Pirata festhielt und zum Matchwinner avancierte

Bauza bringt Central auf Kurs

Deutlich effektiver zeigte sich dafür Rosario Central, die als einzige Mannschaft die volle Punkteausbeute nach zwei Spieltagen holten. Unter dem ehemaligen Nationaltrainer Edgardo Bauza, der für organisierten und pragmatischen Fußball steht, gelangen den Canallas zwei knappe 1:0 Siege gegen Banfield und Talleres, die fast schon exemplarisch für die Philosophie 60-jährigen sind. Gegen La T war es diesmal Stürmer Fernando Zampedri, dem nach einer Ecke der goldene Treffer gelang.

San Lorenzo weiter in der Krise

Wenig Grund für Optimismus herrscht dagegen bei San Lorenzo. Nachdem man sich in der Copa Sudamericana nur mit Mühe und gnädiger Mithilfe von Temuco qualifizierte, verspielte man gegen Lanús gar einen Zwei-Tore-Vorsprung durch Nicolás Blandi und Rubén Botta und hatte dabei noch Glück, dass die Gastgeber in den Schlussminuten eine Großchance duch Gastón Lódico ausließen. Stark in der Kritik steht deswegen Trainer Claudio Biaggio, der bei den Fans des Ciclóns nur noch wenig Kredit genießt.