Pavón
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Verliert Boca seinen Schlüsselspieler? – Cristian Pavón bei Arsenal im Gespräch

Heute wird er 22. Vielleicht das letzte Mal für lange Zeit, dass er seinen Geburtstag in Buenos Aires feiert. Die Rede ist von Bocas Topvorlagengeber Cristian Pavón.

Wer die argentinische Liga bei uns im vergangenen Jahr verfolgt hat, dürfte sich ein wenig wie bei “Täglich grüßt das Murmeltier” vorgekommen sein. Fast jedes Wochenende hieß es: “Über die rechte Seite umdribbelte Cristian Pavón gleich mehrere Gegenspieler und brachte eine scharfe Hereingabe in die Mitte, wo Darío Benedetto eiskalt einschob.” Das war Bocas Erfolgsschema im Kalenderjahr 2018. Nachdem man Benedetto wegen einer schweren Knieverletzung noch mehrere Monate ersetzen muss, droht nun auch der Abgang des Serienvorlagengebers. Denn Arsenal London ist auf der Suche nach einem Ersatz für Alexis Sanchez und sind dabei auf die 22-jährige Nummer 7 gestoßen.

Zahlt Arsenal die Ausstiegsklausel für Pavón?

Laut Medienberichten soll Arsenal sogar bereit sein die Ausstiegsklausel in Höhe von 31 Millionen Euro für den 1,67 m großen Mittelfeldmann zu zahlen. Dieser hatte erst im August seinen Vertrag bei Boca bis 2021 verlängert. Pavón hatte erst im November 2017 sein Debüt in der argentinischen Nationalmannschaft gefeiert und kommt in der ersten Hälfte der argentinischen Superliga bei zwölf Einsätzen auf drei Tore und sechs Vorlagen.

Pavón auf den Spuren von Dybala

Wie Paulo Dybala ist auch Pavón in Cordoba geboren. Genauso verdiente er sich seine ersten Sporen in den unteren Ligen; mit zarten 16 Jahren wurde er in die erste Mannschaft von Talleres de Cordoba hochgezogen. Ein Jahr später feierte er sein Debüt in der Nacional B, Argentiniens zweiter Liga. Nur sechs Monate später schlugen die Boca Juniors zu und zahlten drei Millionen US-Dollar für das nun 18-jährige Talent, das in der zweiten Saisonhälfte 2013/14 bei Talleres herausragte. Von “El Xeneize” wurde er aber erst einmal nach Colón ausgeliehen, wo er weiter reifen konnte. In der Saison 2016/17 konnte er sich schließlich einen Platz in der ersten Elf der Boca Juniors sichern und sich auch gleich zum argentinischen Meister krönen. Dazu trug er neun Tore und zehn Vorlagen bei.

Einen Eimer auf dem Kopf?

Dabei ist Pavón nicht unbedingt fürs Toreschießen bekannt. Sein Markenzeichen sind eher seine messerscharfen und punktgenauen Hereingaben. Bocas momentan verletzter Toptorjäger Darío Benedetto kann ein Lied davon singen. Ohne seinen Vorlagengeber wäre Benedetto wohl nur halb so gut. Vor allem wenn er in das letzte Spielfelddrittel mit Tempo eindringt und Räume findet, die vorher eigentlich gar nicht da waren, ist der beidfüßige Pavón nur schwer zu stoppen. Seine Geschwindigkeit gepaart mit seiner starken Technik machen ihn zu einem Schlüsselspieler in Barros Schelottos Offensivspiel.

An seiner Effizienz muss er noch arbeiten. Zu oft trifft er noch die falschen Entscheidungen und läuft blind die Linie entlang – als ob er einen “Eimer auf dem Kopf” hatte. Das hatten sie übrigens früher auch zu Alexis Sanchez gesagt. Sollte Pavón diesen Eimer noch öfters ablegen, dann kann er ein würdiger Nachfolger des Chilenen bei Arsenal sein.

Feliz Cumple Cristian Pavón!