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Brasilien bleibt Exportweltmeister

Brasilien bleibt Exportweltmeister. Über 1300 Fussballer brasilianischer Herkunft spielen gemäss einer vom CIES – Centre International d’Etude du Sport durchgeführten Studie in einer der 147 untersuchten ausländischen Ligen. Auf Rang 3 (nach Frankreich) folgt Argentinien mit 820 Export-Spielern. Ebenfalls in den Top Ten befindet sich Kolumbien mit 382 Kickern. Aus dem „winzigen“ Uruguay mit 3,5 Millionen Einwohner stammen 325 Spieler (Rang 11). Berücksichtigt man die Einwohnerzahlen, liegt Uruguay nach Island und Montenegro weltweit auf Platz 3. Auf 10’400 Einwohner kommt ein im Ausland engagierter Fussballer.

Die Nachfrage nach Spielern aus dem Ausland ist derweil wenig überraschend auf der Insel am grössten. In England spielen nicht weniger als 728 „importierte“ Fussballer, gefolgt von Italien (636), den USA (575), Spanien (516) und Portugal (508). Unter den lateinamerikanischen Ligen zieht die mexikanische Liga (289) am meisten Ausländer an. Interessant zu sehen: in Uruguay „wachsen“ die Spieler nach. Die massiven Abgänge ins Ausland werden nicht durch Importe, sondern durch Eigengewächse ersetzt, denn in keiner ersten Division Lateinamerikas spielen so wenige Ausländer wie in der uruguayischen Primera Division (durchschnittlich 1,6 Ausländer pro Mannschaft).

Interessant ist auch der Blick auf die wichtigsten „Migrations-Routen“. An erster Stelle steht der Weg von Brasilien nach Portugal (261), an zweiter Stelle derjenige von Argentinien ins Nachbarland Chile (116 Spieler). Weit vorne auch die Route Argentinien – Mexiko. 87 argentinische Spieler sind zwischen Tijuana und Chiapas engagiert.