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Copa Libertadores Halbfinale: Grêmio mit einem Bein im Finale

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stand das Hinspiel des zweiten Halbfinales der Copa Libertadores an. Grêmio ließ Barcelona dabei keine Chance und kann schon so gut wie fürs Finale planen.

Nach Botafogo (Gruppenspiele), Palmeiras (Achtelfinale) und Santos (Viertelfinale) mussten sich die Ecuadorianer aus Guayaquil bereits mit dem vierten brasilianischen Team im Wettbewerb messen. Und das sollte wohl ein brasilianisches Team zu viel sein.

Das Spiel war mehr oder weniger bereits nach 20 Minuten entscheiden, als Grêmio bereits mit 2:0 führte. Zuvor war Barcelona gut in die Partie gestartet und hatte erste Ausrufezeichen gesetzt. Doch in der achten Minute setzte sich Linksverteidiger Bruno Cortez schön auf der linken Seite durch, Barcelonas Matia Oyola mit einem kläglichen Klärungsversuch, Nutznießer war Grêmio-Superstar Luan, der mit einem abgefälschten Treffer die Führung erzielte. Auch beim 2:0 durch Edilson (20.) machte die Barcelona-Abwehr und vor allem Keeper Maximo Banguera keine gute Figur, weil er den Freistoß des Brasilianers aus gut 30 Metern einfach passieren ließ. Nach der beruhigenden Führung ließen die Brasilianer die konterstarken Hausherren kommen, die sich gegen die tiefstehenden Gäste äußerst schwer taten. Top-Torjäger Jonathan Alvez wurde schmerzlich vermisst – der Uruguayer ist nach seiner roten Karte gesperrt gewesen.

Kurz nach der Halbzeit wäre die defensive Ausrichtung der Gäste beinahe schief gegangen, als Barcelona mit viel Schwung und zwei neuen Flügelspielern aufs Spielfeld kam. Doch Torwart Marcelo Grohe parierte stark gegen Diaz und überragend gegen Ariel Nahuelpan. Was wäre, wenn einer der beiden getroffen hätte? Das wird man sich bei Barcelona wohl noch lange fragen. Doch die Wirklichkeit sah anders aus: Luan zerstörte mit seinem zweiten Tor (51.) alle Hoffnungen der Ecuadorianer auf eine “Remontada”. Damit war die Luft raus aus der Begegnung.

Für Grêmio ein sehr gutes Resultat bei einer allerdings nur durchschnittlichen Leistung. Die Brasilianer sind damit nahe dran das erste brasilianische Team im Finale der Copa Libertadores seit 2013 zu sein. Für Gremio wäre es der fünfte Finaleinzug in der Copa Libertadores. Gegen River oder Lanus (Hinspiel: 1:0 für River) würden die “Tricolores” aus dem Süden um den dritten Titel (nach 1983 und 1995) spielen. Barcelona muss hingegen auf Jonathan Alvez und ein sehr großes Wunder hoffen.