Copa Libertadores: Los geht das Viertelfinale

Geballte Ladung in den Viertelfinals der Copa Libertadores, die heute in der Nacht mit der Partie zwischen Gremio und Palmeiras beginnen. Nicht weniger als 18 Libertadores-Titel und 31 Finalteilnahmen vereinen die noch verbliebenen acht Mannschaften. Mit River Plate und Gremio sind der Titelverteidiger und der Campeón von 2017 noch im Rennen. Der Exot unter Viertelfinalisten ist zweifelsohne Cerro Porteño. Die Paraguayer sind das einzige Team ohne Finalerfahrung. Am längsten, nämlich seit 38 Jahren, warten die Fans von Flamengo auf eine Rückkehr auf den höchsten Thron des südamerikanischen Clubfussballs.

Liga Quito 🇪🇨, 1 Finalteilnahme, 1 Titel (2008)
Boca Juniors 🇦🇷️, 11 Finalteilnahmen, 6 Titel (letzter 2007)
River Plate 🇦🇷️, 6 Finalteilnahmen, 4 Titel (letzter 2018)
Cerro Porteño 🇵🇾, 0 Finalteilnahmen, 0 Titel
Flamengo 🇧🇷, 1 Finalteilnahme, 1 Titel (1981)
Internacional 🇧🇷, 3 Finalteilnahmen, 2 Titel (2010)
Gremio 🇧🇷, 5 Finalteilnahmen, 3 Titel (letzter: 2017)
Palmeiras 🇧🇷, 4 Finalteilnahmen, 1 Titel (1999)

Ein rein brasilianisches Halbfinale ist garantiert. Kommt es in der anderen Tableau-Seite zur Neuauflage des vergangenen Finalspiels zwischen River und Boca oder vermiesen die kleinen Aussenseiter aus Paraguay (Cerro) und/oder Ecuador (Liga Quito) das Aufeinandertreffen?

Aufgrund der Tabellensituation in der brasilianischen Meisterschaft sind Flamengo und Plameiras in ihren Duellen zu favorisieren. Internacional liegt punktemässig knapp dahinter, Gremio hingegen legte einen schlechten Saisonstart hin. Bereits am Wochenende trafen Gremio und Palmeiras aufeinander. Beide verzichteten dabei aber grösstenteils auf ihre Leistungsträger. Das 1:1-Remis ist aufgrund der starken Rotation nur wenig aussagekräftig. Gremio dürfte heute auf den „Heimbonus“ hoffen, denn vor heimischer Kulisse ist die „Imortal Tricolor“ wettbewerbsübergreifend bereits seit elf Heimspielen ungeschlagen.

In Argentinien ist die Saison noch jung. Der Start war sowohl für River als auch für Boca mit je 7 Punkten aus 3 Spielen erfolgreich. River setzte mit der 6:1-Goleada gegen Meister Racing ein starkes Zeichen. Anders die Situation von Liga Quito. Das Team des Uruguayers Pablo Repetto wurstelt sich durch die Saison und läuft Gefahr, sogar die Playoffs zu verpassen. Die Aussetzer erfolgten vor allem gegen die „Kleineren“. An Motivation dürfte es gegen das „grosse“ River nicht fehlen.