Copa Libertadores: Wahnsinn in der Nachspielzeit – Tevez sichert das Remis

Ein einziges Spiel gab es diese Woche in der Copa Libertadores: Boca und Palmeiras, die klaren Favoriten der Gruppe 8, trafen aufeinander. Am Ende stand ein 1:1 mit viel Drama.

So vielversprechend das Duell zwischen Boca und Palmeiras nominell war, so wenig spannend war es über weite Strecken auf dem Rasen. Beide Teams riskierten nicht viel und hatten spielerisch keinen guten Tag erwischt. Nur Lucas Lima (45.) und Bruno Henrique (67.) hatten auf Seiten der Hausherren brauchbare Gelegenheiten, verfehlten aber den Kasten. Erst drei Wechsel brachten Zählbares: Bei Palmeiras kam Alejandro Guerra, bei Boca der zuletzt angeschlagene Carlos Tévez und kurz vor Schluss auch Julio Buffarini. In der Nachspielzeit schlug Buffarini beim Klärungsversuch über den Ball, so dass Guerra eine herrliche Außenristflanke auf Keno spielen konnte. Der traf per Direktabnahme zum 1:0 (90./+1) – doch der Jubel der Brasilianer war verfrüht, denn praktisch im Gegenzug patzte auch die Abwehr des Verdão in Person von Antonio Carlos. Nutznießer war Carlos Tévez, der die anschließende Hereingabe von Pavon zum Ausgleich verwertete (90./+2). Es war der Schlusspunkt in einem Spiel, das in der Nachspielzeit weitaus mehr Emotionen bereithielt als in den 90 Minuten zuvor. Palmeiras steht nun bei sieben Zählern aus drei Spielen, Boca bei fünf. Damit haben beide Teams wie erwartet gute Aussichten auf eine komfortable Qualifikation vor Alianza Lima (zwei Spiele, ein Punkt) und Junior (noch punktlos).