River
Facebook / Conmebol

Kein Sieger beim 1.Superfinale zwischen Boca und River

Nach den schweren Regenfällen am Samstag und der Spielneuansetzung auf den Sonntag strahlte Bocas Bombonera am gestrigen Nachmittag in bester Pracht zum Hinspiel des Superfinales.

River lief ungewohnter Weise in einem 3-5-2 bzw 5-3-2 auf, der Ausfall von Kapitän Ponzio (DM) wurde mit einem zusätzlichen IV, Martínez Quarta, kompensiert. Boca lief traditionell im 4-3-3 auf – mit den beiden schnellen Außen Pavón und Villa sowie Wanchope Abila im Sturmzentrum. Carlos Tevez, Darío Benedetto und Mauro Zarate fanden sich somit nur auf der Bank wieder.

In einer v.a. sehr guten 1.Halbzeit dominierten die Gäste klar das Spielgeschehen. Youngster Ezequiel Palacios und Spielmacher Pity Martínez waren die klaren Herrscher im Mittelfeld und erspielten sich mehrere gute Tormöglichkeiten – Agustín Rossi parierte einen starken Freistoß von Pity, bei der darauzffolgende Ecke setze Martínez Quarta den Ball knapp neben das Tor (6.min). Rivers Angriffsbemühunegn gefielen und der Ball lief gut durch die Reihen. Bestes Beispiel: über die Innenverteidiger Maidana und Martínez Quarta kam der Ball zu Palacios, der clever auf Casco diagonal verlagerte und dieser Santos Borré in der Mitte bediente – Rossi parierte den Kopfball des Kolumbianers (16.). Boca hingegen schaffte es kaum einen geordneten Angriff vorzutragen und verlor nach 25 Minuten ihren go-to-guy Cristian Pavón wegen einer muskulären Verletzung des hinteren Oberschenkels – Einsatz im Rückspiel mehr als ungewiss.

Benedetto kommt für verletzten Pavón

Bocas Torgarant Pipa Benedetto kam für Pavón ins Spiel – neben Abila als zweiter Mittelstürmer und Rechtsaußen Villa nun als offensiver Freigeist im Mittelfeld. Angepeitscht von dem ohrenbetäubenden Lärm der Tribünen kämpfte sich Boca zurück ins Spiel. LV Olaza spielte Abila an der Strafraumgrenze an, der nutzte eine Unsicherheit von Montiel aus und kam gleich zweimal zum Abschluss, beim zweiten Versuch, einem harten, aber nicht sonderlich platzierten Schuss aufs kurze Eck reagierte Armani ungewohnt schlecht und Boca ging überraschend in Führung (34.). Den Torschrei noch auf den Lippen bekamen die Xeneizes postwendend die Antwort: Anstoß River, Pity schickt Pratto, der nicht mehr entscheidend von Bewacher Izquierdoz gestört werden konnte und stark ins lange Eck zum Ausgleich abschließen durfte – 1:1 und plötzliche Stille, Achterbahnfahrt in Bocas Pralinenschachtel. Kurz darauf hätte Pity mit einem Volley (40.) nach wunderbarem Zuspiel von Montiel beinahe nachgelegt, doch Rossi parierte wieder stark. Eine Minute später eroberte Martinez Quarta den Ball und hebelte mit einem Pass in die Schnittstelle zu Borré gleich sechs Boca Spieler aus, doch der Kolumbianer scheiterte frei vor Rossi an seinen Nerven und verzog mit dem Außenrist. Doch es sollte noch nicht der Schlusspunkt in einer starken wie fairen ersten HZ gewesen sein. Villa schlenzte einen Freistoß in den Strafraum und Benedetto verlängerte per Kopf ins Eck – erneut führte Boca aus dem Nichts und die Bombonera wieder im Freudentaumel.

In der zweiten HZ agierten beide Seiten erstmal abwartend. Casco verzog nur knapp einen Gewaltschuss aus der zweiten Reihe (59.), zwei Minuten später segelte eine Freistoßflanke von Pity Martínez in den Strafraum von Boca, Pratto und Izquierdoz gingen in den Luftzweikampf, den der Boca Verteidiger zwar für sich entscheiden konnte, den Ball jedoch unhaltbar zum 2-2 ins eigene Tor verlängerte. Zwanzig Minuten vor Spielende kam mit Carlitos Tevez neuen Schwung ins Spiel der Hausherren. River wollte nun das Remis mit ins Rückspiel nehmen und Boca trat endlich als dominante Heimmannschaft auf, blieb aber ein ums andere Mal an der starken Defensive um Ex-Glubberer Javier Pinola hängen. In der letzten Minuten der regulären Spielzeit stürmte Carlitos durch Rivers Defensive und bediente mustergültig den mitgelaufenen Torgarant Benedetto, der aber frei am glänzend parierenden Armani scheiterte – eine Schlüsselszene fürs Rückspiel im Monumental, jedoch wäre ein Sieg Bocas auch nicht verdient gewesen.

Am 24. November steht das Rückspiel in Nuñez an, 14km nordwestlich von Boas Bombonera. Da die Auswärtstorregel im Finale keine Gültigkeit hat, werden beide Mannschaften auf Sieg spielen müssen – Spannung und Ekstase garantiert.

Vielen Dank an Argifutbol für den Text!!