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Libertadores Achtelfinale: Grêmio mit Glück – Tucumán historisch – Spielabbruch bei Santos

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fanden drei Rückspiele des Copa Libertadores Achtelfinales statt. Dabei zog der Titelverteidiger Grêmio den Kopf in letzter Minute aus der Schlinge und kam letztendlich im Elfmeterschießen weiter, während Atlético Tucumán beim Champion von 2016, Atlético Nacional, seinen Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigte und erstmals ins Viertelfinale vorstieß. Santos schied nach einem Spielabbruch mehr als unrühmlich aus.

Atlético Nacional – Atlético Tucumán 1:0 (1:0) (Hinspiel 0:2) – Tucumán erstmals im Viertelfinale

Nach dem 2:0-Heimsieg im Hinspiel musste Tucumán nun noch die schwere Prüfung im Estadio Anastasio Girardot bestehen. Und der Champion von 2016 legte gleich los wie die Feuerwehr und ging nach zwölf Minuten durch Omar Duarte in Führung. Die Nordargentinier konnten die Partie daraufhin einigermaßen ausgeglichen gestalten. Nach einer Ecke kam Felipe Aguilar für die Kolumbianer zum Kopfball, Luchetti parierte jedoch bravourös.

Nacional tat sich weiter schwer Chancen herauszuspielen gegen aufopferungsvoll verteidigende Gäste und hatte zudem Glück das Díaz frei vor Vargas die Nerven versagten. Somit blieb es beim 1:0 für die Nordargentinier, die damit zum ersten Mal in der Geschichte im Viertelfinale der Libertadores stehen. Nach dem Champion von 2016 wartet nun mit Grêmio der aktuelle Titelverteidiger auf Tucumán.

Grêmio Porto Alegre – Estudiantes de la Plata 5:3 (2:1, 1:1, Hinspiel 1:2) – Grêmio mit Glück und Geschick

Furios begann Grêmio die Aufholjagd gegen Estudiantes und ging bereits nach sechs Minuten durch Soares in Führung. Doch nur drei Minuten später war es Rodríguez, der eine Fehlerkette in der Gremio-Defensive ausnutzen konnte und den Ausgleich erzielte.

Bis kurz vor Schluss sah es so aus, als ob hier Endstation für den Titelverteidiger wäre. Doch in der 93. Minute köpfte Castro einen Freistoß zum 2:1 in die Maschen. Im anschließenden Elfmeterschießen ballerte Campi seinen Elfmeter in den Nachthimmel und Grêmio konnte durchatmen.

Santos – Independiente 0:0 (Hinspiel 0:3) – Spielabbruch in Santos

Eine aufgeheizte Atmosphäre wartete auf die Spieler von “El Rojo” in Brasilien. Das Hinspiel war eigentlich 0:0 ausgegangen, doch Santos-Spieler Carlos Sánchez hätte aufgrund einer früheren Sanktion gar nicht spielen dürfen. Somit wurde das Ergebnis am grünen Tisch in Asunción in ein 3:0 für Independiente umgewandelt.

Santos brauchte also ein Wunder, kam dem aber nicht mal nahe, sondern hatte Glück, dass die Gäste einen Elfmeter vergaben und an der Latte scheiterten. Zehn Minuten vor Schluss eskalierte die Siutation vollkommen, als Santos-Anhänger den Platz stürmen wollten und Schiedsrichter Julio Bascuñan nichts anderes übrig blieb, als die Partie abzubrechen. Independiente trifft im Viertelfinale auf den Sieger des Duells Racing vs River Plate.