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Copa Sudamericana: Independiente träumt vom Titel!

Im ersten Finalspiel der diesjährigen Copa Sudamericana konnte Independiente den Heimvorteil im Estadio Libertadores nutzen und einen knappen 2:1 Heimerfolg über Flamengo feiern. Die Entscheidung über den Titel fällt jedoch in Rio de Janeiro. 

Früher Schock für Independiente

Vor nahezu ausverkauften Rängen im erneut unglaublich stimmungsvollen Estadio Libertadores de América waren es jedoch zunächst die Gäste aus Brasilien, die den besseren Start in die finale Runde der Copa Sudamericana erwischten. Eine von links in den Strafraum getretene Freistoßflanke in der 8. Spielminute fand den Kopf von Flamengo-Innenverteidiger Réver, der sich in aussichtsreicher Position nicht zweimal bitten ließ und maßgenau zur Führung für die Gäste einnickte.

Flamengo musste währenddessen auf den ehemaligen Bundesliga-Stürmer Paolo Guerrero verzichten. Der 33-jährige Peruaner wurde des Dopings überführt, erst am Dienstag wurde die Sperre auf zusätzliche 20 Tage erweitert, der Ex-Bayern und HSV-Spieler fehlt seinem Team damit auch im Rückspiel am 14. Dezember.

Gigliotti mit verdientem Ausgleich

Die Hausherren präsentierten sich im Folgenden allerdings keineswegs geschockt durch den frühen Rückstand. Independiente kam gut in die Zweikämpfe und erzwang mit hohem Pressing Ballverluste Flamengos im Aufbauspiel, wie auch in der 29. Spielminute. Nach einem schnellen Vorstoß durch die Mitte landete der Ball auf Höhe des Elfmeterpunktes bei Goalgetter Gigliotti, der trocken in die rechte untere Ecke vollstreckte und alles wieder auf Anfang stellte. Das 1:1 bedeutete gleichzeitig den Pausenstand.

Traumtor von Meza lässt Independiente vom Titel träumen

Die Argentinier kamen deutlich wacher aus der Kabine als die Gäste aus Rio. Schon in der 52. Minute sollte Maximiliano Meza das letzte Tor des Tages erzielen, und auch das mit Abstand Sehenswerteste. Eine Ezquiel Barco-Flanke von links an die Strafraumkante nahm Independientes Rechtsaußen volley ab, Flamengo-Keeper César konnte den Einschlag ins linke untere Ecke nicht mehr verhindern.

Flamengo steckte nicht auf und war bemüht, sich Chancen zu erarbeiten. Bis auf Willian Araos Fernschuss und einen Freistoß knapp neben das Tor von Everton Ribeiro kam es jedoch kaum zu nenneswerten Torabschlüssen. Auch Wunderkind Vinicius Junior, der demnächst zu den Königlichen nach Madrid wechseln wird, konnte nach seiner Hereinnahme keine Akzente mehr setzen.

Entscheidung fällt in Rio de Janeiro

Independiente de Avellaneda geht mit leichten Vorteilen in das Rückspiel in Rio de Janeiro am 14. Dezember, entschieden ist in diesem Copa Sudamericana-Finale allerdings noch gar nichts. Flamengo hat in dieser Sudamericana zuhause noch nicht verloren, weiterhin ist eine 1:2 Auswärtsniederlage keine zu große Hypothek für das Team von Reinaldo Rueda. Dass die beiden großen kontinentalen Titel in diesem Jahr beide nach Brasilien gehen, ist durchaus im Bereich des Möglichen.