Independiente
Facebook / Club Atlético Independiente

Holt Independiente den Titel? – Die Halbfinalspiele der Sudamericana stehen an

Auftakt in die Halbfinalspiele der Copa Sudamericana heute Nacht. Noch haben vier Mannschaften aus vier verschiedenen Ländern Chancen auf den Titel und Chapecoense zu beerben: Aus Kolumbien die Juniors (Junior Club SA) aus Barranquilla, aus Brasilien Flamengo (Clube de Regatas do Flamengo), aus Argentinien Independiente (Club Atlético Independiente) und aus Paraguay Libertad (Club Libertad).

Wen könnte das Resultat des Stimmenfangs in Argentinien verwundern? In Argentinien sind die Fussballexperten überzeugt, dass Independiente Favorit ist und den zweiten Sudamericana-Titel nach 2010 holen wird. In der Tat spricht die internationale Erfahrung und der Palmares für das Team aus Avellaneda, zählt es doch mit 17 Titeln (sieben in der Copa Libertadores) zu den erfolgreichsten Conmebol-Clubmannschaften. Auch hat Independiente zuletzt gute Erfahrungen in Paraguay gemacht. Im Viertelfinale wurde Nacional klar mit einem Gesamtscore von 6:1 besiegt.

Libertad als großer Außenseiter

Libertad ist zweifelsohne der grosse Aussenseiter, denn auch in der heimischen Liga ist es bisher nicht gut gelaufen. Umso grösser ist der Wunsch und der Wille, zum ersten Mal in der Club-Geschichte einen internationalen Titel zu gewinnen. Zur Erinnerung: der Sieger der Copa Sudamericana qualifiziert sich direkt für die Copa Libertadores 2018. Aus eben dieser Copa Libertadores stiess Libertad auch in dieses Turnier. Analog zur EuropaLeague qualifizierten sich die Paraguayer als Gruppendritter im Sinne eines Trostpreises. In der Libertadores resultierte einzig ein Sieg gegen die Sportboys aus Bolivien. Doch mit Huracan und vor allem Santa Fe und dem Racing Club eliminierte Libertad bereits vermeintlich stärkere Teams in der Sudamericana.

An Kolumbiens Küste träumt man vom Titel

Im Norden Kolumbiens träumen die Verantwortlichen und Fans ebenfalls von einem internationalen Titel. Die Juniors reisen mit viel Selbstvertrauen ins Maracana zu Rio: die Vorrunde schlossen die „Haie“ auf Platz 1 ab, den kolumbianischen Pokal eroberten sie vor Wochenfrist. Es läuft. Für Offensivpower ist mit Teófilo Gutiérrez, Roberto Ovelar und Yimmi Chara ist gesorgt – mit einem der aktuell stärksten Sturm-Formationen auf dem Kontinent.

Die Kolumbianer duellieren sich mit Flamengo, dem Team mit der grössten Fangemeinschaft Brasiliens. Für Emotionen ist gesorgt. Trainiert werden die Schwarz-Roten vom kolumbianischen Erfolgstrainer Reinaldo Rueda (ex-Nacional). In dieser Saison liess der Erfolg jedoch auf sich warten und die Fla-Fans sind nicht zufrieden. Zwei Runden vor Schluss in der heimischen Liga, auf Platz 6 liegend, bangt das Team noch um ein Copa Libertadores-Ticket für 2018. Der Geduldsfaden schien gerissen. Am Wochenende wurde aber Meister Corinthians mit 3:0 besiegt und der Sudamericana-Viertelfinalsieg gegen Erzrivale Fluminense gab Selbstvertrauen. Schmerzhaft fehlen wird auf jeden Fall der gesperrte Paolo Guerrero.