Copa Sudamericana: Zwei Heimsiege, Remis bei Defensa y Justicia

Im Achtelfinale der Copa Sudamericana kam es diese Woche zu drei Hinspielen: Während Defensa y Justicia und Banfield sich unentschieden trennten, konnten San Lorenzo und LDU Quito mit Heimsiegen vorlegen.

Defensa y Justicia – Banfield 0:0 (0:0)

Eine etwas ungewöhnliches internationales Match gab es in Gran Buenos Aires: Gerade mal 14 Kilometer trennen die Stadien von zwei Klubs, deren kontinentale Meriten sehr überschaubar sind. Die Gastgeber, bei denen Coach Sebastián Beccacece gesperrt auf der Tribüne saß, waren die ambitioniertere Mannschaft, ohne für große Schreckmomente bei den Anhängern des Taladro zu sorgen. Kamen sie doch mal durch, war Gästetorwart Iván Arboleda hellwach. Die wohl beste Parade zeigte er in der Nachspielzeit gegen einen Freistoß von Defensas Kapitän Alexander Barboza, mit der er das Remis sicherte.

San Lorenzo – Nacional (URU) 3:1 (2:0)

Nach einem missglückten Saisonstart und dem sehr glücklichen Weiterkommen gegen Temuco stand ein großer Fragezeichen hinter San Lorenzos Aussichten gegen das seit zwölf Spielen ungeschlagenen Nacional. Tatsächlich hatten die Uruguayer zunächst das Spiel im Griff, doch mit einer einzigen Situation kippte die Sache: Eine herausragende Verlagerung von Youngster Elías Pereyra kontrollierte Reniero, seine Hereingabe lenkte Erramuspe ins eigene Tor (19.). Ab da dominierte der Ciclón, bei dem Mouche und Botta ihr Talent zeigten und Reniero und Blandi brandgefährlich waren. Reniero scheiterte wenig später an einer späten Rettungsaktion von Jorge Fucile. Dazu kamen Schlafmützigkeiten bei Nacional wie ein Fehlpass im Umschaltmoment: Salazar antizipierte diesen, Blandi kam an den Ball und drosch ihn vorbei an Nacionals Keeper Conde in die Maschen (32.). Nach Wiederanpfiff versuchte Nacional, den Gegner wieder zu kontrollieren und den Gastgebern etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das funktionierte tatsächlich auch ganz gut und brachte sogar den Anschluss: Ein unnötiges Foul von Pereyra an Viúdez bedeutete einen Elfmeter, mit dem Gonzalo Bergessio gegen seinen Ex-Verein verkürzte (70.). Doch auf der Gegenseite zeigte Raphael Claus ebenfalls auf den Punkt: Ocampo legte den eingewechselten Gudiño. Diesmal war es Nicolás Blandi, der sicher zum Endstand verwandelte (80.). Das 3:1 lässt beiden Teams Chancen fürs Rückspiel in Montevideo, allerdings dürften die Azulgranas bessere Karten auf das Weiterkommen haben.

LDU Quito – Deportivo Cali 1:0 (1:0)

Die Liga de Quito pflegt dem üblichen Schema von Mannschaften aus Ecuadors Hauptstadt zu folgen: Daheim voll auf Sieg spielen, auswärts möglichst knapp verlieren. In der letzten Runde reichte das, um Vasco da Gama zu eliminieren. Gegen Cali allerdings hatte La Liga zunächst durchaus Probleme, das Spiel zu kontrollieren, und es waren die technisch starken Gäste, die durch Didier Delgado (8.) und José Sand (21.) Chancen auf die Führung hatten, diese aber vergaben. Das rächte sich umgehend: Der schnelle Uruguayer Gastón Rodriguez brach am rechten Flügel durch, seine Flanke klärte Dany Rosero direkt zu Anderson Julio, der aus kurzer Distanz vollstreckte (24.). Das Spiel blieb unterhaltsam und ausgeglichen, die Fans sollten aber kein Tor mehr zu sehen bekommen. Am nächsten dran waren Calis Nico Benedetti, dessen Direktabnahme am langen Pfosten vorbeiging (67.), und Quitos Jonathan Borja, dessen Schuss Pablo Mina gerade noch so an den Pfosten lenken konnte (88.). Das 1:0 stellt keine sehr komfortable Ausgangssituation für La Liga dar, doch hätte Cali eine höhere Niederlage nicht verdient gehabt.