Uruguay: Peñarol gewinnt, Nacional verliert und Fenix überrascht

Die erste Runde des Torneo Intermedio gleicht einer Fortsetzung der ersten Saisonhälfte: Peñarol gewinnt, Nacional verliert und Fenix überrascht.

Im Zwischenturnier, das nach der Apertura und vor der Clausura im uruguayischen Winter gespielt wird, treten die 16 Mannschaften in zwei Gruppen mit je 8 Mannschaften an. Die Einteilung erfolgte aufgrund der Klassierung in der Apertura (gerade vs. ungerade Platzierung). Dies führte dazu, dass Nacional, Meister Peñarol, Danubio und Defensor in der gleichen Gruppe spielen. Nacional unterlag dabei zuhause in der ersten Runde mit 1:2 gegen Defensor.

Nach 7 Runden werden die beiden Gruppensieger feststehen, die sich dann in einem Finalspiel um den Titel duellieren. Die Punkte aus dem Torneo Intermedio zählen für die Jahreswertung (Tabla Anual). Im Dezember werden sich der Apertura- und Clausura-Campeon gegenüberstehen und der Sieger gegen die Mannschaft, die in der Tabla Anual am meisten Punkte erzielt haben wird, um den Meistertitel 2019 spielen.

Die grosse Figur beim gestrigen 4:0-Sieg von Peñarol war der U20-Internationale Darwin Núñez mit einem Hattrick. Sein Nationalmannschaftskollege und um 1 Jahr jüngere Brian Rodriguez eröffnete zudem den Torreigen. Die beiden hatten bereits an der WM im Mai mit Toren auf sich aufmerksam gemacht. Beide Spieler werden Peñarol in den nächsten Partien fehlen, da sie mit Uruguay an den Juegos Panamericanos spielen werden. Gut möglich, dass der definitive Abschied bald folgen wird.

In der Jahreswertung dicht auf den Fersen Peñarols bleibt das Überraschungsteam Fenix. Trotz schmerzhafter Abgänge besiegte die Mannschaft Juan Ramón Carrasco gestern dank eines herausragenden Torhüters die Rampla Juniors mit 1:0. Die Entwicklung von Rampla zu beobachten, wird spannend sein. Der Kultverein vom Cerro hat nicht weniger als 10 neue Spieler engagiert. Der Coup gelang den Picapiedras mit der sechsmonatigen Verpflichtung von Carlos Núñez, der von Pasto nach Montevideo ausgeliehen wurde. Sein Übername “Discoteca” sagt zwar einiges aus über seine Disziplin – auf ihm ruhen jedoch die Hoffnungen für die zweite Jahreshälfte.