Am 22. Spieltag der Superliga setzt River seinen Aufwärtstrend fort. Defensa y Justicia gelingt ein historischer Sieg und Talleres verliert an Boden im Rennen um die Copa Libertadores Qualifikation.
Kein Geringerer als Nationaltrainer Jorge Sampaoli nahm im regnerischen Cilindro Platz, um Zeuge einer weiteren herausragenden Leistung von River Plate Schlussmann Franco Armani zu sein. Denn während Racing besonders im ersten Durchgang überlegen war und eine Vielzahl an Chancen kreierte, waren es die Gäste in Person von Rafael Santos-Borré (77.), die aus einem zu kurz geratenen Abwurf von Juan Musso Kapital schlugen, ehe Exequiel Palacios (90.) zur endgültigen Entscheidung traf. „Wenn Armani der beste Spieler auf dem Feld war, dann haben wir sicherlich nicht soviel falsch gemacht”, versuchte Eduardo Coudet zumindest etwas Positives aus der Partie zu ziehen. Mit dem Sieg rücken die Millonarios auf den zehnten Platz vor und bleiben in Reichweite der Copa Libertadores Ränge.
San Lorenzo erlebt blaues Wunder
Nicht minder spektaktulär ging es im Verfolgerduell zwischen San Lorenzo und Godoy Cruz zu, wenngleich das Aufeinandertreffen deutlich einseitiger ablief, als im Vorfeld angenommen. Im Torrausch der Gäste geriet San Lorenzo im heimischen Nuevo Gasometro mit 0:5 unter die Räder, nachdem sich das Team von Diego Dabove gnadenlos effektiv zeigte. „Es war ein perfekter Tag für uns”, betonte Santiago García, der mit zwei Treffern in der Torschützenliste mit Patronatos Sebastián Ribas gleichziehen konnte.
Somit blieb auch Bocas Niederlage bei Defensa y Justicia unbestraft, die den ersten Sieg gegen die Xeneizes in ihrer Vereinsgeschichte bejubeln durften. An der Titelverteidigung zweifelt jedoch trotzdem keiner mehr, weist man doch nach wie vor komfortable 7 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Godoy Cruz auf.
Talleres verliert unglücklich
Im Kampf um die Copa Libertadores Plätze erlitt Talleres im Duell mit Independiente einen Rückschlag, nachdem man trotz klaren Chancenübergewicht 0:2 unterlag. Vor allem der formidabel aufgelegte Martín Campaña erwies sich für die Überraschungsmannschaft aus Cordoba als unüberwindbare Hürde, während Gonzalo Verón (23.) und Emmanuel Gigliotti (90.) auf der Gegenseite keine Fragen offen ließen. Trainer Frank Kudelka, der la T aus den Tiefen der dritten argentinischen Liga im Rekordtempo ins Oberhaus führte, haderte nach Spielende mit den verpassten Möglichkeiten und deutete an, dass sich die Wege nach Ablauf der Saison trennen könnten.
