Auslosung Copa Libertadores 2017: Hammergruppe mit Atlético Nacional und Estudiantes

Copa Libertadores 2017

Facebook / CONMEBOL

Die Copa Libertadores 2017 nimmt konkrete Formen an: Sowohl die Paarungen für die Qualifikationsrunden als auch bereits die Gruppenphase wurden ausgelost.

47 Mannschaften aus den zehn Mitgliedsverbänden der CONMEBOL werden 2017 an der reformierten Copa Libertadores teilnehmen. Wie berichtet sind nächstes Jahr zum ersten Mal seit 1998 keine mexikanischen Mannschaften mehr dabei, deren Verband aufgrund von Inkompatibilität des nationalen Fußballkalenders mit dem reformierten Copa-Libertadores-Kalender (zumindest 2017) keine Teilnehmer mehr stellt. Am gestrigen Mittwoch, den 21. Dezember, fand im CONMEBOL-Kongresszentrum in Luque (Paraguay) die Auslosung zum wichtigsten Klubwettbewerb auf dem südamerikanischen Kontinent statt.

Brasilien stellt die meisten Teilnehmer

Die meisten Teilnehmer stellt Brasilien, dass acht Mannschaften ins Rennen schickt. Dahinter folgen Argentinien mit sechs und Kolumbien mit fünf Teams. Alle restlichen Verbände stellen vier Klubs. Die sechs Vereine aus den Ländern Bolivien, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela starten am 23. und 27. Januar mit Hin-und Rückspielen in der ersten Qualifikationsphase der Copa Libertadores mit folgenden Paarungen (in der Klammer: Land / Platz des Teams im CONMEBOL-Ranking):

E1: Club Universitario de Sucre (BOL / 68.) vs. Montevideo Wanderers (URU / 63.)

E2: Deportivo Municipal (PER / –) vs. Independiente del Valle (ECU / 24.)

E3: CD Capiatá (PAR / –) vs. Deportivo Táchira (VEN / 43.),

Mit Independiente del Valle konnte sich der Überraschungsfinalist aus dem Vorjahr mit Ach und Krach wieder für die Copa Libertadores qualifizieren. Einen ähnlichen Höhenflug wie letztes Jahr wird das Team aus Ecuador aber wohl kaum hinlegen können, zu viele Abgänge musste man verkraften. Was mit dem vermeintlichen Dopingsünder José Angulo passiert, ist immer noch offen. Hier hat CONMEBOL noch immer keine Strafe ausgesprochen.

Zweite Qualifikationsphase (Hinspiele: 31.1., 1/2.2. Rückspiele: 7/8/9.2.)

C1: Clube Atlético Paranaense (BRA / 71.) vs. Millonarios FC (KOL / 62.)
C2: Botafogo Rio de Janeiro (BRA / 79.) vs. CSD Colo Colo (CHI / 23.)
C3: Atlético Cerro (URU / 106.) vs. Unión Española (CHI / 46.)
C4: Carabobo FC (VEN / –) vs. Junior FC (KOL / 56.)
C5: Club Atlético Tucumán (ARG / –) vs. CD El Nacional (ECU / 65.)
C6: Sieger E1 vs. The Strongest La Paz (BOL / 28.)
C7: Sieger E2 vs. Olimpia Asunción (PAR / 10.)
C8: Sieger E3 vs. Universitario de Deportes (PER / 40.)

Dritte Qualifikationsphase (Hinspiele: 14/15/16.2. Rückspiele: 21/22/23.2.)

G1: C1 vs. C8
G2: C2 vs. C7
G3: C3 vs. C6
G4: C4 vs. C5

Auch die am 7.-9. März startende Gruppenphase wurde bereits ausgelost. Hier wurden die Mannschaften – mit Ausnahme des Copa-Libertadores- und Copa-Sudamericana-Siegers (Atlético Nacional & Chapecoense), die jeweils automatisch in Lostopf 1 und 2 gesetzt waren – anhand des CONMBEOL-Rankings in die Lostöpfe eingeteilt. Ausschlaggebend dafür sind folgende drei Faktoren:

1) Leistungen in der Copa Libertadores in den letzten zehn Jahren

2) Leistungen in der Copa Libertadores von 1960 bis 2006

3) Leistungen in den nationalen Meisterschaften in den letzten zehn Jahren

Die komplette CONMEBOL-Rangliste findet ihr hier.

Die Gruppenphase (7.3. – 25.5.):

Gruppe 1

– Atlético Nacional (Kolumbien)

– Estudiantes (Argentinien)

– Barcelona (Ecuador)

– G2

Gruppe 2

– Santos (Brasilien)

– Independiente de Santa Fe (Kolumbien)

– Sporting Cristal (Perú)

– G3

Gruppe 3

– River Plate (Argentinien)

– Emelec (Ecuador)

– Independiente de Medellín (Kolumbien)

– Melgar (Peru)

Gruppe 4

– San Lorenzo (Argentinien)

– Universidad Católica (Chile)

– Flamengo (Brasilien)

– G1

Gruppe 5

– Peñarol (Uruguay)

– Palmeiras (Brasilien)

– Wilstermann (Bolivien)

– G4

Gruppe 6

– Atlético Mineiro (Brasilien)

– Libertad (Paraguay)

– Godoy Cruz (Argentinien)

– Sport Boys (Bolivien)

Gruppe 7

– Nacional (Uruguay)

– Chapecoense (Brasilien)

– Lanús (Argentinien)

– Zuliá (Venezuela)

Gruppe 8

– Gremio (Brasilien)

– Guaraní (Paraguay)

– Zamora (Venezuela)

– Deportivo Iquique (Chile)

Bei der Auslosung der Gruppenphase hat Titelverteidiger Atlético Nacional de Medellín ein paar schwere Brocken erwischt. Die Kolumbianer und Seriensieger aus 2025 treffen auf das argentinische Spitzenteam Estudiantes de la Plata, die lange Zeit die Tabelle in Argentinien anführten, momentan aber in einem kleinen Leistungstief stecken. Daneben wartet mit dem ecuadorianischen Meister Barcelona SC Guayaquil noch ein weiterer starker Gegner auf Nacional. Den vierten Platz wird ein Qualifikant einnehmen, Botafogo, Colo-Colo, Asunción, Deportivo Minicipial und Vorjahresfinalist Independiente del Valle sind hier die Kandidaten.

Last-Minute-Qualifikant River Plate erwarten mit Emelec, Indep. Medellín und Melgar hingegen machbare Gegner, wie auch Grêmio Porto Alegre, das wohl die leichteste Gruppe erwischt hat.

 

Vielen Dank an Benedikt Duda für die Recherche und Unterstützung bei diesem Artikel.