Mexiko – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Mexiko – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Mexiko hat bereits eine Mauer: Memo Ochoa http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/mexiko-mauer-memo-ochoa-489492 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/mexiko-mauer-memo-ochoa-489492#respond Tue, 30 Oct 2018 09:49:59 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10528 Trump will/wollte eine Mauer bauen, dabei hat Mexiko doch schon eine. Das wurde bei der Weltmeisterschaft in Russland wieder einmal deutlich. Die Rede ist von Guillermo “Memo” Ochoa, Mexikos herausragender Nummer eins, der auch in Belgien bei Standard Lüttich glänzt....

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Trump will/wollte eine Mauer bauen, dabei hat Mexiko doch schon eine. Das wurde bei der Weltmeisterschaft in Russland wieder einmal deutlich. Die Rede ist von Guillermo “Memo” Ochoa, Mexikos herausragender Nummer eins, der auch in Belgien bei Standard Lüttich glänzt.

Wieder Brasilien, wieder ein herausragender Ochoa. Vor vier Jahren in Brasilien traf Mexiko schon einmal auf den damaligen Gastgeber – in der Gruppenphase. Es ist der Abend des 17. Juni 2014, das «Estadio Castelao» in Fortaleza: Die Brasilianer sind der Verzweiflung nahe, vor allem Neymar, Oscar und Fred können es nicht fassen. Das mexikanische Tor scheint wie vernagelt. Guillermo Ochoa hält alles was auf seinen Kasten kommt. 0:0, Man of the Match, klar der Torwart mit den Wuschelhaaren.

Vier Jahre später reicht ein 0:0 nicht, denn es ist das Achtelfinale der WM in Russland, wo sich Mexiko erneut mit Brasilien messen muss. Wieder hält Ochoa Weltklasse lässt Neymar, Coutinho und Co. verzweifeln, ehe ihn der zu Schauspieleinlagen neigende Sturmführer Brasiliens in der 51. Minute doch überwinden kann. Kurz vor Schluss macht Firmino das 2:0. Mexiko ist draußen, Ochoas Glanztaten umsonst.

Alle vier Jahre taucht dieser Torwart aus dem Nichts auf und liefert eine Weltklasse-Leistung nach der anderen ab. Wenn gerade keine WM ist fliegt er meist unter dem Radar der meisten Fußballfans.

Positivier Dopingtest lässt Karriere stocken

Ochoa war einer von fünf mexikanischen Spielern, die 2011 nach einem Gold Cup Match positiv auf Clenbuterol getestet und des Dopings bezichtigt wurden. Fälschlicherweise wie sich später herausstellte: Das leistungssteigernde Mittel wird auch illegal zur Kälbermast eingesetzt, was Ochoa und seinen Kollegen beim Verzehr von kontaminiertem Fleisch zum Verhängnis wurde. Das war alles kurz vor der Transferperiode und ein möglicher Wechsel zu PSG zerschlug sich, weil eine zweijährige Sperre im Raum stand. Letztendlich wurde Ochoa freigesprochen und wechselte auch nach Frankreich – aber eben nicht zur großen PSG sondern zu Ajaccio. Dort wurde den Fans schnell bewusst, was für ein guter Fang ihrem Klub hier gelungen war. Ochoa hielt überragend und hielt seinen Klub zwei Jahre lang in der Ligue 1, konnte aber im letzten Jahr den Abstieg auch nicht verhindern.

Doch der Abstieg kratzte nicht an seinem Selbsbewusstsein und er spielte eine überragende WM 2014 in Brasilien, der ein Wechsel zum FC Malaga folgte. Dort spielte er in zwei Jahren aber nur elfmal und wechselte dann auf Leihbasis zum FC Granada, wo er aber in 38 Spielen 82 Gegentore kassierte und sang- und klanglos als Tabellenletzter abstieg.

2017 dann der Wechsel nach Belgien zu Standard Lüttich, wo er sein Glück gefunden hat und im ersten Jahr gleich Pokalsieger wurde. Erst am Wochenende hielt Memo wieder bärenstark, was seinem Klub sogar ein eigenes Video wert war:

Und spätestens 2022 wird er wieder auftauchen auf dem Radar – dann steht die nächste Weltmeisterschaft an. Und vielleicht auch wieder ein Match gegen Brasilien. Da wächst er ja öfter über sich hinaus.

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Mexiko: Fan lässt sich Vereinswappen ins Gesicht tätowieren http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/mexiko-fan-tatowiert-vereinswappen-gesicht-39274 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/mexiko-fan-tatowiert-vereinswappen-gesicht-39274#respond Tue, 31 Jul 2018 20:28:18 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10689 Ein Fan von América de México hat sich das Wappen seines Klubs auf die linke Backe tätowieren lassen. Alles zu dem außergewöhnlichen Fall hier. Der Spruch “Das ist Liebe, die unter die Haut geht” passt hier wohl hervorragend. Ein Fan...

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Ein Fan von América de México hat sich das Wappen seines Klubs auf die linke Backe tätowieren lassen. Alles zu dem außergewöhnlichen Fall hier.

Der Spruch “Das ist Liebe, die unter die Haut geht” passt hier wohl hervorragend. Ein Fan des mexikanischen Traditionsklubs América de México hat sich das Wappen seines Lieblingsvereins auf die linke Wange tätowieren lassen. Seine Begründung: “Es reichte mir nicht das Wappen im Herzen zu tragen”.

In Lateinamerika gehört es zum guten Ton, sich das Wappen seines Herzensvereins auf die Wade zu tätowieren lassen, der Oberarm ist auch eine gern gesehen Stelle. In Méxiko hat die Leidenschaft eines Fans für seinen Verein nun mit der Wangentätowierung eine besondere Ausprägung erreicht. Der Fan von América de México, der nicht seinen wahren Namen nennen will, aber bekannt ist als “La Mala”, hat seine linke Wange mit den Farben der Águilas verkünstlern lassen.

“La Mala” und der Schöpfer des Tattoos

Sein Tätowierer Melchor Palomo zu diesem besonderen Tattoo: “Er ist glücklich mit seinem Tattoo, seine Mutter und seine Oma stehen voll hinter seiner Entscheidung, seine Familie wusste, dass er das machen wollte. Es ist etwas, was dich dein Leben lang begleiten wird und ein Teil deiner Haut ist, das verdient den Respekt aller. Ich selbst bin Fan von Necaxa, aber ich hätte mir nicht so ein großes Tattoo mit dem Wappen im Gesicht gemacht, vielleicht etwas kleines hinter dem Ohr.”

In Großaufnahme

Als Palomo vom außergewöhnlichen Wunsch seines Kunden hörte, schlug er ihm etwas kleineres vor, aber dieser bestand auf seiner Idee. Der Tätowierer gab ihm schließlich eine Woche Bedenkzeit und glaubte, dass er nicht zurückkehren würde. Doch genau das tat er. Der Rest ist Geschichte und für die Ewigkeit.

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Saisonstart in Mexiko: Wer nimmt es mit Tigres auf? http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/saisonstart-mexiko-tigres-monterrey-281726 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/saisonstart-mexiko-tigres-monterrey-281726#respond Fri, 20 Jul 2018 09:45:11 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10570 In der Nacht auf Samstag geht das Torneo Apertura in eine neue Runde. Mit Rückkehrer Guido Pizarro stärkt Tigres seine Favoritenrolle weiter, Stadtrivale Monterrey ließ mit dem Transfer von Rodolfo Pizarro aufhorchen. Das neue Fußballjahr startete gleich mit einer Machtdemonstration....

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In der Nacht auf Samstag geht das Torneo Apertura in eine neue Runde. Mit Rückkehrer Guido Pizarro stärkt Tigres seine Favoritenrolle weiter, Stadtrivale Monterrey ließ mit dem Transfer von Rodolfo Pizarro aufhorchen.

Das neue Fußballjahr startete gleich mit einer Machtdemonstration. Beim „Campeón de Campeones“, dem Duell zwischen Apertura- und Clausura-Meister, setzten sich die erfolgsverwöhnten Tigres mit einem satten 4:0 gegen Santos Laguna durch, das sich zwei Monate zuvor noch die Meisterschaft gesichert hatte. Doch bezeichnend waren nicht nur die 90 Minuten im StubHub Center in den USA, sondern auch der gegensätzliche Verlauf des Sommers. Während Tigres sein Starensemble beisammen hielt und Schlüsselspieler Guido Pizarro nach einem Jahr in Sevilla gar wieder nach Mexiko lotste, verlor Santos seinen Kapitän Carlos Izquierdoz, dessen Abwehrpartner Néstor Araujo sowie Torjäger Djaniny. Lediglich Innenverteidiger Martín Hugo Nervo aus Argentinien kam bislang als adäquater Ersatz.

Während Tigres seit Jahren für Konstanz und Titelgewinne steht, wechselt die Konkurrenz immer wieder durch, einen klaren Verfolger gibt es nicht. Santos genoss im vergangenen Halbjahr den kurzen Moment des Ruhms, dürfte mit dem aktuellen Kader aber zunächst einmal das Ziel haben, die Top-Acht und damit die Play-offs zu erreichen. Deutlich ambitionierter zeigte sich zumindest in personeller Hinsicht Tigres’ Stadtrivale Monterrey, der mit Rodolfo Pizarro für 14,5 Millionen Euro den mit Abstand teuersten Transfer des Sommers stemmte, hinzu kam mit Jesús Gallardo ein mexikanischer Nationalspieler und WM-Teilnehmer. Nach dem Abgang von Trainer Antonio Mohamed nach Spanien wechselte Diego Alonso von Pachuca in den Norden und soll nun das schaffen, was seinem Vorgänger bei zwei Vizemeisterschaften verwehrt blieb: Die erste Meisterschaft seit 2010.

Ambitionen in der Hauptstadt

Nach Erfolgen dürstet es auch die Hauptstadt mit den drei Traditionsklubs América, Pumas und Cruz Azul. Rekordmeister América hielt die Fahne des D.F. in den letzten Jahren nahezu im Alleingang hoch und gehörte stets zum Favoritenkreis um den Titel. Allerdings schlugen die vielen Transfers der Águilas in den letzten Jahren selten ein wie erhofft, vom absoluten Favoriten auf die Meisterschaft wurde man lediglich zu einem von vielen Kandidaten an der Spitze. Nach dem Halbfinal-Aus im letzten Jahr investierte man gezielt, holte Luis Reyes und Jorge Sánchez für die defensiven Außenbahnen und zahlte 8,5 Millionen Euro für 50 Prozent der Rechte von Königstransfer Roger Martínez im Sturm.

In großen Dimensionen investierte Cruz Azul, das nach dem Abriss seiner alten Heimstätte fortan ebenfalls im Estadio Azteca spielt und das erste Jahr im neuen Zuhause standesgemäß angeht. Mit Elías Hernández kam für 6 Millionen Euro einer der besten Vorlagengeber der letzten Jahre, Milton Caraglio, der für die gleiche Summe verpflichtet wurde, soll als Nutznießer der Assists fungieren. Auch Mittelfeldspieler Iván Marcone aus Lanús und die Abwehrspieler Pablo Aguilar und Igor Lichnovsky sind kluge Verstärkunen für die Mannschaft von Trainer Pedro Caixinha, der nach den verpassten Play-offs im Vorjahr bereits unter Druck steht.

Und auch die Pumas haben als Dritter im Bunde eine gute Transferperiode hinter sich, neben Angreifer Carlos González aus Necaxa holte man mit Victor Malcorra und Juan Iturbe sowie Felipe Mora und Martín Rodríguez zwar vermeintliche Restposten von Tijuana und Cruz Azul, dennoch besitzt das Quartett eine Menge Qualität, womit die Abgänge von Torjäger Nico Castillo und Jesús Gallardo aufgefangen werden sollen.

Der weitere Kreis

Weit weniger auffällig bewegten sich Vizemeister Deportivo Toluca, Tijuana, Pachuca und León auf dem Transfermarkt. Alle Vier haben grundsätzlich den Anspruch, sich unter den ersten Acht zu platzieren, hatten zuletzt aber immer wieder mit Schwankungen zu kämpfen. Auf ganz große Transfers verzichtete man jeweils, dafür konnten aber auch weite Teile der Mannschaft gehalten werden.

Spannend wird es etwas weiter unten, wo die für zwei Jahre ausgesetzt Abstiegsregelung auf offensiveren Fußball und mehr Mut zum Risiko hoffen lässt, schließlich gibt es im Hinblick auf die sportliche Zukunft erst einmal nichts zu befürchten. Klubs wie Puebla, Querétaro, Veracruz oder der letztjährige Aufsteiger Lobos könnten vermehrt auf Beständigkeit setzen und haben mit Beginn des Torneo Apertura die beinahe schon einmalige Chance, mit Geduld etwas Langfristiges zu entwickeln.

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Vom Winde verweht? „Chucky“ Lozano auf dem Sprung nach Europa http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/winde-verweht-chucky-lozano-sprung-europa-484713 http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/winde-verweht-chucky-lozano-sprung-europa-484713#respond Mon, 18 Jun 2018 10:38:19 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=2173 Artikel vom 21. Januar 2017. Flügelstürmer Hirving Lozano ist mit 21 Jahren eine der Attraktionen in Mexikos Liga MX und die derzeit wohl größte Zukunftshoffnung des Landes. Noch kann Stammklub Pachuca das Juwel trotz lukrativer Angebote halten, doch es ist...

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Artikel vom 21. Januar 2017.

Flügelstürmer Hirving Lozano ist mit 21 Jahren eine der Attraktionen in Mexikos Liga MX und die derzeit wohl größte Zukunftshoffnung des Landes. Noch kann Stammklub Pachuca das Juwel trotz lukrativer Angebote halten, doch es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er für eine Millionensumme den Sprung nach Europa wagt.

Es ist der siebte Januar 2017, das neue Jahr ist erst eine Woche alt und auch die neue Saison in der mexikanischen Liga MX nimmt gerade ihren Anfang. Und wie so oft in den letzten Monaten sticht einer gewohnt vom Start weg heraus: Hirving Lozano. Mit Pachuca ist er zu Gast in León, ein kompliziertes Pflaster, doch Lozano erwischt einen Sahnetag. Mit beeindruckender Unbekümmertheit beschäftigt er die Abwehr der Gastgeber über 90 Minuten, am Ende gelingen ihm drei Treffer, die Pachuca zum 4:2-Auftaktsieg verhelfen.

Tore und Tritte: Harte Schule in der Heimat

Für Mexikos größtes Offensivtalent ist die Sache damit beendet. Die Leistung hat gestimmt, die Ausbeute auch – Aufgabe erledigt. Doch wie so oft ist Lozano auch im Anschluss an die Partie das große Thema, ohne dass er selbst vor die Mikrofone treten müsste. Leóns Rechtsverteidiger Fernando Navarro, im Spiel sein direkter Gegenspieler, greift zu drastischen Worten: „Lozano hat es sich verdient, dass er so oft getreten wird. Er ist ein großartiger Fußballspieler, aber ein sehr schlechter Gewinner.“ Zwei Tage später sperrt das Sportgericht Leóns Innenverteidiger Diego Novaretti für sechs Spiele. Im Anschluss an einige verbissene Duelle verlor der Argentinier die Nerven und bespuckte seinen Gegenspieler. Die Angelegenheit wird zu einem immer größeren Thema, sodass sich auch Lozano, sonst eher zurückhaltend, äußern muss. „Ich werde dazu nichts sagen, man sieht im Video was passiert und dafür gibt es das Sportgericht.“ Angesprochen auf die vielen Fouls, die er Woche für Woche einstecken muss, gibt er sich pragmatisch. „Wenn sie mich treten wollen, bitteschön. Für so etwas ist der Schiedsrichter da.“

 Mit Lozano gehen die Gegenspieler nicht gerade zimperlich um

Ob ihn der Umgang seiner Gegenspieler tatsächlich derart kalt lässt, wird sein Geheimnis bleiben, doch selbst als neutraler Zuschauer gibt es eigentlich nur zwei Empfindungen, die man während seiner Spiele verspürt. Zum einen Bewunderung für die Schnelligkeit, die leichtfüßigen Bewegungen und den gewaltigen Zug zum Tor des Rechtsfußes, der in aller Regel den linken Flügel besetzt. Und zum anderen ernsthafte Sorgen um dessen Gesundheit angesichts der zahlreichen, oft wüsten Fouls, die ihn immer wieder zu Boden zwingen. Trainer Diego Alonso sah sich bereits zu mehreren öffentlichen Appellen berufen, in denen er verstärkten Schutz für den „meistgefoulten Spieler der Liga“ forderte: „Sie schießen sich so lange auf ihn ein bis er zurückzieht, aber das wird er nicht tun. Trotzdem wird er nicht geschützt, darüber werden nicht nur wir uns am Ende ärgern, sondern ganz Mexiko.“

Vielleicht kann Lozano inzwischen so unbeeindruckt damit leben, weil er seit Beginn seiner Profi-Karriere keinen anderen Umgang erlebt hat und auch im Jugendbereich bereits kaum mit erlaubten Mitteln zu stoppen war. Diese Zeit verbrachte er seit seinem elften Lebensjahr in Pachuca, 100 Kilometer nordöstlich seiner Geburtsstadt Mexiko-City. In Mexiko spricht man oft von „La Bella Airosa“, der windigen Schönheit, wenn von der knapp 2500 Meter hoch gelegenen Stadt die Rede ist. In der Jugendakademie von CF Pachuca, dem ältesten bekannten Fußballklub mit der derzeit wohl besten Jugendabteilung des Landes, reift er über sieben Jahre, ehe er Anfang 2014 als 18-Jähriger und keine zwei Wochen nach der Geburt seiner Tochter Gabriela sein Profi-Debüt feiert.

Traumdebüt von Lozano im Estadio Azteca

Im Gastspiel bei Rekordmeister América wird er im Estadio Azteca in der 84. Minute beim Stand von 0:0 eingewechselt. Anstelle von Jürgen Damm, zur damaligen Zeit ähnlich hoch gehandelt wie Lozano heute, betritt er mit der Rückennummer 70 das weite Rund. Anlaufzeit braucht er anschließend nicht: Fünf Minuten später nimmt er an der Mittellinie über rechts Tempo auf, zieht bis vor den Strafraum und erzielt in der 89. Minute mit einem Flachschuss aus 16 Metern den Treffer zum 1:0-Sieg, den er anschließend in der Jubeltraube seiner Teamkollegen mit Tränen in den Augen feiert.

Kurz darauf steigt Lozano zum Stammspieler auf, absolviert seitdem über 100 Ligaspiele mit mehr als 50 Scorerpunkten für Pachuca, das in dieser Zeit einen Meistertitel und eine Vizemeisterschaft verzeichnet. An seiner Seite prägen weitere Eigengewächse das ansehnliche Spiel der Mannschaft, auch die jungen Érick Gutiérrez und Rodolfo Pizarro steigen durch ihre herausragenden Leistungen zu mexikanischen Nationalspielern auf. Den größten Schrecken aber verbreitet, ganz seinem Spitznamen entsprechend, Flügelflitzer Lozano. Seit dieser sich in Pachucas Jugendinternat regelmäßig unter den Betten versteckte um seine Mitspieler zu erschrecken, wird er in Anlehnung an die bekannte mörderische Horrorfilm-Puppe oft nur „Chucky“ gerufen.

Zu derlei Streichen ist er mit 21 Jahren inzwischen nicht mehr aufgelegt, die ersten Jahre als Profi und das Leben als Familienvater und Ehemann haben ihn früh reifen lassen. Anders als bei vielen mexikanischen Talenten vor ihm droht der Fortgang der anfangs vielversprechenden Karriere nicht an fehlender Charakterstärke zu scheitern, denn vom zu Tränen gerührten Debütanten aus dem Estadio Azteca ist außer den fußballerischen Fähigkeiten nicht mehr viel übrig geblieben. Dazu trug auch das Umfeld in Pachuca seinen Teil bei, der Klub ist deutlich weniger im medialen Fokus als die großen Klubs des Landes, sodass gerade die jungen Spieler vor verfrühtem Rummel geschützt werden.

Europa als stete Motivation und nächster Schritt

Nach inzwischen drei Jahren als Profi in Pachuca, in denen Lozano sich mustergültig und ohne nennenswerte Rückschläge entwickelte, soll in absehbarer Zeit nun der nächste Schritt folgen – der Wechsel nach Europa. Während viele Talente, wie zuletzt auch Ex-Teamkollege Pizarro, einen ligainternen Transfer nach Guadalajara als Zwischenschritt vorziehen, kommt für Lozano einzig und allein der Sprung ins Ausland infrage. „Entweder Europa oder Pachuca“, äußerte er sich in dieser Hinsicht unmissverständlich. Ein Schnäppchen wird er dabei allerdings nicht werden: Der im letzten Jahr bis 2020 verlängerte Vertrag beinhaltet eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro, mehrere Angebote im zweistelligen Bereich konnten Pachuca bisher nicht dazu bewegen, von der festgelegten Forderung abzurücken.

Angesichts verschiedener Gerüchte, zuletzt unter anderem über das vermeintliche Interesse von Ajax Amsterdam, wird Lozano immer wieder auf seine Zukunft angesprochen, bleibt dabei aber stets diplomatisch: „Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit der positiven Resonanz, aber ich nehme diese Sachen ganz entspannt hin. Bei Gelegenheit werden wir uns mit Präsident Jesús Martínez unterhalten und gemeinsam schauen, was die beste Option für mich ist.“

Spätestens im Sommer dürfte man bei diesen Gesprächen zur Übereinkunft kommen, dass die Zeit für den nächsten Schritt gekommen ist. Hirving Lozano überragt regelmäßig in der heimischen Liga, hat sich in der mexikanischen Nationalmannschaft etabliert und Pachuca nach zuvor neun titellosen Jahren zurück zu alter Größe geführt. Was nun folgt, scheint logisch: „Chucky“ wird der windigen Schönheit nach einer gemeinsamen Dekade den Rücken kehren, um seinen Schrecken fortan in den europäischen Abwehrreihen zu verbreiten.

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WM-Voschau Mexiko: Schicksalswochen für Juan Carlos Osorio http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/mexiko-schicksalswochen-juan-carlos-osorio-202029 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/mexiko-schicksalswochen-juan-carlos-osorio-202029#respond Wed, 13 Jun 2018 10:00:00 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10325 Trotz einer souveränen Qualifikation ist in Mexiko die Kritik an Nationaltrainer Juan Carlos Osorio nicht verstummt. Für den Kolumbianer und sein Team wird schon das Achtelfinale ein hartes Stück Arbeit, mehr scheint kaum möglich. Vorgänger Miguel Herrera bringt sich für...

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Trotz einer souveränen Qualifikation ist in Mexiko die Kritik an Nationaltrainer Juan Carlos Osorio nicht verstummt. Für den Kolumbianer und sein Team wird schon das Achtelfinale ein hartes Stück Arbeit, mehr scheint kaum möglich.

Vorgänger Miguel Herrera bringt sich für eine Rückkehr in Stellung, André Villas-Boas soll in Kontakt mit dem mexikanischen Verband stehen und Matías Almeyda ist der Wunsch zahlreicher Fußballfans im Land. Während Mexiko sich unter Juan Carlos Osorio auf die WM in Russland vorbereitet, wo endlich der Einzug ins Viertelfinale gelingen soll, diskutiert ganz Mexiko bereits über die Nachfolge des Kolumbianers. Selten zuvor haben derart viele Spieler derart offensiv davon gesprochen, gar den Titel holen zu können. Im Land selbst herrscht hingegen eine deutlich negativere Erwartungshaltung, viele erwarten eine kurze Weltmeisterschaft als Abschiedsvorstellung für den ungeliebten Nationaltrainer.

Der Weg nach Russland

Nachdem Mexiko 2014 noch lange zittern musste und erst über die Play-offs gegen Neuseeland das Ticket buchte, war der Eindruck diesmal deutlich besser. Als souveräner Tabellenführer machte man schon mehrere Spieltage vor dem Ende Nägel mit Köpfen, die einzige Niederlage gab es erst am letzten Spieltag, als es bereits um nichts mehr ging.

Mexikos WM-Geschichte

Die WM-Bilanz der Tri ist inzwischen untrennbar mit einer Obsession verbunden: Dem Viertelfinale. Abgesehen von den Heim-Weltmeisterschaften 1970 und 1986 schaffte man es noch nie unter die besten Acht, zuletzt scheiterte man sechsmal in Folge im Achtelfinale. „Eine gute WM für Mexiko würde den Einzug ins Viertelfinale bedeuten“, macht Bundesliga-Legionär Marco Fabián von Eintracht Frankfurt keinen Hehl um die Ansprüche der Mannschaft. Kapitän Rafa Márquez, der nach monatelanger Unsicherheit aufgrund privater Probleme lange Zeit auf der Kippe stand, darf nun seine fünfte Weltmeisterschaft absolvieren und geht zu diesem Zweck deutlicher in die Offensive: Er beteuerte, dass nicht an das „fünfte Spiel“ zu denken sei, sondern vielmehr an den WM-Titel.

Die Mannschaft

Fußballerisch geht Mexiko mit einem seiner besten Kader der letzten WM-Teilnahmen ins Rennen, auf allen Positionen sind Europa-Legionäre mit viel Qualität und Erfahrung vorhanden. Beginnend im Tor mit Guillermo Ochoa, der Abwehr um Héctor Moreno und Miguel Layún, dem Mittelfeld mit Andrés Guardado und Héctor Herrera sowie dem Angriff um Hirving Lozano, Carlos Vela und Chicharito lassen sich überall interessante Akteure nennen. Anders als 2014, als das 5-3-2 von Trainer Miguel Herrera noch das unveränderliche Patentrezept darstellte, können mit einem 3-5-2, einem 3-4-3 sowie einem 4-3-3 drei verschiedene Spielsysteme flexibel verwendet werden. Doch trotz taktischer Möglichkeiten und starken Spielern wirft das Team insgesamt Fragen auf, besonders die Rückwärtsbewegung muss in Russland besser funktionieren als in den Monaten zuvor.

Der Trainer

Juan Carlos Osorio folgte im November 2015 auf Miguel Herrera und stand von Anfang an in der Kritik, da viele Größen im Land lieber einen einheimischen Nationaltrainer gesehen hätten. Nach einem herausragenden Start mit neun Siegen und nur einem Gegentor folgte bei der Copa América 2025 eine historische 0:7-Schmach gegen Chile, von der sich Osorios Stellenwert bis heute nicht erholt hat. Vielen Kritikern sind auch die häufigen personellen Rotationen ein Dorn im Auge. Der 57-Jährige ist ein Fußballverrückter im positiven Sinne, studiert jedes kleinste Detail des Spiels und fordert von seiner Mannschaft aktives Spiel mit sauberer Ballzirkulation. Während Fans und Presse ihn unaufhörlich kritisieren, stehen die Spieler bedingungslos hinter ihm. In Russland haben sie selbst Osorios Zukunft in der Hand: Nur mit dem Einzug ins Viertelfinale und dem Ende des Achtelfinal-Fluchs scheint es überhaupt denkbar, den Trainer zu halten.

Der Schlüsselspieler

Auch wenn er nicht für das ganz große Spektakel steht, dreht sich im mexikanischen Spiel vieles um Mittelfeldspieler Andrés Guardado. Der „kleine Prinz“ ist in der Schaltzentrale dank großer Ballsicherheit, Übersicht und strategischem Geschick nicht gleichwertig zu ersetzen. Nach einer Muskelverletzung musste er sich zu Beginn der WM-Vorbereitung erst wieder in Form bringen. Nach Wochen intensiver Arbeit steht er inzwischen aber wieder voll im Saft, um Mexiko als Kapitän aufs Feld zu führen, da Rafa Márquez in aller Regel nur der Platz auf der Bank bleiben dürfte.

Das Talent

Den Durchbruch hat Hirving Lozano bereits geschafft, mit 22 Jahren ist der Flügelstürmer über das Talentalter aber noch nicht hinaus. Gleich in seinem ersten Jahr in Europa lieferte „Chucky“ in Eindhoven überragende Leistungen und hatte mit knapp 30 Scorerpunkten gewaltigen Anteil an der souveränen Meisterschaft der PSV. Im Klub sowie im Nationalteam beackert er die linke Seite, zieht dort als Rechtsfuß häufig nach innen und sucht dabei den Abschluss. Auch ohne eine gute WM könnte ihm der Wechsel zu einem großen Klub wechseln, ein überzeugendes Turnier würde aber dabei helfen, die Güteklasse des zukünftigen Arbeitgebers noch etwas zu erhöhen.

Die Chefutbol-Prognose

Mit einem guten Kader und einigen Stärken geht Mexiko ins Turnier, aber auch die Schwachstellen sind durchaus ersichtlich. In der Gruppe mit Deutschland, Südkorea und Schweden dürfte es im letzten Gruppenspiel gegen die Skandinavier um das Achtelfinale gehen, mehr scheint nur möglich, wenn der Gegner im Achtelfinale nicht Brasilien heißt.

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Furch schießt Santos zum Titel – Lobos dürfen bleiben http://www.chefutbol.com/lateinamerika/furch-schiest-santos-zum-titel-lobos-durfen-bleiben-293838 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/furch-schiest-santos-zum-titel-lobos-durfen-bleiben-293838#respond Tue, 22 May 2018 07:35:39 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10256 Durch ein 1:1 im Finalrückspiel in Toluca und einen 2:1-Sieg im Hinspiel zu Hause hat Santos Laguna im mexikanischen Torneo Clausura seinen insgesamt sechsten Meistertitel gefeiert. Der sportliche Absteiger Lobos BUAP darf hingegen doch in der Liga bleiben. Am Ende...

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Durch ein 1:1 im Finalrückspiel in Toluca und einen 2:1-Sieg im Hinspiel zu Hause hat Santos Laguna im mexikanischen Torneo Clausura seinen insgesamt sechsten Meistertitel gefeiert. Der sportliche Absteiger Lobos BUAP darf hingegen doch in der Liga bleiben.

Am Ende schaffte es Julio César Furch sogar, Torschützenkönig Djaniny in den Schatten zu stellen. Mit seinem Treffer beim gestrigen 1:1-Unentschieden in Toluca sowie dem späten Siegtreffer beim 2:1-Erfolg im Hinspiel am Donnerstag avancierte der argentinische Stürmer zum Titelgaranten für Santos Laguna, das erstmals seit 2015 wieder den Meisterpokal in die Höhe stemmen durfte. In der regulären Saison war Furch mit fünf Saisontreffern noch von seinem kapverdischen Sturmpartner in den Schatten gestellt worden, nachdem dieser mit 14 Toren eine Bilderbuchspielzeit hingelegt hatte. Doch in den Play-offs lief der Argentinier zu großer Form auf, erzielte insgesamt vier Treffer, zwei davon in den insgesamt 180 Minuten gegen Toluca. “Ich bin stolz auf alle meine 26 Spieler, die alle großartige Arbeit geleistet haben und Teil dieses Erfolgs sind”, wollte Trainer Robert Dante Siboldi nach dem Spiel dennoch keinen seiner Schützlinge gesondert herausnehmen.”

Toluca kommt zu spät zurück

Im ersten Duell am Donnerstag sah es für Santos lange Zeit nur mäßig aus, bis 20 Minuten vor dem Ende lag man durch einen Treffer von Luis Quiñones aus der 53. Minute mit 0:1 hinten. Doch dann gelang in der 71. Minute zunächst Djaniny der Ausgleich, Furch drückte eine Flanke des in den Play-offs ebenfalls überragenden Bryan Lozano in der 89. Minute am kurzen Pfosten über die Linie. Im Rückspiel, bei dem sich zunächst ein Hagelschauer über dem Estadio Nemesio Díez ergoss und später immer wieder Nebelschwaden aus dem Block der heimischen Barra Perra Brava strömten, ließ sich der 28-Jährige dann deutlich weniger Zeit, schon in der zehnten Minute traf er mit einem platzierten Flachschuss aus 20 Metern, der Nationalkeeper Alfredo Talavera auf dem falschen Fuß erwischte. Im weiteren Verlauf lebte erhöte Toluca nach und nach den Druck, scheiterte aber immer wieder an Gästekeeper Jonathan Orozco, der schon im ersten Durchgang mit zwei Glanzparaden gegen Rubens Sambueza (38.) und José Antonio Ríos (45.+1) die Pausenführung rettete. Santos kam vereinzelt zu guten Gelegenheiten, so traf Kapitän Carlos Izquierdoz in der 33. Minute mit einem Kopfball nur den Pfosten. Nach der Pause wurden die Gelegenheiten für die Diablos Rojos seltener, der Ausgleich von Gabriel Hauche in der 82. Minute sorgte noch einmal für Spannung, weitere gute Chancen ergaben sich bis zum Schluss allerdings nicht.

Vor den Augen von Nationaltrainer Juan Carlos Osorio, der mit Tolucas Keeper Talavera und dem seit Wochen verletzten Santos-Verteidiger Néstor Araujo lediglich zwei Akteure der Finalteilnehmer in den vorläufigen WM-Kader berufen hatte, zeigte sich Santos bis zuletzt sattelfest und brachte das Remis über die Zeit. Besonders Mittelfeldspieler José Juan Vázquez, der als Abräumer 2014 eine starke WM-Vorrunde gespielt hatte, wusste einmal mehr zu überzeugen, seine Nicht-Nominierung gilt als eine der am meisten kritisierten Personalien seit Veröffentlichung des 28-Mann-Aufgebots. “Jetzt gibt es keine Chance mehr, ich bin sehr zufrieden mit dem was ich erreicht habe, aber diese Etappe ist jetzt vorüber”, zeigte sich der 30-Jährige nach dem Spiel realistisch, zeigte sich davon angesichts des Titelgewinns aber auch nur mäßig beeindruckt.

Lobos rettet sich am Grünen Tisch

Vor einigen Wochen schon stand Aufsteiger Lobos BUAP als sportlicher Absteiger fest, nun bestätigte die Liga aber doch noch den Klassenverbleib des Universitätsklubs aus Puebla. Nachdem der eigentliche Aufsteiger Cafetaleros de Tapachula nicht die Richtlinien für eine Lizenz erfüllte, war Lobos der Klassenerhalt gegen Zahlung einer Summe von 120 Millionen Pesos, umgerechnet rund 5,2 Millionen Euro, angeboten worden. Nach langem Hin und Her und öffentlichen Streitigkeiten mit der Liga konnte der Klub die Summe letztlich doch aufbringen, sodass auch im kommenden Jahr mit 18 Teams gespielt wird, während der sportliche Abstieg zwecks der Aufstockung auf 20 Teams in den kommenden zwei Jahren ausgesetzt ist.

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Toluca und Santos im Finale um die Meisterschaft http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/toluca-und-santos-finale-meisterschaft-182838 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/toluca-und-santos-finale-meisterschaft-182838#respond Mon, 14 May 2018 06:45:54 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10192 Durch Siege über Tijuana und América haben sich Tabellenführer Deportivo Toluca und der Fünfte der regulären Saison, Santos Laguna, für das Finale im die Meisterschaft im mexikanischen Torneo Clausura qualifiziert. Die Duelle um den Titel steigen in der Nacht von...

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Durch Siege über Tijuana und América haben sich Tabellenführer Deportivo Toluca und der Fünfte der regulären Saison, Santos Laguna, für das Finale im die Meisterschaft im mexikanischen Torneo Clausura qualifiziert. Die Duelle um den Titel steigen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sowie von Sonntag auf Montag.

Toluca – Tijuana (4:1; 1:2)

Als Toluca es mit doppelter Überzahl gegen Tijuana noch einmal spannend machte, sprach Fernando Uribe ein und machte endgültig alles klar. Nach einer 1:2-Niederlage im Hinspiel im Estadio Caliente hatten die Diablos Rojos im Rückspiel durch einen Doppelpack von Uribe (9. und 31. Minute) früh die Weichen auf den Finaleinzug gestellt, der Platzverweis für Gäste-Angreifer Luis Mendoza nach 37 Minuten hatte die Aussichten weiter verbessert. Doch Toluca vergab eine Chance nach der anderen, ließ Tijuana damit am Leben und kurz nachdem nach einer Stunde mit Miller Bolaños der zweite Offensivmann bei den Xolos vom Platz gestellt wurde, machten es die Nord-Mexikaner plötzlich sogar noch einmal spannend. Luis Chávez verwandelte in der 66. Minute einen Freistoß aus knapp 30 Metern direkt und Tijuana fehlte plötzlich nur noch ein Tor für das Finale. Über 20 Minuten vermochte es der Superlíder nicht, seine numerische Überlegenheit entscheidend auszuspielen, dann wischten Uribe und Pablo Barrientos in der Schlussphase alle Zweifel beiseite. Zunächst servierte der in den Play-offs überragend aufspielende Barrientos in der 86. Minute mit einem schönen Steilpass das stark vollendete 3:1 von Uribe, zwei Minuten tauschten beide die Rollen und der Argentinier nutze ein Anspiel des Kolumbianers für den Treffer zum 4:1 Endstand. „Vor sechs Monaten wollten uns viele noch an den Kragen, inzwischen sind die Leute glücklich und unterstützen uns auch, wenn es mal nicht so gut läuft“, freute sich Trainer Hernán Cristante über die Entwicklung in Toluca, nachdem er einer drohenden Entlassung in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrmals nur knapp entgangen war.

Santos – América (2:2; 4:1)

Im Endspiel geht es für seine Mannschaft, die im vierten Play-off-Spiel ihren ersten Sieg feierte, nachdem in der regulären Saison noch ein Rekord mit neun Erfolgen in Serie gelungen war, nun gegen Santos Laguna, das insbesondere dank eines furiosen Hinspiels Rekordmeister América ausschaltete. Vor heimischem Publikum sorgten die Laguneros für eine magische Nacht und erinnerten beim 4:1-Sieg an die Zeiten vor wenigen Jahren, als das Estadio Corona noch regelmäßig als Stätte unvergesslicher Partien gedient hatte. Osvaldo Martínez hatte Santos im Duell gegen seinen Ex-Klub nach einer Viertelstunde mit einem satten Fernschuss in Führung gebracht, Cecílio Domínguez nutzte nach einer halben Stunde einen Torwartfehler von Jonathan Orozco zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Nach der erneuten Führung, bei der Julio César Furch Gästekeeper Marchesín in der 38. Minute mit einem Fernschuss auf dem falschen Fuß erwischte, verpasste América noch vor der Pause das 2:2, als Jérémy Ménez mit einem schwachen Foulelfmeter an Orozco scheiterte. Auch nach der Pause ließen die Águilas zunächst eine gute Chance liegen, ehe Santos durch Furch in der 54. Minute auf 3:1 erhöhte. Der Schlusspunkt war eine Viertelstunde vor dem Ende Joker Edwuin Cetré vorbehalten, der alleine vor Marchesín die Nerven bewahrte und satt einschoss.

Im Rückspiel machte es América zu Beginn noch einmal spannend, ging durch einen verwandelten Elfmeter von Domínguez (11. Minute) und ein Kopfballtor von Diego Valdez (23. Minute) schnell mit 2:0 in Führung. Nach und nach setzte Santos der radikalen Offensive der Gastgeber aber gezielte schnelle Konter entgegen, kurz vor der Pause brachte das den Anschlusstreffer von Jonathan Rodríguez (41.). Nach dem Seitenwechsel rannte América gegen gut sortierte Gäste an, scheiterte letztlich aber vor allem an der eigenen Chancenverwertung und schaffte es nicht mehr, das Ruder noch einmal herumzureißen. Mit dem 2:2-Ausgleich in der 85. Minute beendete der kurz zuvor eingewechselte Jesús Isijara alle Hoffnungen der Águilas auf eine späte Wende und sicherte Santos die Finalteilnahme.

Würdiger Saisonabschluss

Das Duell zwischen dem zehnfachen Meister Toluca und dem fünfmaligen Titelträger Santos als Endspielpaarung ist indes kein Novum in Mexiko, schon 2000 und 2010 waren beide im Finale aufeinandergetroffen, beide Male behielten die Diablos Rojos am Ende die Oberhand. Auch diesmal scheint die Favoritenrolle leicht bei Cristante und seinen Mannen zu liegen, wenngleich Santos in den Play-offs mit Tigres und América bereits zwei Giganten aus dem Weg räumte und seine zwischenzeitlich verlorene Bestform wiedergefunden hat. Mit neun (Toluca) beziehungsweise acht Toren (Santos) überzeugten beide Teams vor allen Dingen in der Offensive. Bei Toluca ist Rubens Sambueza auch im hohen Alter weiter der unermüdliche Antreiber und Spielgestalter auf der Außenbahn, Pablo Barrientos und Fernando Uribe glänzen mit Treffsicherheit in den K.o.-Spielen. Bei Santos ist Torjäger Djaniny die Leichtigkeit etwas abhandengekommen, dafür springt Sturmpartner Furch grandios in die Bresche, außerdem zieht Osvaldo Martínez die Fäden, während ihm mit José Juan Vázquez einer der besten Abräumer der Liga den Rücken freihält und Bryan Lozano zwischen den Strafräumen ein überragendes Pensum abspult.

Angesichts der guten Form beider Teams ist eine Prognose nur schwer möglich, der kommende Titelträger nur schwer abzusehen. Deutlich gesicherter scheint da die Voraussage, dass die letzten 180 Minuten der Saison noch einmal einen würdigen Höhepunkt darstellen werden und ein Finale auf hohem Niveau die beiden besten Mannschaften im Verlaufe des Torneo Clausura vereint. Dabei wird das Hinspiel in der Nacht auf Freitag zunächst in Torreón stattfinden, ehe in der Nacht auf Montag in Toluca die Entscheidung um den Titel fällt.

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Ausgeglichene Halbfinal-Paarungen für América und Toluca http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/offene-duelle-im-liguilla-halbfinale-281772 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/offene-duelle-im-liguilla-halbfinale-281772#respond Thu, 10 May 2018 08:30:28 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10156 Ohne klaren Favoriten starten am Donnerstag die Halbfinals in den Play-offs des mexikanischen Torneo Clausura. Rekordmeister América trifft dabei auf Santos Laguna, Tabellenführer Toluca bekommt es mit Tijuana zu tun.  Santos Laguna – América (Fr. 2.30 Uhr; Mo. 2 Uhr)...

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Ohne klaren Favoriten starten am Donnerstag die Halbfinals in den Play-offs des mexikanischen Torneo Clausura. Rekordmeister América trifft dabei auf Santos Laguna, Tabellenführer Toluca bekommt es mit Tijuana zu tun.

 Santos Laguna – América (Fr. 2.30 Uhr; Mo. 2 Uhr)

Miguel Herrera hatte am Dienstag andere Probleme, als sich mit dem anstehenden Halbfinal-Hinspiel seiner Mannschaft zu beschäftigen. Beim Fernsehsender ESPN wetterte der América-Trainer gegen Juan Carlos Osorio, sein Nachfolger als mexikanischem Nationalcoach, der wegen einer Südamerika-Reise auf Stadionbesuche im Play-off-Viertelfinale verzichtet hatte. „Die Pflicht eines jeden Trainers, besonders des Nationaltrainers, ist es, zur Stelle zu sein wenn die Besten des Landes sich duellieren.“ Nachdem Herrera mit seiner Mannschaft die Viertelfinal-Pflicht souverän erfüllte und Lokalrivale Pumas in der Gesamtabrechnung mit 6:2 deklassierte, ist der ganz große Druck bei den Águilas erst einmal raus. Nach der Osorio-Schelte hatte „El Piojo“ dann aber doch noch Zeit, sich einer Einschätzung zur Aktualität des eigenen Arbeitgebers zu erlauben. „Bei diesem Klub sind die Anforderungen immer der Titel, alles andere ist automatisch ein Scheitern“, machte er keinen Hehl um die eigenen Ambitionen.

Djaniny und Uribe im Fokus

Ein einfaches Unterfangen wird die 13. Meisterschaft allerdings nicht, schon das Halbfinale gegen das erstarkte Santos verspricht einen offenen Ausgang. Die Guerreros hatten sich unter Trainer Robert Dante Siboldi in der laufenden Saison merklich stabilisiert und den Kontakt zu den Spitzenplätzen wiederhergestellt. Gegen Titelverteidiger Tigres, die Könige der Play-offs, drehte man einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel und kam trotz 60-minütiger Unterzahl nach dem 2:0 im zweiten Duell dank der besseren Tabellenposition weiter. „América ist eine großartige Mannschaft, die uns erst am letzten Ligaspieltag zu Hause besiegt hat. Wir kennen uns also sehr gut“, sagte der Uruguayer. Während sich einige seiner Schlüsselspieler wie Kapitän Carlos Izquierdoz und die Mittelfeldspieler José Juan Vázquez sowie Osvaldo Martínez in bestechender Form befinden, muss er bis zuletzt um den Einsatz von Torschützenkönig Djaniny bangen. Dem Stürmer war gegen Tigres das entscheidende 2:0 gelungen, gleich nach dem Treffer musste er den Platz allerdings angeschlagen verlassen. Mit einer gestauchten Schulter musste er zu Wochenbeginn zwar kürzertreten, die Chancen auf eine Genesung bis zum Spiel stehen dem Vernehmen nach aber recht gut.

Ein derart treffsicherer Akteur wie Djaniny fehlt América derzeit, wenngleich Mittelfeldspieler Mateus Uribe seine herausragende Form zu Play-off-Beginn noch einmal nachdrücklich bestätigte und gleich drei der insgesamt sechs Treffer erzielte. Verschlechtert haben sich die WM-Chancen des 27-jährigen Kolumbianers damit nicht, zumal er schon im März beim 3:2-Sieg der Cafeteros in Frankreich über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand. Wie schon gegen Pumas braucht América seinen Einfluss aufs Spiel sowie die zuletzt regelmäßigen Treffer, um trotz der eigenen spielerischen Schwächen der letzten Monate bis ins Finale vorzudringen. Santos hingegen vertraut nach dem Sieg über den Meister darauf, mit offensiver Ausrichtung auch den zweiten Play-off-Giganten der letzten Jahre aus dem Weg zu räumen.

Tijuana – Toluca (Fr. 4.30 Uhr, So. 19 Uhr)

Als Tijuana am letzten Spieltag durch einen 1:0-Sieg über die B-Elf von Tabellenführer Toluca die Qualifikation für die Play-offs geschafft hatte, stand für die Xolos bereits zu befürchten, im Halbfinale erneut auf den überlegenen Superlíder zu treffen – diesmal allerdings mit dessen erster Garde. Und nachdem Tijuana mit einem Sieg in Monterrey überraschte und Toluca sich nach einigen Mühen gegen Morelia durchsetzte, folgt nun das Duell der beiden Finalisten von 2012. „Tijuana hat einen der am besten zusammengestellten Kader, die Mannschaft ist außerdem sehr gut eingestellt“, äußerte Tolucas Trainer Hernán Cristante seinen Respekt gegenüber dem Tabellensechsten der regulären Spielzeit. Die Wertschätzung der „guten Verpflichtungen“ ist daher keine Überraschung: Während Cristante bei Toluca insgesamt vier argentinische Landsmänner um sich geschart hat, sind es bei Tijauna gar fünf, zumal mit Trainer Diego Cocca auch ein Gaucho an der Seitenlinie steht.

Toluca hadert, Tijuana geht über die Grenzen

Dass Toluca im Rückspiel gegen Morelia eine 2:0-Führung in der Nachspielzeit aus der Hand gab und es damit noch einmal unnötig spannend machte, sorgte für Unzufriedenheit im Lager der Diablos Rojos. Cristante berichtete gar, dass niemand in der Kabine sich über das Weiterkommen habe freuen können, nachdem „meine Mannschaft das Spiel beendet hat bevor der Schiedsrichter es getan hat.“ Ganz anders die Stimmung rund 2.000 Kilometer nordwestlich, wo Tijuana zum erst zweiten Mal seit dem Titelgewinn 2012 wieder in der Vorschlussrunde steht. „Die Mannschaft hat viel gearbeitet, hat sich gesteigert und ist über ihre Grenzen gegangen“, lobte Diego Cocca seine Mannschaft nach dem Sieg in Monterrey in den höchsten Tönen. Besonders die zwei Auswärtstore machten Cocca stolz, nachdem sein Team in zuvor acht Gastspielen in der regulären Saison auf gerade einmal einen Treffer in der Fremde gekommen war. Zwar gelang Angreifer Gustavo Bou, der mit drei Toren in der Rückrunde weit unter seinen Möglichkeiten gespielt hatte, erneut kein Treffer, in Monterrey bereitete er immerhin beide Treffer vor und war auch sonst ein ständiger Unruhestifter. Die Liguilla könnte angesichts zahlreicher Interessenten aus der Heimat seine Abschiedsvorstellung nach einem Jahr in Mexiko werden.

Im Duell der beiden besten Defensivreihen der Hauptrunde wird es ohnehin weniger auf einzelne Offensivkünstler als vielmehr die gute Arbeit im Kollektiv ankommen. Hier scheint Toluca gerade im Mittelfeld Vorteile zu besitzen, für einen klaren Favoritenstatus reicht das aber nicht. Sorgen macht dem Superlíder außerdem die Bilanz seit der Vizemeisterschaft 2012: Fünfmal schaffte man es seitdem ins Halbfinale, in allen fünf Fällen musste man dort allerdings die Segel streichen. So ergibt sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem Tijuana seine Auswärtsform bestätigen und Toluca erst dann aufhören sollte, wenn der Schiedsrichter auch wirklich abgepfiffen hat.

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América stürmt ins Halbfinale, Santos ringt Tigres nieder http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/america-halbfinale-santos-tigres-364798 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/america-halbfinale-santos-tigres-364798#respond Mon, 07 May 2018 11:16:50 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10120 Im Play-off-Viertelfinale der mexikanischen Liga MX hat América den Clásico Capitalino souverän für sich entschieden, Meister Tigres ist hingegen früh gescheitert. Komplettiert wird das Halbfinale von Superlíder Toluca und Tijuana. América – Pumas (4:1; 2:1) Mit Spannung war der Hauptstadt-Klassiker...

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Im Play-off-Viertelfinale der mexikanischen Liga MX hat América den Clásico Capitalino souverän für sich entschieden, Meister Tigres ist hingegen früh gescheitert. Komplettiert wird das Halbfinale von Superlíder Toluca und Tijuana.

América – Pumas (4:1; 2:1)

Mit Spannung war der Hauptstadt-Klassiker zwischen Pumas und América zum Auftakt ins Play-off-Viertelfinale erwartet worden, doch schon nach dem Hinspiel war aus dem ewigen Duell jegliche Spannung gewichen. Durch einen beeindruckenden 4:1-Auswärtssieg machten die Águilas im Estadio Olímpico Universitario früh Nägel mit Köpfen und demontierten den Rivalen nach allen Regeln der Kunst. Gerade einmal 55 Sekunden dauerte es, bis Mateus Uribe nach einem Freistoß von Renato Ibarra die 1:0-Führung köpfte, Jérémy Ménez mit einem Elfmeter in der 30. Minute und erneut Uribe (38.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Zwar kamen die Gastgeber vor der Pause durch einen Elfmeter von Nicolás Castillo auf 1:3 heran, doch mit seinem zweiten verwandelten Strafstoß stellte Ménez nach einer Stunde den alten Abstand wieder her.

Im Rückspiel dauerte es erneut nicht lange, bis América den ersten Treffer erzielte, wieder war es Uribe, der nach vier Minuten nach einem rasanten Konter und feinem Zusammenspiel mit Ménez zum 1:0 einschob. In der Folge stand Schiedsrichter Marco Antonio Ortiz im Mittelpunkt, der Pumas-Mittelfeldspieler Marcelo Díaz in der 20. Minute mit Gelb-Rot wegen Meckerns vom Platz stellte, nachdem der Chilene eine Minute zuvor bereits wegen Protestierens verwarnt worden war. Zwar glich Nationalspieler Jesús Gallardo kurz vor der Halbzeit nach schöner Einzelaktion aus, doch Hoffnung kam zu keiner Zeit mehr auf, zumal Castillo in der 70. Minute für ein Einsteigen mit gestrecktem Bein eine äußerst harte Rote Karte bekam. Mit zwei Spielern weniger schleppten sich die Pumas über die Zeit und ließen dabei lediglich noch den Siegtreffer von Andrés Ibargüen in der 80. Minute zu.

Santos -Tigres (0:2; 2:0)

Für Meister Tigres schien einmal mehr alles bereitet für den Einzug ins Halbfinale, doch überraschend ließ die Mannschaft von Trainer Ricardo Ferretti die große Chance auf das Weiterkommen liegen. Gegen Santos Laguna, das die reguläre Spielzeit formschwach und mit drei Niederlagen abgeschlossen hatte, gelang im Hinspiel vor eigener Kulisse ein 2:0-Erfolg durch Tore von Hugo Ayala (21. Minute) und André-Pierre Gignac (Elfmeter, 79.). Und gerade, als man im Rückspiel gegen die furios gestarteten Guerreros durch einen Freistoß von Osvaldo Martínez aus der 17. Minute in Rückstand ging, verbesserten sich die Aussichten durch einen Platzverweis gegen Santos-Angreifer Jonathan Rodríguez, der Javier Aquino nach einer knappen Halben Stunde im Mittelfeld auf den Knöchel gestiegen war. In rund 60-minütiger Überzahl blieb der Titelverteidiger allerdings weit unter den eigenen Möglichkeiten, verwaltete in erster Linie den knappen Gesamtvorsprung, statt konsequenter auf den Ausgleich zu drängen. Bestraft wurde das eine Viertelstunde vor dem Ende: Djaniny zog aus gut 20 Metern ab, Torhüter Nahuel Guzmán machte keine gute Figur und fing sich den zweiten Gegentreffer, der dank der schlechteren Tabellenposition das Ausscheiden bedeutete. In den letzten Minuten warfen die Gäste zwar noch einmal alles nach vorne, viel Ertrag brachte das aber nicht mehr. „Wir haben niemals den Glauben, niemals das Vertrauen verloren“ freute sich Trainer Dante Siboldi über die Willensleistung seiner Mannschaft, die nun mit dem Halbfinal-Duell gegen América belohnt wird.

Tijuana – Monterrey (1:1; 2:1)

Überraschend verabschieden musste sich Vizemeister Monterrey im Duell mit Tijuana. Mit einem 1:1 im Hinspiel hatten sich die Rayados gegen den auswärtsschwachen Gegner eigentlich eine gute Ausgangslage verschafft, doch ein 1:2 im Rückspiel vor heimischer Kulisse bedeutete das enttäuschende frühe Aus im Viertelfinale. Dabei war Tijuana schon im Hinspiel die deutlich bessere Mannschaft, besonders nachdem Ignacio Rivero mit einem Freistoß in der 53. Minute den 0:1-Rückstand (Pabón, 39.) egalisiert hatte.

Im Rückspiel erwischten die Xolos dann einen Start nach Maß, ein abgefälschter Schuss von Miller Bolaños fand bereits in der sechsten Minute per Bogenlampe den Weg ins Tor. Nach 23 Minuten erhöhte Juan Martín Lucero nach Vorarbeit von Gustavo Bou auf 2:0, womit Tijuana nach einem guten Viertel der Spielzeit bereits doppelt so viele Auswärtstore erzielt hatte wie in zuvor acht Auswärtsspielen der regulären Saison. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Monterrey durch Dorlan Pabón noch einmal heran, bestürmte anschließend den gegnerischen Strafraum, ließ allerdings etliche Chancen liegen und kam nicht einmal mehr zum Ausgleich. Trainer Antonio Mohamed ließ seine Zukunft nach dreieinhalb Jahren im Amt offen, Präsident Duilio Davino kündigte Gespräche für die nächsten Tage an.

Toluca – Morelia (2:2; 2:2)

Ohne Glanz, dafür aber mit nur kurzem Zittern hat Superlíder Toluca die Auftakthürde überstanden und sich dank der besseren Tabellenposition nach zwei 2:2-Unentschieden gegen Monarcas Morelia durchgesetzt. Im Hinspiel in Morelia brachte Pablo Barrientos die Gäste nach 14 Minuten nach einem frechen Schuss aus 40 Metern mit 1:0 in Führung, Fernando Uribe rettete mit seinem Ausgleichstor in der 79. Minute ein Remis, nachdem Mario Osuna (56.) und Emanuel Loeschbor (63.) die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte für die feldüberlegenen Gastgeber gedreht hatten.

Im Rückspiel sah es dann lange nicht nach Spannung aus. Schon in der zweiten Minute gelang Cristian Borja ein Gewaltschuss zur 1:0-Führung, die bis in die Schlussminuten Bestand hatte. Rubens Sambueza baute den Vorsprung mit einem verwandelten Freistoß nach 86 Minuten gar noch aus. Morelia kam in der Nachspielzeit binnen 57 Sekunden noch zu zwei Treffern durch Loeschbor (91.42) und Miguel Sansores (92.39), schaffte es in den verbleibenden 91 Sekunden aber nicht mehr, für eine der größten Sensationen der Liguilla-Geschichte zu sorgen. Toluca ist nach zuvor neun Siegen in Serie nun seit drei Spielen ohne Erfolg und steht vor einem ausgeglichenen Halbfinal-Duell mit Tijuana.

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Santos fordert den Meister zum Auftakt http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/santos-fordert-meister-auftakt-292838 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/mexiko/santos-fordert-meister-auftakt-292838#respond Thu, 03 May 2018 10:10:19 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10098 Nach den ersten beiden Viertelfinalspielen in der Nacht auf Donnerstag stehen heute Nacht die beiden weiteren Duelle an. Meister Tigres empfängt Santos Laguna um Torschützenkönig Djaniny, der souveräne Tabellenführer Toluca gastiert anschließend in Morelia. Tigres – Santos (Fr. 2.30 Uhr;...

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Nach den ersten beiden Viertelfinalspielen in der Nacht auf Donnerstag stehen heute Nacht die beiden weiteren Duelle an. Meister Tigres empfängt Santos Laguna um Torschützenkönig Djaniny, der souveräne Tabellenführer Toluca gastiert anschließend in Morelia.

Tigres – Santos (Fr. 2.30 Uhr; Mo. 1 Uhr)

Das Duell zwischen Meister Tigres auf Rang fünf und Herausforderer Santos Laguna auf Platz vier ist auf den ersten Blick vor allem das Duell zweiter Stürmer: Altmeister André-Pierre Gignac, der in der regulären Spielzeit neun Treffer erzielte und in der Liguilla regelmäßig zu Hochform aufläuft, trifft auf Torschützenkönig Djaniny Tavares, der in 15 Spielen 14 Mal vollstreckte. Während die beiden Torjäger eine starke individuelle Ausbeute vorweisen können, ging ihren Klubs in den letzten Wochen die Luft aus. Santos, bis zum zwölften Spieltag noch Tabellenführer, reihte zuletzt drei Niederlagen aneinander, die Tigres sind gar seit vier Spielen ohne Erfolg.

Santos hofft auf Wende – und Djaniny

Zumindest mit dem Titelverteidiger ist im Kampf um die Meisterschaft dennoch zu rechnen. Keiner Mannschaft gelang es in den letzten Jahren ähnlich gut, die vorigen 17 Spiele auszublenden und in der entscheidenden Phase mit gnadenloser Effizienz zu glänzen. Zwar wiegelte Erfolgstrainer Ricardo Ferretti ab und erklärte den souveränen Tabellenführer Toluca als den alleinigen Titelfavoriten, dennoch weiß auch der Brasilianer, dass einmal mehr mit seiner Mannschaft zu rechnen ist. Santos hingegen, das die ersten zwei Saisondrittel furios hinter sich brachte, geht trotz des leicht besseren Tabellenplatzes und des Heimrechts im Rückspiel als Außenseiter in die Begegnung – zu stark war der Leistungsabfall in den letzten Wochen. Hinzu kommt, dass Djaniny trotz herausragender Ausbeute zuletzt seiner Form hinterherlief und zwölf seiner 14 Treffer erzielte, bevor er sich am 10. Spieltag verletzte und drei Wochen ausfiel.

Trotz der Umstände gibt sich Santos-Coach Dante Siboldi durchaus positiv: „Ich sehe eine gute Liguilla vor mir, denn ich bin davon überzeugt, dass wir die Situation wieder umkehren können.“ Die Tage mitreißender K.o.-Duelle beider Mannschaften, die sich 2011/2012 sowohl in Apertura (Finale) als auch Clausura (Halbfinale) mit jeweils besserem Ende für Tigres begegnet waren, liegen schon etwas zurück. Zuletzt waren die Paarungen vor allem durch Torarmut geprägt. Dennoch gehört das Duell zu den attraktivsten im Viertelfinale, und könnte für eine Menge Spektakel sorgen.

Morelia – Toluca (Fr. 4.30 Uhr; So. 19 Uhr)

Neun Punkte, Platz zehn und eine ungewisse Zukunft für Trainer Hernán Cristante – die Aussichten in Toluca waren nach dem siebten Spieltag alles andere als rosig, ehe die Diablos Rojos zu einem beispiellosen Höhenflug aufbrachen. Mit neun Siegen in Serie stellte man einen neuen Ligarekord auf, sicherte sich spielerisch leicht die Tabellenführung und schlüpfte mit jedem Spiel mehr in die Favoritenrolle für die Play-offs. In diese startet man nach dem 0:1 in Tijuana zwar mit einer Niederlage und dem Ende der Serie, dennoch hatte der zehnmalige Meister schon lange nicht mehr derart gute Aussichten auf den ersten Titel seit 2010. Morelia hingegen kroch mit nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen gerade so über die Ziellinie und profitierte am Ende davon, dass Verfolger Pachuca nur einen statt der nötigen drei Punkte holte.

Morelia fordert den “Fight Club” heraus

Die dritte Liguilla-Qualifikation in Folge bringt den Purépechas dennoch ausreichend Selbstvertrauen, um vor dem Heimspiel gegen den Superlíder an die eigenen Chancen zu glauben. „Toluca hat die Pflicht weiterzukommen, aber wir wissen wozu wir in der Lage ist. Deshalb ist das Duell für mich völlig offen“, schätzt Linksverteidiger Gerardo Rodríguez, der zwischen 2012 und 2025 selbst für insgesamt dreieinhalb Jahre die Schuhe für Toluca schnürte. Unter Trainer Roberto Hernández mauserte sich die Mannschaft vom Abstiegskandidaten, dem im letzten Jahr erst in letzter Minute der Klassenerhalt gelang, zum Stammgast der Fiesta Grande. Als Hauptgrund neben der guten Arbeit des Trainerteams ist Torjäger Raúl Ruidíaz, der im dritten Halbjahr in Folge neun Treffer zum Erfolg beisteuerte.

Toluca fehlt es hingegen an einem alleinigen Torjäger, die insgesamt 24 Treffer verteilen sich auf viele Schultern mit Luis Quiñones (fünf Tore) als treffsicherstem Schützen. Als im Winter neben dem Kolumbianer mit Ángel Reyna ein zweiter Problemprofi verpflichtet wurde, spotteten die Medien schon vom „Fight Club“ in Toluca. „Tatsächlich stimmt das in gewisser Weise, wir kämpfen um jeden Ball, kämpfen jeden Tag um konkurrenzfähig zu sein und uns den Titel zu sichern“, erklärt Reyna, der sich disziplinarisch bislang völlig unauffällig zeigt, auch wenn er sportlich mit der Jokerrolle vorlieb nehmen muss. Mit dem besseren und auch deutlich breiteren Kader gehen die Diablos Rojos das Duell mit dem formschwachen achten als haushoher Favorit an, müssen sich mit der Favoritenrolle nach einigen Jahren unter dem Radar aber erst einmal anfreunden. Im letzten Jahr scheiterte man sowohl im Pokal als auch im Viertelfinale der Liguilla an Morelia, entsprechend weiß der Außenseiter aus Michoacán durchaus, wie er den Teufel bei den Hörnern packen kann.

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