Copa Libertadores 2017 – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Copa Libertadores 2017 – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Recopa Sudamericana: Grêmio siegt im Herzschlagfinale! http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-sudamericana/recopa-sudamericana-gremio-siegt-im-herzschlagfinale http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-sudamericana/recopa-sudamericana-gremio-siegt-im-herzschlagfinale#respond Thu, 22 Feb 2018 13:56:46 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=8007 Es ist vollbracht! Nachdem Gremio Porto Alegre im letzten Jahr den bedeutendsten Titel Südamerikas mit der Copa Libertadores in die brasilianische Hafenstadt holen konnte, folgt nun auch die Recopa Sudamericana. In einem weitestgehend ereignislosen Spiel setzten sich die Hausherren im...

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Es ist vollbracht! Nachdem Gremio Porto Alegre im letzten Jahr den bedeutendsten Titel Südamerikas mit der Copa Libertadores in die brasilianische Hafenstadt holen konnte, folgt nun auch die Recopa Sudamericana. In einem weitestgehend ereignislosen Spiel setzten sich die Hausherren im Elfmeterschießen mit 5:4 durch, nachdem in der regulären Spielzeit kein Sieger bestimmt werden konnte. 

Marcelo Grohe wird zum Helden! 5:4 Sieg im Elfmeterschießen der Recopa Sudamericana!

Nach dem knappen, und dem für Independiente glücklichen 1:1 Unentschieden im Hinspiel in Avellaneda, stand gestern das Rückspiel der diesjährigen Recopa Sudamericana an. In einem tendenziell eher ereignislosen Spiel neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken, sodass weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung ein Sieger bestimmt werden konnte. Und auch im anschließenden Elfmeterschießen zeigte zunächst keiner der Schützen Nerven, auf Seiten Grêmios verwandelten Maicon, Cícero, Jael Ferreira und Everton Soares sicher für den 36-maligen Staatsmeister der Region Rio Grande do Sul. Doch auch Independientes Schützen erwiesen sich als ausgesprochen treffsicher vom Punkt. Gaibor, Maxi Meza sowie Nicolás Domingo und Silvio Romero trafen für den siebenmaligen Copa Libertadores Champion.

Als Starstürmer Luan für Grêmio zum 5:4 einnetzte, lag es an Martín Benítez, erneut auszugleichen. Dem letzten Schützen Independientes versagten jedoch die Nerven. Den halbhoch getretenen Strafstoß entschärfte Keeper Marcelo Grohe glänzend und versetzte somit die gesamte Arena do Grêmio in Ekstase.

Nachdem Porto Alegre somit die Copa Libertadores mit 2:1 gegen Lanús gewinnen konnte, scheitert mit Independiente erneut eine argentinische Mannschaft an dem brasilianischen Spitzenteam.

Für Grêmio wiederum nimmt eine ausgesprochen erfolgreiche kontinentale Spielzeit ihr Ende, allerdings nicht für lange. Die Gruppenphase der Copa Libertadores steht in den Startlöchern, mit Cerro Porteno aus Paraguay, Defensor aus Uruguay und Monagas aus Venezuala als Gruppengegner dürfte der amtierende Champion des Erfolgscoachs Renato Gaúcho erneut gute Chancen auf das Erreichen der K.O.-Runde im wichtigsten Klubwettbewerb Südamerikas haben.

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Recopa Sudamericana: Independiente holt Unentschieden in Unterzahl http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/recopa-sudamericana-independiente-128943 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/recopa-sudamericana-independiente-128943#respond Thu, 15 Feb 2018 15:35:59 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7933 Im Duell der Gewinner der beiden interkontinentalen Klubwettbewerbe Copa Libertadores und Sudamericana trennten sich Grêmio Porto Alegre und Independiente gestern Nacht 1:1 in Avellaneda. Dabei lief es nicht wirklich für das Team von Ariel Holan an diesem Abend. Man startete...

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Im Duell der Gewinner der beiden interkontinentalen Klubwettbewerbe Copa Libertadores und Sudamericana trennten sich Grêmio Porto Alegre und Independiente gestern Nacht 1:1 in Avellaneda.

Dabei lief es nicht wirklich für das Team von Ariel Holan an diesem Abend. Man startete zunächst gut in die Partie, Meza scheiterte per Kopf an der Latte. Doch dann brachte ein katastrophaler Fehlpass von Fernando Amorebieta Grêmios Topscorer Luan in Abschlussgelegenheit, die dieser sich nicht entgehen ließ und El-Rojo-Keeper Campaña zur Gäste-Führung überwand (21.). In der 27. Minute sah Emmanuel Gigliotti nach Videobeweis wegen eines Ellbogenschlages die rote Karte. Doch trotz der anstehenden über 60-minütigen Unterzahl machte Independiente weiter Druck über die schnellen Martín Benítez und Jonathan Menéndez und konnte nach 33 Minuten durch ein Eigentor von Bruno Cortez ausgleichen, der eine Freistoßflanke des starken Fernando Gaibor noch touchierte.

Mit Verlauf des Spiels wurde Independiente verständlicherweise immer mehr hintenreingedrängt, konnte das Unentschieden aber halten und geht somit nicht chancenlos ins Rückspiel nächste Woche in der Arena do Grêmio.

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Spotlight: Gremio Porto Alegre vor dem Libertadores-Finale http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/spotlight-gremio-porto-alegre-585925 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/spotlight-gremio-porto-alegre-585925#comments Wed, 22 Nov 2017 07:41:08 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6701 Gremio und Lanus kämpfen in den beiden Finalspielen am 22. und 29. November um Südamerikas Fußballkrone. Für die Tricolor soll der Erfolg ein neues Zeitalter einläuten. Wir blicken auf das große Gremio, einem stolzen Verein, der auch seine Schattenseiten offenbart....

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Gremio und Lanus kämpfen in den beiden Finalspielen am 22. und 29. November um Südamerikas Fußballkrone. Für die Tricolor soll der Erfolg ein neues Zeitalter einläuten. Wir blicken auf das große Gremio, einem stolzen Verein, der auch seine Schattenseiten offenbart.

Der 1903 gegründete Club aus Porto Alegre steht vor seiner fünften Finalteilnahme. Gegen den argentinischen Vertreter von Lanus geht Gremio als leichter Favorit ins Rennen. Die Anhänger träumen vom großen Coup und schwelgen in Erinnerung an Triumpfe alter Zeiten. Es wäre das Ende einer langen internationalen Durststrecke. In den letzten Jahren gab es nämlich nicht so viel zu bejubeln. Der Pokalsieg im vergangenen Jahr sollte endlich die Wende einläuten und das Finale der Libertadores ist die große Möglichkeit, eine neue Ära einzuleiten.

Auf die Tradition ist man sehr stolz bei den „Gremistas“. Gerne erzählen die Fans vom 10:0 Erfolg über den Stadtrivalen Internacional im Jahre dessen Gründung 1909. Ebenso wird gerne davon berichtet, dass Gremio die erste ausländische Mannschaft ist, welche die Boca Juniors in „La Bombonera“ bezwingen konnte. Der 11. Dezember 1994 geht auch als Kuriosität in die Clubgeschichte ein. An diesem Tag bestritt Gremio drei Pflichtspiele der Campeonato Gaúcho an nur einem Tag. Trotz dieser Strapazen ergatterte die Mannschaft dennoch sieben Punkte. Viele große Spieler trugen bereits das dreifarbige Trikot, auf das man in Brasiliens Süden so stolz ist.

Vom „glücklichen Hafen“ in die ganze Welt

Später fanden einige dieser Akteure den Weg nach Europa, insbesondere auch nach Deutschland. So kennt man hierzulande Carlos Eduardo, Douglas Costa, Grafite oder Marcelinho als Virtuosen am Ball. Sie alle waren zunächst im blau-weiß-schwarzen Dress aktiv, ehe sie den Sprung über den Atlantik wagten und unsere Fußballherzen erwärmten. Die ersten Gehversuche im Profifußball unternahm auch ein gewisser Ronaldo de Assis Moreira bei Gremio. Eben aufgrund dessen Herkunft aus Porto Alegre, wird besagter Herr heutzutage nur noch Ronaldinho Gaúcho gerufen. Die Clubikone ist dennoch ein anderer.

Neben 36 Staatsmeisterschaften, 5 Pokalsiegen und 2 Meisterschaften, sind vor allem die Triumpfe in der Copa Libertadores (1983 und 1995) der Grundstein für den „Mythos Gremio“. Diese Erfolge konnten nur noch durch den Sieg im Weltpokal 1983 getoppt werden. Damals unterlag der Hamburger SV der Mannschaft aus Porto Alegre mit 2:1 nach Verlängerung. Doppeltorschütze und seitdem Kultfigur bei der Anhängerschaft Gremio´s ist der heutige Trainer des Clubs, Renato Gaúcho, welcher sich nun in seiner zweiten Amtszeit befindet. Er reiht sich hinter Trainergrößen des Clubs, wie Felipe Scolari oder auch Vanderlei Luxemburgo ein.

Am 17. Juli 2007 entging die Mannschaft nur hauchdünn einem dramatischen Flugzeugunglück, bei dem später 199 Personen ihr Leben lassen mussten. Die Maschine des TAM-Linhas-Aéreas-Flug 3054 schoss bei der Landung über das Ausrollfeld hinaus und kollidierte mit einem Gebäude. Die Mannschaft Gremios hätte in diesem Flugzeug sitzen sollen, um zu einem Auswärtsspiel nach Sao Paulo zu gelangen. Ihre Tickets wurden jedoch noch kurz vor der Abreise umgebucht. So entging der Club einer Katastrophe, wie sie einst Manchester United oder erst vor circa einem Jahr die Mannschaft von Chapecoense erleben musste.

Alte Bekannte und ein begehrter Star

Zwei ganz wichtige Eckpfeiler des Teams sind die beiden alten Bekannten aus der Bundesliga: Pedro Geromel ist zum Abwehrchef der Tricolor geworden. Der Ex-Kölner und Kapitän ist im Abwehrverbund nicht mehr wegzudenken und befindet sich in der Blüte seiner Karriere. Im Angriff sorgt seit dieser Saison Lucas Barrios für die Tore. Der „Wahl-Paraguayer“, welcher einst für die Borussia aus Dortmund auf Torejagd war, wurde vom Ligarivalen Palmeiras verpflichtet und steuerte bisher sechs Treffer in diesem Wettbewerb bei. Die beiden Haudegen bringen internationale Erfahrung in die Mannschaft von Gremio.

Star des Teams ist allerdings der 24-jährige Luan Riveira. Der Angreifer, der sich als hängende Spitze wohlfühlt, erzielte sieben Treffer im Wettbewerb und weckte bereits so manche Begehrlichkeiten in Europa. Der Club darf sich also glücklich schätzen, dass Anfang November sein Vertrag bis Ende des Jahres 2020 verlängert werden konnte. Auf eine andere Säule muss die Mannschaft aus Porto Alegre seit Kurzem allerdings verzichten. Ende August wurde Pedro Rocha für 12 Mio. € von Spartak Moskau verpflichtet. Dessen drei Tore und vier Vorlagen während seiner acht Spiele in der Copa werden nun fehlen. Andere müssen ihn ersetzen, denn mit CA Lanus wartet keine Laufkundschaft im Finale.

Qualifikation die höchste Hürde für Gremio auf dem Weg ins Finale

Die Argentinier haben zwar nicht das Renommee wie die Prestigeclubs von Boca Juniors oder River Plate, aber Zweiter wurde erst im Halbfinale eliminiert. Für Porto Alegre wirkte der Weg in das Finale weniger beschwerlich als die Qualifikation für das Turnier.  Gremio spielte im vergangen Jahr eine absolut enttäuschende Saison. Mit dem neunten Tabellenplatz wurden die internationalen Ränge deutlich verpasst. Durch den Erfolg in der Copa do Brasil konnte Last-Minute noch das Ticket für den Kontinentalwettbewerb gelöst werden. Begünstigt ist Gremio durch den Umstand, dass Brasilien die einzige Nation des Verbandes ist, deren Pokalsieger sich automatisch für die Copa Libertadores qualifiziert.

In der Gruppenphase angekommen, gab sich die Tricolor dann keine Blöße. Mit 13 Punkten aus den sechs Partien gab es lediglich ein Unentschieden sowie eine Niederlage. Im Achtelfinale musste man CD Godoy Cruz aus Argentinien bezwingen, ehe es zum innerbrasilianischen Duell gegen Botafogo kam. Einer Nullnummer im Hinspiel folgte ein knapper 1:0 Sieg im Rückspiel und der Weg ins Semifinale war geebnet. Dort sorgte man in Ecuador bei Barcelona SC im Hinspiel bereits für klare Verhältnisse. Auch die 1:0 Heimniederlage im Rückspiel konnte das 3:0 aus der ersten Begegnung nicht mehr gefährden. Held des Halbfinales war einmal mehr Luan, welcher mit zwei Treffern den Weg ins Finale ebnete. Jetzt will sich die Mannschaft in die Geschichtsbücher des Vereins eintragen, welches auch eine dunkle Seite offenbart.

Die dunkle Facette des Traditionsvereins

Gremio empfängt am 22. November zunächst in der heimischen Arena do Gremio den CA Lanús. Der Fußballtempel in Porto Alegre war auch Schauplatz einer der dunkelsten Momente in der Vereinsgeschichte: Am 28. August 2014 beim Heimspiel von Gremio gegen den FC Santos waren die „Gremistas“ zum wiederholten Male mit rassistischen Beleidigungen auffällig geworden. Zielscheibe war der dunkelhäutige Gästekeeper Aranha gewesen. Der brasilianische Verband reagierte und schloss die Tricolor vom Pokalwettbewerb aus, obwohl das Rückspiel noch ausgestanden hatte.

Es war nicht der erste Fall von Rassismus im Block der Gremistas. Diese Vorkommnisse sind Relikte aus anfänglichen Epochen der Vereinsgeschichte, welche sich leider bis in die Gegenwart bei manch Stadionbesucher manifestieret haben. Bei all der Tradition des großen Clubs, eröffnet sich bei näherer Ansicht eine schaurige Schattenseite. Gremio war der Verein deutscher Einwanderer im Süden Brasiliens. Der Rassengedanke aus Europa fand auch Einhalt beim Prestigeclub aus der Hafenstadt. Wie bei vielen brasilianischen Vereinen, war es dunkelhäutigen Spielern untersagt, für Gremio zu spielen. Erst spät wurde diese Denkweise verworfen.

Der Stadtrivale Internacional legte hingegen von Beginn an großen Wert auf Gleichberechtigung. So kam es gerade bei den Derbys in der Vergangenheit zu Konflikten mit rassistischem Charakter. Auch wenn sich der Club mittlerweile von diesem Gedankengut distanziert, bleibt der fade Beigeschmack. Nun steigt der Showdown im Rückspiel der Copa Libertadores am 29. November in Argentinien. Es bleibt zu hoffen, dass die Gremistas aus Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und die Akteure auf dem Rasen positiv befeuern – egal welche Hautfarbe sie haben. Uns bleibt ein spannendes Spiel zwischen zwei interessanten Vereinen.

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Magische Nacht in La Fortaleza: Lanús nach dramatischem Spiel im Finale! http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/magische-nacht-lanus-489124 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/magische-nacht-lanus-489124#comments Wed, 01 Nov 2017 11:28:58 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6453 Im Estadio Ciudad de Lanús Néstor Díaz Pérez war River Plate schon mit mehr als eineinhalb Beinen im Finale und gab das Spiel aber noch aus der Hand. Nach 22 Minuten führte man mit 2:0, doch Lanús gab sich nicht...

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Im Estadio Ciudad de Lanús Néstor Díaz Pérez war River Plate schon mit mehr als eineinhalb Beinen im Finale und gab das Spiel aber noch aus der Hand. Nach 22 Minuten führte man mit 2:0, doch Lanús gab sich nicht auf und gewann – auch dank des Videoassistenten  – mit 4:2. Ein intensives und unglaubliches Spiel, das sein Eintrittsgeld mehr als wert war. Lanús qualifizierte sich damit zum ersten Mal in ihrer Geschichte für das Finale der Copa Libertadores.

Sowohl River Plate als auch Lanús schonten am Wochenende ihre Stammelf und verloren in der argentinischen Liga jeweils mit 4:0. Der Fokus lag ganz klar auf dem Copa Libertadores Showdown in La Fortaleza. Und es sollte eine unglaubliche Nacht werden.

Lanús drückt und wird kalt erwischt

Nach dem 1:0 im Hinspiel gingen die Gäste favorisiert ins Spiel. Die erste Chance hatte aber Lanús, die bedeutend offensiver und aggressiver als noch im Monumental auftraten. Maxi Velasquez köpfte nach einer Ecke knapp am Tor von Lux vorbei. Doch die riskante Spielweise Lanús’, die extrem hoch standen und früh pressten, sollte sich rächen: Nach 15 Minuten wurde Nacho Fernandez steil geschickt, Lanús-Verteidiger Braghieri rumpelte etwas unbeholfen in ihn hinein, so dass dem kolumbianischen Schiedsrichter Wilmar Roldan keine andere Wahl blieb als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Der Torjäger vom Dienst, Scocco, traf zur Führung und zum achten Mal im Wettbewerb überhaupt.

River hatte nun also das so wichtige Auswärtstor, was bedeutete, dass die Heimelf nun mindestens drei Tore erzielen musste. Doch daraus sollten schnell vier werden, als “Pity” Martínez einen Freistoß scharf aufs Tor zog, Esteban Andrada den Ball nicht festhalten konnte und Gonzalo Montiel zum 2:0 abstauben konnte (22.). Nach Hin- und Rückspiel führten “Los Millonarios” nun also mit 3:0.

Das war nun erstmal ein Stimmungskiller für die vor Anpfiff so euphorischen Heimfans. Ein Tor musste dringend her und das sollte in der zweiten Minute der Nachspielzeit tatsächlich fallen, als Sand River-Torwart Lux auf dem falschen Fuß erwischte und ins kurze Eck einnetzte. Verhaltener Jubel brandete auf – es fehlten immer noch drei Tore.

River schien mit den Gedanken noch in der Kabine oder bereits beim Finale zu sein. Nach nur 41 Sekunden war es erneut Goalgetter Pepe Sand, der nach schwachem Abwehrverhalten der Gäste, das 2:2 per strammen Linksschuss erzielte (46.). Das Momentum war nun ganz klar auf der Seite von Jorge Almirons Team. Nun war klar: Lanús ist zurück im Spiel und ergibt sich nicht kampflos. Gäste-Trainer Gallardo brachte nun Auzqui für den defensiveren Perez.

Doch es waren die Gäste, die für das nächste Tor sorgen sollten: Sand ließ den desorientierten Javier Pinola nahe der Grundlinie ganz alt aussehen und bediente Silva, der wiederum das Auge für “Lucho” Acosta hatte, der zum 3:2 einschob. Das Wunder war nun zum greifen nahe. Eine halbe Stunde war noch zu spielen. In der 69. Minute dann eine viel diskutierte Szene – zum ersten Mal kam in Südamerika der Videoassistent zum Einsatz. Pasquini ging im Sechzehner gegen Montiel zu Boden. Nach Begutachtung der Szene auf dem Bildschirm entschied Schiedsrichter Roldan letztendlich auf Elfmeter, den Silva zum 4:2 verwandelte.

Was hatte River noch im Köcher? 20 Minuten waren noch zu spielen und ein Tor hätten der Gallardo-Truppe zum Finaleinzug gereicht. Die Gäste konnten einige brenzlige Situationen nach Eckbällen generieren, aber der erlösende Treffer wollte nicht mehr fallen. Zudem verlor man in der Nachspielzeit noch Fernandez mit einer gelb-roten Karte.

Lanús zum ersten Mal im Finale

Eine unglaubliche Nacht nahm damit ein unerwartetes Ende. Lanús steht im Finale und will seinen dritten internationalen Titel nach der Copa Conmebol 1996 und der Copa Sudamericana 2013 gewinnen, während die Gäste wohl selbst nicht wissen, wie sie eine kumulierte 3:0-Führung noch aus den Händen geben konnten.

Lanús wird auf den Sieger des Duells zwischen Grêmio und Barcelona treffen. Nach dem 3:0 im Hinspiel scheint alles für die Brasilianer zu sprechen. Hinzu kommt, dass bei der Anreise der Ecuadorianer so einiges schief lief. Auf dem Weg nach Brasilien war ein Tankstopp in Bolivien geplant, wo man jedoch aufgrund fehlender Dokumente nicht wieder abheben konnte. Somit musste das ecuadorianische Militär einen Flieger schicken, der das Team dann gerade noch pünktlich nach Porto Alegre brachte. Nach der gestrigen Nacht in La Fortaleza sollte man aber wohl selbst ein märchenhaftes Comeback von Barcelona nicht mehr ausschließen.

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Javier Pinola: Schabrackentapir und Robin Hood http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/javier-pinola-river-plate-387363 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/javier-pinola-river-plate-387363#respond Tue, 31 Oct 2017 17:12:40 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6443 Die Rückspiele im Halbfinale der Copa Libertadores stehen heute Nacht an, und mit Javier Pinola befindet sich noch ein alter Bekannter aus der Bundesliga im Kampf um die Krone des südamerikanischen Vereinsfußballs. In Nürnberg einst für zu alt befunden, erlebt der...

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Die Rückspiele im Halbfinale der Copa Libertadores stehen heute Nacht an, und mit Javier Pinola befindet sich noch ein alter Bekannter aus der Bundesliga im Kampf um die Krone des südamerikanischen Vereinsfußballs. In Nürnberg einst für zu alt befunden, erlebt der 34-jährige in seiner Heimat einen goldenen Karriereherbst.

Heute Abend spielt der ehemalige Nürnberger Pokalheld mit River Plate im Rücksiel gegen CA Lanús; das Hinspiel gewann River Plate mit 1:0. Und selbst so mancher Clubberer wird stutzen und fragen: „Unser Pinola?“ Nur um sich anschließend für ihn zu freuen und zu erwidern: „Der hat alles richtiggemacht, dass er nicht bei uns geblieben ist.“ Der Glatzkopf der zehn Jahre und über 400 Spiele das rot-schwarze Dress mit für Franken ungewohnt viel Emotionen trug, und dem Verein in guten wie in schlechten Zeiten treu war, erfreut sich im Frankenland nach wie vor großer Beliebtheit. Mittlerweile trägt ein Block im Max-Morlock-Stadion seinen Namen, und im städtischen Tiergarten wurde ein Schabrackentapir nach ihm benannt.

Nach Nürnberg kam der damals noch mit viel Haar gesegnete Pinola zur Saison 2005/06 auf Leihbasis von Atlético Madrid. Bei den Colchoneros hatte er sich zuvor nicht durchsetzen können, und war in die Heimat an Racing Club zurückverliehen worden, was ihm immerhin die Ehre einbrachte mit Diego “Cholo” Simeone in derselben Mannschaft zu spielen. Bei seinem zweiten Versuch in Europa Fuß zu fassen stand der junge Verteidiger daher bereits unter dem Druck den Durchbruch schaffen zu müssen. Voller Tatendrang musste er sich aber zunächst einen katastrophalen Saisonstart mit sieben sieglosen Spielen überwiegend von der Bank aus anschauen.

Doch nach der Entlassung von Wolfgang Wolf, und der darauffolgenden Verpflichtung von Hans Meyer wendete sich sowohl für den Argentinier, als auch für den Ruhmreichen alles zum Guten. Der Klassenerhalt wurde dank einer begeisternden Rückrunde vorzeitig unter Dach und Fach gebracht, und unter der Regie der bis dahin nur ostdeutschen Trainerlegende sollte noch Größeres vollbracht werden. Die Saison 2006/07 beendete der 1. FCN auf dem 5. Tabellenplatz und gewann 39 Jahre nach dem letzten Titel den DFB-Pokal durch ein 3:2 n.V. im Finale gegen den amtierenden Meister VfB Stuttgart. Dank seiner starken Leistungen fand sich Pinola sogar in der Kicker-Rangliste “Außenbahn defensiv” auf dem ersten Platz wieder. Zur Belohnung wurde er zum ersten Mal für die argentinische A-Nationalmannschaft berufen. Mit der U20 der Albiceleste hatte er 2003 schon die Copa América gewonnen. Auf die Frage eines Journalisten wie man denn das Finale gegen Paraguay gewonnen hatte, antwortete er typisch argentinisch und in bester Oliver Kahn-Manier: „Mit viel Eiern“ (Con mucho huevo).

„Gegen Pinola ist Robin Hood ein Dreck“                                       

Unter Hans Meyer war der Linksfuß gesetzt, und mit seiner leidenschaftlichen Spielweise gepaart mit großem Kampfgeist gewann er etwas, was nicht vielen gelingt: Einen Platz im Herzen der Club-Fans. Manchmal zeigte er von beidem aber zu viel des Guten, sodass er vor sich selbst geschützt werden musste. Die mittlerweile gesamtdeutsche Trainerlegende Meyer sah sich im Spiel gegen den FC Bayern gezwungen den argentinischen Heißsporn nach 20 Minuten auszuwechseln, da dieser sich eine Privatfehde mit Hasan Salihamidzic lieferte, und kurz davor war mit gelb-rot vom Platz zu fliegen. Es war auch nach diesem Spiel als Hans Meyer das Zitat von sich gab, dass gegen Pinola „Robin Hood ein Dreck“ sei, gemessen an seinem übertriebenen Gerechtigkeitssinn, den man auf dem Fußballplatz jedoch nicht gebrauchen könne, da er unter anderem beinhaltete dauernd mit dem Schiedsrichter zu diskutieren, und Freistöße für den Gegner zu provozieren. Da Pinola Meyer nach der frühen Auswechslung erzürnt sein Trikot vor die Füße warf, machte ihm dieser unmissverständlich klar, dass er solche Aktionen nicht dulden würde. Die unrühmlichste Aktion seiner Karriere leistete er sich ebenfalls in einem Spiel gegen den Rekordmeister, als er Bastian Schweinsteiger anspuckte, und im Nachhinein für vier Spiele gesperrt wurde.

In der darauffolgenden Saison sollte Pinola den wahren Club kennenlernen, bzw. lernen, dass der Spruch „Der Club is a Depp“ nicht von irgendwo herkommt. Mit fast unverändertem Kader stieg der FCN als amtierender Pokalsieger in die 2. Liga ab, und bekleckerte sich auch bei der Entlassung von Hans Meyer wahrlich nicht mit Ruhm. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielern ging der Mann aus Olivos, an dem unter anderem Bayer 04 Leverkusen interessiert war, mit in die 2. Bundesliga, da er sich dem Verein gegenüber moralisch verpflichtet fühlte. Gleichzeitig initiierten die Fans die Kampagne pinolamussbleiben.de, die beinhaltete, dass jeder Fan einen Euro bezahlte, um den Vertrag des Gauchos weiterzubezahlen. 60.000€ kamen auf diese Weise zusammen, die der edle Gaucho jedoch spendete. Am Ende der Saison stand der souveräne Wiederaufstieg fest, nach dem es zu Beginn der Saison nicht unbedingt aussah.

„Ich dachte nie, dass ich so viel Zeit in Deutschland verbringen würde, aber manchmal findet einer seinen Ort auf der Welt, und ist dort glücklich.“

Es folgten anschließend vier Saisons in der Bundesliga in denen es meistens um dem Klassenerhalt ging, bevor 2014 erneut der Gang in die 2. Liga feststand. Unter Gertjan Verbeek war der 1,82 m-Mann in der Zwischenzeit zum Innenverteidiger umgeschult worden, was seine neue Hauptposition werden sollte. Pinola ging wieder den bitteren Schritt mit ins Unterhaus, wobei diesmal nicht der direkte Wiederaufstieg gelang. Und unter Neu-Trainer René Weiler folgte nach zehn Jahren das Aus beim Verein in der Stadt seines Herzens, über die er sagte „Argentinien ist meine Heimat, aber Nürnberg ist für mich genauso wichtig wie mein Land.“ Dass sich der Club bei der Kommunikation seiner Nicht-Vertragsverlängerung sich eben wie der Club verhalten hat, ist die eine Seite der Medaille. Doch auf der anderen Seite war sich selbst die rot-schwarze Anhängerschaft nicht sicher, ob es bei dem Argentinier noch einmal für höchste Ansprüche reichen sollte. Übrigens dachte man genauso über Neu-Nationalspieler Marvin Plattenhardt, der nie an Pinola vorbeikam. Genau wie der Hertha-Spieler, sollte Pinola alle Skeptiker Lügen strafen.

Der Publikumsliebling wechselte in die Heimat zu Rosario Central, was sich für beide Seiten als Glücksgriff erwies. Bei den Canallas (dt. Gesindel) fand er zu alter Stärke zurück, und wurde auf Anhieb zu einem der besten Innenverteidiger der Liga. Mit Central zog er in den folgenden Saisons zweimal in das argentinische Pokalfinale ein, wobei man zweimal nach katastrophalen Schiedsrichterentscheidungen gegen Boca Juniors den Kürzeren zog. Trotzdem wurde er nach neun Jahren von Tata Martino wieder für die Nationalmannschaft nominiert, und stand beim 2:0 Sieg gegen Bolivien auf dem Platz. Weitere Einsätze hätten Folgen sollen, doch in einem Spiel in der Copa Sudamericana (Vergleichbar mit der Europa-League) gegen Medellín brach er sich das Schienbein, und fiel für acht Monate aus. Sein Comeback feierte er mit einem Sieg im Lokalderby gegen Newells, und nur wenige Wochen später zeigte er beim 0:0 Unentschieden auswärts bei River Plate eine herausragende Leistung. Dieses Spiel schien die Verantwortlichen von River Plate wohl derart beeindruckt zu haben, dass sie bereit waren die festgeschriebene Ablöse von 1,35 Mio. € für den 34-jährigen Pinola auf den Tisch zu legen.

Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung

Der Transfer sorgte leider für unschöne Begleiterscheinungen, da man bei Central fest mit seiner Vertragsverlängerung gerechnet hatte. Präsident Raúl Broglio war so wütend, dass er im Radio forderte, den Präsidenten von River Plate auf einem öffentlichen Platz zu verbrennen. Vermutlich sprach der Frust aus Broglio, denn Pinola war nicht der erste Central-Spieler der zum Hauptstadtklub wechselte. Zudem beschädigten Chaoten die Fassade der deutschen Goethe-Schule in Rosario, die Pinolas Kinder besuchten. Dabei wurde die Fassade in Brand gesetzt und “Pinola Verräter” an die Wand gesprayt. Nach diesem Vorfall zog die Familie sofort nach Buenos Aires.

Bei seinem neuen Verein, dessen Fan er von Kindesbeinen an ist, und bei dem sein Großvater in der Jugend spielte, ist “el pelado” (dt. Glatzkopf) gut angekommen, ist unumstrittener Stammspieler und Führungsfigur. Dem inzwischen ruhigeren Musterprofi, der vor jeder Trainingseinheit eine Stunde in den Kraftraum geht und auf seine Ernährung achtet, würde zumindest ganz Nürnberg den Sieg in der Copa Libertadores wünschen. In die Halbfinalduelle gegen Lanús geht River Plate auf jeden Fall als Favorit.

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Copa Libertadores Halbfinale: Grêmio mit einem Bein im Finale http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-gremio-346377 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-gremio-346377#comments Thu, 26 Oct 2017 13:54:04 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6377 In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stand das Hinspiel des zweiten Halbfinales der Copa Libertadores an. Grêmio ließ Barcelona dabei keine Chance und kann schon so gut wie fürs Finale planen. Nach Botafogo (Gruppenspiele), Palmeiras (Achtelfinale) und Santos (Viertelfinale)...

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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stand das Hinspiel des zweiten Halbfinales der Copa Libertadores an. Grêmio ließ Barcelona dabei keine Chance und kann schon so gut wie fürs Finale planen.

Nach Botafogo (Gruppenspiele), Palmeiras (Achtelfinale) und Santos (Viertelfinale) mussten sich die Ecuadorianer aus Guayaquil bereits mit dem vierten brasilianischen Team im Wettbewerb messen. Und das sollte wohl ein brasilianisches Team zu viel sein.

Das Spiel war mehr oder weniger bereits nach 20 Minuten entscheiden, als Grêmio bereits mit 2:0 führte. Zuvor war Barcelona gut in die Partie gestartet und hatte erste Ausrufezeichen gesetzt. Doch in der achten Minute setzte sich Linksverteidiger Bruno Cortez schön auf der linken Seite durch, Barcelonas Matia Oyola mit einem kläglichen Klärungsversuch, Nutznießer war Grêmio-Superstar Luan, der mit einem abgefälschten Treffer die Führung erzielte. Auch beim 2:0 durch Edilson (20.) machte die Barcelona-Abwehr und vor allem Keeper Maximo Banguera keine gute Figur, weil er den Freistoß des Brasilianers aus gut 30 Metern einfach passieren ließ. Nach der beruhigenden Führung ließen die Brasilianer die konterstarken Hausherren kommen, die sich gegen die tiefstehenden Gäste äußerst schwer taten. Top-Torjäger Jonathan Alvez wurde schmerzlich vermisst – der Uruguayer ist nach seiner roten Karte gesperrt gewesen.

Kurz nach der Halbzeit wäre die defensive Ausrichtung der Gäste beinahe schief gegangen, als Barcelona mit viel Schwung und zwei neuen Flügelspielern aufs Spielfeld kam. Doch Torwart Marcelo Grohe parierte stark gegen Diaz und überragend gegen Ariel Nahuelpan. Was wäre, wenn einer der beiden getroffen hätte? Das wird man sich bei Barcelona wohl noch lange fragen. Doch die Wirklichkeit sah anders aus: Luan zerstörte mit seinem zweiten Tor (51.) alle Hoffnungen der Ecuadorianer auf eine “Remontada”. Damit war die Luft raus aus der Begegnung.

Für Grêmio ein sehr gutes Resultat bei einer allerdings nur durchschnittlichen Leistung. Die Brasilianer sind damit nahe dran das erste brasilianische Team im Finale der Copa Libertadores seit 2013 zu sein. Für Gremio wäre es der fünfte Finaleinzug in der Copa Libertadores. Gegen River oder Lanus (Hinspiel: 1:0 für River) würden die “Tricolores” aus dem Süden um den dritten Titel (nach 1983 und 1995) spielen. Barcelona muss hingegen auf Jonathan Alvez und ein sehr großes Wunder hoffen.

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Copa Libertadores Halbfinale: Scoccos Näschen ist entscheidend http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-halbfinale-scocco-321418 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-halbfinale-scocco-321418#comments Wed, 25 Oct 2017 11:20:07 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6374 Der vierfache Libertadores-Sieger gegen den Halbfinaldebütanten: Im innerargentinischen Duell zwischen River Plate und Lanús sind die Favoritenrollen zumindest historisch verteilt. Im Hinspiel im heimischen Estadio Monumental wollte und musste River vorlegen. River Plate begann das Spiel mit dem vollen Orchester...

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Der vierfache Libertadores-Sieger gegen den Halbfinaldebütanten: Im innerargentinischen Duell zwischen River Plate und Lanús sind die Favoritenrollen zumindest historisch verteilt. Im Hinspiel im heimischen Estadio Monumental wollte und musste River vorlegen.

River Plate begann das Spiel mit dem vollen Orchester an Mittelfeldspielern: Vor Kapitän Leo Ponzio standen die technisch starken Enzo Pérez, Ariel Rojas, Gonzalo Martínez und Nacho Fernández in der Startelf und sollten Goalgetter Scocco beliefern. Auf den Außenbahnen entschied sich River-Coach Gallardo für Marcelo Saracchi und Gonzalo Montiel, die Innenverteidigung bildeten Jonathan Maidana und der Ex-Nürnberger Pinola vor Keeper Lux. Lanús begann im erwarteten 4-3-3, bei dem der bei River Plate ausgebildete José Pepe Sand die Sturmspitze bildete. Eine Besonderheit am Rande: Es war das erste Spiel in Südamerika, bei dem ein Videoassistent Referee Sampaio unterstützte. Allerdings musste der VAR nicht eingreifen.

Die Millonarios, favorisiert und von einer überragenden Kulisse angefeuert, starteten besser ins Spiel, Ignacio Scocco hatte nach einer Flanke von Saracchi die erste Abschlussgelegenheit (13.). Schon früh wurde klar, dass River ein extrem hohes Pressing versuchte und insbesondere die nominellen Außenverteidiger Montiel und Saracchi mit dem und gegen den Ball extrem hoch schoben. Lanús versuchte dennoch in jeder Situation, sich spielerisch zu befreien, und band Keeper Andrada mehrmals gut ein. Dennoch störte River so stark, dass Lanús sich in der ersten Viertelstunde kaum aus der Defensive lösen konnte. Besonders die Außenstürmer Lautaro Acosta und Alejandro Silva waren ausschließlich damit beschäftigt, ihre Gegenspieler Montiel und Saracchi zu bändigen. Doch nach etwa zwanzig Minuten kippte das Spiel etwas, Lanús kontrollierte das Match nun besser. Lautaro Acosta stand nach einem Konter kurz vor einer Großchance, wurde aber durch ein großartiges Tackling von Montiel gestoppt (17.). Im Anschluss erarbeiteten sich die Granates zumindest mehrere Standardsituationen und überspielten Rivers Pressing öfter. Erst kurz vor der Pause kam La Banda wieder zu einem Abschluss, erneut war es Scocco, dessen Abschluss Andrada vor keine Probleme stellte (45.). Lanús dagegen schoss in der ganzen Halbzeit gar nicht gefährlich auf den Kasten von Lux.

Nach Wiederanpfiff bot sich in etwa das gleiche Bild: Lanús‘ ambitioniertes Aufbauspiel versandete meist ab der Mittellinie, River Plate fand aber auch keine Lücken im Defensivverbund der Gäste. Auffällig, dass auf beiden Seiten die technisch versiertesten Spieler – Enzo Pérez, Nacho Fernández und Gonzalo Martínez bei River, Lautaro Acosta und Román Martínez bei Lanús – gar nicht ins Spiel fanden. Die stärksten Akteure waren andere: Der intelligente und vielseitige Scocco, der sich oft tief fallen ließ und immer ein Auge für seine Mitspieler hatte, und die extrem dynamischen Außenverteidiger Saracchi und Montiel. So segelten dann auch mehrere Flanken in den Strafraum und Scocco legte ein paar Mal etwa auf Pity Martinez ab, dennoch wurde Lanús-Keeper Andrada auf keine ernsthafte Probe gestellt. Auf der anderen Seite hätte Germán Lux auch ein Nickerchen halten können, an diesem Tag hätte ihn kein Angreifer der Gäste wirklich gestört. Angesichts dieses Panoramas fasste sich dann Rivers Innenverteidiger Pinola mehrmals ein Herz und stürmte tief in die gegnerische Hälfte. Seine beste Aktion war ein Pfostenschuss aus der Distanz (56.), der gut und gerne das 1:0 hätte bedeuten können und seine Mitspieler merklich aufweckte. Insbesondere Gonzalo Martínez wurde mit der Zeit dominanter, dazu brachte Marcelo Gallardo mit Auzqui eine zweite Spitze und somit mehr Bewegung ins Sturmzentrum (73.). Auch die Einwechslung von Nicolás de la Cruz für Fernández sorgte für zusätzlichen Schwung. Lanús dagegen spielte und wechselte in den letzten 20 Minuten sehr konservativ, wollte das 0:0 mitnehmen – und wurde zehn Minuten vor Abpfiff bestraft. Eher zufällig kam Martínez aus 20 Metern zum Abschluss, Andrada konnte den wuchtigen Ball nicht festhalten. Als guter Mittelstürmer war Ignacio Scocco, der schon im Viertelfinale fünffach getroffen hatte, sofort zur Stelle und staubte ab (82.). Es blieb das Tor des Tages, dank dem River Plate nächste Woche guten Mutes ins Auswärtsspiel gehen kann. Aber auch Lanús hat im Viertelfinale gegen San Lorenzo schon gezeigt, zu was sie zu Hause mit einer mutigeren Ausrichtung fähig sein können, so dass das Halbfinale in jedem Fall noch offen ist.

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Copa Libertadores Viertelfinale: 8:0! Unglaubliche “Remontada” von River Plate http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-80-remontada-river http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-80-remontada-river#comments Fri, 22 Sep 2017 11:00:59 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6061 In der Nacht von Donnerstag auf Freitag standen zwei Rückspiele des Viertelfinales der Copa Libertadores auf dem Plan. Dabei waren drei argentinische Teams im Einsatz. Lanús konnte die Hypothek der 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel gegen San Lorenzo wettmachen und setzte...

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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag standen zwei Rückspiele des Viertelfinales der Copa Libertadores auf dem Plan. Dabei waren drei argentinische Teams im Einsatz. Lanús konnte die Hypothek der 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel gegen San Lorenzo wettmachen und setzte sich gegen “El Ciclon” nach Elfmeterschießen durch. River Plate gelang eine sensationelle Aufholjagd – mit sage und schreibe 8:0 setzte man sich gegen Wilstermann durch. Überragender Mann auf dem Platz war Ignacio Scocco mit seinem Fünferpack.

River Plate – Jorge Wilstermann 8:0 (4:0) – Magischer Abend im Monumental

Fünf Tore von Ignacio Scocco, eine historische “Remontada” samt Schützenfest, das Ticket fürs Copa Libertadores Halbfinale und pure Ekstase im legendären Monumental. Das alles bedeutete das 8:0 von River Plate gegen Jorge Wilstermann, die eigentlich gar nicht wirklich auf dem Feld standen.

Das bolivianische Team, die Überraschungsmannschaft des Wettbewerbs, reiste durchaus selbstbewusst in die argentinische Hauptstadt. Nach dem 3:0 daheim auf 2.558 Metern über dem Meeresspiegel in Cochabamba hatte man sich große Hoffnungen auf den Einzug ins Halbfinale gemacht. Doch ein überragendes River Plate ließ den heillos überforderten Gäste nicht den Hauch einer Chance. Nach nicht einmal 19 Minuten hatten “El Milo” das Hinspielergebnis bereits egalisiert.

Dafür sorgte ganz alleine Ignacio Scocco, Neuzugang von den Newell’s Old Boys. Der 32-jährige setzte sich dank Schnelligkeit und Beinschuss gegen die Wilstermann-Abwehr durch, ließ auch Torwart Raúl Olivares aussteigen und gab den Auftakt zum Schützenfest (8.). In der 13. und 19. Minute legte Scocco jeweils nach. Vor allem beim 3:0 machte der bolivianische Torhüter keine gute Figur, als er den Schuss aus sehr spitzen Winkel ins lange Eck passieren ließ. Das Hinspielergebnis war also bereits nach 19 Minuten pulverisiert. Nach diesem Raketenstart schalteten die Mannen von Gallardo erst einmal einen Gang zurück und kontrollierte das Spielgeschehen. So dauerte es bis zur 35. Minute, als der Dreifachtorschütze auf Enzo Pérez durchsteckte, der zum 4:0 einschoss, das “Los Millonarios” zum Halbfinaleinzug gereicht hätte.

Wer gedacht hätte, River würde den Vorsprung nun verwalten, sah sich bereits nach einer gespielten Minute in der zweiten Halbzeit getäuscht: Scocco nach Vorarbeit von Auzqui sorgte mit seinem vierten Tor für die sichere Qualifikation fürs Halbfinale. Wilstermann zeigte keinerlei Reaktion und gab sich beinahe widerstandslos in sein Schicksal. Nacho Fernández (53.) und Scocco zum fünften (58.) schraubten das Ergebnis auf 7:0. Den Schlusspunkt und das schönste Tor des Tages erzielte dann Enzo Pérez: Der im Juli von Valencia nach Nuñez gewechselte Mittelfeldveteran startete vom eigenen Strafraum einen Sololauf und traf zum 8:0 (66.).

Bis zum Schlusspfiff des chilenischen Schiedsrichters Julio Bascuñán sollten sich die Hausherren genügsam zeigen, die nun nach dem vierten Copa Libertadores Titel nach 1986, 1996 und 2015 streben. Jorge Wilstermann vergab dagegen einen historische Gelegenheit und wird sich jetzt auf den Titel in der bolivianischen Liga konzentrieren müssen, wo man die Meisterschaft anführt.

Lanús – San Lorenzo 4:3 n.E. (2:0/2:0) – Die Elfer-Lotterie entscheidet in La Fortaleza

“El Granate” hat es geschafft das Hinspielergebnis auszugleichen und ist nach Elfmeterschießen ins Halbfinale eingezogen. Held des Abends war dabei Torhüter Andrada, der gegen Caruzzo und Blandi hielt.

Nach dem 2:0 im Hinspiel im heimischen “El Nuevo Gasómetro” ging San Lorenzo favorisiert ins Spiel bei Lanús. Doch ähnlich wie bei River Plate sollten auch in La Fortaleza die Gastgeber das Hinspielergebnis schnell egalisieren.

Lanús begann die Partie mit viel Schwung und initiierte immer wieder Angriffe über den schnellen Lautaro Acosta und Alejandro Silva. Vereinsidol Pepe Sand sorgte dann bereits nach elf Minuten für das 1:0 der Hausherren, ehe Pasquini nur fünf Minuten später per Kopf zum 2:0 traf. Das Team von Jorge Almirón war damit auf Kurs Elfmeterschießen. Ein Tor der Gäste aus San Lorenzo hätte allerdings genügt und man hätte zwei Treffer erzielen müssen. Sand und Belluschi vergaben für beide Seiten vielversprechende Chancen.

In der zweiten Halbzeit waren beide Teams darauf bedacht kein Gegentor zu kassieren. Daher ergab sich ein ausgeglichenes Spiel, das schließlich ins Elfmeterschießen mündete. Dort trafen Alejandro Silva, Pasquini, Braghieri und Lautaro Acosta für die Gastgeber, während Belluschi, Gonzalo Rodríguez und Botta für die Gäste trafen. Lanús-Keeper Andrada entschärfte die Schüsse von Caruzzo und Blandi und machte sich somit zum Held des Abends.

Lanús qualifizierte sich damit zum ersten mal in seiner Geschichte für das Halbfinale der Copa Libertadores, während San Lorenzo die Hoffnungen auf den zweiten Titel nach 2014 begraben muss.

Die Halbfinalpartien finden am 25. und 26. Oktober sowie am 1. und 2. November statt:

River Plate – Lanús

Barcelona SC – Grêmio Porto Alegre

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Copa Libertadores Viertelfinale: San Lorenzo mit einem Bein im Halbfinale http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vf-san-lorenzo-841355 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vf-san-lorenzo-841355#comments Thu, 14 Sep 2017 12:04:48 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5935 In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fanden drei Hinspiele des Viertelfinales der Copa Libertadores statt. San Lorenzo machte einen großen Schritt in Richtung Halbfinale während bei den anderen beiden Duellen weiterhin alles offen ist. San Lorenzo – Lanús 2:0...

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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fanden drei Hinspiele des Viertelfinales der Copa Libertadores statt. San Lorenzo machte einen großen Schritt in Richtung Halbfinale während bei den anderen beiden Duellen weiterhin alles offen ist.

San Lorenzo – Lanús 2:0 (1:0) – Doppelter Blandi stößt die Tür weit auf

San Lorenzo – Copa Libertadores Sieger 2014 – hat einen großen Schritt in Richtung Halbfinale getan. Im argentinischen Duell setzten sich die Mannen des uruguayischen Trainers Diego Aguirre gegen Lanús dank eines Doppelpacks von Torjäger Nicolas Blandi mit 2:0 durch.

In der heimischen Liga mit einem bislang ganz schwachen Auftritt, scheint sich Kapitän und Torjäger Nicolas Blandi seine Tore für die Königsklasse aufgehoben zu haben. In der 34. Minute nahm er einen Pass am Sechzehner wunderbar an, ließ Lanús’ Diego Braghieri ins Leere laufen und verwandelte eiskalt gegen Keeper Esteban Andrada. Ein wirklich sehenswertes Tor des 27-jährigen.

Kurz nach der Halbzeit verlor Lanús-Abwehrspieler José Luis Gómez im eigenen Strafraum den Ball äußerst amateurhaft an Blandi und konnte diesen nur durch ein Foul stoppen. Der Torjäger ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und stellte per Elfmeter auf 2:0 (51.). Auf der anderen Seite hatte José Sand die große Chance das so wichtige Auswärtstor zu erzielen, scheiterte jedoch an Navarro. Damit blieb es bei der bitteren 0:2-Niederlage für das Team von Almiron, die im Rückspiel nächste Woche zuhause in La Fortaleza nun vor einer Herkulesaufgabe stehen.

Bei der Heimelf stach neben dem Doppeltorschützen noch Juan Mercier heraus, der mit seinen 37 Jahren im Mittelfeld eine herausragende Partie ablieferte. Auf den Gewinner des argentinischen Duells wartet im Halbfinale entweder River Plate oder Wilstermann.

Barcelona – Santos 1:1 (0:0) – Barcelona spielt Santos an die Wand, gewinnt aber nicht

Der dreimalige Libertadores-Sieger Santos konnte in Guayaquil (Ecuador) ein gutes Ergebnis erzielen und hat nach dem 1:1 alle Chancen im Rückspiel den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen.

Dabei begann Barcelona stark und generierte durchaus Gefahr für das von Vanderlei gehütete Gästetor. Álvez und Díaz vergaben jedoch für die Heimelf. Mit zunehmender Spieltag konnte sich Santos jedoch befreien und das Spiel ausgeglichener gestalten. “O Alvinegro” blieb aber in der Offensive harmlos. Somit ging es mit dem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Nicht einmal eine Minute war in der zweiten Halbzeit gespielt, als Bruno Henrique nach einem Freistoß von Lucas Lima die Unordnung in der ecuadorianischen Defensive ausnutzte und zum 1:0 einköpfte. Die Ecuadorianer reklamierten Abseits. Barcelona musste sich von dem Schock erst etwas erholen, drückte dann aber mit aller Macht auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an Vanderlei oder am eigenen Unvermögen. In der 79. Minute war es dann aber soweit: Álvez köpfte zum Ausgleich ein. Wie schon vor dem Ausgleich spielte nur noch ein Team und das war das von den Fans frenetisch nach vorne gepeitschte Barcelona. Die Riesenchance auf den Siegtreffer vergab Castillo, der alleine vor Vanderlei an diesem scheiterte.

Santos rettete sich über die Zeit und ist weiterhin ungeschlagen in der diesjährigen Copa Libertadores. Nach dem Sturmlauf der zweiten Halbzeit sollte man aber auch die Heimelf aus Ecuador nicht abschreiben. Das Rückspiel nächste Woche verspricht ein hochspannendes Duell zu werden.

Botafogo – Grêmio 0:0 (0:0) – Grêmio findet kein Durchkommen

Im brasilianischen Duell trennten sich Santos und Grêmio, die unter sich fünf Copa Libertadores Siege aufteilen, null zu null Unentschieden.

Im Stadion Nilton Santos war Botafogo nach dem 2:0-Sieg gegen Flamengo (den ersten seit zwei Jahren) leicht favorisiert, auch, weil bei die Gäste auf ihre Schlüsselspieler Luan und Geromel. Doch trotz der prominenten Ausfälle zeigten die Gäste gefälligen Fußball, während Botafogo erst einmal um Sicherheit bemüht war. Botafogo-Keeper Gatito hielt dabei einmal herausragend gegen Arthur, der davor drei Gegenspieler stehengelassen hatte.

Die zweite Halbzeit bot das gewohnte Bild: Grêmio überzeugte durch sauberes Passspiel, während die Gastgeber auf Konter setzten. Ganz nah dran war Grêmio dem Führungstreffer in der 78. Minute, als Fernandinho Keeper Gatito bereits überwunden hatte, Carli jedoch spektakulär für seinen bereits geschlagenen Torwart auf der Linie klärte. Somit blieb es beim torlosen Unentschieden. Die Entscheidung wird beim Rückspiel nächste Woche in Porto Alegre fallen.

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Copa Libertadores Achtelfinale: Botafogo, Santos und San Lorenzo durch http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/libertadores-achtelfinale-botafogo-santos-710141 http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/libertadores-achtelfinale-botafogo-santos-710141#respond Fri, 11 Aug 2017 09:36:40 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5535 In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fanden die letzten drei Spiele des Copa Libertadores-Achtelfinals statt. In allen drei Spielen war die Heimmannschaft nach Hinspielsiegen Favorit, doch während Botafogo souverän weiterkam, musste Santos etwas und San Lorenzo sogar ganz gehörig...

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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fanden die letzten drei Spiele des Copa Libertadores-Achtelfinals statt. In allen drei Spielen war die Heimmannschaft nach Hinspielsiegen Favorit, doch während Botafogo souverän weiterkam, musste Santos etwas und San Lorenzo sogar ganz gehörig zittern, ehe sie das Ticket ins Viertelfinale lösen konnten.

Botafogo – Nacional 2:0 (Hinspiel 1:0) – Früher Doppelschlag entscheidet die Partie

Nach dem 1:0-Auswärtssieg in Montevideo ging Botafogo optimistisch ins Rückspiel mit Nacional. Aber auch die Uruguayer, die kürzlich das heimische Torneo Intermedio gewonnen hatten, wollten sich im Estadio Nilton Santos nicht verstecken. Doch die Hoffnungen der Uruguayer lösten sich schnell in Wohlgefallen auf: Nach nur 130 Sekunden köpfte Bruno Silva nach einer Ecke von Joao Paulo den Ball in die Maschen, und drei Minuten später antizipierte Rodrigo Pimpao einen grauenhaften Rückpass von Nacionals Innenverteidiger Rogel und spitzelte den Ball Keeper Conde durch die Beine ins Netz – bereits sein fünftes Tor in der laufenden Copa. Keine sechs Minuten waren gespielt, da stand Nacional schon vor einem Scherbenhaufen. Und Botafogo blieb am Drücker, Roger war mit einem Fernschuss sogar dem 3:0 nahe. Nacional versuchte zu reagieren, brachte Stürmer Silveira für Mittelfeldmann González (35.) und versuchte es mehrmals aus der Distanz, blieb aber dabei zu ungefährlich.

Nach Wiederanpfiff blieben die Rollen im Wesentlichen gleich verteilt: Botafogo war mit der Führung zufrieden und riskierte nicht viel, wurde meist lediglich über Standards gefährlich. Gegner Nacional attackierte wütend und prüfte Keeper Gatito Fernández mehrfach, aber ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Die beste Chance hatte Viúdez, der nach einer Ecke aus spitzem Winkel am sicheren Fernández scheiterte (69.). Joel Carli und Roger dagegen hätten für die Hausherren in der Schlussphase noch erhöhen können. So plätscherte das Spiel eigentlich seinem Ende entgegen, doch in der Nachspielzeit wurde es noch einmal richtig hässlich. Gästekapitän Polenta sah für eine Tätlichkeit Rot (89.), nach der anschließenden Rudelbildung mussten ihm auch Botafogos Victor Luis und Nacionals Sebastián Rodríguez in die Umkleidekabine folgen. In der Nachspielzeit sah auch noch Rodrigo Aguirre für ein Frustfoul glatt Rot. Es war das unrühmliche Ende von Nacionals Libertadores-Saison, den dann pfiff Referee Wilmer Roldán ab – vermutlich eine gute Entscheidung für die Gesundheit aller Beteiligten. Botafogo trifft nun in einem brasilianischen Duell auf Gremio.

Santos – Atletico Paranaense 1:0 (Hinspiel 3:2) – Torwart Vanderlei rettet Santos

Das Hinspiel zwischen Paranaense und Santos war eines der temporeichsten und besten Spiele der bisherigen Copa gewesen. Nach dem 3:2-Auswärtssieg war Santos nun im heimischen Stadion der klare Favorit auf das Weiterkommen, musste aber ohne Abgang Thiago Maia (nach Lille) und den verletzten Renato im defensiven Mittelfeld improvisieren. Paranaense wusste um die möglichen Defensivschwächen der Gastgeber und attackierte von Beginn an, insbesondere der brandgefährliche Linksaußen Nikao stellte seinen Gegenspieler Victor Ferraz ein ums andere Mal vor Herausforderungen. Beinahe hätte er David Braz in ein Eigentor gezwungen (12.), doch Santos-Keeper Vanderlei war ebenso zur Stelle wie bei Paulo Andrés Kopfball einige Minuten später (20.), bei Guilhermes Linksschuss (25.) und gegen Jonathan (39.). Nach der letzten Chance war er auch er bei Sidcleys Nachschuss geschlagen, doch dafür stand Lucas Verissimo goldrichtig und klärte vor der Linie. Von Santos‘ Offensive um Lucas Lima war dagegen wenig zu sehen.

In der zweiten Halbzeit blieb Paranaense aktiver, doch Santos stand nun etwas stabiler, ließ kaum mehr Chancen zu und konnte mehrmals gefährliche Konter andeuten. Der beste kam nach 78 Minuten: Lima ließ mit einem starken Antritt aus der eigenen Hälfte drei Mann stehen und passte steil nach links auf Ricardo Oliveira. Der wiederum spielte einen perfekten Ball in den Lauf des Ex-Wolfsburgers Bruno Henrique, der sich mit dem 1:0 bedankte. Es war die Entscheidung, denn nun hätte Paranaense drei Tore für das Weiterkommen gebraucht. Dennoch kann Paranaense mit dem eigenen Auftritt und der gesamten Copa Libertadores zufrieden sein. Für Santos geht die Reise im Viertelfinale gegen Barcelona weiter.

San Lorenzo – Emelec 0:1, 5:4 i.E. (Hinspiel 1:0) – Navarro der Held des Elfmeterschießens

Ein Auswärtssieg im Hexenkessel von Guayaquil hätte für Diego Aguirres San Lorenzo – immerhin ein Titelkandidat der Chefutbol-Redaktion – gegen Emelec schon mehr als die halbe Miete sein sollen. Mit Feuerwerken wurden die Gastgeber im Rückspiel begrüßt, doch die Mannschaft revanchierte sich nicht und ließ ihre Fans bis zur letzten Sekunde zittern. Dabei sah das Spiel lange denkbar unspektakulär aus. Die Cuervos hatten zunächst mehr Ballbesitz, konnten aber keine Chancen herausspielen. Die einzige wirklich gefährliche Situation bot sich Emelec nach 29 Minuten, doch immer brachte San Lorenzos Defensive noch ein Bein dazwischen. Als Referee Wilson Sampaio endlich zum Pausentee bat, waren so alle Zuschauer höchst beglückt.

Dafür startete die zweite Hälfte mit einem Paukenschlag: Emelecs Fernando Gaibor brachte einen Freistoß in die Mitte, und Osvaldo Lastra köpfte die Kugel wuchtig in die Maschen (48.). Damit war Gleichstand. Das Spiel belebte sich nun, San Lorenzo ging mehr Risiken und hatte durch Belluschi den Ausgleich auf dem Fuß (59.), stand aber defensiv oft wacklig und ließ Chancen wie durch Gaibors 20-Meter-Schuss zu (62.). Dann verabschiedete sich Emelecs Linksverteidiger Bagüi nach Foul an Cerutti mit Gelb-Rot (64.), doch auch in Unterzahl verteidigten die Ecuatorianer die meist einfallslosen Angriffe San Lorenzos relativ problemlos. So ging es nach 90 Minuten ins Elfmeterschießen. Dort wurde San Lorenzos Nicolás Navarro mit zwei gehaltenen Versuchen gegen Fernando Luna und Christian Ramos zum Helden, während Dreer nur den Versuch von Fernando Belluschi abwehren konnte.

Die Übersicht der Viertelfinalbegegnungen der Copa Libertadores:

Jorge Wilstermann (BOL) vs. River Plate (ARG)
Gremio (BRA) vs. Botafogo (BRA)
Barcelona (ECU) vs. Santos (BRA)
Lanús (ARG) vs. San Lorenzo (ARG)

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