Copa Libertadores – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Copa Libertadores – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Copa Libertadores: Verzerrt das Klima den Wettbewerb? http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-klima-wettbewerb-489234 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-klima-wettbewerb-489234#respond Thu, 06 Dec 2018 12:01:48 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11349 Die Copa Libertadores sorgt dieses Jahr für viel Zündstoff. Das liegt allerdings nicht nur an den Ausschreitungen rund um das Final-Rückspiel, sondern auch am unterschiedlichen Klima Südamerikas. Rund um das „Superfinal“, wie dieses Jahr das Finale der Copa Libertadores in...

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Die Copa Libertadores sorgt dieses Jahr für viel Zündstoff. Das liegt allerdings nicht nur an den Ausschreitungen rund um das Final-Rückspiel, sondern auch am unterschiedlichen Klima Südamerikas.

Rund um das „Superfinal“, wie dieses Jahr das Finale der Copa Libertadores in Anlehnung an den „Superclassico“, dem wohl berühmtesten Stadtderby der Welt zwischen den Boca Juniors und River Plate genannt wird, gab es in den letzten Tagen viel Aufruhr. Jetzt soll es nach mehrfachen Verlegungen am kommenden Samstag in Madrid zum Final-Rückspiel der beiden Erzrivalen kommen. Während diese Paarung in einem Endspiel der Copa Libertadores für viele argentinische Fußballfans der Höhepunkt ihres Fußballjahres, wenn nicht sogar ihres Fußballlebens bedeutet, gibt es immer wieder Stimmen, die die Fairness der Copa Libertadores in Frage stellen. Hauptkritikpunkt ist, dass sich aufgrund klimatischer Gegebenheiten des großen Kontinents eindeutige Vorteile für einige Teams ergeben. Ist an diesen Aussagen etwas dran, oder handelt es sich dabei um die Meinung von Menschen, die mit Niederlagen nicht klarkommen?

Geographische Besonderheiten Südamerikas

Weite Teile Südamerikas liegen in den Tropen. Dort sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit ganzjährig sehr hoch. Im Westen des Kontinents erstrecken sich jedoch in Nord-Süd-Richtung die Anden. Dort wird das Klima wesentlich stärker von der Höhenlage als von der Breitenlage bestimmt. Während es in den Tropen unangenehm heiß ist, nimmt im Gebirge mit steigender Höhe nicht nur die Temperatur, sondern auch der Sauerstoffgehalt der Atemluft ab. Eine Akklimatisierung würde einige Zeit in Anspruch nehmen, die man im Fußballgeschäft natürlich nicht hat. Die Fifa versuchte beispielsweise 2008 ein Dekret durchzusetzen, welches für Spiele in Höhenlagen über 3000 Meter eine Akklimatisierungszeit von zwei Wochen zwingend voraussetzt. Gerade in Bolivien traf dieser Beschluss auf sehr viel Protest, da es schwierig geworden wäre die Heimspiele der bolivianischen Nationalmannschaft im Stadion der größten Stadt des Landes La Paz, das auf 3637 Metern über dem Meeresspiegel liegt, auszutragen. Präsident Evo Morales schaffte es damals mit einer Klage wegen Diskriminierung und Ausgrenzung bei den Vereinten Nationen eine Ausnahmeregelung für La Paz zu beantragen und kippte die Regelung der Fifa.

Heimstärke bolivianischer Vereine

Nicht zu übersehen ist allerdings die äußerst auffällige Heimstärke der bolivianischen Klubmannschaften auf internationaler Ebene und der Nationalmannschaft in den Qualifikationsrunden für Weltmeisterschaften. Der Verein The Strongest aus La Paz beispielsweise gewann in der Copa Libertadores im eigenen Stadion 50 von 79 Partien. 13 Spiele gingen verloren und 16-mal teilte man sich die Punkte mit dem Gast. Auswärts dagegen konnten man von 77 Spielen nur vier gewinnen und verlor 61 Partien. Dasselbe ist bei der bolivianischen Nationalmannschaft zu beobachten. In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland holte man alle 14 Punkte in La Paz. Gerade die großen und stolzen Fußballnationen in Südamerika, wie Brasilien und Argentinien, versuchen immer wieder einer Partie in La Paz aus dem Weg zu gehen.

Spricht man mit bolivianischen Fußballballfans bekommt man oft als Antwort, dass gerade die brasilianischen „Diven“ die Bedingungen einfach akzeptieren sollten und es in der schon erwähnten schwül-heißen Hitze brasilianischer Städte auch nicht einfacher zu spielen sei.

Gleicher Meinung sind auch Sportärzte wie Robert C. Roach. Der Spezialist für Höhenmedizin von der Universität Colorado schreibt, dass hohe Temperaturen Athleten vor wesentlich größere Probleme stellen als die Höhe das tut. Der Akklimatisierungsprozess bei Hitze vollzieht sich nur, wenn man sich mindestens fünf Tage in der Hitze belastet. So viel Zeit hat man als Fußballer während einer „englischen Woche“ (drei Spiel in sieben Tagen) allerdings nicht. Warum die Fifa in diesem Falle nichts vorschreiben möchte, weiß niemand. Der Verdacht, dass sich mit dem attraktiveren Fußball brasilianischer Klubs und der Nationalmannschaft, gegenüber der aus Bolivien mehr Geld verdienen lässt, ist, gerade aufgrund jüngst aufgedeckter Vorgänge innerhalb der Fifa, nicht ganz so weit hergeholt.

Erfindergeist der Teamärzte gefragt

Um den körperlichen Einschränkungen der Höhe zu entgehen, überlegten sich Teamärzte in der Vergangenheit schon die verrücktesten Dinge. Die Spieler von River Plate bekamen 2015 vor dem Spiel gegen den bolivianischen Verein Club San José aus Oruro eine Mixtur aus Koffein, Aspirin und Viagra verabreicht. Das gleiche war bei Gremio Porto Alegre in Brasilien im Gespräch, als sie in der Copa Libertadores bei mehreren Auswärtsspielen in Folge gegen Klubs ranmussten, deren Stadien jenseits der 2500 Metermarke liegen.

Viagra scheint also nicht nur ein Potenzmittel zur sein, sondern auch ein Medikament mit dem Traditionsreiche Vereine von der Küste gegen die Höhenkrankheit vorgehen. Sildenafil, ein Wirkstoff in Viagra, senkt nämlich den Lungenhochdruck, zu dem es in Folge des Sauerstoffmangels in extremen Höhen kommt. Ob Viagra in der in der verabreichten Dosierung bei den Spielern auch so gewirkt hat, wie es das normalerweise tut und manche Körperteile stärker durchblutet wurden als andere, ist nicht überliefert.

Keine Copa Libertadores-Sieger aus Bolivien

Trotz der Vorteile bolivianischer Teams in der Höhe, schaffte es noch keines die wichtigste Trophäe im südamerikanischen Vereinsfußball zu gewinnen, geschweige denn ins Finale zu kommen. Spätestens im Halbfinale war bisher immer Schluss. Ein Grund dafür ist, dass die finanziellen Mittel der Klubs aus dem ärmsten Land Südamerikas deutlich geringer sind, als die der Teams aus Buenos Aires oder Rio de Janeiro. Außerdem gibt es auch immer ein Rückspiel, bei dem sie dann auch mit den „unfairen“ klimatischen Bedingungen der Stadt des Kontrahenten leben müssen und diese, wie die Statistik von The Strongest zeigt, meistens als Verlierer verlassen.

Es ist ganz klar zu sehen, dass aufgrund der klimatischen Beschaffenheit Südamerikas in einem internationalen Wettbewerb ganz selten „faire“ Bedingungen geschaffen werden können. Denn so wie die einen von der Höhe stark beansprucht werden, leiden die anderen unter schwül-heißen Temperaturen. Sich zu beschweren ändert nichts, auch wenn die Fifa schon versucht hat den Sport in über 3000 Metern Höhe einzuschränken. Gibt man sein bestes und hat den totalen Siegeswillen, ändert auch das Klima nichts am Ausgang eines Spieles. Den Sport in der Höhe einzuschränken, während man bei 95 Prozent Luftfeuchtigkeit und 40 Grad Celsius spielen lässt, wäre allerdings, wie es der bolivianische Präsident Evo Morales damals so schön sagte, „gegen die Universalität des Sportes“ und eine „Aggression gegen alle Familien und menschlichen Wesen, die in der Höhe leben“.

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Die Entscheidung ist gefallen: Finale am 9.12. in Madrid http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/suerpclasico-finale-madrid-393013 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/suerpclasico-finale-madrid-393013#respond Fri, 30 Nov 2018 11:35:09 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11343 [Copa Libertadores 2018]. Es geht munter weiter mit den Absurditäten rund um das Finalspiel zwischen River und Boca. Die CONMEBOL gab bekannt, dass das Rückspiel am 9. Dezember im Bernabeu-Stadion in Madrid (20:30 Uhr) stattfinden wird. Neben diesem umstrittenen bis...

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[Copa Libertadores 2018]. Es geht munter weiter mit den Absurditäten rund um das Finalspiel zwischen River und Boca. Die CONMEBOL gab bekannt, dass das Rückspiel am 9. Dezember im Bernabeu-Stadion in Madrid (20:30 Uhr) stattfinden wird.

Neben diesem umstrittenen bis peinlichen Entscheid, nach Europa auszuweichen (was zweifelsohne die River- und Boca-Fans in Europa freut), wurde auch das Strafmaß für River bekannt: die Millonarios müssen 400’000 USD Buße bezahlen und die nächsten beiden internationalen Partien ohne Publikum austragen.

Anbei die Logik und Gründe der CONMEBOL für den Austragungsort Madrid:
(i) die aussergewöhnliche Situation
(ii) Sicherheitsgarantien seitens Madrid und Spanien
(iii) die Neutralität des Spielortes
(iv) Kapazität und Qualität der Sportinfrastruktur
(v) Vorhandensein umfangreicher Logistik-, Unterkunfts- und öffentlicher Verkehrseinrichtungen
(vi) Vorhandensein einer reichen Fussballtradition, die in eine Kultur des Fairplays und der Gewaltlosigkeit eingebettet ist
(vii) In Spanien leben 250’000 Argentinier

Für einmal schliessen wir mit einem Zitat von Diego Maradona zum CONMEBOL-Präsidenten: “Pero hijo de p…, poné seguridad y hacelo en cancha de Vélez. La verdad, son la lacra del fútbol. No están capacitados para el cargo, loco.”

(“Was für ein H****sohn, sorge für Sicherheit und lass das Match im Stadion von Vélez spielen. Die sind wirklich das Übel des Fußballs. Sie sind einfach nicht fähig für diesen Posten.”)

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Superclásico verlegt – Attacke auf den Boca-Bus eine Racheaktion der Barras Bravas? http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/superclasico-verlegt-45894 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/superclasico-verlegt-45894#respond Sun, 25 Nov 2018 20:13:31 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11338 Die CONMEBOL sagt das Spiel von heute Abend ab, ohne einen Ersatztermin bekanntzugeben. Boca gab zudem am Mittag eine offizielle Erklärung ab, in der der Verein betont, dass die Mannschaft nicht in der Lage sei, das Finale im Monumental zu spielen,...

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Die CONMEBOL sagt das Spiel von heute Abend ab, ohne einen Ersatztermin bekanntzugeben. Boca gab zudem am Mittag eine offizielle Erklärung ab, in der der Verein betont, dass die Mannschaft nicht in der Lage sei, das Finale im Monumental zu spielen, und fordert die Aussetzung des Spiels. Zugleich fordert Boca die Anwendung von Artikel 18 der Disziplinarvorschriften der CONMEBOL. Das bedeutet, dass Boca basierend auf den Artikel eine Strafe für River verlangt, die den “Verlust von Punkten” beinhaltet, was einer Finalniederlage gleich käme.

An Analysen zum Skandal rund um die Finalpaarung der Copa Libertadores zwischen Boca und River fehlt es nicht. Was u.a. Journalist Pablo Varsky veröffentlicht, könnte aber mehr als nur eine Verschwörungstheorie, sondern vielmehr eine zusätzliche Erklärung für den Gewaltexzess vor dem River-Stadion sein.

Am Freitag, einem Tag vor der Partie schlug die Polizei von Buenos Aires – offenbar auf Anregung des Präsidenten Mauricio Macri (ehemaliger Boca-Präsident) – bei Caverna Godoy zu. Beim Anführer der Barra Brava „Los Borrachos del Tablón“ kam es zu Hausdurchsuchungen. Dabei wurden 10 Millionen Pesos (über 230’000 Euro), 15000 Dollar und 300 Tickets für das Finale sichergestellt.

Offenbar wären die Tickets für Barra-Mitglieder vorgesehen gewesen. River liess diese Eintrittskarten anschliessend sperren und mischte sich somit ins grosse Geschäft der Barras ein. Die zugleich vom „historischen Spiel“ ausgeschlossenen Fans setzten den Verein unter Druck und drohten mit Vergeltung.
Den Rest der Geschichte kennen wir: der Boca-Spielerbus wurde attackiert, mehrere hundert Fans stürmten die Eingängen und vor dem Stadion kam es Ausschreitungen mit der Polizei.

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Finalrückspiel verschoben – Chaos und Ungewissheit in Buenos Aires http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/finalruckspiel-verschoben-buenos-aires-38931 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/finalruckspiel-verschoben-buenos-aires-38931#respond Sun, 25 Nov 2018 11:15:07 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11334 Eine Stunde vor Spielbeginn wurde der Mannschaftsbus von Boca Juniors wenigen Straßen vor dem Estadio Monumental von River-Plate-Fans mit Steinen und Flaschen beworfen. Scheiben gingen zu Bruch, Tränengas gelang wohl in den Innenraum. Mehrere Spieler der Xeneizes erreichten die Kabine...

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Eine Stunde vor Spielbeginn wurde der Mannschaftsbus von Boca Juniors wenigen Straßen vor dem Estadio Monumental von River-Plate-Fans mit Steinen und Flaschen beworfen. Scheiben gingen zu Bruch, Tränengas gelang wohl in den Innenraum.

Mehrere Spieler der Xeneizes erreichten die Kabine mit Atemproblemen und Übelkeit. Während Kapitän Pablo Pérez mit Schnittwunden am Arm sowie Irritationen und Schwellungen am Auge zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht wurde, verschob man den Anpfiff um eine Stunde.

Bei Boca Juniors reifte die Entscheidung unter diesen Umständen heute nicht anzutreten. Carlos Tévez berichtete später erbost, dass aber Conmebol-Funktionäre (und nach Informationen von Radio Rivadavia auch Fifa-Präsident Gianni Infantino) die Boca-Spieler zum Auflaufen drängten, unter der Androhung den Titel sonst River Plate zu zusprechen.

Kleinere Ausschreitungen nach dem Spiel sorgen für Stadionsperre

Seitens River Plate sickerte unterdessen durch, dass man sich der Entscheidung des Rivalen fügen würde. Nach einer weiteren Verlegung auf nun 19.45 Uhr einigte man sich schließlich hinter verschlossenen Türen auf eine Spielverlegung um 24 Stunden auf den Folgetag, Sonntag 17 Uhr (21 Uhr MEZ). Rivers Präsident D’Onofrio berichtete später, dass sein Boca-Counterpart Daniel Angelici mit besten Kontakten in die Politik der Hauptstadt eine Sicherheitsgarantie für die friedliche Austragung gegeben hatte.

Bei Verlassen des Stadions der über 60.000 Zuschauer kam es teilweise zu Ausschreitungen. D’Onofrio musste im Laufschritt ein Live-Interview abbrechen, in dem er gerade den Ticketbesitzern den Zutritt für den Folgetag zusicherte. Später kündigte ein Sicherheitsrat der Stadt Buenos Aires eine vorrübergehende Sperre des Monumental-Stadions an, so dass auch ein Spiel ohne Zuschauer oder ein anderer Austragungsort grundsätzlich möglich ist.

Grüner Tisch oder neutraler Ort? Klüngel und Chaos bei der Entscheidungsfindung

Um Mitternacht ist in Buenos Aires überhaupt nichts klar. Laut einer weiteren Untersuchung ist Pablo Pérez streng genommen nicht einsatzfähig, so dass fairerweise eine erneute Verlegung richtig wäre. Die Conmebol und TV-Rightholder wünschen grundsätzlich eine Austragung an einem Wochenende zu einer für den amerikanischen und europäischen Markt günstigen Uhrzeit. Allerdings kollidiert dies mit dem unmittelbar bevorstehenden G20-Gipfel in Buenos Aires sowie der Fifa-Klub-WM im Dezember.
Bei den Boca Juniors erwägt man auch einen juristischen Einspruch, um das Spiel und damit den Pokal notfalls am Grünen Tisch zu erringen. Dies weckt Erinnerungen an den Abbruch im Libertadores-Viertelfinale 2015, als in der Halbzeitpause die Spieler von River Plate in den Katakomben der Bombonera mit Pfeffergas angegriffen wurden und schließlich (unter großem Protest von Boca) das Duell für River gewertet wurde. Allerdings fand der Angriff heute einige Straßen vom Stadion entfernt im öffentlichen Raum statt und damals war River zum Zeitpunkt des Abbruchs auch sportlich qualifiziert.

Der südamerikanische Verband Conmebol, Veranstalter und Verantwortlicher des Wettbewerbs, setzt eine chaotische, zögerliche und teilweise unverständliche Serie von (Disziplinar-)Entscheidungen im Laufe dieser Copa fort. Eine Aussetzung des Titels 2018 wäre indes nur konsequent.

Der Konsens bei Beteiligten und Zuschauern in Buenos Aires ist derweil Trauer, Unverständnis und Schamgefühl. Das „Weltfinale“, das „Spiel des Jahrhunderts“ blamiert Argentinien und Südamerika durch organisatorische Unfähigkeit.

Danke an Argifutbol für den Artikel.

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Superclásico – Der erwartete Skandal http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/superclasico-skandal-vor-anpfiff-383720 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/superclasico-skandal-vor-anpfiff-383720#respond Sat, 24 Nov 2018 21:43:23 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11321 Egal ob das Finale heute noch gespielt wird – wonach es stand 22:00 Uhr aussieht – wird es als Skandal in Erinnerung bleiben. Ein kurzer Überblick über die Ereignisse vor Anpfiff in Buenos Aires. Nach dem Abschlusstraining von Boca in...

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Egal ob das Finale heute noch gespielt wird – wonach es stand 22:00 Uhr aussieht – wird es als Skandal in Erinnerung bleiben. Ein kurzer Überblick über die Ereignisse vor Anpfiff in Buenos Aires.

Nach dem Abschlusstraining von Boca in der ausverkauften Pralinenschachtel am Donnerstag, fanden sich heute Nachmittag noch einmal Tausende Anhänger der Xeneizes vor dem Teamhotel ein, um der Mannschaft vor dem Auswärtsspiel im Estadio Monumental (ohne Gästefans) ihre Unterstützung spüren zu lassen.

Anschließend wurde der Mannschaftsbus per Polizei-Eskorte zum 14 Km entfernten Stadion von River-Plate eskortiert. Dabei hagelte es in der letzten Kurve, direkt vor dem Stadion, Steine, Flaschen und alles was sonst noch geworfen werden kann, auf den Bus ein, wobei zahlreiche Scheiben zu Bruch gingen. Nachdem der Bus im Stadioninnenraum verschwunden war kam es noch zu weiteren Ausschreitungen zwischen der Polizei und der Menge.

Folgen der brutalen Attacke waren zahlreiche zerstörte Fenster, durch herumfliegende Glassplitter zogen sich die Boca-Spieler Pablo Pérez, Leonarod Jara und Gonzalo Lamardo Verletzungen zu, zu deren Behandlung sie in umliegende Krankenhäusern gebracht wurden. Zusätzlich strömte durch die kaputten Fenster Tränengas in den Bus, das die Polizei gegen die River-Fans einsetzte. Die Boca-Spieler Tevez, Espinosa und Wanchope klagten darauf über Übelkeit und Atemprobleme. Anbei Bilder aus der Boca-Kabine kurz nach der Ankunft:

Verschiebung des Anpfiff – Comnebol und FIFA drängen auf Anpfiff

Nach den Vorfällen stand früh fest, dass das Spiel – wenn überhaupt – mit Verspätung angepfiffen würde. Die Boca Juniors kommunizierten frühzeitig, dass man so nicht antreten wolle und auch River-Coach Gallardo (der Innenraumverbot für das Spiel hat) gab zu verstehen, dass er unter diesen Umständen nicht spielen wolle.

Nachdem der Anpfiff verschoben wurde, kam es zu einer von FIFA-Präsident Infantino, CONMEBOL-Präsident, Tapia, D’Onofrio, Angelici, Santilli (stellvertretender Regierungschef des Distrikts von Buenos Aires) und Eugenio Burzaco (Sekretär des argentinischen Sicherheitsministeriums) Krisensitzung, ohne Vertreter der beiden Vereine. Das skandalöse Ergebnis der Runde war, dass Boca bei Nichtantritt disqualifiziert werden würde, da Comnebol-Ärzte davor befunden hatten, dass die (anwesenden) Spieler der Gäste spielen könnten.

Inzwischen sieht es jedoch doch so aus, als würde um 23:15 angepfiffen werden. Fernando Gago sagte, dass dies zwar nicht das Beste wäre, man aber spielen würde. Carlos Tevez kritisierte dagegen die Entscheidung heftig und beklagte sich auch über die mangelnde Solidarität der River-Spieler. Im Stadion warten einige Fans seit nunmehr über 4 Stunden auf den Anpfiff. Zudem gehen Gerüchte um, dass einige hunderte Personen mit gefälschten Tickets im Stadion seien.

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Kein Sieger beim 1.Superfinale zwischen Boca und River http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/kein-sieger-boca-river-superclasico-484902 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/kein-sieger-boca-river-superclasico-484902#respond Mon, 12 Nov 2018 13:37:15 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11288 Nach den schweren Regenfällen am Samstag und der Spielneuansetzung auf den Sonntag strahlte Bocas Bombonera am gestrigen Nachmittag in bester Pracht zum Hinspiel des Superfinales. River lief ungewohnter Weise in einem 3-5-2 bzw 5-3-2 auf, der Ausfall von Kapitän Ponzio...

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Nach den schweren Regenfällen am Samstag und der Spielneuansetzung auf den Sonntag strahlte Bocas Bombonera am gestrigen Nachmittag in bester Pracht zum Hinspiel des Superfinales.

River lief ungewohnter Weise in einem 3-5-2 bzw 5-3-2 auf, der Ausfall von Kapitän Ponzio (DM) wurde mit einem zusätzlichen IV, Martínez Quarta, kompensiert. Boca lief traditionell im 4-3-3 auf – mit den beiden schnellen Außen Pavón und Villa sowie Wanchope Abila im Sturmzentrum. Carlos Tevez, Darío Benedetto und Mauro Zarate fanden sich somit nur auf der Bank wieder.

In einer v.a. sehr guten 1.Halbzeit dominierten die Gäste klar das Spielgeschehen. Youngster Ezequiel Palacios und Spielmacher Pity Martínez waren die klaren Herrscher im Mittelfeld und erspielten sich mehrere gute Tormöglichkeiten – Agustín Rossi parierte einen starken Freistoß von Pity, bei der darauzffolgende Ecke setze Martínez Quarta den Ball knapp neben das Tor (6.min). Rivers Angriffsbemühunegn gefielen und der Ball lief gut durch die Reihen. Bestes Beispiel: über die Innenverteidiger Maidana und Martínez Quarta kam der Ball zu Palacios, der clever auf Casco diagonal verlagerte und dieser Santos Borré in der Mitte bediente – Rossi parierte den Kopfball des Kolumbianers (16.). Boca hingegen schaffte es kaum einen geordneten Angriff vorzutragen und verlor nach 25 Minuten ihren go-to-guy Cristian Pavón wegen einer muskulären Verletzung des hinteren Oberschenkels – Einsatz im Rückspiel mehr als ungewiss.

Benedetto kommt für verletzten Pavón

Bocas Torgarant Pipa Benedetto kam für Pavón ins Spiel – neben Abila als zweiter Mittelstürmer und Rechtsaußen Villa nun als offensiver Freigeist im Mittelfeld. Angepeitscht von dem ohrenbetäubenden Lärm der Tribünen kämpfte sich Boca zurück ins Spiel. LV Olaza spielte Abila an der Strafraumgrenze an, der nutzte eine Unsicherheit von Montiel aus und kam gleich zweimal zum Abschluss, beim zweiten Versuch, einem harten, aber nicht sonderlich platzierten Schuss aufs kurze Eck reagierte Armani ungewohnt schlecht und Boca ging überraschend in Führung (34.). Den Torschrei noch auf den Lippen bekamen die Xeneizes postwendend die Antwort: Anstoß River, Pity schickt Pratto, der nicht mehr entscheidend von Bewacher Izquierdoz gestört werden konnte und stark ins lange Eck zum Ausgleich abschließen durfte – 1:1 und plötzliche Stille, Achterbahnfahrt in Bocas Pralinenschachtel. Kurz darauf hätte Pity mit einem Volley (40.) nach wunderbarem Zuspiel von Montiel beinahe nachgelegt, doch Rossi parierte wieder stark. Eine Minute später eroberte Martinez Quarta den Ball und hebelte mit einem Pass in die Schnittstelle zu Borré gleich sechs Boca Spieler aus, doch der Kolumbianer scheiterte frei vor Rossi an seinen Nerven und verzog mit dem Außenrist. Doch es sollte noch nicht der Schlusspunkt in einer starken wie fairen ersten HZ gewesen sein. Villa schlenzte einen Freistoß in den Strafraum und Benedetto verlängerte per Kopf ins Eck – erneut führte Boca aus dem Nichts und die Bombonera wieder im Freudentaumel.

In der zweiten HZ agierten beide Seiten erstmal abwartend. Casco verzog nur knapp einen Gewaltschuss aus der zweiten Reihe (59.), zwei Minuten später segelte eine Freistoßflanke von Pity Martínez in den Strafraum von Boca, Pratto und Izquierdoz gingen in den Luftzweikampf, den der Boca Verteidiger zwar für sich entscheiden konnte, den Ball jedoch unhaltbar zum 2-2 ins eigene Tor verlängerte. Zwanzig Minuten vor Spielende kam mit Carlitos Tevez neuen Schwung ins Spiel der Hausherren. River wollte nun das Remis mit ins Rückspiel nehmen und Boca trat endlich als dominante Heimmannschaft auf, blieb aber ein ums andere Mal an der starken Defensive um Ex-Glubberer Javier Pinola hängen. In der letzten Minuten der regulären Spielzeit stürmte Carlitos durch Rivers Defensive und bediente mustergültig den mitgelaufenen Torgarant Benedetto, der aber frei am glänzend parierenden Armani scheiterte – eine Schlüsselszene fürs Rückspiel im Monumental, jedoch wäre ein Sieg Bocas auch nicht verdient gewesen.

Am 24. November steht das Rückspiel in Nuñez an, 14km nordwestlich von Boas Bombonera. Da die Auswärtstorregel im Finale keine Gültigkeit hat, werden beide Mannschaften auf Sieg spielen müssen – Spannung und Ekstase garantiert.

Vielen Dank an Argifutbol für den Text!!

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Copa Libertadores: Argentinisches Finale mit “kolumbianischen Flair” http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-argentinisches-finale-kolumbianischen-498402 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-argentinisches-finale-kolumbianischen-498402#respond Wed, 07 Nov 2018 08:46:53 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11281 Am Samstag findet das Hinspiel des Copa Libertadores-Finales statt. Mit River Plate und Boca Juniors treffen wohl die zwei größten Erzrivalen Südamerikas aufeinander. Auch wenn “El Superclasico” ein rein argentinisches Duell ist, hat diese Paarung einen ziemlich kolumbianischen Geschmack. Mit...

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Am Samstag findet das Hinspiel des Copa Libertadores-Finales statt. Mit River Plate und Boca Juniors treffen wohl die zwei größten Erzrivalen Südamerikas aufeinander. Auch wenn “El Superclasico” ein rein argentinisches Duell ist, hat diese Paarung einen ziemlich kolumbianischen Geschmack.

Mit Wilmar Barrios, Edwin Cardona, Sebastian Villa (alle Boca Juniors), Santos Borre und Juan Quintero (beide River Plate) könnten ganze fünf Kolumbianer zum Einsatz kommen. Mit dem schwer verletzten Frank Fabra (Boca Juniors) wären es sogar sechs. Dass die fünf Spieler in ihren Klubs prägende Rollen inne haben, zeigen vor allem die letzten Libertadores-Spiele. Bis auf Cardona gehörten die vier Akteure im Halbfinale zum Stammpersonal.

Kolumbianischer “Spielerboom” in Argentinien

Bei dem argentinischen Meister sticht vor allem Barrios heraus. Der 25-Jährige zählte während der Meisterschaft zu einem der wichtigsten Akteure. Sein Spielstil erinnert ziemlich an N´Golo Kante. Wie beim Franzosen sind seine Stärken die Balleroberungen und der Kampfgeist. Diese Spielweise hat den heimischen Fans zuletzt ziemlich imponiert. Auch aufgrund seiner kolumbianischen Herkunft sehen in Barrios viele Boca-Fans Mauricio “Chicho” Serna. Zwischen 1997 und 2002 war der 50-Jährige ein ähnlicher Leader, wie es heute Barrios ist. Ob der Mittelfeldmotor auch nach der Saison gehalten werden kann ist noch fraglich. Nach einer starken Weltmeisterschaft hat er letztlich auch den europäischen Markt auf sich aufmerksam gemacht.

Im Aufwind ist derzeit auch Sebastian Villa. Der schnelle Außenstürmer bereitete im Halbfinale den wichtigen Augleichstreffer bei Palmeiras vor. Trickreich und viel Tempo sind die passenden Attribute für seine Spielart. Knapp zwei Millionen überwiesen die “Xeneizes” an Deportes Tolima, um sich die Dienste des Dribblers zu sichern. Mit 22 Jahren könnte Villa den Argentiniern demnächst viel Geld einbringen.

Nicht besonders glücklich waren die letzten Auftritte von Cardona. Im Rückspiel des Halbfinales wurde der Spielmacher nicht einmal nominiert. Viele Medien spekulieren schon über einen Abschied im Winter. Ein Einsatz in den Finalspielen wird der Kolumbianer wohl nur über eine Einwechslung schaffen.

Borré und Quintero endlich angekommen

Mit großer Sicherheit in der erneuten Auflage des “Superclasico” spielen werden Borre und Quintero auf Seiten von River. Vor allem Quintero sorgte in letzter Zeit für großes Aufsehen in Argentinien. Nach einer starken WM kam er für die Argentinier öfter zum Einsatz und zahlte das Vertrauen prompt zurück. Besonders die große Übersicht und die herausragenden Technik machen ihn zu einem Schlüsselspieler im Team von Marcelo Gallardo. Wenn er so weitermacht wie bisher, dann führt sein Weg wohl irgendwann wieder zurück nach Europa. Wieder ins Rampenlicht spielte sich zuletzt auch Borre. Nach Anfangsschwierigkeiten zählt der Stürmer zum Stammpersonal von River. In der Endrunde der Libertadores gelangen dem fleißigen Angreifer sogar drei Tore.

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Unglaubliches Finish! River steht im Finale der Libertadores http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/river-libertadores-gremio-331166 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/river-libertadores-gremio-331166#respond Wed, 31 Oct 2018 14:26:55 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11266 Unglaublich. River Plate steht dank Keeper Armani, Nervenstärke und des VAR im Finale der Copa Libertadores. Dort könnte es zum Megaduell mit den Boca Juniors kommen, die heute Nacht den Einzug bei Palmeiras in São Paulo perfekt machen können. Was...

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Unglaublich. River Plate steht dank Keeper Armani, Nervenstärke und des VAR im Finale der Copa Libertadores. Dort könnte es zum Megaduell mit den Boca Juniors kommen, die heute Nacht den Einzug bei Palmeiras in São Paulo perfekt machen können.

Was ein Finish im Rückspiel des argentinischen Rekordmeisters gegen den Libertadores Titelverteidiger Gremio aus Porto Alegre. Bis 10min vor Ende der regulären Spielzeit führten die Brasilianer durch ein Tor von Leo Gomes (36.) – wie im Hinspiel erneut nach einem Standard. Eine Ecke wurde abgefälscht und Gomes erzielte von der Strafraumgrenze mit einem strammen Schuss die Führung.

Gremio agierte über die gesamt Spielzeit sehr defensiv und River tat sich sehr schwer gegen die kompakte Abwehr um Abwehrchef und Ex-Kölner Pedro Geromel gute Chancen herauszuspielen. So versuchte La Banda ihr Glück zu oft aus der zweiten Reihe – die beste Chance vergab Youngster Palacios. Zudem hatte River Glück, dass Armani in der 67. Minute bärenstark im eins gegen eins gegen Ewerton parierte – Pinola konnte nicht mehr entscheidend stören. In der 81. Minute war es dann Santos Borré, der einen Freistoß ins Tor verlängerte und nur wenige Minuten später fälschte der kurz zuvor eingewechselte Bressan aus kurzer Distanz einen Torschuss von Scocco mit der ausgestreckten Hand übers Tor. Eine Szene, die in der hektischen Phase unterging, jedoch dem VAR auffiel. Schiedsrichter Andrés Cunha schaute sich die Szene mehrfach am Bildschirm an und entschied schließlich auf Strafstoß – eine harte, aber korrekte Entscheidung. “Übeltäter” Bressan sah obendrei die gelbrote Karte, minutenlange Tumulte folgten und es dauerte fast zehn Minute bis Pity Martínez den Elfmeter bombensicher verwandelte.

Letztlich ein verdienter Sieg für River Plate, die über die gesamte Spielzeit das dominantere Team stellten und aus Sicht des Titelverteidigers Gremio muss man konstatieren, das man in beiden Halbfinalspielen nichts von den gewohnt spielfreudigen Tugenden zeigen konnte und somit auch zu Recht nicht im Finale steht.

Heute Nacht gastiert Boca Juniors bei Palmeiras. Nach dem 2-0 Hinspielsieg stehen die Chancen gut, dass das diesjährige Finale der Copa Libertadores eine Neuauflage des Superclásicos wird.

Vielen Dank an Argifutbol für den Text.

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Copa Libertadores Achtelfinale: River in Torlaune – Flamengos Sieg reicht nicht – Barrios schießt Colo-Colo weiter http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-river-cruzeiro-110591 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-river-cruzeiro-110591#respond Thu, 30 Aug 2018 10:53:48 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11059 Drei weitere Achtelfinals wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgetragen. Im innerargentinischen Duell fand Rivers Plates Offensive die Form wieder, derweil Flamengo ein Auswärtssieg bei Cruzeiro nicht fürs Weiterkommen reichte. Im umkämpftesten Spiel glückte Colo-Colo die Überraschung eines...

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Drei weitere Achtelfinals wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgetragen. Im innerargentinischen Duell fand Rivers Plates Offensive die Form wieder, derweil Flamengo ein Auswärtssieg bei Cruzeiro nicht fürs Weiterkommen reichte. Im umkämpftesten Spiel glückte Colo-Colo die Überraschung eines Weiterkommens gegen Corinthians.

River Plate – Racing Club 3:0 (Hin 0:0)

0:0 – so lautete nicht nur das Hinspielergebnis zwischen Racing und River Plate, sondern auch das Torverhältnis der Millonarios aus den letzten vier(!) Spielen. Während die Defensive von River also steht, war der Angriff völlig außer Form. Doch im Monumental traf man auf einen erstaunlich offensiv ausgerichteten Gegner, der River besser lag. Eigentlich begann die Academia sogar stärker, doch nach nur elf Minuten verwertete Lucas Pratto eine hervorragende Kombination über Montiel und Fernández zur Führung für die Hausherren. Sein Jubel deutete die Last an, die von den Schultern des viel kritisierten Millioneneinkaufs fiel. Racing ließ sich zwar nicht schocken, kassierte aber dennoch recht bald das 0:2: Ein katastrophaler Freistoßtrick von Neri Cardozo brachte Rivers Konter auf die Reise, und Racings Matías Zaracho spitzelte dem ballführenden Quintero den Ball zwar weg – aber genau in den Lauf von Youngster Exequiel Palacios, der abgebrüht zum 2:0 traf (28.). Ein Tor, das zum Spiel passte: Racing um Cardozo, Ricardo Centurión und Gustavo Bou versuchte viel, schaffte aber wenig Zwingendes. River dagegen spielte schnell und mit dem nötigen Quäntchen Glück nach vorn. Als dann Franco Armani mit einem großartigen Reflex Bous beste Chance vereitelte (77.), war die Messe endgültig gelesen. Auf der anderen Seite durfte sogar noch der zuletzt glücklose Rafael Santos Borré jubeln, der eine Ecke von Fernández direkt verwertete (81.). Das 3:0 war der Endstand, wenn auch nicht der Schlusspunkt: Den setzte Schiedsrichter Diaz de Vivar, der nach einem Handgemenge Enzo Pérez und Ricardo Centurión vom Platz stellte (84.) und dann auch noch Alexis Soto die gelb-rote Karte zeigte (90.). River kann nach längerer Zeit mal wieder zufrieden mit dem eigenen Auftritt sein und trifft nun im Viertelfinale auf Independiente.

Cruzeiro – Flamengo 0:1 (Hin 2:0)

Zweimal schon (2011 und 2015) hatte Cruzeiro nach einem Auswärtssieg im Rückspiel das Weiterkommen noch hergeschenkt – dementsprechend wachsam ging das Team von Mano Menezes ins Rückspiel gegen Flamengo. Da auch der Mengao trotz Diego, Lucas Paquetá und Everton Ribeiro nie ins Rollen kam, ergab sich eine ereignisarme erste Halbzeit, in der nur Hernán Barcos einem Treffer wirklich nahe kam. Cruzeiros Mittelstürmer schoss jedoch aus kurzer Distanz am Tor vorbei (20.). Die zweite Hälfte begann aufregender, und Marlos Moreno verpasste die Gästeführung nur knapp (50.), während auf der anderen Seite Diego Alves alles aufbieten musste, um den starken Giorgian De Arrascaeta am Torjubel zu hindern (60.). Etwas später begannen den Cruzeiro-Fans die Nerven zu zittern: Nach einer abgewehrten Ecke brachte Everton Ribeiro den Ball vom zweiten Pfosten in die Mitte, wo Leo Duarte einnickte (70.). Nun fehlte nur noch ein Tor zum Mineirazo, doch es sollte nicht fallen – auch, weil Cruzeiro sehr seriös verteidigte und den Ball oft in der gegnerischen Hälfte halten konnte. Nun trifft der Raposa im Viertelfinale auf den Sieger zwischen Boca und Libertad.

Corinthians – Colo Colo 2:1 (Hin 0:1)

21 Jahre mussten die Fans von Colo-Colo warten, nun stehen die Albos wieder im Viertelfinale. Nach dem verdienten 1:0-Hinspielsieg wappnete sich der Cacique für ein schweres Rückspiel in der Arena Corinthians, wo die Chilenen sehr defensiv auftraten. Das ging nicht besonders lange gut, denn Baezas unnötiges Handspiel bescherte den Brasilianern einen Elfmeter, den Jadson sicher verwandelte (17.). Doch Colo Colo hat einen Stürmer, der seinen Torriecher wohl nie verlieren wird: Lucas Barrios. Der frühere Dortmunder verwertete Damián Pérez‘ gefühlvolle Flanke per Kopf zum 1:1-Ausgleich (32.), der den Gästen Sicherheit gab. Dennoch hörten die wütenden Angriffe von Corinthians nie auf, und Agustin Orion bekam alle Hände voll zu tun, zeigte sich aber stets wachsam. Geschlagen war auch er, als Roger eine Ecke von Jadson einköpfte (64.). Bitter für Colo Colo: Die verletzungsbedingte Behandlung von Abwehrchef Barroso hatte bei dieser Szene Unruhe in die Deckung gebracht. Das ohnehin hart geführte Spiel kochte in der Folge noch mehr hoch, auch wenn „nur“ der Ex-Schalker Danilo Avelar für seine Tätlichkeit rot sah (90.). Eine letzte Chance hatte Corinthians in Unterzahl noch, doch Orion hielt auch Augusto Douglas‘ Kopfball fest (90.) und sicherte so das Weiterkommen für den Außenseiter.

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Libertadores Achtelfinale: Grêmio mit Glück – Tucumán historisch – Spielabbruch bei Santos http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-gremio-gluck-458942 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-gremio-gluck-458942#respond Wed, 29 Aug 2018 10:32:25 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11052 In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fanden drei Rückspiele des Copa Libertadores Achtelfinales statt. Dabei zog der Titelverteidiger Grêmio den Kopf in letzter Minute aus der Schlinge und kam letztendlich im Elfmeterschießen weiter, während Atlético Tucumán beim Champion von...

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fanden drei Rückspiele des Copa Libertadores Achtelfinales statt. Dabei zog der Titelverteidiger Grêmio den Kopf in letzter Minute aus der Schlinge und kam letztendlich im Elfmeterschießen weiter, während Atlético Tucumán beim Champion von 2025, Atlético Nacional, seinen Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigte und erstmals ins Viertelfinale vorstieß. Santos schied nach einem Spielabbruch mehr als unrühmlich aus.

Atlético Nacional – Atlético Tucumán 1:0 (1:0) (Hinspiel 0:2) – Tucumán erstmals im Viertelfinale

Nach dem 2:0-Heimsieg im Hinspiel musste Tucumán nun noch die schwere Prüfung im Estadio Anastasio Girardot bestehen. Und der Champion von 2025 legte gleich los wie die Feuerwehr und ging nach zwölf Minuten durch Omar Duarte in Führung. Die Nordargentinier konnten die Partie daraufhin einigermaßen ausgeglichen gestalten. Nach einer Ecke kam Felipe Aguilar für die Kolumbianer zum Kopfball, Luchetti parierte jedoch bravourös.

Nacional tat sich weiter schwer Chancen herauszuspielen gegen aufopferungsvoll verteidigende Gäste und hatte zudem Glück das Díaz frei vor Vargas die Nerven versagten. Somit blieb es beim 1:0 für die Nordargentinier, die damit zum ersten Mal in der Geschichte im Viertelfinale der Libertadores stehen. Nach dem Champion von 2025 wartet nun mit Grêmio der aktuelle Titelverteidiger auf Tucumán.

Grêmio Porto Alegre – Estudiantes de la Plata 5:3 (2:1, 1:1, Hinspiel 1:2) – Grêmio mit Glück und Geschick

Furios begann Grêmio die Aufholjagd gegen Estudiantes und ging bereits nach sechs Minuten durch Soares in Führung. Doch nur drei Minuten später war es Rodríguez, der eine Fehlerkette in der Gremio-Defensive ausnutzen konnte und den Ausgleich erzielte.

Bis kurz vor Schluss sah es so aus, als ob hier Endstation für den Titelverteidiger wäre. Doch in der 93. Minute köpfte Castro einen Freistoß zum 2:1 in die Maschen. Im anschließenden Elfmeterschießen ballerte Campi seinen Elfmeter in den Nachthimmel und Grêmio konnte durchatmen.

Santos – Independiente 0:0 (Hinspiel 0:3) – Spielabbruch in Santos

Eine aufgeheizte Atmosphäre wartete auf die Spieler von “El Rojo” in Brasilien. Das Hinspiel war eigentlich 0:0 ausgegangen, doch Santos-Spieler Carlos Sánchez hätte aufgrund einer früheren Sanktion gar nicht spielen dürfen. Somit wurde das Ergebnis am grünen Tisch in Asunción in ein 3:0 für Independiente umgewandelt.

Santos brauchte also ein Wunder, kam dem aber nicht mal nahe, sondern hatte Glück, dass die Gäste einen Elfmeter vergaben und an der Latte scheiterten. Zehn Minuten vor Schluss eskalierte die Siutation vollkommen, als Santos-Anhänger den Platz stürmen wollten und Schiedsrichter Julio Bascuñan nichts anderes übrig blieb, als die Partie abzubrechen. Independiente trifft im Viertelfinale auf den Sieger des Duells Racing vs River Plate.

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