Magico González – chefutbol https://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Mon, 09 Sep 2019 09:21:14 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.4 https://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Magico González – chefutbol https://www.chefutbol.com 32 32 Cádiz CF: Mágico González – Die Legende aus El Salvador https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/cadiz-cf-magico-gonzalez-legende-el-salvador-571831 https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/cadiz-cf-magico-gonzalez-legende-el-salvador-571831#comments Mon, 12 Mar 2018 23:21:10 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=2100 Jorge “Mágico” González war mit Talent aber auch einer ungeheuren Lebenslust gesegnet. Ein Porträt der salvadorianischen Legende des Cádiz CF. Wenn man einen Gaditano (so werden die Einwohner Cádiz’ genannt) auf den größten Spieler der Vergangenheit des örtlichen Fußballvereins Cádiz...

The post Cádiz CF: Mágico González – Die Legende aus El Salvador appeared first on chefutbol.

]]>
Jorge “Mágico” González war mit Talent aber auch einer ungeheuren Lebenslust gesegnet. Ein Porträt der salvadorianischen Legende des Cádiz CF.

Wenn man einen Gaditano (so werden die Einwohner Cádiz’ genannt) auf den größten Spieler der Vergangenheit des örtlichen Fußballvereins Cádiz CF anspricht, weiten sich die Augen des Gegenübers, ein Lächeln macht sich im Gesicht breit und ein gewisser Stolz macht sich im Gesichtsausdruck bemerkbar, während er die folgenden Worte sagt: „Mágico González!” Jorge Alberto González Barillas war und ist das Idol des kleinen andalusischen Klubs an der Atlantik-Küste. Sucht man mittlerweile im, mit stromlinienförmigen und von Medienberatern geschulten Profis à la Phillipe Lahm überschwemmten, modernen Fußball vergeblich nach Profis mit Ecken und Kanten, kann man eines sicher sagen: Mágico González hatte seine Ecken und Kanten, und das gewiss nicht zu wenige.

„Ich gebe ja zu, dass ich kein Heiliger bin, dass mir das Nachtleben gefällt, und, dass nicht einmal meine Mutter, mir die Lust einen draufzumachen, austreiben könnte. Ich weiß, dass ich unverantwortlich und kein guter Profi bin, und es kann sein, dass ich die Gelegenheit meines Lebens wegwerfe. Ich weiß es, aber ich habe einfach diese dumme Einstellung: Ich mag den Fußball nicht als Arbeit ansehen. Wenn ich das machen würde, wäre ich nicht mehr ich selbst. Ich spiele nur um Spaß zu haben.“

Jorge Alberto González Barillas wurde 1958 in San Salvador (El Salvador) geboren. Im Jahre 1975 feierte er im Alter von 17 Jahren sein Debüt in der Salvadorianischen Liga. Fünf Jahre lang verzauberte er die Fans in seiner Heimat, Höhepunkt war die Qualifikation für die WM 1982 in Spanien. Das zweite und letzte Mal bis heute, dass sich das keine Land für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Im entscheidenden Spiel gegen Mexiko startete González ein unwiderstehliches Solo in der eigenen Hälfte, seinen Schuss konnte Mexikos Torwart nur abprallen lassen, Ever Hernández staubte zum Siegtreffer ab. El Salvador war bei der WM dabei.

Die WM 1982 als Sprungbrett für Mágico González

El Salvador hat jedoch wenig Glück bei der Auslosung und muss nach den Spielen gegen Ungarn, Belgien und Argentinien (mit dem 21-jährigen Diego Armando Maradona) mit null Punkten und einem Torverhältnis von 1:15 die Heimreise antreten. Doch ein dünner 24-jähriger Junge mit schwarzem langem und gelocktem Haar, der in seiner Heimat El Salvador bei Club Deportivo FAS spielt und dem sie dort den Spitznamen “El Mago” gegeben haben, sticht heraus. Er überrascht alle mit seinen unglaublichen Finten, schnellen Haken und seiner Geschwindigkeit: Es ist Mágico González. Er wird trotz der desaströsen Bilanz seines Teams in die Elf der WM gewählt. Einige europäische Klubs werden so auf ihn aufmerksam.

Unter anderem Paris Saint-Germain, mit denen bereits ein Vertrag ausgehandelt worden war und nur noch die Unterschrift fehlte. Der Führungsstab des französischen Vereins und eine Menge Fotografen erwarteten Mágico in einem Hotel in Paris zur Vertragsunterschrift. Doch der kam einfach nicht. Gerüchten zufolge, verschlief er, und hatte auch keine Lust nach Paris zu ziehen. “Was soll ich in Paris? Ich kann die Sprache nicht, die Stadt ist riesig. Wie soll ich hier leben können?” Überraschenderweise wechselte El Salvadors Nummer 11 dann in die zweite spanische Liga nach Cádiz. Cádiz steht für Fröhlichkeit, Spaß, für die Leichtigkeit des Seins. Eben genau das, wofür auch Mágico González stand.

Mágicos Verpflichtung sorgt kaum für Aufruhr

Facebook / Jorge “Mágico” González

In Cádiz nimmt man die Verpflichtung des salvadorianischen Ausnahmefußballers zwar wahr, aber mehr auch nicht. Großes Interesse oder gar Euphorie? Suchte man vergebens. Doch das sollte sich schnell ändern, denn “El Mago” sollte bald zum absoluten Publikumsliebling der Gaditanos werden. Aber der Reihe nach.

Anekdote #1

Kaum jemand erinnert sich an sein Debüt für den Cádiz CF. Es war Ende August 1982, als “el submarino amarillo” im 7.000-Einwohner-Dorf Trebujena zu einem Vorbereitungsspiel antrat. Nach dem Spiel gab es ein vom Gastgeberverein organisiertes Essen, gemeinsam saßen die beiden Teams zu Tisch. Zufälligerweise saß González mit seinem direkten Gegenspieler Rafael am Tisch, dem er zuvor reihenweise Knoten in die Beine gespielt hatte. Trainer von Cádiz war der Jugoslawe Dragoljub Milosevic. Er wollte, dass seine Spieler weder zu viel aßen noch, dass sie Alkohol tranken. Also wies er seinen Co-Trainer David Vidal an, das ganze zu überwachen. Kurz nachdem das Essen los ging, fragte Mágico, der sich bewusst war, dass Vidal ihn nicht aus den Augen ließ, seinen Tischnachbarn Rafael:

M:”Was trinkst du, amigo?”

R:”Coca-cola.”

M:”Nein, du trinkst Wein!”

R:”Hä, was? Nein, ich trinke Coca-cola, siehst du doch.”

M:”Ja, schon klar. Aber ab jetzt bestellst du Wein. Du trinkst meine Coca-cola und ich trinke deinen Wein.”

Das war Mágico González.

Anekdote #2

Mágico war endgültig auf andalusischen Boden angekommen. In der weiteren Vorbereitung beeindruckte er seine Teamkollegen auch mit seiner Physis. Sein Ex-Mitspieler Hugo Vaca erzählte: “In der Vorbereitung mussten wir immer am Strand joggen. Während wir schon kaum mehr Luft bekamen, lief er immer noch rückwärts und erzählte uns irgendwelche Geschichten. Er hatte eine wahnsinnige Physis, die es ihm erlaubte, nicht so viel wie die anderen machen zu müssen.”

Anekdote #3

Facebook / Jorge “Mágico” González

Allerdings merkten sie in Cádiz auch schnell, dass dieser exzellente Fußballer genauso gern Feiern geht wie er Fußball spielt. Somit beauftragten die Klubdirigenten seinen Teamkollegen Pepe Mejías, ihn vor jedem Training oder Spiel zu wecken. Mejías: “Ich hatte die Schlüssel seiner Wohnung. Anfangs bin ich jeden Morgen gekommen, um ihn zu wecken, damit er nicht zu spät zum Training kam. Dieser Typ lebte nachts und schlief tagsüber. Er kam zu spät zum Training, oder manchmal auch gar nicht…Aber man verzieh es ihm, weil er in den Spielen die Kohlen für uns aus dem Feuer holte. Die Fans liebten ihn und somit mussten sowohl der Verein als auch die Trainer diese Disziplinlosigkeiten durchgehen lassen. Es blieb uns ja nichts anderes übrig.”

Mejías war möglicherweise einer der Teamkollegen, die González am meisten respektierte. Öfters nach dem Training war er bei Mejías und seiner Frau zum Essen. Nach dem Aufstieg in die Primera División 1982/1983 sagte Mágico zu seinem Teamkollegen: “Pepe, ich muss dich jetzt mal zum Essen einladen. Als Dank dafür, wie gut du dich um mich kümmerst und auch um den Aufstieg zu feiern.” Eines Tages lud ihn González dann wirklich in seine Wohnung ein, wo er zwar alleine wohnte, aber in Wirklichkeit selten eine Nacht ohne weibliche Begleitung verbrachte. Mejías fragte schließlich in der Wohnung angekommen:

Mejías:”Und was werden wir essen, Jorgito?”

Mágico:”Schau mal in den Schrank, was es gibt!”

Das einzige was Mejías dort fand war eine Packung Nudelsuppe. “Wir haben dann Wasser heiß gemacht, die Nudelsuppe gemacht und sie gegessen. So war Jorge einfach. Man musste ihn mögen, auch wenn er manchmal einfach mit seinem Kopf in den Wolken war.”

Anekdote #4

Legenden gibt es viele über Mágico. Eine gibt es, die besonders magisch und mysteriös ist. Es geht um ein Spiel im Halbfinale um die „Trofeo Carranza“, ein Turnier, das jeden Sommer in Cádiz ausgetragen wird. Dort wartete der FC Barcelona auf die Heimmannschaft aus Cádiz. Mágico González kam – wie so oft – sichtbar betrunken und zu spät zum Spiel. Die erste Halbzeit verschlief er komplett in der Kabine, wo er schließlich vom Zeugwart aufgeweckt wurde. 3:0 stand es da bereits für die Katalanen. Die Legende spricht von einer atemberaubenden Vorstellung von Mágico González in der zweiten Hälfte, seine zwei Tore und zwei Torvorlagen ließen Cádiz das Spiel drehen und mit 4:3 gewinnen. Angeblich führte diese Leistung Mágicos dazu, dass ihm der FC Barcelona eine Chance gab, die Vorbereitung bei ihnen mitzumachen. Es gibt keine Videos von diesem magischen Spiel, auch sucht man das Ergebnis vergeblich in den Almanachen des spanischen Fußballs. Aber in Cádiz behaupten sie fest, dass es stattfand. Imagination oder einfach nur pure Magie?

Anekdote #5

Mágico González

Mágico und Diego Maradona

Und in Wirklichkeit machte Mágico die Vorbereitung der Katalanen im Sommer 1984 mit, als das Team mit Diego Armando Maradona auf dem Spielfeld und César Luis Menotti auf der Bank sich auf eine USA-Reise begab. Der Salvadorianer machte auch zwei Spiele vor amerikanischem Publikum für die Katalanen und zeigte sich von seiner besten Seite, schoss sogar zwei Tore. Wäre da nicht ein Feueralarm gewesen, wer weiß wie die Karriere Mágicos verlaufen wäre. Man erzählt sich, dass der Testspieler aus Cádiz sich mit einer Bekanntschaft im Zimmer des Hotels in Kalifornien vergnügte, als plötzlich der Feueralarm losging. Alle Spieler verließen ihre Zimmer, nur einer fehlte: Mágico. Auf den Vorfall angesprochen, sagte er nur: „Wenn ich etwas anfange, bringe ich es auch zu Ende.“ Menotti, der ihn eigentlich fest verpflichten wollte, überlegte es sich doch anders. Neben Diego Maradona konnte er kein weiteres „Enfant Terrible“ gebrauchen.

Das ausufernde Nachtleben wirkt sich auf Mágicos Leistung aus

Im ersten Jahr in Cádiz schoss González 15 Tore in 33 Spielen und sein Team damit zum Aufstieg. 1983/1984 waren es in der Primera División dann 14 Tore in 31 Spielen. Im dritten Jahr machte sich sein ausschweifendes Nachtleben aber immer mehr bemerkbar: Er absolvierte nur 11 Spiele und erzielte nur ein kümmerliches Tor. Daraufhin wurde er an Valladolid verkauft, wo er aber überhaupt nicht glücklich wurde. Zu viele Auflagen machte ihm der Klub, zu wenig frei fühlte sich Mágico. Somit kehrte er zur Saison 86/87 in sein geliebtes Cádiz zurück, wo sie ihn allerdings nur noch pro Spiel bezahlten. Auch musste er Strafen zahlen, wenn er nicht zum Training erschien oder zu spät zu den Spielen kam. Da ihm Geld aber nicht sonderlich wichtig war und er auch das Nachtleben nicht aufgeben wollte, bekam er am Monatsende fast immer weniger Geld als seine Teamkollegen.

Doch die Nachmittage ließen seine Nächte vergessen. In seinem zweiten Abschnitt bei Cádiz sah man wohl den besten Mágico aller Zeiten. Soweit, dass Atlanta Bergamo ihn mit einem astronomischen Gehalt nach Italien locken wollte. Doch González entschied in seinem geliebten Cádiz zu bleiben, wo er bis 1991 spielte und dann einen unrühmlichen Abschied hatte: Er wurde zusammen mit seinem Teamkollegen Quevedo wegen versuchter Vergewaltigung von zwei Frauen angezeigt. Einer Haftstrafe entging er aufgrund der Zahlung einer hohen Entschädigung. Bis zum Jahr 2000 spielte “El Mago” González dann noch bei seinem früheren Verein Deportivo FAS, wo er schließlich im Alter von 42 Jahren seine Karriere beendete.

Traumtor #1, 1984 vs. FC Barcelona:

Traumtor #2, 1986 vs. Racing Santander:

Mágico González war ein außergewöhnlicher Fußballer mit Licht- und Schattenseiten, der in Cádiz das perfekte Ökosystem für sich fand. Dort fühlte er sich verstanden und von den Leuten geliebt, und konnte seine besten Leistungen abrufen. Er war ein Künstler. Er hätte der König des Fußballs sein können, aber er wollte nicht. Die Nostalgie schwingt bei jedem Satz mit, den man über Mágico spricht. Die Erinnerungen an einen herausragenden Fußballer bleiben, der mit mehr Disziplin nun vielleicht in einer Riege mit Maradona, Pelé und Co. genannt werden würde. Doch Jorge González zeigte auch Schwächen, war menschlich. Und genau deshalb liebten und lieben ihn die Gaditanos wohl so sehr.

The post Cádiz CF: Mágico González – Die Legende aus El Salvador appeared first on chefutbol.

]]>
https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/cadiz-cf-magico-gonzalez-legende-el-salvador-571831/feed 2
El Salvador Beachsoccer-Nationalmannschaft – Azul Playera https://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/el-salvador-beachsoccer-323456 https://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/el-salvador-beachsoccer-323456#respond Thu, 07 Sep 2017 07:20:05 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=5832 Im kleinsten Land Zentralamerikas wurde erst im Jahr 2006 die Beachsoccer-Nationalmannschaft gegründet. Nichtsdestotrotz hat die “Azul Playera“ in ihrer kurzen Geschichte schon für mehrere Überraschungen  gesorgt, und unter anderem mit dem 4. Platz bei der Weltmeisterschaft 2011 aufhorchen lassen. Chefutbol...

The post El Salvador Beachsoccer-Nationalmannschaft – Azul Playera appeared first on chefutbol.

]]>
Im kleinsten Land Zentralamerikas wurde erst im Jahr 2006 die Beachsoccer-Nationalmannschaft gegründet. Nichtsdestotrotz hat die “Azul Playera“ in ihrer kurzen Geschichte schon für mehrere Überraschungen  gesorgt, und unter anderem mit dem 4. Platz bei der Weltmeisterschaft 2011 aufhorchen lassen. Chefutbol stellt euch diese ungewöhnliche Mannschaft vor, deren Spieler von den entlegensten Orten des kleinen Landes stammen.

Entstehungsgeschichte der Azul Playera

Der erste Trainer der Mannschaft war Israel Cruz, der im Jahr 2004 eigentlich mit dem Auftrag Fußballschulen für Großfeldfußball zu gründen,,  auf die Inseln La Pirraya und Rancho Viejo geschickt wurde. Die beide Inseln, die im Südosten des Landes, in der Jiquilisco-Bucht, liegen, sind ca. 130 km von der Hauptstadt entfernt, und sind nur per Boot zu erreichen. Sie sind ein friedlicher Ort, und die Gewalt der Straßengangs Maria Salvatrucha und Calle 18 ist weit weg. Aber aufgrund der natürlichen Gegebenheiten der Inseln, wo es zwischen den Mangroven kaum Platz für normale Fußballfelder gibt, entschloss sich Israel Cruz stattdessen am Strand spielen zu lassen, was anscheinend auch den Spielern entgegenkam.

Die große Mehrheit der Spieler die heute den Kern der Nationalmannschaft bildet, kommt aus der Region Usulután, und sogar ca. 50% von den beiden erwähnten Inseln. Deren Einwohnern haben in den seltensten Fällen eine Schule besucht, wie z.B. Kapitän Augustín “Tin“ Ruiz der nur nachdem er um Autogramme gebeten wurde, lernte seinen Namen zu schreiben. Die meisten von ihnen wohnen in einfachen Holzhütten, laufen normalerweise barfuß herum, und arbeiten wie schon ihre Väter als Fischer. Jedoch nicht als selbstständige Fischer, sondern als Angestellte, d.h. sie müssen Miete für ihre Boote bezahlen. Daher war der einzige Wunsch der bescheidenen Spieler für ihre Leistungen bei der WM 2011 ein Motorboot mit Motor, um endlich unabhängig zu sein, und nur noch das Benzin bezahlen zu müssen. Wegen der Arbeit muss das Training auch immer früh am Morgen stattfinden, da die Männer danach auf See fahren müssen.

Zu Beginn hatte niemand großes Vertrauen in das Projekt und die Spieler vertrauten auch Trainer Cruz nicht. „Alle sagten, dass wir es nicht einmal schaffen würden bis nach Costa Rica zu reisen“, erzählte er. Auch für ihn war Strandfußball etwas Neues, und er bildete sich per Videostudium fort, um Beachsoccer besser kennenzulernen. Er brachte den Hobbysportlern die Regeln, Technik, und Taktik bei, denn das einzige was sie bisher gemacht hatten, war kraftvoll gegen einen Ball zu treten. Außerdem war er Mädchen für alles, und versuchte die Ernährung der Spieler zu ändern, die auf den Inseln hauptsächlich aus Maistortillas, Fisch, und Bohnen besteht. Nachdem man sich entgegen aller Vorhersagen für Turniere im Ausland qualifizieren konnte, zeigte sich erneut, dass die Männer von den Inseln eigentlich noch nie richtigen Kontakt mit der modernen Welt hatten. Für die meisten Spieler war es ein großer Traum ein Flugzeug zu besteigen, doch bei Kapitän Ruiz löste es eine Panikattacke aus, und er zerriss seinen Reisepass, um nicht fliegen zu müssen. In seiner Abwesenheit lernten seine Mannschaftskollegen, wie man mit einer Zimmerkarte eine Hoteltür öffnet.

Sportlicher Weg

Die erste Teilnahme bei einem Qualifikationsspiel der Concacaf (Verband für Nord- und Zentralamerika und die Karibik) folgte im Jahr 2006. Zwei Jahre später schafften es die “Guerreros de Playa“ (Strandkrieger) sich unter dem neuen Coach Rudis Gallo zum ersten Mal für die Weltmeisterschaft (16 Teams, 4 Gruppen à 4 Teams) in Marseille zu qualifizieren. Dort schied man jedoch als Gruppenletzter mit drei Niederlagen aus drei Spielen aus. Doch noch im selben Jahr konnte man mit der Concacaf-Meisterschaft den ersten Titel gewinnen. Vor allem durch die Spiele gegen andere Nationalmannschaften konnte das Team sein Niveau steigern. Um selbst Freundschaftsspiele auszurichten fehlt jedoch das Geld. Auch für die WM im Jahr darauf, 2009, konnte man sich qualifizieren, erlitt jedoch dasselbe Schicksal. Nach Niederlagen gegen Japan, Spanien, und die Elfenbeinküste war erneut nach der Vorrunde Schluss.

Ravenna: WM 2011 – Der Stern der Azul Playera geht auf

Galt schon die dritte Qualifikation in Folge für die WM 2011 im italienischen Ravenna als Erfolg, so konnten die Spieler im Verlauf des Turniers für eine Sensation sorgen, und wurden zur großen Überraschungsmannschaft. In der Gruppe B kassierte die Azul Playera zwar im Auftaktspiel gegen Portugal eine deftige 2:11 Klatsche, die auch gleichzeitig die höchste Niederlage in ihrer jungen Geschichte darstellt, doch man erholte sich schnell und konnte sich durch zwei 4:3 Siege gegen Oman und Argentinien für das Viertelfinale qualifizieren. Dort wartete Gastgeber Italien auf die Azul Playera, gegen die man sich in einem packenden Spiel mit 6:5 n.V. durchsetzen konnte. Bei dem Spiel hing das ganze Land vor dem Fernseher, das Parlament unterbrach seine Sitzung, und auch Jorge “Mágico“ González, „der beste salvadorianische Fußballspieler aller Zeiten“, drückte die Daumen. Frank Velásquez erzielte in dem Duell vier der sechs Tore für El Salvador, und sein Tor zum 1:1 wurde im Internet zum schönsten Tor des Turniers gewählt.

Im Halbfinale unterlagen die Freizeitsportler dann dem späteren Weltmeister Russland mit 7:3, und im Spiel um Platz 3 verlor man erneut gegen Portugal, diesmal aber knapp mit 2:3. Trotz allem stellt dieser 4. Platz einen der größten Erfolge in der Sportgeschichte El Salvadors dar. Dementsprechend wurde die Mannschaft auch am Flughafen empfangen. Tausende Fans warteten am Flughafen auf die bescheidenen Fischer, die anschließend auch noch im Nationalstadion gefeiert wurden. Als Prämie bekam jeder eine Hütte im Wert von 10.000$, die mit ein paar Elektrogeräten ausgestattet wurden.

Weg bis heute

Inzwischen gehören die Salvadorianer auf internationalem Parkett nicht mehr zu den Exoten, und haben an weiteren Weltmeisterschaften teilgenommen, wobei sie aber nie mehr über das Viertelfinale hinausgekommen sind. Gehalt bekommt immer noch niemand, und die Strukturen und Bedingungen sind noch fast genauso wie bei der Gründung 2004. Seit längerem versucht man ein Beachsoccer-Stadion zu bauen, doch ob und wann, das weiß wohl nicht einmal “Mágico“ González. Es kann weiterhin nur trainiert werden wenn der Sand getrocknet ist, und die Spieler ihn eigenhändig gesäubert haben. Löhne gibt es für die Spieler der Azul Playera auch nicht, nur Reisespesen, die aber so gering sind, dass manchmal Spieler entscheiden daheim zu bleiben und zu fischen um Geld zu verdienen. Diese Lage wird sich voraussichtlich nie verändern, und man muss hoffen, dass die Wiegen des salvadorianischen Beachsoccers La Pirraya und Rancho Viejo weiterhin bescheidene Talente wie einen Augustín Ruiz, Frank Velásquez oder einen Tomas Antonio Hernández ausspucken.

The post El Salvador Beachsoccer-Nationalmannschaft – Azul Playera appeared first on chefutbol.

]]>
https://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/el-salvador-beachsoccer-323456/feed 0
Tomas “El Trinche“ Carlovich – The Rosarino Maradona https://www.chefutbol.com/english-posts/tomas-el-trinche-carlovich-769476 https://www.chefutbol.com/english-posts/tomas-el-trinche-carlovich-769476#respond Fri, 09 Jun 2017 11:28:11 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=4503 There is probably no other player of whom so many Argentinians will talk so reverently as they do of Tomás “El Trinche“ Carlovich. A portrait about a man, who did not have an illustrious career, but who nonetheless became a legend....

The post Tomas “El Trinche“ Carlovich – The Rosarino Maradona appeared first on chefutbol.

]]>
There is probably no other player of whom so many Argentinians will talk so reverently as they do of Tomás “El Trinche“ Carlovich. A portrait about a man, who did not have an illustrious career, but who nonetheless became a legend. A man who “preferred to just play football instead of being a professional”.

Tomás was born in Rosario the 20th of April 1949, as the youngest of seven children of a Yugoslav migrant family. From childhood on he played barefoot with a hand sewn ball made from rags at the playing ground of his neighbourhood. The “Potrero” (football ground) which is famous for producing those football players who one day are going to be remembered globally, also moulded young Tomás. At that time, he was given the nickname “El Trinche” (The Fork), whose origin and meaning are unknown, like so many other things about him.

As little as it is known about his football career, the less is known about his infancy and youth. However, it is certain that he was very attached to his quarter, Belgrano, and never felt big desire to leave home. Still his huge talent did not remain undiscovered for a long time, and Tomás played already at an early age for the youth teams of Rosario Central. Aged 20 he finally made his debut in the first squad.

In those days Miguel Ignomirielo was the coach of Central, who should later become famous as assistant coach of Osvaldo Zubeldía at Estudiantes de la Plata, and as manager of the Selección Fantasma. He was a manager who attached significant importance to discipline and fitness. Thus, it was not a major surprise, that it could not work out well for long, with the young man, for whom football represented just joy and no obligation. Therefore, after merely two matches Carlovich’ time at the Canallas terminated already, which should remain the only two first league appearances of his career, after that he would only play in 2nd and 3rd division. Afterwards it was said, that “El Trinche” was born at the wrong time, cause in that period of football, the physical was the most important. Whereas, according to Jorge Valdano he was “the symbol of that romantic football, which does not exist anymore”.

Subsequently he found home at Córdoba Central, the third club of Rosario, where he immediately became the beloved of the fans. The love was mutual, Córdoba Central turned for him as well into the club of his life. Playing for Central was the greatest feeling for him, it was his personal “Real Madrid”, with whom he won two 2nd Division championships. From the borough Tablada his extraordinary football skills started to spread. He mesmerized the fans that much, that in the streets one did not say any more “today plays Central”, but “today plays El Trinche”, and supporters from Newell’s and Rosario Central went together to the stadium of the Charrúas to see him. Even Marcelo “el loco” Bielsa went for almost four years every Saturday to the Estadio Gabino Sosa, to watch him.

The style of play of “El Trinche”

The myth of “El Trinche” arose in first place out of his unique style of play, in which he combined several attributes and styles. Starting with the above mentioned “romantic style”, he incorporated as well the “Estilo rosarino”, which is a bit slower and technically more demanding. In addition to that, cheekiness, brazenness, and a magical left foot, with whom he made perfect passes. According to his teammates he was not the fastest player, but he knew already before receiving a pass, where he was going to pass it on. Furthermore, he had an unbelievable calmness when he was in possession of the ball, and hardly lost it, which is why one teammate compared him with god, “cause as soon as one passed him the ball, one was saved”. José Pékerman described him “as a mix of Fernando Redondo – even slightly more elegant – and Román Riquelme”.

The specialty of Carlovich was the “caño de ida y vuelta”, the move means to nutmeg the opponent, wait until he has turned around, and then nutmeg him again. Allegedly he started to do it, after a fan in the stands asked him to do so, and at Central Córdoba people say there was paid a bonus for every caño. Lots of personalities of the Argentinian football and ancient teammates agree, that Carlovich had all the prerequisites to become a legend.

“El Trinche” on the pitch

That his skills are beyond any doubt proved “El Trinche“ during a match of the Argentinian national team against a squad formed exclusively by players born in Rosario. The squad consisted of five players each from Newell’s and Central, plus the “invited artist” Carlovich, the only player who played in 2nd division. The match ended 3:1 for the rosarian team, and Carlovich was on everyone’s lips. That evening everything worked out for him, and he showed to all sceptics that he only didn’t play in 1st division because he did not want to. In half-time the home side was already winning by 3:0, and the national coach Vladislao Cap is said to have asked who that player was and pleaded to substitute him in half-time, because he feared an even bigger humiliation with Carlovich on the pitch. Finally, “El Trinche“ left the pitch in the 65th minute with standing ovations from the stands. Some years later, one of his opponents, Aldo Poy, told that after “El Trinche“ had disappeared to the changing room, many spectators began to leave the ground, too. Supposedly it was the only match in history during which supporters from Newell’s and Central embraced each other. After the match, he almost signed for Cosmos New York or a French team, but both transfers shattered.

During his time at Independiente Rivadavia (Mendoza), he played with a city-squad against AC Milan. The Argentinians won the match 4:1 and as well in this game Carlovich was the outstanding player. Although he did not score, “he had some fun”, so that the Italians apparently felt so provoked, that they tried to injure him. In a match report it was written, that it was Carlovich, “who filled the pitch with football”.

“El Trinche” off the pitch

But not even all the talent helped him achieve a great career, because he lacked in professionalism, as football represented for him diversion and no obligation. According to that training did not enjoy priority for him, so that he often looked unmotivated, or did not show up at all. Neither did he make an effort to adapt, and all those who know him say, that he could have achieved much more, if he had tried harder. The comparison with Mágico González is obvious, since both players had been blessed with outstanding skills, but couldn’t or didn’t want to understand football as a profession. But on the other hand, people did love him especially for this distinctive character, and this (non-)attitude. In his days at Independiente Rivadavia the fans gave him the nickname “el Gitano” (the Gypsy), because he apparently slept on the floor, and took bathes in streams, although they changed it to “Rey” (King), after an extraordinary performance resulting in a 5:1 derby victory.

The reason why the myth continued to grow, lies in the fact, that from “El Trinche“ exists only one single video capture, that shows him playing, because in those days the 2nd division was not filmed. Even newspaper articles are rare, and as well in the archive of El Gráfico they have just one folder about him. However, there are enough articles to prove undoubtful, that he really existed. It is known much more about him through storytelling than through images. Out of this reason the legend was developed further, as it is generally known that in oral narrations minor details tend to be added. Some anecdotes are true some are not says Carlovich himself. For example, he denies the story that he once preferred to go fishing instead of following an invitation to the national team from Menotti. But he never revealed either what he had done instead. Whereas he admits that he occasionally just sat down on the ball during a match, but not to provoke, but because he was a bit tired.

During his time in Mendoza, where he played for Independiente Rivadavia, Colón de Santa Fe and Deportivo Maipú it went well on the pitch as well, but he showed there the same unprofessional behaviour. Furthermore, the love for his home town was always bigger. During one match, he is said to have intentionally provoked a red card against him, then he took a quick shower and ran to the bus station, to catch the last bus of the day to Rosario. Besides before one contract signing he is reported to have called for a car as bonus, which he finally was given from the club. With the car, he then drove to Rosario and never came back, although Carlovich argues that, and says he paid the car by himself.

Consequences of the myth

Due to the lack of TV footage and the incredible stories which hurried on ahead, the fans at away games were always particularly excited about “El Trinche”, in order to find out if there was some truth in them. During one match for Córdoba Central Carlovich saw an early red card, after a collision with an opposite player. But the local supporters, who primarily came to the stadium to see Carlovich, forced the referee to take back his decision, so that he could finish the match.

http://www.1000cuorirossoblu.it

In retrospect, he became known as the Maradona from Rosario, and even Diego himself was aware of the meaning of “El Trinche“. In 1993 when he was presented at Newell’s, a journalist told him how proud everybody was to receive the best football player of all times. But the answer from Maradona was probably different to the one he had expected, because he replied “the best player of the world already played in Rosario, it was a man called Carlovich”.

“El Trinche“ finished his career in 1986 and still lives in his district in Rosario, where he gets visited from time to time from journalists, who want to find out which stories are true and which are not. Sure is, there won’t be such a character again in football, and as well this article lets grow the myth, hoping to have written only about the real anecdotes.

Documentary about “El Trinche“ in Spanish:

The post Tomas “El Trinche“ Carlovich – The Rosarino Maradona appeared first on chefutbol.

]]>
https://www.chefutbol.com/english-posts/tomas-el-trinche-carlovich-769476/feed 0
The Magical tale of Jorge Alberto González Barillas https://www.chefutbol.com/english-posts/magical-story-jorge-alberto-gonzalez-barillas-magico-675813 https://www.chefutbol.com/english-posts/magical-story-jorge-alberto-gonzalez-barillas-magico-675813#comments Mon, 30 Jan 2017 14:47:20 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=2294 The mention of ‘The Magician’ (El Magico) will spark a broad smile to anyone who hails from the vibrant coastal city of Cadiz, of course the one and only magician they are thinking of is El “Mágico González!” Jorge Alberto...

The post The Magical tale of Jorge Alberto González Barillas appeared first on chefutbol.

]]>
The mention of ‘The Magician’ (El Magico) will spark a broad smile to anyone who hails from the vibrant coastal city of Cadiz, of course the one and only magician they are thinking of is El “Mágico González!”

Mágico González

Cádiz CF

Jorge Alberto González Barillas to give him his full name was and is the idol of the small Andalusian club on the Atlantic coast.  In the era of super professional players and media training it is the tales of players like ‘El Magico’ that bring the most joy to fans. Of course this attitude to the game is only embraced through nostalgic eyes when  said player is able to back up the non-footballing stories with equaling moments on the football field. There is a valid reason why Maradona and George Best are held in such regard while others like Michael Johnson go on to become an  irrelevant footnote in history. The legend of Gonzalez is undoubtedly seen in similar light by his adoring Cádiz and El Salvadorr to that of Maradona  and Best for his exploits during his golden years when he produced artistry on the pitch bringing joy to the relative minnows he represented.

Like many other mad genius’, the tale of El Magico and his exploits is enhanced by his love of extra-curricular activities away from the field. He once famously remarked to the press,

“I admit that I am not a saint, that I like the nightlife, and that not even my mother could drive me out. I know that I am irresponsible and not a good pro, and it may be that I throw away the opportunity of my life. I know it, but I just have that stupid attitude: I do not like to see football as a work. If I did, I would not be myself. I’m just playing for fun. “

The sprawling nightlife has an impact on Mágico’s performance In the first year in Cádiz, González scored 15 goals in 33 games and his team thus started to rise. In 1983/1984 it was in the Primera División then 14 goals in 31 games. In the third year, however, his prodigious nightlife became more and more noticeable. He only finished 11 games and only scored a paltry goal. He was then sold to Valladolid, where he was not at all happy. Mágico didn’t adapt to the cold or the style of life in the North nor did the traditionally more serious Northerners take to his lax attitude. Thus, he returned to his beloved Cádiz for the season 86/87, where they paid him only per game. He also had to pay penalties if he did not show up for training or came late to the games. Since money was not particularly important to him and he did not want to give up the nightlife, he almost got less money at the end of the month than his team colleagues.

The makings of The Magician

Jorge Alberto González Barillas was born in 1958 in San Salvador (El Salvador). In 1975, he made his debut in the Salvadorian League at the age of 17. For five years, he enchanted the fans in his home country, highlighting the qualification for the 1982 World Cup in Spain. The second and last time until today that no country could qualify for a world championship. In the decisive game against Mexico, González started an irresistible solo in his own half, his shot could only let Mexico’s goalkeeper bounce, Ever Hernández dusted off to the goal. El Salvador took part in the World Cup.

However, El Salvador were not lucky enough to be able to return home after the matches against Hungary, Belgium and Argentina (with 21-year-old Diego Armando Maradona) with zero points and a goal difference of 1:15. A thin 24-year-old boy however with black long and curled hair, who plays in his home town El Salvador at Club Deportivo FAS and who gave it the nickname “El Mago”, stands out. He surprises everyone with his incredible feats, fast hooks and his speed: it’s Mágico González. Despite the disastrous results of his team, he is elected to the World Cup. A few European clubs are attracted to him.Amongst others, Paris Saint-Germain, with whom a contract had already been negotiated and only the signature was missing. The governing body of the French club and a large number of photographers expected Mágico to sign a contract in a hotel in Paris. But he just could not. According to rumors, he slept, and had no desire to go to Paris. “What should I do in Paris? I can not speak the language, the city is huge. How can I live here? “Surprisingly, El Salvador’s 11th place went to the second Spanish league to Cádiz. Famed for sun, beaches and bars at the very tip of Spain was not suprising decision to those who have visited

Magic Anecdotes

Anecdote # 1 Few remember his debut at the end of August 1982 when “el submarino amarillo” took part in a preparatory game in the 7,000-inhabitant village of Trebujena. After the match there was a meal organized by the host club, the two teams sat together at the table. González was sitting with his direct opponent Rafael at the table, which he had previously played in the legs. The coach of Cádiz was the Yugoslav Dragoljub Milosevic. He wanted his players neither to eat too much nor to drink alcohol. So he instructed his assistant coach David Vidal to monitor the whole thing. Shortly after the meal started, Mágico, aware that Vidal did not let him out of his sight, asked his table neighbors

Rafael: M: “What are you drinking, amigo?

“R: “Coca-cola.”M: “No, you’re drinking wine!”

R: “Hey, what? No, I’m drinking Coca-cola, you see.

“M: “Yeah, of course. But from now on you order wine. You drink my Coca-cola and I drink your wine.”

That was Mágico González.
#2

There are many legends about Mágico. There is one that is particularly magical and mysterious. It is about a game in the semifinals around the “Trofeo Carranza”, a tournament that is held every summer in Cádiz. There, FC Barcelona was waiting for the Cádiz team. Mágico González – as so often – was visibly drunk and too late to play. He slept completely in the cabin, where he was finally woken up by the witness. 3: 0 was already there for the Catalans. The legend speaks of a stunning performance of Mágico González in the second half, his two goals and two goal scoring allowed Cádiz to turn the game and win 4: 3. Allegedly, this performance of Mágicos meant that FC Barcelona gave him a chance to participate in the preparations. There are no videos of this magical game, you also find the result in vain in the almanacs of Spanish football. But in Cádiz, they firmly claim that it took place. Imagination or just pure magic?

#3

Mágico went on tour with Barcelona in the summer of 1984 as a trial during the era of Diego Armando Maradona on the field and his compatriot César Luis Menotti on the bench for the club’s tour of the USA. The Salvadorian also played two games in front of the American crowd for the Catalans and showed himself at his best, even scoring two goals. Had it not been for a fire alarm, who knows how the career of Mágico would have gone. It is said that when a fire alarm sounded all the played went to the lobby, that is all but one as Gonzales remained in his room accompanied by a woman. Mágico. To the incident, he said, “If I start something, I’ll put it to an end.” This was the final straw for Menotti who subsequently decided not to offer the El Salvadorian a contract owing to his disciplinary issues.

Mágico González

text text

Text Text

The post The Magical tale of Jorge Alberto González Barillas appeared first on chefutbol.

]]>
https://www.chefutbol.com/english-posts/magical-story-jorge-alberto-gonzalez-barillas-magico-675813/feed 1
Cádiz CF: Der steinige Weg zurück zu “magischem” Glanz https://www.chefutbol.com/europa/spanien/cadiz-cf-steinige-weg-altem-glanz-761012 https://www.chefutbol.com/europa/spanien/cadiz-cf-steinige-weg-altem-glanz-761012#respond Wed, 21 Dec 2025 08:03:40 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=1835 Der Cádiz Club de Fútbol ist zurück in Spaniens zweiter Liga und schickt sich an noch eine Stufe weiter oben anzuklopfen. Ortuño und Álvaro García überragen. Es ist der 26. November 1983: Der große FC Barcelona tritt beim Cádiz CF an...

The post Cádiz CF: Der steinige Weg zurück zu “magischem” Glanz appeared first on chefutbol.

]]>
Der Cádiz Club de Fútbol ist zurück in Spaniens zweiter Liga und schickt sich an noch eine Stufe weiter oben anzuklopfen. Ortuño und Álvaro García überragen.

Es ist der 26. November 1983: Der große FC Barcelona tritt beim Cádiz CF an und muss sich mit einem 1:1 begnügen. Ein Traumtor von „El Magico“ Gonzalez, das Messi und (dem wahren) Ronaldo für ihre unglaublichen Sololäufe gegen Getafe respektive Compostela durchaus als Inspiration gedient haben könnte, brachte Cádiz damals sogar in Front. Noch heute schwärmt man im Süden Andalusiens von Magico González und den Zeiten von vor über 30 Jahren..

Insgesamt verbrachte der Verein aus dem Süden Andalusiens zwölf Jahre in der höchsten spanischen Liga, das letzte Mal in der Saison 2005/2006. Er wird auch das „gelbe U-Boot“ genannt – wie auch der FC Villarreal, weshalb es hier einen Streit zwischen den Fans beider Klubs gibt, wer nun das „wahre“ gelbe U-Boot ist. Die Andalusier verdienten sich diesen Namen in den späten 80ern und frühen 90ern, als man achtmal in Folge die Klasse in der höchsten spanischen Liga halten konnte und es immer wieder irgendwie schaffte, an den letzten Spieltagen die Abstiegsplätze noch zu verlassen.

Álvaro Cervera führt Cádiz zum überraschenden Aufstieg

Doch der Glanz der alten Zeiten, in denen man mit dem grandiosen Magico González sogar den großen FC Barcelona an den Rand einer Niederlage brachte, ist schon längst verblasst. Der Cádiz Club de Fútbol war nach 2006 jahrelang in den Niederrungen des spanischen Fußballs versunken, die letzten sechs Jahre verbrachte man gar in Spaniens drittklassiger Segunda División B. In der Saison 2014/2015 scheiterte man gegen Athletic Bilbao II denkbar knapp in den Playoffs zum Aufstieg in die zweite Liga. Und letzte Saison lag man größtenteils gut im Rennen um einen Aufstiegsplatz, doch gegen Saisonende schien der Mannschaft von Trainer Manolo Vizcaíno auch wieder die Luft auszugehen. Nach einer erneuten Niederlage am fünftletzten Spieltag und damit nur einem Punkt aus den vorherigen vier Spielen zog die Klubführung die Reißleine und ersetzte Vizcaíno durch Álvaro Cervera. Das erwies sich als Glücksgriff, wenn auch die Wirkung etwas auf sich warten ließ.

Auch der neue und mit Teneriffa aufstiegserfahrene Coach konnte nämlich nur bedingt in den letzten vier Spielen das Ruder rumreißen. Immerhin standen aus diesen vier Spielen vier Punkte und die Sicherung von Platz vier und die damit verbundene Teilnahme an den Playoffs zur Segunda A zu Buche. Doch in der Form der vergangenen Wochen setzte aber wohl nicht einmal der größte Optimist auch nur einen Groschen auf den Cádiz CF, sich beim Kampf von 14 Mannschaften um zwei freie Plätze für Spaniens zweite Liga durchzusetzen. Doch so langsam fand Cádiz seinen Spirit wieder und schaltete Racing de Ferrol und Racing de Santander im Viertel- bzw. Halbfinale aus, um dann im Finale auf den ehemaligen Erstligisten Hércules de Alicante zu treffen. Mit zwei knappen Eins-zu-Null-Siegen im Hin- und Rückspiel machte Cádiz die Sensation perfekt und stieg tatsächlich in die Segunda A auf.

Nach schlechtem Start kommt Cádiz ins Rollen

Nun also die Saison 2025/2017 mit dem ganz klaren Ziel des Klassenerhaltes. Doch in einer unheimlich ausgeglichenen Liga, wo für Cádiz vor dem 19.Spieltag der direkte Aufstieg drei und der direkte Abstieg acht Punkte entfernt war, hat es den Cádiz CF nach durchwachsenem Start (11 Punkte nach 11 Spielen, danach 16 Punkte in sieben Spielen) irgendwie nach oben gespült. Vor dem 19. Spieltag (gegen Sevilla B) stand man auf Platz 4, Sevilla auf Platz 7.  Im altehrwürdigen Estadio Ramón de Carranza – mit einem Fassungsvermögen von nun 25.033 Zuschauern 2012 komplett renoviert und jetzt ein wahres Schmuckkästchen – fanden sich am Sonntagabend 13.000 Zuschauer ein, um bei für einen Mitteleuropäer nicht wirklich weihnachtlichen Temperaturen (12 Grad) das kleine andalusische Derby zu verfolgen.



Resultados de Fútbol

Und Cádiz legte eine beeindruckende Dominanz an den Tag. Das “kleine” Sevilla wurde bereits am eigenen Strafraum unter Druck gesetzt, mit einer Selbstverständlichkeit und einem Selbstvertrauen, was man so von einem Aufsteiger nicht erwartet. In der 15. Minute dribbelte Torjäger Ortuño durch den gesamten Sevilla-Strafraum, scheinbar ohne GPS und direkt in eine Sackgasse, drehte sich dann aber urplötzlich um 180 Grad und holte aus seinem Repertoire: einen kunstvollen Schlenzer ins lange Eck, 1:0 Cádiz. Das Carranza bebte.

Am Ende gewinnt Cádiz durch Tore vom gleichzeitig etwas unbeholfen wirkenden aber doch eleganten Riesen Sankaré, Nico Hidalgo und Salvi mit 4:1. “Feliz Navidad” – “Frohe Weihnachten”, schallt es durch das Stadion und eine Laola-Welle nach der anderen schwappt durchs weite Rund bzw. Viereck. Teamgeist und Ausgeglichenheit der Mannschaft stechen heraus. Doch auch individuelle Klasse ist vorhanden. So befindet findet sich auf der Bank mit Dani Güiza sogar noch ein Europameister von 2008. Alfredo Ortuño hat ihm mittlerweile den Rang abgelaufen.

Álvaro García sticht heraus – Aufstieg als Traum

 Álvaro García ist die Seele des Cádiz CF

Sicher ist Top-Torjäger und Wandervogel Alfredo Ortuño (zehn Vereine in acht Jahren) mit seinen 12 Toren einer der Erfolgsgaranten beim südandalusischen Klub. Doch das Herz, die Seele des Spiels, ist Álvaro García. Der 24-jährige Linksfuß wirbelte gegen Sevilla auf dem linken Flügel als ob es kein morgen geben würde: unermüdlich, um jeden Ball kämpfend und schneller als jeder andere. Mit seinen Eigenschaften ist Álvaro  das Sinnbild des “neuen” Cádiz. Angeblich soll Middlesbourough mit dem ehemaligen Mourinho-Assistenten Karanka an der Seitenlinie bereit sein, in der Winterpause die Ausstiegsklausel von 6 Millionen Euro zu zahlen. Es wäre ein herber Verlust für die Spanier.

Man kann sich für den Cádiz CF nur wünschen, dass der linke Flügelmann standhaft bleibt. Denn sollte das Team so zusammenbleiben und weiter die von Trainer Cervera eingeimpfte unermüdliche Kämpfermentalität an den Tag legen, dann ist ihnen alles zuzutrauen.

Die heißblütigen “Gaditanos“ (so werden die Einwohner Cádiz’ genannt) werden das Estadio Ramón de Carranza auch in den nächsten Heimspielen immer wieder in einen Hexenkessel verwandeln. Am Ende der Saison wird sich zeigen, ob Cádiz den Glanz der alten Zeiten wieder aufleben lassen kann. Wer weiß, vielleicht ist es mal wieder an der Zeit, dass das gelbe U-Boot aus der Versenkung und in der Primera División auftaucht…Es wäre dem kleinen, romantischen und verschlafenen Fischerstädtchen und einer strukturschwachen Region, welche die höchste Arbeitslosigkeit in Spanien hat, zu wünschen.

Vielleicht heißt es dann in der Saison 2017/2018 für Lionel Messi, Luis Suárez und Co. tatsächlich: Das Auswärtsspiel im Estadio Ramon de Carranza steht an. Dort wartet dann zwar nicht mehr „El Magico“ Gonzalez auf sie, aber immerhin ein gewisser Álvaro García…

The post Cádiz CF: Der steinige Weg zurück zu “magischem” Glanz appeared first on chefutbol.

]]>
https://www.chefutbol.com/europa/spanien/cadiz-cf-steinige-weg-altem-glanz-761012/feed 0