England – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2016/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg England – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Esteban Cambiasso – Arbeiter, Dirigent und Ballvirtuose http://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/esteban-cambiasso-arbeiter-328945 http://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/esteban-cambiasso-arbeiter-328945#respond Sat, 18 Aug 2018 09:00:27 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5571 Zu Beginn seiner Karriere stand er bei Real Madrid im Schatten der „galaktischen“ Offensive um Figo, Zidane, Raúl oder Ronaldo. Später entwickelte er sich in Italien bei Inter zu einem der komplettesten defensiven Mittelfeldspieler der Welt. Chefutbol widmet Esteban Matías...

The post Esteban Cambiasso – Arbeiter, Dirigent und Ballvirtuose appeared first on chefutbol.

]]>
Zu Beginn seiner Karriere stand er bei Real Madrid im Schatten der „galaktischen“ Offensive um Figo, Zidane, Raúl oder Ronaldo. Später entwickelte er sich in Italien bei Inter zu einem der komplettesten defensiven Mittelfeldspieler der Welt. Chefutbol widmet Esteban Matías Cambiasso anlässlich seines 38. Geburtstags ein Porträt.

Cambiasso, in San Fernando geboren und bei den Arentinos Juniors ausgebildet, wechselte im Sommer 1996 mit nicht einmal 16 Jahren als verheißungsvolles Talent über den Atlantik nach Europa zu Real Madrid. Nach zwei Jahren in Madrids Jugendmannschaft fehlte jedoch die Perspektive bei den Profis. Daher erfolgte zunächst der Schritt zurück nach Argentinien für eine dreijährige Leihe zu Independiente. Im Anschluss wurde Cambiasso ein weiteres Jahr bei River Plate geparkt, bevor er seine Karriere bei Real Madrid endlich richtig beginnen durfte und sich zu Beginn der Saison 2002/03 einen Stammplatz im Starensemble erkämpfte. Von September bis Ende November spielte er sowohl in der Liga als auch in der Champions League durchgehend, erst danach wurden seine Einsätze weniger.  In der Folgesaison 2003/04 reduzierten sich seine Einsätze weiter, in der Liga stand er lediglich 17 Mal auf dem Feld.

Entwicklung zum Stamm- und Führungsspieler bei Inter

Cambiasso zog einen Schlussstrich unter sein Kapitel bei den Königlichen, ließ seinen Vertrag auslaufen und wollte seine Karriere in einem anderen europäischen Land wieder auf Kurs bringen. Inter Mailand war nach einer chaotischen Saison 2003/04 auf der Suche nach Stabilität im Zentrum, mit Roberto Mancini übernahm im Sommer 2004 ein Coach, in dessen 4-4-2-System Cambiassos Profil gefragt war. Zuerst kritisch beäugt, spielte sich der unscheinbare Argentinier schnell in Herzen der Tifosi. Als kongenialer Partner seines Landsmannes Juan Sebastian Verón im zentralen Mittelfeld machte sich Cambiasso schnell unverzichtbar und lief gleich in seiner Debütsaison 30 mal für Inter in der Serie A auf. Erste Titelgewinne in der Coppa Italia (2005, 2006) sowie dem italienischen Supercup (2005, 2006) folgten rasch. Auf internationaler Bühne jedoch lief es durchwachsen für den Strategen aus dem defensiven Mittelfeld. Mit Inter Mailand schied er jeweils früh in den K.O.-Phasen der Champions League aus. Zu wenig für den ambitionierten Kader der Nerazzurri um Klubpatron Massimo Moratti. Und auch in der Nationalmannschaft lief es für Cambiasso unglücklich. Trotz begeisterndem Fußball bei der WM 2006 und Cambiassos Traumtor gegen Serbien schied die Albiceleste im Viertelfinale gegen Deutschland nach Elfmeterschießen aus. Tragischer Fehlschütze auf Seiten der Argentinier: Esteban Cambiasso.

Schritt in die Weltklasse und Triple-Gewinn 2010

Cambiasso ging jedoch gestärkt aus seinen Erlebnissen bei der WM in Deutschland hervor. Bei Inter wurde er immer stärker und avancierte nach dem Abgang von Verón endgültig zum unangefochtenen Dirigenten im zentralen Mittelfeld. Zudem machte er sich in der Serie A einen Namen als torgefährlicher Mittelfeldspieler. In der Saison 2007/08 schoss er wettbewerbsübergreifend 8 Tore in 44 Spielen. Cambiasso konnte das Spiel wie kaum ein Zweiter aus der Tiefe heraus lenken, besaß zudem noch herausragende Stärken im Zweikampf. Seine Antizipationsfähigkeit gehörte ebenfalls zu seinem Markenzeichen wie seine oftmals unterschätze Technik und Ballfertigkeit. Zwischen 2006 und 2009 errang Inter unter der Regie Cambiassos vier Meisterschaften in Serie. Doch auch unter dem neuen Coach José Mourinho wollte es international zunächst nicht klappen. 2009 schied man gegen Manchester United im Achtelfinale der Champions League aus. Was folgen sollte, war jedoch nichts Geringeres als die erfolgreichste Saison der Klubgeschichte. Das mit Spielern wie Eto’o oder Sneijder gespickte Team wurde von einer „Gaucho-Connection“ um Zanetti, Cambiasso, Milito und Samuel zum Triple-Gewinn 2010 geführt. Es war die Krönung auf Cambiassos starke Jahre, die er seit seinem Wechsel von Real Madrid zu Inter erlebte. Kurios: Das Champions League Finale 2010 fand ausgerechnet dort statt, wo sich Cambiasso zunächst nicht durchsetzen konnte: Im Bernabéu-Stadion.

Cambiasso im Herbst der Karriere: Leicester City und Olympiakos Piräus

Nach dem Pokalsieg 2011 ging es bei Inter Mailand steil bergab. Das Management verpasste es, den Kader zu verjüngen. Verstärkungen schlugen nicht wie gewünscht ein. Im Sommer 2014, zehn Jahre nach seiner Ankunft, verließ Cambiasso den italienischen Traditionsklub und erfüllte sich den Traum von der Premier League. Dort trug er wesentlich zum Klassenerhalt von Leicester City bei, wurde von den Fans zum Spieler der Saison gewählt. Anschließend schnürte Cambiasso seine Kickstiefel für den griechischen Serienmeister Olympiakos Piräus und verpasste so das „Wunder von Leicester“, obwohl ihn Coach Claudio Ranieri im Sommer 2015 noch zum Bleiben überreden wollte. 2017 lief Cambiassos Vertrag bei Piräus aus, wo er längst nicht mehr alle Spiele bestritt. Noch ist unklar, bei welchem Verein es für Cambiasso weitergeht. Anfang August verbreitete sich ein Tweet, der Cambiasso mitsamt Foto als Neuzugang bei den Argentinos Juniors ankündigte. Die Freude der Fans währte jedoch nur kurz: Der Account wurde gehackt. Falls Cambiasso wirklich schon in diesem Sommer die Schuhe an den Nagel hängen sollte, käme zukünftig auch eine Anstellung als Trainer in Betracht. Im Juni 2017 jedenfalls wurde bekannt, dass Cambiasso an einem Trainerlehrgang im italienischen Stützpunkt Coverciano teilnimmt. Vermutlich dauert es nicht mehr lange und „El Cuchu“ schwingt am Spielfeldrand den Taktstock.

The post Esteban Cambiasso – Arbeiter, Dirigent und Ballvirtuose appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/esteban-cambiasso-arbeiter-328945/feed 0
Anderson Arroyo auf dem Weg zum FC Liverpool http://www.chefutbol.com/europa/england-de/anderson-arroyo-fc-liverpool-647392 http://www.chefutbol.com/europa/england-de/anderson-arroyo-fc-liverpool-647392#respond Wed, 24 Jan 2018 15:08:39 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7562 Nach Informationen englischer Medien steht der Kolumbianer Anderson Arroyo vor einem Wechsel nach England. Zwar steht der 18-jährige Verteidiger noch bei Fortaleza FC in der 2. Kolumbianischen Liga unter Vertrag, doch der Wechsel an die Anfield Road scheint schon so...

The post Anderson Arroyo auf dem Weg zum FC Liverpool appeared first on chefutbol.

]]>
Nach Informationen englischer Medien steht der Kolumbianer Anderson Arroyo vor einem Wechsel nach England. Zwar steht der 18-jährige Verteidiger noch bei Fortaleza FC in der 2. Kolumbianischen Liga unter Vertrag, doch der Wechsel an die Anfield Road scheint schon so gut wie über die Bühne gegangen zu sein.

Der linke Außenverteidiger hatte bereits vor zwei Jahren ein Probetraining bei den Reds absolviert, und anscheinend genügend Eindruck hinterlassen, dass man seine weitere Entwicklung verfolgte, und jetzt den Zeitpunkt für eine Verpflichtung gekommen sah (Amrktwert laut transfermarkt.de: 150.000€). Doch aufgrund der fehlenden Arbeitserlaubnis soll (muss) der 1,76m große Arroyo zunächst bei einem anderen Klub zwischengeparkt werden. Wahrscheinlich soll Arroyo an den RCD Mallorca ausgeliehen werden, der inzwischen aber nur noch in der 3. Spanischen Liga spielt.

Verteidiger für den 5:4 Siegtreffer

Bei der U20-Weltmeisterschaft konnte sich der schnelle Abwehrspieler in den Fokus der Spitzenvereine spielen. Zu seinen Stärken zählen neben Schnelligkeit auch noch eine gute Technik, und für einen Verteidiger unüblich das Auge für einen tödlichen Pass. Vor allem sein Offensivdrang dürfte Jürgen Klopp interessieren, sowie seine Stärken im 1 gegen 1, sowohl offensiv als auch defensiv. Jedoch fehlt dem jungen Mann in erster Linie noch Erfahrung, zu oft trifft er noch die falschen Entscheidungen in wichtigen Spielsituationen. Trotzdem ist Arroyo durchaus einiges zuzutrauen, und bei einem Trainer der lieber 5:4 als 1:0 gewinnt ist er mit seinem Offensivdrang auf jeden Fall gut aufgehoben.

The post Anderson Arroyo auf dem Weg zum FC Liverpool appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/europa/england-de/anderson-arroyo-fc-liverpool-647392/feed 0
Verliert Boca seinen Schlüsselspieler? – Cristian Pavón bei Arsenal im Gespräch http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/verliert-boca-pavon-arsenal-295652 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/verliert-boca-pavon-arsenal-295652#comments Sun, 21 Jan 2018 13:54:33 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7457 Heute wird er 22. Vielleicht das letzte Mal für lange Zeit, dass er seinen Geburtstag in Buenos Aires feiert. Die Rede ist von Bocas Topvorlagengeber Cristian Pavón. Wer die argentinische Liga bei uns im vergangenen Jahr verfolgt hat, dürfte sich...

The post Verliert Boca seinen Schlüsselspieler? – Cristian Pavón bei Arsenal im Gespräch appeared first on chefutbol.

]]>
Heute wird er 22. Vielleicht das letzte Mal für lange Zeit, dass er seinen Geburtstag in Buenos Aires feiert. Die Rede ist von Bocas Topvorlagengeber Cristian Pavón.

Wer die argentinische Liga bei uns im vergangenen Jahr verfolgt hat, dürfte sich ein wenig wie bei “Täglich grüßt das Murmeltier” vorgekommen sein. Fast jedes Wochenende hieß es: “Über die rechte Seite umdribbelte Cristian Pavón gleich mehrere Gegenspieler und brachte eine scharfe Hereingabe in die Mitte, wo Darío Benedetto eiskalt einschob.” Das war Bocas Erfolgsschema im Kalenderjahr 2018. Nachdem man Benedetto wegen einer schweren Knieverletzung noch mehrere Monate ersetzen muss, droht nun auch der Abgang des Serienvorlagengebers. Denn Arsenal London ist auf der Suche nach einem Ersatz für Alexis Sanchez und sind dabei auf die 22-jährige Nummer 7 gestoßen.

Zahlt Arsenal die Ausstiegsklausel für Pavón?

Laut Medienberichten soll Arsenal sogar bereit sein die Ausstiegsklausel in Höhe von 31 Millionen Euro für den 1,67 m großen Mittelfeldmann zu zahlen. Dieser hatte erst im August seinen Vertrag bei Boca bis 2021 verlängert. Pavón hatte erst im November 2017 sein Debüt in der argentinischen Nationalmannschaft gefeiert und kommt in der ersten Hälfte der argentinischen Superliga bei zwölf Einsätzen auf drei Tore und sechs Vorlagen.

Pavón auf den Spuren von Dybala

Wie Paulo Dybala ist auch Pavón in Cordoba geboren. Genauso verdiente er sich seine ersten Sporen in den unteren Ligen; mit zarten 16 Jahren wurde er in die erste Mannschaft von Talleres de Cordoba hochgezogen. Ein Jahr später feierte er sein Debüt in der Nacional B, Argentiniens zweiter Liga. Nur sechs Monate später schlugen die Boca Juniors zu und zahlten drei Millionen US-Dollar für das nun 18-jährige Talent, das in der zweiten Saisonhälfte 2013/14 bei Talleres herausragte. Von “El Xeneize” wurde er aber erst einmal nach Colón ausgeliehen, wo er weiter reifen konnte. In der Saison 2016/17 konnte er sich schließlich einen Platz in der ersten Elf der Boca Juniors sichern und sich auch gleich zum argentinischen Meister krönen. Dazu trug er neun Tore und zehn Vorlagen bei.

Einen Eimer auf dem Kopf?

Dabei ist Pavón nicht unbedingt fürs Toreschießen bekannt. Sein Markenzeichen sind eher seine messerscharfen und punktgenauen Hereingaben. Bocas momentan verletzter Toptorjäger Darío Benedetto kann ein Lied davon singen. Ohne seinen Vorlagengeber wäre Benedetto wohl nur halb so gut. Vor allem wenn er in das letzte Spielfelddrittel mit Tempo eindringt und Räume findet, die vorher eigentlich gar nicht da waren, ist der beidfüßige Pavón nur schwer zu stoppen. Seine Geschwindigkeit gepaart mit seiner starken Technik machen ihn zu einem Schlüsselspieler in Barros Schelottos Offensivspiel.

An seiner Effizienz muss er noch arbeiten. Zu oft trifft er noch die falschen Entscheidungen und läuft blind die Linie entlang – als ob er einen “Eimer auf dem Kopf” hatte. Das hatten sie übrigens früher auch zu Alexis Sanchez gesagt. Sollte Pavón diesen Eimer noch öfters ablegen, dann kann er ein würdiger Nachfolger des Chilenen bei Arsenal sein.

Feliz Cumple Cristian Pavón!

The post Verliert Boca seinen Schlüsselspieler? – Cristian Pavón bei Arsenal im Gespräch appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/verliert-boca-pavon-arsenal-295652/feed 1
Happy Birthday Pep Guardiola – Cruyffs leidenschaftlichster Schüler wird 47 http://www.chefutbol.com/europa/england-de/happy-birthday-pep-guardiola-878747 http://www.chefutbol.com/europa/england-de/happy-birthday-pep-guardiola-878747#respond Thu, 18 Jan 2018 14:07:27 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7439 Er galt schon als Spieler als verlängerter Arm des damaligen Barcelona-Trainers  Johan Cruyff, der den La Masia-Absolventen förderte, wo er nur konnte. Heute ist Ballbesitz-Guru Josep Guardiola einer der erfolgreichsten Trainer der Welt, an dem sich etliche Kollegen orientieren. Ob...

The post Happy Birthday Pep Guardiola – Cruyffs leidenschaftlichster Schüler wird 47 appeared first on chefutbol.

]]>
Er galt schon als Spieler als verlängerter Arm des damaligen Barcelona-Trainers  Johan Cruyff, der den La Masia-Absolventen förderte, wo er nur konnte. Heute ist Ballbesitz-Guru Josep Guardiola einer der erfolgreichsten Trainer der Welt, an dem sich etliche Kollegen orientieren. Ob er den Erfolg, den er als Trainer in vier Spielzeiten beim FC Barcelona hatte, auch ohne Messi und Co. wiederholen kann, muss Pep aber noch zeigen.

Verhinderte ein unaussprechlicher isländischer Vulkan die erste Verteidigung des Champions-League-Titels, ganze sieben Jahre, bevor es Real Madrid unter Zinedine Zidane fertigbrachte? Nach dem Triple 2009 galten die Blaugrana dank Spielern wie Regisseur Xavi, Andres Iniesta und dem noch jungen Lionel Messi als klarer Favorit auf die Titelverteidigung im Königspokal. Torjäger Samuel Eto’o, im Finale 2009 noch Torschütze gegen Manchester United, hatte man vor der Saison an Inter Mailand abgegeben. Ausgerechnet. Vor dem Halbfinale gegen eben jenes Inter, trainiert von José Mourinho, machte Eyjafjallajökull den Reiseplänen der Katalanen einen Strich durch die Rechnung. Eine Aschewolke machte einen Flug unmöglich, die etwa 1000 Kilometer lange Busreise soll einen halben Tag gedauert haben. Das Ergebnis ist bekannt. 3:1 gewann Inter im Hinspiel, im Rückspiel ermauerten die Lombarden ein 0:1, obwohl sie eine Stunde in Unterzahl agierten. Ein Vulkan spielte womöglich eine Rolle beim Ausscheiden, genau wie Samuel Eto’o. Aber mit Sicherheit auch die Trainer. Der eine wollte spielen, der andere gewinnen.

Mourinhos Triumph war Peps Scheitern. Barcelona hatte in diesem Spiel im Camp Nou 86,4 Prozent Ballbesitz, 93,6 Prozent aller Pässe kamen beim Mitspieler an (Statistiken laut Sky Sports). Zahlen, die Pep entzücken mussten. Aber Barcelona brauchte Tore, keinen Ballbesitz.

Pep sollte die Champions League 2011 erneut gewinnen, insgesamt holte er in vier Spielzeiten als Trainer bei seinem Heimatverein satte 14 Titel. Peps Barcelona gilt vielen als beste Vereinsmannschaft mindestens der letzten Jahrzehnte. Und dennoch muss die Frage erlaubt sein: Wäre noch mehr möglich gewesen mit einem etwas weniger dogmatischen Trainer? Zugegeben, er hatte Lionel Messi als “falsche Neun” zum vielleicht besten Spieler aller Zeiten gemacht und Gegner dank unzähliger Passstaffetten erst müde und dann schwindelig spielen lassen.

Guardiola – Passen um des Passens willen?

Peps Barcelona legte so viel Wert auf Kontrolle, dass zeitweise fast jede Ecke kurz ausgeführt wurde. In seinen besten Momenten war dieses Barcelona eine perfekt abgestimmte Maschine, die Gegner mit Leichtigkeit überrollte. Manchmal aber, wie schon 2010 gegen Inter Mailand und vor allem in der Saison 2011/2012, wirkte Barcelona wie eine Karikatur des Ballbesitz-Fußballs. Passen um des Passens willen, viel Spielkontrolle ist noch nicht genug. Trotz eines enttäuschenden vierten Jahres: Pep galt als Wundertrainer, als er sich nach vier Spielzeiten und 14 Titeln eine einjährige Auszeit in New York gönnte.

Waren seine anschließenden drei Jahre in München ein Erfolg? Der deutsche Abo-Meister hatte Pep nicht geholt, um die Schale zu verteidigen. Man wollte den europäischen Titel. Den holte Jupp Heynckes prompt 2013, aber sein Nachfolger scheiterte dreimal im Halbfinale.

Vom deutschen Serienmeister zum englischen Krösus. Dort legte der Katalane in seiner ersten Saison eine Bauchlandung hin. Ein Jahr ohne Titel? Das war nicht sein Anspruch, und auch nicht der des schwerreichen Vereins. Doch dieses Jahr läuft es. Die Liga hat Pep fast schon in der Tasche. Auch dank des nötigen Kleingelds, dass Pep für Verstärkungen zur Verfügung gestellt bekam. Bei Manchester City kann sich Pep finanziell austoben, er kann Verteidiger zu Stürmerpreisen kaufen und hat das Team, seit er es im Sommer 2016 übernahm, schon ordentlich umgekrempelt – mehr als 450 Millionen Euro flossen seit Sommer 2016 in neue Akteure. Von den 13 Spielern, die am vergangenen Wochenende bei der ersten Saison-Niederlage gegen den FC Liverpool zum Einsatz kamen, holte Pep sieben. Vier weitere kamen im Jahr zuvor. Citys Idenfikationsfiguren sind der Argentinier Sergio Agüero und der Spanier David Silva.

Vielleicht am entscheidendsten für den Erfolg in der Premier League in diesem Jahr: Er hat in Keeper Ederson einen mitspielenden Schlussmann, der nach dem Vorbild des FC Barcelona den gepflegten Pass in den Fuß des Kollegen einem Abschlag ins Nirgendwo vorziehen soll. Claudio Bravo, den Pep im Jahr zuvor von Barelona loseiste, hätte diese Rolle im vergangenen Jahr übernehmen sollen, machte aber überhaupt keine gute Figur und wärmt jetzt die Bank.

Sieg in der Champions League ohne Messi & Co?

Wie bei Bayern soll Pep Man City vor allem den internationalen Erfolg bringen. Geht es nach den Buchmachern, gehen die Sky Blues als Favorit in die K.O.-Spiele der Champions League. Dank eines sündteuren Kaders, der in dieser Saison national wie international gut funktioniert und die meisten Reifeprüfungen mit Bravour bestanden hat. Und dank eines Coaches, der weltweit bewundert wird. Aber mehr denn je zuvor ist Pep unter Druck. Nachdem die Premier League schon so gut wie eingetütet ist, kann er sich in der Rückrunde verstärkt auf die europäische Bühne konzentrieren.

Peps Idee von Fußball ändert sich nicht. Dank vieler Pässe den Gegner laufen lassen, müde spielen, selbst Sicherheit gewinnen. Tore für City fallen häufiger in der zweiten Halbzeit. Keine Niederlage, sei sie gegen den Erzrivalen Mourinho oder seinen deutschen Quälgeist Jürgen Klopp, der City am vergangenen Wochenende die erste Pleite der Saison beibrachte, wird Guardiola am Ballbesitzfußball zweifeln lassen. Dieser Stil, Cruyffs Idee und längst seine eigene, hat ihm große Erfolge als Spieler und Trainer gebracht. Er hat den europäischen Fußball der vergangenen Jahre geprägt wie kaum ein anderer.

Aber nachdem sein Image als Dauergewinner im vergangenen Jahr erste Kratzer erhalten hat, liegt es jetzt am 47-Jährigen, in den kommenden Spielzeiten die Fragen zu beantworten, die sich viele Fußball-Fans mittlerweile stellen: Das legendäre Barcelona – war das Peps Mannschaft? Oder doch eher jene von Xavi, Messi, Iniesta? Kann er sich bei einem zweiten Verein unsterblich machen oder schrumpft er in England vom bewunderten Über-Trainer zu einem (nur noch) sehr guten Coach, der das Glück hat(te), immer die beste oder teuerste Mannschaft betreuen zu dürfen?

The post Happy Birthday Pep Guardiola – Cruyffs leidenschaftlichster Schüler wird 47 appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/europa/england-de/happy-birthday-pep-guardiola-878747/feed 0
Vom Straßenmaler zum Weltstar: Gabriel Jesus http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/strasenmaler-weltstar-gabriel-jesus-390683 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/strasenmaler-weltstar-gabriel-jesus-390683#respond Thu, 01 Jun 2017 13:20:22 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=4349 Manchester City Star Gabriel Jesus hat auf seinen Social Media Kanälen Fotos von der WM 2014 veröffentlicht, die zeigen, wie wahnsinnig schnell es im Fußballbusiness laufen kann. 2014 bemalte er noch die Straßen zur WM 2014 und jetzt spielt er die...

The post Vom Straßenmaler zum Weltstar: Gabriel Jesus appeared first on chefutbol.

]]>
Manchester City Star Gabriel Jesus hat auf seinen Social Media Kanälen Fotos von der WM 2014 veröffentlicht, die zeigen, wie wahnsinnig schnell es im Fußballbusiness laufen kann. 2014 bemalte er noch die Straßen zur WM 2014 und jetzt spielt er die Verteidiger in Englands Premier League schwindelig.

Was wird nicht gerne von der Besonderheit der englischen Premier League geredet, wie schwer es für die Spieler ist, sich auf den besonderen Spielstil, die schlechten Platzbedingungen und den böigen Wind einzustellen. Frag nach bei Manchester Uniteds David de Gea oder Claudio Bravo vom Lokalrivalen City. Während ersterer nach gehöriger Anlaufzeit mittlerweile zu den besten Torhütern Englands gehört, ist der chilenische Torwart bei Pep Guardiola bereits wieder als nicht Premier-League-tauglich eingestuft und aussortiert worden. Auch der überragender Spieler der Bundesliga 2015/2016 Henrikh Mkhitaryan kam anfangs überhaupt nicht mit dem englischen Fußball (und vielleicht José Mourinho) zurecht.

Nun kam im Januar ein 19-jähriges brasilianisches Bürschchen aus dem brasilianischen Sommer direkt in den – sagen wir mal – nicht so flauschigen englischen Winter. Die Rede ist von Gabriel Jesus. Neue Sprache, neues Land, anderes Klima, anderer Fußball, das erste Mal weg von zu Hause…Alles keine Gründe für den Man-City-Neuzugang gleich von Anfang an durchzustarten und die Fans in England in Ekstase zu versetzten. Bei seinem Raketenstart schoss der brasilianische Stürmer in seinen ersten vier Einsätzen gleich drei Tore, ehe ihn im Februar ein Mittelfußbruch stoppte und zu einer Pause von drei Monaten zwang. Insgesamt kam er in der Rückrunde dann noch auf sieben Tore und vier Vorlagen, und das in nur zehn Spielen. Wer auf einen Torschützenkönig in der kommenden Premier League Saison wetten will, wird um den Brasilianer nicht herumkommen.

Vorgestern hat Gabriel Jesus Fotos von 2014 veröffentlicht, wo er anlässlich der anstehenden Weltmeisterschaft die Straßen in seinem Viertel Jardim Peri (São Paulo) bemalte.

Zum Zeitpunkt des Fotos spielte der jetzige Manchester City Star für Palmeiras in der U17-Meisterschaft, wo er mit 37 Toren in 22 Spielen für Aufsehen sorgte.

Drei Jahre später hat Gabriel Jesus wohl sogar seine kühnsten Träume übertroffen: Er hat die Copa do Brasil gewonnen (2015), sowie die brasilianische Meisterschaft und zudem Gold bei den Olympischen Spielen abgeräumt (beides 2016). Die Bilder zeigen auch wie unglaublich schnelllebig das Fußball-Business sein kann. Man kann nur hoffen, dass Gabriel Jesus mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt. Das lässt zumindest nachfolgendes Video vermuten, wo er mit seinen Freunden in der Heimat Fußball spielt. Dann kann er ein ganz großer Spieler werden.

 

The post Vom Straßenmaler zum Weltstar: Gabriel Jesus appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/strasenmaler-weltstar-gabriel-jesus-390683/feed 0
Allan de Souza – Das Opfer der FA-Statuten http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/allan-opfer-fa-statuten-348491 http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/allan-opfer-fa-statuten-348491#respond Sat, 29 Apr 2017 17:43:57 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3636 Mit Allan de Souza steht ein verheißungsvolles Talent in den Startlöchern. Der Brasilianer ist beim FC Liverpool unter Vertrag und hatte vermutlich schon die „You´ll never walk alone“-Gesänge der legendären Anfield Road im Ohr. Der deutsche Übungsleiter, Jürgen Klopp, gilt...

The post Allan de Souza – Das Opfer der FA-Statuten appeared first on chefutbol.

]]>
Mit Allan de Souza steht ein verheißungsvolles Talent in den Startlöchern. Der Brasilianer ist beim FC Liverpool unter Vertrag und hatte vermutlich schon die „You´ll never walk alone“-Gesänge der legendären Anfield Road im Ohr. Der deutsche Übungsleiter, Jürgen Klopp, gilt bereits als Fan des Talents. Allan darf jedoch nicht eingesetzt werden. Chefutbol wirft einen Blick auf den Spieler und die Gründe für seine aktuelle Odysee.

„When I saw him in training I said oh my God, why can´t we keep him? Then I learned about FA rules.”

(Jürgen Klopp, Trainer FC Liverpool)

Der charismatische Trainer Jürgen Klopp ist bekannt für seine öffentlichen Auftritte. Stets findet er die richtigen Worte und amüsiert die Journalisten. Selbst, wenn ihm etwas missfällt, bringt er es auf seine ganz eigene sympathische Weise rüber. Dafür lieben ihn die Medien. Im jüngsten Fall, um den Spieler Allan de Souza, verbirgt sich hinter seinem Schmunzeln auch eine gewisse Kritik gegenüber diversen Transferregelungen der FA. Ein junges Talent, von dem Klopp begeistert ist, darf nicht eingesetzt werden. Der Deutsche ist „not amused“.

Ein Wnadervogel, der keiner sein möchte

Allan de Souza unterzeichnete seinen Vertrag beim großen FC Liverpool bereits im Jahr 2015. Der Club ist in jüngerer Vergangenheit zu einer beliebten Anlaufstation für begabte Brasilianer geworden. Roberto Firmino und Phillipe Coutinho konnten unter Klopp bereits Fuß fassen. Der 20-jährige de Souza will es ihnen nachmachen. Zunächst muss er sich jedoch gedulden. Nach seiner Unterschrift an der Anfield Road wurde er vorerst nach Finnland verliehen, um dort die nötige Spielpraxis zu erhalten. Statt dem großen FC Liverpool wurde SJK Seinäjoki sein Arbeitgeber. Nach seiner Rückkehr hatte Allan keine Spielberechtigung der FA erhalten, da Nicht-EU-Ausländer diese nur bekommen, wenn sie aktuelle Nationalspieler eines Landes der Top 75 Nationen der Weltrangliste sind.

Nach seiner ersten Leihe in die finnische Liga, in der er mit seinem Team gar Meister wurde, folgte ein weiterer Transfer nach Belgien. Diesmal hieß sein neuer Club VV St. Truiden. Dort verweilte er ein halbes Jahr, ehe er im Sommer zum dritten Mal nach Liverpool kam. Von dort aus wurde der damals 19-jährige erneut verliehen. Dieses Mal führte der Weg nach Deutschland, zur Hertha in die Hauptstadt. Das Leihgeschäft wurde bereits als Meisterstück von Klopp gefeiert. Hinter dem Transfer stand die Idee, einen alternativen Weg zum Erhalt der Arbeitspapiere für die Premier League zu finden. Die Dinge liefen jedoch etwas anders als erwartet.

Der Durchbruch in Berlin bleibt aus

 Nach schwerem Start hat sich Allan bei Hertha BSC Berlin mittlerweile ins Team gespielt

Das Talent des jungen Mannes aus Porto Alegre wurde nie bezweifelt. Er besticht durch gute Antizipation der Ereignisse auf dem Spielfeld. Als zentraler Mittelfeldspieler ist er in der Lage, das Geschehen zu dirigieren. Auch der Kampf um den Ball und die dazugehörigen Grätschen zeichnen ihn und seine Spielweise aus. Ebenso spielt er hervorragende lange Pässe und ist für das Umschaltspiel und die Spielverlagerung eine wichtige Figur. Ein Manko bleibt jedoch – ein gerade 20 jähriger Neuzugang ist oft nicht die erste Wahl für die zentrale Position einer Topmannschaft. Allan hat sich nicht etabliert beim Hauptstadtclub.

Die Hertha spielt über die ganze Saison hinweg um die vorderen fünf Tabellenplätze mit. Das übersteigt die Erwartungen an die Mannschaft deutlich. Es verwundert kaum , dass Pál Dárdai häufig seinen erfahrenen Spielern den Vorzug gegenüber Allan gegeben hat. Nachdem er anfangs häufig nicht im Aufgebot der „Alten Dame“ zu finden war, hat er jedoch die letzten beiden Begegnungen gegen Mainz und gegen die Wölfe über die volle Distanz gespielt. Gegen Wolfsburg sprach man sogar von seinem bisher besten Spiel im europäischen Fußball. Insgesamt kommt der junge Brasilianer auf elf Einsätze und 540 Spielminuten in dieser Bundesligasaison.

FA durchkreuzt Klopps pläne

Und genau diese überschaubaren Einsatzzeiten, die Allan de Souza in Berlin bekommen hat, machen nun einen Strich durch die Rechnung von Jürgen Klopp. Mit ausreichend Spielzeit in einer der sechs besten Ligen Europas – zu denen die Bundesliga gehört – hätte man einen Weg für die Arbeitserlaubnis in England gefunden, auch wenn Allan noch kein Nationalspieler ist. Um eine Spielgenehmigung für die Premier League erhalten zu können, hätte Allan jedoch mindestens 30% der maximal möglichen Zeit auf dem Feld stehen müssen. Rein Hypothetisch sind bei den restlichen Partien lediglich noch 21% möglich. Klopp darf seinen Schützling also nach wie vor nicht an die Merseyside holen. Allan bleibt in der Warteschleife und ist das Opfer der Regularien.

Die FA koppelt die Bedingungen für die Arbeitserlaubnis an ein komplexes Punktesystem. Die Statuten besagen, dass der Nicht-EU-Ausländer in einer entsprechenden Anzahl an Spielen für seine Landesauswahl zum Einsatz kommt oder eine vorgegebene Menge an Punkten einheimst. Die benötigten Punkte wurden in der Bundesliga jedoch nicht erreicht. An internationalen Wettbewerben hat die Hertha in dieser Saison nicht teilgenommen. Es bleibt nur noch eine Option für Jürgen Klopp und dem FC Liverpool: Durch die Zahlung eines exorbitant hohen Gehaltes kann Allan weitere Punkte erhalten und vielleicht doch „schon“ im Sommer dieses Jahres die „You´ll never walk alone“-Chöre der Anfield Road hören. Ist das nicht der Fall, werden wir Allan de Souza womöglich wieder bei einem anderen Club sehen – und seine Odysee durch Europa geht weiter.

The post Allan de Souza – Das Opfer der FA-Statuten appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/allan-opfer-fa-statuten-348491/feed 0
Atlético Madrid im Champions League Viertelfinale – Favorit gegen den Bruder im Geiste http://www.chefutbol.com/europa/spanien/atletico-viertelfinale-bruder-532901 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/atletico-viertelfinale-bruder-532901#respond Tue, 11 Apr 2017 09:36:06 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3313 Atlético Madrid geht erstmals als seit Jahren als klarer Favorit in ein Champions League Viertelfinale. Mit Leicester City wartet jedoch ein Gegner mit ähnlicher Spielweise. Können die Engländer dem Team von Diego Simeone gefährlich werden? Zum vierten Mal in Folge...

The post Atlético Madrid im Champions League Viertelfinale – Favorit gegen den Bruder im Geiste appeared first on chefutbol.

]]>
Atlético Madrid geht erstmals als seit Jahren als klarer Favorit in ein Champions League Viertelfinale. Mit Leicester City wartet jedoch ein Gegner mit ähnlicher Spielweise. Können die Engländer dem Team von Diego Simeone gefährlich werden?

Zum vierten Mal in Folge steht Atlético Madrid im Viertelfinale der Champions League. Eine Selbstverständlichkeit ist dies für die Spanier noch immer nicht, schließlich erreichte der Verein die Runde der letzten Acht vor der Simeone-Ära zuletzt 1997. Im Gegensatz zu den Jahren zuvor, als man im Viertelfinale auf Barcelona (2014), Real Madrid (2015) und wieder Barcelona (2016) traf, sind die Rojiblancos in den Spielen gegen den englischen Meister Leicester City klarer Favorit.

Eine Rolle, die sich Atlético in den letzten Jahren erarbeitet und nun gegen immer mehr Gegner innehat. Viele Teams überließen Spiel und Ball der Truppe von Diego Simeone, sodass sich das Trainerteam gezwungen sah, die Spielweise zu ändern. Das perfekte Umschaltspiel aus einer äußerst sicheren Defensive ließen immer weniger Gegner zu. Es bedurfte Lösungen gegen tiefstehende Gegner. Die Hauptstädter sind damit auf der Stufe von Real, Barcelona, Bayern, Juventus und Co. angekommen, die sich mit ähnlichen Gegnern Woche für Woche auseinandersetzen müssen.

25 Millionen lösen die Probleme nicht

Mit dem Transfer von Nicolas Gaitan zu Saisonbeginn, der für 25 Millionen Euro von Benfica Lissabon geholt wurde, sollte dem Spiel mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel verliehen und das Team insgesamt etwas offensiver ausgerichtet werden. Das zentrale Mittelfeld des weiterhin praktizierten 4-4-2, so der Plan, wird mit den spielstarken Koke und Saul Niguez besetzt, die Flügel mit den Dribblern Yannick Carassco und Gaitan und im Sturm sorgen die beiden Franzosen Antoine Griezmann und Neuzugang Kevin Gameiro für die Tore.

 Konnte noch nicht wirklich überzeugen: Nicolas Gaitan

Zwar konnte Gaitan in den ersten acht Ligaspielen, von denen Atlético keines verlor, drei Torbeteiligungen verbuchen, in zehn weiteren Einsätzen in der laufenden Saison kam jedoch nur eine weitere hinzu. Der Argentinier war nicht des Rätsels Lösung, sodass Simeone wieder zu Altbewährtem zurückkehrte und Koke oder Saul auf die Außenposition stellte und Gabi seinen Platz im Zentrum wieder einnahm.

In der Folge tat sich Atlético schwer und verlor zwischen den Spieltagen neun bis 15 gleich vier Mal. Ein starker Zwischenspurt seit Mitte Dezember mit nur einer Niederlage im Heimspiel gegen Barcelona, sowie eine Schwächephase des FC Sevilla bedeuten aktuell den dritten Rang in La Liga. Das Minimalziel und gleichzeitig auch das Maximum in diesem Jahr.

Klappt es mit dem Henkelpott im dritten Anlauf?

Nach der erneuten Final-Niederlage gegen Real im Vorjahr sinken die Chancen für die Generation um Diego Godin, Gabi, Filipe Luis und Juanfran sich doch noch mit dem Champions League Titel zu belohnen immer weiter. In diesem Jahr ist es die vorletzte Chance unter dem Trainer Simeone den Henkelpott in Süden der spanischen Hauptstadt zu holen.

Gleichzeitig ist es, nach dem dramatischen Pokalaus gegen Barcelona, auch die einzige Chance auf Silberware in dieser Saison. Mit Leicester wartet nun ein Gegner, der mit einer ähnlichen Spielweise im letzten Jahr die Premier League gewann. Eine sichere Abwehr um die erfahrenen Robert Huth und Wes Morgan, der mittlerweile zu Chelsea gewechselte N’Golo Kante als Arbeiter im Mittelfeld und die zwei herausragende Offensivspieler Jamie Vardy und Riyad Mahrez sorgten für den ersten Meistertitel der Vereinhistorie.

Zu Beginn dieser Saison sah sich Leicester mit ähnlichen Problemen konfrontiert, die auch der Erfolg bei Atlético mit sich brachte. Viele Gegner überließen Leicester den Ball, das gefährliche Umschaltspiel konnte kaum noch eingesetzt werden. Das Resultat war der Abstiegskampf inklusive der Entlassung von Trainer Claudio Ranieri. Mittlerweile hat sich das Team unter dem neuen Trainer Craig Shakespeare gefangen und konnte fünf der letzten sechs Ligaspiele gewinnen.

Leicester ist im Vergleich zu den anderen Mannschaften die bei der Auslosung möglich waren oder es in einem kommenden Halbfinale sind, der kleinstmögliche Stolperstein. Aber wenn Atlético stolpert, dann über eine Mannschaft, die sie mit ihren eigenen Waffen schlägt.

The post Atlético Madrid im Champions League Viertelfinale – Favorit gegen den Bruder im Geiste appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/europa/spanien/atletico-viertelfinale-bruder-532901/feed 0
Champions League – welche Chancen haben Real, Barça und Atlético im Viertelfinale? http://www.chefutbol.com/europa/champions-league-real-barca-atletico-viertel-384013 http://www.chefutbol.com/europa/champions-league-real-barca-atletico-viertel-384013#respond Mon, 20 Mar 2017 22:01:29 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3061 In der Auslosung in Nyon am gestrigen Freitag haben Real Madrid und der FC Barcelona zwei Hammerlose gezogen. Die Königlichen treffen im Duell des europäischen Hochadels auf Bayern München, die Blaugrana messen sich mit dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Den...

The post Champions League – welche Chancen haben Real, Barça und Atlético im Viertelfinale? appeared first on chefutbol.

]]>
In der Auslosung in Nyon am gestrigen Freitag haben Real Madrid und der FC Barcelona zwei Hammerlose gezogen. Die Königlichen treffen im Duell des europäischen Hochadels auf Bayern München, die Blaugrana messen sich mit dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Den vermeintlich leichtesten Gegner bekam Atlético Madrid mit Leicester City, Englands Überraschungsteam der Vorsaison.

Wir werfen einen Blick auf die Paarungen und geben eine Prognose ab, wer ins Halbfinale einzieht.

Bayern München – Real Madrid

So viel zu den “bolas calientes”. Vor der Abstimmung in Nyon kursierte in Spanien einmal mehr die Verschwörungstheorie, nach der Real Madrid bei CL-Auslosungen dank erwärmter Kugeln immer möglichst einfache Gegner zugeschustert werden. Der Weg zum Finale 2016 führte die Merengues etwa über den AS Rom, Wolfsburg und Manchester City. Doch statt Leicester oder Monaco heißt es diesmal Bayern München im Viertelfinale. Mit deutschen Gegnern tut sich der spanische Rekordmeister traditionell schwer, die Bayern gelten in Madrid als “bestia negra”, als Angstgegner. Doch beim letzten Aufeinandertreffen, auf dem Weg zur “Décima” im Jahr 2014, triumphierte Real. Nach einem glücklichen 1:0 im Hinspiel überrollten die Blancos die Roten in der Allianz Arena. Ramos und Cristiano Ronaldo trafen jeweils doppelt beim 0:4 aus Münchner Sicht.

Seitdem hat sich personell einiges getan. Auf der Trainerbank von Real saß damals Carlo Ancelotti, der heutige Bayern-Coach. Sein früherer Trainer-Lehrling Zinedine Zidane ist mittlerweile aus seinem Schatten getreten und hat 2016 als Cheftrainer selbst schon das wichtigste Vereinsturnier gewonnen. Bayern hat sich im Sturm mit Robert Lewandowski und in der Abwehr mit Mats Hummels klar verstärkt, auch Arturo Vidal war 2014 noch nicht dabei, Regisseur Thiago fehlte verletzt. Und Xabi Alonso? Er lief 2014 noch in Weiß auf. Dafür verstärkt Toni Kroos mittlerweile das Mittelfeld von Real, auch Casemiro ist seitdem neu dazugekommen. Ansonsten hat sich Real eher in der Breite verstärkt, Morata und James Rodriguez sind meist nur Ersatz. Im Tor steht nicht mehr Iker Casillas, sondern der für seine schwankenden Leistungen aktuell viel kritisierte Keylor Navas.

Unterm Strich hat sich Bayern personell seit 2014 verbessert. Vor allem der Weltklasse-Stürmer Lewandowski, der im BVB-Trikot einst vier Tore in einem Spiel gegen Real erzielte, ist ein Trumpf. Er wird sich mit einem aktuell formschwachen Sergio Ramos messen. Der Andalusier überdeckt seine defensiven Schwächen in dieser Saison mit vielen wichtigen Kopfballtoren, aber auch das wird gegen Hummels und Co. schwieriger als in anderen Spielen. Im Zentrum messen sich zwei der besten Mittelfeld-Reihen der Welt, die sich egalisieren könnten. Und BBC, der vermeintliche Fabel-Sturm Reals? Cristiano Ronaldo, immerhin Fußballer des Jahres 2016, hat in dieser CL-Saison magere zwei (!) Tore erzielt und wartet seit über sechs Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Es könnte also an Gareth Bale und Benzema liegen, die nötigen Treffer zu erzielen. Aber viele Chancen dürfte eine konzentrierte Bayern-Hintermannschaft nicht zulassen.

Die Lage in der Liga spricht ebenfalls für Bayern. Der deutsche Rekordmeister führt die Bundesliga souverän an und  kann sich deshalb im April vermutlich ganz auf die beiden Spiele gegen Real konzentrieren. Umgekehrt steht Real zwar an der Tabellenspitze, aber konnte in der Liga bei vielen knappen Siegen nicht überzeugen und zeigt vor allem defensiv Schwächen. Das Team muss zudem binnen zwei Wochen auch noch gegen Atlético (vor dem Hinspiel) und Barcelona (nach dem Rückspiel) in der Liga antreten, dazwischen liegt das Auswärtsspiel in Gijón, bei dem sich wegen der spannenderen Tabellensituation in Spanien kaum ein Star eine Pause erlauben darf.

Es werden zwei knappe Spiele, in denen es auf Details ankommt. Bayern muss die gefährlichen Standards von Kroos gegen die Kopfballmonster Ramos und Cristiano Ronaldo gut verteidigen und im Mittelfeld Spielmacher Modric ausschalten. Gelingt den Bayern im Hinspiel ein Sieg, kann das Team von Ancelotti in Madrid mit einer defensiveren Taktik und Kontern die Paarung entscheiden. Prognose: Bayern kommt weiter.

Atlético Madrid – Leicester City

Der englische Überraschungsmeister 2016 gilt unter Buchmachern als Außenseiter in der Champions League. Natürlich hätte noch zur Rückrunde der vergangenen Saison kaum einer etwas auf den Meistertitel gesetzt, aber kann Leicester tatsächlich auch die Champions League gewinnen? Das darf bezweifelt werden. Zumal das Team im Vergleich zur Vorsaison in Person von N’Golo Kanté erstens einen Schlüsselspieler verloren hat. Und es zweitens im Viertelfinale gegen den Gegner geht, der den einzig verbliebenen Engländern am wenigsten liegen dürfte. Leicester spielt nämlich nach wie vor wie ein Underdog. Das Team hat in der Königsklasse im Durchschnitt nur 40% Ballbesitz, das ist der geringste Wert aller Achtelfinalisten. Auch bei den Torschüssen liegt Leicester auf dem letzten Platz aller 16 Teams, die die Gruppenphase überstanden haben. Das Team von Trainer Shakespeare igelt sich hinten ein und spielt bei Ballbesitz schnell nach vorne. Torgefahr entsteht durch Konter, Flanken und Standards.

Ein Erfolgsrezept, das die Engländer mit Atlético Madrid teilen. Die Colchoneros zogen dank einer soliden Defensive, konzentrierter Arbeit gegen den Ball und gefährlichen Vorstößen zweimal binnen drei Jahren ins Finale der Champions League ein. Die schalteten dabei Teams wie Bayern München oder den FC Barcelona aus, die spielerisch stärker waren. Doch während Atlético in Person von Griezmann oder Koke auch über richtig gute Fußballer verfügt und das Team auch den geregelten Spielaufbau beherrscht, fehlt Leicester im technischen Bereich – vielleicht von Riyad Mahrez angesehen – die Qualität, um mithalten zu können.

Diese Paarung verspricht nicht unbedingt viele Tore. Denn Atlético wird nicht den Fehler machen, dem Außenseiter ins offene Messer zu laufen. Doch während die Offensive von Leicester bei Godin und Co. gut aufgehoben ist, dürfte Griezmann mit seiner Technik und Torgefahr die Abwehrreihe der Engländer mächtig durcheinander wirbeln. Prognose: Atlético kommt weiter.

Juventus Turin – FC Barcelona

Die “Alte Dame” bekommt die Chance zur Revanche für die Finalpleite im Jahr 2015. Einer, der damals noch für die Blaugrana auflief, trägt jetzt weiß und schwarz: Rechtsverteidiger Dani Alves. Ausgerechnet auf seiner Position fehlt Barcelona ein richtig guter Mann. Wohl auch deshalb lässt Luis Enrique aktuell hinten mit einer Dreierkette ohne echten Außenverteidiger spielen.

Im Vergleich zu 2015 hat Barcelona vor allem im Mittelfeld an Klasse eingebüßt. Die Aufstellung könnte zwar bis auf Dani Alves identisch mit dem damaligen Finale sein. Aber weder Ivan Rakitic noch Sergio Busquets spielen eine gute Saison, Andres Iniesta zollt dem Alter Tribut und ist selten so dominant wie er es 2015 noch war. Noch mehr hat sich beim Gegner getan. Mit Evra, Pirlo, Pogba, Vidal, Tevez und Morata sind sechs der ersten Elf von damals nicht mehr im Verein. Doch verschlechtert hat sich das Team von Massimiliano Allegri, der Antonio Conte ablöste, deshalb nicht. Der Toptorjäger der Bianconeri ist ein alter Bekannter. Gonzalo Higuaín ging einst für Real Madrid auf Torejagd, Messi kennt seinen Landsmann aus der Albiceleste. Ähnlich gefährlich ist Paulo Dybala, der bei Juve in einem 4-2-3-1 hinter Higuaín aufläuft. Linksverteidiger Alex Sandro bringt viel Offensivdrang mit, im Zentrum agiert der Arbeiter Khedira neben dem Spielgestalter Pjanic. Über Außen sorgen Cuadrado und Mandzukic – der von Allegri zum Linksaußen umfunktioniert wurde und sich ganz in den Dienst der Mannschaft stellt – für Gefahr.

Während Juve gegen Porto letztlich bequem ins Viertelfinale einzog, noch ungeschlagen ist und – typisch Italiener – erst zwei Tore in acht Spielen kassiert hat, brauchte Barcelona im Rückspiel gegen Paris ein Fußball-Wunder. Doch anders als vor wenigen Jahren überzeugten die Blaugrana trotz sechs Toren nicht spielerisch. Das Team verlässt sich auf seine Stars und deren individuelle Klasse. Allzu oft lautet das Erfolgsrezept, Messi oder Neymar den Ball zu geben und darauf zu hoffen, dass ihnen etwas einfällt. Tolle Kombinationen, die es gegen stabile und gut eingespielte Abwehrreihen braucht, sieht man aktuell selten. Gerade gegen Juve sind also die Geniestreiche des Sturmtrios gefragt. Und das schon in Italien. Denn dass Die “Vecchia Signora” im Rückspiel ähnlich zusammen bricht wie Paris im Achtelfinale, darauf sollten sich Messi und Co. nicht verlassen. Um weiterzukommen, muss schon im Hinspiel ein gutes Ergebnis her. Doch besonders viele Chancen wird “MSN”, der Traumsturm der Katalanen, in Turin nicht bekommen.

Es dürften zwei enge Spiele werden, bei denen es besonders auf die Auswärtstore ankommen wird. Gelingt es Barcelona, mit einem Remis oder einer knappen Niederlage samt eigenem Treffer aus dem Juventus Stadium herauszukommen, ist das Erreichen des Halbfinals realistisch. Ein 2:0 dürfte oder 3:1 dürfte Juventus hingegen reichen, um mit einer soliden Abwehrleistung und dem gegen Barcelona in der aktuellen Verfassung fast schon eingeplanten Auswärtstor zu Bestehen.

Prognose: Barcelona setzt sich knapp durch

The post Champions League – welche Chancen haben Real, Barça und Atlético im Viertelfinale? appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/europa/champions-league-real-barca-atletico-viertel-384013/feed 0
City gelingt die Revanche gegen Barcelona – Gündogan erneut mit Doppelpack http://www.chefutbol.com/europa/spanien/city-gelingt-revanche-barcelona-121 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/city-gelingt-revanche-barcelona-121#comments Wed, 02 Nov 2016 10:13:37 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=1121 Konter-Taktik entblößt Barcelonas Abwehrschwächen. Ilkay Gündogan trifft erneut doppelt. In einem rassigen, hochklassigen und rasanten Spiel schlägt Manchester City den Gast aus Barcelona verdient mit 3:1. Zwar hatte Barcelona von Beginn an mehr Ballbesitz, aber die „Sky Blues“ pressten sehr...

The post City gelingt die Revanche gegen Barcelona – Gündogan erneut mit Doppelpack appeared first on chefutbol.

]]>
Konter-Taktik entblößt Barcelonas Abwehrschwächen. Ilkay Gündogan trifft erneut doppelt.

In einem rassigen, hochklassigen und rasanten Spiel schlägt Manchester City den Gast aus Barcelona verdient mit 3:1. Zwar hatte Barcelona von Beginn an mehr Ballbesitz, aber die „Sky Blues“ pressten sehr früh und aggressiv und wollten so Fehler in der gegnerischen Hälfte erzwingen. Nach wenigen Minuten hatte Digne, der einen Konter mit einem taktischen Foul unterband, Glück, dass ihm Schiedsrichter Viktor Kassai dafür keine gelbe Karte zeigte. Auch Fernandinho kam trotz einer Grätsche mit offener Sohle mit einer Ermahnung davon.

Die erste strittige Strafraumszene gab es in der 11. Spielminte: City konterte, Sterling ging im Strafraum im Duell mit Umtiti theatralisch zu Boden und sah von Kassai die gelbe Karte wegen einer Schwalbe. Eine harte Entscheidung, denn Umtiti traf den Angreifer am Fuß, es hätte auch Elfmeter geben können.

Wie aus dem Nichts fiel nach 21 Minuten das 0:1 für Barcelona durch einen Konter wie aus dem Lehrbuch. Nach einem Freistoß für City weit in der gegnerischen Hälfte kam der Ball zu Messi, der einen weiten Ball nach links auf Neymar spielte. Dieser ging die Linie entlang und spielte auf Höhe des Strafraums durch mehrere gegnerische Akteuer hindurch quer auf Messi, der frei vor Caballero eiskalt blieb. Es war Messis siebtes Tor in dieser Champions-League-Vorrunde und das 54. Vorrunden-Tor insgesamt. Damit hat er vor Raul den alleinigen Rekord.

Lionel Messi freut sich über sein Führungstor

City, das bis dahin mehr vom Spiel hatte, blieb aber am Drücker. Ein Weitschussvon Gündogan (23.) war aber zu zentral, ter Stegen parierte ohne Mühe. Nach rund einer halben Stunde hatte Barcelona seine beste Phase. Nach einem sehenswerten Dribbling von André Gomes kam Neymar zunächst nicht zum Abschluss (33.). Dann wurde ein satter Schuss von Gomes geblockt und unmittelbar darauf war ein Zuspiel von Messi auf Suarez einen Tick zu hoch, der Uruguayer kam mit dem Kopf nicht mehr richtig ran. Kurz darauf kam auch Suarez Schuss an einem City-Verteidiger nicht vorbei.

Sergi Roberto leitet mit Fehlpass das 1:1 ein

Barcelona machte in dieser Phase viel Druck, das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Rechtsverteidiger Sergi Roberto leistete sich einen katastrophalen Fehlpass vor dem eigenen Strafraum. Der zentral postierte Agüero spielte nach rechts auf Sterling, der direkt quer legte. Am zweiten Pfosten stand Gündogan völlig frei und brachte das Leder mühelos im Tor unter (39.).

Die Hintermannschaft der Blaugrana war jetzt völlig von der Rolle. Ein weiterer Ballverlust in der 41. Spielminute führte beinahe zum 2:1. Nach einem Konter zielte aber Fernandinho nicht genau genug, der Ball ging knapp am Tor vorbei. Kurz darauf wollte Messi einen Elfmeter. „La Pulga“ war mit einem seiner unwiderstehlichen Dribblings in den Strafraum der Heimelf eingedrungen und wurde dort zu Fall gebracht. Kassai ließ aber weiterlaufen und so blieb es beim 1:1 zur Pause.

Man City gibt auch nach der Pause den Ton an

Nach einer insgesamt ausgeglichenen ersten Hälfte war es direkt nach Wiederanpfiff City, das den Ton angab. Bereits in der 47. Minute hatte Sterling die große Chance zur Führung nach einem erneuten Fehlpass in der Abwehr von Barcelona. Der Winkel wurde letztlich aber zu spitz, der Stürmer traf nur das Außennetz. Kurz danach rauschte ein Fernschuss von Kun Agüero nur knapp am Tor vorbei. In der  51. gelang City aber die mittlerweile verdiente Führung: Busquets brachte Silva vor dem Strafraum zu Fall. De Bruyne trat zum Freistoß an und schoss wuchtig ins lange Eck. Ter Stegen, dem die Sicht offenbar verdeckt war, machte einen Schritt in die andere Ecke und musste konnte das Tor dann nicht mehr verhindern. Letztlich geht der Treffer auf seine Kappe.

 Der Führungstreffer durch Kevin De Bruyne

City blieb gefährlich und wollte jetzt das 3:1 Ein weiterer Freistoß von de Bruyne, diesmal als Flanke von rechts, fand im Strafraum aber keinen Abnehmer, Otamendi verpasste am zweiten Pfosten knapp (53). Vier Minuten später versuchte es Agüero nach Freistoß de Bruyne per Kopf, erneut strich das Leder nur knapp am Tor vorbei. Barcelona leistete sich in dieser Phase viele unnötige Ballverluste. Abwehrchef Piqué wurde an allen Ecken und Enden vermisst, weder Digne, noch Umtiti oder Sergi Roberto wirkten sattelfest. Immer wieder gelang es City, durch schnelle Konter große Gefahr zu erzeugen. Taktisch ließ Pep Guardiola gegen seinen Ex-Verein in der zweiten Halbzeit so spielen wie einst José Mourinho als Trainer von Inter Mailand oder Real Madrid gegen die Blaugrana der Ära Pep. Von der Sturmreihe Messi-Suarez-Neymar war in dieser Phase überhaupt nichts zu sehen.

Es dauerte bis zur 65. Minute, ehe sich die Gäste die erste nennenswerte Chance in der zweiten Halbzeit erspielten konnten. Ein Fehlpass der Heimelf brachte Suarez ins Spiel. Der Stürmer ließ einen Verteidiger sehenswert stehen und legte dann quer auf Andre Gomes. Der Portugiese hatte alle Zeit der Welt, um sich eine Ecke auszusuchen und drosch das Leder gegen die Latte.

Gündogan macht alles klar

Kurz darauf konterte erneut City, de Bruyne traf aber nur den Außenpfosten. In der 74. Spielminute gelang den Hausherren aber das hochverdiente 3:1. Das Tor war allerdings umstritten. Eine Flanke des eingewechselten Jesus Navas leitete Agüero im Fünfmeterraum im Fallen mit der angelegten Hand weiter zu Gündogan. Der Deutsche erzielte seinen zweiten Treffer der Partie, während ter Stegen vergeblich Handspiel reklamierte.

 Ilkay Gündogan feiert seinen zweiten Treffer

In der Schlussviertelstunde blieb ein richtiges Aufbäumen der Gäste aus. City erspielte sich zwar selbst keine Großchance mehr, die komfortable Führung geriet allerdings auch nicht in Gefahr. Die „Sky Blues“ revanchieren sich somit für das 4:0 im Hinspiel.

Barcelona liegt mit neun Punkten weiter im Soll und an der Tabellenspitze. Dahinter folgen City mit 7 und Mönchengladbach mit 4. Am Mittwoch, 23. November, geht es für die Blaugrana nach Schottland. Gegen Celtic Glasgow kann sich die Elf von Luis Enrique keinen Ausrutscher erlauben, sonst ist der Gruppensieg in Gefahr.

The post City gelingt die Revanche gegen Barcelona – Gündogan erneut mit Doppelpack appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/europa/spanien/city-gelingt-revanche-barcelona-121/feed 1
Gabriel Jesus und Gabigol: Brasiliens neue goldene Generation? http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/gabriel-jesus-gabigol-brasilien-912 http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/gabriel-jesus-gabigol-brasilien-912#comments Wed, 28 Sep 2016 17:26:45 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=861 Gabriel Jesus, der im Januar zu Pep Guardiola und Manchester City wechseln wird, und Gabriel “Gabigol” Barbosa, der Ende August zu Inter Mailand in die Serie A wechselte, gelten als die neuen Hoffnungsträger der “Seleção”. 2002 hatte Brasilien zuletzt und...

The post Gabriel Jesus und Gabigol: Brasiliens neue goldene Generation? appeared first on chefutbol.

]]>
By Fernando Frazão/Agência Brasil [CC BY 3.0 br (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/br/deed.en)], via Wikimedia Commons

By Fernando Frazão/Agência Brasil [CC BY 3.0 br (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/br/deed.en)], via Wikimedia Commons

Gabriel Jesus, der im Januar zu Pep Guardiola und Manchester City wechseln wird, und Gabriel “Gabigol” Barbosa, der Ende August zu Inter Mailand in die Serie A wechselte, gelten als die neuen Hoffnungsträger der “Seleção”.

2002 hatte Brasilien zuletzt und zum fünften Mal den Weltmeistertitel holen können. Gegen das rumpelfüßige Deutschland, mit Oliver Kahn aber ohne den gesperrten Michael Ballack, setzte man sich im Finale dank zweier Tore von Ronaldo mit 2:0 durch. Auch 2006 bei der WM in Deutschland war die brasilianische Auswahl noch gespickt von Superstars. Beispiele gefällig: Roberto Carlos, Ronaldinho, Ronaldo, Kaka, Adriano, Cafu…Doch in den Jahren danach wurde es düster: Star für Star beendete seine Karriere oder spielte Fußball nur noch als Nebenbeschäftigung zum Partyleben (Ronaldinho Gaucho). Schon bei der WM 2010, als Brasilien im Viertelfinale an Holland scheitert, ist der bei Real Madrid weit vom alten AC-Mailand-Glanz entfernte Kaka der einzig verbliebene Superstar. 2014 bei der Heim-WM darf sich sogar der doch arg limitierte Fred als Mittelstürmer versuchen. Einzig Neymar versprüht so etwas wie die gewohnte brasilianische Extra-Klasse. Das Ende der WM 2014 ist bekannt. “Sete-a-um” (sieben zu eins) ruft immer noch Alpträume bei jedem Brasilianer hervor. (In Brasilien gibt es sogar eine eigene Homepage [www.seteaum.com.br]dazu, wo man “Fan-T-Shirts” zu diesem historischen Tag bestellen kann. Wohl für Masochisten gedacht.)

Olympia 2016 als Wendepunkt?

Im Olympischen Finale von Rio dieses Jahr dann die kleine Revanche: Im Finale kann die brasilianische Auswahl angeführt von Neymar die deutsche Rumpfauswahl im Elfmeterschießen niederringen. Ein erster, klitzekleiner Schritt, um die Schmach von 2014 vergessen zu machen. Neymar ist überglücklich, die Tränen fließen beim Kapitän und Superstar. Der Druck, der auf ihn und der gesamten Mannschaft lastete, war teilweise unmenschlich. Neben ihm auf dem Foto: Gabriel Jesus (links) und Gabriel Barbosa (rechts).

View this post on Instagram

???

A post shared by Gabriel Jesus (@dejesusoficial) on

Genau hier könnte der Ursprung einer neuen goldenen Generation der brasilianischen Nationalelf liegen. Denn der Druck wurde diesmal etwas verteilt. Neymar hatte zwei Jungstars an seiner Seite, die genauso wie der Barcelona-Star Spiele entscheiden können und ihn merklich entlasteten. Es tut sich wieder was in dem Land, wo eigentlich die Talente auf der Straße wie Zuckerrohr aus dem Boden sprießen, aber die letzten Jahre anscheinend einer Missernte zum Opfer gefallen sind.

Gabriel Jesus auf Neymars Spuren

Nummer eins der beiden Adjutanten Neymars ist Gabriel Jesus. Der 1997 in São Paulo geborene Stürmer spielt im Moment noch in den grün-weißen Trikots von Palmeiras und kämpft dort um die brasilianische Meisterschaft. Ab Januar hat ihn dann Pep Guardiola bei Man City unter seinen Fittichen, die sich die Dienste des 1,75 m großen Stürmers um die 32 Millionen Euro kosten ließen.

Im Stadtteil Cachoeirinhas von São Paulo aufgewachsen und auf den Straßen das Fußballspielen gelernt, wechselte Gabriel Jesus im Jahr 2013 in die Jugend von Palmeiras São Paulo, einem der renommiertesten Vereine in Brasilien. Dort schlug er im ersten Jahr gleich ein wie eine Bombe und schoss in 48 Jugendspielen satte 54 Tore. Nur ein Jahr später stand das große Palmeiras vor dem Absturz in die zweite Liga und Gabriel Jesus im Abstiegskampf das erste Mal im Kader. Doch trotz Fanprotesten und -petitionen (Hashtag in Twitter: #JogaGabriel (Gabriel soll spielen)) blieb er nur auf der Bank. Palmeiras hielt auch ohne seinen Rohdiamanten die Klasse und Gabriel Jesus wurde nicht verheizt.

Danach ging es im Expresstempo weiter für Gabriel Jesus: Am 7. März 2015 feierte er schließlich sein Debüt für die erste Mannschaft in der Staatsmeisterschaft von São Paulo, wo Palmeiras erst im Finale am Ex-Klub von Neymar, Santos, scheiterte. Kurze Zeit später debütierte er auch in der brasilianischen Serie A, wo er im Jahr 2015 dann auch zum besten Nachwuchsspieler geehrte wurde.

Im Februar diesen Jahres machte er dann sein erstes internationales Spiel in der Copa Libertadores, wo er im Gruppenspiel gegen River Plate gleich sein erstes Tor im südamerikanischen Pendant zur Champions League erzielen konnte. In insgesamt fünf Spielen konnte Jesus vier Tore erzielen, kassierte jedoch auch eine rote Karte wegen einer Tätlichkeit nach einem an ihm begangenen Foulspiel. In diesem Jahr spielt er mit Palmeiras um die brasilianische Meisterschaft mit und führt mit 11 Toren auch die Torjägerliste an.

Auf dem Platz ähnelt Gabriel Jesus seinem Vorbild vom FC Barcelona, Neymar, sehr. Extrem antrittsschnell, wendig, dribbelstark, ein Typ Straßenfußballer eben. Dazu ist er sehr abschlussstark und wirkt sehr diszipliniert, was auch seine Aussagen bei den Olympischen Spielen unter Beweis stellten: “”Der gesamte Erfolg kommt von viel harter Arbeit. Ich will immer besser werden. Das ist mein Ziel. Wir alle kennen die Qualität von Neymar, aber es ist nicht nur er, jeder im Team hat eine enorme Qualität. Willian und Coutinho schaffen viele Räume und binden die Verteidiger.” Pep Guardiola kann sich also auf einen sehr talentierten und ehrgeizigen jungen Mann freuen.

Gabigol auf den Spuren Ronaldos (Luiz Nazario)

Gabriel Barbosa, genannt Gabigol. Dieser Spitzname sollte allen Verteidigern in der italienischen Serie A schon einmal zu Denken geben. Am vergangenen Sonntag feierte Gabriel Barbosa sein Debüt für Inter Mailand. In seinem 16-minütigen Einsatz konnte er zwar noch kein Tor erzielen, aber die nächsten Wochen sollte er genügend Gelegenheiten dazu bekommen.

“Er hat den linken Fuß von Ganso, die Technik von Neymar und die Schnelligkeit von Lucas Moura”

Mit diesen Worten beschrieb Wagner Ribeiro (u.a. Berater von Neymar und Robinho) vor kurzem Gabriel Barbosa. Im Alter von 8 Jahren kam dieser zum FC Santos, nachdem er im Trikot des FC São Paulo fünf Tore in einem Spiel gegen Santos samt Jugentrainer Emerson erzielen konnte. Santos konnte den kleinen Knirps zu einem Wechsel überreden.

Bei Santos, das bekannt ist für seine gute Stürmerausbildung und unter anderem schon Neymar und Pelé herausgebracht hat, wussten sie schon früh, mit was für einem Toptalent sie es zu tun hatten. Emerson Ballio, sein Jugendtrainer bei Santos und davor “Opfer” der Fünf-Tore-Gala von Barbosa, sprach bereits im Jahr 2011 über Gabigol bei Globoesporte: “Wir arbeiten daran, dass er ein Topspieler wird, aber das wichtigste hat er schon: Talent. Wir versuchen ihm klar zu machen, dass es wichtig ist, immer dazuzulernen, sei es ein Spiel zu lesen, sich taktisch oder technisch weiterzuentwickeln. Den Rest hat bzw. weiß er schon. Er versteht es wie wenige andere Tore zu machen. Sein großer Vorteil ist, dass er keine Angst hat, Fehler zu machen.”

Angesprochen auf das obige Zitat von Wagner Ribeiro, erklärt sein Jugendtrainer, was der mächtige Spielerberater damit meinte: “Er ähnelt Ganso ein wenig, nur ist er torgefährlicher, da ähnelt er mehr Neymar oder Robinho. Ganso ist mehr der Organisator, während Gabriel lieber selbst die Initiative ergreift. Er spielt offensiver und schließt öfter ab.” In der Tat ist Gabriel Barbosa mehr ein linker Außenstürmer à la Arjen Robben oder eben Gabriel Jesus als ein zentraler Mittelfeldspieler wie Ganso. Doch ist der 20-jähriger auch robuster als die beiden genannten Flügelstürmer und käme auch für die Mittelstürmerposition in Frage.

 (Gabigol bei seinem Debüt für Inter Mailand am vergangenen Wochenende)

Nun also zu Inter Mailand, für um die 27,5 Millionen Euro. Die Tifosi der Neraazurri haben große Hoffnung in Gabigol, soll er den ehemaligen Champions-League-Sieger doch wieder zu altem Glanz führen und möglichst in die Fußstapfen eines gewissen Ronaldo Luís Nazário de Lima treten. Seinen Spitznamen “Gabigol” gaben sie ihm damals bei Santos, als er im Alter zwischen acht und sechzehn Jahren über 600 Tore in den Jugendligen geschossen. Gabigol weiß, wo das Tor steht, das sollte sich auch bald unter Italiens Verteidigern rumgesprochen haben.

In Brasilien, so hört man, schielen sie schon auf die WM 2018, mit großer Vorfreude. Neymar und die zwei Gabriels in vorderster Front, Brasilien könnte endlich wieder seinem eigenen Anspruch gerecht werden. Und der Betreiber von www.seteaum.com.br dann wohl die Seite einstampfen.

The post Gabriel Jesus und Gabigol: Brasiliens neue goldene Generation? appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/gabriel-jesus-gabigol-brasilien-912/feed 11