Frankreich – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2016/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Frankreich – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Zieht es Neymar zu Real Madrid? – Unser Faktencheck http://www.chefutbol.com/europa/spanien/neymar-real-madrid-911237 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/neymar-real-madrid-911237#respond Thu, 18 Jan 2018 23:01:26 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7432 Seit einem halben Jahr spielt Neymar beim Scheich-Club von Paris St. Germain. Fast genauso lange halten sich Gerüchte, dass er sich in der französischen Metropole nicht wohlfühle. Immer wieder gibt es Berichte, dass Real Madrid Interesse an einer Verpflichtung des...

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Seit einem halben Jahr spielt Neymar beim Scheich-Club von Paris St. Germain. Fast genauso lange halten sich Gerüchte, dass er sich in der französischen Metropole nicht wohlfühle. Immer wieder gibt es Berichte, dass Real Madrid Interesse an einer Verpflichtung des Brasilianers hätte, aber was ist dran, an der brisantesten Spekulation dieses Winters?

Im Sommer ist der Aufschrei groß gewesen. Neymar wechselte für 222 Mio. € vom FC Barcelona zu Paris St. Germain. Der teuerste Spieler in der Geschichte schlug auf Anhieb ein: In 22 Pflichtspielen erzielte der Linksaußen 20 Tore und bereitete 14 weitere Treffer vor. Trotz aller Gerüchte um Allüren und Extraklauseln im Vertrag des Brasilianers hat der Star der Seleção in der Stadt der Liebe auf Anhieb funktioniert und einen Hype ausgelöst. Er ist der Grund dafür, dass man mittlerweile in Paris realistische Träume über den Champions League Titel hegt. Angesichts der überschaubaren Konkurrenz in Frankreich, der einzig wahre Meilenstein, den es für PSG anzustreben gilt.

Trotz des momentanen Erfolges, herrscht in Paris seit dem Transfer keine Ruhe. Es halten sich schon lange stetige Gerüchte um einen Abschiedswunsch des Brasilianers – zu lange um bloß eine Ente zu sein, möchte man meinen. Unlängst wurde davon berichtet, dass der streitbare Vater von Neymar Real Madrids Präsident Pérez bereits ein Wechselversprechen gegeben haben soll. Weiterhin wird vermeldet, er wolle so viel Druck wie möglich auf Nasser Al-Khelaifi, dem Clubboss von Paris St. Germain ausüben. Eine Masche, die man dem als geldgierigen Mann beschriebenen Vater des Fußballers zutrauen könnte. Vielleicht tun ihm die Medien allerdings auch Unrecht und nutzen lediglich seinen Ruf, um ein brisantes Thema zu legitimieren.

Verwirrung, Spekulation und Gerüchte

Streitigkeiten innerhalb des Teams und Mitspieler, welche sich an Neymars Allüren stören haben angeblich zur Folge, dass er sich nicht wohl fühlt an der Seine. Wenn ein Spieler vom Kaliber des Brasilianers schließlich einen Wechselwunsch hegt, liegt es unwahrscheinlich Nahe, dass ein Club wie Real Madrid auf dem Radar erscheint. Sportlich ist er einer der wenigen Offensivspieler, welcher die Angriffsmaschinerie der Königlichen nochmals verstärken kann. Es gibt nur einen Haken, und das ist sein Preis. Schenkt man gar britischen Medienberichten glauben, ist eine Voraussetzung von Neymar für einen Wechsel, dass auch sein Landsmann und Teamkollege bei Paris, Marquinhos, verpflichtet werden soll. Dadurch würde die Gesamtablöse um einen nicht unerheblichen Betrag steigen.

Beim Wechsel von Neymar im Sommer wurden bereits alle Transferrekorde der Vergangenheit pulverisiert und offensichtlich auch diverse Finanzrichtlinien der FIFA umschifft. Angesichts der Leistungen des Brasilianers im abgelaufenen Halbjahr und seines Vertrages bis ins Jahr 2022 erscheint der aktuelle Marktwert von 150 Mio. € zu einer trivialen Größe zu verkommen, welche an der Realität weit vorbeigehen wird, sollte der Deal tatsächlich stattfinden. Egal, welcher Verein seine Route nach dem aktuell dicksten Fisch auf dem Fußballmarkt auswerfen wird, er muss tief in die Tasche greifen – sehr tief. Selbst die einst ausgerufenen 250 Mio. € könnten deutlich zu wenig sein.

Wer, wenn nicht Real Madrid?!

Auch wenn die Königlichen in der Vergangenheit stets für Rekordablösen auf dem Transfermarkt sorgen konnten, ist es in den vergangenen Transferperioden beinahe erschreckend ruhig um die Blancos geworden. War es lediglich die Ruhe vor dem Sturm und uns erwartet ein Paukenschlag? Angesichts der aktuellen sportlichen Misere werden die Forderungen nach einem neuen „Galaktischen“ in Madrid immer größer. Es kreisen Namen, wie Werner, Hazard oder Kane um das Bernabéu, der absolute Königstransfer wäre allerdings Neymar. Am Brasilianer wird zukünftig kaum ein Weg mehr zum Weltfußballer vorbeigehen und seine Rückkehr nach Spanien wäre der perfekte Seitenhieb für den FC Barcelona, welchen die Fans in Madrid so sehr herbeisehnen.

Sportlich und für das Selbstverständnis des Hauptstadtclubs ist Neymar die absolut perfekte Wahl. Das denkt man sich allerdings auch in Paris. Vereinsboss Al-Khelaifi wird seinen Star kaum ziehen lassen wollen. Jeder hat vielleicht ein Preisschild, das von Neymar ist aber besonders groß. Hinzu kommt, dass Paris ausgerechnet der Club ist, dem Geld und Ablösesummen am wenigsten zu interessieren scheinen. So kann ein Wechsel überhaupt erst realisierbar werden, wenn Neymar seinen Wechselwunsch tatsächlich bekundet. Trotz aller Gerüchte über sein nicht vorhandenes Wohlbefinden beteuert der Brasilianer, dass er in Paris glücklich sei und bleiben möchte. Wenn das stimmt, sind weitere Spekulationen bestandslos.

Es gibt einen Schlüssel für Real zu Neymar

Die Situation scheint, als hätte zunächst Neymar die Qual der Wahl. Will er tatsächlich weg aus Paris, müssen die Verantwortlichen Reals im Anschluss Al-Khelaifi überzeugen. Geld ist ein Mittel, welches ihn nur interessieren wird, wenn der Weltverband Nachforschungen zu den Transferausgaben anstellen wird und konkrete Sanktionen drohen. In Madrid gibt es allerdings ein Objekt der Begierde, welches dem Scheich womöglich doch zum Überlegen bringen könnte: Es ist Cristiano Ronaldo. Auf den Weltfußballer hat es der Al-Khelaifi augenscheinlich schon lange abgesehen. Ein Tauschgeschäft um Neymar und Ronaldo würde wohl alles Dagewesene übertreffen.

Noch gibt es aber keine konkreten Aussagen, Berichte zu dem Thema unterliegen Schwankungen. Diesen Winter wird voraussichtlich noch nichts geschehen. Ob uns dann der größte Transfer der Fußballgeschichte im Sommer bevorsteht, bleibt zunächst reine Spekulation. Bis dahin werden noch viele Namen und Summen fallen, denen man stets kritisch gegenüberstehen sollte. Eine Suppe wird nie so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Allerdings ist bei dieser Metapher von einer Suppe die Rede, an der sich auch die größten Vereine Europas die Zunge gehörig verbrennen könnten. Ob Real Madrid von der „Versuchung Neymar“ kosten wird, bleibt abzuwarten. Wir sind gespannt.

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“El Tigre” stillt seinen Torhunger – Falcao im Fürstentum mit zweitem Frühling http://www.chefutbol.com/lateinamerikanische-spieler-auf-der-welt/falcao-still-torhunger http://www.chefutbol.com/lateinamerikanische-spieler-auf-der-welt/falcao-still-torhunger#respond Thu, 28 Sep 2017 22:24:56 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6123 Nach zwei überaus schwierigen Jahren in England beim FC Chelsea und Manchester United kehrte Falcao 2016 ins Fürstentum Monaco zurück. Der Rekordtransfer der Monegassen konnte sich weder bei den “Blues” noch bei den “Red Devils” im Sturmzentrum etablieren, die Karriere...

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Nach zwei überaus schwierigen Jahren in England beim FC Chelsea und Manchester United kehrte Falcao 2016 ins Fürstentum Monaco zurück. Der Rekordtransfer der Monegassen konnte sich weder bei den “Blues” noch bei den “Red Devils” im Sturmzentrum etablieren, die Karriere des 60 Millionen-Manns schien bereits mit 30 vorüber zu sein. Doch in Frankreichs höchster Spielklasse konnte “El Tigre” an seine phänomenalen Leistungen beim FC Porto und den “Colchoneros” aus Madrids Süden anknüpfen und bescherte Monaco im vergangenen Jahr den französischen Meistertitel vor dem Starensemble aus Paris. Es scheint, als wäre aus der zwischenzeitlichen “Schmusekatze” wieder ein echter “Tiger” geworden. Und die Raubkatze ist hungrig..

Für ingesamt vier Jahre versetzte Radamel Falcao García Zárate zahlreiche Defensivabteilungen europäischer Spitzenvereine regelmäßig in Angst und Schrecken. Der Kolumbianer war nur schwer zu stoppen und im Strafraum nahezu aus jeder Lage tödlich, was ihm den Spitznamen “El Tigre” einbrachte. Nach einem enttäuschenden Aufenthalt auf der Insel schickt sich der Kolumbianer beim AS Monaco im Alter von 31 Jahren nun wieder an, seinem Spitznamen alle Ehre zu machen.

De Madrid al cielo?

Die Bewohner der spanischen Hauptstadt Madrid, unabhängig davon ob sie Fans der Blancos aus dem noblen Chamartín im Norden oder Anhänger der Colchoneros aus den Arbeitervierteln im Süden der Metropole sind, stimmen in sich in einer Angelegenheit zu. Dem madrilenischen Lebensmotto: “De Madrid al cielo”. Von Madrid in den Himmel. Meint soviel wie: Nur im Himmel ist es schöner als in unserem Madrid. Für Falcao, der insgesamt zwei Jahre in der 3,2 Mio.-Stadt verbrachte, sollte sich dieser Spruch in gewisser Weise bewahrheiten.

Für die stattliche Summe von 47 Mio. € eisten die Rojiblancos den kolumbianischen Stürmerstar im Sommer 2011 vom FC Porto los, wo er in 87 Spielen ganze 72 Tore erzielt hatte, eine fantastische Ausbeute.

Das zum damaligen Zeitpunkt saftige Investment sollte sich für Atlético Madrid mehr als bezahlt machen. Für die Colchoneros spielte Falcao von Beginn an wie entfesselt auf. In seiner ersten Spielzeit in der Primera División gewann Falcao mit “Atleti” die Europa League, die er im Vorjahr bereits mit dem FC Porto gewinnen konnte und schoss 12 Tore in den 15 Partien des Wettbewerbs. Auch in der Liga schlug “El Tigre” 24 Mal zu, nur die beiden Außerirdischen CR7 und Leo Messi konnten öfter einnetzen.

Zu Beginn seiner zweiten Saison machte Falcao genau da weiter, wo er im Vorjahr aufgehört hatte. Am zweiten Spieltag gegen Athletic Bilbao gelang dem Kolumbianer ein Hattrick, nur einige Wochen später gar ein Fünferpack gegen Deportivo La Coruna.

Am Ende der Temporada konnte Falcao seine Torausbeute im Vergleich zum Vorjahr sogar noch steigern, im Ligabetrieb gelangen ihm 28 Treffer. Zusätzlich bezwang Atlético den ewigen Rivalen Real Madrid im Finale der Copa del Rey, was eine bereits sehr gute Saison der Rojiblancos sogar noch krönte.

Wechsel ins Fürstentum und Beginn der Leidenszeit für Falcao

Im Sommer 2013 machte der finanzstarke Ligue 1- Aufsteiger AS Monaco dem torgefährlichen Kolumbianer ein Angebot wie in Francis Ford Copollas preisgekröntem Meisterwerk “Der Pate”. Ein Angebot, dass er nicht ablehnen konnte. Ein Jahressalär von 14 Mio. €, netto wohlgemerkt, und die Aussicht auf den Lebensstil der Reichen und Schönen an der Côte d’Azur.

Falcao zögerte nicht lange und nachdem Monaco die von Atlético geforderten 60 Mio. € auf den Tisch gelegt hatte, dem russischen Investor sei Dank, kehrte “El Tigre” der spanischen Hauptstadt den Rücken. In den Himmel ging es allerdings erstmal nicht.

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Zunächst sah es für die kolumbianische Raubkatze gar nicht schlecht aus. Neun Tore in den ersten 15 Spielen für den Aufsteiger standen zu Buche, es schien, als würde sich der Tiger auch in seinem neuen Lebensraum behaupten können. Doch in einem Pokalmatch im Januar 2014 erlitt Falcao einen Kreuzbandriss im linken Knie, was ihn für die gesamte Rückrunde der Saison 2013/14 als auch für die Weltmeisterschaft 2014 außer Gefecht setzte. Ein schwerer Schlag für den kolumbianischen Stürmerstar.

Falcao und das englische Missverständnis

Im August 2014, am Transfer Deadline Day, vollzog Falcao einen Wechsel zu Manchester United, die vom niederländischen General Louis van Gaal trainiert wurden, zunächst auf Leihbasis mit vereinbarter Kaufoption.

Lange Zeit war in Monaco nicht klar, inwiefern der russische Milliardär und Mäzen Dmitry Rybolovlev sein Investment aufrecht erhalten würde. Da Falcao einer der Topverdiener im Fürstentum war, entschloss man sich, den Kolumbianer vorübergehend in England bis zur endgültigen Klärung der Umstände zu “parken” und ihn somit von der Gehaltsliste zu streichen.

Falcao brauchte im regnerischen England einiges an Anlaufzeit, sowohl die Kultur, als auch die Sprache und Spielweise in der Liga waren etwas Neues für den sonnenverwöhnten Falcao.

Coach van Gaal verlor jedoch alsbald das Vertrauen in den hochdekorierten Stürmerstar, weshalb Falcao fortan immer öfter mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen musste oder in der Am Ende der Saison standen für “El Tigre” magere vier Törchen in 26 Spielen auf der Habenseite, eine gebrauchte Spielzeit.

Im darauffolgenden Jahr zog des Falcao in die englische Finanzmetropole und Hauptstadt London zum FC Chelsea. Bei den Blues lief es für Falcao allerdings noch schlechter. Insgesamt absolvierte der Kolumbianer nur zehn Spiele für den Klub aus dem Nobelstadteil Chelsea, dabei gelang ihm ein Treffer. Den Großteil der Spielzeit verbrachte er entweder verletzt oder auf der Bank.

Rückkehr ins Fürstentum – Zweiter Frühling

Es schien, als wäre die vielversprechende Karriere des kolumbianischen Mittelstürmers aufgrund der Verletzungen der letzten Jahre schon an ihrem unvermeidlichen Ende angelangt. Allerhöchstens in der katarischen Wüste oder in der geldüberfluteten chinesischen Liga könnte er noch einmal dick abkassieren. Allerdings kehrte Falcao zur Saison 2016/17 ins Fürstentum Monaco zurück und fand in Leonardo Jardim einen Trainer vor, der an die Fähigkeiten von “El Tigre” glaubte und ein Spielsystem etablierte, dass perfekt auf den Mittelstürmer zugeschnitten ist. Der Glaube des Trainers war Balsam für die geschundene Stürmerseele und Falcao sollte das in ihn gesetzte Vertrauen mit Toren zurückzahlen. Vielen Toren.

Falcao ist vom Spielertyp her ein klassischer Neuner, der versucht, Räume zwischen den gegnerischen Innenverteidigern zu finden und als Anspielstation im Sturmzentrum fungiert. Über Monacos schnelle Außenspieler wurden viele Angriffe rasch über die Flügel vorgetragen und Falcao stand oftmals schlicht und ergreifend goldrichtig. Gemeinsam mit dem Youngster Kylian Mbappé als Sturmpartner spielte Falcao eine überragende Saison und konnte all die Qualitäten zeigen, die ihn schon Jahre zuvor zu einem von Europas gefürchtetsten Angreifern gemacht hatten: Physisches Durchsetzungsvermögen, Killerinstinkt vor dem Tor, überragende Abschlussstärke und Schnelligkeit auf den ersten Metern. Ein Komplettpaket. Für Monaco erzielte “El Tigre” in der vergangene Saison in der Liga 21 Tore und bereitete fünf weitere vor, was mit ausschlaggebend für den Gewinn der Meisterschaft vor dem Rivalen aus der Haupstadt, PSG, bedeutete.

Auch auf Europas hellster Bühne, der Champions League, fand Falcao glücklicherweise zurück in die Spur. Mit den Monegassen erreichte er das Halbfinale der Königsklasse, musste sich allerdings dort der “alten Dame” Juventus Turin geschlagen geben. Nichtsdestotrotz gelangen dem Kolumbianer sieben Tore, wenn man die Qualifikationsrunde noch einrechnet. Kein schlechter Wert.

“El Tigre” wieder mit Zähnen

Auch in der aktuellen Saison läuft es trotz des Abgangs von Superstar Mbappé mehr als zufriedenstellend für Falcao. Nach sieben Spieltagen in der französischen Ligue 1 stehen bereits elf Saisontore für den kolumbianischen Ausnahmestürmer zu Buche, der mittlerweile auch Kapitän der jungen Mannschaft des AS Monaco ist. Damit stellt “El Tigre” einen Liga-Rekord auf. Zwar hat Paris St. Germain mit Neymar Jr. und Mbappé ein brandgefährliches Sturmduo gekauft und gemeinsam mit dem Uruguayer Edinson Cavani nun einen 466 Mio. Sturm, allerdings könnte der AS Monaco, auch dank Falcao, ein Wörtchen mitreden, wenn es um den Titelgewinn in Frankreichs höchster Spielklasse geht. Derzeit liegen die Monegassen mit 18 Punkten aus sieben Spielen nur einen Zähler hinter dem Hauptstadtklub.

De Madrid al… Monaco?

Es scheint, als habe der mittlerweile 31-jährige Stürmer aus Santa Marta in Monaco das ideale Umfeld gefunden. Ein Trainer, der jegliches Vertrauen in ihn setzt, eine junge Mannschaft, die der erfahrene Goalgetter anführen kann, und.. nunja, durchschnittlich 15 Grad Celsius und fast ebenso viel Millionen, die jährlich auf das Konto wandern.

Für den Madrilenen gibt es nichts höheres als seine Stadt, Madrid. Von dort aus kann es nur noch weiter in den Himmel gehen. Falcao allerdings hat seinen Himmel an der Côte d’Azur gefunden. Letztlich könnte man also sagen, dass sich die vom Schrifsteller Luis Quiñones de Benavente geprägte Redewendung “De Madrid al Cielo” auch für Falcao bewahrheitet hat. Ein Himmel mit Umwegen.

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Bonjour Neymar? – Faktencheck und Beweggründe zum möglichen Rekordtransfer http://www.chefutbol.com/europa/frankreich/bonjour-neymar-faktencheck-und-beweggrunde-zum-moglichen-rekordtransfer http://www.chefutbol.com/europa/frankreich/bonjour-neymar-faktencheck-und-beweggrunde-zum-moglichen-rekordtransfer#comments Fri, 21 Jul 2017 15:15:13 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5268 Erst am 19. Juli hatten wir in unserem Artikel das heiße Gerücht um die Wechselgedanken des brasilianischen Superstars Neymar berichtet. Mittlerweile kommen neue Infos an die Öffentlichkeit und der schier undenkbare Transfer könnte schon bald realisiert sein. Es wäre ein...

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Erst am 19. Juli hatten wir in unserem Artikel das heiße Gerücht um die Wechselgedanken des brasilianischen Superstars Neymar berichtet. Mittlerweile kommen neue Infos an die Öffentlichkeit und der schier undenkbare Transfer könnte schon bald realisiert sein. Es wäre ein neues Kapitel im Buch des Fußballwahnsinns der letzten Jahre.

Nur ein Jahr, nachdem die magische 100 Mio. Euro Grenze beim Transfer von Paul Pogba gebrochen wurde, besteht schon wieder das Gerücht, dass auch dieser unvorstellbare Betrag durch einen neuen Rekord pulverisiert werden würde. 222 Mio. € steht auf dem Preisschild, welches der FC Barcelona seinem Star umgehängt hat. Die Summe wirkt abstrus. Noch verrückter klingt nur der Gedanke, dass ein Schiech in Paris sitzt, und diese Summe auch noch bereit ist zu bezahlen.

Finanzielles Fragezeichen

Fraglich ist jedoch, wie St. Germain Neymar finanzieren will. Die Summe aufzutreiben ist kein Thema in Paris. Dabei helfen unzählige „Scheichmillionen“. Die enormen Ausgaben vor der FIFA zu rechtfertigen ist eine ganz andere Sache. Das Financial Fairplay sitzt dem Club gewaltig im Nacken. PSG hatte bereits mit der FIFA diesbezüglich zu kämpfen und es drohte der Ausschluss aus der Championsleague. Das weiß auch Barcas Präsident Josep Maria Bartomeu. Im Financial Fairplay liegt wohl auch die einzige Möglichkeit, Neymar zu halten. Will der Spieler tatsächlich gehen und Paris bezahlt die festgeschriebene Ausstiegsklausel, wäre der spanische Topclub absolut machtlos.

„Niemand kann die Ausstiegsklausel zahlen, ohne gegen das Financial Fairplay zu verstoßen“, Bartomeu über den Transfer von Neymar

Ob Bartomeu Recht besitzt, oder ob das sein letzter Strohhalm ist, nachdem er greift muss sich zeigen. Fakt ist, wenn Neymar 222 Mio. Euro kosten wird, muss der PSG schnellstmöglich auch Transfereinnahmen generieren. An der Stelle kommt Veratti ins Spiel, an dem – wie soll es auch anders sein – der FC Barcelona Interesse bekundet. Deshalb könnte sich auch ein Tauschgeschäft rund um den Megadeal anbahnen. Für Verratti selbst werden übrigens auch Summen zwischen 80 und 100 Mio. Euro aufgerufen. Ebenfalls kein Schnäppchen, welches Barca einfach aus seiner Portokasse bezahlen kann. In diesem verrückten Wechselkarussell könnte der Italiener einer der großen Gewinner hervorgehen.

Neymar mimt das Pokerface

Der FC Barcelona hat im Endeffekt am wenigsten Einfluss. PSG muss die Summe irgendwie wieder reinholen und dann liegt die Entscheidung nur noch bei Neymar selbst. Der Brasilianer würde in Paris jedenfalls einige Landsmänner aus der Selecao vorfinden, was ebenso für einen Wechsel spricht. Ein Bekenntnis von Neymar zu einem der Clubs gibt es keins. Er inszeniert sich und seine Situation perfekt auf Instagram – er lässt Bilder statt Worte sprechen. Sein letztes Foto zeigt den Brasilianer beim Training des FC Barcelona auf dem Bauch liegend, mit der Hand am Kinn in nachdenklicher Pose inklusive entsprechendem Smiley. Er legt immer wieder Brennstoff in den Ofen der Gerüchteküche. Und welchem Spieler mag dieses Bild wohl gefallen? Genau, es ist kein geringerer als Marco Verratti.

Neymar wird auf finanzieller Ebene von einem Wechsel profitieren, das ist klar! Ein Nettogehalt von 30 Mio. Euro wird ihm in Aussicht gestellt. Das ist unbestritten ein Beweggrund, aber vielleicht – und das hofft man als Fußballfan – steckt noch mehr dahinter. Neymar ist ein absoluter Weltstar. Jedes Team bereichert er, sogar in Barcelona. Dennoch spielt er dort nur die zweite Geige hinter Messi, denn der ist selbst für Neymar (noch) nicht erreichbar. Möglicherweise ist auch die Idee, der unbestrittene Star bei PSG zu sein, der entscheidende Anreiz für einen Wechsel. Es wäre eine Begründung, die aus sportlicher Sicht sinnvoll erscheint. Das wäre zumindest ein wenig Balsam für die geplagten Seelen der Fußballromantiker, die nur noch Spieler erleben, die dem Ruf des Geldes folgen.

Spannung garantiert

Am Freitagmorgen wurden Meldungen publik, der Vater Neymars sei sich beinahe einig mit dem neuen Club. Von 95%iger Sicherheit wird berichtet und der Vater hätte bereits ein lapidares Handgeld von 40 Mio. Euro entgegengenommen. Was diese Prozentzahl letzten Endes wert sein wird ist offen. Bei solchen Geschäften zählt nur eines: Die trockene Tinte unter dem Vertrag. Und bis es soweit ist, wird es noch viele herrliche Spekulationen um die Transferposse des Sommers geben. Wir freuen uns drauf und halten euch auf dem Laufenden.

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Marcelo Bielsa wird 62 – Porträt eines großen Trainers http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/marcelo-bielsa-trainers-431252 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/marcelo-bielsa-trainers-431252#respond Fri, 21 Jul 2017 09:45:56 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5189 Genie, Enfant terrible oder einfach nur: der Verrückte („el loco“) – für Marcelo Bielsa existieren viele Beschreibungen. Heute wird der argentinische Trainerfuchs, der für viele als der Beste seines Fachs gilt, 62 Jahre alt. Grund genug für chefutbol, den Taktiker...

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Genie, Enfant terrible oder einfach nur: der Verrückte („el loco“) – für Marcelo Bielsa existieren viele Beschreibungen. Heute wird der argentinische Trainerfuchs, der für viele als der Beste seines Fachs gilt, 62 Jahre alt. Grund genug für chefutbol, den Taktiker an der Seitenlinie in einem Porträt zu würdigen.

Pep Guardiola bezeichnete ihn bereits mehrfach als „besten Trainer der Welt”.  Jorge Sampaoli, amtierender argentinischer Nationaltrainer, verfolgte zu Beginn der 90er Jahre so gut wie jede Trainingseinheit von Bielsa bei den Newell’s Old Boys. Gabriel Batistuta, argentinischer Wunderstürmer,  erklärte einst, Bielsa sei der einzige Traner, der ihn in seiner Karriere nachhaltig geprägt habe. Javier Zanetti, zwischen 1994 und 2011 Nationalspieler Argentiniens, betonte, es sei unmöglich, Bielsa nicht zu lieben. Wer ist dieser Fußballlehrer, den so viele Größen dieses Sports verehren?

Anfänge in Argentinien

Bielsas beeindruckende Trainerlaufbahn nahm beim legendären Klub Newell’s Old Boys ihren Anfang. Zunächst betreute der akribisch arbeitende Bielsa die Teams der unteren Divisionen, machte sich aber schon bald einen Namen aufgrund seiner einzigartigen Trainingsmethoden – sein Spitzname „Loco“ war geboren. Rasch wurde Bielsa zum Trainer der ersten Mannschaft befördert. 1991 und 1992 errangen die Old Boys unter Bielsa mit begeisterndem Fußball die argentinische Meisterschaft.  In der Copa Libertadores war 1992 erst im Finale gegen Sao Paolo Endstation. Bielsa prägte eine Ära in Rosario – und beeinflusste damit nachhaltig eine ganze Trainerriege um Gerardo „Tata“ Martino, Jorge Sampaoli oder Mauricio Pochettino. Sie alle ließen sich von Bielsas Ideen anstecken: Ein mörderisches Tempo auf dem Feld, das Schaffen von Überzahl, Dominanz des Zentrums, universell einsetzbare Spieler– diese Elemente entwickelten sich damals und fortan zu den Markenzeichen von Bielsa. „El Loco“ propagierte die schnelle Rückeroberung des Balles lange bevor Trainer wie Jürgen Klopp medienwirksam den Begriff „Gegenpressing“ einführten.  Übrigens: Im Jahr 2016 verriet Bielsa im Rahmen eines Fußballkongresses in den Niederlanden: „Mein Traum ist es, eines Tages zu Newell‘s zurückzukehren.“ Spätestens seit dieser Äußerung träumt jeder bei den „Leprosos“ vom großen Comeback des Taktikers. Das Stadion jedenfalls trägt dort schon längst Bielsas Namen.

Besessenheit und Fanatismus

„El Loco“ war schon vom Spiel besessen, als die als perfektionistisch geltenden Trainer der heutigen Zeit wie Guardiola, Sampaoli oder Tuchel noch nicht im Rampenlicht standen. Der Legende nach ließ er als amtierender argentinischer Nationaltrainer zur WM 2002 einen ganzen Container nach Asien verschiffen. Der Inhalt: Videomaterial über die Vorrundengegner der „Albiceleste“. Bielsas Überzeugungen sind auch abseits des Platzes spürbar. Vom Posten des chilenischen Nationaltrainers trat der Argentinier einst zurück, weil der Milliardär Sebastian Piñera zum Präsident gewählt wurde. Für den  Sozialisten Bielsa ein unhaltbarer Zustand. Und wer sich fragt, weshalb der begnadete Coach noch nie eine der ganz großen Vereinsmannschaften trainierte: Manchmal passt es Bielsa schlichtweg nicht ins Konzept. Sobald er die Gefahr sieht, seine Ideen nicht umsetzen zu können, blockt er ab. So schlug er beispielsweise im Sommer 2011 ein Angebot von Inter Mailand aus, weil er den Mailänder Altstars nicht zutraute, sich auf seine fußballerischen Ideen einzulassen. Stattdessen wechselte Bielsa zu Athletic Bilbao, vermutlich für einen Bruchteil des Mailänder Gehalts.

Bielsa und Bilbao – das passte

Im Baskenland fand er hingegen ideale Bedingungen für seine Art des Arbeitens vor: Ein ruhiges Umfeld, junge, formbare und lernwillige Spieler, wenig Druck. Ein verrückter Trainer und ein verrückter Klub, der bekanntermaßen nur auf einheimische Spieler setzt – hier hatten sich offensichtlich zwei gut harmonierende Partner gefunden. In diesem speziellen Mikroklima wuchs in Bilbao binnen kürzester Zeit eine schlagkräfige Truppe heran, die zwar national hinter den Erwartungen zurückblieb, in Europa League jedoch die Gegner zur Verzweiflung trieb. Unvergessen für alle Bilbao-Fans, als ihre Mannschaft Manchester United im Old Trafford mit langen Ballstaffetten und Pressing aus dem Bilderbuch vorführte und in die nächste Runde einzog. Erst im Finale gegen Diego Simeones Atlético wurde der Höhenflug der Basken jäh gestoppt.

Achterbahn der Gefühle mit der „Albiceleste“

 Veron, Batistuta und Bielsa

Bielsas Karriere verlief jedoch alles andere als geradlinig nach oben. Wie die meisten Größen des Fußballs blieb auch „El Loco“ nicht von Rückschlägen verschont. Nach Zwischenstationen in Mexico, bei Velez Sarsfield sowie einem kurzen Intermezzo in Spanien wurde Bielsa 1998 Trainer der argentinischen Nationalmannschaft. Einer enttäuschenden Copa América 1999 (Viertelfinal-Aus gegen Brasilien) folgte 2002 bei der Weltmeisterschaft der persönliche Tiefpunkt für den Coach. In einer Gruppe mit Schweden, England und Nigeria schieden die Gauchos in der Vorrunde aus. Und das trotz eines Star-Aufgebots um Batistuta, Crespo, Verón, Ortega oder „Cholo“ Simeone.  Bielsa war nach dem Ausscheiden in Fernost untröstlich und erklärte: „Ich werde diesen Schmerz nie vergessen, egal, was mir noch Gutes in meiner Karriere widerfahren mag.“ Bielsa jedoch blieb vorerst Trainer der Landesauswahl und hatte zwei Jahre später die Möglichkeit, sich im Finale der Copa América gegen den Erzrivalen Brasilien zu rehabilitieren. In einer dramatischen Partie (2:2 nach Verlängerung) scheiterten die Argentinier letztlich im Elfmeterschießen. Wenige Wochen später schaffte er als Trainer dennoch Historisches für sein Heimatland. Mit einer jungen Truppe um Carlos Tévez, Javier Mascherano oder D‘Alessandro holte „El Loco“ den ersten Sieg für Argentinien in einem olympischen Fußballturnier. Bielsa sah durch den Triumph in Athen den Zeitpunkt gekommen, seinen Platz für José Pekerman zu räumen und sich anderen Projekten zu widmen.

Ausrufezeichen mit Chile nach dreijähriger Auszeit

Bielsa gönnte sich eine stattliche Auszeit von drei Jahren, ehe er Nationaltrainer Chiles wurde und eines der bemerkenswertesten Kapitel seiner Karriere aufschlug. Der Mann aus Rosario schaffte mit den Chilenen die erstmalige Qualifikation zur WM seit 1998 und ist seitdem dort eine Art nationales Heiligtum. „La Roja“ beeindruckte in der Qualifikation und belegte den zweiten Rang hinter Brasilien. Bei der WM in Südafrika zeigte Bielsa der Fußballwelt dann sein ganzes taktisches Können. Gegen Honduras im Auftaktspiel konnte die schwarze Serie von 48 Jahren ohne WM-Sieg beendet werden. im zweiten Spiel schickte Bielsa sein inzwischen berühmt gewordenes und oft kopiertes 3-3-3-1-System auf den Platz und schlug so die favorisierten Schweizer. Im Achtelfinale jedoch war dann gegen Brasilien Endstation. Doch Bielsa schuf ein neues Selbstverständnis für die chilenische Nationalelf, das sich später fortsetzte und unter Bielsa-Bewunderer Jorge Sampaoli im Copa América-Sieg 2014 gipfelte.

Marseille

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Athletic Bilbao widmete sich Bielsa dem französischen Fußball und unterschrieb zur Saison 2014/15 bei Olympique Marseille. Eine furiose erste Saison mit zwischenzeitlicher Tabellenführung schlossen die Südfranzosen schließlich auf Platz 4 ab. Nach nur einem Spieltag der Folgesaison trat Bielsa schließlich zurück, der Einfluss auf das Marseiller Spiel war unter dem Strich doch nicht nachhaltig genug. „Meine Arbeit hier ist beendet“, konstatierte ein ernüchterter Bielsa. Möglicherweise ist dies der einzig große Makel von „El Loco“ – seine kräftezehrende Art des Fußballspielens kann eine Mannschaft überfordern und auslaugen. Von seinen Spielern verlangt er stets vollen Einsatz bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus. Zudem ist der Argentinier nicht gerade als Diplomat bekannt und geriet aufgrund seines Sturkopfes schon mit dem ein oder anderen Klubpräsidenten aneinander. Kritiker sagen, vielleicht habe er es in Europa deswegen  nie länger als zwei Saisons auf einer Trainerbank ausgehalten.

Über Rom nach Lille

 Nächste Station: OSC Lille

Bielsas ganze Verrücktheit zeigte sich nur ein Jahr nach dem Ende seiner Amtszeit in Marseille. Seinen Job bei Lazio Rom trat der Argentinier nämlich gar nicht erst an. Mit den Laziali hatte sich der Coach bereits auf ein Engagement geeinigt, die Römer ernteten Lob von vielen Seiten für die mutige Entscheidung. Doch dann das: wegen Unstimmigkeiten hinsichtlich der Transferpolitik (Bielsa forderte angeblich vier Spieler, die Lazio nicht verpflichten konnte bzw. wollte) trat Bielsa noch im Juli 2016 von dem Vertrag zurück. Begründung: die ihm gegenüber gemachten Zusagen seien nicht eingehalten worden. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2017, El Loco versucht sich zur kommenden Saison wieder in Frankreichs Ligue 1. Im Gegensatz zum emotionalen Pulverfass „OM“ findet er nun bei OSC Lille ein deutlich ruhigeres Umfeld vor. Die Nordfranzosen agieren im Schatten der großen Klubs des Landes wie PSG, Monaco, Lyon, „OM“ oder Saint-Etienne. Genau das aber könnte für die Konkurrenz gefährlich werden. Schließlich hat „El Loco“ gerade in Bilbao gezeigt, was er aus vermeintlichen Underdogs herauszuholen vermag. Für die Ligue 1 ist Bielsas Rückkehr als echter Gewinn zu werten. Der Argentinier reiht sich ein in eine exzellente Trainerriege um Unai Emery (Paris), Lucien Favre (Nizza) oder Leonardo Jardím (Monaco). Im Gegensatz zu diesen drei Coaches kann sich Bielsa mit seiner Truppe jedoch komplett auf die Liga konzentrieren. Man muss wahrlich kein Verrückter sein, um Lille eine erfolgreiche Saison zu prognostizieren.

In diesem Sinne: Feliz cumple, Marcelo Bielsa!

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El Tigre jagt wieder +++ Das starke Comeback von Falcao http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/el-tigre-jagt-wieder-das-starke-comeback-von-falcao http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/el-tigre-jagt-wieder-das-starke-comeback-von-falcao#comments Thu, 09 Mar 2017 10:34:23 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=2940 Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte nach links außen. Sprintduell gegen Stones, Ballannahme, Drehung. Noch zwei, drei Schritte und dann der gefühlvolle Lupfer über Torwart Caballero. Radamel Falcaos Traumtor bedeutete die zwischenzeitliche 3:2-Führung für Monaco bei Man City im...

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Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte nach links außen. Sprintduell gegen Stones, Ballannahme, Drehung. Noch zwei, drei Schritte und dann der gefühlvolle Lupfer über Torwart Caballero. Radamel Falcaos Traumtor bedeutete die zwischenzeitliche 3:2-Führung für Monaco bei Man City im Achtelfinale der Champions League. Doch es war mehr als nur ein Tor. Es war ein Fingerzeig an die Fußballwelt: „El Tigre“ ist zurück auf der großen Bühne.

Ausgerechnet England

Falcaos Tor war nur ein Puzzlestück einer starken Mannschaftsleistung seines AS Monaco. Auch wenn Monaco das Spiel letztlich mit 3:5 verlor: mit der Mannschaft von Trainer Jardim ist im Rückspiel kommende Woche zu rechnen. Dabei zeigte Falcao ausgerechnet in England eine seiner besten Saisonleistungen. In der Premier League war ihm sowohl bei Mancester United als auch dem FC Chelsea nichts gelungen. Die abgelaufene Saison 15/16 stellte so etwas wie seinen Karrieretiefpunkt dar. In zehn Ligaspielen für Chelsea traf er ein einziges Mal, kam in der Premier League nur auf 229 Einsatzminuten und verpasste 27 Saisonspiele wegen einer Leistenverletzung.

Bittere Verletzung im Januar 2014

Die Karriere des Kolumbianers aus Santa Marta in Europa hatte eindrucksvoll begonnen. Zur Saison 2009/10 kam der 1,77 Meter große Stürmer von River Plate zum FC Porto und startete gleich durch- 25 Tore und acht Vorlagen in der Premierensaison. Es folgte die glorreiche Saison 2010/11, als Falcao mit Porto das „kleine Triple“ aus Meisterschaft, Pokalsieg und Europa League holte. Auf europäischer Bühne schoss Falcao sagenhafte 17 Treffer. Diego Simeone lockte Falcao daraufhin zu Atletico Madrid um Sergio Aguero zu ersetzen. Nach Porto schlug Falcao auch in Madrid ein wie eine Bombe. Er erzielte 24 Treffer in der Liga und verteidigte seinen Titel in der Europa League. 2013 erlag er dann den Lockrufen des AS Monaco aus Frankreich, die ihn für 60 Millionen Euro verpflichteten. Auch in Frankreich lief es zunächst gut, bis sich Falcao im Januar 2014 einen Kreuzbandriss zuzog.

Der holprige Weg zurück

Falcao verpasste die WM 2014 in Brasilien und wechselte zum Ende der Transferperiode 2014 nach England zu Manchester United. Im neuen Umfeld schaffte es Falcao jedoch nicht, an seine starken Leistungen anzuknüpfen. Coach Louis van Gaal verlor das Vertrauen in den Kolumbianer, der doch gerade dann gut spielt, wenn er das Vertrauen des Coahes genießt. Das Resultat dieses Missverständnisses waren eine schwache Saison und magere vier Tore in 26 Einsätzen. Falcao wusste jedoch noch nicht, dass die Folgesaison 15/16 bei Chelsea (siehe oben) noch schwärzer werdern würde.

Monaco als letzte Chance für Falcao

Nicht wenige schrieben Falcao angesichts seiner Verletzungshistorie und schwachen Leistungen bereits ab. Er galt allenfalls noch als Kandidat, um in China groß abzukassieren. Doch der Großteil der Experten hatte sich getäuscht. Falcao kam zurück. Seit Sommer 2016 nährt er sich jener Form an, die ihn vor seiner Verletzung so stark gemacht hatte. In Monaco fand er mit Leonardo Jardim einen Trainer vor, der voll auf ihn setzte. Zudem kommt das Spiel Monacos Falcao entgegen. Viele Angriffe werden über die schnellen Außen vorgetragen, die Falcao mit Hereingaben und Flanken füttern. Im Strafraum war Falcao schon immer einer der besten. In der jungen Mannschaft Monacos ist der Kolumbianer Kapitän und echter Anführer. Diese Rolle scheint ihm und dem Team gut zu tun. Nach 28 Spieltagen führt Monaco die Tabelle mit drei Punkten vor PSG an – mit unfassbaren 82 geschossenen Toren. Kommenden Mittwoch steht das Rückspiel gegen Man City an. Ein 2:0 würde Monaco zum Einzug ins Viertelfinale reichen. Den Monegassen ist aber auch ein höherer Sieg zuzutrauen – dank eines wiedererstarkten Radamel „El Tigre“ Falcao.

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