Liga Nos
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Dreikampf im Titelrennen der Liga Nos

Nach 15 Spieltagen in der portugiesischen Liga Nos zeichnet sich ein spannender Dreikampf um den Meistertitel ab. Der FC Porto und Sporting Lissabon stehen punktgleich an der Spitze, während Titelverteidiger Benfica sich mit nur drei Punkten weniger in Lauerstellung befindet. CheFutbol hat einen Blick auf die Kandidaten geworfen.

1. FC Porto – 39 Punkte

Aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Sporting stehen die Dragões auf dem 1. Tabellenplatz. Nach 15 Spieltagen stehen für die Elf von Deutschland-Schreck Sérgio Conceição 12 Siege und 3 Unentschieden bei einer Tordifferenz von 39:6 zu Buche, womit man sowohl die beste Offensive als auch die beste Defensive der Liga stellt. Zudem hat man sich als einziger portugiesischer Verein für das Achtelfinale der Champions-League qualifizieren können, und ist auch noch im Pokal und Ligapokal vertreten. Trotzdem wird man sich in der Stadt am Douro ärgern, dass man in den direkten Duellen gegen die Lissaboner Vereine jeweils nur Unentschieden spielte, obwohl man in beiden Spielen die bessere Mannschaft war, und die klareren Torchancen besaß. Die Mannschaft, die bis auf Rúben Neves (Wolverhampton Wanderers) und Laurent Depoitre (Huddersfield) relativ wenig Substanzverlust zu verkraften hatte, spielt gewohnt stabil und dominant, ohne jedoch spielerisch groß zu begeistern. Die Stürmer Aboubakar und Marega stehen mit jeweils 12 Treffern auf Rang 3 der Torjägerliste.

2. Sporting Lissabon – 39 Punkte

Ebenso wie der FC Porto ist auch die Mannschaft von Jorge Jesus ungeschlagen, und ist ebenfalls noch in allen Wettbewerben vertreten; wobei man von der Champions-League in die Europa-League (vs. Astana) abgestiegen ist. Der ehemalige Meistertrainer von Benfica hat den grün-weißen zu einer bemerkenswerten Stabilität verholfen, die früher oft fehlte. Gegen die vermeintlich „Kleinen“, von denen es in Portugal sehr viele gibt, lässt man inzwischen kaum noch Punkte liegen. Dabei profitiert man sowohl von Top-Torjäger Bas Dost (13 Tore in der Liga), als auch von der eingekauften Erfahrung von Fábio Coentrão und Jérémy Mathieu, die zusammen mit Nationalkeeper Rui Patricios hinten wenig zulassen. Für die notwendige Kreativität im Spiel und die Vorlagen für Dost sorgen Nationalspieler William Carvalho und Gelson Martins. Vor allem letzterer spielt eine starke Saison, und es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis er zu einem größeren Verein wechseln wird. Nach langer Zeit scheint Sporting endlich wieder eine Titelreife Mannschaft zu haben, und je nachdem wie man mit der Mehrfachbelastung zurechtkommt, könnte nach 16 Jahren Titeldürre im Estádio José Alvalade XXI wieder gefeiert werden.

3. Benfica Lissabon – 36 Punkte

Der Vorjahresmeister befindet sich nur drei Punkte hinter dem Spitzenduo (11 S, 3 U, 1 N (gegen Boavista Porto)), ist jedoch schon aus allen nationalen sowie internationalen Pokalwettbewerben ausgeschieden. Vor allem das desaströse punktlose Ausscheiden aus der Champions-League, wo man sich gute Chancen auf den 2. Platz hinter Manchester United ausgerechnet hatte, lässt den Haussegen mehr als schief hängen. Doch genau darin liegt auch der Vorteil der Águias, die sich im Gegensatz zum FC Porto und dem Stadtrivalen Sporting komplett auf die Liga konzentrieren können. Dabei kommt dem Stadtderby am 3. Januar gegen Sporting enorme Bedeutung zu. Dass Benfica überhaupt noch in Schlagdistanz ist, liegt am brasilianischen Stürmer-Veteran Jonas, der in 15 Ligaspielen schon 18 Tore erzielt hat, und die Torjägerliste anführt. Eventuell darf Rui Vitória die Mannschaft im Transferfenster auch noch verstärken, denn nach den Abgängen im Sommer von Lindelöf, Semedo und Ederson ist noch genügend Geld vorhanden. Von den drei Teams zeigte Benfica bisher die am wenigsten überzeugenden Leistungen, doch bei nur drei Punkten Rückstand wäre es ein Fehler sie abzuschreiben, die ihren 5. Titel in Folge holen würden.