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2. Quali-Runde: Nacional überrascht – Vasco da Gama trumpft auf

Gestern Nacht fanden weitere zwei Spiele der zweiten Qualifikationsrunde zur Copa Libertadores statt. Dabei gewann Nacional aus Montevideo überraschend bei Chapecoense, während Vasco da Gama in Chile auftrumpfte.

Chapecoense (BRA) – Nacional (URU) 0:1 (0:0) – Nacional überrascht

Nacional überraschte alle, wohl am meisten sich selbst. Das Team aus Montevideo gewann bei Chapecoense mit 0:1. Die Brasilianer, denen es noch vor wenigen Monaten niemand zutraute, sich nur ein Jahr nach der Tragödie aus eigener Kraft wieder für die Copa Libertadores zu qualifizieren, verpassten es vor allem in der hektischen Schlussphase, die Partie noch auszugleichen. Für Nacional kam der verdiente Sieg aus dem Nichts, denn es war bisher ein Jahresbeginn zum Vergessen: In der Vorbereitung setzte es gleich zweimal eine Niederlage gegen Erzrivale Peñarol ab. Ausserdem musste der bereits in den Social Media bekannt gegebene Transfer von José Sand wieder gelöscht werden. Der Spieler kam nicht, entschied sich für Deportivo Cali. Es kam noch schlimmer: Captain Diego Polenta, der für 3 Spiele in der Copa Libertadores gesperrt ist, ist auf dem Absprung nach Italien (Genoa). Hinzu kommt, dass die zwei Neuzuzüge aus Argentinien (Rodrigo Erramuspe und Gonzalo Bergessio) erst auf den letzten Drücker angekommen sind, ein dritter Spieler ist noch „verschollen“. Trainer Alexander Medina, der erst seit Mitte Dezember das Zepter in der Hand hält, war noch nicht in der Lage, seine Elf zu finden. Gestern kam er diesem Ziel einen grossen Schritt näher.

Universidad Concepción – Vasco da Gama 0:4 (0:2) – Vasco überrollt Concepción

Nach sechs Jahren Abwesenheit in der Libertadores präsentierte sich Vasco da Gama in bester Verfassung. Der Traditionsclub gewann auswärts bei Universidad de Concepcion gleich mit 0:4. Nach einer Viertelstunde hatte Evander bereits zwei Mal für die Schwarz-Weissen getroffen. Das Spiel war ausgeglichener als das Resultat vermuten lässt. Die Chilenen hatten ihre Chancen und besiegelten mit haarsträubenden Fehlern ihr Schicksal. Das Team des jungen Trainers Francisco Bozán (31) zahlte bitteres Lehrgeld. Dieses Duell ist entschieden.