Nacional, Santa Fe und Junior streiten sich um Platz 1 in der Liga Águila. Nach 15 Spieltagen wird alles darauf hinauslaufen, dass sich einer der drei großen Klubs den ersten Tabellenplatz sichert.
Kampf um die Spitze der Liga Águila
Derzeit rangiert Atletico Nacional aus Medellin mit 31 Punkten auf Platz eins, wobei das Team von Juanma Lillo ein Spiel mehr als Independiente Santa Fe auf dem Konto hat, das punktgleich mit „El Verdolaga“ ist. Nur drei Punkte dahinter steht Atletico Junior, das wieder zu alter Stärke gefunden hat, nachdem es die letzten Jahre nie die Erwartungen erfüllen konnte. Die Mannschaft aus Barranquila har es sogar in eigener Hand erster zu werden, da sie noch zwei Nachhholspiele in der Hinterhand hat.
Trotz der guten Platzierung von Atletico Nacional ist man beim Traditionsverein nicht ganz zufrieden, denn seit der Ankunft vom neuen Trainer Lillo ist immer noch kein richtiges Spielkonzept ersichtlich, wodurch gegen vermeintlich stärkere Gegner die Schwächen aufgezeigt wurden. Desweiteren ist der Klub viel zu sehr vom Torjäger Dayro Moreno abhängig, der bislang schon neun Treffer erzielen konnte. Nach ihm kommt Andres Renteria mit gerade einmal drei Treffern, wodurch die Fans schon jetzt neue Offensivkräfte forderten für die neuen Saison.
Wie auch in den letzten Jahren spielt Independiente Santa Fe weiterhin seinen erfolgreichen Defensivfußball, wodurch die Mannschaft von Gregorio Perez nach 14 Spielen bloß auf 17 Tore kommt, aber auch nur sieben kassierte. Vor allem in dieser Spielzeit konnte man durch dieses Spielkonzept große Gegner besiegen, aber hatte dann gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte Probleme, als man selbst das Spiel in die Hand nehmen musste. Besonders bitter für „El Cardinal“ ist jedoch der Ausfall von Torjäger Wilson Morelo, der mit seinen vier Saisontreffern großen Anteil am zweiten Tabellenplatz hat. Er wird aller Vorraussicht nach auch noch in den Playoffs ausfallen.
Relativ zufrieden sind derzeit die Verantwortlichen von Atletico Junior, die durch die Vepflichtungen von Yimmi Chara und Teofilo Gutierrez ein glückliches Händchen erwiesen haben, da die beiden Stürmer zusammen auf 17 Scorerpunkte kommen. Vor allem der 26-jährige Chara konnte sich durch seine neun Saisontore wieder in den Fokus der Nationalelf spielen, und gab dort nach mehreren Jahren sein Comeback.
Enger Kampf um die restlichen fünf Playoff-Plätze
Besonders spannend wird der Endspurt, um die fünf weiteren Plätze, die den Einzug in die Playoffs garantieren. Denn von Platz 4 – 14 haben alle Teams noch gute Möglichkeiten in die Endrunde einzuziehen, sodass der Abstand vom vierten bis zum vierzehnten nur sechs Punkte beträgt!
#HoyEsDíaDeFútbol y necesitamos que alguien destape unas frías porque la Liga se está poniendo mejor. ¿Clasifica tu equipo? pic.twitter.com/vo04EVFUX5
— LIGA AGUILA (@LigaAguila) September 30, 2017
Vor allem für die vermeintlich größeren Teams wie Millonarios Bogotá, Independiente Medellín oder auch Deportivo Cali wird es schwer werden, da alle drei in dieser Saison deutlich unter den Erwartungen liegen.
Das diesjährige Überraschungsteam ist ohne Zweifel La Equidad aus Bogotá, das derzeit auf Platz vier steht. Luis Fernando Suarez konnte vor der Saison gute Transfers tätigen, als man Christian Bonilla und Francisco Najera von Atletico Nacional holte, die sich prompt als Defensivverstärkungen erwiesen. In der Offensive läuft beinahe alles über das Duo Stalin Motta und Carmelo Valencia. Während Motta eher der Vorlagengeber ist mit seinen fünf Assists, ist Valencia mit neun Treffern die Torgarantie von Equidad. Es wird auf alle Fälle interessant werden, ob der kleine Verein aus Bogotá diese Leistungen auch noch im Enspurt der Saison zeigen kann und gegebenfalls anschließend in den Playoffs.
Independiente Medellín rangiert auf dem siebten Tabellenplatz und konnte nur selten überzeugen.
Selbst Porto-Ausleihe Juan Quintero blieb oft hinter den Erwartungen zurück, und sah zuletzt auch eine unnötige rote Karte, aufgrund einer Undisziplinierheit. Auch Neuzugang Edinson Toloza konnte mit nur zwei Saisontreffern kaum Eindruck hinterlassen, weshalb sich die große Fangemeinde nach Mittelfeldstratege Christian Marrugo sehnt, der den Verein vor der Saison in Richtung Mexiko verließ.
Mindestens genauso schlecht läuft es derzeit bei den beiden Cali-Vereinen. Während América Cali eher darum kämpft nicht abzusteigen, möchte man bei Deportivo Cali versuchen eine miserable Saison noch zum Guten zu wenden. Hector Cardenas konnte ebenso wie seine Vorgänger(u.a. Mario Yepes) noch keine geschlossene Einheit aus dem jungen aber hochtalentierten Team herausbilden. Zu oft war man wieder auf Einzelaktionen von Spielern, wie z.B Youngster Benedetti abhängig. Ein weiterer Faktor für die schlechten Leistungen ist auch Mittelfeldroutinier Abel Aguilar, der trotz all seiner Erfahrung noch keine Verstärkung darstellt, und im Gegenteil immer wieder als Unsicherheitsfaktor auftritt.
Auch Stürmer Jefferson Duque konnte in seinen 13 Spielen nur viermal treffen, weshalb auch bei ihm ein deutlicher Leistungsabfall zur letzten Saison zu sehen ist, als er noch zweistellig treffen konnte.


