Atlético Tucuman – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Mon, 29 Oct 2018 18:58:32 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Atlético Tucuman – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Copa Libertadores Viertelfinale: River und Gremio weiter – Polemik um Pinola http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-viertelfinale-816912 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-viertelfinale-816912#respond Wed, 03 Oct 2018 17:45:02 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11159 River Plate und Titelverteidiger Gremio Porto Alegre haben das Halbfinale der Copa Libertadores erreicht. River besiegte Independiente mit 3:1, Gremio bezwang Tucuman 4:0. In beiden Spielen griff der VAR entscheidend ein. River Plate – Independiente 3:1 (0:0) Millonarios gegen Rojos:...

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River Plate und Titelverteidiger Gremio Porto Alegre haben das Halbfinale der Copa Libertadores erreicht. River besiegte Independiente mit 3:1, Gremio bezwang Tucuman 4:0. In beiden Spielen griff der VAR entscheidend ein.

River Plate – Independiente 3:1 (0:0)

Millonarios gegen Rojos: Einen Klassiker des argentinischen Fußballs erlebten die Fans im Estadio Monumental. Nach dem intensiven 0:0 im Hinspiel gingen beide Teams guten Mutes in das Match und lieferten sich erneut ein rassiges Duell. Einen spielentscheidenden Moment gab es nach 27 Minuten: Der Ex-Nürnberger Pinola wehrte im Strafraum einen Ball ab, traf aber nur Sekundenbruchteile später Martín Benítez mit voller Wucht am Oberschenkel. Pinola hatte Glück: Auch nach Betrachtung der Videobilder blieben Referee Daronco und sein Team bei ihrem Urteil – Ball gespielt. Eine durchaus schmeichelhafte Einschätzung, denn obwohl die Klärung unstrittig war, erfüllte das Einsteigen alle Kriterien rohen Spiels und hätte wohl eher Elfmeter und Rot nach sich ziehen müssen.

Praktisch mit Beginn der zweiten Hälfte gelang River Plate die Führung: Ein schneller Konter fand Rafael Santos Borré, der mit Überblick zu Scocco durchsteckte – der Abschluss war dann kein Problem für Rivers Goalgetter (47.). Doch in einem rasanten Spiel hielt die Führung nicht lange: Knapp zehn Minuten später klatschte ausgerechnet Rivers sonst überragender Torwart Armani einen mäßigen Abschluss von Gigliotti vor die Füße von dessen Sturmpartner Silvio Romero, der das Leder via Latte ins Tor drosch (55.). River Plate brauchte nun unbedingt einen zweiten Treffer zum Weiterkommen und konnte dabei auf die Klasse von Juan Quintero zählen. Der nutzte einen unsortierten Moment in Independientes Defensive, führte den Ball ins letzte Drittel und brachte ihn dann abgezockt im Tor unter (69.). El Rojo warf nun alles nach vorne und wurde stattdessen ausgekontert: Im Zwei-gegen-Zwei-Konter setzte Nicolás de la Cruz den guten Santos Borré ein, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und ins lange Eck schlenzte (85.) – der Schlusspunkt. Damit steht River Plate zum dritten Mal in vier Jahren im Libertadores-Halbfinale, während Independiente nach dem Triumph in der Copa Sudamericana 2017 keinen weiteren internationalen Pokal holen wird.

 Gremio – Atletico Tucuman 4:0 (2:0)

Titelverteidiger Gremio ist auch dieses Jahr einer der Topfavoriten und ließ im Viertelfinale gegen Tucuman nicht den Hauch eines Zweifels daran. Schon im Hinspiel in Tucuman siegten die Tricolores mit 2:0, im Rückspiel gab es dann keine Sensation – ganz im Gegenteil. Nach 36 Minuten ging das Team von Renato Gaúcho in Front: Leo Mouras Flanke fand den nachrückenden Thaciano, dessen Kopfball Luan aus Nahdistanz über die Linie drückte. Nur ein paar Minuten später war die Serie endgültig entschieden, nachdem Alisson – nach Traumpass von Luan – frei auf Torwart Lucchetti zulief und von diesem zu Fall gebracht wurde (39.). Über den Elfmeter gab es keine Diskussionen, wohl aber über die Farbe der Karte gegen Lucchetti. Nach Ansicht der Videobilder entschied der Referee, dass der argentinische Torhüter bei seinem Foul keine ernsthaften Absichten hegte, den Ball zu spielen – Rot! Eine strittige, aber vertretbare Auslegung. Cícero war das egal, er verlud den eingewechselten Alejandro Sanchez und traf zum 2:0 (45.).

Die zweite Hälfte war im Wesentlichen ein Schaulaufen der Gastgeber in der beeindruckenden Atmosphäre der Arena do Gremio. Tucuman half dabei nach Kräften mit – eine Klärungsaktion von Lamas (nach dem Versuch des erneut sehr auffälligen Alisson) traf Torwart Sánchez, von dem der Ball Richtung eigenes Tor prallte, wo dann auch noch Mercier über das Leder schlug – ein äußerst unglückliches Eigentor zum 3:0 (53.). Den Schlusspunkt durfte Gremios Joker Jael setzen, der einen etwas schmeichelhaften Elfmeter in der Nachspielzeit zum 4:0-Endstand verwandelte. Trotz der glücklichen Umstände war es eine starke Ansage an die Konkurrenz: Mit Gremio ist zu rechnen.

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Nach 48 Jahren: Mit Atlético Tucuman gewinnt wieder ein argentinisches Team in La Paz http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-atletico-tucuman-la-paz-202874 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-atletico-tucuman-la-paz-202874#respond Thu, 26 Apr 2018 22:07:21 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10036 Mit einem 2:1 Sieg in La Paz wahrt sich Atlético Tucuman die Chance auf das Achtelfinale der Copa Libertadores  und beendet die Heimserie von The Strongest, die auf internationaler Ebene 20 Spiele vor eigener Kulisse nicht verloren hatten.   Kopfschmerzen,...

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Mit einem 2:1 Sieg in La Paz wahrt sich Atlético Tucuman die Chance auf das Achtelfinale der Copa Libertadores  und beendet die Heimserie von The Strongest, die auf internationaler Ebene 20 Spiele vor eigener Kulisse nicht verloren hatten.  

Kopfschmerzen, Atemnot, Übelkeit – das Estadio Hernando Siles in La Paz hat schon vielen Stars das Fürchten gelehrt. Die größte Fußballarena Boliviens mit 42.000 Plätzen liegt auf 3637 Metern Höhe eingepfercht in den Anden. Sogar Weltstars wie Lionel Messi, Pele und der brasilianische Ronaldo scheiterten schon an der Höhenluft.

Erster argentinischer Sieg seit 48 Jahren

Vergangenen Donnerstag schaffte es jedoch Atlético Tucuman als erstes argentinisches Team seit 48 Jahren mal wieder in der Höhe von La Paz gegen The Stongest 1:2 zu gewinnen und wahrt sich somit die Chance auf die erste K.O-Runden-Teilnahme der Clubgeschichte in der Copa Libertadores. Man steht nun punktgleich mit The Strongest und CA Penarol (Uruguay) bei 3 Punkten. Nur Libertad aus Paraguay konnte sich mit drei Siegen aus drei Spielen absetzen und führt die Gruppe an.

Für Tucuman aus dem Nordwesten Argentiniens war es nicht nur ein immens wichtiger Sieg im Kampf um das Weiterkommen, sondern auch ein historischer. Der letzte Sieg einer argentinischen Mannschaft in La Paz liegt nämlich schon 48 Jahre zurück. 1970 gewann der Rekordmeister der Superliga  River Plate gegen Universitario 0:2. Außerdem ist die Mannschaft aus Tucuman erst die Vierte aus Argentinien, der ein Sieg in La Paz gelingt. Neben den zwei bekannten Teams River Plate und Boca Juniors schaffte es noch Racing einen Sieg aus der höchstgelegenen Großstadt der Welt zu entführen.

Atlético Tucumán bestand auch in der Höhe von Quito

Und nun eben Atlético Tucuman, die schon in der letztjährigen ersten Qualifikationsrunde für die Copa Libertadores in Quito gegen El Nacional gewinnen konnten. Die Spieler scheinen also besser mit der dünnen Höhenluft zurechtzukommen, als andere Teams.

Gegen The Stongest merkte man jedoch einen deutlichen Unterschied. Die Gastgeber drückten gerade in der zweiten Halbzeit gewaltig und kamen immer wieder zu sehr guten Torchancen. Tucuman profitierte von einem Traumtor des Außenverteidigers Nicolas Romat aus der zwölften Minute, der einen Schuss aus 30 Metern im Kreuzeck versenkte, und konnte sich so hinten rein stellen, um Kräfte zu sparen.

In der 37. Spielminute kam The Stongest zum verdienten Ausgleich durch den kolumbianischen Stürmer Edis Ibarguen. Auch dank Torwart Batalla schaffte es Atlético Tucuman das 1:1 zu halten und selbst immer wieder gefährliche Konter zu fahren. Einen dieser Konter konnte Javier Toledo in der 74. Minute zum 1:2 vollenden.

Die Bolivianer hatten einige gute Möglichkeiten das Spiel schon davor zu entscheiden, die Abschlüsse waren jedoch zu ungenau oder trafen das Aluminium. Für The Strongest ist es die erste Heimniederlage in einem internationalen Wettbewerb nach zwanzig ungeschlagenen Partien am Stück.

Heimstärke bolivianischer Teams und der Nationalmannschaft

Diese Heimstärke der bolivianischen Teams in internationalen Wettbewerben lässt sich sehr gut in Zahlen am Beispiel von The Strongest erkennen. Von 77 Spielen in La Paz konnte man 50 gewinnen. Elf Partien gingen verloren und 16 mal spielte man Unentschieden. In der Fremde dagegen konnte man von 74 Spielen nur vier gewinnen und verlor 58 Partien. Viele Kritiker sehen darin eine Wettbewerbsverzerrung, da man ohne ausreichend Zeit sich zu akklimatisieren gar keine Chance hat seine Bestleistung abzurufen und dadurch Sportler, die an die Höhe gewohnt sind, einen klaren Vorteil haben. Auch die bolivianische Nationalmannschaft, die ihre Spiele ebenfalls im Estadio Hernando Siles austrägt, punktete fast ausschließlich im eigenen Land. In der südamerikanischen Qualifikationsrunde für die Weltmeisterschaft in Russland holte man alle 14 Punkte in La Paz.

Brasilien verlor 1993 hier sein allererstes Spiel einer WM-Qualifikation überhaupt, Argentinien kassierte im Hernando Siles 2009 die höchste Niederlage seiner Geschichte (6:1), und Lionel Messi musste sich in einem Spiel 2013 mehrfach übergeben. Ohne Sauerstoffmasken am Spielfeldrand ist es als in Europa spielender Fußballer fast ein Ding der Unmöglichkeit, 90. Minuten durchzuspielen. Gegen die Austragung von Länderspielen auf einer solchen Höhe versuchte die Fifa 2007 eine Obergrenze von 3000 Metern einzuführen – erfolglos. Boliviens Präsident Evo Morales schaffte es, für La Paz eine Ausnahmeregelung zu bekommen, indem er eine Klage wegen Diskriminierung und Ausgrenzung  bei den Vereinten Nationen einreichte.

Fest steht, dass im Estadio Hernando Siles auch in Zukunft Spiele internationaler Wettbewerbe und Länderspiele ausgetragen werden, auch wenn es in den Augen vieler nicht fair und wettbewerbsverzerrend ist. Natürlich haben die Teams aus anderen Ländern, deren Spielstätten deutlich tiefer liegen, einen sehr großen Nachteil. Atlético Tucuman hat aber bewiesen, dass es mit ganz viel Wille und Kampfgeist möglich ist, in La Paz zu bestehen. Außerdem gibt es ja in jedem Wettbewerb auch noch ein Rückspiel im eigenen Stadion, in dem man die Möglichkeit hat, die Kräfteverhältnisse wieder gerade zu rücken.

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Copa Libertadores 5. Woche: Lara schlägt die Millionarios, Palmeiras siegt im Bombonera http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-lara-schlagt-die-millionarios-palmeiras-siegt-im-bombonera http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-lara-schlagt-die-millionarios-palmeiras-siegt-im-bombonera#respond Thu, 26 Apr 2018 13:05:09 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10025 Auch in dieser Woche fanden wieder Spiele in der Copa Libertadores statt. Unter anderem verlieren die Boca Juniors zuhause gegen Palmeiras, Atlético Nacional fertigt Bolívar ab und CD Lara schlägt überraschend die Millionarios. Alles Wissenswerte wie immer für euch zusammengefasst. ...

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Auch in dieser Woche fanden wieder Spiele in der Copa Libertadores statt. Unter anderem verlieren die Boca Juniors zuhause gegen Palmeiras, Atlético Nacional fertigt Bolívar ab und CD Lara schlägt überraschend die Millionarios. Alles Wissenswerte wie immer für euch zusammengefasst. 

CD Lara – Millionarios 2:1 (2:0) – Lara klettert auf Platz zwei!

In der Gruppe G konnte sich CD Lara für die bittere 0:4 Klatsche gegen die Millionarios eine Woche zuvor revanchieren. Durch den 2:1 Heimsieg klettert Lara auf den zweiten Tabellenrang, Corinthians befindet sich mit sieben Punkten auf dem ersten Rang einen Punkt vor Lara. Die Hausherren gingen bereits nach neun Minuten durch Carlos López in Führung, nach einer halben Stunde war es wieder López der per Elfmeter auf 2:0 erhöhte. Del Valle konnte nach 70 Minuten nur noch den Anschluss herstellen.

Atlético Nacional – Bolívar 4:1 (3:0) – Nacional so gut wie weiter!

In der Gruppe B stand das Duell Erster gegen Zweiter an, Atlético Nacional empfing die Gäste aus Bolivien. Und der Tabellenführer zeigte schon früh, wer Herr im Haus ist. Schon nach 12 Minuten ging Nacional durch Castellani in Führung, ehe Hernández und Moreno noch vor dem Pausetee auf 3:0 erhöhen konnten. Nach Wiederanpfiff war es Marcos Riquelme, der zwar den Anschluss für Bolívar herstellen konnte, Moreno jedoch machte mit seinem Treffer alle bolivianischen Hoffnungen auf eine Remontada zunichte, sodass Nacional noch unbesiegt die Tabelle der Gruppe B anführt.

Santos – Estudiantes 2:0 (1:0) – Estudiantes nur noch auf Rang drei!

In der Gruppe F war Estudiantes zu Gast beim FC Santos. In einer von beiden Seiten offensiv geführten Partie wurde Santos zum Ende der ersten Halbzeit hin immer stärker und belohnte sich mit dem verdienten Führungstreffer durch Gabriel Barbosa für seine Bemühungen. Und bereits vier Minuten nach dem Pausentee konnte Veríssimo nach einem Standard zum 0:2 einköpfen, was zeitgleich den Endstand bedeutete. Santos führt damit die Gruppe F vor Nacional, die auf dem zweiten Platz rangieren, an.

Nacional – Real Garcilaso 4:0 (1:0) – Garcilaso bricht das Genick erst spät!

In der zweiten Paarung der Gruppe F trafen Nacional und Real Garcilaso aufeinander. Es dauerte bis zur 39. Spielminute, bis der erste Treffer des Tages fiel. Sebástian Rodriguez war es, der Garciloas Schlussmann Ortíz zum wichtigen 1:0 Führungstreffer überwinden konnte, was zeitgleich auch den Pausenstand bedeutete. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem deutlich besseren Ende für Nacional. Die Hausherren schlugen erst sehr spät in Person von Coruja (80.), Barcia (85.) und Bergessio (88.) zu, unterm Strich steht ein für Nacional auch in der Höhe verdienter Heimsieg zu Buche, der ihnen Tabellenplatz zwei hinter Santos beschert.

CA Tucumán – The Strongest 3:0 (2:0) – Tucmán holt zweiten Sieg!

Für CA Tucumán aus Argentinien stand am vergangenen Mittwoch die wichtige Begegnung gegen The Strongest an. Nach nur einem Sieg aus drei Spielen war Tucumán zum Siegen verdammt und meisterte seine Aufgabe bravourös, letztlich konnte man The Strongest mit einem ungefährdeten 3:0 in die Schranken weisen. Leandro Diaz und Gevasio Nunez stellten schon im ersten Durchgang die Weichen auf Sieg, ehe Rodríguez kurz vor Abpfiff mit seinem Treffer zum 3:0 jegliche Zweifel ausräumen konnte. Tucumán steht nun auf dem zweiten Rang mit drei Punkten Rückstand auf Libertad, deren Begegnung gegen Penarol noch aussteht.

Boca Juniors – Palmeiras 0:2 (0:1) – Palmeiras siegt im Bombonera!

Im Spitzenduell der Gruppe H konnte Palmeiras durch den Sieg gegen die Boca Juniors einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen. Bei noch zwei ausstehenden Partien hat Palmeiras nun fünf Zähler Vorsprung auf Boca, allerdings spielen Junior und Alianza noch gegeneinander, sodass Junior im Falle eines Sieges bis auf vier Zähler an Palmeiras herankommen könnte. Die schwierige Aufgabe im Bombonera lösten die brasilianischen Gäste jedoch souverän. Bei erneut atemberaubender Stimmung in Buenos Aires ließ sich Palmeiras nicht einschüchtern und konnte sich für sein forsches Auftreten kurz vor der Halbzeit mit Francas Führungstreffer belohnen. Nach dem Seitenwechsel war Boca bemüht, den Ausgleich zu erzielen, ließ dafür jedoch die nötige Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit vermissen, sodass Lucas Limas Tor zum 0:2 für Palmeiras ausreichte, um die drei Zähler aus dem Bombonera zu entführen.

Monagas – Defensor 1:0 (0:0) – Monagas triumphiert knapp über Defensor!

In der Gruppe A traf der Tabellenvierte Monagas zuhause auf den Dritten Defensor. In einer weitestgehend ereignislosen Begegnung erzielte Lucas Trejo in der 52. Spielminute den einzigen Treffer des Tages, der somit auch den Endstand bedeutete. Monagas kann den ersten Sieg in der Copa einfahren und sich sogar noch Hoffnungen auf das Achtelfinale machen.

In der Gruppe D spielten Flamengo und Santa Fe gegeneinander, das Spiel, dass kaum Torraumszenen bereithielt, endete 0:0.

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Copa Libertadores 4. Woche: Racing schießt Vasco aus dem Stadion – River siegt auswärts! http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-4-woche-racing-schiest-vasco-aus-dem-stadion-river-siegt-auswarts http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-4-woche-racing-schiest-vasco-aus-dem-stadion-river-siegt-auswarts#respond Fri, 20 Apr 2018 12:11:21 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9936 Insgesamt fanden von Mittwoch auf Donnerstag und von Donnerstag auf Freitag acht Partien in der Copa Libertadores statt. Neben einem Torfeuerwerk von Racing gab es unter Anderem eine chilenisch/brasilianische Nullnummer und einen knappen Auswärtssieg von River Plate bei Emelec. Die...

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Insgesamt fanden von Mittwoch auf Donnerstag und von Donnerstag auf Freitag acht Partien in der Copa Libertadores statt. Neben einem Torfeuerwerk von Racing gab es unter Anderem eine chilenisch/brasilianische Nullnummer und einen knappen Auswärtssieg von River Plate bei Emelec. Die Ereignisse der letzten beiden Nächte haben wir wie immer für euch zusammengefasst. 

Racing Club – Vasco da Gama 4:0 (2:0) – Lopez vergibt zwei Elfmeter, versenkt den Dritten!

In der Gruppe E traf Tabellenführer Racing auf Schlusslicht Vasco da Gama. Und das Endergebnis spiegelt die tabellarische Situation durchaus wider. Mit 4:0 schoss Racing die Gäste aus Brasilien aus dem Stadion, in die Torschützenliste eintragen konnten sich Ricardo Centurión (33.), Lautaro Martínez (39.) sowie Matías Zaracho und Lisandro López, der seinen dritten (!!) Elfmeter der Partie zum 4:0 Endstand verwandeln konnte.

Im zweiten Spiel der Gruppe E trennten sich Universidad de Chile und Cruzeiro in einer schwachen Partie torlos.

Flamengo – Santa Fe 1:1 (1:1) – Dourados früher Führungstreffer unterm Strich zu wenig

In der Gruppe D stand für Flamengo das wichtige Heimspiel gegen den Tabellendritten Santa Fe an. Die Hausherren gingen bereits früh in Person von Henrique Dourado in Führung, die jedoch nicht lange anhielt. Nach einer halben Stunde egalisierte Wilson Morelos Dourados Führungstreffer, sodass sich die Teams nach 90 Minuten leistungsrecht mit 1:1 trennten. Für Flamengo hätte ein Sieg einen Sprung in der Tabelle bedeutet, nach nunmehr drei Spieltagen muss man sich den ersten Rang mit River Plate teilen, die ebenfalls fünf Zähler auf dem Konto haben.

Emelec – River Plate 0:1 (0:1) – Pinola erzielt das Tor des Tages!

River Plate musste am dritten Spieltag der Gruppe D nach Guayaquil in Ecuador zu Emelec reisen. In einer schwierigen Partie erzielte der ehemalige Nürnberger Javier Pinola in der 44. Minute den einzigen Treffer des Tages, der zugleich auch den wichtigen Auswärtssieg bedeutet. Mit nunmehr fünf Zählern darf sich River berechtigte Hoffnungen auf das Weiterkommen machen.

Alianza Lima – Atlético Junior 0:2 (0:1) – Junior wahrt die Chance aufs Achtelfinale

Mit einem 0:2 Auswärtssieg sichert sich Atlético Junior in Peru die Chance, doch noch die K.O. Runde der Copa zu erreichen. Schon nach zehn Minuten brachte Yimmi Chará den Außenseiter per Slapstick-Tor in Führung. Die Hausherren waren im Anschluss das bessere Team und um den Ausgleich bemüht, ließen jedoch zahlreiche aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt verstreichen. Kurz vor Schluss nutze Atlético Junior seine zweite hochkarätige Chance des Tages zum 0:2 Endstand, Torschütze war Jonatán Álvez. Lima steht nun mit einem Punkt am Tabellenende, während Atlético Junior durch den ersten Sieg in der diesjährigen Copa den Anschluss an die Boca Juniors und Tabellenführer Palmeiras herstellen konnte.

Penarol – Libertad 1:2 (0:0) Cardozos Freistoßhammer beschert Libertad den Last-Minute Sieg!

In der Gruppe C hatte Penarol aus Uruguay Club Libertad aus der paraguayischen Hauptstadt Asunción zu Gast. Nach einer weitestgehend ereignislosen ersten Hälfte kamen die Hausherren besser aus der Kabine und erzielten kurz nach Wiederanpfiff in Person von Gabriél Fernández per Heber den wichtigen Führungstreffer. Nach einem Torwartfehler auf Seiten Penarols konnte Libertad jedoch eine viertel Stunde vor Schluss ausgleichen, ehe Óscar Cardozo mit seinem fulminanten Freistoßtor alle uruguayischen Träume zunichte machte. Libertad steht somit noch ohne Punktverlust auf dem ersten Platz und darf wohl für die K.O. Phase planen.

The Strongest – Atlético Tucuman 1:2 (1:1) – Dank Romats Traumtor: Tucuman mit wichtigen Auswärtsdreier!

In der zweiten Begegnung der Gruppe C reiste Atlético Tucuman aus Argentinien in die Höhe von La Paz nach Bolivien. Im Estadio Hernando Siles, das mit einer Höhe von 3637 m. üNN zu den höchstgelegensten Stadien der Welt zählt, gehörte der Auftakt den Gästen. Ein wahrer Sonntagsschuss von Tucuman-Akteur Nicolás Romat brachte die Gäste in Führung, ehe Edis Ibargüen kurz vor dem Pausentee den Ausgleich besorgte. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Argentinier. 15 Minuten vor Schluss machte Javier Toledo mit einem Kopfballtor knapp über der Grasnarbe alles klar. Nach drei Spieltagen haben nun sowohl The Strongest, als auch Atlético Tucuman und Penarol drei Punkte auf dem Konto, das Rennen um den verbliebenen Platz hinter Club Libertad dürfte noch Einiges an Spannung bereithalten.

Independiente- Corinthians 0:1 (0:0) – Jádson trifft Independiente mitten ins Herz!

In der Gruppe G hatte Independiente aus Avellaneda Corinthians aus Sao Paulo zu Gast. In einer wirklich offen und attraktiv geführten Begegnung spielten sich beide Teams zahlreiche aussichtsreiche Möglichkeiten heraus, ließen jedoch im Abschluss die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Erst kurz vor Schluss gelang Jádson mit einem Kopfball das einzige Tor des Tages; der Treffer fiel mitten in eine Drangphase Independientes. Die Hausherren konnten sich vom späten Führungstreffer der Gäste nicht mehr erholen. Corinthians nimmt die drei Zähler mit nach Brasilien und steht noch ungeschlagen an der Spitze der Gruppe G mit sieben Punkten. Independiente rangiert punktgleich mit Lara auf dem dritten Rang, entschieden ist in der Gruppe G allerdings noch nichts.

 

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Die große Copa Libertadores Vorschau für die Gruppen 1 – 4 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-201802 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-201802#respond Mon, 26 Feb 2018 14:34:37 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7691 Der wichtigste Cup-Wettbewerb Südamerikas steht in den Startlöchern. Die Copa Libertadores wird auch dieses Jahr von Februar (Start der Qualifikation) bis November ausgetragen. Der Sieger qualifiziert sich für die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft und für die kommende Copa Libertadores. Insgesamt nehmen 32 Mannschaften...

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Der wichtigste Cup-Wettbewerb Südamerikas steht in den Startlöchern. Die Copa Libertadores wird auch dieses Jahr von Februar (Start der Qualifikation) bis November ausgetragen. Der Sieger qualifiziert sich für die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft und für die kommende Copa Libertadores. Insgesamt nehmen 32 Mannschaften aufgeteilt in acht Gruppen an der Hauptrunde teil. Chefutbol nimmt die teilnehmenden Teams etwas genauer unter die Lupe und stellt deren aktuelle Situation sowie ihre Chancen im Wettbewerb vor.

Grêmio Porto Alegre (Brasilien) – Kann Grêmio den Vorjahrestriumph wiederholen?

Der Verein: Grêmio Porto Alegre ist ein Verein aus der brasilianischen Hafenstadt Porto Alegre im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Im letzten Jahr konnten sich die Brasilianer in einem packenden Finale gegen CA Lanús aus Argentinien durchsetzen und den wichtigsten Titel im südamerikanischen Klubfußball gewinnen. Auch in der Recopa Sudamericana triumphierte Grêmio zuletzt über CA Independiente, sodass der brasilianische Verein nicht nur in der eigenen Liga sondern auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent zu den aktuell stärksten Teams gehört. Die Heimspiele tragen die Brasilianer in der Arena do Grêmio aus.

Die Mannschaft: Mit einem Marktwert von ca. 77,5 Mio. € spiegelt sich Klasse des zweimaligen brasilianischen Meisters auch finanziell wieder. Zwar hat der heimische Campeonato do Brasil aktuell noch Zäsur, voll im Saft steht das Team von Coach Renato Gaúcho allemal. Nach zwei jeweils schwierigen Finalspiels gegen CA Independiente setzte sich Grêmio im Elfmeterschießen der Recopa Sudamericana durch und ist somit aktuell sowohl amtierender Libertadores als auch Recopa Champion. Das von Kapitän Maicon angeführte Team ist in der Breite gut aufgestellt und auf nahezu allen Position doppelt besetzt. Doch nicht nur quantitativ ist Grêmio herausragend besetzt. Spieler wie Luan oder auch der aus der Bundesliga bekannte Lucas Barrios sowie die Youngster Arthur, der mutmaßlich zum FC Barcelona wechseln wird, sowie Außenstürmer Everton machen regelmäßig sowohl auf nationalem als auch internationalem Level regelmäßig den Unterschied aus. Nach dem Vorjahrestriumph und dem Sieg in der Recopa dürfte es für den Klub aus Porto Alegre der Anspruch sein, die Erfolge aus dem Vorjahr zu wiederholen, wenn auch hinter vorgehaltener Hand.

Transfers: Auf dem Transfermarkt hat Grêmio bislang wenig von sich Reden gemacht. Einige vielversprechende Youngsters wie Lincoln, Iago oder Beto da Silva wechselten auf Leihbasis den Verein um Spielpraxis zu sammeln, bis auf Maicosuel, der bis Ende des Jahres vom FC Sao Paulo ausgeliehen wurde, liest sich die Liste der Neuzugänge noch recht kurz. Da Grêmio bislang aber auch keinen Leistungsträger aus dem Vorjahr abgeben musste, besteht hierbei auch nicht zwingend Handlungsbedarf. Jedoch steht der Transfers des Mittelfeldjuwels Arthur zum FC Barcelona kurz vor dem Abschluss, die Katalanen zahlen für 60% der Transferrechte wohl 25 Mio. € an Grêmio. Jeweils 7,5 Mio. € gehen an Berater und die Familie des Spielers, sodass die Blaugrana ein 40 Mio. € Paket für den brasilianischen Nationalspieler schnürt. Vollzogen wird der Wechsel allerdings erst im Januar 2019. Im Falle des wahrscheinlichen Abganges dürfte Grêmio noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, um vielleicht frühzeitig einen Nachfolger zu verpflichten und ins Team zu integrieren. Abgesehen von diesem notwendigen reaktionären Transfer besteht für Trainer Gaúcho nicht zwingend Handlungsbedarf, getreu der Losung “Never change a winning team”.

Schlüsselspieler: Absoluter Dreh- und Angelpunkt im Spiel Grêmios dürfte auch in diesem Jahr Starstürmer Luan sein. Der 24- jährige brasilianische Nationalspieler netzte allein in der Libertadores im letzten Jahr acht Mal an, unter Anderem im wichtigten Finalrückspiel gegen Lanús. Doch auch in der Liga kam der wendige Angreifer, dessen Marktwert auf 20 Mio. € taxiert wird, auf sieben Treffer und sechs Assists. Luan ist schnell im Antritt, verfügt über eine hohe Endgeschwindigkeit und ist neben seiner technischen Versiertheit noch dribbel- und abschlussstark. Ein Stürmer mit dem Prädikat kompletter Angreifer.

Im zentralen Mittelfeld zieht Routinier Maicon die Fäden. Der Kapitän Grêmios steht für ein unaufgeregtes, jedoch solides und passsicheres Aufbauspiel sowie ein gutes Zweikampfverhalten, sodass er trotz seiner 33 Jahre aus der Startelf selten wegzudenken ist.

Mit Torwart Marcelo Grohe hat Grêmio zusätzlich einen fantastischen Rückhalt zwischen den Pfosten, der 31-jährige Brasilianer, der ebenfalls die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, war mitverantwortlich für den Erfolg Grêmios in der letztjährigen Copa. Mit spektakulären Paraden hielt er sein Team ein ums andere Mal im Spiel, sodass er auch in diesem Jahr für seine Mannschaft von immenser Bedeutung sein dürfte.

Der Trainer: Coach des brasilianischen Erfolgsteams ist der 55-jährige Renato Gaúcho. Als Spieler unter Anderem für den AS Rom und Flamengo aktiv, setzt Gaúcho bevorzugt auf ein 4-2-3-1 mit einem klassischen “Zehner”, zuletzt übernahm diese Rolle Cícero. Als Trainer ist Gaúcho bereits viel herumgekommen, neben Fluminense, Vasco da Gama und Paranaense ist es aktuell seine dritte Amtszeit als Trainer von Grêmio. Zusätzlich zur Copa Libertadores im letzten Jahr konnte Gaúcho bereits den brasilianischen Pokal und die Recopa Sudamericana gewinnen.

Die Chefutbol-Prognose: Auch in diesem Jahr wird Grêmio Porto Alegre wieder ein Wörtchen mitreden, wenn es darum geht, wer am Ende des Wettbewerbs die begehrte Trophäe mit nachhause nimmt. Da der Verein bislang von einem größeren Aderlass verschont geblieben ist, dürfte Grêmio in der Gruppe mit Cerro Porteno, Defensor und Monagas gute Chancen auf den Gruppensieg haben, da sich die Copa Libertadores allerdings über das “große” Sommertransferfenster in Europa erstreckt, könnte ein erfolgreiches Abschneiden in der Gruppenphase den ein oder anderen Transfer zur Folge haben. Nichtsdestotrotz ist Grêmio für den wichtigsten Klubwettbewerb auf dem südamerikanischen Kontinent gut aufgestellt und zählt in jedem Fall zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel.

Cerro Porteño (Paraguay) – Das neue Stadion als Motivation

Der Verein: Cerro Porteño ist mit Erzrivale Olimpia einer der beiden Grandes von Paraguay – vielen Titeln und einer großen Fangemeinde sei Dank. Der Verein aus dem Barrio Obrero von Asunción qualifizierte sich dank der Clausura-Meisterschaft im Dezember 2017 für die Copa Libertadores. Dort ist der Ciclón mit nunmehr 39 Teilnahmen ohnehin ein regelmäßiger Gast. Für den großen Wurf reichte es noch nie, doch im Estadio General Pablo Rojas, auch als La Olla bekannt, heizen die Fans der Azulgrana jedem Gegner kräftig ein. Und die Hinchada verbindet einiges mit dem Stadion: Bei der Runderneuerung, die 2017 abgeschlossen wurde, halfen sie mit bloßen Händen kräftig mit. Und so ist die Hoffnung von Cerro Porteño, dass sich die Mühe gelohnt hat und der Verein 2018 für Furore sorgen kann. Das unruhige Vereinsumfeld ist dabei nicht immer hilfreich.

Die Mannschaft: Cerro verfügt über eine relativ erfahrene Mannschaft mit gleich fünf Uruguayern – auch wenn Innenverteidiger Mauricio Victorino wegen einer positiven Dopingprobe noch gesperrt ist. Besonders auf das Sturmduo Diego Churín und Alfio Oviedo muss jeder Gegner Acht geben – die beiden haben den früheren Bundesligastürmer Nelson Valdez auf die Tribüne verdrängt. Auf der anderen Seite des Feldes strahlt der paraguayische Nationalkeeper Anthony Silva Ruhe und Sicherheit aus.

Transfers: Mit dem aufregenden Dribbler Josué Colman verlor Cerro Porteño eines seiner größten Talente, auch wenn Colmáns Scorerbilanz noch ausbaufähig war. Ansonsten konnten bis auf den Sechser Marcos Riveros alle Stammspieler des Meisterteams gehalten werden. Die Neuzugänge, von denen Linksverteidiger Marco Acosta, Achter Marcelo Palau und Zehner Marcel Novick über viel internationale Erfahrung verfügen, haben es samt und sonders bislang nicht in die Startformation geschafft.

Schlüsselspieler: Anthony Silva ist aktuell die Nummer 1 im Tor der paraguayischen Nationalmannschaft und ein wichtiger Rückhalt im Team des Ciclón. Mit seinen Reflexen, seiner Ausstahlung und seinem modernen Torwartspiel sticht er in der nicht immer sattelfesten Defensive hervor. Er dürfte auch in der Copa einiges zu tun bekommen. Immerhin: Er hat beste Referenzen – 2017 parierte er im Länderspiel den Elfmeter eines gewissen Neymar. Cerros bester Mann in der Offensive ist der Mittelstürmer Diego Churín. Der wuchtige Argentinier traf in 21 Spielen für den Ciclón 14-mal.

Der Trainer: Kurz vor Beginn der Apertura 2018 warf der Meistertrainer Leonel Álvarez hin. Den etwas exzentrischen Kolumbianer hatte zahlreiche Reibereien mit der Klubführung entnervt, unter anderem wurden Neuverpflichtungen über seinen Kopf hinweg getätigt. Er wurde durch den 37-jährigen Argentinier Luis Zubeldía ersetzt. Zubeldía, der schon mit 28 Jahren seine erste Cheftrainerposition bei Lanús antrat, ist als fleißiger Arbeiter und Charakterkopf bekannt und hat für sein Alter in Argentinien, Ecuador, Mexiko, Kolumbien, Spanien schon viele Erfahrungen sammeln können – bei seinem ersten Amt in Paraguay hat er sich allerdings nicht den unkompliziertesten Job ausgesucht. Doch an Selbstvertrauen fehlt es Zubeldía nicht, und so soll in der Copa mindestens das Achtelfinale her.

Die Chefutbol-Prognose: Grêmio ist außer Reichweite, Monagas muss geschlagen werden. Im Duell mit Defensor um Platz zwei sind die Paraguayer auf Grund der größeren Erfahrung und wesentlich mehr finanziellen Mitteln leicht favorisiert, dürfen aber keine Sekunde unachtsam werden, sonst droht das Aus. Für mehr als das Achtelfinale fehlt es an Klasse und dauerhaften Strukturen.

Defensor Sporting (Uruguay) – Talente und Haudegen

Defensor

Der Verein: Defensor ist keiner der großen Vereine Uruguays, hat sich aber im neuen Jahrtausend mit überragender Jugendarbeit einen Namen gemacht. Auch aktuell stammen nur acht Kaderspieler nicht aus der eigenen Jugendschmiede im Viertel Punta Carretas, und nur sieben Spieler sind älter als 25. Das Jugendkonzept geht häufig auf, sechs Halbserientitel konnte man in den letzten elf Jahren holen, 2014 schaffte es der Verein sensationell bis ins Halbfinale der Copa Libertadores. 2017 schien Defensor gar lange auf den Titel zuzusteuern, doch letztlich scheiterte man dramatisch an Peñarol. Dabei lastet wenig Druck auf der Mannschaft, die Maßgabe lautet regelmäßig nur, die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb zu erzielen. So kann man auch die Copa Libertadores 2018 ganz relaxed angehen.

Die Mannschaft: Der Kader besteht aus einer sinnvollen Kombination von Jungspunden und erfahrenen Anführern wie Nicolás Correa, Mathías Cardacio oder Guillermo Reyes. Allerdings fehlt es dabei oft an der nötigen Breite im Kader, wie man 2017 schmerzhaft erfahren musste. Viele Youngster haben wenig Erfahrung auf internationalem Terrain, aber alle Anlagen für den Durchbruch. Spieler wie der extrem torgefährliche Flügelspieler Ayrton Cougo, Rechtsaußen Facundo Castro und Außenverteidiger Mathías Suárez stehen schon auf dem Zettel aller Scouts. Dabei können sich die jungen Spieler auch auf das taktisch sehr stabile Gerüst von Coach Eduardo Acevedo verlassen, das manch individuelle Schwäche kompensieren kann. Für Hurrafußball steht Defensor daher trotz der technischen Klasse der Spieler eher nicht.

Transfers: Es schmerzt der Abgang von Kapitän Andrés Lamas, einem der wichtigsten Führungsspieler des Kaders. Für ihn verpflichtete man Ernesto Goñí. Bei Gonzalo Carneiro, einem herausragenden Sturmtalent, ist die Situation dagegen verfahren: Ein Wechsel zu Grêmio scheiterte in letzter Sekunde, doch Verein und Spieler sind zerstritten. Unwahrscheinlich, dass der begabte Angreifer diese Runde seine Stiefel für Defensor schnüren wird. Ersetzt wird er durch den physisch starken Argentinier Germán Rivero, der sich mit zwei Toren in den ersten drei Spielen gut einfügte. Rechtsverteidiger Emilio Zeballos dürfte ebenfalls eine gute Rolle spielen, alle weiteren Transfers betreffen Ergänzungsspieler.

Schlüsselspieler: Defensor hat eine ausgeglichene Mannschaft, in der alle Spieler auf gutem Niveau agieren. Zu den wichtigsten Akteuren gehört der zentrale Mittelfeldspieler Mathías Cardacio, der im Ausland bei mehreren Klubs – unter anderem dem AC Mailand – sein Glück nicht fand, bei Defensor aber wie die Faust aufs Auge passt: Wie schon zwischen 2013 und 2015 prägt Rückkehrer Cardacio das Spiel mit seinen unermüdlichen Balleroberungen und seinen guten Pässen. Allerdings übertreibt er es oft mit der Aggressivität, sah 2017 dreimal gelb-rot. Neben Cardacio ist auch der rustikale Innenverteidiger Nicolás Correa ein ganz wichtiger Mann.

Der Trainer: Eduardo Acevedo führte vor Defensor auch Cerro und Nacional in die Copa Libertadores. Der 58-jährige steht für geordneten, aber auch technisch ambitionierten Fußball und hat schon einigen Talenten zum Durchbruch verholfen. Seine kultivierte Art außerhalb des Platzes kontrastiert mit häufigen emotionalen Ausbrüchen – die allerdings von seinem Bruder und Co-Trainer Alberto noch deutlich übertroffen werden. Für Unterhaltung an der Seitenlinie dürfte also gesorgt sein.

Die Chefutbol-Prognose: Defensor hat international schon öfter für Aufsehen gesorgt und scheint auch dieses Mal gut gerüstet: Unter Acevedos Anleitung und mit einer eingespielten Mischung aus Talenten und Erfahrenen sind die Tuertos für jeden Gegner unangenehm zu bespielen und dürften auf Augenhöhe um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen. Für den ganz großen Wurf wird es jedoch an der nötigen Breite fehlen.

Monagas (Venezuela) – Reichen Kampf und Teamspirit?

Monagas

Der Verein: Der Monagas Sport Club machte sich ein völlig unerwartetes Geschenk zu seinem dreissigjährigen Bestehen. Ohne Ansage gewann die Mannschaft aus Maturin, einer 500’000-Einwohnerstadt im Osten des Landes, die erste Saisonhälfte Apertura 2017. In den Jahren zuvor dümpelte Monagas jeweils zwischen Tabellenmittelfeld und -ende, stieg 2013 gar in die zweite Liga ab. Der Wiederaufstieg folgte zwei Jahre später. Der erstmalige Titelgewinn wurde erst möglich, nachdem die Bundesstaatsregierung von Monagas ein grosses Aktienpaket des Vereins verkaufte und der Einstieg von privaten Geldgeber möglich wurde. Ruhe kehrte, der Verein rief eine “Neue Ära” aus und wurde professioneller organisiert. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Doch der Apertura-Titel sollte nicht die grösste Überraschung bleiben: Mitte Dezember krönten sich die “Krieger vom Guarapiche” zum Campeon 2017, nachdem Favorit und Clausura-Sieger Lara im grossen Finale besiegt wurde. Es ist der erste Meistertitel, dank welchem auch die Premiere in der Copa Libertadores möglich geworden ist. Internationale Erfahrung hat der Club bei drei Teilnahmen an der Copa Sudamericana (2002, 2003, 2012) gesammelt. Interessantes Detail: mit dem Estadio Monumental de Maturin (52’000 Zuschauer) verfügt Monagas über das grösste Stadion im Land.

Die Mannschaft: Das Meisterteam setzte sich vor allem aus Spielern zusammen, die in anderen venezolanischen Teams überzählig waren. Mehrere von ihnen liefen auf Leihbasis bei Monagas auf. Nach dem positiven Auftritt kehren viele von ihnen wieder zu ihrem Verein zurück, unter anderem Stammspieler Daniel Febles. Das Mannschaftsgefüge ist wohl etwas aus den Fugen geraten und die während der Saison entstandene spezielle Siegesdynamik dürfte weg sein. Hinzu kommt, dass der Torgarant Anthony Blondell (24 Tore) den Verein ebenfalls verlassen hat. Damit der Trainer den bevorzugten Angriffsfussball weiterspielen kann, wurden fünf neue Stürmern verpflichtet. Auf ihnen ruhen die Hoffnungen der Fans.

Transfers: Nicht weniger als vier Spieler verliessen den Verein in Richtung Deportiva Tachira. Der gewichtigste Abgang ist jedoch derjenige von Torschützenkönig Anthony Blondell, der in die MSL zu den Vancouver Whitecaps wechselte. Die Frage stellt sich, ob einer der neuen Stürmer in seine Fussstapfen treten kann und neben Rückkehrer Luis Gonzalez für Tore sorgen wird: von den Sport Boys (Bolivien) kam der Argentinier Juan Vogliotti, aus Kolumbien Cristian Fernandes und Dany Cure und von Deportivo Anzoategui Ruben Rojas.

Schlüsselspieler: Knüpft Luis “Cariaco” González an seine Leistung während der Apertura an, ist er die wichtige Nummer 10 von Monagas: als Vorbereiter und Vollstrecker. Er kehrt nach 6 Monaten beim FC Dallas in der MSL zu den Venezolanern zurück. Weitere Leistungsträger, denen neue Verträge angeboten wurden, sind die argentinischen Verteidiger Joaquín Lencinas und Lucas Trejo sowie der kolumbianische Flügelspieler Dager Palacios.

Der Trainer: Als der Verein 2025 die “Neue Ära” ausrief, wurde Jhonny Ferreira an Bord geholt. In erster Linie war es seine Aufgabe, Monagas aus der Abstiegszone zu führen. Nur knapp ein Jahr später feierte der Club seinen ersten Meistertitel. Aus einem Haufen neuer Spieler (15 Neuzuzüge) formte der noch junge Trainer Ferreira (40) in harter Arbeit eine Einheit und später gar eine Meistermannschaft.

Die Chefutbol Prognose: Der Libertadores-Neuling Monagas hat in seiner Rolle als Aussenseiter nichts zu verlieren. Die Saison 2017 in der heimischen Liga hat gezeigt, dass auch vermeintlich übermächtige Gegner besiegt werden können – mit Kampf und Teamspirit. Doch die Qualität ist nicht ausreichend. Das Überstehen der Gruppenphase wäre eine Sensation.

Atlético Nacional (Kolumbien) – Zurück zu alter Stärke?

Der Verein: 2025 gewann Atletico Nacional die Copa Libertadores. Im letzten Jahr war bereits nach der Vorrunde Schluss, weshalb Medellin in dieser Libertadores-Ausgabe wieder oben angreifen möchte. Mit insgesamt 16 Meistertiteln ist der Verein der Rekordmeister Kolumbiens. Auch international gelangen bisher zwei Titel in der Libertadores. Der Klub besitzt eine große Fangemeinschaft in Kolumbien, aber auch allgemein in Südamerika. Vor allem in Heimspielen ist die große „hinchada“ von Medellin zu sehen, in Form von tollen Choreos oder auch Gesängen.

Die Mannschaft: Über die bisherige Saison der „Paisas“ lässt sich noch nicht viel sagen. Aus fünf Ligaspielen konnte man zehn Punkte holen, wodurch Nacional momentan auf Platz zwei steht. Obwohl diese Ausbeute auf den ersten Blick nicht schlecht ausschaut, sind die Fans noch nicht ganz zufrieden. Unter dem neuen Trainer Almiron, der von Lanus kam, wurden bereits zahlreiche Spieler getestet. Von Spiel zu Spiel gab es immer wieder Änderungen, wodurch sich erkennen ließ, dass der Argentinier seine Stammelf noch nicht gefunden hat. Mit dem breiten Kader wird der 46-jährige noch eine gewisse Zeit brauchen, um die perfekte Formation zu finden.

Transfers: In dieser Transferperiode fand ein großer Umbruch statt. Die Verantwortlichen von Medellin ließen sich viel Zeit, um die passenden Neuzugänge zu holen. Nachdem die zahlreichen kolumbianischen Konkurrenten ihre Transfers recht recht früh verkündeten, dauerte es lange bis Nacional mit dem Umbruch begann. Mit Diego Braghieri und Fernando Monetti konnte man zwei Stützen des letztjährigen Libertadores-Finalisten Lanus verpflichten. Der 31-jährige Braghieri soll der Mannschaft in der Innenverteidigung weiterhelfen und vor allem Kapitän Alexis Henriquez mehr Verschnaufpausen ermöglichen. Monetti wurde verpflichtet, um den abgewanderten Franco Armani zu ersetzen. Armani war jahrelang eine feste Stütze im Tor der „Paisas“, aber entschied sich zurück nach Argentinien zu wechseln. Bei River Plate erhofft er sich bessere Chancen auf eine WM-Teilnahme. Ein weiterer Defensivspieler wurde mit Helibelton Palacios geholt. Nach einem Jahr bei Brügge wechselt der Rechtsverteidiger zurück nach Kolumbien, mit der Absicht mehr Spielzeit zu bekommen. Trotz der Qualität des 24-jährigen wird es schwer an Stammspieler Daniel Bocanegra vorbeizukommen. Des Weiteren gelang es Juan Camilo Zuniga zurückzuholen. Nachdem er in der letzten Spielzeit noch für den FC Watford auflief, trainierte er seit der Sommerpause bei Nacional mit. Bei seinem Ex-Klub möchte er sich wieder für die Nationalmannschaft empfehlen, um nach Russland mitzufahren. Obwohl der Außenverteidiger gute Jahre in Europa hatte, wird es keine leichte Aufgabe zurück zur alten Form zu finden. Vor allem Spielpraxis muss der 32-jährige sammeln, damit er der Mannschaft weiterhelfen kann.

Schlüsselspieler: Neben den zahlreichen Neuzugängen sorgte die Vertragsverlängerung von Dayro Moreno für Zufriedenheit bei den Fans. Moreno war seit seiner Ankunft im letzten Jahr einer der wichtigsten Spieler, weshalb die Verantwortlichen unbedingt eine Weiterarbeit mit ihm wollten. Nach mehrwöchiger Bedenkzeit entschloss sich der ehemalige Nationalspieler weiterhin für „El Verdolaga“ aufzulaufen. Obwohl der Stürmer erst spät in der Vorbereitung dazustoß, wird er der Mannschaft mit all seiner Erfahrung weiterhelfen können.

Ein ähnliches Szenario gab es mit Spielmacher Macnelly Torres. Es war lange nicht klar, ob er nun bleibt oder wechselt. Zahlreiche Anfragen sollen für den Mittelfeldspieler gemacht worden sein, aber letztendlich spielt er auch in dieser Saison bei Medellin. Torres ist der Dreh-und Angelpunkt im Spiel der Kolumbianer. Auch mit 33 Jahren ist er in fittem Zustand eine unangefochtene Stammkraft, was sich auch nicht unter Almiron ändern wird.

In der noch jungen Saison konnte sich auch schon Vladimir Hernandez zeigen. Der vom FC Santos gekommene Außenstürmer zählt mit seiner Schnelligkeit und Technik zu den besten Spielern der Liga Aguila. Nachdem er am Anfang noch leichte Probleme hatte kommt er immer besser in Fahrt und konnte am Donnerstag seine ersten beiden Saisontore gegen America Cali erzielen.

Mit Andres Renteria, Steven Lucumi, Reinaldo Lenis und Gonzalo Castellani verfügt die Mannschaft noch über weitere gute Offensivakteure, die in der Libertadores zu ihren Chancen kommen werden. Während in der Offensive noch oft rotiert wird, scheint Almiron in der Defensive immer mehr sein Stammpersonal zu finden. Felipe Aguilar, Alexis Henriquez und Diego Braghieri streiten sich um die zwei Plätze in der Innenverteidigung. Braghieri, der vom letztjährigen Finalisten Lanus kam, zeigte in den ersten Spielen schon gute Leistungen. Aufgrund der Tatsache, dass sein ehemaliger Trainer nun auch Medellin coacht, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit in den wichtigen Spielen zum Einsatz kommen. Währenddessen ist noch ungewiss wer neben ihm aufläuft, da der argentinische Trainer hier die Qual der Wahl hat.

Der Trainer: 1,75 Punkte holte Jorge Almiron als Trainer von Lanus, woraufhin die Verantwortlichen von Medellin ihn unbedingt holen wollten. Vor allem 2017 sorgte sein ehemaliger Klub CA Lanus in der höchsten Spielklasse Südamerikas für Aufsehen durch die offensive Spielausrichtung. Mit einem offensiven 4-3-3 möchte „El Negro“ auch bei seinem neuen Arbeitgeber für Titel sorgen.  Atletico Nacional ist bereits der neunte Verein, den der Argeninier als Trainer dirigiert. Ob er nach einer guten Saison bei Lanus schon bereit ist, einen großen Verein wie Atletico Nacional zu trainieren, wird spannend zu sehen werden.

Die Chefutbol-Prognose: Obwohl die jüngsten Spiele noch viel Verbesserungsbedarf aufwiesen, kann Atletico Nacional in dieser Saison um den Titel mitspielen. Wenn die Neuzugänge sich richtig ins Team integrieren, wird Medellin eine der besten Mannschaften Südamerikas haben. Vor allem die routinierten Spieler sind in der Lage dem Team gegen schwere Gegner weiterzuhelfen.

Bolívar (Bolivien) – Mit Heimstärke und Offensivpower

Der Verein: Die Academia ist der beliebteste und erfolgreichste Klub Boliviens und hat satte 22 Meisterschaften im Trophäenschrank stehen. Nur acht Mannschaften haben sich öfter für die Copa Libertadores qualifizieren können – es ist ein Who is Who des südamerikanischen Fußballs, dem Bolívar in dieser Hinsicht kaum nachsteht. Die besten Saisons erwischte man 1986 und 2014, als die Celeste jeweils in das Halbfinale vordrang. Hinzu kommt ein Finale in der Copa Sudamericana im Jahr 2004. Entscheidend war in allen erfolgreichen Saisons die Heimstärke: Im Estadio Hernando Siles zu La Paz, auf 3600 Metern Höhe, sind die Bolivianer ihren Gegnern meist konditionell überlegen.

Die Mannschaft: Gemeinsam mit Erzrivale The Strongest stellt Bolívar das Rückgrat der bolivianischen Nationalmannschaft. Dementsprechend groß ist die internationale Erfahrung der Mannschaft. Ronald Raldes, Luis Alberto Gutierrez und Kapitän Juan Carlos Arce kommen zusammen auf 200 Länderspiele für die Verde. Die Stärke der Academia sollte im Angriff liegen, wo mit Arce, der uruguayischen Vereinslegende William Ferreira und dem brandgefährlichen Argentinier Marcos Riquelme viel Klasse vorhanden ist. Bei zwei 5:1-Heimsiegen zum Auftakt der Saison 2018 stellte der amtierende bolivianische Meister das auch gleich unter Beweis.

Transfers: Unter den Abgängen war mit dem uruguayischen Dribbelkönig Leandro Sirino einer der besten Schützen des Klubs. Er soll durch den zurückgekehrten Spanier Juanmi Callejon ersetzt werden. Außerdem verlor man den überragenden argentinischen Torwart Matías Dituro, der seinem Coach Beñat San José zur Universidad Católica folgte. Stattdessen steht nun wieder Romel Quiñónez im Tor der Celeste. Einen echten Coup landete man mit dem schwedisch-bolivianischen Mittelfeldspieler Martin Smedberg, der gemeinsam mit Nationalspieler Diego Bejarano die rechte Bahn deutlich verstärken sollte.

Schlüsselspieler: Der argentinische Angreifer Marcos Riquelme, der als Rechtsfuß meist über Linksaußen kommt, ist ein schneller und abgezockter Angreifer, dem 2018 in vier Spielen schon vier Tore gelangen. Schon in Chile war er für Audax Torschützenkönig geworden. In der starken Offensive der Bolivianer dürfte er häufig zum Abschluss kommen. Auch die anderen Cracks von Bolívar, wie Arce, Ferreira und Callejón, spielen hauptsächlich in der Offensive. Weil es aber in der Copa auch auf die Abwehr ankommen wird, dürfte auch Romel Quiñónez oft im Rampenlicht stehen: Der Nationalkeeper ersetzt Meistertorwart Dituro. Den ganz großen Durchbruch, den in Bolivien manche von ihm erwarteten, hat der 25-Jährige noch nicht geschafft, doch gilt er dennoch als sehr talentierter Schlussmann.

Der Trainer: Der Brasilianer Vinicius Eutropio war die etwas überraschende Wahl der Verantwortlichen, um den abgewanderten Meistercoach San José zu ersetzen. Er coachte im vergangenen Jahr für einige Monate Chapecoense, wurde aber schnell wieder entlassen. Zuvor hatte er meist unterklassige brasilianische Mannschaften trainiert. Bei seiner ersten Station in Bolivien steht er unter besonderer Beobachtung, konnte aber immerhin drei seiner ersten vier Spiele gewinnen.

Die Chefutbol-Prognose: Die individuelle Klasse Bolívars kann nicht mit Atlético Nacional mithalten, aber gegen Colo Colo und Delfin ist die Academia sicher auf Augenhöhe. Zudem kommt der Vorteil der Höhe, die die auf Meereshöhe spielenden Konkurrenten aus Chile und Ecuador nicht gewohnt sind. Daher sollte Bolívar seine Heimspiele gewinnen können – dann hat man beste Karten auf das Achtelfinale. Allerdings ist Coach Eutropio noch ein Fragezeichen.

Colo Colo (Chile) – Zurück auf Südamerikas großer Bühne

Der Verein: CSD Colo Colo ist ein Klub aus der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile und mit 32. Meisterschaften zugleich der erfolgreichste Verein aus dem Andenstaat. Zuletzt konnten die “Los Albos” im chilenischen Torneo de Transicíon triumphieren und somit die Qualifikation nach einjähriger Abwesenheit für die Copa Libertadores klarmachen. Seine Heimspiele trägt “El Cacique” im Estadio Monumental aus. Colo Colo ist bekannt für seine hervorragende Nachwuchsarbeit, Spieler wie Leverkusens Charles Aranguíz, Bayerns Arturo Vidal oder Manchester Uniteds Alexis Sánchez stammen alle aus der Jugend des chilenischen Rekordchampions.

Die Mannschaft: Insgesamt ist die Mannschaft Colo Colos ein ausgewogener Mix aus Alt und Jung, nichtsdestotrotz steht den “Los Albos” ein Umbruch bevor. Leistungsträger wie Goalgetter Esteban Paredes oder Jorge Valdivia sowie Jaime Valdés haben die 30 zum Teil bereits deutlich überschritten, sodass hier in naher Zukunft in nahezu allen Mannschaftsteilen Handlungsbedarf bestehen dürfte. Mit hoffnungsvollen Nachwuchstalenten wie Ivan Morales, Carlos Villanueva, Gabriel Suazo oder auch Nicolás Orellana stehen die designierten Nachfolger allerdings bereits in den Startlöchern.

Transfers: Auf dem Transfermarkt blieben die “Los Albos” im Anschluss an die letztjährige Saison weitestgehend inaktiv. Zwar gelang Colo Colo kein Transfercoup, allerdings musste man auch keinen Leistungsträger des Meisterteams abgeben, sodass auch nicht zwingend Bedarf bestand. Lediglich einige Nachwuchsakteure wie Hardy Cavero oder Marcos Bolados wurden an die nationale Konkurrenz verliehen, um Spielpraxis zu sammeln.

Schlüsselspieler: Unangefochtener Dreh- und Angelpunkt im Spiel Colo Colos ist auf mit 37 Jahren noch Stürmer Esteban Paredes. Wettbewerbsübergreifend erzielte der chilenische Routinier in 34 Spielen ganze 21 Tore für Colo Colo, nach zwei Spieltagen im diesjährigen Campeonato Nacional stehen bereits fünf Treffer zu Buche. Aber auch Akteure wie Jorge Valdivia auf der “10” sowie Julio Barroso als Abwehrchef sind für “El Cacique” von extremer Bedeutsamkeit. Es bleibt im Weiteren abzuwarten, wie sich der junge Ivan Morales bei seiner Premiere auf internationalem Parkett schlägt, Morales ist eines der vielversprechendsten Talente der letzten Jahre aus der eigenen Jugend und könnte schon bald für Furore sorgen.

Der Trainer: Trainer des chilenischen Erfolgsteams ist der Argentinier Pablo Guede. Der 43 Jahre alte Guacho ist seit Juli 2025 im Amt und lässt bevorzugt ein 4-1-3-2-System spielen. Grundsätzlich ist Guede jedoch ein taktisch versierter Trainer, der sowohl eine Dreier- als auch Viererkette im Repertoire hat.

Die Chefutbol-Prognose: Chancenlos ist Colo Colo in der Gruppe B mit Delfin, Bolívar und Atlético Nacional keinesweges, allerdings stehen den “Los Albos” einige schwierige Partien bevor. Besonders gegen Bolívar und Delfin dürfte es wichtig sein, in erster Linie die Heimspiele für sich zu entscheiden, Atlético Nacional könnte für “El Cacique” eine zu große Hypothek darstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass in Chile vor der aktuellen Saison der Modus in eine Ganzjahresmeisterschaft geändert wurde, sodass sich für Colo Colo hinsichtlich Belastung und Abläufe Einiges ändern dürfte. Es bleibt abzuwarten, wie das Team mit der Dreifachbelastung und dem neuen Modus zurecht kommt, sich kampflos geschlagen geben wird sich der Traditionsklub aus Santiago mit Sicherheit nicht.

Delfín (Ecuador) – Der Underdog mit dem Delfin im Wappen

Der Verein: Delfín SC aus der ecuadorianschen Stadt Manta ist neben südamerikanischen Schwergewichten wie Grêmio Porto Alegre, Flamengo oder River Plate wohl das, was man den Inbegriff des Underdogs nennt. Der Verein wurde vor 28 Jahren gegründet und war bis zum Jahr 2014 noch drittklassig! Unter der Führung des Uruguayers Guillermo Sanguinetti, der unter Anderem für Gimnasia La Plata aktiv war, mit Hilfe meist lokaler Fußballer reifte Delfín zu einem Copa Libertadores Teilnahmer, qualifiziert hat sich “El ídolo de la Manta” durch die Vizemeisterschaft, lediglich Emelec erwies sich letztlich als stärker in den Finalspielen des heimischen Campeonato. Nun darf Delfín zum ersten Mal in ihrer, zugegeben, noch kurzen Vereinsgeschichte an der Königsklasse Südamerikas teilnehmen.

Die Mannschaft: Der Kader Delfíns besteht weitestgehend aus lokalen Spielern aus der Region Manta, was zeitgleich die Philosophie des Vereins ausmacht. Da die finanziellen Mittel nicht ausreichen, um auf dem Transfermarkt fertige Stars einzukaufen, macht Delfín die Not zur Tugend und setzt hauptsächlich auf Spieler aus der eigenen Jugend, bevorzugt mit regionalem Bezug. Lediglich einige Uruguayer wie Winterneuzugang Rodrigo Cabrera oder Fernando Arismedi, der ebenfalls vor Kurzem erst zum Team stieß, wurden dem Kader hinzugefügt, um ihn für die gestiegene Belastung in der Breite besser aufzustellen. In der letztjährigen Saison beendete man die Primera Etape auf dem ersten Tabellenplatz, in der Segunda Etapa war es letztlich Platz 4. In den Finalspielen der Tercera Etapa unterlag man Emelec nach Hin-und Rückspiel mit 6:2.

Transfers: Auf dem Transfermarkt war Delfín vor der Saison alles andere als inaktiv. Neben diversen Leihen wie Angél Ledesma und Jesi Godoy von CD América de Quito ist Stürmer Luis Congo wohl die bedeutendste Neuverpflichtung. Der 28-jährige Mittelstürmer, der einen Marktwert von 800.000€ besitzt, soll Delfíns Kader in der Breite verbessern und variabler machen. Mit Francisco Silva verließ Delfín ein Innenverteidiger in Richtung Emelec, ebenso wie Matías Duffard und Jhon Chancellor, die Delfín ebenfalls den Rücken kehrten. Alles in allem lässt sich sagen, dass Delfín zwar keinen “Kracher” auf dem Transfermarkt verpflichtet hat, da die Säulen der Mannschaft aus der letzten Saison allerdings erhalten blieben, entschied man sich dazu, nur punktuell an einigen Stellschrauben zu drehen.

Schlüsselspieler: Die Schlüsselspieler Delfíns sind das Offensivquartett um Pedro Ortíz, Jacob Murillo, Roberto Ordonez und Carlos Gárces. Kombiniert haben allen vier Spieler im Jahr 2017 40 Tore erzielt, das sind 60% der Treffer Delfíns. Allerdings täte man dem Rest der Mannschaft Unrecht, würde man den Erfolg nur auf diese Akteure herunterbrechen. Delfín ist ein Team, dass mangels absoluter Starspieler besonders im Kollektiv gut arbeitet, der Star ist sozusagen die Mannschaft. Sollten die Vier allerdings ihr Niveau halten können und auch auf internationaler Bühne derartige Leistungen wie in der ecuadorianschen Liga erbringen, dürfte es dem ein oder anderem Team bald leid tun, Delfín unterschätzt zu haben.

Der Trainer: Der Uruguayer Guillermo Sanguinetti ist seit Januar 2017 Trainer Delfíns, zuvor war der 51-Jährige unter Anderem für Alianza Lima und Guayacil City FC tätig. In seinen bisher 47 Spielen an Delfíns Seitenlinie hält er einen beachtlichen Punkteschnitt von 1,81. Bevorzugtes System von Sanguinetti, der auch den italienischen Pass besitzt, ist ein 4-4-2 mit einer Doppelsechs.

Die Chefutbol-Prognose: Zwar ist Delfín der Neuling in diesem Wettbewerb und hat mit Colo Colo, Atlético Nacional und Bolívar namhafte Gegner zu bespielen. Unterschätzen sollte man das Team aus Manta allerdings keinesfalls. Besonders offensiv ist Delfín extrem gefährlich und ein unangenehmer Gegner. Hinzu kommt, dass die Mannschaft mangels übersteigerter Erwartungshaltung in der Gruppenphase frei aufspielen kann, hierbei werden sie es sich nicht nehmen lassen, das ein oder andere Schwergewicht, zumindest temporär, richtig zu ärgern.

Peñarol (Uruguay) – Altmeister mit neuem Schwung

Der Verein: Drei Copa-Siege in den Sechzigern, zwei weitere in den Achtzigern, unzählige nationale Titel – Peñarol ist einer der größten Vereine Südamerikas. Doch die fetten Jahre sind vorbei, die Bilanz der letzten Jahre ist mehr als trist: Die letzten fünf Auftritte endeten ruhmlos in der Gruppenphase. Für die Fans, die immer noch La Copa Libertadoreses mi obsesión singen, viel zu wenig, doch angesichts des schwachen Niveaus des uruguayischen Fußballs kommen diese Ergebnisse nicht ganz unerwartet. Für 2018 hofft man mal wieder auf positive Überraschungen.

Die Mannschaft: Hoffnung gibt ihnen die aktuelle Verfassung der Manyas: Peñarol ist Uruguays amtierender Meister und hat im zweiten Halbjahr 2017 streckenweise überragenden Fußball gespielt. Auch der Saisonstart 2018 verlief durchaus überzeugend. Peñarol verfügt über eine sehr erfahrene und ausgeglichen besetzte Mannschaft, in der die vielfachen Nationalspieler Walter Gargano, Cristian Rodriguez und Maxi Rodriguez das Rückgrat bilden. Das Trio besetzt in der Regel die Mittelfeldzentrale. Ebenfalls wichtig sind die offensivstarken Außenverteidiger Lucas Hernández und Guillermo Varela. Der Ex-Frankfurter Varela schaffte es bei seinem Heimatklub gar bis in die Nationalmannschaft. Hernández allerdings wurde nach den Tumulten beim letztjährigen Ausscheiden gegen Palmeiras für die ersten Spiele gesperrt. Eine Schwäche könnte das Fehlen eines echten Mittelstürmers darstellen, da sich der wuchtige Angreifer Lucas Viatri schwer am Auge verletzte. Der dribbelstarke Fidel Martinez und der Konterstürmer Cristian Palacios sind andere Spielertypen, während Neuzugang Gabriel Fernández keine internationale Erfahrung hat.

Transfers: Die Meistermannschaft konnte im Wesentlichen zusammengehalten werden. Nur der junge Rechtsaußen Diego Rossi (zu Los Angeles) gehörte zur Stammelf, alle anderen Abgänge sind verschmerzbar. Der größte Name unter den Neuzugängen ist der wuslige ecuatorianische Nationalspieler Fidel Martínez, der auf allen Offensivpositionen agieren kann und gemeinsam mit Gabriel Fernández den verletzten Viatri ersetzen soll. Talente wie die Außenbahnspieler Giovanni González und Agustin Canobbio dürften ebenfalls auf ihre Minuten kommen, während die erfahreneren Defensivspieler Rodrigo Rojo und Luis Maldonado eher als Back-ups eingeplant sind.

Schlüsselspieler: Cristian Rodriguez war der wichtigste Spieler beim Titelgewinn. Der frühere Atlético-Spieler kann als linker Mittelfeldspieler oder als Achter agieren und zeigt dabei nicht nur Leader-Qualitäten, sondern auch große Torgefahr, Wucht und ein gutes Passspiel. Von seiner Fitness wird viel im Spiel von Peñarol abhängen, einen echten Ersatz haben die Carboneros nicht. Von ähnlicher Bedeutsamkeit ist Walter Gargano, der in langen Jahren Serie A ein großes taktisches Verständnis erreicht hat und nun von der Sechs aus sowohl die Defensive der Manyas ordnet als auch das Angriffsspiel einleitet.

Der Trainer: Leo Ramos war schon so gut wie gefeuert, ehe er in einer überragenden Rückrunde das Ruder noch herumreißen und die Meisterschaft feiern konnte. Es war sein zweiter nationaler Titel, schon Danubio hatte er 2014 aus schwieriger Lage zum Sieg geführt. Das Energiebündel Ramos steht für aggressiven Fußball mit viel mentaler Stabilität, konnte international aber noch keine Meriten einfahren: Seine beiden Copa-Libertadores-Auftritte endeten jeweils in der Gruppenphase.

Die Chefutbol-Prognose: In einer ausgeglichenen Gruppe ist für Peñarol alles denkbar. Beim Ausscheiden 2017 brach den Uruguayern ihre Auswärtsschwäche das Genick, diese muss diesmal überwunden werden. Dann ist das Achtelfinale drin – und mit weniger wird sich auch niemand bei den Aurinegros zufrieden geben. Und mit einem guten Tag im Heimspiel kann Peñarol auch mal einen Großen eliminieren.

Libertad (Paraguay) – Was haben Bobadillas Oldies noch im Tank?

Libertad

Der Verein: Libertad gehört zu den ältesten Vereinen Paraguays, kann aber in Sachen Popularität nicht mit den Grandes mithalten. Im neuen Jahrtausend zählt Libertad dennoch zu den erfolgreichsten Klubs des Landes, und auch international konnte man sich durch zwei Halbfinalteilnahmen in der Copa Sudamericana (2013 und 2017) zuletzt einen Namen machen. Durch den Fokus auf die Copa Sudamericana schenkte man die Clausura 2018 weitgehend her, war man zudem dank des Sieges in der Apertura schon für die Copa Libertadores qualifiziert.

Die Mannschaft: Zählt zu den erfahrensten der ganzen Copa Libertadores. In Rodrigo Muñoz, Cristian Riveros, Santiago Salcedo, Oscar Cardozo, Salustiano Candia und Antolín Alcaraz feiern nicht weniger als sechs Stammspieler im Laufe der Saison zumindest ihren 35. Geburtstag, viele von ihnen waren über Jahre Teil der paraguayischen Nationalmannschaft. Logischerweise ist die Mannschaft daher abgezockt, hat aber auch ein gravierendes Tempodefizit. Auch die jungen Alan Benítez und Angel Cardozo Lucena können dieses Problem nicht alleine beheben.

Transfers: Mit Jesús Medina verließ eines der größten Talente den Verein Richtung New York. Die anderen Abgänge werden kaum vermisst werden, doch auch von den Zugängen spielt bislang nur Cristian Riveros regelmäßig – er ist aber schon 35. Einer wirklichen Verjüngungskur hat man sich also nicht unterzogen.

Schlüsselspieler: Oscar Cardozo, der langjährige Torjäger von Benfica (112 Tore in 175 Erstligaspielen in Portugal), ist ein Leader im Team von Aldo Bobadilla. Der großgewachsene Stürmer kann mit dem Rücken zum Tor viele Bälle halten und kennt alle Tricks. Zudem sind sein linker Fuß und sein Kopfballspiel mit dem Alter nicht schlechter geworden, auch wenn sein Antritt deutlich abgebaut hat. Liegt Libertad in Rückstand, dürfte man mit Joker Santiago Salcedo den Oldiesturm komplett machen – der 36-Jährige ist ebenfalls mit allen Wassern gewaschen und war Schützenkönig der Apertura 2017.

Der Trainer: Einst war Aldo Bobadilla Ersatzkeeper der paraguayischen Nationalmannschaft, nun versucht  der 41-Jährige sein Glück als Coach. Bei den kleinen Klubs General Caballero und General Diaz konnte er auch mit Erfolgen auf sich aufmerksam machen, ehe er von Olimpia aus dem Vertrag gekauft wurde. Sein Aufenthalt dort endete ruhmlos nach zwei Monaten, vor der Saison 2018 unterschrieb er wieder bei General Diaz – nur um kurz vor Saisonbeginn zu Libertad zu wechseln, bei dem Trainer Fernando Jubero aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt geschieden war. Kein ganz feiner Zug, doch eine große Chance, auch auf internationalem Parkett auf sich aufmerksam zu machen. Bobadilla steht für pragmatischen, eher direkten Fußball.

Die Chefutbol-Prognose: Wie für jeden Klub in Gruppe 3 ist für Libertad alles und nichts möglich, zu erwarten ist eine extrem enge Gruppenphase. Mehr als das Achtelfinale dürfte aber nicht drin sein.

The Strongest (Bolivien) – Können Chumacero und Alonso ersetzt werden?

Der Verein: Die Tigres aus La Paz zählen zu den größten Klubs Boliviens. Der Verein wurde schon 1908 gegründet und hat seitdem zwölf nationale Titel eingefahren. Bei den 23 Copa-Teilnahmen sprang bisher allerdings nie besonders viel heraus, lediglich drei Mal drang man ins Achtelfinale vor. Immerhin: Das letzte Mal war 2017, als man mit gutem Fußball die Qualifikationsrunden und die Gruppenphase überstand und mehr als ein Ausrufezeichen setzen konnte. Selbst gegen den späteren Finalisten Lanús verlor The Strongest nur knapp, so dass die Bolivianer eine der positiven Überraschungen der Saison waren.

Die Mannschaft: 2017 zeigte The Strongest technisch gefälligen Fußball, bei dem das zentrale Mittelfeld zu den Stärken der Mannschaft gehörte. Auswärts verteidigte man diszipliniert, aber nicht immer glücklich, daheim wurde mehr auf Offensive gesetzt. Es ist zu erwarten, dass diese Marschroute auch unter dem neuen Coach, Carlos Ischia, bestehen bleibt. Allerdings dürfte die Mannschaft offensiv an Wucht verloren haben.

Transfers: Der Grund hierfür liegt im Abgang von Alejandro Chumacero, dem zweitbesten Torschützen der abgelaufenen Copa, und von seinem Sturmkollegen Matías Alonso. Ohne die Beiden fehlt The Strongest offensiv viel Qualität. Auch der uruguayische Verteidiger Luis Maldonado und der bolivianische Nationalspieler Diego Bejarano werden vermisst werden. Unter den Neuzugängen stechen die erfahrenen Rudy Cardozo und Jhasmani Campos hervor, die das zentrale Mittelfeld weiter verstärken dürften. Auch der kolumbianische Rechtsaußen Edis Ibarguen könnte ein ordentlicher Ersatz für Chumacero sein, tritt aber in sehr große Fußstapfen.

Schlüsselspieler: 46 Spiele, 23 Tore – und das als hängende Spitze, mit 38 Jahren: Das sind die Daten von Pablo Escobar im Jahr 2017. Der gebürtige Paraguayer, der in Bolivien längst heimisch und zur Legende geworden ist, lebt auch im Alter nicht nur von seinem Namen, sondern auch von seiner Klasse. Auch in diesem Jahr wird er bei The Strongest die Fäden ziehen und mit seinen gewaltigen Fernschüssen und brandgefährlichen Standards selbst torgefährlich werden. Dass seine Laufleistung dabei etwas abgenommen hat, nimmt dem Linksfuß dabei niemand krumm. Im Mittelfeldzentrum arbeiten ihm in Jhasmani Campos und Walter Veizaga weitere Leistungsträger zu.

Der Trainer: Der Argentinier Carlos Ischia hat schon so manches internationale Spiel auf dem Buckel, trainierte er doch Größen wie die Boca Juniors, das ecuatorianische Barcelona, Racing Club oder Atlas Guadalajara. Die meisten Titel erreichte er dabei noch als Co-Trainer des legendären Carlos Bianchi, doch auch als Hauptverantwortlicher kann sich seine Bilanz sehen lassen. Ischia ersetzt den Venezolaner Daniel Farias, der nach dem Verpassen der Meisterschaft geschasst wurde.

Die Chefutbol-Prognose: In der ausgeglichenen Gruppe kann der Heimvorteil der Höhe von La Paz entscheidend sein. Punktet man hier ordentlich, ist erneut das Achtelfinale drin. So stark wie 2017 wirkt der Kader allerdings nicht mehr.

Atlético Tucumán (Argentinien) – Die Mannschaft ist der Star

Der Verein: Der Klub aus der gleichnamigen Provinz feierte in der letztjährigen Ausgabe seine Premiere, als man sich mit einem dritten Platz in der Gruppenphase achtbar aus der Affäre zog. Obwohl man erst seit 2015 im Oberhaus zuhause ist, steht el Decano für eine bodenständige und akribische Herangehensweise. Im eigenen stimmungsvollen Hexenkessel tendiert man vor allen gegen Großklubs in Hochform aufzulaufen, was sich auch statistisch in Zahlen wiederspiegelt. Durch einen Finaleinzug im argentinischen Pokalwettbewerb löste man das Ticket zur Copa Libertadores.

Die Mannschaft: Grundsätzlich handelt es beim aktuellen Tabellen 12. der argentinischen Superliga um ein sehr homogenes und ausgeglichenes Kollektiv. Den alles überragenden Starakteur sucht man im Aufgebot vergeblich – am ehesten findet man diesen in Kapitän Luis Miguel Rodríguez. Der Routinier besitzt bei den frenetischen Fans Kultstatus und zieht seit Jahren die Fäden im Mittelfeld. Ansonsten baut sich der Kader aus Spielern zusammen, die bei ihren vorherigen Vereinen nicht zum Zug kamen.

Transfers: Torhüter Augusto Batalla, einst bei Real Madrid gehandelt, fand nach einem fehlergeprägten Jahr bei River Plate den Weg nach Tucumán. Der nach wie vor junge Schlussmann wechselte auf Leihbasis und soll in der beschaulichen Provinz an Selbstvertrauen gewinnen, nachdem ihm bei seinem Stammverein einige Patzer unterliefen. Im Gegenzug verließ kein Leistungsträger den Verein, mit Andrés Lamas gelang den Verantwortlichen sogar noch eine routinierte Alternative für die Innenverteidigung an Land zu ziehen.

Der Schlüsselspieler: Luis Miguel Rodríguez, auch La Pulguita genannt, repräsentiert wie kein anderer die DNA des Vereins. Dabei stand die Profikarriere einst unter keinem guten Stern. Mit 20 Jahren schuftete Rodríguez noch als Maurer, ehe man ihm ein Profiangebot unterbreitete. Der 33-jährige Spielmacher brilliert als emsiger Vorlagengeber und ist zudem mit einem satten Schuss gesegnet.

Der Trainer: Ricardo Zielinski gilt als ruhiger Vertreter seiner Zunft. Abgesehen von einem erfolgosen Intermezzo bei Racing stand er ansonsten nur bei weniger bekannten Vereinen unter Vertrag. Einen Namen machte er sich vor allem bei Belgrano, die er in der ersten Liga etablierte. Zielinski steht für effektiven und pragmatischen Fussball, der letzes Jahr beinahe zum Pokalsieg verholfen hätte.

Die Chefutbol-Prognose: In der enorm ausgeglichen Gruppe ist Tucumán sicherlich nicht chancenlos. Neben der Heimstärke sollte sich der Erfahrungswert aus dem letzten Jahr als nützlich erweisen. Mit dem fanatischen Publikum in der Hinterhand erscheint ein Weiterkommen nicht außer Reichweite, danach sollte allerdings Schluss sein.

River Plate (Argentinien) – Alles auf Null gestellt?

River Plate

Der Verein: River Plate gehört mit den Boca Juniors zu den zwei größten Klubs in Argentinien und darf insgesamt 3 Copa-Titel sein Eigen nennen. Nach der sportlichen Talfahrt, die 2011 mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit gipfelte, konnten die Millonarios mit der Verpflichtung von Trainer Marcelo Gallardo wieder an vergangene glorreiche Zeiten anknüpfen. Allerdings durchlebt man aktuell trotz einiger nahmhaften Einkäufe die schwierigste Zeit in der Ära des Uruguayers. Eng verbunden mit der Krise ist das denkbar unglückliche Copa-Halbfinalaus gegen Lanús, das wohl weiterhin in den Köpfen der Spieler herumgeistert.

Die Mannschaft: Rein individuell muss sich River vor keinem Team auf dem Kontinent verstecken. Obwohl man auf dem Papier eigentlich viel Qualität auf das Feld bringt, blieben im Ligaalltag in den letzten Monaten zu viele Punkte auf der Strecke. Das lag unter anderem am löchrigen Abwehrverbund um den Ex-Nürnberger Javier Pinola und Jonathan Maidana. Hoffnungen ruhen hier auf Lucas Martínez, dessen Dopingsperre abgelaufen ist.

Transfers: Das Unzufriedene Halbjahr veranlasste die Vereinsführung zu investieren. Der Kolumbianer Juan Quintero soll das Offensivspiel ankurbeln und Verantwortung von den Schultern Gonzalo Martínez’ nehmen. Lucas Pratto kam gar für die Rekordsumme von 11 Millionen Euro. Ob der kantige Knipser wirklich in das System von Gallardo passt, bleibt zunächst abzuwarten. Im Tor verpflichtete man Franco Armani, um auf die unkonstanten Leistungen von Germán Lux oder Augusto Batalla zu reagieren.

Schlüsselspieler: Neben Flügelspieler Gonzalo Martínez, dessen Geniestreichen zuletzt rarer geworden sind, könnte Quintero eine echte Bereicherung werden. In seinen bisherigen Einsätzen ließ der ehemalige Nationalspieler sein Potenzial schon aufblitzen. Eine wichtige Rolle kommt auch Routinier Leonardo Ponzio zu gute, der als wichtiger Ruhepool im defensiven Mittelfeld agiert.

Der Trainer: Trotz der derzeitigen sportlichen Misere bleibt Marcelo Gallardo im River Umfeld unumstritten. Das liegt vor allem an den Erfolgen auf internationaler Bühne, und der Tatsache, dass er der Mannschaft einen offensiven, attraktiven Spieltil einimpfen konnte. Der Uruguayer besitzt einen exzelleten Ruf und weckt auch in Europa Begehrlichkeiten.

Die Chefutbol-Prognose: Gelingt es Gallardo die Defensive zu stabilisieren und findet man auch in der Offensive zu gewohnten Fluss, gehört River zu den Titelkandidaten.

Emelec (Ecuador) – Alle Augen auf Preciado

Der Verein: CS Emelec kommt aus der Hafenstadt Guayaquil. 1929 wurde der Verein unter der Führung von George Capwell gegründet. Anfangs lag das Hauptaugenmerk des Clubs an anderen Sportarten wie zum Beispiel Basketball und Baseball. Mit der Zeit bekam der Fußball aber immer mehr Aufmerksamkeit von Capwell. Deshalb beschloss er auch ein Fußballstadion zu bauen. Der größte internationale Erfolg war die Teilnahme am Copa Libertadores Halbfinale im Jahre 1995. In diesem mussten sie sich aber gegen Gremio aus Brasilien geschlagen geben. In Ecuador zählt der Club neben Barcelona SC aktuell zu den erfolgreichsten.

Die Mannschaft: In der letzten Saison gewann Emelec den Titel, in den Finalspielen besiegte man Delfín SC mit insgesamt 6:2 Toren. Für den Titel verantwortlich war in erster Linie die sehr gute Offensive, in der Primera und Segunda Etapa der Liga kam man auf addiert auf 71 Treffer in 44 Spielen. In der Copa Libertadores schied man im Vorjahr im Achtelfinale gegen San Lorenzo bitter im Elfmeterschießen aus.

Transfers: In der Verteidigung verstärkte man sich auf der rechten Seite mit Juan Carlos Paredes vom FC Watford. Im Mittelfeld ist Fernando Luna der bedeutendste Neuzugang, der 28-jährige Argentinier kam ablösefrei von Atlético de Rafaela. Schmerzhaft ist allerdings der Abgang von Fernando Gaibor. Der zentrale Mittelfeldspieler wechselte für 3,4 Mio. € zu CA Independiente de Avellaneda.

Schlüsselspieler: Schlüsselspieler in der Offensive sind Ayrton Preciado, Brayan Angulo und Bruno Vides. Gemeinsam haben die drei Akteure 55 Tore erzielt, was mehr als 77% der Tore Emelecs ausmacht. Besonders auf Linksaußen Preciado sollte man ein Auge haben, dem erst 23-jährigen Ecuadorianer könnte eine glorreiche Zukunft beschieden sein. Preciado ist stark im Abschluss und besitzt vor Allem im Eins gegen Eins enorme Qualität und könnte schon bald für größere Vereine beispielsweise in Europa interessant werden.

Der Trainer: Trainer bei Emelec ist seit Mai 2025 Alfredo Arias, der zuvor unter Anderem die Santiago Wanderers und die Montevideo Wanderers trainierte, mit Letzteren gelang ihm sogar die Titelgewinn in der Clausura. Nach dem Aus in der Copa Libertadores sah es eine Zeit so aus, als würde sein Stuhl wackeln, durch den Titelgewinn in der heimischen Liga und der erneuten Qualifikation für die Gruppenphase der Copa Libertadores sitzt Arias jedoch fest im Sattel.

Die Chefutbol-Prognose: Emelec hat mit Flamengo und River Plate gleich in der Gruppenphase zwei Gegner der Kategorie Titelkandidat erwischt. Beide Mannschaften sind bockstark, deshalb wird es für Emelec besonders wichtig werden, zuhause gute Auftritte hinzulegen und den ein oder anderen Punkt im Estadio George Capwell zu behalten. Sollten jedoch sowohl River als auch Flamengo nach ihren Möglichkeiten performen, dürfte es für Emelec schwierig werden, das Vorjahresergebnis zu wiederholen.

Flamengo (Brasilien) – Supertalent Vinicius Junior in aller Munde

Flamengo

Der Verein: Mit ca. 40 Millionen Anhängern hat Flamengo die größte Fangemeinschaft Brasiliens. Der Verein wirbt mit dem Slogan „Maior Torcida do Mundo“ (größte Fangemeinde der Welt) und kann auf eine glorreiche Vergangenheit um Klubidol Zico zurückblicken. In der erfolgreichen Ära des brasilianischen Spielmachers gelang unter anderem der bis heute einzige Copa Libertadores Erfolg von Flamengo sowie der Gewinn des Weltpokals (1981). Zudem gewann der Verein aus Rio de Janeiro insgesamt fünfmal die brasilianische Meisterschaft sowie 33-mal die Staatsmeisterschaft.

Die Mannschaft: Im letzten Jahr belegte Flamengo den sechsten Platz in der brasilianischen Serié A. In der Copa Sudamericana zog man sogar bis in das Finale ein, musste sich dann allerdings dem argentinischen Vertreter CA Independiente knapp geschlagen geben. Die Taca Guanabara konnte Anfang des Jahres gewonnen werden. Das Turnier ist die erste Stufe der Staatsmeisterschaft (Campionato Carioca) und somit ein wichtiger Triumpf und guter Start in das neue Jahr.

Transfers: Der Kader von Coach Carpegiani blieb weitestgehend unverändert. Einige Leihspieler sind zwar zurückgekehrt, aber ob sie in Rio bleiben ist noch offen. Paolo Guerrero ist zwar auch noch beim Regatterclub unter Vertrag, wird aber aufgrund seiner Dopingsperre noch lange fehlen. Die geplante Leihe von HSV-Spieler Walace ist augenscheinlich geplatzt, wodurch der Trainer auf nahezu den gleichen Kader wie im Vorjahr zurückgreifen kann. Aus der eigenen Jugend stoßen Vinicius Junior und Lincoln zu den Profis, welche langfristig definitiv eine Verstärkung sind.

Schlüsselspieler: Der Ex-Bremer und Wolfsburger Diego ist weiterhin ein ganz wichtiger Faktor im Mittelfeld von „o Rubro-Negro“. Wer allerdings schon bald eine noch größere Rolle spielen könnte, ist der Shootingstar Vinicius Junior. Der 17jährige ist bereits von Real Madrid verpflichtet worden und bekommt in Brasilien weiterhin Zeit, um sich zu entfalten. Je nachdem wie schnell das geht, kann das Talent zum Schlüsselspieler in der Copa Libertadores werden. Bei der Taca Guanabara war er bereits treffsicherster Schütze bei Flamengo.

Der Trainer: Der 68jährige Carpegiani ist schon lange im Geschäft und kennt den Verein. Bei Flamengo beendete er Anfang der 80er Jahre seine aktive Karriere und wurde prompt Trainer des Klubs. Im Laufe der Jahre folgten viele Teams innerhalb von Brasilien sowie ein Abstecher nach Kuwait, wo er für die Nationalmannschaft verantwortlich war. Nun ist er seit dem 08. Januar 2018 wieder bei Flamengo im Amt und muss nun möglichst schnell seine Aufstellung finden.

Die Chefutbol-Prognose: Der Finaleinzug bei der Copa Sudamericana weckte im gesamten Verein und dessen Umfeld die Begierde nach einem internationalen Titel, auf dem man bei Flamengo so lange wartet. Umso größer war der Schock nach der Niederlage. Sie zeigt aber auch, dass Flamengo absolut konkurrenzfähig ist. Namhafte Spieler machen vieles möglich. Der Kader von Flamengo ist einer der Wertvollsten in diesem Wettbewerb. Mit Gruppengegner River Plate wartet allerdings ein Schwergewicht gleich zu Beginn des Turniers.

Independiente Santa Fe (Kolumbien) – Eingespieltheit als großes Plus

Santa Fe

Der Verein: Santa Fe aus Bogota ist einer der erfolgreichsten Vereine aus Kolumbien und kann, neben neun Meistertiteln im Heimatland, mit der Copa Sudamericana auch auf einen internationalen Titel verweisen, der vor drei Jahren gewonnen wurde. Im Dezember des letzten Jahres verlor man im Finale knapp gegen Stadtkonkurrent Millonarios Bogota. Auch die Libertadores verlief relativ unglücklich, da man das Weiterkommen in der eigenen Hand hatte. Letzten Endes schied man in der Vorrunde aus. „El Cardinal“ gehört desweiteren zu den beliebtesten Vereinen im „Land des Kaffees“ und trägt seine Heimspiele im „Estadio El Campin“ aus, das beinahe 50.000 Zuschauer Platz bietet.

Die Mannschaft: Tabellenschlusslicht, null Punkte und nur ein geschossenes Tor entsprechen sicherlich nicht den Ansprüchen Santa Fes. Allerdings muss hierzu auch erläutert werden, dass in der Liga meist nur die zweite Garde aufgelaufen ist, um das Stammpersonal für die Qualifikation zu schonen. In der Qualifikation kann Bogota eine gute Bilanz aufweisen, sodass aus den vier Spielen drei Siege und ein Unentschieden hervorgehen. Beide Gegner konnte man ohne große Probleme ausschalten. Das Spiel der Haupstädter zeichnet sich durch eine kompakte Defensive gepaart mit einem schnellen Umschaltspiel aus. Dieses Defensivspiel ist kein besonderes Highlight für die Zuschauer, aber zeigte in den letzten Jahren immer wieder große Effektivität. In der Gruppenphase warten nun Kontrahenten höherer Kaliber. Gegen River Plate gelang in der Vorbereitung schon ein Sieg, weshalb man sich trotzdem eine Chance erhofft.

Transfers: Mit Omar Perez verlässt eine Identifikationsfigur der letzten Jahre den Verein in Richtung Patriotas Boyacá. Dieser Abgang sorgte auch bei den zahlreichen Anhängern für Unmut. Der 36-jährige Argentinier sollte auch einem Verbleib in Bogotá nicht abgeneigt gewesen sein. Des Weiteren verließen mit Daniel Buitrago und Dairon Mosquera zwei weitere Leistungsträger den Vereinen. Einzig nennenswerter Neuzugang ist der Uruguayer Rubén Bentancourt. Das ehemalige große Talent kommt von Sud América Montevideo. Zuvor war der 23-jährige schon bei einigen Vereinen in Europa unterwegs, und möchte nun in der Hauptstadt Kolumbiens wieder ins Rampenlicht zurückkehren. Beim neuen Arbeitgeber kam er schon mehrere Male zum Einsatz, aber hat dennoch noch nicht die erhofften Akzente gesetzt. Auf jeden Fall weiter in Bogotá wird William Tesillo spielen. Das Bleiben des Kapitäns kann als Erfolg verbucht werden, denn Tesillo wurde in dieser Transferperiode von mehreren argentinischen Klubs gejagt. Als Abwehrchef spielt er eine enorm wichtige Rolle in dem Team, in dem vor allem der Abwehr glänzt.

Schlüsselspieler: Mit John Pajoy, Wilson Morelo und Anderson Plata hat man das perfekte Trio für die Spielweise Bogotas gefunden. Pajoy und Plata sorgen auf den Außenpositionen für Tempo und Spielwitz, um den zentralen Morelo mit Vorlagen zu füttern. Morelo konnte in den vier Quali-Spielen sechs Tore erzielen und sicherte somit im Alleingang den Einzug in die Gruppenphase. Im Mittelfeld ist eine ähnlich eingespielte Dreierkette aufgstellt. Baldomero Perlaza, Yeison Gordillo und Juan Roa bilden das Mittelfeld. Besonders Yeison Gordillo zeigte im defensiven Mittelfeld starke Leistungen, woraufhin viele Experten eine Nominierung Pekermans forderten.

Wie auch im Mittelfeld und Angriff hat Gregorio Perez eine klare Stammabwehr. Der wichtigste in der Viererkette ist William Tesillo. Als Kapitän hat der Nationalspieler ein großes Ansehen bei den Fans und ist unangefochtener Stammspieler in der ersten Elf. Nicht nur seine Defensivqualitäten stellt er immer unter Beweis, sondern auch seine Torgefährlichkeit bei Standardsituationen. Zwei Tore erzielte er schon in der noch jungen Libertadores-Saison.

Der Trainer: Der 54-jährige Argentinier Gustavo Costas hat schon viele verschiedene Trainerstationen vorzuweisen und dies auch schon in verschiedenen Ländern. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Meisterschaften in Ecuador, Paraguay, Peru und auch Kolumbien. Der wohl größte Erfolg mit Bogota war der Sieg der Sudamericana 2015, wodurch er nach elf Jahren wieder einmal einen internationalen Titel nach Kolumbien brachte.Viele vergleichen ihn in Südamerika mit Jose Mourinho. Sollte es Gustavo Costas in dieser Saison gelingen einen Coup im Pokal zu landen wird er wohl als erfolgreichster Trainer in der Historie Santa Fes eingehen.

Die Chefutbol-Prognose: Santa Fe ist in dieser Gruppenkonstellation kein Favorit aufs Weiterkommen. River Plate und Flamengo stehen klar über dem Klub aus Bogota. Emelec aus Ecuador ist ebenfalls kein Leichtgewicht, weshalb es eine Überraschung wäre, wenn sich das Team für die nächste Runde qualifizieren kann. Ein Hoffnungsschimmer ist auf jeden Fall das eingespielte Team, das mit der Spielweise schon einige hochkarätige Teams zum Verzweifeln brachte.

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Während Atlético Tucumán den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte einfahren wollte, hieß es für River die bislang enttäuschende Saison mit einem Pokalsieg zu einem versöhnlichen Ende zu bringen. In der Meisterschaft liegt man abgeschlagen zurück, und in der Copa Libertadores schied man im Halbfinale gegen Lanús aus.

Die Partie sollte auch denkbar günstig für die favorisierten ‘Millonarios beginnen: Nach einem missglückten Klärungsversuch verpasst das Team von Ricardo Zielinski kollektiv aufzurücken, sodass Ignacio Scocco allein vor dem eigentlichen Ersatzkeeper Alejandro Sánchez auftaucht und mit einem  Kopfball zur wichtigen Führung einnetzt. Wer nun dachte River würde ab sofort das Spiel kontrollieren, sah sich bitter getäuscht. Quasi mit dem Wiederanstoß kassierte man den Ausgleich, als sich die eigene Hintermannschaft im Tiefschlaf befand, Maidana über den Ball grätscht, und Kultspieler Luis “La Pulga” Rodríguez nur noch einschieben musste. In der 24. Minute hatte Tucumán sogar noch die Gelegenheit das Spiel komplett zu drehen, aber Gervasio Núñez’ Volley sollte über das Tor von Enrique Bologna segeln. In der Folge ebbte das Spielgeschehen bis zum Pausenpfiff sichtlich ab, obwohl sich beide Teams nichts schenkten, Torchancen jedoch Mangelware waren.

Nach der Halbzeit gelang River wieder ein perfekter Start durch Nacho Fernández, der eine Flanke vom sehr offensiv agierenden Marcelo Saracchi in bester Techniker-Manier verarbeitet, Maß nimmt, und den Ball gefühlvoll per Schlenzer in den Winkel schweißt. Kurz darauf hätte der Favorit den Deckel endgültig auf die Partie draufsetzen können, nachdem Scocco allein auf Sánchez zuläuft, aber vor dem Tor die Nerven verliert. Dieser Leichtsinn wäre beinahe nach Maidanas Aussetzer bestraft worden, doch Rodríguez’ Lüpfer war einen Tick zu hoch angesetzt. Trotz eines engagierten Sturmlaufs von ‘el Decano’, sollte es nicht mehr zum erneuten Ausgleich reichen. Allerdings sollte man etwas Trost finden, da man als Finalist für die kommende Copa Libertadores qualifiziert ist. River darf sich dagegen nach zuletzt unbefriedigenden Monaten über den nächsten Titelgewinn unter der Regie von Marcelo Gallardo freuen.

 

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11. Spieltag: Youngster Vadalá bringt Boca zurück in die Erfolgsspur – San Lorenzo bleibt dran http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/11-spieltag-san-lorenzo-vadala-585921 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/11-spieltag-san-lorenzo-vadala-585921#comments Tue, 05 Dec 2017 19:08:52 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6860 Am Wochenende stand der 11. Spieltag in der argentinischen Superliga auf dem Programm. Die Boca Juniors konnten hier nach zwei Niederlagen in Folge wieder auf die Erfolgsspur einbiegen, während River tief in der Krise steckt. San Lorenzo bleibt dagegen am...

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Am Wochenende stand der 11. Spieltag in der argentinischen Superliga auf dem Programm. Die Boca Juniors konnten hier nach zwei Niederlagen in Folge wieder auf die Erfolgsspur einbiegen, während River tief in der Krise steckt. San Lorenzo bleibt dagegen am Tabellenführer dran.

Union Santa Fe – Belgrano 1:1 (1:0) – Belgrano im Pech

Union verlor daheim Boden auf San Lorenzo und die Boca Juniors, nachdem man sich bei engagierten Gästen aus Cordoba mit einem Punkt begnügen musste.

Franco Fragapagne traf in der ersten Halbzeit zur Führung, ehe Erik Godoy den Ausgleich mit einem sehenswerten Volleyschuss herbeibrachte. Es hätte sogar schlimmer für die Gäste kommen können, aber Matias Suarez sollte am Aluminium scheitern.

Huracán – Patronato 1:1 (0:1) – Sebastián Bértoli per Traumtor zum Punktgewinn

Im Parque Patricios kam es zwischen Huracan und Patronato zu einer gerechten Punkteteilung. Der Punkt bringt jedoch beiden Mannschaften wenig.

Quasi mit dem Wiederanpfiff in der zweiten Hälfte geriet Patronato durch einen spektakulären Seitfallzieher von Sebastián Bértoli in Front. In der Folge konnte ‘el Globo’ quasi mit Wiederanpfiff den Ausgleich erzielen, der auch das Endresultat bedeuten sollte.

Newell’s – Racing 2:2 (2:1) – Racing auch ohne Cocca sieglos

Auch nach Diego Coccas Rücktritt bleibt Racing sieglos und holte dank Lisandro López noch einen Punkt.

Luis Leal Kopfball brachte die Hausherren in Front, aber kurz darauf hatte der derzeit heiß umworbene Lautaro Martínez die passende Antwort parat. Brian Sarmiento ließ die Gastgeber nach einem Elfmeter erneut jubeln. Newell’s verpasste es nun den Vorsprung auszubauen, sodass Racing schlussendlich noch zu einem etwas glücklichen Remis kam.

Talleres – Estudiantes 0:1 (0:1) – Melano trifft gegen seinen Ex-Verein

In Córdoba empfing Talleres Estudiantes auf einem schwer bespielbaren Geläuf und musste den Gästen trotz Ballbesitzvorteilen und Chancenplus die drei Punkte überlassen.

Früh hatte Lucas Melano das Team aus La Plata in Führung gebracht (16.). Junior Arias hatte für Talleres die Riesenchance auf den Ausgleich, scheiterte aber per Elfmeter an Mariano Andújar (54.).

Tigre – San Lorenzo 1:2 (1:1) – San Lorenzo bleibt an Boca dran

Eigentlich sollte Claudio Biaggio nach dem Abschied von Diego Aguirre nur eine Interimslösung sein, doch nur eine Niederlage seit der Amtsübernahme und eine Siegesserie bis auf Platz zwei könnten dazu führen, dass der 50-jährige doch zur Dauerlösung mutiert.

Mit dem 2:1 bei Tigre holte man den vierten Sieg in Folge, setzte sich zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze und erhöhte damit den Druck auf die Boca Juniors, die erst danach daheim gegen Arsenal Sarandi antreten mussten.

Beide Seiten hätten in Führung gehen können. Getan hat dies letztendlich San Lorenzo in Person von Paulo Diaz per Volleyschuss nach Vorlage von Fernando Belluschi. Kurz vor dem Halbzeitpfiff jedoch der nicht unverdiente Ausgleich für Tigre durch einen Kopfball von Lucas Janson.

In der zweiten Hälfte war es dann Ezequiel Cerutti, der “El Ciclón” erneut in Führung brachte (55.). Tigre drückte auf den erneuten Ausgleich, aber Navarro parierte im Gäste-Tor bärenstark gegen Maxi Caire.

Boca Juniors – Arsenal Sarandi 2:0 (1:0) – Bocas Versprechen für die Zukunft trifft schon in der Gegenwart

Nach zwei Niederlagen gegen Racing und bei Rosario Central war der komfortable Neun-Punkte-Vorsprung schnell zusammen geschmolzen. Eine dritte Niederlage in Serie und das Wort “Krise” wäre ein treffendes gewesen. Doch eine normale Leistung reichte den Hausherren um einen 2:0-Sieg gegen Arsenal einzufahren.

Ohne die verletzten Gago, Pérez und Benedetto tat sich Boca lange Zeit schwer, bis der starke Edwin Cardona von der rechten Seite in den Strafraum flankte, wo Youngster Guido Vadalá zur Führung einnetzte (35.). Der 20-jährige galt einst als großes Versprechen für die Zukunft, wurde im Zuge des Tévez-Transfers auch mal an Juventus Turin abgegeben und stagnierte seitdem. Nun ein ganz starker Abschluss des Talents, der auf mehr Spielzeit und den Durchbruch hoffen darf.

Das 2:0 ließ lange auf sich warten, Edwin Cardona krönte seine Leistung mit einem starken Abschluss in der Nachspielzeit.

Gimnasia La Plata – River Plate 2:1 (0:0) – Aleman schockt River spät

Während sich Boca mit einem Sieg wieder rehabilitieren konnte, ließ River bei Gimnasia ein weiteres mal Federn.

Wie so oft in dieser Saison zeigte sich River in der Defensive wackelig, sodass man folgerichtig durch Nicolas Golazo den Rückstand schlucken musste. In der Folge ließ Ignacio Scoccos Freistoß nochmal Hoffnung bei den River Fans aufkeimen, jedoch sollte Brahian Aleman in der Nachspielzeit für den Lucky-Punch sorgen.

Lanús – Vélez 0:0 – Keine Tore bei Almiróns Abschied

Das Ende einer Ära steht bei Lanús an. Nach dem verlorenen Copa Libertadores Finale wird Trainer Jorge Almirón sein Glück in La Liga bei Las Palmas versuchen. Zum Abschied gab es ein torloses 0:0 gegen Vélez.

Tucumán – Colón Santa Fe 2:0 (1:0) – Erste Niederlage für Colón

In Tucumán erwischte es nun mit Colón Santa Fe nun auch das letzte Team in Argentinien. Die erste Saisonniederlage stand für die Gäste zu Buche. Atlético gewann dank Toren von Luis Rodríguez und Acosta erstmals wieder nach drei Spielen. Die Nordargentinier konnten damit Selbstvertrauen tanken vor dem am Wochenende anstehenden Copa Argentina Finale gegen River Plate.

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10. Spieltag: San Lorenzo und Unión rücken Boca auf die Pelle http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/10-spieltag-san-lorenzo-pelle-484982 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/10-spieltag-san-lorenzo-pelle-484982#respond Wed, 29 Nov 2017 00:09:44 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6763 Am Wochenende stand in Argentinien der 10. Spieltag auf dem Programm. Dabei setzte es für die Boca Juniors die zweite Niederlage in Folge. Die Verfolger San Lorenzo und Unión sind nur noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter. River Plate steckt...

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Am Wochenende stand in Argentinien der 10. Spieltag auf dem Programm. Dabei setzte es für die Boca Juniors die zweite Niederlage in Folge. Die Verfolger San Lorenzo und Unión sind nur noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter. River Plate steckt weiter tief in der Krise.

Chacarita – Huracán 0:2 (0:1) – Huracán verkürzt auf Boca

Obwohl man in der Durchschnittstabelle derzeit noch in Abstiegsgefahr schwebt, rangiert Huracán in der aktuellen Spielzeit auf Platz zwei, und steigt mit einem souveränen Sieg beim Aufsteiger aus Chacarita zum ärgsten Verfolger der Boca Juniors auf.

In Abwesenheit des verletzten Ramón Ábila erzielte Norberto Briasco in der 13. Minute die Führung. Auch im weiteren Spielverlauf wurde man seiner Favoritenrolle gerecht, ehe Mauro Bogados Elfmeter endgültig den Deckel auf die Partie draufsetzte.

Colón Santa Fe – Tigre 3:1 (0:1) – Colón’s Hochform hält an

Colon bleibt weiterhin ungeschlagen, nachdem man durch Tore von Pablo Ledesma, Diego Vera und Christian Bernardi einen frühen Rückstand drehen konnte. Im Anschluss der Partie erklärte Tigre Trainer Caruso Lombardi seinen Rücktritt zum Ende des Jahres.

Patronato – Unión Santa Fe 2:3 (1:2) – Soldano leitet Sieg

Unión durfte nach der Niederlage unter der Woche bei River wieder zum Jubeln ansetzen, nachem man sich bei Patronato durchsetzte.

Dabei begann die Partie denkbar unglücklich, geriet man doch durch Sebastian Ribas’ Kopfball früh in Rückstand. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Diego Zabalas Geschoss sollte den schnellen Ausgleich bedeuten. Franco Soldano köpfte sogar noch zur Führung ein. Nach der Pause folgte der etwas glückliche Zwischenstand, nachdem erneut Ribas nach einer Ecke einen Doppelpack schnürte. In den letzten Minuten bekam Unión noch einen Elfmeter zugesprochen, den Lucas Gamba verwandelte.

San Lorenzo – Argentinos Juniors 1:0 (1:0) – Blandi sichert glücklichen Sieg

Einen hart erarbeiteten, aber dafür umso wichtigeren 1:0-Sieg hat San Lorenzo gegen Aufsteiger Argentinos Juniors einfahren können, die zum dritten Mal in Folge mit dem gleichen Resultat verloren und somit fest im Abstiegsstrudel feststecken.

Im El Nuevo Gasómetro waren die Gäste aber durchaus auf Augenhöhe und hätten einen Punkt verdient gehabt. Blandi brachte San Lorenzo bereits nach zehn Minuten in Führung. Danach hatten die Juniors mehrere Chancen auf den Ausgleich, die dickste durch Braian Romero, der einen Elfmeter in der zweiten Halbzeit über das Gehäuse schoss.

San Lorenzo bleibt damit auf Platz zwei und ärgster Boca Juniors Verfolger.

Racing – Independiente 0:1 (0:1) – Der zweite Anzug sitzt bei Independiente

Ein ungünstigeren Zeitpunkt für den Clásico de Avellaneda hätte es für Ariel Holan und Independiente kaum geben können – zwischen Hin-und Rückspiel des Copa Sudamericana Halbfinales gegen Libertad. Letzte Woche verlor man das Hinspiel in Paraguay mit 1:0. Daher schonte Holan sieben Stammspieler, machte aber letztendlich alles richtig. Denn auch der zweite Anzug reichte, um den Rivalen mit 1:0 in die Schranken zu verweisen.

Racing konnte dagegen ausgeruht und mit einer großen Portion Selbstvertrauen in die Partie gehen – hatte man in der Vorwoche doch den Boca Juniors in La Bombonera die erste Saisonniederlage zufügen können. Beinahe wäre man auch in Führung gegangen, doch dem vermeintlichen Führungstreffer durch Diego González wurde wegen einer knappen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. So war es Leandro Fernández, der Sergio Vittor den Ball klaute, davonzog und Juan Musso im Racing-Tor mit einem strammen Linksschuss ins lange Eck keine Chance ließ (29.). Die Freude sollte aber bald getrübt werden, denn der junge “El Rojo”-Verteidiger Rodrigo Moreira sah in der 33. Minute nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte. Durch die numerische Überlegenheit dominierte Racing nun das Spiel, tat sich aber weiterhin schwer zu Chancen zu kommen.

Dies sollte sich aber in der zweiten Halbzeit ändern, als man dem Ausgleich sehr nahe kam. Am nächsten durch den im BVB-Fokus stehenden Lautaro Martínez, der jedoch am Innenpfosten scheiterte. Trotz der Verletzung von Independientes zweiten Torwart Gonzalo Rehak gelang Racing kein Tor mehr. Somit feierte Independiente den Derby-Sieg und geht mit Zuversicht in das Rückspiel gegen Libertad am Dienstag, während man bei “La Academia” nach dem Sieg bei Boca wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet ist.

Estudiantes – Tucumán 1:0 (0:0) – Cejas sichert späten Sieg

Estudiantes kam gegen Tucumán zu einem späten Sieg. Die Gäste hatten davor keines der letzten fünf Spiele verloren, zeigten aber gegen das Team aus La Plata eine schwache Vorstellung. Youngster Juan Cejas sorgte kurz vor Schluss für den verdienten Siegtreffer.

River Plate – Newell’s 1:3 (0:0) – Sarmiento schockt River

Schwere Zeiten Rücken rücken auf River und Marcelo Gallardo zu, die derzeit ein Negativerlebnis nach dem anderen erleben und gegen Newell’s einen weiten Tiefschlag erlitten.

Obwohl die erste halbe Stunde recht unspektakulär verlief, sollte vor allem Newell’s zum Ende des ersten Durchgangs zu Großchancen kommen, die allerdings von Brian Sarmiento nicht genutzt werden konnten. Nach der Pause zeigten sich die ‘Millonarios’ leicht verbessert und durften durch eine Einzelaktion von Gonzalo Martínez, die Führung bejubeln. Wie so oft in dieser Saison agierte man jedoch defensiv sehr unsicher, sodass Luis Leal und Brian Sarmiento das Spiel drehten.

Rosario Central – Boca Juniors 1:0 (1:0) – Zweite Niederlage in Folge für Boca

Vor zwei Wochen war die Weste der Boca Juniors noch blütenrein und die Titelverteidigung erschien nur noch Formsache. Bei Rosario Central setzte es aber die zweite Niederlage in Folge, wodurch der einst so komfortable Neun-Punkte-Vorsprung auf nur noch drei Punkte zusammen geschmolzen ist.

Dabei hatten Los Canallas zuvor nur eine von neun Partien gewinnen können – und das letztes Wochenende. Unter Interimstrainer Leonardo Fernández macht das Team aus Rosario nun enorme Fortschritte und zeigt sich stark verbessert. Nur drei Minuten waren gespielt, als Marco Ruben die Heimelf mit einem Kopfball nach einer Ecke in Führung brachte. Boca, das Torjäger Benedetto und dessen nominellen Ersatz Walter Bou schmerzlich vermisste, schaffte es kaum Chancen zu kreieren. Durch Paolo Goltz’ dummen Platzverweis, der sich innerhalb von zwei Minuten zwei gelbe Karten abholte (38.), wurde es noch schwieriger.

In der zweiten Hälfte kam Central dem zweiten Tor sehr nahe, Boca versprühte kaum Gefahr, hätte aber trotzdem durch Edwin Cardona ausgleichen können. Am Ende stand die zweite Niederlage in Folge für die Boca Juniors, die nun San Lorenzo und Unión im Nacken haben.

Arsenal de Sarandi – Talleres 0:1 (0:1) – Talleres bleibt oben dran

Für Arsenal schaut es immer düsterer aus. Auch gegen Talleres setzte es eine Niederlage, wodurch man in der Durchschnittstabelle weiter stark abstiegsgefährdet ist. In den Anfangsminuten war Nicolás Giménez mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich, der für die Mannschaft zum Sieg reichen sollte. Talleres steht damit auf Platz 6 mit Tuchfühlung zu den Copa Libertadores Plätzen.

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7. Spieltag: Wer soll die Boca Juniors stoppen? – Siebter Sieg im siebten Spiel http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/7-pavon-boca-juniors-877536 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/7-pavon-boca-juniors-877536#comments Tue, 31 Oct 2017 15:05:58 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6397 In Argentinien stand am Wochenende der 7. Spieltag der Superliga an. Dabei bauten die Boca Juniors ihre Siegesserie aus und haben weiter sechs Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz zwei. River und Lanús traten angesichts des anstehenden Halbfinalrückspiels der Copa Libertadores mit...

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In Argentinien stand am Wochenende der 7. Spieltag der Superliga an. Dabei bauten die Boca Juniors ihre Siegesserie aus und haben weiter sechs Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz zwei. River und Lanús traten angesichts des anstehenden Halbfinalrückspiels der Copa Libertadores mit B-Mannschaften an und verloren jeweils mit 4:0. San Lorenzo ist ärgster Verfolger der Boca Juniors.

Banfield – Colon 1:1 (0:1) – Colon weiterhin ohne Niederlage

Colon bleibt weiterhin ungeschlagen, nachdem man Banfield einen Punkt abknöpfte.

Diego Vera markierte in der 33. Minute den Führungstreffer, ehe Mauricio Sperdutti per Elfmeter egalisieren konnte. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis für beide Mannschaften auf der Habenseite. Für Banfield bleibt allerdings ein fader Beigeschmack, nachdem Darío Cvitanich in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.

Argentinos Juniors – Arsenal de Sarandí 3:2 (2:2) – Argentinos Juniors schaffen die Wende

Das stark abstiegsbedrohte Arsenal begann zunächst furios und ging durch Tore von Facundo Monteseirín und dem Brasilianer Mosquito in Führung. Danach verloren die Gäste jedoch gänzlich die Oberhand und kassierten durch Jonathan Sandoval und Damián Batallini den Ausgleich. Der eingewechselte Leonardo Pisculichi traf sogar noch per Freißstoß zum siegreichen Endstand.

Huracán – Lanús 4:0 (2:0) – Ramón Ábila in Torlaune

Ähnlich wie River schonte auch Lanús seine Stammspieler, was zur Folge hatte, dass man gegen ein spielfreudiges Huracán unter die Räder geriet. Ramón Ábila gelang ein Doppelpack, Alejandro Romero und Mariano González trafen außerdem noch für “El Globo” gegen ein insgesamt zahnloses Lanús.

Unión – Godoy Cruz 2:0 (0:0) – Unión bleibt oben dabei

Im Estadio 15 de Abril in Santa Fe setzte sich Unión (11 Punkte) gegen den Verfolger Godoy Cruz (10 Punkte) mit 2:0 durch und bleibt in Tuchfühlung zu den Copa-Libertadores-Plätzen. Nach fünf Minuten der zweiten Halbzeit war es Lucas Gamba, der per Elfmeter traf. In der 76. Minute machte Diego Zabala dann endgültig den Deckel drauf.

Für Godoy Cruz bedeutete das 0:2 nach dem Aus in der Copa Argentina gegen Rosario Central die nächste Niederlage.

San Martín – Estudiantes 1:0 (1:0) – Ardente lässt San Martín weiter träumen

San Martins gute Form sollte auch beim favorisierten Estudiantes anhalten. Luis Ardentes hart geschossener Elfmeter ließ die Gastgeber in Führung gehen. Im weiteren Spielverlauf konnte man die “Pincha” vom eigenen Tor fernhalten und Estudiantes eine verdiente Niederlage zusetzen.

Atlético Tucuman – Racing 3:1 (3:1) – Tucuman mit ganz starken Anfangsminuten

Nach fünf Spielen ohne Sieg konnten die Nordargentinier endlich wieder einen Sieg einfahren und das hochverdient mit 3:1 gegen ein schwaches Racing.

In nicht einmal 20 Minuten schossen der überragende Álvarez (4.), Acosta (17.) sowie Barbieri (21.) per Eigentor die Heimelf mit 3:0 in Front. Supertalent Lautaro Martínez konnte zwar in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch verkürzen. Doch obwohl Racing in der zweiten Halbzeit drängte, hatte “El Decano” keine Probleme den Sieg über die Runden zu bringen.

Bei Racing wird man im Kopf auch schon beim Rückspiel der Copa Sudamericana am kommenden Mittwoch gewesen sein, wo man gegen Libertad die 1:0-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen muss. Im Halbfinale könnte es zum Derby gegen Independiente für “La Academia” kommen.

Talleres – River Plate 4:0 (1:0) – River’s Junioren mit Lehrstunde

Die Fachwelt staunte nicht schlecht als River Trainer Marcelo Gallardo neben einer reinen B-Mannschaft auch gleich drei Jugendspieler ohne jegliche Profierfahrung aufs Feld schickte. Darunter mit Nahuel auch den eigenen Sohn.

Der Schuss ging jedoch gewaltig nach hinten los. Nachdem die Millonarios die Partie lange offen gestalten konnten, sollte Joao Rojas Führung kurz vor dem Halbzeitpffif die Zeichen für “La T” auf Sieg setzen. Das zweite Tor war die Folge einer flüssigen Kombination, bei der Juan Ramírez die Führung ausbaute. Marcelo Torres Torres und Lucas Olaza erhöhten gar noch auf 4:0.

Für River bedeutet diese krachende Niederlage einen weiteren Rückschlag im Meisterschaftskampf, allerdings werden nun erstmal alle Augen auf das anstehende Copa Libertadores Halbfinale gerichtet sein.

Newell’s – Chacarita 2:1 (2:0) – Chacarita’s Krise setzt sich fort

Newell’s durfte sich nach drei sieglosen Spielen wieder über einen Sieg freuen.

Brian Sarmiento und Bruno Bianchi brachten die Gastgeber im ersten Durchgang in Front. Der  Sturmlauf der Gäste blieb nach der Pause allerdings aus, sodass Chacarita durch Juan Ignacio Alvarez nur noch spät der Anschlusstreffer gelang.

Chacarita fuhr damit die fünfte Niederlage in Folge ein.

Gimnasia La Plata – Vélez Sarsfield 4:0 (1:0) – Abreibung für Vélez

Nach starkem Saisonstart verliert Vélez immer mehr an Boden und rutscht wieder gefährlich in die Abstiegszone der Durchschnittstabelle.

Ein sehr offensives Gimnasia La Plata ließ den Gästen dabei keine Chance. Früh sorgte der bärenstarke Dibble für die Führung der Heimelf (6.). In der zweiten Hälfte sorgten dann Mazzola (46.), Faravelli (53.) und Colazo (63.) für die weiteren Tore.

Das Gästeteam von Omar de Felippe hat damit nur eines der letzten fünf Spiele gewonnen.

Temperley – San Lorenzo 0:2 (0:1) – San Lorenzo nutzt die Fehler eiskalt aus

San Lorenzo ist erster Verfolger der Boca Juniors, wobei sie aber schon ein Fernglas oder zumindest eine Sehhilfe brauchen, um den Tabellenführer nicht aus den Augen zu verlieren.

Temperley hatte genügend Chancen, um mindestens ein Tor zu erzielen, während San Lorenzo die Fehler der Heimelf eiskalt ausnutzte. In der 12. Minute verlor Figueroa leichtfertig den Ball und Gudiño sorgte für die frühe San-Lorenzo-Führung. 13 Minuten vor Schluss war es Blandi, der Pinto den Ball abluchste und Cerutti bediente, der wiederum zum Endstand traf.

Boca Juniors – Belgrano 4:0 (2:0) – Boca unstoppbar

Gegen Belgrano hatte Boca keine Mühe den siebten Sieg im siebten Spiel einzufahren.

Wie so oft brachte Cristian Pavón über die rechte Seite eine scharfe Hereingabe in die Mitte, die Belgrano-Verteidiger Lema zusammen mit seinem Torwart Acosta über die Linie bugsierte (15.). Boca ließ Ball und Gegner laufen und schlug dann eiskalt zu. Ein sehr schöner Angriff über Fabra und Pavón endete bei Cardona, der per Kopf zum 2:0 und damit zum Halbzeitstand traf (43.).

Was bis jetzt nicht stimmte? Richtig, Torjäger Benedetto traf noch nicht. Das sollte sich in der zweiten Halbzeit aber ändern. Wer außer Pavón sollte Bocas Nummer neun auch assistieren. Benedetto nahm den Pass Pavóns am Sechzehner an und vollstreckte eiskalt zum 3:0 (63.). Ein ganz starker Abschluss. Auf Vorlage von diesmal Espinoza markierte Benedetto dann mit seinem achten Saisontor auch noch das 4:0.

In dieser Form und bei der Inkonstanz der Verfolger scheint Boca nur schwer einzuholen.

Independiente – Patronato 1:1 (0:1) – Meza rettet “El Rojo” das Unentschieden

Independiente suchte den dritten Sieg in Folge in der heimischen Liga, musste sich aber gegen Patronato mit einem Unentschieden zufrieden geben.

Der starke Ribas brachte die Gäste in der 34. Minuten in Front, Independiente rannte dann an, scheinbar ohne Erfolg. Doch eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit konnte Patronato-Torwart Bértoli eine Flanke nicht festhalten, Meza staubte zum Ausgleich ab. Gaston Silva hatte sogar noch die Chance auf den Siegtreffer für Independiente, brachte den Ball jedoch nicht im Tor unter.

Die für den Abstieg entscheidende Durchschnittstabelle findet ihr hier.

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6. Spieltag: Boca baut Vorsprung aus – River Plate patzt erneut http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/6-spieltag-pavon-boca-783981 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/6-spieltag-pavon-boca-783981#respond Mon, 16 Oct 2017 20:01:08 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6297 Nach der Länderspielpause ging die Superliga in Argentinien mit dem sechsten Spieltag weiter. Die Boca Juniors gewannen dank Pavón und Benedetto auch ihr sechstes Spiel und haben nun schon sechs Punkte Vorsprung auf die Verfolger River Plate, San Lorenzo, Colón...

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Nach der Länderspielpause ging die Superliga in Argentinien mit dem sechsten Spieltag weiter. Die Boca Juniors gewannen dank Pavón und Benedetto auch ihr sechstes Spiel und haben nun schon sechs Punkte Vorsprung auf die Verfolger River Plate, San Lorenzo, Colón und Lanús. Los Millonarios gaben dabei eine 2:0-Führung gegen Atlético Tucuman aus der Hand.

Lanús – Unión 0:1 (2:1) – Sand dreht die Partie

Für beide Mannschaften hieß es den guten Lauf fortzusetzen, es waren auch die bis dahin noch ungeschlagenen Gäste, die den besseren Start erwischten. So erzielte Jonathan Bottinelli per Kopf nach einem Freistoß die Führung. Im zweiten Durchgang sollte sich die Dinge aber zu Gunsten von Lanús drehen. Wieder einmal war es der routinierte Knipser Pepe Sand, der zweimal eiskalt aus nächster Nähe abschloss.

Für Sand stehen nun schon fünf Saisontore zu Buche.

San Lorenzo – Defensa y Justicia 3:1 (1:0) – Belluschi mit drei Vorlagen

Interimsmanager Claudio Biaggio macht seine Sache weiterhin nicht schlecht und San Lorenzo ist nach sechs Spieltagen immer noch ungeschlagen.

Ezequiel Cerutti, auf dem nach der Knieverletzung von Bautista Merlini noch mehr Verantwortung liegen wird, brachte San Lorenzo nach starker Vorarbeit von Fernando Belluschi in der 18. Minute in Front.

Scheiterte er vor der Halbzeit noch an der Querlatte, machte es Nicolás Blandi kurz nach Anpfiff besser und traf wiederum nach Vorlage von Belluschi zum 2:0. Der 25-jährige Cerutti machte dann in der 66. Minute alles klar, Vorlage kam – von wem auch sonst – wieder von Belluschi. Nicolás Fernández konnte für schwache Gäste nur noch den Ehrentreffer erzielen. Ein verdienter Sieg für Los Cuervos.

Colón – Temperley 2:0 (1:0) – Colón erledigt Pflichtaufgabe

Daheim gegen das abstiegsbedrohte Temperley fuhr Colón plangerecht den dritten Sieg in der laufenden Spielzeit ein.

Dabei trugen sich Nicolas Estigarribia und Nicolás Leguizamón in die Torschützenliste ein. Desweiteren verhielt sich die Defensive rund um Germán Conti gewohnt kompakt und blieb wieder einmal ohne Gegentor. Damit stellt man die beste Abwehr der Liga und rückt sogar bis auf Platz 4 vor.

Rosario Central – Argentinos Juniors 1:3 (0:1) – Rosario weiter in der Krise

Dritter Sieg in Serie für den Aufsteiger Argentinos Juniors, während Rosario die dritte Niederlage in Folge einstecken musste. Trainer Paolo Montero ist mehr als angezählt. Eine Niederlage in Viertelfinale der Copa Argentina gegen Godoy Cruz würde wohl sein aus bedeuten.

In der 30. Minute brachte Braian Romero die Gäste in Führung, während Central eigentlich überlegen war und gute Chancen hatte. Doch das zweite Tor machten wiederum die Juniors in Person von Romero (82.). González machte sogar das 3:0 ehe Zampedri in der Nachspielzeit den Ehrentreffer erzielte.

Estudiantes – Banfield 1:1 (0:1) – Lugüercio sichert Punkt für Estudiantes

Estudiantes sicherte sich gegen Banfield in den Schlussminuten noch einen verdienten Punkt, nachdem man durch Pablo Mouche früh in Rückstand geriet. Das sollte den Offensivbemühungen der Platenser jedoch keinen Abbruch tun, sodass Pablo Lugüercios wuchtiger Kopball für den Ausgleich sorgte.

Vélez Sarsfield – Newell’s 1:0 (1:0) – Vargas mit dem goldenen Treffer

Nach zuletzt zwei Niederlagen konnte das so stark in die Saison gestartete Vélez wieder einen Sieg einfahren.

Wieder einmal waren die Youngsters Vargas und Romero maßgeblich am Sieg beteiligt. So war es Matias Vargas der nach Zusammenspiel mit Maxi Romero das 1:0 erzielte (33.). Von Newell’s kam wenig bis gar nichts, so dass die Heimelf sogar dem 2:0 näher war als die Gäste dem Ausgleich.

Racing – Tigre 1:0 (0:0) – Racing mit Glück

Nach drei torlosen Partien hieß es für Racing gegen Tigre wieder zu punkten. Das gelang auch für die Academia, jedoch fällt das Resultat angesichts des einseitigen Spielverlaufs etwas schmeichelhaft aus.

Es waren nämlich die Gäste, die den Ton angaben und mehrere Großchancen leichtfertig vergaben. So kam es wie so oft im Fussball: Neuzugang Andres Ibargüen taucht in der 75. Minute frei vor dem Tor auf und stibitzt den Ball zwischen die Beine von Federico Crivelli.

Chacarita Juniors – Independiente 1:2 (1:1) – Bustos und Barco drehen das Spiel

Nach einem Horrorstart drehte Independiente das Spiel beim Aufsteiger Chacarita Juniors noch und gewann mit 2:1.

Nach nicht einmal 40 Sekunden brachte Juan Imbert die Heimelf gegen eine sich noch im Tiefschlaf befindliche Independiente-Abwehr in Führung. Doch Independientes Talente Fabricio Bustos und Ezequiel Barco drehten die Partie für El Rojo (10. + 55.).

Chacarita wartet immer noch auf den ersten Sieg, während Independiente den Anschluss an das obere Tabellendrittel hergestellt hat.

Belgrano – Talleres 0:0 – Rassiges 0:0 im Clásico Cordobés

Im Clásico Cordobés ging es diesmal friedlich zu auf den Tribünen – letztes Jahr hatte es einen hässlichen Zwischenfall mit Todesfolge gegeben.

Die Zuschauer sahen eine ansehnliche Partie, bei der beide Teams Chancen auf den Siegtreffer hatten. “La T” war dem ganzen näher und hätte durchaus einen Handelfmeter bekommen können und scheiterte zudem in Person von Mauro Ortíz an der Querlatte.

River Plate – Atlético Tucuman 2:2 (0:0) – River gibt Sieg aus der Hand

River Plate Trainer Marcelo Gallardo ließ im Hinblick auf das anstehende Copa Argentina Viertelfinale einige Leistungsträger außen vor.

Angeführt von einem spielfreudigen Nicolas de la Cruz, gelang den Millonarios durch Milton Casco und Santos Borré der Doppelschlag kurz nach dem Tee. Die Führung sollte allerdings nicht lange währen und mit der Herausnahme von de la Cruz bekamen die ‘Tucumanos’ zusehends die Oberhand. Zwei individuelle Fehler von den Millonarios führten letztendlich zum verdienten Ausgleich.

Patronato – Boca Juniors 0:2 (0:0) – Übliche Verdächtige treffen für Boca

Ohne den am Kreuzband operierten Fernando Gago mussten die Mannen von Guillermo Barros Schelotto bei Patronato antreten und hatten Glück, dass Gagos Vertreter Nández nach einem harten einsteigen nur gelb statt einer berechtigten roten Karte sah.

In der zweiten Halbzeit waren es mal wieder die üblichen Verdächtigen, die Boca zum Sieg führten: Pavón erzielte das 1:0 (50.), während Goalgetter Benedetto nach Fabras Flanke das 2:0 zehn Minuten vor Schluss erzielte.

Sechstes Spiel, sechster Sieg, sechs Punkte Vorsprung. Im Moment schreiten die Boca Juniors in Siebenmeilenstiefeln gen Titelverteidigung voran.

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