Corinthians – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Thu, 30 Aug 2018 11:52:58 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.4 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Corinthians – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Copa Libertadores Achtelfinale: River in Torlaune – Flamengos Sieg reicht nicht – Barrios schießt Colo-Colo weiter http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-river-cruzeiro-110591 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-river-cruzeiro-110591#respond Thu, 30 Aug 2018 10:53:48 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11059 Drei weitere Achtelfinals wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgetragen. Im innerargentinischen Duell fand Rivers Plates Offensive die Form wieder, derweil Flamengo ein Auswärtssieg bei Cruzeiro nicht fürs Weiterkommen reichte. Im umkämpftesten Spiel glückte Colo-Colo die Überraschung eines...

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Drei weitere Achtelfinals wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgetragen. Im innerargentinischen Duell fand Rivers Plates Offensive die Form wieder, derweil Flamengo ein Auswärtssieg bei Cruzeiro nicht fürs Weiterkommen reichte. Im umkämpftesten Spiel glückte Colo-Colo die Überraschung eines Weiterkommens gegen Corinthians.

River Plate – Racing Club 3:0 (Hin 0:0)

0:0 – so lautete nicht nur das Hinspielergebnis zwischen Racing und River Plate, sondern auch das Torverhältnis der Millonarios aus den letzten vier(!) Spielen. Während die Defensive von River also steht, war der Angriff völlig außer Form. Doch im Monumental traf man auf einen erstaunlich offensiv ausgerichteten Gegner, der River besser lag. Eigentlich begann die Academia sogar stärker, doch nach nur elf Minuten verwertete Lucas Pratto eine hervorragende Kombination über Montiel und Fernández zur Führung für die Hausherren. Sein Jubel deutete die Last an, die von den Schultern des viel kritisierten Millioneneinkaufs fiel. Racing ließ sich zwar nicht schocken, kassierte aber dennoch recht bald das 0:2: Ein katastrophaler Freistoßtrick von Neri Cardozo brachte Rivers Konter auf die Reise, und Racings Matías Zaracho spitzelte dem ballführenden Quintero den Ball zwar weg – aber genau in den Lauf von Youngster Exequiel Palacios, der abgebrüht zum 2:0 traf (28.). Ein Tor, das zum Spiel passte: Racing um Cardozo, Ricardo Centurión und Gustavo Bou versuchte viel, schaffte aber wenig Zwingendes. River dagegen spielte schnell und mit dem nötigen Quäntchen Glück nach vorn. Als dann Franco Armani mit einem großartigen Reflex Bous beste Chance vereitelte (77.), war die Messe endgültig gelesen. Auf der anderen Seite durfte sogar noch der zuletzt glücklose Rafael Santos Borré jubeln, der eine Ecke von Fernández direkt verwertete (81.). Das 3:0 war der Endstand, wenn auch nicht der Schlusspunkt: Den setzte Schiedsrichter Diaz de Vivar, der nach einem Handgemenge Enzo Pérez und Ricardo Centurión vom Platz stellte (84.) und dann auch noch Alexis Soto die gelb-rote Karte zeigte (90.). River kann nach längerer Zeit mal wieder zufrieden mit dem eigenen Auftritt sein und trifft nun im Viertelfinale auf Independiente.

Cruzeiro – Flamengo 0:1 (Hin 2:0)

Zweimal schon (2011 und 2015) hatte Cruzeiro nach einem Auswärtssieg im Rückspiel das Weiterkommen noch hergeschenkt – dementsprechend wachsam ging das Team von Mano Menezes ins Rückspiel gegen Flamengo. Da auch der Mengao trotz Diego, Lucas Paquetá und Everton Ribeiro nie ins Rollen kam, ergab sich eine ereignisarme erste Halbzeit, in der nur Hernán Barcos einem Treffer wirklich nahe kam. Cruzeiros Mittelstürmer schoss jedoch aus kurzer Distanz am Tor vorbei (20.). Die zweite Hälfte begann aufregender, und Marlos Moreno verpasste die Gästeführung nur knapp (50.), während auf der anderen Seite Diego Alves alles aufbieten musste, um den starken Giorgian De Arrascaeta am Torjubel zu hindern (60.). Etwas später begannen den Cruzeiro-Fans die Nerven zu zittern: Nach einer abgewehrten Ecke brachte Everton Ribeiro den Ball vom zweiten Pfosten in die Mitte, wo Leo Duarte einnickte (70.). Nun fehlte nur noch ein Tor zum Mineirazo, doch es sollte nicht fallen – auch, weil Cruzeiro sehr seriös verteidigte und den Ball oft in der gegnerischen Hälfte halten konnte. Nun trifft der Raposa im Viertelfinale auf den Sieger zwischen Boca und Libertad.

Corinthians – Colo Colo 2:1 (Hin 0:1)

21 Jahre mussten die Fans von Colo-Colo warten, nun stehen die Albos wieder im Viertelfinale. Nach dem verdienten 1:0-Hinspielsieg wappnete sich der Cacique für ein schweres Rückspiel in der Arena Corinthians, wo die Chilenen sehr defensiv auftraten. Das ging nicht besonders lange gut, denn Baezas unnötiges Handspiel bescherte den Brasilianern einen Elfmeter, den Jadson sicher verwandelte (17.). Doch Colo Colo hat einen Stürmer, der seinen Torriecher wohl nie verlieren wird: Lucas Barrios. Der frühere Dortmunder verwertete Damián Pérez‘ gefühlvolle Flanke per Kopf zum 1:1-Ausgleich (32.), der den Gästen Sicherheit gab. Dennoch hörten die wütenden Angriffe von Corinthians nie auf, und Agustin Orion bekam alle Hände voll zu tun, zeigte sich aber stets wachsam. Geschlagen war auch er, als Roger eine Ecke von Jadson einköpfte (64.). Bitter für Colo Colo: Die verletzungsbedingte Behandlung von Abwehrchef Barroso hatte bei dieser Szene Unruhe in die Deckung gebracht. Das ohnehin hart geführte Spiel kochte in der Folge noch mehr hoch, auch wenn „nur“ der Ex-Schalker Danilo Avelar für seine Tätlichkeit rot sah (90.). Eine letzte Chance hatte Corinthians in Unterzahl noch, doch Orion hielt auch Augusto Douglas‘ Kopfball fest (90.) und sicherte so das Weiterkommen für den Außenseiter.

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Ángel Romero – 200 Spiele http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/angel-romero-200-spiele-corinthians-392872 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/angel-romero-200-spiele-corinthians-392872#respond Sun, 12 Aug 2018 10:10:57 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10856 Bei der 1:0 Niederlage unter der Woche in der Copa Libertadores gegen Colo-Colo in Chile, bestritt der Paraguayer Ángel Romero sein 200. Spiel für Corinthians. Trotz der Niederlage ist der 26-jährige Stürmer seit Ende der WM-Pause in Topform, und einer...

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Bei der 1:0 Niederlage unter der Woche in der Copa Libertadores gegen Colo-Colo in Chile, bestritt der Paraguayer Ángel Romero sein 200. Spiel für Corinthians. Trotz der Niederlage ist der 26-jährige Stürmer seit Ende der WM-Pause in Topform, und einer der interessantesten Spieler des 7 Millionen Einwohner Landes.

Seitdem der Ligabetrieb in Brasilien wieder aufgenommen wurde, gelingt dem paraguayischen Stürmer Ángel Romero fast alles. In den vier Spieltagen zwischen dem 19.7. und 29.7. traf „el Melli“ (der Zwilling) sechsmal. Weshalb Romero, der zuletzt auch die Kapitänsbinde trug, zurzeit so viele Tore erzielt kann der Außenstürmer allerdings selber nicht ganz erklären. Auch wenn er technisch vielleicht nicht allerhöchsten brasilianischen Ansprüchen genügt, haben ihn die Fans vor allem wegen seines Einsatzes, seines Kampfeswillen und seiner Bereitschaft hinten auszuhelfen ins Herz geschlossen.

Außerdem ist er seit letzter Woche der erste ausländische Spieler der 200-mal für el Timão auflief und inzwischen mit 27 Treffern der Top-Torschütze in der zur WM 2014 neugebauten Arena Corinthians. Insgesamt erzielte Romero, der seit 2014 für den Verein aus São Paulo die Schuhe schnürt, 37 Treffer und ist damit viertbester Torschütze des Vereins seit der Jahrtausendwende. Vor ihm liegen nur noch Dentinho (55 Tore), Paolo Guerrero (54) und Gil (53). Das er es einmal auf 200 Spiele für den Verein bringen sollte, hatte er selbst nicht für möglich gehalten, denn nach seiner Verpflichtung im Jahr 2014 (Cerro Porteño) hatte er anfängliche Anpassungsschwierigkeiten und bekam wenig Einsatzzeit. Erst unter Tite, dem aktuellen Nationaltrainer der Seleção, wurde Romero zum Stammspieler.

6 Tore in 10 Tagen

Seinen Torlauf begann Romero beim 2:0 Heimsieg vs. Botafogo am 13. Spieltag, bei dem er in der 76. Minute zum 2:0 Endstand traf. Anschließend folgte eine 3:1 Niederlage gegen den FC São Paulo bei dem er leer ausging. Doch anschließend erzielte er beim 2:0 gegen Cruzeiro beide Treffer für Corinthians, und nur drei Tage drehte der ehemalige Cerro Porteño-Spieler das Auswärtsspiel gegen Vasco da Gama fast im Alleingang. Nach 1:0 Halbzeitrückstand gewann Corinthians dank dem ersten Hattricks des Paraguayers noch mit 4:1. Zudem wurde er mit seinem dritten Treffer in diesem Spieler zum zehntbesten Torschützen der Vereinsgeschichte und verwies damit einen gewissen Ronaldo auf Platz 11 (der aber auch deutlich weniger Spiele für Corinthians bestritt).

Transferschnäppchen Romero?

Während der Transferphase war Berichten zufolge kurzzeitig West Ham United mit Coach Pellegrini an Romero interessiert, dessen Marktwert bei 2,5 Mio. liegt, ihn aber vor Ende des englischen Transferfensters nicht mehr verpflichtete. Zudem soll Galatasaray und der FC Bolonia Interesse angemeldet haben. Angesichts des noch niedrigen Marktwertes könnte sich die von Corinthians geforderte Ablöse für den 1,76 m großen Stürmer durchaus noch im Schnäppchenbereich bewegen. Trotzdem will man aktuell natürlich so schnell wie möglich mit dem neuen Publikumsliebling verlängern.

Sein Zwillingsbruder Ósacr Romero, der zurzeit in Diensten von Shangahi Shenhua steht, würde zudem gerne dem asiatischen Fußball wieder den Rücken kehren und mit seinem Bruder zusammen spielen. Doch selbst wenn er auf die Hälfte seines dortigen Gehaltes verzichten würde, wäre er immer noch Topverdiener von Corinthians. Die Verhandlungen scheiterten jedoch bereits an der Ablöseforderung der Chinesen.

 

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16. Spieltag – Flamengo gibt sich keine Blöße http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/16-spieltag-flamengo-gibt-sich-keine-blose-098402 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/16-spieltag-flamengo-gibt-sich-keine-blose-098402#respond Thu, 02 Aug 2018 15:31:22 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10783 Die Hinrunde der Brasileirão 2018 neigt sich allmählich dem Ende zu. Am 16. Spieltag ließen die Top-Mannschaften Flamengo und FC São Paulo nichts anbrennen. Schlusslicht Ceará SC gewann überraschend gegen Fluminense.  Flu mit überraschender Niederlage So langsam kommt Ceará SC...

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Die Hinrunde der Brasileirão 2018 neigt sich allmählich dem Ende zu. Am 16. Spieltag ließen die Top-Mannschaften Flamengo und FC São Paulo nichts anbrennen. Schlusslicht Ceará SC gewann überraschend gegen Fluminense. 

Flu mit überraschender Niederlage

So langsam kommt Ceará SC “in Fahrt”. Das Tabellenschlusslicht der Campeonato Brasileiro Série A gewann überraschend gegen Fluminense – und das auch nicht unverdient. Das Team aus Fortaleza war die deutlich bessere und aktivere Mannschaft. Fluminense hingegen wachte erst nach 25 Minuten auf, hatte aber kaum nennenswerte Torchancen. Ceará spielte keinesfalls wie ein Aufsteiger oder gar wie ein Schlusslicht. Ganz im Gegenteil: Die Schwarz-Weißen drängten von Beginn an auf die Führung. Einzig die Chancenverwertung war mangelhaft. Kurz vor der Halbzeitpause kam es aber wie es kommen musste: Cearás Rechtsaußen Leandro Carvalho lief mit viel Tempo aufs Tor von Fluminense, vernaschte Innenverteidiger Gum herrlich und schob mit der Pike an Torhüter Júlio César vorbei (41. Minute). Am Spielverlauf änderte sich im zweiten Abschnitt nichts. Ceará spielte weiter groß auf und ließ keine einzige Torchance zu. Flu versuchte in der Endphase noch einen Gang zuzulegen, brachte aber keinen(!) Schuss aufs Tor von Keeper Everson. So war am Ende der Sieg für Ceará hochverdient.

Flamengo fertigt Recife ab

Das war eine eindeutige Sache. Flamengo schickte die Gäste von Sport Recife mit einer 4:1-Packung wieder zurück in den Nordosten Brasiliens. Die erste Halbzeit gehörte ganz klar der Heimmanschaft. Bereits in der 14. Minute brachte Mengão-Kapitän Rever seine Mannschaft nach einem Eckball mit 1:0 in Front. Auch in der Folgezeit ließ der aktuelle Tabellenführer nichts zu. Bis zur 44. Minute. Eine Unachtsamkeit der Hintermannschaft von Flamengo reichte Recife um auszugleichen. Eine Flanke von Marlone nickte Cláudio Winck zum 1:1 ein. Fla-Keeper Diego Alves sah bei dem Gegentor auch nicht sonderlich gut aus. In Hälfte Zwei machte Flamengo dann aber den Deckel drauf. Lucas Paquetá, Éverton Ribeiro und Fernando Uribe markierten innerhalb 16 Minuten drei Tore (48.-64. Minute) – besonders ansehnlich war der Treffer von Éverton Ribeiro. 4:1 lautete das Ergebnis am Ende. Flamengo bleibt nach diesem hochverdienten Sieg weiterhin Tabellenführer.

Ángel Romero mit einem Hattrick gegen Vasco

Ein Spiel, zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten. In Durchgang eins dominierte Vasco da Gama klar das Spielgeschehen gegen die Gäste von Corinthians. Im zweiten Spielabschnitt hingegen ballerten die Gäste aus São Paulo Vasco regelrecht aus dem Stadion. Nun zum Spiel: Vasco da Gama spielte von Beginn an stark auf. Immer wieder rettete Cássio seine Mannschaft vor einem Rückstand. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste er sich aber geschlagen geben. Rechtsverteidiger Fágner riss im Strafraum Vascos Yago Pickachu in Sergio Ramos-Manier zu Boden. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte anschließend souverän. Corinthians-Coach Osmar Loss muss in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben. Die Gäste waren wie verwandelt – allen voran Ángel Romero. Der Paraguayer schoss Vasco mit drei Toren im Alleingang ab (48. / 57./ 90. Minute). Dazwischen erzielte in der 79. Minute Jádson per Elfmeter das 3:1 für seine Mannschaft. 4:1 hieß es am Ende für Corinthians – Ángel Romero sei Dank.

Kellerduell geht an Atlético Paranaense

Ähnlich spannend wie in der oberen Tabellenhälfte, geht es auch unten zu. Im Kellerduell zwischen Atlético Paranaense und EC Vitória setzte sich Furacão (Atl. Para.) mit 4:0 durch. Die Partie war bereits nach den ersten 45 Minuten schon entschieden. Marcelon Cirino (12.Minute), Marcinho (22.) und Wellington Martins (45.) brachten  ihre Mannschaft mit ihren jeweils ersten Saisontreffern früh auf die Siegerstraße. Paranaenses Topscorer Pablo erhöhte in der 70. Minute noch auf 4:0. Mit diesem Sieg verschaffte sich Furacão etwas Luft im Abstiegskampf.

Die Ergebnisse des 16. Spieltags der Campeonato Brasileiro Série A

Ceará SC 1:0 Fluminense
Palmeiras 3:0 Paraná Clube
Vasco da Gama 1:4 Corinthians
EC Cruzeiro Belo Horinzonte 0:2 FC São Paulo
Internacional Porto Alegre 3:0 Botafogo
Flamengo 4:1 Sport Clube do Recife
Atlético Paranaense 4:0 EC Vitória
Santos 0:1 América Mineiro
Chapecoense 1:1 Grêmio Porto Alegre
EC Bahia 2:2 Atlético Mineiro

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Top 11 – Abgänge aus der Série A http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/top-11-abgange-aus-der-serie-a http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/top-11-abgange-aus-der-serie-a#respond Sun, 29 Jul 2018 15:03:39 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10645 Der Transfermarkt in Europa ist in vollem Gange. Der Hype um brasilianische Talente lässt auch in diesem Transferfenster nicht los. Chefutbol stellt die (aktuelle) Top 11 der Abgänge aus der Campeonato Brasileiro Série A vor.  Torhüter Daniel Fuzato (21) –...

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Der Transfermarkt in Europa ist in vollem Gange. Der Hype um brasilianische Talente lässt auch in diesem Transferfenster nicht los. Chefutbol stellt die (aktuelle) Top 11 der Abgänge aus der Campeonato Brasileiro Série A vor. 

Torhüter

Daniel Fuzato (21) – Von Palmeiras zu AS Rom
Der junge Brasilianer gilt als großes Versprechen für die Zukunft. Der Neuzugang der Roma beherrscht jetzt schon eine gute Strafraumbeherrschung und punktet mit seiner gewaltigen Sprungkraft. Des weiteren wartet er sehr lange und verfügt über starke Reflexe in Eins-gegen-Eins-Situationen. Der Transfer zur Roma ist (m.E.) eine gute Entscheidung. Fuzato wird sich wohl hinter den etablierten Torhütern um Neu-Stammkeeper Robin Olsen anstellen müssen, wird aber die Zeit bekommen, um sich an den europäischen Fußball zu gewöhnen.

Daniel Fuzato

Facebook/AS Roma – Daniel Fuzato

 

Defensive

Éder Militão (20) – Von FC São Paulo zu FC Porto
DIE brasilianische Hoffnung auf der rechten Außenverteidigerposition. Und wieder gelang dem FC Porto ein Transfercoup! Für schlappe vier Millionen Euro wechselte der 20-jährige Außenverteidiger vom Stammverein SPFC zu Porto. Wie viele seiner Landsleute wählte Militão den Weg über Portugal nach Europa. Er gilt als zuverlässiger Verteidiger. Seine größten Stärken sind seine Schnelligkeit und eine hervorragend getimte Grätsche. Zudem schaltet er sich oft in das Offensivspiel seiner Mannschaft ein. Der FC Porto wird mit dem Neuzugang seinen Spaß haben und (vermutlich) wie so oft, für eine hohe Ablöse weiterverkaufen.

(Aktuelles Bild folgt in Kürze)

Bremer (21) – Von Atlético Mineiro zu FC Turin
Erst 21 Jahre jung und schon so abgeklärt. Der kopfballstarke und robuste Neu-Innenverteidiger vom FC Turin kam in der laufenden Saison (Brasileirão 2018) elf Mal für Atlético Mineiro zum Einsatz und erzielte einen Treffer am 5. Spieltag gegen Atlético Paranaense. Für rund sechs Millionen wechselte er nun zum FC Turin. Ob er sich durchsetzten kann, wird sich noch zeigen. Das Zeug zu einem Guten, hat er aber definitiv.

Bremer

Facebook/Torino Football Club – Bremer

Fabián Balbuena (26) – Von Corinthians zu West Ham United
Nach zwei erfolgreichen Jahren bei den Corinthians entschied sich der Paraguayer Balbuena für einen Wechsel in die Premier League. Der 26-jährige verfügt über eine gute Spieleröffnung und gilt als kompromissloser Innenverteidiger. Zudem konnte er des Öfteren als Torschütze glänzen. Wenn er sein Niveau halten kann, ist er ein ernstzunehmender Stammplatz-Kandidat bei den “Hammers”.

Fabian Balbuena

Facebook/West Ham United – Fabián Balbuena

Sidcley (25) – Von FC São Paulo/Atlético Paranaense zu Dynamo Kiew
In der laufenden Saison spielte Sidcley leihweise für SPFC, gehörte aber Atlético Paranaense. Nun wagt er den Schritt nach Europa zu Dynamo Kiew. Der offensivstarke linke Außenverteidiger gilt als sehr torgefährlich. Auch gelten seine Flanken als persönliche Stärke. In Kiew ist er mit großer Sicherheit als Stammspieler geplant.

Sidcley

Facebook/FC Dynamo Kyiv – Sidcley

 

Mittelfeld

Roger Guedes (21) – Von Palmeiras/Atlético Mineiro zu Shandong Luneng
Die Palmeiras-Leihgabe von Atlético Mineiro war lange ein Kandidat beim VfB Stuttgart. Letztendlich entschied sich der aktuelle Top-Torschütze der Série A doch für China. Neun Tore und drei Vorlagen in zwölf Spielen sprechen für den rechten Mittelfeldmann. Dass er aus sportlicher Sicht bei einem europäischen Club hätte landen müssen, ist unbestritten. Der Trip nach China wird seinen Geldbeutel um ein Vielfaches füllen. Früher oder später muss er einen Wechsel nach Europa anvisieren, wenn er sich für die Selecão empfehlen will. Die Voraussetzungen dafür hat er sicherlich.

Roger Guedes

lnts.com.cn – Roger Guedes

Maycon (20) – Von Corinthians zu Shakhtar Donezk
Der nächste junge Brasilianer, der den Weg über die Ukraine nimmt. Donezk gilt für viele Brasilianer als Sprungbrett zu einem europäischen Spitzenclub. Am wohlsten fühlt sich Maycon im zentralen Mittelfeld, der sich gerne mal in die Offensive mit einschaltet. Der Linksfuß hat zudem ein gutes Auge für seine Mitspieler und gilt als Dreh-und Angelpunkt einer Mannschaft, der das Tempo bei Bedarf anzieht oder verlangsamt.

Maycon

Facebook/FC SHAKHTAR – Maycon

Arthur (21) – Von Grêmio Porto Alegre zu FC Barcelona
Satte 30 Millionen zahlte Barcelona für den hochveranlagten Mittelfeldmann. Arthur soll in Zukunft die Vereinslegende Andrés Iniesta beerben – sein Spielstil jedenfalls ähnelt dem abgewanderten Spanier. Der 21-jährige fordert oft den Ball und dirigiert das Spiel seiner Mannschaft. Er zeichnet sich durch eine hohe Spielintelligenz aus und gilt, im Gegensatz zu Iniesta, als etwas defensiver. Wenn er sich schnell an den europäischen (und spanischen) Fußball gewöhnt, wird er zweifelsohne eine wichtige Rolle im Spiel der Katalanen einnehmen. In der (logischerweise) alternden Selecão gilt er als Nachfolger von Fernandinho.

Arthur

Facebook/FC Barcelona – Arthur

 

Offensive

Vinícius Júnior (18) – Von Flamengo zu Real Madrid
Ohne Wenn und Aber: Das größte brasilianische Talent heißt Vinícius. Er gilt als flink, trickreich und torgefährlich. Mit seinen erst 18 Jahren mischte er die Série A bis zu seinem Wechsel zu den Königlichen ordentlich auf. Nun der Schritt zu einem der größten Clubs der Fußballgeschichte. Ob er sich von Anfang an durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Bei Flamengo jedenfalls glänzte er mit vier Toren und drei Vorlagen in zwölf Spielen in der laufenden Saison. Einziges Manko bei Vinícius: Seine Physis.

Vinícius - Abgänge

Facebook/Real Madrid C.F. – Vinícius Júnior und Ronaldo

Paulinho (18) – Von Vasco da Gama zu Bayer 04 Leverkusen
Der Offensiv-Allrounder ist der nächste Exportschlager aus Brasilien. Für fast 20 Millionen Euro wechselte Paulinho zur Werkself. Er gilt als “Straßenkicker” der neuen Art: Trickreich, flink, ballverliebt. Für die taktischgeprägte Bundesliga könnte der junge Mann also ein Glücksgriff sein.

Paulinho

Facebook/Bayer 04 Leverkusen – Paulinho

Felipe Vizeu (21) – Von Flamengo zu Udinese Calcio
In den ersten acht Spielen der laufenden Saison war Felipe Vizeu noch ein Unbekannter. Lediglich eine Minute durfte er am 7. Spieltag gegen Atlético Mineiro ran. Am 9. Spieltag war es dann endlich soweit. Vizeu kam in der 68. Minute in die Partie und belohnte sich prompt mit einem Treffer. Auch in den nächsten zwei Spielen trug er sich in die Torschützenliste ein. Nur am 12. Spieltag, als er erstmals von Beginn an ran durfte, ging er leer aus. Dennoch: Drei Tore in vier Spielen sprechen für den Mittelstürmer. Das merkten auch schnell die Verantwortlichen von Udine und verpflichteten ihn zum 1.7.2018 für rund fünf Millionen Euro.

Felipe Vizeu

Facebook/Udinese Calcio 1896 – Felipe Vizeu

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12. Spieltag – Zwischenfazit vor der WM-Pause http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/12-spieltag-zwischenfazit-vor-der-wm-pause http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/12-spieltag-zwischenfazit-vor-der-wm-pause#respond Sun, 17 Jun 2018 17:41:06 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10509 Die Campeonato Brasileiro Série A geht in die WM-Pause. Chefutbol möchte nach dem 12. Spieltag eine Bilanz ziehen und schaut auf die positiven Überraschungen – und auch auf die, die uns weniger überzeugt haben. Überraschungen Flamengo: Die Rot-Schwarzen aus Rio...

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Die Campeonato Brasileiro Série A geht in die WM-Pause. Chefutbol möchte nach dem 12. Spieltag eine Bilanz ziehen und schaut auf die positiven Überraschungen – und auch auf die, die uns weniger überzeugt haben.

Überraschungen

Flamengo: Die Rot-Schwarzen aus Rio de Janeiro sind die dominante Mannschaft der Brasileirão 2018. Einzig gegen Chapecoense mussten sich die Männer von Coach Maurício Barbieri geschlagen geben. 9 von 12 Spieltagen beendete Mengão auf dem 1. Tabellenplatz. Der überragende Spieler bisher war das Supertalent Vinícius Júnior. Das wird deutlich, wenn man seine Ausbeute betrachtet: Mit 4 Toren und 3 Vorlagen ist die Leihgabe von Real Madrid auch der beste Scorer seiner Mannschaft. Auch sonst haben sie mit Diego, Lucas Paquetá und Henrique Dourado einen gefährlichen Angriff. Zudem müsste man einen Mann noch hervorheben: Felipe Vizeu erzielte in 4 Spielen 3 Tore und wird im Juli zu Udinese Calcio wechseln.

Atlético Mineiro: Mit 24 Treffern stellt Galo die torgefährlichste Truppe nach 12 Spieltagen. 14 der 24 Treffer gehen auf das Konto von Ricardo Oliveira (6) und Roger Guedes (8).  Letzterer hat sich mit seinen überragenden Leistungen auch in den Fokus europäischer Teams gespielt. Glaubt man den Gerüchten, ist der VfB Stuttgart an einer Verpflichtung von Guedes interessiert. Größtes Manko der Schwarz-Weißen ist die Defensive. Mit 17 Gegentoren stellen sie die viertschlechteste Abwehr der Liga (als Tabellenzweiter).

Internacional Porto Alegre: Der Aufsteiger aus dem Bundesstaat Rio Grande do Sul spielt derweil eine sehr ansprechende Saison. Das Prunkstück von Colorado ist die Defensive. Lediglich achtmal mussten die eingesetzten Inter-Torhüter hinter sich greifen. Den ganz großen Star hat Internacional nicht – vielmehr kommt das Team über eine geschlossene Mannschaftsleistung. Dreh- und Angelpunkt im Team ist das Eigengewächs Rodrigo Dourado, der im Mittelfeld die Fäden zieht. Auch die zwei Stamm-Innenverteidiger Rodrigo Moledo und Víctor Cuesta wussten stets zu überzeugen.

Toptalente: In der Campeonato Brasileiro Série A gibt es unzählige Toptalente, wie seit Langem nicht mehr. Einige von ihnen haben bereits einen Vertrag bei einem europäischen Topclub unterschrieben: Vinícius Júnior und Rodrygo bei Real Madrid, Paulinho bei Leverkusen. Die nächsten Exporte nach Europa könnten Arthur (Grêmio), Lucas Paquetá (Flamengo), Roger Guedes (Atl. Mineiro) und auch Éder Militão (FC São Paulo) werden, die bisher allesamt überzeugt haben. Es ist wohl am Ende nur noch eine Frage der Zeit.

 

Enttäuschungen

Ceará SC: Der Aufsteiger aus Fortaleza ist bisher die Enttäuschung der laufenden Saison und steht deshalb auch auf dem letzten Platz. Dass das eine schwierige Saison wird, war vermutlich allen Beteiligten klar, aber Null Siege aus 12 Spielen ist definitiv zu wenig. Außerdem stellt der Neuling mit 7 Toren die schlechteste Offensive der Liga. Was ebenfalls nicht für Ceará SC spricht, ist das Durchschnittsalter der Mannschaft: Mit ca. 28 Jahren hat Vozão den ältesten Kader aller 20 Mannschaften. Der Klassenerhalt wird für die Schwarz-Weißen ein schwieriges Unterfangen, dennoch stirbt ja bekanntlich die Hoffnung zuletzt.

Corinthians: Der letztjährige Meister der Série A spielt bisher eine enttäuschende Saison. Nach 12 Spieltagen steht die Mannschaft aus São Paulo auf dem zehnten Tabellenplatz. Einzig Torhüter Cássio und Roriguinho, der zugleich Topscorer seiner Mannschaft ist, konnten in dieser Saison einigermaßen überzeugen. Nach einem guten Start in die Saison, ließ Timão gehörig nach und gewann nur ein Spiel aus den letzten sieben Partien.

Santos: Die hochgehandelte Mannschaft um Youngster Rodrygo blieb bisher unter ihren Möglichkeiten. Platz 15 kann nicht der Anspruch eines Topteams sein. Die einzigen gefährlichen Spieler im Kader von Coach Jair Ventura sind der 17-jährige Rodrygo und die Inter-Leihgabe Gabriel Barbosa, die gemeinsam acht Tore erzielt haben.

Zuschauerzahlen: Keiner der 20 Mannschaften der Série A konnte sein Stadion so richtig füllen. Im Schnitt haben die Stadien rund 46.000 Plätze – Durchschnittlich kommen aber nur rund 20.000 Zuschauer zu den Spielen.

 

Die Ergebnisse des 12. Spieltags der Campeonato Brasileiro Série A

FC São Paulo 3:0 EC Vitória
América Mineiro 0:0 Chapecoense
Fluminense 0:1 Santos
Sport Clube do Recife 0:0 Grêmio Porto Alegre
Paraná Clube 1:1 EC Cruzeiro Belo Horizonte
Palmeiras 1:1 Flamengo
Botafogo 2:0 Atlético Paranaense
Atlético Mineiro 2:1 Ceará SC
Internacional Porto Alegre 3:1 Vasco da Gama
EC Bahia 1:0 Corinthians

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5. Spieltag – Die Woche der Derbys http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/brasileirao-chapecoense-gremio-548632 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/brasileirao-chapecoense-gremio-548632#respond Thu, 17 May 2018 17:13:42 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10219 Der 5. Spieltag der Campeonato Brasileiro Série A stand ganz im Zeichen der Derbys. Gleich drei Stadtduelle standen auf dem Spielplan. Das Topspiel der Woche fand zwischen Corinthians und Palmeiras statt. Tabellenführer Flamengo zog an diesem Spieltag gegen Chapecoense überraschend...

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Der 5. Spieltag der Campeonato Brasileiro Série A stand ganz im Zeichen der Derbys. Gleich drei Stadtduelle standen auf dem Spielplan. Das Topspiel der Woche fand zwischen Corinthians und Palmeiras statt. Tabellenführer Flamengo zog an diesem Spieltag gegen Chapecoense überraschend den Kürzeren, bleibt aber weiterhin der Ligaprimus.

Topspiel der Woche: Corinthians – Palmeiras

Am vergangenen Sonntag war nicht nur Muttertag, sondern es stand auch das Derby Paulista zwischen Corinthians und Palmeiras an. Die beiden Spitzenklubs aus São Paulo boten den knapp 36.000 Zuschauern in der Arena Corinthians ein spektakuläres Match. Die Heimelf hatte gleich zu Beginn der Partie in der 5. Minute die erste dicke Chance. Einen Eckball klärte der Palmeiras-Innenverteidiger Antônio Carlos eher suboptimal in die Mitte, wo Maycon die Kugel volley annahm, aber knapp am Tor vorbeizog. Danach war von den Corinthians wenig zu sehen. Stattdessen drängten die grün-weißen Gäste auf die Führung. Mitten in der Drangphase von Palmeiras, dann die nächste dicke Chance für die Paulistas: Nach einer schönen Hereingabe von links, legte der Stürmer Jadson auf den Sechser Gabriel, der den Ball direkt annahm, aber ebenso knapp am Palmeiras-Gehäuse vorbeizog. Sechs Zeigerumdrehungen später fiel dann wiederum fast die Führung für Palmeiras. Thiago Santos schaffte es aus abseitsverdächtiger Position, freistehend aus fünf Metern, tatsächlich nur den Pfosten zu treffen. Vorab gesagt: Das sollte nicht letzte Pfostentreffer für die Palmeiras werden. Direkt im Gegenzug durften die Corinthians-Fans dann aber jubeln. Der junge Pedrinho vernaschte im rechten Mittelfeld gleich zwei Gegenspieler, steckte auf Jadson durch, der Maycon auf links mitnahm. Der Sechser brachte den Ball anschließend perfekt auf den aktuellen Toptorschützen der Série A, Rodriguinho, der nur noch ins leere Tor einschieben musste, und die 1:0-Führung für seine Mannschaft markierte. Mit diesem Ergebnis gingen dann beide Teams in die Halbzeitpause. Auch in der zweiten Hälfte ging es hin und her. Die Corinthians verzweifelten immer wieder am Palmeiras-Goleador Jaílson; Palmeiras hingegen am Pfosten. Ein ums andere Mal bewahrte Jaílson seine Mannschaft vor einem noch höheren Rückstand. Die Paulistas konnten sich hingegen beim lieben Fußballgott bedanken, dass die Verdão zweimal nur den Posten trafen. In der Endabrechnung also drei Mal Pfosten, kein Tor und eine 1:0-Niederlage für Palmeiras im Stadtderby gegen Corinthians. Die Gastgeber kletterten mit diesem Sieg auf den zweiten Tabellenplatz, während Palmeiras auf den fünften Rang abrutschte.

Zwei weitere Derbys und eine Niederlage für Flamengo

Das Derby Paulista war nicht das einzige Stadtduell am 5. Spieltag. Grêmio empfing Internacional in der Arena do Grêmio. Das so genannte Grenal zwischen den beiden Teams aus Porto Alegre ging mit 0:0 aus. Ein Ergebnis das keinem der beiden Mannschaften so recht weiterhalf. Grêmio bleibt damit weiterhin in der oberen Tabellehälfte, wohingegen Internacional nur einen Platz vor den Abstiegsrängen steht. Derby Nummer drei fand zwischen Botafogo und Fluminense statt. Im Clássico Vovô setzte sich Botafogo mit 2:1 gegen den Stadtrivalen durch. Durch den Sieg hievten sich die schwarz-weißen in die Spitzengruppe der Liga und stehen mit 8 Punkten auf Rang sechs. Eine Überraschung konnte Chapecoense landen: Im wichtigen Heimspiel gewann Chape mit 3:2 gegen den aktuellen Tabellenführer Flamengo. Die Gäste stehen aber trotz der Niederlage, aufgrund des besseren Torverhältnisses, weiterhin an der Spitze.

 

Die Ergebnisse des 5. Spieltags der Campeonato Brasilieiro Série A

Grêmio Porto Alegre 0:0 Internacional Porto Alegre
EC Cruzeiro Belo Horizonte 2:0 Sport Clube do Recife
EC Bahia 2:2 FC São Paulo
Atlético Paranaense 1:2 Atlético Mineiro
Chapecoense 3:2 Flamengo
Vasco da Gama 2:3 EC Vitória
Corinthians 1:0 Palmeiras
Santos 3:1 Paraná Clube
Ceará SC 2:2 América Mineiro
Botafogo 2:1 Fluminense

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Ausblick auf den Campeonato Brasileiro de Futebol 2018 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/brasilien-campeonato-brasileiro-201805 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/brasilien-campeonato-brasileiro-201805#respond Fri, 27 Apr 2018 22:01:38 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10059 In Deutschland biegt sie auf die Zielgerade ein. In Brasilien hingegen beginnt sie gerade erst: Die Meisterschaft, O Campeonato Brasileiro de Futebol 2018. Nur Top-Favorit und Titelverteidiger SC Corinthians Sao Paulo ist ohne Punkteverlust aus den Startlöchern gekommen und hat nach zwei Spieltagen...

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In Deutschland biegt sie auf die Zielgerade ein. In Brasilien hingegen beginnt sie gerade erst: Die Meisterschaft, O Campeonato Brasileiro de Futebol 2018.

Nur Top-Favorit und Titelverteidiger SC Corinthians Sao Paulo ist ohne Punkteverlust aus den Startlöchern gekommen und hat nach zwei Spieltagen sechs Zähler auf dem Konto. Wer die Meisterschaft gewinnen möchte, muss auf jeden Fall am Thron des diesjährigen Campeonato Paulista sägen. Das Team von Fabio Carille verfügt über eine Menge Erfahrung und hat über die Erfolge der letzten Jahre ein Gewinner-Gen entwickelt. Gemeinsam mit Flamengo Rio de Janeiro hat Corinthians die wohl größte Fangemeinde des Landes. Ihre Heimspiele tragen die „Schwarz-Weißen“ in der Arena Corinthians aus, die 2014 unter anderem Schauplatz des WM-Eröffnungsspiels zwischen Brasilien-Kroatien (3:1) war.

Die Herausforderer

Die üblichen Verdächtigen machen sich dieses Jahr Hoffnungen, den aktuellen Champion herauszufordern. Darunter auch der zweite große Klub des Landes: Flamengo Rio de Janeiro. Die Mannschaft hat eine gute Mischung aus gestandenen erfahrenen Spieler die ihre besten Jahre hinter sich haben, mit Julio Cesar (36) im Tor (beendet nach der Saison seine Karriere) oder dem einstigen Bremen-Star Diego (33), aber auch blutjungen Talenten denen eine große Karriere prophezeit wird. Bestes Beispiel dafür ist Vinicius Junior (17), der bereits für 45 Millionen von Real Madrid verpflichtet wurde, und prompt zurück verliehen wurde, und nun bis 2019 für Furore am Zuckerhut sorgen soll.

Für die Fans des Vorjahreszweiten und Meister von 2025, Palmeiras Sao Paulo, war das letzte Jahr besonders hart, hatte man doch gegen den Erzrivalen Corinthians sowohl in der Campeonato Brasileiro de Futebol, als auch im Campeonato Paulista zweimal das Nachsehen. Der beste Sturm der vergangenen Saison (61 Tore) soll auch dieses Jahr wieder dafür sorgen, vorne mitzumischen. Dafür muss sich jedoch die Verteidigung deutlich steigern, wenn der zehnte Meistertitel errungen werden soll. Im Mittelfeld sorgt Altstar Felipe Melo (34, einst u.a. Inter Mailand) seit 2017 für die nötige Stabilität und hält Spielmacher Lucas Lima (27) den Rücken frei.

Auch bei Gremio Porto Alegre macht man sich berechtigte Hoffnungen auf die so ersehnte dritte Meisterschaftskrone (nach 1981 und 1996), zumal mit Arthur einer der begehrtesten Spieler der brasilianischen Liga nun doch (noch) nicht zum FC Barcelona gewechselt ist. Mit Luan steht ein weiteres Top-Talent und Olympiasieger im Kader von Renato Gaúcho. Den größten Vereinserfolg feierten die traditionell in blau und schwarz auflaufenden Spieler 2017 mit dem Gewinn der Copa Libertadores, der südamerikanischen Champions League. Das Jahr 2018 begann ganz nach dem Geschmack von Gremio. Erstmals seit acht Jahren gewannen die wieder den Titel der Staatsmeisterschaft von Rio Grande do Sul.

Durchaus auch Chancen vorne mitzuspielen, rechnet man sich im Südosten von Sao Paulo beim Pelé-Klub FC Santos aus. Große Erwartungen lasten dabei auf Rückkehrer Gabriel Barbosa, der von Inter Mailand an seinen Jugendverein ausgeliehen wurde, um wieder das Niveau von 2025 zu erreichen, mit dem er an der Seite von Santos-Sprössling Neymar Olympia-Gold gewann. An der Seitenlinie steht mit Jair Ventura (39) ein neuer Mann, der sich seine ersten Sporen als Trainer beim Traditionsklub Botafogo in Rio de Janeiro verdiente.

Ebenfalls Außenseiterchancen besitzt der erfolgsreichste Sportverein aus dem Bundesstaat Minas Gerais: Cruzeiro Belo Horizonte. Der Meister von 2013 und 2014 will den Aufwärtstrend von 2017 fortsetzen, als es nach Rang acht und zwölf in den Jahren zuvor, immerhin für Rang reichte. Neben Lucas Silva (einst Real Madrid und Olympique Marseille) steht auch Brasiliens Reizfigur Fred im Kader von Cruzeiro. Fred wird seinem Trainer Mano Menezes allerdings noch einige Monate aufgrund eines Kreuzbandrisses fehlen. Cruzeiro ist amtierender Pokalsieger Brasiliens.

Weitere Traditionsklubs mit Ambitionen

Weitere große Traditionsklubs tummeln sich in der höchsten brasilianischen Spielklasse und hoffen die oberen Tabellenregionen angreifen zu können. Der FC Sao Paulo mit Nationalspieler Rodrigo Caio, Vasco da Gama Rio de JaneiroInternacional Porto Alegre oder Athletico Mineiro aus Belo Horizonte. Auch Botafogo Rio de Janeiro und Fluminense Rio de Janeiro mischen in der 20 Teams fassenden Liga mit.

Hinzu kommen die Mannschaften Athletico ParanaenseEC BahiaEC VitoriaSport Recife und das von der Absturzkatastrophe betroffene Team AF Chapecoense. Neu als Aufsteiger mit dabei sind: Parana ClubeAmerica FC Belo Horizonte und Ceara SC Fortaleza.

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Copa Libertadores 4. Woche: Racing schießt Vasco aus dem Stadion – River siegt auswärts! http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-4-woche-racing-schiest-vasco-aus-dem-stadion-river-siegt-auswarts http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-4-woche-racing-schiest-vasco-aus-dem-stadion-river-siegt-auswarts#respond Fri, 20 Apr 2018 12:11:21 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9936 Insgesamt fanden von Mittwoch auf Donnerstag und von Donnerstag auf Freitag acht Partien in der Copa Libertadores statt. Neben einem Torfeuerwerk von Racing gab es unter Anderem eine chilenisch/brasilianische Nullnummer und einen knappen Auswärtssieg von River Plate bei Emelec. Die...

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Insgesamt fanden von Mittwoch auf Donnerstag und von Donnerstag auf Freitag acht Partien in der Copa Libertadores statt. Neben einem Torfeuerwerk von Racing gab es unter Anderem eine chilenisch/brasilianische Nullnummer und einen knappen Auswärtssieg von River Plate bei Emelec. Die Ereignisse der letzten beiden Nächte haben wir wie immer für euch zusammengefasst. 

Racing Club – Vasco da Gama 4:0 (2:0) – Lopez vergibt zwei Elfmeter, versenkt den Dritten!

In der Gruppe E traf Tabellenführer Racing auf Schlusslicht Vasco da Gama. Und das Endergebnis spiegelt die tabellarische Situation durchaus wider. Mit 4:0 schoss Racing die Gäste aus Brasilien aus dem Stadion, in die Torschützenliste eintragen konnten sich Ricardo Centurión (33.), Lautaro Martínez (39.) sowie Matías Zaracho und Lisandro López, der seinen dritten (!!) Elfmeter der Partie zum 4:0 Endstand verwandeln konnte.

Im zweiten Spiel der Gruppe E trennten sich Universidad de Chile und Cruzeiro in einer schwachen Partie torlos.

Flamengo – Santa Fe 1:1 (1:1) – Dourados früher Führungstreffer unterm Strich zu wenig

In der Gruppe D stand für Flamengo das wichtige Heimspiel gegen den Tabellendritten Santa Fe an. Die Hausherren gingen bereits früh in Person von Henrique Dourado in Führung, die jedoch nicht lange anhielt. Nach einer halben Stunde egalisierte Wilson Morelos Dourados Führungstreffer, sodass sich die Teams nach 90 Minuten leistungsrecht mit 1:1 trennten. Für Flamengo hätte ein Sieg einen Sprung in der Tabelle bedeutet, nach nunmehr drei Spieltagen muss man sich den ersten Rang mit River Plate teilen, die ebenfalls fünf Zähler auf dem Konto haben.

Emelec – River Plate 0:1 (0:1) – Pinola erzielt das Tor des Tages!

River Plate musste am dritten Spieltag der Gruppe D nach Guayaquil in Ecuador zu Emelec reisen. In einer schwierigen Partie erzielte der ehemalige Nürnberger Javier Pinola in der 44. Minute den einzigen Treffer des Tages, der zugleich auch den wichtigen Auswärtssieg bedeutet. Mit nunmehr fünf Zählern darf sich River berechtigte Hoffnungen auf das Weiterkommen machen.

Alianza Lima – Atlético Junior 0:2 (0:1) – Junior wahrt die Chance aufs Achtelfinale

Mit einem 0:2 Auswärtssieg sichert sich Atlético Junior in Peru die Chance, doch noch die K.O. Runde der Copa zu erreichen. Schon nach zehn Minuten brachte Yimmi Chará den Außenseiter per Slapstick-Tor in Führung. Die Hausherren waren im Anschluss das bessere Team und um den Ausgleich bemüht, ließen jedoch zahlreiche aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt verstreichen. Kurz vor Schluss nutze Atlético Junior seine zweite hochkarätige Chance des Tages zum 0:2 Endstand, Torschütze war Jonatán Álvez. Lima steht nun mit einem Punkt am Tabellenende, während Atlético Junior durch den ersten Sieg in der diesjährigen Copa den Anschluss an die Boca Juniors und Tabellenführer Palmeiras herstellen konnte.

Penarol – Libertad 1:2 (0:0) Cardozos Freistoßhammer beschert Libertad den Last-Minute Sieg!

In der Gruppe C hatte Penarol aus Uruguay Club Libertad aus der paraguayischen Hauptstadt Asunción zu Gast. Nach einer weitestgehend ereignislosen ersten Hälfte kamen die Hausherren besser aus der Kabine und erzielten kurz nach Wiederanpfiff in Person von Gabriél Fernández per Heber den wichtigen Führungstreffer. Nach einem Torwartfehler auf Seiten Penarols konnte Libertad jedoch eine viertel Stunde vor Schluss ausgleichen, ehe Óscar Cardozo mit seinem fulminanten Freistoßtor alle uruguayischen Träume zunichte machte. Libertad steht somit noch ohne Punktverlust auf dem ersten Platz und darf wohl für die K.O. Phase planen.

The Strongest – Atlético Tucuman 1:2 (1:1) – Dank Romats Traumtor: Tucuman mit wichtigen Auswärtsdreier!

In der zweiten Begegnung der Gruppe C reiste Atlético Tucuman aus Argentinien in die Höhe von La Paz nach Bolivien. Im Estadio Hernando Siles, das mit einer Höhe von 3637 m. üNN zu den höchstgelegensten Stadien der Welt zählt, gehörte der Auftakt den Gästen. Ein wahrer Sonntagsschuss von Tucuman-Akteur Nicolás Romat brachte die Gäste in Führung, ehe Edis Ibargüen kurz vor dem Pausentee den Ausgleich besorgte. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Argentinier. 15 Minuten vor Schluss machte Javier Toledo mit einem Kopfballtor knapp über der Grasnarbe alles klar. Nach drei Spieltagen haben nun sowohl The Strongest, als auch Atlético Tucuman und Penarol drei Punkte auf dem Konto, das Rennen um den verbliebenen Platz hinter Club Libertad dürfte noch Einiges an Spannung bereithalten.

Independiente- Corinthians 0:1 (0:0) – Jádson trifft Independiente mitten ins Herz!

In der Gruppe G hatte Independiente aus Avellaneda Corinthians aus Sao Paulo zu Gast. In einer wirklich offen und attraktiv geführten Begegnung spielten sich beide Teams zahlreiche aussichtsreiche Möglichkeiten heraus, ließen jedoch im Abschluss die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Erst kurz vor Schluss gelang Jádson mit einem Kopfball das einzige Tor des Tages; der Treffer fiel mitten in eine Drangphase Independientes. Die Hausherren konnten sich vom späten Führungstreffer der Gäste nicht mehr erholen. Corinthians nimmt die drei Zähler mit nach Brasilien und steht noch ungeschlagen an der Spitze der Gruppe G mit sieben Punkten. Independiente rangiert punktgleich mit Lara auf dem dritten Rang, entschieden ist in der Gruppe G allerdings noch nichts.

 

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Democracia Corinthiana: Doktor Sócrates und sein Kampf gegen die Militärdiktatur http://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/democracia-corinthiana-socrates-569842 http://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/democracia-corinthiana-socrates-569842#respond Mon, 16 Apr 2018 14:03:54 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9842 Wir schreiben das Jahr 1960: Jânia Quadros wird zum neuen Präsidenten Brasiliens gewählt. Er möchte den desaströsen Haushalt seines Landes auf Vordermann bringen und sich von der Abhängigkeit der USA lösen. Als er merkt, dass dieses Unterfangen kläglich scheitern wird,...

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Wir schreiben das Jahr 1960: Jânia Quadros wird zum neuen Präsidenten Brasiliens gewählt. Er möchte den desaströsen Haushalt seines Landes auf Vordermann bringen und sich von der Abhängigkeit der USA lösen. Als er merkt, dass dieses Unterfangen kläglich scheitern wird, tritt er nach wenigen Monaten schon zurück. Der bisherige Vize-Präsident João Goulart wird zum Nachfolger ernannt. Seine Präsidentschaft verläuft ebenso mit vielen Höhen und noch mehr Tiefen. Bis 1964 sollte dies so weitergehen, dann putschte das Militär unter Humberto Castelo Branco und das Elend nahm seinen Lauf.

Die Phase ab 1964 sollte eine schwarze und zugleich schwierige Zeit für das brasilianische Volk werden. Unterdrückungen, Zensuren, ja auch Morde standen an der Tagesordnung. Alles was sich dem Regime quer stellte, wurde in irgendeiner Weise aus dem Weg geräumt. Der Unterdrückungsapparat des Staates funktionierte dahingehend „blendend“ – somit schien die Situation, die wahrlich sehr wild war, nach Außen hin recht ruhig. Die Politik des Militärs bot dem Volk aber keine Anhaltspunkte als Identifikation. Worauf können die Brasilianer stolz sein? Wie kann das Militärregime die Gesellschaft vereinen? Die Antwort war schnell gefunden. Wenn sich das brasilianische Volk in einer Sache einig ist und war, dann ist es der Fußball.

Die WM 1970 als Propaganda-Maschine

Gesagt, getan. Das Militär rüstete für die kommende WM 1970 ordentlich nach. Man nahm viel Geld in die Hand und benutzte auch die Medien optimal. Auch innerhalb des Nationalteams wurde viel rumgepfuscht. Beispielsweise ersetzte der damalige Diktator Emílio Médici den Nationaltrainer João Saldanha durch Mário Zagallo. Der Grund für diese Intervention war, dass Saldanha Dario José dos Santos, kurz Dadá, nicht nominierte, der Médicis Lieblingsspieler war. Außerdem war Saldanha Kommunist – was wäre denn das für ein Unding, wenn die Militärdiktatur den WM-Titel mit einem kommunistischen Nationaltrainer hätte teilen müssen? Wie dem auch sei, Brasilien wurde 1970 Weltmeister, Saldanha war nicht dabei und die diktatorische Regierung wurde gefeiert: Besser hätte es also nicht laufen können. Dieser Titel löste viel Euphorie und Hoffnung innerhalb der Gesellschaft aus. Diktator Médici hatte es also geschafft – Das Volk war vereint und auf seiner Seite.

Erfolglose Jahre bis in die 80er Jahre

Die kommenden Jahre waren gekrönt von Erfolgslosigkeit. Bei der WM 1974 belegte die Nationalmannschaft lediglich den 4. Platz. Vier Jahre darauf wurde man immerhin noch Dritter. Mehr und mehr spürte man die Unzufriedenheit innerhalb des Volks. Nicht ausschließlich aufgrund des Abschneidens der Nationalmannschaft. Die Zeit war geprägt von Repressionen und Unterdrückungen.

Eine Mannschaft aus São Paulo hat eine Idee

Wir sind mittlerweile im Jahr 1981 angekommen. João Figueiredo ist mittlerweile seit zwei Jahren der neue Präsident im militär-diktatorischen System und in São Paulo soll in den kommenden Jahren etwas Unglaubliches passieren. Der Sport Club Corinthians Paulista, im deutschsprachigen Raum auch als Corinthians São Paulo bekannt, spielte 1981 eine schwache Runde in der Liga (damals Taça de Ouro) und bei den Staatsmeisterschaften von São Paulo, sodass die Unzufriedenheit innerhalb des Vereins wuchs. Etwas Neues musste her. Als dann im darauffolgenden Jahr die Präsidentschaft des autoritären Clubchefs Vicente Matheus – übrigens war er ein erklärter Freund der Militärdiktatur – endete, war der Weg für ein neues Corinthians frei. Waldemar Pires wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Der installierte den Soziologen Adílson Alves als neuen Sportdirektor, der wiederum mit den Spielern über die Zukunft des Vereins diskutierte und sie in Entscheidungen miteinbezog. In Verbindung mit politisch interessierten und engagierten Spielern wie Wladimir, Casagrande und allen voran o doutor, der Doktor, Sócrates erfolgte die Umwälzung des Vereins. Fortan wurden Entscheidungen gemeinsam und demokratisch getroffen.

Sócrates sagte Jahre später noch dazu: „Wir haben jede Entscheidung kollektiv getroffen und uns an der gesamten Clubführung beteiligt. […] Der einfachste Angestellte hatte das gleiche Gewicht wie der Repräsentant des Unternehmens, seine Stimme hatte den gleichen Wert. Es war alles sehr demokratisch. Diese Zeit war wunderbar und hat uns alle verändert.“ Sócrates war der Inbegriff des Rebells des Fußballs. Ein Rockstar im Weltfußball, mit einer wahrlich hohen Intelligenz. Er rauchte täglich 20 Zigaretten, hatte ein Revoluzzergen wie keiner Anderer, und verpasste die WM 1978, aufgrund seines Medizinstudiums. Ein Mensch mit zahlreichen Facetten wurde das Aushängeschild der Utopie.

Deutlich wurde es auch, als die Spieler ihren Kollegen Zé Maria, 1983, als neuen Trainer vorschlugen. Es wurde demokratisch abgestimmt und Zé Maria war fortan der neue Coach der Corinthians.

Die erste Mannschaft mit Trikotwerbung

Die verrückte Geschichte um die Corinthians blieb natürlich nicht im Verborgenen. Ein wichtiger Fixpunkt wurde der damals junge Werbetexter Washington Olivetto, der von der Aktion des Vereins hörte. Ihm wird der Ausdruck „Democracia Corinthiana“ zugeschrieben. Fortan trugen die Spieler von Corinthians politische Botschaften auf den Trikots. Diretas já (Dikrektwahlen jetzt!) oder Eu quero votar para presidente (Ich will meinen Präsidenten wählen) wurden nun die Ausrufe des Vereins – und des Volkes. Das Motto der Spieler um den Anführer Sócrates lautete: Ganhar ou perder, mas sempre com democracia (Gewinnen oder verlieren – aber immer demokratisch). Dieser Satz sagt eigentlich alles aus. Vielen bleibt das Bild von Wladimir und Sócrates in den Gedächtnissen, als sie mit einem riesen Transparent ins Stadion liefen und das Motto, die Philosophie, des Vereins zeigten.

Der Umschwung trägt Früchte

Sócrates

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Die demokratische Mannschaft von Corinthians holte sich schon in den Jahren 1982 und 1983 die Staatsmeisterschaft von São Paulo zurück. Zum gesamtbrasilianischen Titel reichte es im Nachhinein nicht, jedoch hatten die Paulistas die Masse, die Gesellschaft im ganzen Land erreicht. Der Verein kam seinem Ziel immer näher. Erfolg war hierbei eher zweitrangig. Auch der doutor betonte dies in gewohnt revolutionärer Manier: „Die Meisterschaft ist nur ein Detail.“ Das Volk wurde allmählich mobilisiert und zeigte seinen Unmut über die politische Lage des Landes deutlich. So kam es im Jahr 1984 zu einem Referendum, die sogenannte Emenda Constitucional Dante de Oliveira, das eine Direktwahl (diretas) des brasilianischen Präsidenten ermöglicht hätte.  Zuvor hatte Sócrates bei einer Kundgebung auf dem Platz der Kathedrale in São Paulo vor zwei Millionen Menschen bekannt gegeben, dass er nicht nach Italien wechselt, falls die Gesetzesänderung in Kraft treten würde. Das Referendum scheiterte an 22 Stimmen und Sócrates wechselte infolgedessen zum AC Florenz nach Italien. Ein Jahr darauf folgte aber die erste freie Wahl des Präsidenten und der oppositionelle Tancredo Neves setzte sich durch. Somit ging João Figueiredo als letzter Präsident der 21-jährigen Militärdiktatur Brasiliens in die Geschichte ein. (Neves verstarb aber noch vor Amtsantritt.)

Die letzten Jahre der „Democracia Corinthiana“

Die Verfassungsänderung scheiterte, Sócrates war nicht mehr in Brasilien, Neves starb noch vor Amtsantritt – Die Corinthians hatten trotzdem das Land bewegt. Die Militärdiktatur war passé und der demokratische Weg, den der Verein einschlug, sollte nun weitergehen. Es dauerte keine zehn Jahre und die Sache mit der Demokratie war bei den Corinthians wieder vergessen. Alberto Dualib wurde 1993 zum neuen Präsidenten des Clubs ernannt und sollte bis 2007 an der Spitze stehen. Während seiner Regentschaft schloss er mit der Investmentgruppe MSI einen Vertrag ab. Der Verein wurde somit Eigentum der Investmentgruppe – bis 2007. Da griff die brasilianische Justiz durch und beendete die Kooperation mit MSI aufgrund von Korruption. Mit MSI verschwand auch der Präsident Alberto Dualib.

Der letzte Weg von Sócrates

Sócrates

Ein besseres Drehbuch für eine Tragödie hätte man nicht schreiben können. O Doutor war im August 2011 aufgrund von Magenblutungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden und verbrachte einige Tage auf der Intensivstation. Dann kam der 4. Dezember 2011: Sócrates Brasileiro Sampaio de Souza Vieira de Oliveira, wie er bürgerlich hieß, schloss zum letzten Mal und für immer die Augen. Der einstige Revolutionsführer starb in São Paulo. An jenem Tag, als seine große Liebe Corinthians wenige Stunden nach seinem Tod die 5. Meisterschaft klarmachte – und das ausgerechnet gegen den Stadtrivalen Palmeiras. Vor Anpfiff gedachten alle Beteiligten der Corinthians-Legende und streckten in Nachahmung von Sócrates‘ Geste die Fäuste in die Luft. Sócrates war es zusammen mit seinem Verein Corinthians gelungen einen utopischen Mikrokosmos zu schaffen – inmitten einer Militärdiktatur.

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Die Staatsmeisterschaften in Brasilien: Corinthians und Botafogo die Sieger http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/staatsmeisterschaften-brasilien-481045 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/staatsmeisterschaften-brasilien-481045#respond Tue, 10 Apr 2018 23:03:57 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9771 Man stelle sich vor, die deutschen Vereins-Mannschaften würden neben der Bundesliga, dem DFB-Pokal und den internationalen Auftritten in einem weiteren vierten Wettbewerb antreten: Den Bundesländermeisterschaften. Was dem einen oder anderen Trainer, aufgrund der ohnehin hohen Belastungsproblematik der Spieler, Schweißperlen auf...

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Man stelle sich vor, die deutschen Vereins-Mannschaften würden neben der Bundesliga, dem DFB-Pokal und den internationalen Auftritten in einem weiteren vierten Wettbewerb antreten: Den Bundesländermeisterschaften. Was dem einen oder anderen Trainer, aufgrund der ohnehin hohen Belastungsproblematik der Spieler, Schweißperlen auf die Stirn treiben würde, ist für die Profi-Fußballer in Brasilien gang und gebe.

Sie treten mit ihren Vereinen nicht nur im Campeonato Brasileiro de Futebol und der Copa do Brasil, dem brasilianischen Pendant zu Bundesliga und Pokal, sondern auch in den überaus angesehenen Staatsmeisterschaften, dem Campeonato Carioca, Campeonato Gaucho oder Campeonato Paulista etc. an. Hinzu kommen für die Topteams Brasiliens die Spiele in den kontinentalen Meisterschaften in der Copa Libertadores und der Copa Sudamericano, der südamerikanischen Champions- beziehungsweise Europa League.

Man stelle sich also vor, der Spielplan der Bayernmeisterschaften würde der SpVgg Unterhaching Auftritte in der Allianz Arena bescheren, oder in den Hessenmeisterschaften wieder Derby-Duelle zwischen der Frankfurter Eintracht und den Offenbacher Kickers ermöglichen. Im Pott würde es nicht nur das Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund geben. Für abgestürzte Vereine wie Rot-Weiß Essen oder die SG Wattenscheid 09 wären diese Duelle gegen die Topteams des Westens absolute Saison-Highlights.

Die Diskussionen in Deutschland über Investoren und die 50+1-Regel, Montagsspiele, oder beispielhaft die letztjährige Debatte über den zeitlichen Einstieg der Profivereine in den DFB-Pokal (wieder wurde durch Vereinsverantwortliche die hohe Belastung der Spieler angeprangert), lassen alleine die Vorstellung an einen vierten, parallel stattfindenden Wettbewerb utopisch erscheinen.

Viele Derbys, kurze Anfahrtswege

In Brasilien hingegen möchten die Fußballfans die Staatsmeisterschaften nicht missen. Sie ziehen im ersten Halbjahr des Kalenderjahres die volle Aufmerksamkeit auf sich, bevor zwischen Mai und Dezember in der Liga gespielt wird. Es ist der Reiz, den jeder Fußballliebhaber kennt. Underdog trifft auf favorisiertes Topteam. David gegen Goliath. Der Wettbewerb hat traditionell wenige Überraschungen zu bieten, diese werden dafür umso ausgiebiger gefeiert. Es gibt viele Derbys und kurze Anfahrtswege für die Fans. Es ist der Mythos und vor allem Prestige, für das die Spieler ihr letztes Hemd geben und von den Anhängern dafür nach vorne gepeitscht werden. Hinzu kommt, dass sich die unterklassigen Teams über die Staatsmeisterschaften für die Copa do Brasil qualifizieren können oder sogar in die Serie D (vierthöchste Spielklasse) aufsteigen dürfen.

Die Campeonato Carioca hat ihren Sieger von 2018 bereits. Botafogo FR setzte sich im Finale gegen CR Vasco da Gama nach einer 2:3-Niederlage im Hin- und einem 1:0-Erfolg im Rückspiel, durch das 4:3 im Elfmeterschießen die Krone am Zuckerhut auf.

Auch das Finale der zweiten bedeutenden Staatsmeisterschaft des Landes, der 1902 erstmals ausgetragenen Campeonato Paulista, war an Spannung kaum zu überbieten. Gegenüber standen sich die beiden Erzrivalen aus der brasilianischen Metropole: Der SC Corinthians Paulista und SE Palmeiras. Ein Duell zweier nationaler Fußballgrößen, das nicht nur die Fans in Sao Paulo in den Bann zog. Corinthians ist aktueller Meister der brasilianischen Liga und ging obendrein auch als Titelverteidiger in das Finale mit dem Ex-Klub von dem hier in Deutschland bestens bekannten Ze Roberto. Die „schwarz-weißen-gestreiften“ sind gemessen an der Anzahl der Fans der populärste Klub in Sao Paulo und waren als leichter Favorit in die Begegnung mit Palmeiras gegangen.

Diese gewannen jedoch das erste Aufeinandertreffen auswärts 1:0 und nahmen somit einen kleinen Vorsprung mit ins Rückspiel. Diesen egalisierte Corinthians in den 90 Minuten im Allianz Parque, der Heimspielstätte von Palmeiras, und es kam zum Showdown vom Punkt. Mit dem besseren Ende für die Schwarz-Weißen (4:3 n. E.).

Corinthians mit drittem Titel in Folge

So durfte sich Corinthians-Trainer Fabio Carrile mit seiner Mannschaft über den dritten Titelgewinn in Folge, und den 29. Erfolg des Vereins in der Campeonato Paulista von Corinthians überhaupt freuen.

Auf der anderen Seite muss der 42-jährige Palmeiras-Coach Roger Machado Marques weiter auf seinen zweiten Titel in seiner noch jungen Trainerkarriere warten. Es bleibt bei bislang einem Erfolg in seinem Portfolio: dem Gewinn der Staatsmeisterschaft von Minas Gerais 2017.

Ins Finale schafften es beide Teams übrigens auch aufgrund ihrer Nervenstärke. Sowohl Corinthians gegen den FC Sao Paulo, als auch Palmeiras gegen Santos FC, setzten sich erst im Elfmeterschießen durch und benötigten neben dem entscheidenden Quäntchen Glück auch Treffsicherheit vom Punkt. Corinthians wusste diese beiden Qualitäten auch im Finale erneut auf seiner Seite.

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