Cruzeiro – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Fri, 05 Oct 2018 18:16:22 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.4 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Cruzeiro – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Copa Libertadores Viertelfinale: Palmeiras und Boca weiter http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-viertelfinale-palmeiras-boca-716855 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-viertelfinale-palmeiras-boca-716855#respond Fri, 05 Oct 2018 18:16:22 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11167 Nach Gremio und River Plate stehen auch Palmeiras und die Boca Juniors im Halbfinale der Copa Libertadores. Palmeiras eliminierte Colo-Colo durch einen 2:0-Heimsieg, während Boca ein 1:1-Remis bei Cruzeiro reichte. Palmeiras – Colo-Colo 2:0 (1:0) In der Nacht von Mittwoch...

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Nach Gremio und River Plate stehen auch Palmeiras und die Boca Juniors im Halbfinale der Copa Libertadores. Palmeiras eliminierte Colo-Colo durch einen 2:0-Heimsieg, während Boca ein 1:1-Remis bei Cruzeiro reichte.

Palmeiras – Colo-Colo 2:0 (1:0)

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mussten die Fans von Colo-Colo auf ein „Wunder von Sao Paulo“ hoffen: Nach der 0:2-Hinspielniederlage gegen Palmeiras lagen die Chancen für die Chilenen nahe null. Tatsächlich ließen die favorisierten Gastgeber nie Zweifel daran, wer Herr im Allianz Parque war. Dem von Luiz Felipe Scolari trainierte Verdao gelang es, defensiv stets stabil zu stehen und das Match zu kontrollieren. Eine starke Einzelaktion von Dudu reichte dann zur Führung: Palmeiras‘ Linksaußen trat im Mittelfeld an, wurde nur sehr halbherzig attackiert und traf aus 20 Metern wuchtig ins linke Eck (37.).

Dudu sollte auch kurz nach der Pause im Mittelpunkt stehen, als er im Zweikampf mit Opazo zu Fall kam. Referee Wilmar Roldán verhängte einen überharten Elfmeter, doch der VAR schritt nicht ein – es handelte sich um keine klare Fehlentscheidung. Palmeiras‘ Goalgetter Miguel Borja verwandelte vom Punkt (54.) – bereits sein neunter Treffer, womit der vermeintliche Fehleinkauf nun gemeinsam mit Wilson Morelo bester Schütze des Wettbewerbs ist. Colo-Colo hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen und kassierte seine sechste(!) Pflichtspielniederlage am Stück – harte Zeiten für die Albos, trotz des ersten Viertelfinaleinzugs seit 1997.

Cruzeiro – Boca Juniors 1:1 (0:0)

Im letzten Viertelfinale in der Nacht von Donnerstag auf Freitag rannte Cruzeiro gegen Boca einem Rückstand hinterher: In einem von Polemik geprägten Hinspiel hatte das Team aus Belo Horizonte mit 2:0 in La Bombonera verloren – auch, weil Kapitän Dede eine völlig unberechtigte Rote Karte gesehen hatte (diese wurde nachträglich aufgehoben, so dass Dede auch im Rückspiel beginnen konnte). Auf der anderen Seite hatte Boca seinen Torwart Esteban Andrada verloren, der schwer am Kiefer verletzt wurde. Statt ihm stand der junge Agustin Rossi im Tor der Xeneizes. Sein Team begann abwartend und auf Sicherheit bedacht – mit der Aufstellung von Nahitán Nández und Sebastián Villa setzte Barros Schelotto klar ein Zeichen für defensive Stabilität und schnelle Konter, während Ramon Abila (gegen sein Ex-Team), Carlos Tévez und Edwin Cardona zunächst draußen blieben. Obwohl insbesondere Nandez ein sehr gutes Spiel machte, lief Boca meist nur hinterher. Auch Agustin Rossi im Tor war keine große Sicherheitsgarantie – eher im Gegenteil: Als er den Ball bei einem von mehreren unglücklichen Ausflügen nur unzureichend klärte, traf Barcos aus dem Rückraum zur vermeintlichen Führung (45.). Referee Andrés Cunha pfiff zur Erleichterung der Argentinier allerdings ein gefährliches Spiel von Cruzeiros Innenverteidiger Dede – eine vertretbare, aber nicht wirklich zwingende Entscheidung.

Nach Wiederanpfiff attackierte Cruzeiro mit noch mehr Schwung. Zunächst allerdings der falschen Sorte – bei einer Ecke sprang Dede in den gegnerischen Keeper und kam diesmal nur mit Gelb davon (51.). Dann wurde Hernán Barcos im Strafraum zu Fall gebracht, hatte allerdings zuvor im Abseits gestanden (54.), wie der Assistent korrekt erkannte. Dennoch sollte das 1:0 bald fallen: Nach einer Ecke fiel der Ball dem eingewechselten Sassa vor die Füße, der sicher traf (57.). Nun schwamm Boca, rettete sich aber irgendwie mit der Führung in die Schlussphase. Dort waren die Blaugelben dann mal wieder in der Überzahl, denn Dede flog für ein Foul nach einem Schiedsrichterball mit gelb-rot vom Platz (80.). In Unterzahl waren Palmeiras’ Angriffe fruchtlos, stattdessen assistierte Abila per Brust für den schnellen Pavón, der mit seinem Ausgleich das Weiterkommen endgültig sicherstellte (90./+3). Nun trifft Boca im Halbfinale auf Palmeiras – ein Duell, das es schon in der Gruppenphase gegeben hatte. Für den nach dem verlorenen Superclásico hart kritisierten Barros Schelotto ist das Weiterkommen eine persönliche Genugtuung. Apropos Superclásico: Der ist übrigens auch im Finale möglich…

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Copa Libertadores: Auswärtssiege für Gremio und Palmeiras, Armani hält die Null http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-auswartssiege-157251 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-auswartssiege-157251#respond Fri, 21 Sep 2018 10:55:08 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11126 Gremio, Independiente, River Plate, Boca, Cruzeiro, Palmeiras: In der Copa Libertadores ist zum Viertelfinale einiges an Prominenz versammelt. Die Außenseiter von Tucuman und Colo-Colo unterlagen gegen Gremio bzw. Palmeiras jeweils zu Hause mit 0:2, während Independiente und River sich torlos...

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Gremio, Independiente, River Plate, Boca, Cruzeiro, Palmeiras: In der Copa Libertadores ist zum Viertelfinale einiges an Prominenz versammelt. Die Außenseiter von Tucuman und Colo-Colo unterlagen gegen Gremio bzw. Palmeiras jeweils zu Hause mit 0:2, während Independiente und River sich torlos trennten und die Boca Juniors sich mit einem 2:0 über Cruzeiro eine gute Ausgangsbasis erarbeiteten. Zweimal im Mittelpunkt: Der VAR.

Atletico Tucuman – Gremio 0:2 (0:1)

Titelverteidiger Gremio musste bei Außenseiter Tucuman ran. Die Nordargentinier hatten bei ihrer erst zweiten internationalen Teilnahme bisher für ordentlich Furore gesorgt und unter Anderem Peñarol und Atlético Nacional eliminiert. Doch Gremio ist ein anderes Kaliber, zeigte sich gut organisiert und immer hellwach. So gingen die Brasilianer nach 35 Minuten durch den überragenden Alisson verdient in Führung. Cícero hatte per Kopf assistiert. Dann half der Videoassistent den Gästen: Gervasio Núñez‘ Tätlichkeit wurde nach Ansicht der Videobilder mit Rot bestraft (45.) – der Außenseiter musste eine ganze Hälfte in Unterzahl spielen. Gremio, das mit den Ex-Bundesligaspielern Geromel, Maicon und Cícero auflief, hatte daraufhin relativ leichtes Spiel und erhöhte durch Everton (55.) auf 0:2. Damit dürfte eine Vorentscheidung bereits gefallen sein.

Boca Juniors – Cruzeiro 2:0 (1:0)

Etwas weniger klar war die Rollenverteilung beim Duell zwischen Boca und Cruzeiro – auch wenn die Argentinier als einer der Titelfavoriten gelten, verfügt auch Cruzeiro über eine starke Mannschaft. Die war jedoch zunächst einmal mit Verteidigen beschäftigt, schließlich wollte man Bocas überragende Offensive bestmöglich einbremsen. Das gelang etwas über 30 Minuten hervorragend, ehe Mauro Zárate nach Traumpass von Pablo Pérez La Bombonera zum Beben brachte (35.). Später bemühte sich Cruzeiro um etwas mehr Offensivgeist, und kurz nach der Pause hätte Rafinha beinahe den Ausgleich erzielt – Wilmar Barrios, Bocas nimmermüder Sechser, rettete jedoch auf der Linie. Nur wenig später scheiterte Mauro Zárate dann wieder für die Gastgeber am Pfosten. Für Gesprächsstoff sorgte Referee Eber Aquino, der nach einem unglücklichen Zusammenprall zwischen Cruzeiros Verteidiger Dede und Bocas Keeper Andrada dem Brasilianer Rot zeigte (75.) –nach Ansicht der Videobilder und trotzdem vollkommen zu Unrecht. Boca nutzte die Überzahl zum 2:0 durch Kapitän Pablo Pérez (82.) und nimmt damit ein gutes Ergebnis zum Rückspiel nach Belo Horizonte mit.

Independiente – River Plate 0:0 (0:0)

Zwei der erfolgreichsten Klub Lateinamerikas traten zum innerargentinischen Duell an: Independiente, das im letzten Jahr die Copa Sudamericana hochstemmen konnte, und River Plate, das trotz Schwächen in der heimischen Liga immer ein Kandidat für einen internationalen Titel ist. In Avellaneda entspann sich ein abwechslungsreiches Spiel mit wechselnden Dominanzphasen und überragenden Torhütern. Zunächst war es Independiente-Schlussmann Martin Campaña, der Rivers gefährliche Angriffe zunichte machte, dann rückte immer mehr Franco Armani in den Mittelpunkt. Rivers Schlussmann zeigte mit einer sensationellen Reaktion gegen Emanuel Gigliotti (58.) auch eine der besten Paraden der Saison. Dazu kam das Glück des Tüchtigen, denn Maxi Meza (19.) und Gastón Silva (55.) trafen auf Seiten der Hausherren nur Aluminium. So hielten die Millonarios die Null und gehen wohl leicht favorisiert ins Rückspiel in zwei Wochen.

Colo-Colo – Palmeiras 0:2 (0:1)

21 Jahre mussten die Fans von Colo-Colo auf ein Libertadores-Viertelfinale warten, dementsprechend kamen sie in Strömen und sorgten für hervorragende Stimmung in La Ruca – bis Bruno Henrique nach gerade mal drei Minuten für die kalte Dusche sorgte. Der Ex-Wolfsburger traf mit einem platzierten Schuss aus dem Rückraum, als sich die chilenische Defensive viel zu weit zurückgezogen hatte. Trotz des Rückschlags kämpften sich die Chilenen in die Partie, was vor allem dem starken Spielmacher Jorge Mago Valdivia zu verdanken war. Barroso (43.), Carmona (52.) und Lucas Barrios (69.) hatten Chancen auf den Ausgleich, doch stattdessen schlug Palmeiras noch einmal zu: Orion lenkte Willians Rechtsschuss an den Pfosten, aber Dudu drosch den Abpraller humorlos ins Tor (78.). In der Nachspielzeit flog dann noch Colo-Colos Damián Pérez vom Platz, doch es änderte alles nichts mehr an der Niederlage der Albos, die im Rückspiel in Brasilien ein ausgewachsenes Wunder zum Weiterkommen benötigen.

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Copa Libertadores Achtelfinale: River in Torlaune – Flamengos Sieg reicht nicht – Barrios schießt Colo-Colo weiter http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-river-cruzeiro-110591 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-river-cruzeiro-110591#respond Thu, 30 Aug 2018 10:53:48 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11059 Drei weitere Achtelfinals wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgetragen. Im innerargentinischen Duell fand Rivers Plates Offensive die Form wieder, derweil Flamengo ein Auswärtssieg bei Cruzeiro nicht fürs Weiterkommen reichte. Im umkämpftesten Spiel glückte Colo-Colo die Überraschung eines...

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Drei weitere Achtelfinals wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgetragen. Im innerargentinischen Duell fand Rivers Plates Offensive die Form wieder, derweil Flamengo ein Auswärtssieg bei Cruzeiro nicht fürs Weiterkommen reichte. Im umkämpftesten Spiel glückte Colo-Colo die Überraschung eines Weiterkommens gegen Corinthians.

River Plate – Racing Club 3:0 (Hin 0:0)

0:0 – so lautete nicht nur das Hinspielergebnis zwischen Racing und River Plate, sondern auch das Torverhältnis der Millonarios aus den letzten vier(!) Spielen. Während die Defensive von River also steht, war der Angriff völlig außer Form. Doch im Monumental traf man auf einen erstaunlich offensiv ausgerichteten Gegner, der River besser lag. Eigentlich begann die Academia sogar stärker, doch nach nur elf Minuten verwertete Lucas Pratto eine hervorragende Kombination über Montiel und Fernández zur Führung für die Hausherren. Sein Jubel deutete die Last an, die von den Schultern des viel kritisierten Millioneneinkaufs fiel. Racing ließ sich zwar nicht schocken, kassierte aber dennoch recht bald das 0:2: Ein katastrophaler Freistoßtrick von Neri Cardozo brachte Rivers Konter auf die Reise, und Racings Matías Zaracho spitzelte dem ballführenden Quintero den Ball zwar weg – aber genau in den Lauf von Youngster Exequiel Palacios, der abgebrüht zum 2:0 traf (28.). Ein Tor, das zum Spiel passte: Racing um Cardozo, Ricardo Centurión und Gustavo Bou versuchte viel, schaffte aber wenig Zwingendes. River dagegen spielte schnell und mit dem nötigen Quäntchen Glück nach vorn. Als dann Franco Armani mit einem großartigen Reflex Bous beste Chance vereitelte (77.), war die Messe endgültig gelesen. Auf der anderen Seite durfte sogar noch der zuletzt glücklose Rafael Santos Borré jubeln, der eine Ecke von Fernández direkt verwertete (81.). Das 3:0 war der Endstand, wenn auch nicht der Schlusspunkt: Den setzte Schiedsrichter Diaz de Vivar, der nach einem Handgemenge Enzo Pérez und Ricardo Centurión vom Platz stellte (84.) und dann auch noch Alexis Soto die gelb-rote Karte zeigte (90.). River kann nach längerer Zeit mal wieder zufrieden mit dem eigenen Auftritt sein und trifft nun im Viertelfinale auf Independiente.

Cruzeiro – Flamengo 0:1 (Hin 2:0)

Zweimal schon (2011 und 2015) hatte Cruzeiro nach einem Auswärtssieg im Rückspiel das Weiterkommen noch hergeschenkt – dementsprechend wachsam ging das Team von Mano Menezes ins Rückspiel gegen Flamengo. Da auch der Mengao trotz Diego, Lucas Paquetá und Everton Ribeiro nie ins Rollen kam, ergab sich eine ereignisarme erste Halbzeit, in der nur Hernán Barcos einem Treffer wirklich nahe kam. Cruzeiros Mittelstürmer schoss jedoch aus kurzer Distanz am Tor vorbei (20.). Die zweite Hälfte begann aufregender, und Marlos Moreno verpasste die Gästeführung nur knapp (50.), während auf der anderen Seite Diego Alves alles aufbieten musste, um den starken Giorgian De Arrascaeta am Torjubel zu hindern (60.). Etwas später begannen den Cruzeiro-Fans die Nerven zu zittern: Nach einer abgewehrten Ecke brachte Everton Ribeiro den Ball vom zweiten Pfosten in die Mitte, wo Leo Duarte einnickte (70.). Nun fehlte nur noch ein Tor zum Mineirazo, doch es sollte nicht fallen – auch, weil Cruzeiro sehr seriös verteidigte und den Ball oft in der gegnerischen Hälfte halten konnte. Nun trifft der Raposa im Viertelfinale auf den Sieger zwischen Boca und Libertad.

Corinthians – Colo Colo 2:1 (Hin 0:1)

21 Jahre mussten die Fans von Colo-Colo warten, nun stehen die Albos wieder im Viertelfinale. Nach dem verdienten 1:0-Hinspielsieg wappnete sich der Cacique für ein schweres Rückspiel in der Arena Corinthians, wo die Chilenen sehr defensiv auftraten. Das ging nicht besonders lange gut, denn Baezas unnötiges Handspiel bescherte den Brasilianern einen Elfmeter, den Jadson sicher verwandelte (17.). Doch Colo Colo hat einen Stürmer, der seinen Torriecher wohl nie verlieren wird: Lucas Barrios. Der frühere Dortmunder verwertete Damián Pérez‘ gefühlvolle Flanke per Kopf zum 1:1-Ausgleich (32.), der den Gästen Sicherheit gab. Dennoch hörten die wütenden Angriffe von Corinthians nie auf, und Agustin Orion bekam alle Hände voll zu tun, zeigte sich aber stets wachsam. Geschlagen war auch er, als Roger eine Ecke von Jadson einköpfte (64.). Bitter für Colo Colo: Die verletzungsbedingte Behandlung von Abwehrchef Barroso hatte bei dieser Szene Unruhe in die Deckung gebracht. Das ohnehin hart geführte Spiel kochte in der Folge noch mehr hoch, auch wenn „nur“ der Ex-Schalker Danilo Avelar für seine Tätlichkeit rot sah (90.). Eine letzte Chance hatte Corinthians in Unterzahl noch, doch Orion hielt auch Augusto Douglas‘ Kopfball fest (90.) und sicherte so das Weiterkommen für den Außenseiter.

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Ángel Romero – 200 Spiele http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/angel-romero-200-spiele-corinthians-392872 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/angel-romero-200-spiele-corinthians-392872#respond Sun, 12 Aug 2018 10:10:57 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10856 Bei der 1:0 Niederlage unter der Woche in der Copa Libertadores gegen Colo-Colo in Chile, bestritt der Paraguayer Ángel Romero sein 200. Spiel für Corinthians. Trotz der Niederlage ist der 26-jährige Stürmer seit Ende der WM-Pause in Topform, und einer...

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Bei der 1:0 Niederlage unter der Woche in der Copa Libertadores gegen Colo-Colo in Chile, bestritt der Paraguayer Ángel Romero sein 200. Spiel für Corinthians. Trotz der Niederlage ist der 26-jährige Stürmer seit Ende der WM-Pause in Topform, und einer der interessantesten Spieler des 7 Millionen Einwohner Landes.

Seitdem der Ligabetrieb in Brasilien wieder aufgenommen wurde, gelingt dem paraguayischen Stürmer Ángel Romero fast alles. In den vier Spieltagen zwischen dem 19.7. und 29.7. traf „el Melli“ (der Zwilling) sechsmal. Weshalb Romero, der zuletzt auch die Kapitänsbinde trug, zurzeit so viele Tore erzielt kann der Außenstürmer allerdings selber nicht ganz erklären. Auch wenn er technisch vielleicht nicht allerhöchsten brasilianischen Ansprüchen genügt, haben ihn die Fans vor allem wegen seines Einsatzes, seines Kampfeswillen und seiner Bereitschaft hinten auszuhelfen ins Herz geschlossen.

Außerdem ist er seit letzter Woche der erste ausländische Spieler der 200-mal für el Timão auflief und inzwischen mit 27 Treffern der Top-Torschütze in der zur WM 2014 neugebauten Arena Corinthians. Insgesamt erzielte Romero, der seit 2014 für den Verein aus São Paulo die Schuhe schnürt, 37 Treffer und ist damit viertbester Torschütze des Vereins seit der Jahrtausendwende. Vor ihm liegen nur noch Dentinho (55 Tore), Paolo Guerrero (54) und Gil (53). Das er es einmal auf 200 Spiele für den Verein bringen sollte, hatte er selbst nicht für möglich gehalten, denn nach seiner Verpflichtung im Jahr 2014 (Cerro Porteño) hatte er anfängliche Anpassungsschwierigkeiten und bekam wenig Einsatzzeit. Erst unter Tite, dem aktuellen Nationaltrainer der Seleção, wurde Romero zum Stammspieler.

6 Tore in 10 Tagen

Seinen Torlauf begann Romero beim 2:0 Heimsieg vs. Botafogo am 13. Spieltag, bei dem er in der 76. Minute zum 2:0 Endstand traf. Anschließend folgte eine 3:1 Niederlage gegen den FC São Paulo bei dem er leer ausging. Doch anschließend erzielte er beim 2:0 gegen Cruzeiro beide Treffer für Corinthians, und nur drei Tage drehte der ehemalige Cerro Porteño-Spieler das Auswärtsspiel gegen Vasco da Gama fast im Alleingang. Nach 1:0 Halbzeitrückstand gewann Corinthians dank dem ersten Hattricks des Paraguayers noch mit 4:1. Zudem wurde er mit seinem dritten Treffer in diesem Spieler zum zehntbesten Torschützen der Vereinsgeschichte und verwies damit einen gewissen Ronaldo auf Platz 11 (der aber auch deutlich weniger Spiele für Corinthians bestritt).

Transferschnäppchen Romero?

Während der Transferphase war Berichten zufolge kurzzeitig West Ham United mit Coach Pellegrini an Romero interessiert, dessen Marktwert bei 2,5 Mio. liegt, ihn aber vor Ende des englischen Transferfensters nicht mehr verpflichtete. Zudem soll Galatasaray und der FC Bolonia Interesse angemeldet haben. Angesichts des noch niedrigen Marktwertes könnte sich die von Corinthians geforderte Ablöse für den 1,76 m großen Stürmer durchaus noch im Schnäppchenbereich bewegen. Trotzdem will man aktuell natürlich so schnell wie möglich mit dem neuen Publikumsliebling verlängern.

Sein Zwillingsbruder Ósacr Romero, der zurzeit in Diensten von Shangahi Shenhua steht, würde zudem gerne dem asiatischen Fußball wieder den Rücken kehren und mit seinem Bruder zusammen spielen. Doch selbst wenn er auf die Hälfte seines dortigen Gehaltes verzichten würde, wäre er immer noch Topverdiener von Corinthians. Die Verhandlungen scheiterten jedoch bereits an der Ablöseforderung der Chinesen.

 

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Copa Libertadores Achtelfinale: Gute Karten für Boca und Cruzeiro http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-achtelfinale-boca-145652 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/libertadores-achtelfinale-boca-145652#respond Thu, 09 Aug 2018 09:38:36 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10835 In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag standen drei weitere Partien des Achtelfinals der Copa Libertadores an. Im innerbrasilianischen Duell schlug Cruzeiro Flamengo, während Colo Colo und Boca Heimsiege einfahren konnten. Flamengo – Cruzeiro 0:2 (0:1) Flamengo gegen Cruzeiro –...

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In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag standen drei weitere Partien des Achtelfinals der Copa Libertadores an. Im innerbrasilianischen Duell schlug Cruzeiro Flamengo, während Colo Colo und Boca Heimsiege einfahren konnten.

Flamengo – Cruzeiro 0:2 (0:1)

Flamengo gegen Cruzeiro – dieses Duell gibt es binnen vier Tagen gleich zweimal: Zunächst in der Copa Libertadores, dann in der brasilianischen Liga. Am gestrigen Mittwochabend wurden die Weichen im Maracaná früh gestellt: Nach Robinhos Pass brachte Giorgian de Arrascaeta die Gäste in Führung (11.). Im Alter von gerade mal 24 Jahren wurde der uruguayische Nationalspieler so zum alleinigen ausländischen Rekordschützen des Raposa. Die Gastgeber um den Ex-Bremer Diego mühten sich in der Folge um den Ausgleich, zeigten sich aber insbesondere bei zahlreichen Standardsituationen zu ungenau. Etwas Pech kam auch dazu, denn Cruzeiros Torwart Fabio zeigte sich mehrmals hellwach: Er machte sowohl Rodineis Doppelchance (45.) als auch Uribes Kopfball (50.) zunichte. Auf der Gegenseite ließ der frühere Hamburger Thiago Neves eine riesige Kopfballchance ungenutzt (20.). Doch Neves sollte seine Revanche bekommen, denn in der 78. Minute lenkte er einen Fernschuss von Lucas Silva per Kopf in die Maschen. Das 0:2 war ein schwerer Schlag für den Mengao, der sich nicht mehr erholen konnte und sogar noch Glück hatte, dass Raniel und Rafinha die Konterchance aufs 0:3 vergaben. Dennoch braucht das Team von Mauricio Barbieri in drei Wochen ein wahres Wunder, um in Belo Horizonte noch das Weiterkommen zu erreichen.

Colo Colo – Corinthians 1:0 (1:0)

In der heimischen Liga läuft für Colo Colo nicht unbedingt alles nach Plan, am Wochenende verlor der Cacique peinlich in Temuco. Doch international schafften es die Albos von Héctor Tapia nach langer Zeit mal wieder ins Achtelfinale, und dementsprechend wurde das Estadio Monumental mal wieder zum Hexenkessel. Tatsächlich überraschten die Chilenen Corinthians mit einem hervorragend organisierten Spiel und drückten den Favoriten so in dessen Hälfte. Insbesondere Jorge Valdivia zog die Fäden bei den Colocolinos, die durch Matías Zaldivia ihre erste große Chance besaßen, die jedoch von Gästekeeper Cassio hervorragend pariert wurde(33.). Vier Minuten später war auch Cassio geschlagen – nachdem er zunächst einen Abschluss von Lucas Barrios noch abwehren konnte, war Carlos Carmona zur Stelle und traf zum 1:0 (38.). Corinthians dagegen war offensiv fast inexistent und musste in der zweiten Halbzeit gleich noch einen Rückschlag hinnehmen: Gabriel sah nach Foul an Carmona die gelb-rote Karte (54.). So mussten die Corinthians noch einige gefährliche Situationen überstehen, etwa einen möglichen Handelfmeter durch Pedro Henrique (68.) und einen gefährlichen Schuss von Damián Pérez, den Cassio bravourös parierte (90.). Das letzte Risiko gingen jedoch beide Teams nicht mehr, so dass das Rückspiel in der Arena Corinthians eine spannende Angelegenheit werden dürfte.

Boca Juniors – Libertad 2:0 (2:0)

Nominell ist das Duell zwischen dem argentinischen Meister Boca Juniors und dem auch in der heimischen Liga schwächelnden paraguayischen Vertreter Libertad das wohl eindeutigste des Achtelfinals. Mit Edwin Cardona, Ramón Abila, Cristian Pavón, Carlos Tévez und Neuzugang Mauro Zárate verfügt Boca insbesondere über eine gewaltige Offensive – so gewaltig, dass Carlos Tévez 87 Minuten auf der Bank Platz nehmen musste. Dementsprechend erwarteten die Zuschauer in La Bombonera einen klaren Sieg der Xeneizes. Und sie wurden nicht enttäuscht: Nach nicht einmal sieben Minuten nutzte Abila eine Freistoßflanke in bester Torjägermanier zum 1:0. Libertad bekam nach diesem frühen Rückschlag nie Zugriff auf das Spiel und musste schon vor der Pause das zweite Gegentor hinnehmen: Zárate ließ mehrere Gegenspieler stehen und traf mit großer Klasse per Flachschuss (43.). In der zweiten Hälfte hatten beide Teams Gelegenheiten, ein besseres Resultat zu erzielen, konnten aber nicht mehr jubeln. Im Falle Bocas lag das am Gästekeeper Rodrigo Muñoz, der gegen Zárate (65.) und Pavón (71.) hervorragend rettete, auf Seiten des Gumarelo verfehlte Bareiro den von Bocas neuem Keeper Esteban Andrada gehüteten Kasten (72.). So reist Boca mit einem guten Vorsprung im Gepäck nach Asunción und darf angesichts der herausragenden Offensive als einer der großen Kandidaten auf den Titel gelten.

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9. Spieltag – Santos ballert sich aus der Krise http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/9-spieltag-santos-ballert-sich-aus-der-krise http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/9-spieltag-santos-ballert-sich-aus-der-krise#respond Thu, 07 Jun 2018 00:42:43 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10394 Im Kellerduell hat Santos fulminant mit 5:2 gegen EC Vitória am 9. Spieltag der Campeonato Brasileiro Série A gewonnen. Zudem siegte América Mineiro nach zuletzt zwei Niederlagen wieder. Der neue und alte Tabellenführer heißt weiterhin Flamengo. Supertalent Rodrygo zaubert Santos...

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Im Kellerduell hat Santos fulminant mit 5:2 gegen EC Vitória am 9. Spieltag der Campeonato Brasileiro Série A gewonnen. Zudem siegte América Mineiro nach zuletzt zwei Niederlagen wieder. Der neue und alte Tabellenführer heißt weiterhin Flamengo.

Supertalent Rodrygo zaubert Santos aus dem Tabellenkeller

Was war das für ein Spiel?! FC Santos verpasste EC Vitória am 9. Spieltag der Brasileirão 2018 eine 5:2-Packung. Matchwinner war dabei der 17-jährige Youngster Rodrygo mit 3 Treffern und einer Vorlage. Besonders das zweite Tor zeigte sein ganzes Talent, als er mit einer Finte im Strafraum gleich 2 Gegenspieler vernaschte und eiskalt einschob. Die Messe war schnell gelesen: Rodrygo erzielte in der ersten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick und kurz vor der Halbzeitpause erhöhte noch Altstar Renato (ehemals FC Sevilla) auf 4:0.

Treffer Nummer 5 erzielte die Inter-Leihgabe Gabriel Barbosa auf Vorlage von Rodrygo. Neílton und Ramon betrieben noch etwas Ergebniskosmetik für EC Vitória. Durch diesen fulminanten Sieg steht Santos mit 9 Punkten nun knapp über dem Strich und konnte erstmals wieder nach drei Niederlagen gewinnen.

Palmeiras gewinnt das Choque Rei – América Mineiro mit einem Sieg gegen Paranaense

Am 9. Spieltag stand das Choque Rei zwischen Palmeiras und dem FC São Paulo an. Den Anfang machte O Clube da Fé (FC São Paulo): Palmeiras-Innenverteidiger Edú Dracena köpfte in der 30. Minute ins eigene Tor und brachte damit seine Mannschaft mit 1:0 in Rückstand. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch die Halbzeitpause. Durchgang zwei gehörte dann aber klar der Heimmannschaft. Ein Doppelschlag von Mittelstürmer Willian und ein sehenswerter Flugkopfball von Dudu bescherten Palmeiras den Derbysieg im Choque Rei gegen den FC São Paulo.

Genauso wie Santos konnte América Mineiro seine kleine Minikrise beenden. Gegen Atlético Paranaense gewann der Aufsteiger mit 3:1 durch die Tore von Serginho, der zweimal traf, und Ademir. Mit diesem Erfolg festigte Coelho, wie América Mineiro auch genannt wird, seinen stabilen Platz im Tabellenmittelfeld.

Minimalist Cruzeiro – Flamengo unaufhaltbar

Während die Konkurrenz des Öfteren patzt, eilt Flamengo Woche für Woche von Sieg zu Sieg. Auch im Traditionsduell gegen Corinthians gab sich Fla keine Blöße und gewann knapp, aber souverän mit 1:0 gegen Timão. Das Tor des Tages erzielte der 21-jährige Felipe Vizeu in der 80. Minute.

Minimalistischer als Cruzeiro Belo Horizonte kann man fast gar nicht sein. Die Männer aus dem Bundesstaat Minas Gerais stehen nach 9 Spieltagen auf dem dritten Tabellenplatz. An sich nichts großartig Besonderes. Doch sieht man genauer auf die Tabelle, dann wird einem klar, warum das so verrückt ist. Die Mannschaft hat lediglich sechs Treffer erzielt und nur drei kassiert. Auch gegen Aufsteiger Ceará SC zeigte sich Cruzeiro von seiner besten Seite. Wieder reichte nur ein Tor, um das Spiel zu gewinnen. Sassá erzielte – wie soll es auch anders sein – sein erstes Saisontor per Stolperer und brachte damit seine Mannschaft auf die Siegerstraße.

 

Die Ergebnisse des 9. Spieltags der Campeonato Brasileiro Série A

Atlético Mineiro 3:3 Chapecoense
Internacional Porto Alegre 0:0 Sport Clube do Recife
Vasco da Gama 1:2 Botafogo
Palmeiras 3:1 FC São Paulo
Flamengo 1:0 Corinthians
EC Bahia 0:2 Grêmio Porto Alegre
Santos 5:2 EC Vitória
América Mineiro 3:1 Atlético Paranaense
Ceará SC 0:1 EC Cruzeiro Belo Horizonte
Paraná Clube 2:1 Fluminense

 

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Copa Libertadores 3. Woche – Boca siegt knapp, Grêmio deutlich http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-3-boca-siegt-gremio-817612 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-3-boca-siegt-gremio-817612#respond Thu, 05 Apr 2018 08:38:05 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9712 In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden vier Spiele in der Copa Libertadores ausgetragen. Peñarol, Boca und Grêmio konnten ihre Heimspiele gewinnen, während Vasco Cruzeiro ein Remis abrang. Peñarol – Atlético Tucuman 3:1 (1:0) – Mit Rodríguez zum Sieg...

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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden vier Spiele in der Copa Libertadores ausgetragen. Peñarol, Boca und Grêmio konnten ihre Heimspiele gewinnen, während Vasco Cruzeiro ein Remis abrang.

Peñarol – Atlético Tucuman 3:1 (1:0) – Mit Rodríguez zum Sieg

Schon vor Anpfiff beeindruckten Peñarols Fans mit einer riesigen Fahne, die die Hälfte der Tribünen des Estadio Campeón del Siglo bedeckte. Dementsprechend motiviert starteten die Gastgeber, und schnell konnten sie jubeln: Der auffällige Agustín Canobbio wurde im Strafraum gelegt, Kapitän Cristian Rodríguez verwandelte den fälligen Elfmeter (11.). Rodríguez zog auch die Fäden im Mittelfeld der Carboneros, die mit einer nicht unverdienten Führung in die Pause gingen – selbst wenn die Defensive nicht immer gut stand und Tucumáns Gervasio Núñez mit einer direkten Ecke nur an der Latte scheiterte (45.).

Kurz nach der Pause fiel das vermeintlich beruhigende 2:0, allerdings mit reichlich Fortune: Estoyanoffs Freistoß aus der Distanz wurde von Verteidiger Acosta so stark abgefälscht, dass Agustín Batalla im Tor der Gäste keine Chance mehr hatte (50.). Tatsächlich gaben sich die Argentinier jedoch nicht auf, scheiterten einige Male am starken Kevin Dawson und kamen dann durch Luis Miguel Rodríguez‘ Elfmetertor (65.) zum Anschluss. Die offensive Gefährlichkeit bezahlte der Decano jedoch mit Konteranfälligkeit, und Peñarol-Coach Ramos hatte den richtigen Riecher, als er den schnellen Konterstürmer Cristian Palacios einwechselte (77.) – zunächst scheiterte Chorri noch an Batalla (80.), dann umspielte er den Keeper und legte für Linksverteidiger Rojo auf, der den Ball aus wenigen Zentimetern zum 3:1 über die Linie drückte (83.). Es war die Entscheidung und eine große Erleichterung für Peñarol, das wie alle Mannschaften der Gruppe zu Hause unter Siegzwang steht und nun immerhin die ersten drei Punkte einfahren konnte. Tucumán hingegen bleibt punktloser Letzter.

Boca Juniors – Atlético Junior 1:0 (1:0) – Nur Pavón trifft

In Gruppe 8 hatte Boca nach dem enttäuschenden Auftaktremis den Druck, gegen die ambitionierten Kolumbianer von Atlético Junior unbedingt gewinnen zu müssen. Dementsprechend offensiv begannen die Argentinier, die beste Schusschance hatten zunächst jedoch die Gäste in Person von Sebastián Hernández, dessen Rechtsschuss Agustin Rossi um den Pfosten lenkte (17.). Dass die Gastgeber dann doch in Front gingen, war der Klasse von Cristian Pavón zu verdanken: Weit links im Strafraum er den fehlenden Druck der Verteidigung für einen platzierten Abschluss ins lange Eck (27.). Ramon Abila hätte noch vor der Pause erhöhen können, scheiterte jedoch an Viera (40.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte schien ein zweiter Treffer nur eine Frage der Zeit – jedoch blieb offen, für wen. Während Boca durch Pavón für einige Unruhe in der kolumbianischen Hintermannschaft sorgte, war auch Junior immer wieder gefährlich – so, als sich Teo Gutiérrez eine sehr gute Chance zum Ausgleich bot. Bocas Intimfeind schoss jedoch am langen Pfosten vorbei (55.). Auch nicht besser machte es Bocas Mittelstürmer Abila, der einen Elfmeter über den Katen setzte (67.). Nicht nur bei dieser Gelegenheit war Boca dem 2:0 näher, aber es blieb beim knappen Heimsieg der Xeneizes, die bei vier Punkten stehen. Das noch punktlose Junior hingegen muss an den nächsten beiden Spieltagen gegen Außenseiter Alianza auf sechs Zähler hoffen, um noch vom Weiterkommen träumen zu dürfen.

Cruzeiro – Vasco 0:0 (0:0) – Zwei Brasilianer unter Druck

Keine Punkte hatte es am ersten Spieltag für die brasilianischen Vertreter Cruzeiro und Vasco in Gruppe 5 gegeben. Dementsprechend wäre ein Sieg für beide Teams wichtig gewesen, doch in Belo Horizonte bleib es beim torlosen Remis, mit dem besonders die Gastgeber unzufrieden sein dürften. Der Ex-Hamburger Thiago Neves, der bei Cruzeiro als falsche Neun auflief, hätte früh die Weichen stellen können (3.), doch seine Großchance blieb ein seltenes Highlight. Etwas gefährlicher schienen dabei sogar die auf Kompaktheit bedachten Gäste. So stellte Paulinhos abgefälschter Rechtschuss (60.) Cruzeiros Keeper Fabio vor echte Probleme. Insgesamt fehlte es beiden Teams aber an Esprit, und etwas überraschend stehen die beiden Klubs mit nur einem Punkt aus zwei Spielen schon früh unter Druck.

Grêmio – Monagas 4:0 (0:0) – Jael bricht den Bann

Titelverteidiger gegen Außenseiter: Die Favoritenrolle war beim Aufeinandertreffen zwischen Grêmio und Monagas klar verteilt. Auf dem Platz spiegelte sich diese Ausgangslage auch wieder, Grêmio war stets im Angriffsmodus und hätte beispielsweise durch Kannemann (13.) den venezolanischen Abwehrriegel auch aufbrechen können. Dennoch wirkte der Tricolor oft unkonzentriert und musste sich sogar bei Keeper Marcelo Grohe bedanken, der gegen Jhonder Cádiz das 0:1 verhinderte (26.).

Zur Pause brachte Renato Gaucho Alisson für Leo Moura – ein entscheidender Wechsel, sorgte der Joker doch für deutlich mehr Schwung und verstand sich insbesondere mit Luan gut. Das 1:0 ließ dann auch nicht lange auf sich warten, als Mittelstürmer Jael eine Cortez-Flanke per Flugkopfball verwertete (51.). Das Tor beruhigte die Nerven der Gastgeber, die wenig später durch Evertons Abstauber (61.) das 2:0 erzielten. Der Rest war Formsache, aber Grêmio wollte noch etwas für die Fans tun: Luan erhöhte per Direktabnahme nach Vorlage des guten Arthur (87.), und Cícero gelang in der Nachspielzeit sogar noch das 4:0. Es war ein standesgemäßes Ergebnis, dank dem Grêmio nun mit vier Zählern auf Platz zwei steht, während das punktlose Monagas sich wohl auf das Ausscheiden vorbereiten muss.

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Die große Copa Libertadores Vorschau für die Gruppen 5 – 8 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-ii-581258 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-ii-581258#respond Tue, 27 Feb 2018 09:03:10 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7692 Cruzeiro (Brasilien) – Der brasilianische Außenseiter Der Verein: Cruzeiro aus der Stadt Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais gehört zu den erfolgreichsten Clubs des Landes. Er ist einer von nur drei Vereinen, die immer in der ersten brasilianischen Liga gespielt...

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Cruzeiro (Brasilien) – Der brasilianische Außenseiter

Cruzeiro

Der Verein: Cruzeiro aus der Stadt Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais gehört zu den erfolgreichsten Clubs des Landes. Er ist einer von nur drei Vereinen, die immer in der ersten brasilianischen Liga gespielt haben. Die größten Erfolge des Clubs, welcher von italienischen Einwanderern gegründet wurde, sind die fünf Pokalsiege – Cruzeiro ist aktueller Pokalsieger -, vier Meisterschaften und vor allem die beiden Titel in der Copa Libertadores. Der Name „Cruzeiro“ bezieht sich auf das Sternbild Kreuz des Südens („Cruzeiro do Sul“), welches ein Symbol des Landes ist und sich auch auf der brasilianischen Flagge wiederfindet. Übrigens: Kein geringerer als der „echte“ Ronaldo wurde hier zum Profi.

Die Mannschaft: In der ersten Phase der Campeonato Mineiro thront man recht souverän an der Spitze des Tableaus. Nach sieben Spielen stehen für Cruzeiro sechs Siege bei lediglich einem Unentschieden zu Buche. In Torlaune präsentierte sich bisher der offensive Mittelfeldmann und Routinier Rafinha, welcher bereits fünf Mal ins Schwarze traf.

Transfers: Seit dem 01. Januar dieses Jahres ist der Haudegen Fred bei Cruzeiro unter Vertrag. Dort soll er nun für die Tore sorgen und die Mannschaft mit seiner Erfahrung bereichern. Zudem sicherte man sich die Dienste von Frederico Mancuello und Egídion von den Ligakonkurrenten Flamengo bzw. Palmeiras. Damit konnten auch Abgänge wie von Frabrício oder auch Alisson adäquat ersetzt werden.

Schlüsselspieler: Als der Star des Teams darf der Uruguayer Giorgian de Arrascaeta betrachtet werden. Der 23jährige mit italienischen Wurzeln ist im offensiven Mittelfeld beheimatet. Der 23jährige gilt als beidfüßig und erzeugt viel Torgefahr. Bis Ende Juni steht auch noch Lucas Silva, welcher von Real Madrid ausgeliehen ist, zur Verfügung. Er galt einst als Hoffnungsträger des brasilianischen Fußballs. In Belo Horizonte versucht er, seiner Karriere wieder Schwung zu verleihen. Der 34jährige Fred blickt bereits auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn zurück. Er wird dem Team mit seiner Erfahrung und seinen Treffern sicherlich helfen können.

Der Trainer: Mit Mano Menezes ist für Cruzeiro ein Trainer mit reichlich Erfahrung verantwortlich, welcher zwischen 2010 und 2012 die brasilianische Nationalmannschaft coachte. Er berief unter anderem Neymar zu seinem Länderspieldebüt und hat bewiesen, dass er mit großen Spielern arbeiten kann. Bevor er im Sommer 2017 seine zweite Amtszeit bei Cruzeiro angetreten hatte, verbrachte er ein Jahr beim SD Luneng im Reich der Mitte. Er ist einer der wenigen Trainer in Brasilien, welcher selbst kein Profifußballer gewesen ist.

Die Chefutbol-Prognose: Cruzeiro hat auf dem Papier eine Mannschaft, welche die Gruppenphase durchaus überstehen kann, allerdings gegen die südamerikanischen Schwergewichte das Nachsehen haben wird. Allerdings hat der frischgebackene Pokalsieger aus Brasilien erst kürzlich bewiesen, dass er auch vermeintlich starke Gegner überraschen kann. Vielleicht schafft es das Team aus Minas Gerais auch beim Kontinentalwettbewerb, für Furore zu sorgen.

Universidad de Chile (Chile) – “Los Leones” müssen das Kämpfen lernen!

Universidad de Chile

Der Verein: Beim CF Universidad de Chile handelt es sich um einen der bekanntesten und beliebtesten Clubs des ganzen Landes. Ursprünglich gegründet von Studenten der gleichnamigen Universität der Hauptstadt Santiago im Oktober 1928, löste man 1980 die Bindung zur Bildungseinrichtung und war fortan ein unabhängiger Club, der sich obendrein ausgesprochen erfolgreich entwickelte. Mit 18 Meisterschaften, zuletzt in der Clausura 2017, vier Pokalsiegen und dem Gewinn der Copa Sudamericana im Jahre 2011 als erstes chilenisches Team liest sich die Bilanz von „La U“ mehr als positiv. Eine besondere Rivalität besteht, schon allein aufgrund der geographischen Nähe, zum Rekordmeister CSD Colo Colo. Für einen „Aficionado“ von Universidad gibt es nichts Größeres als einen Besuch des „Clásicos“ im heimischen Estadio Nacional. Dann geht es sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen hoch her in Chiles Hauptstadt!

Die Mannschaft: Im letzten Jahr beendete man die heimische Liga hinter dem Erzrivalen Colo Colo und Unión Espanola auf dem dritten Platz, summa summarum eine ordentliche Spielzeit für “Los Leones”. Die Mannschaft gehört mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren eher zu den älteren Teams, allerdings hat “La U” viele Spieler mit internationaler Erfahrung sowohl auf Nationalmannschafts-als auch Klubniveau im Kader. Die ganz großen Namen fehlen zwar, mit Soteldo hat man allerdings einen formidablen Außenbahnspieler im Kader, über den auch in der Copa Libertadores viel gehen wird.

Transfers: Der  Universitätsklub der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile, Universidad de Chile, blieb wie Erzfeind Colo Colo auf dem Transfermarkt weitestgehend inaktiv. Lediglich Yeferson Soteldo Martínez fand seinen Weg ins Estadio Nacional und Universidad de Chile könnte damit ein echtes Schnäppchen gemacht haben. Zunächst ist Martínez bis Endes Jahres ausgeliehen von Huachipato, Universidad de Chile besitzt jedoch eine Kaufoption. Und die Verantwortlichen bei “La U” wären gut damit beraten, diese zu ziehen. Der 20-jährige Venezolaner ist auf der linken Außenbahn beheimatet und besticht durch ein immenses Tempo gepaart mit beeindruckender Beweglichkeit und technischer Finesse. Da Martínez noch jung ist und noch Einiges an Entwicklungspotenzial besteht, dürfte sich der Marktwert des nur 1,60 m großen Dribblers schon bald auf ein Vielfaches der aktuell taxierten 2 Mio. € belaufen.

Schlüsselspieler: Neben dem wertvollsten Spieler der chilenischen Liga, Yeferson Soteldo Martínez, besitzt Universidad de Chile keinen Akteur vom Prädikat südamerikanischer Topstar. Allerdings haben die “Los Leones” mit Keeper Johnny Herrera, den Innenverteidigern Gonzalo Jara und Cristian Vilches, Mittelfeldroutinier David Pizarro und Jean Beausejour Einiges an Erfahrung und Qualität im Kader, was besonders gegen spielstarke Mannschaften wie Racing oder Cruzeiro wichtig werden dürfte. Alles in allem ist der Kader von “La U” sowohl in der Breite als auch qualitativ gut aufgestellt, schwierig werden dürfte es aber allemal.

Der Trainer: Der Trainer des Universitätsklubs der chilenischen Hauptstadt ist Guillermo Hoyos. Der 54 Jahre alte Argentinier mit spanischem Pass steht seit Januar 2017 an der Seitenlinie im Estadio Nacional de Chile und kann einen Punkteschnitt von 1,82 sowie den Titel in der Clausura vorweisen. Bevorzugt lässt Hoyos ein offensives 4-3-3 System spielen, bei Universidad de Chile kommt allerdings oft ein 3-4-1-2 zum Einsatz, bei dem die Flügelspieler die gesamte Außenbahn vertikal sowohl offensiv als auch defensiv bearbeiten müssen.

Die Chefutbol-Prognose: Mit den Gruppengegnern Racing und Cruzeiro hat Universidad de Chile zwei richtige Brocken vor der Brust, die man an einem guten Tag zuhause allerdings schlagen kann. Wenn im Estadio Nacional zumindest zwei Spiele gewinnen kann und auch auswärts ab und an punktet, ist für “La U” das Achtelfinale nicht zwingend ausgeschlossen, Favorit auf das Weiterkommen sind die “Los Leones” hierbei aber nicht. Sollte U. de Chile allerdings die Gruppenphase überstehen, dürfte es angesichts der möglichen Gegner im weiteren Turnierverlauf schwierig für die Hoyos-Auswahl werden.

Racing (Argentinien) – One-Man-Show um Lautaro Martínez?

Racing

Der Verein: Der Racing Club gehört zu den beliebtesten Klubs in Argentinien. Gegündet im Jahr 1905 steht man seitdem für hervorragende Jugendarbeit, weswegen der Verein den Spitznamen Academia trägt. In seiner Historie konnte man 17-mal Meister werden und einmal die Copa Libertadores gewinnen. Bekannt ist man auch durch das lokale Derby (Clásico de Avellaneda), wenn es gegen den Erzfeind Independiente geht.

Die Mannschaft: Racing erlebte eine stark durchwachsene Hinrunde, die mit dem Rücktritt von Diego Cocca ihr unrühmliches Ende fand.  Infolgedesssen verpflichtete man auf der Trainerposition Eduardo Coudet, der aus seiner Zeit bei Rosario Central exzellente Referenzen vorzuweisen hat. Unter der Führung des 43-jährigen ist seit Jahresbeginn ein klarer Aufwärtsstrend zu erkennen, der mit vier Siegen in Folge auch mit Punkten untermauert wird. Dabei setzt Coudet auf bedingungsloses Pressing, viel Spielwitz und Laufbereitschaft. Nichtsdestrotz genießt seine qualitativ hochwertige Offensivabteilung um Lautaro Martínez, Lisandro López und Ricardo Centurión bei eigenem Ballbesitz alle Freiheiten.

Transfers: Als Königstransfer wurde Ricardo Centurión präsentiert. Der mittlerweile 25-jährige, dessen Abenteuer in Genua zum zweiten Mal vorzeitig beendet wurde, kann jederzeit für den Unterscheid sorgen, erhitzt aber auf der anderen Seite mit seinen provokanten Kabinettstückchen und Eskapaden neben dem Platz die Gemüter. Die Innenverteidigung bildet sich aus den beiden Neuzugängen Alejandro Donatti und Leonardo Sigali zusammen. Beide hinterließen bislang einen bleibenden Eindruck und konnten die Defensive sichtlich stablisieren.  Mitteldfeldspieler Neri Cardozo wurde ablösefrei aus Monterrey gelotst, dazu verpflichtete man mit Gonzalo Piovi einen weiteren talentierten Youngster.

Schlüsselspieler: Lautaro Martínez mauserte sich mit eindrucksvollen Leistungen zur neuen Sturmhoffnung Argentiniens. Die Bilanz des 20-jährigen fiel in der aktuellen Spielzeit stattlich aus: Aus elf Partien traf Martínez siebenmal und steuerte noch vier Assists hinzu. Die Interessenten in Europa stehen Schlange. Laut Medienberichten soll es sogar schon zu einer Einigung mit Inter Mailand gekommen sein. Das Eigengewächs wird also vermutlich nicht über den Sommer hinweg zu halten sein, dennoch bleibt ihm die Gruppenphase, um sich eindrucksvoll zu verabschieden.

Der Trainer: Eduardo Coudet holte Rosario Central nahezu aus der Versenkung und etablierte den Traditonsklub wieder in der argentinischen Spitzengruppe. Zweimal erreichte er das Pokalfinale, wo er jedoch in beiden Fällen den Kürzeren zog. Es folgte ein erfolgoses Gastspiel beim mexikanischen Erstligisten Tijuana, ehe er bei Racing wieder in der Heimat anheuerte. El Chacho ist für sein leidenschaftliches Coaching an der Seitenlinie bekannt, was ihm immer wieder Vergleiche mit Diego Simeone einbringt.

Die Chefutbol-Prognose: Die Gruppe ist für die Academia kein Selbstläufer, dennoch besitzt man die Qualität, um als Erster durchzugehen. An vorderster Front überragt vor allem Martínez, dessen Wechsel im Sommer wohl nur noch Formsache ist. Ohne ihn könnte es in den KO-Runden allerdings eng werden.

Vasco da Gama (Brasilien) – Alle Augen auf die Wunderkinder Evander und Paulinho

Vasco

Der Verein: Vasco da Gama, der „Gigante da Colina“ gehört zu den erfolgreichsten und traditionellsten Vereinen Brasiliens. Vor 120 Jahren gegründet und im Ausland bekannt geworden durch Spieler wie Romario Juninho Pernambucano oder Luis Fabiano, erlebte das Teams aus Rio de Janeiro jedoch im vergangenen Jahrzehnt vor allem Rückschläge. Drei Mal stieg der Verein in die zweite Liga ab, 2008 zum ersten Mal in der Clubgeschichte. Auf die sofortigen Wiederaufstiege folgte 2013 und 2015 ebenso schnell der Fall ins Unterhaus. Die Auftritte in der Meisterschaft waren katastrophal. Einzige Wermutstropfen in der Leidenszeit waren die Titel in der Carioca-Meisterschaften und der Pokalsieg von 2011 sowie die Halbfinalqualifikation in der Copa Sudamericana 2011.

Doch keiner dieser Errungenschaften ist vergleichbar mit den vier Meistertiteln von 1974, 1989, 1997 und 2000 sowie dem Gewinn der Copa Libertadores (1998) oder des Mercosur-Cups (2000). Die Jahre 1997 bis 2000 waren die glorreichsten in der Clubgeschichte.

Vasco scheint sich nun endlich wieder gefangen zu haben. Die Mannschaft beendete die Meisterschaft 2017 auf dem 7. Platz und hätte sich somit für die Copa Sudamericana qualifiziert. Dank des Libertadores-Siegs von Gremio rutschten die Schwarz-Weissen jedoch nach und setzten sich in der Libertadores-Quali in einer einfachen Tableau-Hälfte gegen Universidad de Concepcion (Chile) und Jorge Wilstermann (Bolivien) durch.

Die Mannschaft: Im Tor setzt Vasco seit vielen Saisons auf den konstanten Uruguayer Martin Silva. Die Verteidigung ist gut gemischt zwischen erfahrenen, verdienten Spielern wie Yago Pikachu und Paulao und relativ unerfahrenen Spieler aus der eigenen Jugend wie Ricardo Graca und Henrique. In der Verteidigung steht mit Breno auch ein Spieler, der kurz in der Bundesliga auflief (Bayern, Nürnberg). Generell finden sich viele Eigengewächse im Kader. Im Mittelfeld ziehen aber noch die international erfahrenen Wagner und Escudero die Fäden. Neu werden sie unterstützt vom Argentinier Leandro Desabato. Die grosse Stärke von Vasco ist aktuell aber die Offensive – verspielt und variabel: Im Sturm sollen vor allem der Argentinier Andres Rios und der Kolumbianer Duvier Riascos für Tore sorgen. Als Back-up steht Eigengewächs Caio Monteiro bereit, der als 21-Jähriger bereits über 125 Mal für Vasco aufgelaufen ist.

Alle Augen sind jedoch auf die Nummern 10 und 11 gerichtet. Evander (19-jährig) und Paulinho (17-jährig) sind die grossen Juwelen von Vasco. Nur wenige Tage nachdem Evander sich als jüngster Vasco-Libertadores-Torschütze in die Geschichtsbücher schoss, doppelte Paulinho nach und lösten diesen bereits wieder ab. Sein Marktwert dürfte weit über 10 Millionen betragen und er ist bereits im Blick zahlreicher Clubs in Europa.

Transfers: Das Team wurde für die Doppelbelastung Libertadores/Meisterschaft aufgerüstet. Ausserdem mussten die Abgänge der Mittelfeldspieler Douglas Luiz (zu Man City), Muriqui (nach China) und Matteus Vital (zu Corinthians) kompensiert werden. Von Meister Corinthians stiessen Mittelfeldspieler Giovanni Augusto, Japan-Rückkehrer Thiago Galhardo, Namensvetter Rafael Galhardo von Cruzeiro und Velez-Ikone Leandro Desabato dazu. Die Verteidigung wurde verstärkt durch den grossen ecuadorianischen Verteidiger Erazo, der seit 5 Jahren in Brasilien spielt. Neue Varianten für die Verteidigung stehen auch mit Luiz Gustavo und Ricardo zur Verfügung. Als Verstärkung für den Sturm kehrte von den Millonarios Duvier Orlando Riascos zu Vasco zurück, wo er bereits vor zwei Jahren erfolgreich aufspielte (17 Tore).

Schlüsselspieler: Frickson Erazo und Yago Pikachu in der Defensive, Wellington und Wagner im Zentrum sowie Riascos und Rios in der Offensive. Bei den „Wunderkindern“ Evander und Paulinho stellt sich wohl die Frage, auf welche Höhen sie ihre Transfersumme hinaufspielen werden.

Trainer: Der ehemalige Verteidiger Zé Ricardo ist als Trainer noch relativ unerfahren. Der 45-Jährige trainierte ab 2012 erfolgreich die Jugendmannschaften von Flamengo. Als der Trainer der ersten Mannschaft, Muricy Ramalho, aus gesundheitlichen Gründe zurücktreten musste, übernahm Zé Ricardo im Mai 2025 diese Aufgabe. Beinahe hätte er die Sensation geschafft und Flamengo zum Titel geführt – schlussendlich resultierte der dritte Rang. Eine weitere Enttäuschung folgte: In der Libertadores 2017 schied Flamengo unter Zé Ricardo bereits in der Gruppenphase aus. Als der Rückstand auf die Tabellenspitze in der heimischen Liga anwuchs, zogen die Verantwortlichen die Reissleine und entliessen den Trainer im August 2017. Zwei Wochen später heuerte er bei Vasco an. Schlussendlich resultierte in einer hart umkämpften Meisterschaft ein guter 7. Rang, punktgleich mit seinem ehemaligen Team Flamengo, das sich aufgrund des besseren Torverhältnisses direkt für die Libertadores qualifiziert.

Chefutbol Prognose: Vasco hat in den ersten drei Partien der Qualifikation brilliert, mit einem Torverhältnis von 10 zu 0. Gegen Jorge Wilstermann zeigte das Team jedoch, wie nachlässig und fehlerhaft es auftreten kann. Mit viel Glück konnten die Bolivianer schlussendlich im Elfmeterschiessen besiegt werden. Auch in der lokalen Meisterschaft „Taça Guanabara“ hinterliess Vasco einen zwiespältigen Eindruck – mit zwei Niederlagen gegen Unterklassige. Das Team hat Qualität, ein riesiges Offensivpotenzial und ist nach den Quali-Spielen auch international eingespielt. Vasco ist sicherlich nicht der Favorit auf den Gruppensieg, jedoch ein Kandidat auf das Weiterkommen, vorausgesetzt die Mannschaft findet die Konstanz.

Santos (Brasilien) – Große Hoffnungen auf Rückkehrer Gabigol

Santos

Der Verein: Der teuerste Spieler aller Zeiten durchlief die Jugendakademie des FC Santos. Der 222 Mio. Euro-Mann Neymar spielte in der Hafenstadt, ehe es ihm zum FC Barcelona zog. Aushängeschild des Clubs ist allerdings nach wie vor der Volksheld Pelé. Der Fußballer des Jahrhunderts schnürte von 1956 – 1974 seine Fußballschuhe für den FC Santos und erzielte in 648 Partien unglaubliche 619 Treffer. Insbesondere dank Pelé erlangte der Verein internationale Bekanntheit und konnte zahlreiche Erfolge feiern. Neben 22 Staatsmeisterschaften, neun brasilianischen Meisterschaften sowie drei Copa Libertadores Erfolgen, gewann man zudem zweimal den Weltpokal.

Die Mannschaft: In der brasilianischen Liga hat man es geschafft, sich vorne festzubeißen. Nach der Vizemeisterschaft 2025 wurde man 2017 immerhin Dritter. In der Campeonato Paulista ist man nach acht Partien mit 14 Punkten Tabellenprimus. Damit ist das Viertelfinalticket zwar noch nicht gebucht, man befindet sich allerdings auf einen guten Weg dorthin.

Transfers: Einen ganz bitteren Abgang hat der FC Santos in diesem Jahr zu kompensieren. Mit Lucas Lima wechselte eine tragende Kraft im offensiven Mittelfeld ablösefrei zum Ligakonkurrenten Palmeiras. Auch Routinier und einer der Torgaranten im Team, Ricardo Oliveira hat den FC Santos in Richtung Mineiro verlassen. Dafür ist der Ex Hamburger Cléber Reis nun nach Leihe wieder zurück in Santos. Zudem sollen Eduardo Sasha, Rodrigao und Yuri Alberto die Offensive verstärken. Als Königstranser des Winters darf allerdings die Leihe von Heimkehrer Gabigol betrachtet werden.

Schlüsselspieler: Auf den Rückkehrer Gabigol ruhen hohe Erwartungen. Vor 18 Monaten verließ er Santos in Richtung Mailand, wo er scheiterte und über Benfica Lissabon zurück nach Santos kam. Kann er an alte Leistungen anknüpfen, wird er zum absoluten Leistungsträger seiner Mannschaft. Mit drei Treffern liegt er bisher im Soll. Vitor Bueno wurde 2025 in der brasilianischen Liga als Entdeckung des Jahres ausgezeichnet und ist ebenso ein vielversprechender Akteur. Allerdings riss er sich das Kreuzband, weshalb sich zeigen muss, wie er sich davon erholt. Der Ex-Wolfsburger Bruno Henrique wird erst nach Ablauf seiner Sperre eingreifen können, welche für die ersten fünf Begegnungen in der Copa Libertadores gilt.

Der Trainer: Seit dem 04. Januar dieses Jahres ist der junge und recht unerfahrene Jair Ventura beim FC Santos im Amt. Ventura machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als er sein damaliges Team Botafogo nach dem Aufstieg direkt in die Copa Libertadores führen konnte. Seine Torjubel-Tänze brachten ihm reichlich mediale Aufmerksamkeit ein.

Die Chefutbol-Prognose: Auf den FC Santos kommt kein einfaches Jahr zu. Der erfolgreichste Stürmer ist für die ersten fünf Spiele gesperrt, der andere Goalgetter hat mit Leistungsträger Lima den Verein verlassen. Und bei Vitor Bueno muss sich erst zeigen, wie er wieder in Form kommt. Der Transfer von Gabigol kann sich für den FC Santos als absoluter Glücksgriff entpuppen, vorausgesetzt, er kann seine glücklose Zeit in Europa hinter sich lassen. Trotz Gruppengegner Estudiantes hat der FC Santos eine gute Chance, die erste Phase zu überstehen. In der K.O.-Runde könnte der Club jedoch schnell an seine Grenzen stoßen.

Estudiantes (Argentinien) – Kann Bernardi wieder überraschen?

Der Verein: Der einst von Studenten gegründete Verein aus La Plata durchlebte seine erfolgreichtste Zeit in den 60ger Jahren, als man unter dem legendären Osvaldo Zubeldía gleich dreimal die Copa Libertadores gewann, selbst ein bis heute umstrittener Welpokal steht im Trophäenschrank der Estudiantes. Heute backt el Pincha nicht mehr ganz so große Brötchen, gehört aber im Schatten der fünf Granden zum Stamminventar des argentinischen Fussballs.

Die Mannschaft: Estudiantes steht allein schon aus historischen Gründen für effektiven Ergebnisfussball. Dementsprechend verzichtet man bei den Platensern auf spektakuäre Ausnahmekönner, und vertraut einer Reihe erfahrenen Spielern wie Gastón Fernández, Leandro Desábato oder Jonathan Schunke, die den Stamm des Team bilden. In vorderster Front erhalten abegzockte Akteure wie Mariano Pavone oder Lucas Melano den Vorzug. Den Takt im Mittelfeld bestimmt Rodrigo Braña, allerdings muss sich der Routinier aufgrund seines fortgeschrittenen Alters hin und wieder Kunstpausen nehmen

Transfers: Gastón Giménez folgte dem Ruf von Trainer Lucas Bernardi. Der 26-jährige galt als Wunschpieler und soll das manchmal etwas träge Offensivspiel beleben. Von Andrés Escobar erhofft man sich die Schlagzahl auf dem Flügel zu erhöhen. Ansonsten musste man keinen wichtigen Abgang verbuchen.

Schlüsselspieler: Estudiantes gewinnt seine Spiele grundsätzlich aus einer kompakten Defensive heraus, bei der Schunke und Desábato herausragen. Auch auf Torhüter Mariano Andújar ist in der Regel Verlass. Viel hängt von Lucas Rodríguez ab. Der Spielmacher ist mit 20 Jahren eine feste Größe im Team, lässt vor dem Tor aber häufig Effektivität vermissen.

Der Trainer: Lucas Bernardi erlebte letztes Jahr mit seinem damaligen Verein Godoy Cruz eine erfolgreiche Copa Libertadores Kampagne, bei der er den Außenseiter bis ins Achtelfinale führte, wo man am späteren Titelträger Gremio scheiterte. Der Lohn: Eine Entlassung, die medial enom kritisch aufgefangen wurde, aber Estudiantes nicht davon abhielt den aufstrebenden Trainer zu engagieren.

Die Chefutbol-Prognose: Hinter Santos erwartet den Platensern ein enges Rennen um Platz zwei. Eine Hürde könnte die Doppelbelastung werden, die vor allem die ältere Garde vor Probleme stellen wird.

Real Garcilaso (Perú) – Nach Umbruch nur Außenseiter

Garcilasco

Der Verein: Real Garcilaso ist ein erst 2009 gegründeter Klub aus der weltberühmten Stadt Cusco, dem wichtigsten Sitz des Inkareichs. In der Stadt selbst ist die Máquina Celeste dementsprechend kaum verwurzelt, populärer ist der traditionsreiche Zweitligist Cienciano. Die Vereinsführung neigt dabei zum Chaotischen, die letzten Jahre waren von Umbrüchen und Trainerwechseln geprägt. Doch trotz dieser Umstände kann sich die Bilanz von Garcilaso sehen lassen: Drei Vizemeisterschaften in nur sechs Jahren Erstligafußball, zwei Copa-Libertadores-Teilnahmen, dabei ein Viertelfinaleinzug.

Die Mannschaft: Von der Mannschaft, die die peruanische Meisterschaft nur haarscharf hinter Alianza Lima auf Rang zwei beendete, sind nur Wenige geblieben. Das Team wird sich zunächst finden müssen und hat bis auf den alles überragenden Zehner Alfredo Ramúa auch keine große individuelle Klasse vorzuweisen. Erwartbar ist, dass Garcilaso vor allem über Ramúas Einzelaktionen und Standards gefährlich werden dürfte – zumal mit Juan Diego Lojas, Lampros Kontogiannis und Gustavo Dulanto kopfballstarke Abnehmer vorhanden sind. Das größte Plus dürfte aber die Höhe von Cusco darstellen: Auf 3200 Metern Höhe kommt so mancher Gegner von größerer Klasse kräftig ins Schnaufen.

Transfers: Fast die ganze Mannschaft wurde runderneuert, Schlüsselspieler wie Mittelstürmer Danilo Carando verließen den Klub. Individuell ist der gutgenährte, aber abschlussstarke Stürmer Diego Mayora wohl noch der Aufregendste unter den Neuen, ansonsten findet sich viel Masse und wenig Klasse. Lediglich Stürmer Zamir Valoyes und Mittelfeldspieler Jean Tragodara bringen größere internationale Erfahrung mit.

Schlüsselspieler: Es gibt keinen Weg, der an Alfredo Chapu Ramúa vorbeiführt, der als einer von wenigen Spieler im Kader verblieb. Der argentinische Zehner hat auch bei seiner zweiten Station bei Garcilaso (nach 2013-2015) brillante Scorerstatistiken vorzuweisen und dürfte zu den schussstärksten Spielern der gesamten Copa zählen – zumal der Ball in der Höhe von Cusco noch mehr flattert als ohnehin. Auch Ramúas Ecken und Freistoßflanken sind gefürchtet.

Der Trainer: Der peruanisch-argentinisch-deutsche Coach Oscar Ibáñez hat noch fast überhaupt keine Meriten vorzuweisen, seine Stationen bei Universitario, Cienciano und Comerciantes Unidos endeten stets schnell. Für den ehemaligen Torhüter ist die Copa Libertadores eine große Chance, allerdings könnte das Abenteuer auch schnell vorbei sein.

Die Chefutbol-Prognose: Durch den radikalen Umbruch ist die Mannschaft schwer einzuschätzen, doch selbst wenn sich das Team schnell findet, spricht eigentlich nur der größere Heimvorteil für die Himmelblauen. Selbst individuell weitaus stärkere peruanische Teams haben in den letzten Jahren regelmäßig kläglich die Segel gestrichen. So deutet alles auf ein schnelles Ausscheiden in der Gruppenphase hin.

Club Nacional (Uruguay) – Weitere Überraschungen mit Medina?

Nacional

Der Verein: Drei Copa-Titel stehen für Nacional schon zu Buche, doch der letzte ist über 30 Jahre her. Trotz regelmäßiger nationaler Meistertitel und dem unumstößlichen Status als einer der beiden Grandes in Uruguay hat die internationale Reputation der Tricolores im letzten Jahrzehnt deutlich gelitten, ein einziges Viertelfinale (2025) haben die Bolsos erreicht. Der Grund hierfür liegt auch in den begrenzten finanziellen Mitteln, die im letzten Transferfenster mal wieder zu spüren waren: Die Verpflichtung von mehreren Mittelstürmern mit internationaler Reputation scheiterte, am Ende unterschrieb die Low-Budget-Lösung Gonzalo Bergessio. Dennoch überraschte der Dritte der letztjährigen uruguayischen Meisterschaft mit einer starken Qualifikation, in der Chapecoense und Banfield eliminiert wurden.

Die Mannschaft: Auffällig ist die Ausgeglichenheit im Kader der Tricolores: Fast alle Positionen sind doppelt und variabel besetzt. Dabei fehlt es allerdings an herausragender individueller Klasse. Einen Schwachpunkt könnte das fehlende Tempo in der Innenverteidigung darstellen, zudem wird man in der recht schwachen heimischen Liga nicht besonders gefordert.

Transfers: Der medienwirksamste Transfer war die Verpflichtung des zentralen Mittelfeldspielers Luis Aguiar, der lange Jahre für den Erzrivalen Peñarol die Stiefel geschnürt hatte. Ebenfalls relativ früh wurden die Transfers der Rückkehrer Carlos De Pena und Santiago Romero fixiert. Weitere, dringend benötigte Zugänge ließen lange auf sich warten, doch auf den letzten Metern konnte man mit dem argentinischen Trio Gino Peruzzi, Rodrigo Erramuspe und Gonzalo Bergessio drei erfahrene Neuzugänge verpflichten, und der talentierte Facundo Waller verspricht ebenfalls viel.

Schlüsselspieler: Kapitän Diego Polenta ist der wichtigste Mann. Für einen Innenverteidiger ist sein Aufbauspiel hervorragend, zudem ist er torgefährlich, zweikampf- und kopfballstark und eine wichtige Führungsfigur. Allerdings musste sich Polenta zuletzt wegen regelmäßiger Tätlichkeiten und seinem Hang zum Übergewicht einigen Spott gefallen lassen. Seine Sperre aus der abgelaufenen Copa-Saison hat er in der Qualifikation verbüßt. Ganz fundamental dürfte auch der eminent laufstarke Achter Santiago Romero sein, dem in der Qualifikation zwei Tore gelangen. Schließlich wird man auf die Tore von Gonzalo Bergessio (einst Benfica, Catania, Saint-Etienne) angewiesen sein, der Skeptiker mit einem starken Saisonstart konterte.

Der Trainer: Alexander Cacique Medina war als Spieler ein Wandervogel und steht bei Nacional vor seiner ersten Profistation. Immerhin hat er mit einem verdienten Meistertitel mit der Reserve schon auf sich aufmerksam gemacht. Und nach holprigem Start in Testspielen und Supercup lief der Saisonstart auch national wie international hervorragend. So scheinen die Hoffnungen, die der Verein in Medina setzt, nicht unbegründet. Nebeneffekt: Der frühere Reservecoach sollte auch Jungspunde wie Christian Oliva oder Diego Coelho mehr fördern – auf den „unerschöpflichen“ Talentepool ist man bei Nacional schließlich sehr stolz.

Die Chefutbol-Prognose: Das Projekt Medina beginnt enorm vielversprechend, mit Chapecoense und Banfield eliminierte man auf dem Weg in die Gruppenphase zwei gute Gegner. Die Gruppenauslosung scheint ein Duell mit den Estudiantes um Platz zwei anzudeuten, das Achtelfinale ist möglich. Mit etwas Losglück könnte es sogar noch weiter gehen, ohne dass Nacional zu den Favoriten zählte.

Corinthians (Brasilien) – Wie schwer wirkt der Verlust von Jô?

Corinthians

Der Verein: Corinthians ist ein Klub aus der brasilianischen Metropole Sao Paulo und gehört mit sieben nationalen Meistertiteln, zuletzt letztes Jahr, zwei FIFA Klub-WM Titeln ( 2000, 2012) und dem Sieg in der Copa Libertadores 2012 zu den erfolgreichsten Mannschaften Brasiliens. Der Klub feiert dieses Jahr sein 118-jähriges Bestehen und trägt seine Heimspiele in der Arena Corinthians aus. Die Vereinsfarben sind weiß und schwarz.

Die Mannschaft: Nachdem sich “Timao” im letzten Jahr nicht für die Copa Libertadores qualifizierten, feierte Corinthians sowohl in der brasilianischen Staatsmeisterschaft als auch dem Brasileiro Sieg um Sieg und gewann zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte die brasilianische Meisterschaft. Das Team ist eine gute Mischung aus jungen, vielversprechenden Spielern wie Maycon und Clayson und sehr erfahrenen Akteuren wie beispielsweise der 39-jährige Emerson Sheik. Letztlich ist Corinthians in allen Mannschaftsteilen stark besetzt und hat mit Cassio einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten, der im letzten Jahr angesichts seiner starken Leistungen sein Debüt in der Selecao gab. Lediglich der Abgang von Jô nach Japan schmerzt Corinthians sehr, ein vergleichbarer Ersatz wurde bislang nicht verpflichtet. Kazim-Richards ist aktuell die einzige Option für die Mittelstürmerposition, da Winterneuzugang Junior Dutra aktuell an einer Oberschenkelverletzung laboriert und Matheus und Carlinhos eher die Rolle eines Perspektivspielers einnehmen.

Transfers: Corinthians hat das Meisterteam auf nahezu allen Positionen in der Breite verstärkt. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem offensiven Mittelfeldakteur Mateus Vital, der für gut zwei Mio. € von Vasco da Gama losgeeist werden konnte sowie auf Sidcley und Juninho Capixaba, die sich beide um die Position links hinten in der Viererkette streiten und Carilles Kader mehr Flexibilität verleihen. Mit Jô und Guilherme Arana, die beide für jeweils elf Mio. € zu Nagoya Crampus nach Japan bzw. dem FC Sevilla wechselten, verlor Corinthians zwei absolute Leistungsträger aus dem Vorjahr. Für Mittelstürmer Jô, der in der letzten Spielzeit ganze 18 Tore erzielen konnte und somit maßgeblich am Titelgewinn beteiligt war, wurde kein adäquater Nachfolger verpflichtet.

Schlüsselspieler: Ebenso wie im letzten Jahr bilden Maycon und Gabriel die Doppelsechs und sind für den Spielaufbau immens wichtig. Nach dem Abgang von Jô dürfte Corinthians mehr und mehr auf die Tore von Jadson und Rodriguinho angewiesen sein. Die beiden Routiniers erzielten in der letzten Spielzeit addiert neun Treffer, wenn Clayson die Torausbeute von vier Treffern in der letzten Spielzeit noch nach oben schrauben kann, könnten die Außenstürmer gemeinsam mit Kazim-Richards eine gefährliche Offensive bilden. Der ehemalige Wolfsburger Fágner und Innenverteidiger Balbuena, der mit vier Treffern zu den torgefährlichsten Verteidigern der brasilianischen Liga gehört, bilden das Herzstück der Verteidigung und sind absolute Leistungsträger, ebenso wie Nationalkeeper Cassio.

Der Trainer: Trainer von Corinthians ist der 44-jährige Brasilianer Fábio Carille. Carille befindet sich seit 2008 im Klub und arbeitet bis zu seinem Amtsantritt als Chefcoach im Januar letzten Jahres als Co-Trainer. In bisher 44 Partien als Cheftrainer kann Carille einen formidablen Punkteschnitt von 1,91 vorweisen, bevorzugt lässt Carille ein 4-2-3-1 spielen, womit er im letzten Jahr auch die Meisterschaft gewinnen konnte.

Die Chefutbol-Prognose: Mit Independiente und den Millionarios hat Corinthians zwei nahezu ebenbürtige Gruppengegner. Da es für den vierten Gruppenteilnehmer Deportivo Lara, bei allem Respekt, in der Copa eher ums “Dabeisein” geht, werden sich eben jene Teams um die zwei K.O.-Runden Plätze streiten. Entscheidend wird sein, wie Corinthians seine Heimspiele gestalten kann. Gegen Lara und die Millionarios muss in der Arena Coritnhians gewonnen werden, will man ins Achtelfinale einziehen. Das Weiterkommen wird für Corinthians kein Selbstläufer, die Chancen stehen jedoch nicht schlecht.

Independiente (Argentinien) – Holt Holan den nächsten Titel?

Independiente

Der Verein: Der amtierende Sudamericana Gewinner ist mit sieben Copa Libertadores Titeln Rekordinhaber des prestigeträchtigen Wettbewerbs. Obgleich diese Erfolge schon länger zurückliegen – in den 70ger Jahren holte man den Pokal gleich vier Mal in Folge – nennen sich die Fans auch heute noch stolz “Rey de Copas”. Nach einer länger anhaltenden sportlichen Durstrecke blickt man in Avellaneda wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurück, an dem Trainer Ariel Holan maßgeblich beteiligt ist.

Die Mannschaft: Seit Holan das Ruder übernommen hat, besticht Independiente durch erfrischenden Kombinationsfussball, weshalb man national zu den spielerisch stärksten Teams gilt. Der Kader ist in der Breite adäquat aufgestellt, allerdings fehlt es seit den Abgängen von den Leistungsträgern Ezequiel Barco und Nicolás Tagliafico an Qualität in der Spitze. Schwachstellen lassen sich in der Chancenverwertung ausmachen, weshalb eigentlich einseitige Partien noch zum Nervenspiel wurden.

Transfers: Die Wechsel beider Ausnahmespieler wiegen schwer. Mit Tagliafico verlor die Elf ihren Führungsspieler, auch die Dribblings von Barco wird man in Avellaneda vermissen. Stattdessen holte man mit Braian Romero, Jonathan Menéndez oder Emanuel Brítez vielverspreche Akteure, die den Konkurrenzkampf erhöhen. Im Mittelfeld ist der Ecuadorianer Fernado Gaibor als zukünftiger Strippenzieher eingeplant. Auch Silvio Romero soll im Sturm eine wichtige Rolle einnehmen.

Schlüsselspieler: Schlussman Martín Campaña erwies sich in der Vergangenheit desöfteren als sicherer Rückhalt. Außerdem rückt Flügelspieler Maximiliano Meza mit dem Abgang seines kongenialen Partners Barco noch mehr in der Fokus, sodass er sogar ins Blickfeld von Nationaltrainer Jorge Sampaoli geraten ist.

Der Trainer: Der ehemalige Hockey-Trainer Ariel Holan war nach dem Copa Sudamericana Finale eigentlich schon weg – wiederholte Morddrohungen der berüchtigten Barra Bravas drängten ihm zum Aufhören – ein Umstand, der in Argentinien leider nicht selten ist. Nur mit viel Überzeugungsarbeit konnte ihn der charismatische Präsident Hugo Moyano zum Bleiben bewegen.

Die Chefutbol-Prognose: Independiente gehört nicht zu den absoluten Titelfavoriten, kann aber an einem guten Tag jedes Team schlagen. Die Rojos streiten sich mit Corinthians und den Millonarios um den Achtelfinaleinzug.

Millonarios (Kolumbien) – Unerfahren und ein großes Torhütertalent

Millonarios

Der Verein: Neben Santa Fe nimmt noch ein weiterer Verein aus Bogota an der Libertadores teil. Millonarios Bogota zählt mit 15 Meistertiteln zu den Rekordsiegern der kolumbianischen Liga Aguila. Die letzte Trophäe wurde erst im Dezember gefeiert, als man sich im Finale gegen Konkurrent Santa Fe durchsetzte und somit nach fünf Jahren mal wieder einen Titel gewann. Während „Los Embajadores“ national recht erfolgreich sind warten sie noch auf einen internationalen Gewinn. Im letzten Jahr scheiterte man in der Qualifikation knapp an Atletico Paranense, weshalb man glücklich ist, sich dieses Jahr direkt qualifiziert zu haben.

Die Mannschaft: Relativ wenig Aussagekraft hat der bisherige Saisonverlauf über Millonarios. In der Liga stehen aus vier Spielen fünf Punkte zu buche, was natürlich noch unter den Erwartungen liegt. In der Superliga konnte man Konkurrent Atletico Nacional besiegen und somit schon einen ersten Erfolg in diesem Jahr feiern. Obwohl die Meisterschaft letzten Endes verdient war, gilt der Verein eher als Underdog unter den großen Vereinen Kolumbiens. International wusste der Klub noch nie wirklich zu überzeugen. Als amtierender Meister möchte der Haupstadtklub weiter an den Titel anknüpfen, um die große Fanschaft zufriedenzustellen.

Transfers: Ein großer Umbruch nach der Meisterschaft im Dezember fand nicht statt. Mit Duver Riascos verließ ein bei den Fans umstrittener Stürmer den Verein in Richtung Brasilien. Außerdem wechselte Maximilano Nunez zu Patronato, nachdem der 31-jährige in der letzten Saison nicht mehr regelmäßig zum Einsatz kam. Ein herberer Verlust war der Wechsel von Eigengewächs Harold Mosquera zu Dallas. Der 22-jährige Mittelfeldspieler war ein wichtiger Bestandteil, aber brachte Bogota immerhin knapp zwei Millionen Dollar ein.

Mit der Verpflichtung des begehrten venzolanischen Torwarttalents Wuilker Farinez gelang eine sehenswerte Verpflichtung. Vor allem in der WM-Qualifikation konnte der erst 20-jährige gegen Weltklasse-Stürmer seine Klasse zeigen. Aufgrund dieses Transfers verließ der ehemalige Stammkeeper Nicolas Vikonis in Richtung Puebla. Um die Defensive zusätzlich zu verstärken, wurde Matias de los Santos von Danubio verpflichtet. Santos ist ein abgeklärter Innenverteidiger und machte bereits drei Ligaspiele über die volle Distanz mit. Mit Santiago Montoya konnte ein kreativer Spielmacher von Ligakonkurrent Deportes Tolima abgeworben werden können. Diese Kreativität ließ Millonarios in den letzten Jahren oft vermissen, weshalb man sich in ihm mehr Ideen für das Offensivspiel erhofft.

Der prominenteste Zugang ist aber ganz klar Roberto Ovelar. Nach dreieinhalb Jahren bei Junior verließ der Paraguayer die Karibikstadt in Richtung Bogota, um wieder mehr Spielzeit zu bekommen. Ovelar ist ein sehr erfahrener Mittelstürmer und hat den typischen Stürmerinstinkt. Sein Spiel ist nicht von sonderlich viel Laufarbeit gezeichnet, sondern eher von gutem Stellungsspiel, sodass er meist immer am richtigen Fleck steht. All seine Erfahrung wird dem Team in der Libertadores weiterhelfen.

Schlüsselspieler: Als Kapitän hat in der Defensive Andres Cadavid das Sagen. Der Innenverteidiger ist gesetzt im System von Russo und sticht vor allem durch seine Aggesivität heraus. Nicht selten kommt es oft vor, dass der 32-jährige mit seinem Temperament übertreibt, wodurch in seiner Karriere schon mehr als 100 gelbe Karten zustande kamen. Im Mittelfeld der „Embajadores“ sorgen John Duque, Juan Dominguez und David Silva für klare Verhältnisse. Das Trio war in der Meisterschaft das Herz der Mannschaft. Mit Youngster Christian Huerfano und Neuzugang Santiago Montoya stehen noch zwei zusätzliche Optionen im Team.

Wie Trainer Russo im Sturm aufstellen wird ist noch ungewiss. In der Liga kamen des Öfteren schon Ayron del Valle und Roberto Ovelar im Doppelsturm zum Einsatz. In der Libertadores wird Bogota mit großer Wahrscheinlichkeit nur mit einem Stürmer auflaufen, sodass del Valle auf die Außenposition rücken wird und Ovelar die alleinige Spitze bildet.

Trainer: Der 67-jährige Miguel Angel Russo kann im Gegensatz zu seiner Mannschaft viel internationale Erfahrung vorweisen. Vor der Ankunft trainierte der Argeninier schon zwölf verschiedene Mannschaften aus Argentinien, Mexiko, Chile und auch Spanien. Sein bevorzugtes System ist das 4-2-3-1, mit dem er auch zuletzt die Liga Aguila holen konnte. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes ist er derzeit nur bedingt bei der Mannschaft, da er in letzter Zeit immer wieder ins Krankehaus muss, um sich Untersuchungen zu durchziehen.

Die Chefutbol-Prognose: Als kolumbianischer Meister hat Millonarios in Gruppe 7 durchaus Chancen auf ein Weiterkommen. Corinthians und Independiente sind keine Leichtgewichte, aber durchaus schlagbar. Die Mannschaft hat nicht viel Libertadores-Erfahrung, weshalb es interessant zu sehen wird, wie sich das unerfahrene Team schlägt.

Deportivo Lara (Venezuela) – Die Spielverderber?

Lara

Der Verein: Die Geschichte von Deportivo Lara ist kurz und erfolgreich. Der Verein wurde vor weniger als 10 Jahren gegründet, nachdem die Region keinen Fussballclub mehr in der höchsten Liga hatte. Bereits im ersten Jahr belegten die Rot-Schwarzen aus der Kleinstadt Cabudare (Vorort von Barquisimeto) den vierten Platz. Schon 2011 dominierte Deportivo Lara die Liga, gewann sowohl Apertura wie auch Clausura mit der Rekordzahl von summiert 83 Punkten. Bis zum nächsten Meistertitel (Clausura 2017) vergingen dann einige Jahre, in denen Deportivo jedoch erste internationalen Erfahrungen sammeln konnte. Sowohl in der Copa Libertadores als auch vier Mal in der Copa Sudamericana war nach der ersten Runde Endstation.

Die Mannschaft: Der Verein ist überzeugt, einen breiten und kompetitiven Kader für die Doppelbelastung Liga/Libertadores zu haben. Neben dem Gerüst aus erfahrenen Spielern liegt der Fokus aber ganz klar auf der Integration von Jugendspielern. Niemand erwartet von diesem Team Wunder auf internationaler Ebene. Der Vorteil: die Mannschaft ist eingespielt.

Transfers: Wichtigster Zuzug ist der 28-jährige Stürmer Juan Falcon. Er kommt von Zamora. Zuvor spielte er beim FC Metz und bei Santa Fe in Kolumbien. Ebenfalls neu ist der kolumbianische Mittelfeldspieler Helbert Soto. Schmerzhaft hingegen ist der Abgang kurz vor Saisonstart vom aussichtsreichen Flügelspieler Jose Caraballo zu Huachipato/Chile.

Schlüsselspieler: Henry Pernia in der Verteidigung, Ricardo Andreutti im Mittelfeld und Juan Falcon im Sturm kommen besondere Bedeutung zu.

Der Trainer: Seit mehreren Jahren zählt das Trainergespann Leo Gonzalez und Pedro Vera zu den besten im venezolanischen Clubfussball. Vor ihrem Engagement bei Deportivo Lara (ab 2025) waren sie bei Trujillanos und Deportivo La Guaira tätig. Der 45-jährige Chefstratege Gonzalez gilt als akribischer Arbeiter. Seine schmerzhafteste Niederlage war die 0:2-Finalpleite gegen Monagas im eigenen Stadion, wo alles für die Meisterfeier vorbereitet war.

Die Chefutbol-Prognose: In dieser Hammergruppe gibt es für die Venezolaner aus Lara nichts zu holen. Der Aussenseiter könnte zuhause gegen die Favoriten punkten und so zum Spielverderber werden.

Boca Juniors (Argentinien) – Nichts weniger als der Titel

Boca

Der Verein: Redet man in Argentinien über Fussball, führt fast kein Weg an den Boca Juniors vorbei. Die Xeneizes rund um ihren exzentrischen Präsidenten Daniel Angelici blicken auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, die von etlichen Titeln geprägt ist. Neben dem Erzrivalen River Plate dominiert man die nationalen Schlagzeilen, zahlt die teuersten Ablösen und kann seine Leistungsträger am längsten halten.

Die Mannschaft: Unter Guillermo Barros Schelotto steht Boca für kontrollierten Ballbesitzfussball, der nicht immer aufregend, aber höchst effektiv ist. National enteilt man der Konkurrenz, was unter anderem auch am enorm breiten Kader liegt. Keine Mannschaft greift auf eine solche Dichte an Topspieler zurück, sodass Verletzungen oder Sperren problemlos aufgefangen können. Selbst die Abwesenheit von Schlüsselspielern wie Fernando Gago oder Darío Benedetto fiel bislang nicht ins Gewicht.

Transfers: Carlos Tévez kehrte nach seinem China Gastspiel erwartungsgemäß zu seinem Herzensverein zurück. An ihm führt kein Weg vorbei. Ob el Apache als klassicher Stoẞstürmer oder hinter den Spitzen zum Einsatz kommt, bleibt unklar. Der Abwehrverbund wurde mit Emmanuel Más und Julio Buffarini ergänzt, zudem angelte man sich Emanuel Reynoso, um vor allem gegen tiefstehende Gegner mehr Lösungen anzubieten.

Schlüsselspieler: Cristian Pavón ist die prägende Figur im Offensivspiel der Xeneizes. Obwohl für den torgefährlichen Flügelmann schon einige lukrative Angebote reinflatterten, hielt er Boca bislang die Treue, jüngst ließ er sich bei der Vertragsverlägerung eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro in den Vertrag schreiben. Im Mittelfeld fällt der Uruguayer Nahitan Nández ins Auge, der durch eine hohe Laufrate, taktische Dispziplin und Zweikampfstärke besonders in den Vordergrund rückt. In der Viererkette ragt Linksvertediger Frank Fabra heraus. Der kolumbianische Nationalspieler ist extrem pressingresistent und schaltet sich permanent in die Offensive mit ein.

Der Trainer: Der 44-jährige Schelotto war als Spieler lange Zeit für Boca aktiv. Seine erste Sporen als Trainer verdiente er sich bei Lanús, mit denen er in der Copa Sudamericana triumphierte. Anfangs noch kritisch beäugt sitzt el Mellizo bei Boca mittlerweile fest im Sattel, obwohl man vor zwei Jahren unter seiner Leitung beim haushohen Underdog Independiente del Valle ausschied.

Die Chefutbol-Prognose: Beim selbsternannten Ligakrösus redet man offen über einen möglichen Titelgewinn. Der Kader verfügt über die nötige Breite, um der Mehrfachbelastung standzuhalten. Gerät das Starenensemble erstmal ins Rollen, können Boca nur wenige Teams Paroli bieten, weswegen man sich zum Kreis der Topfavoriten zählen darf.

Palmeiras (Brasilien) – Zeigt Miguel Borja endlich seine Klasse?

Palmeiras

Der Verein: Palmeiras zählt zu den größten, traditionsreichsten und finanzkräftigsten Vereinen des brasilianischen Fußballs. Der Klub aus der Millionenmetropole São Paulo kann neben neun brasilianischen Meistertiteln, drei Pokalsiegen sowie 24 Staatsmeisterschaften auch auf den Gewinn der Copa Libertadores im Jahr 1999 stolz sein. Bei bislang 14 Teilnahmen erreichte Palmeiras viermal das Finale.

Die Mannschaft: Das Team von Trainer Roger Machado hätte nicht besser in die neue Saison starten können. Als einzige Mannschaft der Staatsmeisterschaft „Paulista“ ist Palmeiras weiterhin verlustpunktfrei und thront mit 18 Punkten in Gruppe C an der Spitze. Zuletzt gewann man den ersten „Classico“ des Jahres gegen Santos mit 2:1. O Verdão präsentiert sich zu Beginn des Jahres taktisch flexibel, technisch stark und feierte ausschließlich souveräne Siege. Nach einem titellosen Jahr 2017 erwarten nicht nur die erfolgsverwöhnten Fans eine verbesserte Bilanz in 2018.

Transfers: Mit dem Karriereende von Altmeister Zé Roberto hat der Kader natürlich eine wichtige Charaktere verloren, fußballerisch kann dieser Verlust jedoch ohne Probleme kompensiert werden. Der Abgang des Kolumbianers Yerry Mina wiegt hingegen schwerer. Der Innenverteidiger wechselte für 11,8 Millionen Euro zum FC Barcelona und wird der Hintermannschaft fehlen. Der Königstransfer in diesem Jahr ist ohne jeden Zweifel Lucas Lima, der ablösefrei vom FC Santos verpflichtet werden konnte. Der Spielmacher war unter anderem als Neuzugang beim FC Barcelona im Gespräch. In Gustavo Scarpa verstärkt ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler, der in der Vergangenheit sein Können in der brasilianischen Eliteklasse bereits unter Beweis gestellt hat, den Kader von Palmeiras. Der 24-jährige Brasilianer kam ablösefrei von Fluminense. Zudem wurden Weverton (Atlético Paranaense) für die Torhüterposition sowie Emerson Santos (Botafogo), Diogo Barbosa (Coimbra-MG) und Marcos Rocha (Atlético-MG) für die Abwehrreihe verpflichtet. In vorderster Front vertraut man dem aktuellen Kader.

Schlüsselspieler: In der abgelaufenen Saison sorgte Felipe Melo insbesondere außerhalb des Platzes für Schlagzeilen und lief seiner Form lange Zeit hinterher. Aktuell scheint er auf dem aufsteigenden Ast und gibt der Defensive mit seiner Präsenz Halt und Sicherheit. Spannend wird es, wie sich Lucas Lima einfügen und dem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann. In vorderster Front ist es wichtig, dass Kapitän Dudu verletzungsfrei bleibt und anders als im letzten Jahr an die starke Meistersaison 2025 anknüpfen kann. Zudem hofft man in São Paulo darauf, dass der letztjährige Königstransfer und Südamerikas Fußballer des Jahres 2025, Borja endlich sein Potential ausschöpft und eine Verstärkung im Sturmzentrum darstellt.

Der Trainer: Für Trainer Roger Machado ist es wichtig mit einer Erfolgsserie in die Saison zu starten, um vorerst in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten zu können. Im letzten Jahr hatte Eduardo Baptista als Nachfolger von Meistertrainer Cuca einen sehr schweren Stand und musste nach nur wenigen Spieltagen und einer Negativserie den Hut nehmen. Die Fans und das Umfeld sind erfolgsverwöhnt und die Erwartungen sind erfahrungsgemäß hoch. Der Trainerposten in São Paulo ein Pulverfass, aber bislang meisterte Roger Machado dies mit Bravour.

Die Chefutbol-Prognose: In Miguel Borja könnte Palmeiras einen internen Neuzugang bekommen haben, der den Fans nach einem Jahr Verspätung viel Freude bereiten wird und die Lücke von Gabriel Jesus endlich schließen könnte. In Kombination mit Spielmacher Lucas Lima und Kapitän Dudu bildet Borja eine der gefährlichsten Angriffsreihen des Wettbewerbs. Hinzu kommen der ehemalige Kölner Deyverson, Alejandro Guerra, Moises oder Neuzugang Scarpa. An offensiver Power wird es Palmeiras nicht fehlen. In der Defensive könnte Palmeiras jedoch Probleme bekommen. Es wird spannend, inwieweit der Abgang von Yerry Mina kompensiert werden kann. Anders als im letzten Jahr müsste mit dieser Qualität jedoch mindestens der Viertelfinaleinzug das Ziel sein. Geht man nach den Fans, zählt nichts anderes als der Titel.

Alianza Lima (Perú) – Rückkehr mit Fragezeichen

Allianza

Der Verein: Alianza Lima ist gemeinsam mit Universitario der beliebteste Klub Perus. Millionen Menschen landesweit fiebern Wochenende für Wochenende mit den Intimos, und das Estadio Matute kann zum Hexenkessel werden  – allerdings mussten sich die Fans in den letzten zehn Jahren an einige Enttäuschungen gewöhnen. Von 2006 bis 2025 gewann der Klub aus La Victoria keinen einzigen relevanten Titel, viele redeten von einem Fluch. Doch 2017 kam der uruguayische Coach Pablo Bengoechea und brachte die Wende: Mit etwas Glück und viel harter Arbeit gewannen die Blanquiazules sowohl die Apertura als auch die Clausura und damit auch den Jahrestitel. Nach zwei Jahren Absenz kehrt Alianza somit auf die größte internationale Bühne Südamerikas, die Copa Libertadores, zurück. Dort dürften die Trauben allerdings hoch hängen: Seit den Halbfinals 1976 und 1978 hat Alianza nie wirklich für Furore gesorgt. Dass die finanziellen Mittel sehr knapp sind, hilft da auch nicht weiter.

Die Mannschaft: Alianza zeichnet sich durch seine Kompaktheit aus. Angeführt von erfahrenen Spielern wie Rinaldo Cruzado, Leao Butron oder Luis Ramirez wirft die Intimos so schnell nichts aus der Bahn. Ergänzt wird der Kader durch zahlreiche Jungspunde, von denen Defensivallrounder Aldair Fuentes und Offensivjuwel Kevin Quevedo die spannendsten sind. Bengoechea schickt die Mannschaft in wechselnden Taktiken aufs Feld, für die Copa darf man wohl ein abwartendes 4-3-3 erwarten. Eindeutig an Klasse und Erfahrung fehlt es in der Offensive: Der Angriff der Blanquiazules kommt insgesamt auf ein einziges Copa-Libertadores-Spiel.

Transfers: Spürbar dürften die Abgänge der Offensivspieler Luis Aguiar – entscheidend beim Titelgewinn –, Germán Pacheco und Lionard Pajoy sein. Der einzige externe Neuzugang für den Angriff ist Janio Pósito, der gerade mal auf eine ordentliche Erstligasaison in Peru zurückblicken kann. Im zentralen Mittelfeld dürften der erfahrene Tomás Costa und der torgefährliche Mario Velarde dagegen Verbesserungen darstellen. Die Defensive blieb im Wesentlichen zusammen, Gianmarco Gambetta und José Guidino sind sinnvolle Ergänzungen.

Schlüsselspieler: Leao Butrón, in Matute bekannt auch als San Leao, war der entscheidende Mann für den Titelgewinn: Der Keeper zeigte reihenweise brillante Reflexe und strahlte sehr viel Sicherheit aus, so dass er sogar in den Kader der peruanischen Albirroja zurückkehrte und nun von der WM träumen darf. Zudem gehört der mittlerweile 40-Jährige zu den erfahrensten Spielern im Kader und führt die Mannschaft häufig als Kapitän auf den Platz. Der wichtigste Verteidiger ist Nationalspieler Miguel Araújo, während der Ex-Wolfsburger Carlos Ascues mittlerweile meist im Mittelfeld aktiv ist und dort mit seiner starken Physis und Torgefahr überzeugt.

Der Trainer: Pablo Bengoechea ist eine Legende des uruguayischen Fußballs. Der 52-jährige zog als Aktiver über zehn Jahre lang die Fäden im zentralen Mittelfeld von Peñarol. Als Coach beschränkte er sich lange auf die Assistentenrolle, ehe ihn die Zufälligkeiten des peruanischen Fußballs kurzzeitig zum Chefcoach der Albirroja machten. Dort leistete er gute Arbeit, ehe er zu Peñarol wechselte, wo er zwei Kurzturniere gewann und dennoch gefeuert wurde – das Spiel der Manyas war den Oberen zu unansehlich. Zurück in Peru, übernahm er mit Alianza einen ähnlich schwierigen Klub und hat dort alle Kritiker verstummen lassen. Bengoechea steht für einen pragmatischen Fußball, bei dem Defensivarbeit und Standards eine wichtige Rolle spielen, und der bisher noch immer erfolgreich war.

Die Chefutbol-Prognose: Einstmals konnte ein peruanischer Meister durchaus mit seinen Pendants aus Argentinien oder Brasilien mithalten, doch diese Zeiten sind lange passé. Verglichen mit Giganten des südamerikanischen Fußballs wie Boca und Palmeiras ist Alianza ein kleines Licht, und auch Junior dürften klarer Favorit gegen die Intimos sein. Mit Bengoecheas Defensivkonzept, etwas Glück und der Unterstützung der Fans könnten in den Heimspielen ein paar Punkte möglich sein, doch es erscheint unwahrscheinlich, dass das in dieser schwierigen Gruppe auch nur für Platz 3 reicht. Auswärts könnte schon das Vermeiden peinlicher Niederlagen ein Erfolg sein.

Junior (Kolumbien) – Teo Gutiérrez im Fokus

Junior

Der Verein: Im letzten Jahr noch in der Qualifikation gescheitert, konnte sich Junior in der letzten Woche durch die Qualifikation für die Libertadores qualifizieren. Der Verein aus Barranquilla zählt zu den traditionsreichsten Klubs aus Kolumbien. Sieben Meistertitel konnte Junior in der heimischen Liga holen, wobei der letzte bereits sieben Jahre zurückliegt. Relativ bekannt ist das Stadion, in dem „Los Tiburones“ seine Heimspiele austrägt. Im Estadio Metropolitano finden auch immer die Heimspiele der Nationalmannschaft statt, weshalb es immer eine besondere Atmosphäre hat, wenn das Team vor dem heimischen Publikum aufläuft.

Die Mannschaft: Nur drei Punkte aus drei Spielen holte Atletico Junior in der bisherigen Liga Aguila-Saison. Wenn auch diese Ausbeute nicht den Ansprüchen entspricht, hatte in den letzten Wochen die Libertadores-Qualifikation höchste Priorität.

Transfers: In Sachen Neuzugängen tat sich einiges bei den “Haien”. Der vermutlich prominenteste Neueinkauf ist Jonatan Álvez. Knapp 2,9 Millionen Euro verlangte Barcelona Guayaquil aus Ecuador, um den Stümer ziehen zu lassen. In der vergangenen Libertadores gelangen dem Uruguayer sechs Treffer. Des Weiteren konnte man Luis Carlos Ruiz von Ligakonkurrent Atlético Nacional holen, um den abgewanderten Roberto Ovelar zu ersetzen. Ruiz, ein klassischer Mittelstürmer, war wie Coach Mendoza ebenfalls schon einmal bei Junior. Der 31-jährige wird jedoch eher als Backup eingesetzt werden da man in der Offensive schon stark besetzt ist. Neben den vorderen Positionen verstärkte man sich auch in der Defensive. Aus Peru kam der Peruaner Alberto Rodriguez. Der 71-fache Nationalspieler ist auf der Position des Innenverteidigers eingeplant, und soll dem Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Zusammen mit Rafael Pérez, soll die Abwehr stabilisiert werden. Perez wurde von ZSKA Sofia gekauft, nachdem er zuvor einige Jahre im Ausland verbrachte.

Schlüsselspieler: Durch die Verpflichtungen von Teo Gutierrez und Yimmi Chara konnte man 2017 Hochkaräter verpflichten. Die beiden Offensivspieler sind die wichtigsten Personalien im Team. Das Duo war ein wichtiger Bestandteil für den Halbfinaleinzug in der Copa Sudamerican im letzten Jahr. Vor allem Chara konnte sich seit seinem Wechsel wieder in den Fokus spielen und verdrängte zuletzt auch in der Nationalmannschaft einen gewissen Juan Cuadrado auf die Bank. Während der Außenstürmer gerade seinen „zweiten Frühling“ erlebt, soll Mittelstürmer Gutierrez mit seiner Erfahrung gegen die schweren Gegner helfen. Der 32-jährige möchte noch mit zur Weltmeisterschaft und hat in der Libertadores beste Chance sich zu beweisen.

Trotz der hohen Ablöse für Jonathan Alvez, findet sich der uruguayische Stürmer immer noch nicht in der Startelf wieder. Einzig in der Liga kam er von Beginn an zum Einsatz, aber wartet trotzdem noch auf den ersten Treffer für den neuen Verein. Zur Zeit steht Luis Ruiz vor ihm, da der Neuzugang bereits gute Leistungen brachte.

In der Defensive hat man mit Rafael Perez eine neue Stütze gefunden. Der 28-jährige spielte in allen Qualifikations-Spielen und half dem Team mit seiner Ruhe und Erfahrenheit weiter. Eine Position dahinter steht mit Sebastian Viera ein sicherer Rückhalt im Tor. Der Kapitän konnte sogar schon Champions-League-Erfahrung sammeln und rettete der Mannschaft in der Vergangenheit immer wieder Punkte.

Der Trainer: Um endlich einen internationalen Titel zu holen, wurde mit Alexis Mendoza ein alter Bekannter Trainer verpflichtet. Der 57-jährige kennt den Verein bereits, un konnte auch schon bei anderen Mannschaften seinen fußballerischen Sachverstand beweisen. Er bevorzugt das 4-2-3-1 System, weshalb er im Offensivbereich mit all den Offensivstars auf ein Luxus-Problem stoßen wird. Wie auch bei den Vorgängern wird die Arbeit des Trainers an Titeln gemessen, wobei in der Libertadores ein Weiterkommen schon ein Erfolg wäre.

Die Chefutbol-Prognose: Obwohl Barranquilla gut aufgerüstet hat, wird ein Weiterkommen eine Bärenaufgabe. Vor allem Boca Juniors und Palmeiras sind Favoriten gegenüber Junior. Auch Alianza Lima ist ein unangenehmer Gegner, weshalb das Team von Mendoza als Außenseiter in die Gruppenphase geht.

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Santos erster Verfolger – Halbe Liga im Abstiegskampf http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/6078-santos-341545 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/6078-santos-341545#respond Mon, 25 Sep 2017 20:26:57 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6078 Am 25. Spieltag der Serie A gelingt dem FC Santos der Sprung auf Position 2, während Spitzenreiter Corinthians im Stadtderby gegen den FC São Paulo vor der Saisonrekordkulisse von 61.000 Zuschauern mit einem Unentschieden zufrieden sein kann. Vorjahresmeister Palmeiras siegt...

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Am 25. Spieltag der Serie A gelingt dem FC Santos der Sprung auf Position 2, während Spitzenreiter Corinthians im Stadtderby gegen den FC São Paulo vor der Saisonrekordkulisse von 61.000 Zuschauern mit einem Unentschieden zufrieden sein kann. Vorjahresmeister Palmeiras siegt über Fluminense und ist aktuell das beständigste Team der Top-4. Der Abstiegskampf verspricht weiter Spannung pur und über die Hälfte der Liga steckt mitten drin. Zwischen Position 9 Chapecoense und dem vorletzten Coritiba liegen gerade einmal 4 Punkte.

Flamengo – Avaí 1:1 – Avaí erneut Unentschieden

Flamengo und Avaí trennten sich zum Auftakt des 25. Spieltags 1:1 Unentschieden. Die Gäste aus Florianópolis gingen in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Pedro Castro in Führung, konnten die 3 Punkte allerdings nicht mit nach Hause nehmen. In der zweiten Hälfte mussten sie dem Druck von Flamengo klein bei geben und schließlich noch den Ausgleich durch ein Traumtor von Rodinei hinnehmen. Somit bleibt Avaí seit fünf Spielen ungeschlagen, liegt allerdings mit 30 Punkten nur zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. Mit zuletzt zwei Unentschieden in Serie und insgesamt drei aus den letzten fünf Begegnungen kann man im Abstiegskampf keinen Boden gut machen.  Flamengo verliert durch das Unentschieden zwei Plätze und liegt nun mit 39 Punkten nur noch auf dem 7. Tabellenrang.

FC Santos – Atlético Paranaense 1:0 – Santos auf Tabellenplatz 2

Das Team von Trainer Levir Culpi gelingt nach dem bitteren Aus in der Copa Libertadores gegen Barcelona de Guayaquil ein wichtiger Heimsieg über Paranaense und somit der Sprung auf Tabellenplatz 2. Das Tor des Tages erzielte der ehemalige Wolfsburger Bruno Henrique. Der FC Santos begann mit Jean Mota anstelle von Leandro Donizete im defensiven Mittelfeld und viele der anwesenden Zuschauer fragten sich, warum der Trainer diese Wahl nicht bereits gegen Barcelona de Guayaquil getroffen hat. Jean Mota zeigte ein sehr gutes Spiel und bestimmte das Spiel seiner Mannschaft. Nach der Führung zum Ende der ersten Halbzeit, gab es in der zweiten Hälfte zahlreiche Kontermöglichkeiten für die Gastgeber, die jedoch alle ungenutzt blieben. Mit 44 Punkten liegt der FC Santos nun 10 Punkte hinter Spitzenreiter Corinthians während Atlético Paranaense mit 34 Punkten Position 8 belegt.

FC São Paulo – Corinthians 1:1 – Größte Zuschauerzahl der Saison

Im Stadtderby konnten die Vorzeichen kaum unterschiedlicher sein. Corinthians wollte die Tabellenführung ausbauen, während der FC São Paulo im Abstiegskampf dringend drei Punkte benötigte. Petros brachte seine Farben auch in der 27. Spielminute in Führung, doch Clayson glich in der zweiten Halbzeit für den Spitzenreiter aus. Dabei kontrollierten die Gastgeber die Begegnung, waren die bessere Mannschaft, konnten den Ausgleich jedoch nicht verhindern. Durch die Niederlage von Grêmio kann Corinthians mit diesem Unentschieden zufrieden sein. Der FC São Paulo hingegen bleibt weiterhin auf Abstiegsplatz 17 und hat mit 28 Punkten einen Punkt Rückstand zum rettenden Ufer. Interessanter Nebenaspekt der Begegnung: Mit 61.142 zahlenden Zuschauern war es die meistbesuchte Begegnung dieser Saison.

Fluminense – Palmeiras 0:1 – Palmeiras in guter Verfassung

Palmeiras gewinnt im Maracanã mit 0:1 und verkürzt den Abstand zu Spitzenreiter und Stadtrivale Corinthians auf 11 Punkte. Das Tor des Tages erzielte Egídio in der 41. Spielminute. Es war ein Schuss von außerhalb des Strafraums, der den Weg in den oberen linken Torwinkel fand. Torhüter Júlio César streckte sich zwar, konnte das Tor allerdings nicht verhindern. Mit zuletzt drei Siegen und einem Unentschieden aus den vergangenen 4 Partien ist Palmeiras aktuell die beste Mannschaften der vier Top-Teams und lässt seine Fans träumen. Fluminense hingegen ist seit 4 Spielen ohne Sieg und muss den Blick nach unten richten. Mit 31 Punkten beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge lediglich noch drei Punkte.

FC Coritiba – Botafogo 2:3 – Botafogo klettert in die Top -6

In einem Duell voller Emotionen gelingt Botafogo ein wichtiger Auswärtserfolg mit dem man Flamengo von Position 6 verdrängt und nun auf einem Copa Libertadores Startplatz liegt. Nach der bitteren Niederlage im Copa Libertadores Viertelfinale unter der Woche, zeigte die Elf von Jair Ventura eine tolle Reaktion und kämpfte das sich in großer Abstiegsnot befindliche Coritiba nieder. Werley brachte die Gastgeber in der ersten Halbzeit in Führung. Zudem scheiterte Carleto per Strafstoß an Gatito Fernandez. Roger und Guilherme drehten die Partie und brachten Botafogo auf die Siegerstraße. Doch Coritiba gab sich nicht auf und erzielte in Person von Carleto den Ausgleich. Direkt im Anschluss gelang João Paulo jedoch die erneute Führung und letztendlich der Siegtreffer für die Gäste. Somit rutscht der FC Coritiba auf den vorletzten Tabellenplatz ab und muss schleunigst eine Trendwende herbeiführen. Aus den letzten 5 Partien holte man lediglich zwei Punkte.

Atlético Goianiense – Cruzeiro 1:2 – Cruzeiro siegt mit B-Elf

Im Hinblick auf das anstehende Finalrückspiel in der Copa do Brasil schonte Cruzeiro einige Stammkräfte und schaffte es trotzdem drei Punkte in Richtung Belo Horizonte zu entführen. Nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage musste das Schlusslicht aus Goiania somit wieder einmal eine Niederlage hinnehmen. Insbesondere dank einer starken ersten Hälfte, in der Arrascaeta und Rafael Sóbis für die Gäste trafen, gewinnt Cruzeiro letztendlich verdient mit 1:2. In der zweiten Hälfte gelang Atlético durch Luis Fernando lediglich der Anschlusstreffer. Mit diesem Sieg klettern die Blauen aus Belo Horizonte mit 40 Punkten auf Position 5 in der Tabelle und können mit viel Selbstvertrauen in das anstehende Finalspiel der Copa do Brasil.

Chapecoense – Ponte Preta 1:0 – Ponte rutscht in die Abstiegszone

Vor dem Spiel waren beide Mannschaften punktgleich und wollten ein Abrutschen in der Tabelle vermeiden. Dem Team aus Santa Catarina ist das gelungen. Ein Traumtor von Lucas Marques, unter starker Mithilfe von Torhüter João Carlos, verschafft Chapecoense Luft im Abstiegskampf und lässt Ponte auf einen Abstiegskampf abrutschen. Chapecoense macht durch diesen Sieg einen großen Sprung in der Tabelle und hat mit 31 Punkten drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Ponte Preta hingegen verliert drei Plätze und liegt mit 28 Punkten auf dem 18. Tabellenplatz.

Atlético Mineiro – Vitoria 1:3 – Erneute Trainerentlassung in Belo Horizonte

Es war ein Aufeinandertreffen der Gegensätze, die das Ergebnis bereits erahnen ließen. Auf der einen Seite Atlético Mineiro, das zweitschlechteste Heimteam der Serie A und auf der anderen Seite Vitoria, das zweitstärkste Auswärtsteam der Liga. Der Fußball folgt nicht immer der Statistik, aber in diesem Fall war es so. Vitoria gelang ein 1:3 Auswärtserfolg in Belo Horizonte und damit verbunden das Verlassen der Abstiegszone. Bereits nach zwei Minuten brachte Neilton die Gäste in Führung. Kurze Zeit später gelang Cazares, nach schöner Vorarbeit von Fred bereits der Ausgleich. Doch in der zweiten Halbzeit war es ein Konter von Yago sowie Trellez kurz vor dem Ende, die die Niederlage von Atlético Mineiro besiegelten. Diese Niederlage sollte auch das Ende der Amtszeit von Rogério Michale bedeuten, der nach nur zwei Monaten im Amt von seinen Aufgaben entbunden wurde. Mit 31 Punkten und drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz liegt Atlético aktuell auf dem 11. Tabellenplatz

Bahia – Grêmio 1:0 – Grêmio nur noch Dritter

Ein Elfmeter in der 97. Spielminute sollte das Spiel zwischen Bahia und Grêmio zu Gunsten der Gastgeber entscheiden. Rodrigão behielt die Nerven und sicherte seinem Team die wichtigen drei Punkte. Für Grêmio war es nach dem Einzug in das Halbfinale der Copa Libertadores ein herber Rückschlag im Meisterschaftsrennen. Mit dieser Niederlage rutschen die Gauchos sogar auf Position 3 in der Tabelle ab. Bahia hingegen klettert mit nunmehr 30 Punkten auf dem Konto bis auf Position 11.

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24. Spieltag: Jô Siegtreffer sorgt für Gesprächsstoff – Goianiense träumt weiter vom Klassenerhalt http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/24-spieltag-jo-324523 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/24-spieltag-jo-324523#respond Mon, 18 Sep 2017 09:57:44 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6003 Am 24. Spieltag der brasilianischen Serie A konnte Corinthians den Vorsprung auf den ersten Verfolger Grêmio bis auf zehn Punkte ausbauen. Allerdings sorgte der irreguläre Siegtreffer von Corinthians Stürmer Jô für mächtig Gesprächsstoff. Der FC Santos verpasste durch die Niederlage gegen...

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Am 24. Spieltag der brasilianischen Serie A konnte Corinthians den Vorsprung auf den ersten Verfolger Grêmio bis auf zehn Punkte ausbauen. Allerdings sorgte der irreguläre Siegtreffer von Corinthians Stürmer Jô für mächtig Gesprächsstoff. Der FC Santos verpasste durch die Niederlage gegen Botafogo den Sprung auf Position zwei und konnte den Patzer von Grêmio nicht nutzen. Im Abstiegskampf feierten der FC São Paulo sowie Chapecoense wichtige Siege. Zudem lässt der Tabellenletzte Atlético Goianiense dank des dritten Rückrundensieges seine Fans weiterhin vom Klassenerhalt träumen.


 Botafogo – FC Santos 2:0 – Duell der Reservisten geht an Botafogo

Botafogo gewinnt zu Hause gegen den FC Santos und unterstreicht mit dem dritten Sieg in Serie seine Ansprüche auf einen Copa Libertadores Startplatz. Im Hinblick auf die anstehenden Viertelfinalrückspiele in der Copa Libertadores schonten beide Teams ihre Top Elf und traten jeweils mit einer verbesserten B-Elf an. Die Gastgeber, die mit fünf Reservisten begannen siegten am Ende ohne Probleme gegen den FC Santos, der in Torhüter Vanderlei nur einen Stammspieler aufbot. Dieser verhinderte mit starken Paraden eine noch höhere Niederlage. Die Tore für Botafogo erzielten die beiden Reservisten Rodrigo Lindoso und Guilherme, die zeigten, wenn sie gebraucht werden sind sie zur Stelle.

Ponte Preta – Atlético Goianiense 1:3 – Goianiense träumt weiter von einem Wunder

Schlusslicht Atlético Goianiense fährt den dritten Sieg in der Rückrunde ein, zieht Ponte tiefer in den Abstiegsstrudel und lässt die eigenen Fans weiterhin von einem Wunder träumen. Durch Tore von Luis Fernando, Walter sowie Ronaldo siegt der Underdog aus Goiânia und verkürzt den Abstand zum rettenden Ufer auf fünf Punkte. Nach dem überraschenden Auswärtserfolg über Spitzenreiter Corinthians kann Trainer Sanches den nächsten Sieg in der Fremde feiern. Der Tabellenletzte hat bereits jetzt so viele Siege auf dem Konto wie in der gesamten Hinrunde. Ponte hingegen rutscht mit nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen tief in den Tabellenkeller und liegt lediglich einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz. Die Verantwortlichen des Vereins reagierten auf die Negativserie und entließen Trainer Gilson Kleina.

Avaí – Atlético Mineiro 1:1 – Unentschieden, das keinem hilft

In einer offenen Partie ging das Heimteam aus Florianópolis durch ein Tor von Simião in der ersten Hälfte in Führung, musste aber dem Druck von Atlético Mineiro Tribut zollen und durch Otero in der 82. Spielminute noch den Ausgleich hinnehmen. Das Unentschieden hilft keinem der Teams wirklich weiter, die sich zwar im Tabellenmittelfeld wiederfinden, doch speziell die Insulaner von Avaí haben nur einen kleinen Vorsprung von zwei Punkten auf den ersten Abstiegsplatz. Atlético Mineiro liegt mit 31 Punkten sechs Punkte hinter den Copa Libertadores Startplätzen, die nach dem verkorksten Saisonstart das Minimalziel sein sollten.

Flamengo – Sport 2:0 – Sport-Krise wird verschärft

Durch eine starke Einzelleistung von Everton Ribeiro sowie einem Fehler von Sport-Torhüter Magrão gewinnt Flamengo verdient mit 2:0 und kehrt zumindest vorübergehend unter die Top-4 in der Tabelle zurück. Das Team von Reinaldo Rueda begann sehr stark, konnte sich im Tor auf Rückkehrer Alex Muralha verlassen und auch Paolo Guerrero gelang nach längerer Durstrecke wieder ein Treffer. Bereits nach acht Minuten erzielte der Mittelstürmer die 1:0 Führung. Nach einem Platzverweise für Patrick in der zweiten Halbzeit wurde die Aufgabe für Sport umso schwerer. Kurz vor dem Ende sorgte letztendlich Everton Ribeiro für die Entscheidung. Für das Überraschungsteam der Hinrunde geht die Talfahrt somit weiter. Nach der vierten Niederlage in Serie liegt die Mannschaft von Trainer Vanderlei Luxemburgo nur noch zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

Corinthians – Vasco da Gama 1:0 – Siegtreffer sorgt für Diskussionstoff

Nach drei Niederlagen in der Rückrunde gelingt Tabellenführer Corinthians ein ganz wichtiger Heimsieg gegen Vasco da Gama. Allerdings mit einem faden Beigeschmack. Das Siegtor von Mittelstürmer Jô war irregulär. Nach einer Flanke von Marquinhos Gabriel beförderte der ehemalige Nationalstürmer den Ball unbemerkt mit dem Arm über die Torlinie. Die Szene sorgte für viel Gesprächsstoff und wurde auch in den sozialen Medien heiß diskutiert. Jô und Corinthians dürfte es egal sein. Mit diesem Erfolg kann das Team aus São Paulo seinen Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen und liegt nun zehn Punkte vor dem ärgsten Verfolger Grêmio.

Atlético Paranaense – Fluminense 3:1 – Verdienter Heimsieg für Atlético

Nachdem das Heimteam zahlreiche Chancen in der ersten Halbzeit liegen brachte Top-Torjäger Henrique Dourado seine Farben mit dem 14. Saisontor in Führung. Doch nach der Pause machte es das Team von Trainer Fabiano Soares besser und drehte die Begegnung verdientermaßen durch Tore von Felipe Gedoz, Ribamar sowie Jonathan. Mit diesem Sieg liegt Atlético Paranaense mit 34 Punkten auf Position acht in der Tabelle während es Fluminense mit 31 Punkten verpasst am direkten Kontrahenten vorbeizuziehen.

Grêmio – Chapecoense 0:1 – Herber Dämpfer für Grêmio

Chapecoense gewinnt in der Arena in Porto Alegre, verlässt die Abstiegszone und lässt Grêmio zehn Punkte hinter Spitzenreiter Corinthians. Ein Tor von Stürmer Arthur Caike nach 37 Sekunden in der zweiten Halbzeit sollte das Tor des Tages darstellen und dem Team aus Santa Catarina einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf bescheren. Mit nunmehr 28 Punkten liegen sie vorerst auf Position 14 in der Tabelle. Grêmio hingegen muss wieder einmal einen herben Dämpfer hinnehmen. Mit dieser Niederlage ist der Abstand zu Tabellenführer Corinthians auf zehn Punkte angewachsen. Zudem fanden nur wenige Fans am Sonntag Abend den Weg ins Stadion und unterstützen das Team von Trainer Renato Gaúcho. Nun gilt die volle Konzentration dem Viertelfinalrückspiel gegen Botafogo am kommenden Mittwoch.

Vitoria – FC São Paulo 1:2 – Wichtiger Dreier für den FC São Paulo

Den Abstiegskracher des 24. Spieltags entscheidet der FC São Paulo mit 2:1 für sich und liegt somit einen Punkt vor dem direkten Konkurrenten aus Salvador. Alle drei Treffer fielen erst in der zweiten Halbzeit. Eder Militão sowie Cueva erzielten die Führung für die Gäste, Tréllez gelang kurz vor dem Ende nur noch der Anschlusstreffer. Mit diesem Sieg verlässt die Tricolor den vorletzten Tabellenplatz, belegt aber aufgrund der anderen Ergebnisse weiterhin einen Abstiegsplatz. Vitoria verlor aufgrund vieler technischer Mängel letztendlich verdient, liegt mit 26 Punkten allerdings weiterhin in Reichweite zum rettenden Ufer.

Cruzeiro – Bahia 1:0 – Cruzeiro im Soll

Mit vollkommen unterschiedlichen Ausgangssituationen gingen beide Teams in die Begegnung. Cruzeiro steht im Finale der Copa do Brasil und wollte in der Liga zurück unter die Top-6, während Bahia das Ziel hatte, sich von der Abstiegszone zu entfernen. Am Ende stellte ein Kopfballtor von Léo das goldene Tor des Tages dar, brachte Cruzeiro zurück unter die Top-6 und lässt Bahia in der Tabelle weiter abrutschen. Mit nunmehr 37 Punkten und Tabellenplatz 6 liegt Cruzeiro voll im Soll. Bahia hingegen rutscht nach dem dritten Spiel ohne Sieg mit 27 Punkten auf Position 16 ab.

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