Real Madrid – chefutbol https://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 https://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Real Madrid – chefutbol https://www.chefutbol.com 32 32 Santiago Bernabéu: Der Vater des Erfolgs von Real Madrid https://www.chefutbol.com/europa/spanien/santiago-bernabeu-real-madrid-438784 https://www.chefutbol.com/europa/spanien/santiago-bernabeu-real-madrid-438784#respond Sat, 17 Nov 2018 11:33:37 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=11243 Die Historie von Real Madrid scheint endlos zu sein. Unzählige Titel wurden gesammelt – ebenso viele wie glorreiche Spieler für die Königlichen ihre Schuhe schnürten. Ein Mann sticht dennoch bei allen denkwürdigen Momenten heraus. Ohne ihn gäbe es den Klub...

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Die Historie von Real Madrid scheint endlos zu sein. Unzählige Titel wurden gesammelt – ebenso viele wie glorreiche Spieler für die Königlichen ihre Schuhe schnürten. Ein Mann sticht dennoch bei allen denkwürdigen Momenten heraus. Ohne ihn gäbe es den Klub Real Madrid womöglich heute gar nicht mehr: Santiago Bernabéu Yeste. Wir blicken in großer Dankbarkeit auf dessen Schaffenszeit zurück.

1895 in der Provinz Albacete geboren, zog Bernabéu bereits als kleines Kind mit seinen Eltern in die spanische Hauptstadt. Als Teenager tritt er der Jugend vom Madrid Football Club, wie der Verein damals noch bezeichnet wurde, bei und feiert 1912 sein Debüt bei den Herren. Den größten Erfolg als aktiver Fußballer feiert er 1917 durch den Gewinn der Copa del Rey. Insgesamt sollte Bernabéu 69 Treffer in 79 Spielen für die Blancos erzielen – eine enorm gute Quote, aber noch nichts im Verhältnis zu den Leistungen, die er im Anschluss für den Verein erbringen sollte.

„Was die Franco-Diktatur getan hat war uns auszunutzen und sie haben uns niemals auch nur fünf Cent gegeben“

Noch neben seiner fußballerischen Laufbahn schließt Santiago Bernabéu erfolgreich das Jurastudium ab und erhält die Zulassung als Rechtsanwalt. Nach seiner aktiven Zeit bleibt er zunächst als Sekretär der Junta Directiva dem Verein treu. Diese Tätigkeit findet ihr abruptes Ende nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges, Bernabéu flüchtet ins Exil nach Frankreich. Als er wieder zurückkehrt liegt sein geliebter Verein in Trümmern. Hier hätte die Geschichte von Real Madrid bereits enden können, bevor sie richtig begonnen hatte – dank Bernabéu tat sie das nicht.

Der Sportfunktionär akquirierte ehemalige Spieler und Funktionäre, um sich an den Wiederaufbau des Stadions und der Vereinsliegenschaften zu machen. Auf Fördergelder vom Staat konnte Bernabéu allerdings nicht zählen. Das zwischenzeitlich in Atlético Aviación umbenannte Atlético Madrid hatte nach dem Krieg die sportliche Vormachtstellung in der spanischen Hauptstadt eingenommen und lag deshalb in der Gunst des Diktators. Auch deshalb setzte sich Bernabéu vehement gegen jegliche Vorwürfe, Real sei ein Régime-Klub, zur Wehr. Und aller Hürden zum Trotz gelang es ihm, den Spielbetrieb bei den Blancos aufrecht zu erhalten.

Zum Präsidenten des Vereins avancierte Bernabéu dann 1943 eher durch ein Kuriosum: Nach einem Clásico gab es zwischen den beiden Fanlagern derartige Ausschreitungen, dass die Regierung die jeweiligen Präsidenten zur Amtsaufgabe gezwungen hatte. Aufgrund vorangegangener Verdienste wurde er zum Legitimen Nachfolger und behielt sein Amt bis zu seinem Tode inne, auch wenn er seine Aufgaben schon vorher weitergereicht hatte. In seiner 35-jährigen Amtszeit sicherten sich die Königliche 71 Trophäen.

„Dieser Argentinier muss in Madrid spielen“

Die Ziele des neuen Präsidenten waren klar definiert: Er wollte den größten Klub der Welt schaffen. Dazu brauchte er ein neues Stadion, um die besten Spieler der Welt finanzieren zu können. Nebenbei forcierte er die Reorganisation sämtlicher Vereinsstrukturen und trieb die Professionalisierung auf allen Ebenen voran – und die Arbeit trug ihre Früchte. Nicht nur im Fußball, auch andere Abteilungen, unter anderem Basketball, strichen nationale sowie internationale Erfolge ein.

1947 wurde das Nuevo Estadio Chamartín eingeweiht und schon acht Jahre später in seinen heutigen Namen Estádio Santiago Bernabéu umgetauft. Der Jurist hatte sich schon zu Lebzeiten sein Denkmal gebaut und manifestierte seinen Mythos durch die glorreichen Erfolge mit der Mannschaft um Alfredo di Stéfano, seinem ganz persönlichen Transfercoup: „Ich will diesen Spieler, koste es was es wolle, dieser Argentinier muss in Madrid spielen“, hatte der Visionär um die Wichtigkeit des „blonden Pfeils“ gewusst.

Hinterlassenschaften von Don Bernabéu bleiben bis heute

Am 02. Juni 1978 verstarb der Mann, dem der Verein mehr zu verdanken hat, als jedem Spieler. Don Bernabéu ist der Grundvater des „Mythos Real Madrid“. Er war ein Visionär in seinem Amt und konnte jede Hürde und jeden Wiederstand überwinden, dem 1977 diagnostiziertem Krebsleiden stand er letztlich machtlos gegenüber. Was bleibt ist „sein“ altehrwürdiges Stadion und die von ihm propagierte Klubphilosophie, die bis heute gelebt wird und den Madridismo so besonders macht.

„Das Trikot von Real Madrid ist weiß, es kann mit Schlamm, Schweiß oder sogar Blut beschmutzt sein, aber niemals mit Schande“

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Vinícius Júnior: Wunderkind oder Bankdrücker? https://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/vinicius-junior-real-madrid_3410994 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/vinicius-junior-real-madrid_3410994#respond Fri, 24 Aug 2018 14:23:41 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=10994 Vinícius Júnior ist das neue brasilianische Juwel bei den Königlichen und seit seinem 18. Geburtstag am 12. Juli Bestandteil des Kaders von Real Madrid. 45 Millionen Euro hat man sich dessen Dienste bereits vor über einem Jahr kosten lassen. Sein...

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Vinícius Júnior ist das neue brasilianische Juwel bei den Königlichen und seit seinem 18. Geburtstag am 12. Juli Bestandteil des Kaders von Real Madrid. 45 Millionen Euro hat man sich dessen Dienste bereits vor über einem Jahr kosten lassen. Sein Weg läuft allerdings ins Ungewisse: Viele sagen, dass er der neue Neymar werden könnte, andere befürchten einen Transferflop. Wir blicken auf die ersten Wochen des „Wunderkindes“ bei den Königlichen.

16 Jahre war Vinícius alt, als er von Real Madrid verpflichtet wurde. Von Beginn an ist es klar gewesen, dass man den Flügelstürmer frühestens zu dessen 18. Geburtstag nach Spanien holen könne, ohne gegen FIFA-Regularien zu verstoßen. Lange Zeit gab es allerdings keine Gewissheit, ob Vinícius dann auch direkt zu Real Madrid stoßen soll, ein weiteres Jahr bei seinem Heimatclub bleiben würde, oder gar innerhalb Spaniens an einen anderen Verein verliehen wird, um dort Spielpraxis in La Liga sammeln zu können. Letztlich entschieden die Verantwortlichen in Madrid, zum frühestmöglichen Zeitpunkt den Jungen mit der Zahnspange zur Mannschaft zu holen.

Vinícius mit starkem Debüt

Dort angekommen, zeigte sich der Brasilianer überglücklich und stolz. Es sei immer sein Traum gewesen, für die Königlichen zu spielen. Diese Freude demonstrierte er auch prompt auf dem Spielfeld: Schnell, flink, agil, torgefährlich! All diese Attribute zeigte Vinícius während der USA-Reise mit seinen neuen Kollegen. Auf jener Position, wo Ronaldo eine Lücke hinterlassen hatte, wusste der quirlige Neuzugang auf Anhieb zu gefallen. Für die Anhänger Madrids ein Trost für den Abgang des Portugiesen – Balsam auf die geplagte Seele. Auch die Medien zeigten sich voll des Lobes. Vinícius schien sehr schnell im Konzert der Großen angekommen.

Dann kam es am 15. August zur Pflichtspielpremiere der neuen Saison. Beim europäischen Supercup gegen Atlético Madrid wartete direkt der erste große Härtetest auf den Angreifer – vermeintlich. Trotz Verlängerung und dem möglich gewordenen vierten Wechsel verzichtete Real-Trainer Lopetegui auf seinen Juwel und Vinícius musste 120 Minuten lang zusehen, wie seine Mannschaft das Lokalderby hergeschenkt hatte. Ein ähnliches Bild gab sich am folgenden Wochenende beim La Liga-Debüt im Bernabéu-Stadion: Lopetegui vertraute auf Marco Asensio oder Lucas Vázquez. Vinícius fand sich wieder 90 Minuten lang auf der Bank wieder.

Geduld die Devise?

Während Vinícius die Ruhe bewahrt, hat man bei Flamengo wenig Verständnis für die aktuelle Entwicklung. In der brasilianischen Liga, die sich während der Sommerpause in Europa bereits in vollem Gange befindet, ist die Mannschaft aus Rio de Janeiro seit seinem Abgang bereits von Platz 1 auf Platz 3 abgerutscht. In der Copa Libertadores steht man nach einer 0:2-Niederlage gegen Cruzeiro vor dem Aus. Vinícius´ Torgefahr und Spielfreude wird bei „O Rubro Negro“ dringlich vermisst. Da sieht man es am Zuckerhut noch kritischer, dass der Flügelstürmer bei Real Madrid lediglich als Zuschauer auf der Bank Platz nimmt.

Für den Spieler bleibt allerdings die Hoffnung, dass dieser Zustand nicht sehr lange von Dauer sein wird. Lopetegui scheint einen klaren Plan mit ihm zu haben. Der Trainer äußerte bereits mehrfach seine Zufriedenheit mit dem Flügelspieler, will ihn behutsam über vermeintlich leichtere Spiele heranführen. Spaniens Sportzeitung Marca schreibt zutreffend zu der Thematik: „Real poliert den Diamanten, will ihn aber nicht verbrennen.“ Noch denkt man in der Hauptstadt über seine Zukunft positiv. Noch!

„Konzentriere dich auf deine Ziele, darauf kommt es an“

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Foco nos teus objetivos, isso é o que importa! ⚽???

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Denn der Juwel sollte nicht zu lange poliert werden, weil gerade auch die Fans von Real ungeduldiger Natur sind: Nach dem Abgang von Ronaldo wollen sie den teuersten Einkauf in dieser Transferperiode spielen sehen oder weitere Neuzugänge präsentiert bekommen. Das würde allerdings wieder den Konkurrenzkampf für Vinícius erhöhen und die Chancen auf Spielzeit schmälern. Der Brasilianer bleibt angesichts seiner Situation allerdings locker und äußert sich nach dem ersten Spiel ohne Einsatz auf seinem Instagram-Account entspannt: „Konzentriere dich auf deine Ziele, darauf kommt es an.“ Wenn Vinícius seine Konzentration nicht verlieren wird, dann darf er sicherlich auch bei den Königlichen schon bald eine größere Rolle spielen. Wir werden seinen Weg gespannt verfolgen.

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Esteban Cambiasso – Arbeiter, Dirigent und Ballvirtuose https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/esteban-cambiasso-arbeiter-328945 https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/esteban-cambiasso-arbeiter-328945#respond Sat, 18 Aug 2018 09:00:27 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=5571 Zu Beginn seiner Karriere stand er bei Real Madrid im Schatten der „galaktischen“ Offensive um Figo, Zidane, Raúl oder Ronaldo. Später entwickelte er sich in Italien bei Inter zu einem der komplettesten defensiven Mittelfeldspieler der Welt. Chefutbol widmet Esteban Matías...

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Zu Beginn seiner Karriere stand er bei Real Madrid im Schatten der „galaktischen“ Offensive um Figo, Zidane, Raúl oder Ronaldo. Später entwickelte er sich in Italien bei Inter zu einem der komplettesten defensiven Mittelfeldspieler der Welt. Chefutbol widmet Esteban Matías Cambiasso anlässlich seines 38. Geburtstags ein Porträt.

Cambiasso, in San Fernando geboren und bei den Arentinos Juniors ausgebildet, wechselte im Sommer 1996 mit nicht einmal 16 Jahren als verheißungsvolles Talent über den Atlantik nach Europa zu Real Madrid. Nach zwei Jahren in Madrids Jugendmannschaft fehlte jedoch die Perspektive bei den Profis. Daher erfolgte zunächst der Schritt zurück nach Argentinien für eine dreijährige Leihe zu Independiente. Im Anschluss wurde Cambiasso ein weiteres Jahr bei River Plate geparkt, bevor er seine Karriere bei Real Madrid endlich richtig beginnen durfte und sich zu Beginn der Saison 2002/03 einen Stammplatz im Starensemble erkämpfte. Von September bis Ende November spielte er sowohl in der Liga als auch in der Champions League durchgehend, erst danach wurden seine Einsätze weniger.  In der Folgesaison 2003/04 reduzierten sich seine Einsätze weiter, in der Liga stand er lediglich 17 Mal auf dem Feld.

Entwicklung zum Stamm- und Führungsspieler bei Inter

Cambiasso zog einen Schlussstrich unter sein Kapitel bei den Königlichen, ließ seinen Vertrag auslaufen und wollte seine Karriere in einem anderen europäischen Land wieder auf Kurs bringen. Inter Mailand war nach einer chaotischen Saison 2003/04 auf der Suche nach Stabilität im Zentrum, mit Roberto Mancini übernahm im Sommer 2004 ein Coach, in dessen 4-4-2-System Cambiassos Profil gefragt war. Zuerst kritisch beäugt, spielte sich der unscheinbare Argentinier schnell in Herzen der Tifosi. Als kongenialer Partner seines Landsmannes Juan Sebastian Verón im zentralen Mittelfeld machte sich Cambiasso schnell unverzichtbar und lief gleich in seiner Debütsaison 30 mal für Inter in der Serie A auf. Erste Titelgewinne in der Coppa Italia (2005, 2006) sowie dem italienischen Supercup (2005, 2006) folgten rasch. Auf internationaler Bühne jedoch lief es durchwachsen für den Strategen aus dem defensiven Mittelfeld. Mit Inter Mailand schied er jeweils früh in den K.O.-Phasen der Champions League aus. Zu wenig für den ambitionierten Kader der Nerazzurri um Klubpatron Massimo Moratti. Und auch in der Nationalmannschaft lief es für Cambiasso unglücklich. Trotz begeisterndem Fußball bei der WM 2006 und Cambiassos Traumtor gegen Serbien schied die Albiceleste im Viertelfinale gegen Deutschland nach Elfmeterschießen aus. Tragischer Fehlschütze auf Seiten der Argentinier: Esteban Cambiasso.

Schritt in die Weltklasse und Triple-Gewinn 2010

Cambiasso ging jedoch gestärkt aus seinen Erlebnissen bei der WM in Deutschland hervor. Bei Inter wurde er immer stärker und avancierte nach dem Abgang von Verón endgültig zum unangefochtenen Dirigenten im zentralen Mittelfeld. Zudem machte er sich in der Serie A einen Namen als torgefährlicher Mittelfeldspieler. In der Saison 2007/08 schoss er wettbewerbsübergreifend 8 Tore in 44 Spielen. Cambiasso konnte das Spiel wie kaum ein Zweiter aus der Tiefe heraus lenken, besaß zudem noch herausragende Stärken im Zweikampf. Seine Antizipationsfähigkeit gehörte ebenfalls zu seinem Markenzeichen wie seine oftmals unterschätze Technik und Ballfertigkeit. Zwischen 2006 und 2009 errang Inter unter der Regie Cambiassos vier Meisterschaften in Serie. Doch auch unter dem neuen Coach José Mourinho wollte es international zunächst nicht klappen. 2009 schied man gegen Manchester United im Achtelfinale der Champions League aus. Was folgen sollte, war jedoch nichts Geringeres als die erfolgreichste Saison der Klubgeschichte. Das mit Spielern wie Eto’o oder Sneijder gespickte Team wurde von einer „Gaucho-Connection“ um Zanetti, Cambiasso, Milito und Samuel zum Triple-Gewinn 2010 geführt. Es war die Krönung auf Cambiassos starke Jahre, die er seit seinem Wechsel von Real Madrid zu Inter erlebte. Kurios: Das Champions League Finale 2010 fand ausgerechnet dort statt, wo sich Cambiasso zunächst nicht durchsetzen konnte: Im Bernabéu-Stadion.

Cambiasso im Herbst der Karriere: Leicester City und Olympiakos Piräus

Nach dem Pokalsieg 2011 ging es bei Inter Mailand steil bergab. Das Management verpasste es, den Kader zu verjüngen. Verstärkungen schlugen nicht wie gewünscht ein. Im Sommer 2014, zehn Jahre nach seiner Ankunft, verließ Cambiasso den italienischen Traditionsklub und erfüllte sich den Traum von der Premier League. Dort trug er wesentlich zum Klassenerhalt von Leicester City bei, wurde von den Fans zum Spieler der Saison gewählt. Anschließend schnürte Cambiasso seine Kickstiefel für den griechischen Serienmeister Olympiakos Piräus und verpasste so das „Wunder von Leicester“, obwohl ihn Coach Claudio Ranieri im Sommer 2015 noch zum Bleiben überreden wollte. 2017 lief Cambiassos Vertrag bei Piräus aus, wo er längst nicht mehr alle Spiele bestritt. Noch ist unklar, bei welchem Verein es für Cambiasso weitergeht. Anfang August verbreitete sich ein Tweet, der Cambiasso mitsamt Foto als Neuzugang bei den Argentinos Juniors ankündigte. Die Freude der Fans währte jedoch nur kurz: Der Account wurde gehackt. Falls Cambiasso wirklich schon in diesem Sommer die Schuhe an den Nagel hängen sollte, käme zukünftig auch eine Anstellung als Trainer in Betracht. Im Juni 2017 jedenfalls wurde bekannt, dass Cambiasso an einem Trainerlehrgang im italienischen Stützpunkt Coverciano teilnimmt. Vermutlich dauert es nicht mehr lange und „El Cuchu“ schwingt am Spielfeldrand den Taktstock.

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Cambados de „Sito Miñanco” – Narcofutbol in Galicien https://www.chefutbol.com/deutsche-posts/cambados-sito-minanco-narcofutbol-galicien-392873 https://www.chefutbol.com/deutsche-posts/cambados-sito-minanco-narcofutbol-galicien-392873#respond Tue, 24 Jul 2018 14:47:56 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=10631 Ende der 1980er Jahren verhalf der spanische Drogenboss José Ramón Prado Bugallo alias „Sito Miñanco“, der Kontakte zum Medellín-Kartell pflegte, dem galicischen Provinzverein Juventud aus dem ruhigen Fischerort Cambados zu einem kometenhaften Aufstieg, der ihn bis ins Estadio Santiago Bernabéu...

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Ende der 1980er Jahren verhalf der spanische Drogenboss José Ramón Prado Bugallo alias „Sito Miñanco“, der Kontakte zum Medellín-Kartell pflegte, dem galicischen Provinzverein Juventud aus dem ruhigen Fischerort Cambados zu einem kometenhaften Aufstieg, der ihn bis ins Estadio Santiago Bernabéu und bis nach Südamerika führte.  

Das 13.000-Einwohner Städtchen Cambados liegt an der herrlichen Ría de Arousa im Bezirk Pontevedra und lebt nach wie vor überwiegend vom Fischfang. In dem verschlafenen Ort erinnert wenig an die glamourösen und ereignisreichen Jahre von 1986-1989, als der lokale Fußballverein ans Tor zur 2. Liga klopfte, und hinter Deportivo La Coruña und Celta de Vigo die dritte Kraft in Galicien war. Diese Zeiten sind jedoch lange vorbei, und Juventud Cambados spielt, nach dem Aufstieg in der letzten Spielrunde, inzwischen wieder in der 5. Liga, der vermutlich angemesseneren Spielklasse.

Die goldenen Jahre des Vereins sind mit dem „berühmtesten“ Sohn des Städtchens verbunden, dessen bürgerlicher Name José Ramón Prado Bugallo ist, der aber in Spanien allgemein unter seinem Alias „Sito Miñanco” bekannt ist. Besagter Mann entwickelte sich vom kleinkriminellen Tabakschmuggler zu einem der größten europäischen Kokainschmuggler, der in Hochzeiten 80% des Europa-Konsums deckte. Er pflegte Kontakte zum Medellín Kartell von Pablo Escobar und war mit Odalys Rivera liiert, der Nichte eines panamaischen Ministers aus dem Kabinett des ehemaligen Militärdiktators Manuel Antonio Noriega Moreno. Die Hauptaufgabe des galicischen Capos war es mit Schnellbooten auf hoher See Drogen von Schiffen aus Lateinamerika abzuholen, bevor diese in spanische Häfen einliefen.

Sito Miñanco der Wohltäter

Der Mann der als Kind selbst in der Jugendmannschaft von Juventud Cambados spielte, aber kein allzu großes Talent bewiesen hatte, verdiente so viel Geld, dass er vermutlich nicht mehr wusste wohin damit. Im Nachhinein lassen sich in seinem Verhalten einige Parallelelen zu anderen großen Drogenbossen v.a. Pablo „El Patrón“ Escobar zeichnen, dessen Aussehen er anscheinend sogar versuchte zu kopieren (Schnurrbart, Art sich zu kleiden, siehe Bild unten). Zudem versuchte Miñanco ebenso wie Escobar durch Spenden oder Geschenke das Ansehen und Vertrauen der einfachen Leute zu gewinnen. Er spendierte unter anderem einen neuen Kirchenaltar, bezahlte medizinische Behandlungen und übernahm Studiengebühren von Kindern ärmerer Familien. Dazu sei gesagt, dass Galicien in den 90er Jahren eine wirtschaftsschwache Region war, in der die Politik keinen guten Ruf genoss, und die Bewohner somit dem spendablen Mann von neben an mit seinem Ferrari Testarossa mehr trauten als den meisten Politikern. Mit dem Ferrari chauffierte er seine Spieler manchmal sogar persönlich zum Sportplatz.

Zusätzlich zu den erwähnten sozialen Wohltätigkeiten übernahm der fußballbegeisterte Mann das Präsidentenamt bei seinem Kindheitsverein, womit der kometenhafteste Aufstieg an den man sich in Galicien erinnern kann, fahrt aufnahm. Denn Cambados begann auf einmal Spieler zu verpflichten die locker 2-3 Klassen höher hätten spielen können, und stieg innerhalb von drei Jahren aus der 5. Liga (galicische Regionalliga) bis in die Segunda División B (3. Liga) auf. Die Gehälter die gezahlt wurden lagen dank dem Drogenmillionär bei bis zu 2,5 Millionen Peseten im Jahr zuzüglich Prämien, womit man sich ebenfalls in einer Liga mit Deportivo und Celta bewegte, und den Spielern die Spiele auf den Erdplätzen schmackhaft machte.

Südamerikareise nach Panama und Venezuela

Im Sommer 1989, nach der bis dahin besten Saison der Vereinsgeschichte, die mit dem Aufstieg in die 3. Liga gekrönt wurde, belohnte der Boss seine Spieler mit einer Reise nach Südamerika, wohin er gute Kontakte pflegte und wo er regelmäßig sein Geld wusch. Später stellten die Medien die Reise hauptsächlich als Vergnügungsreise dar – was sie vermutlich auch war – bei der es den Spielern an nichts fehlte. Auch nicht an Luxusyachten, Prostituierten, besten Meeresfrüchten und teuren Champagner. Einige der Spieler wiesen dies jedoch zurück, und wiesen darauf hin, dass man während der zwölftägigen Reise immerhin auch fünf Spiele gegen lokale Teams austrug.

https://www.elespanol.com/reportajes/20180210/cambados-narcoequipo-pagaba-sito-minanco-llego-bernabeu/283722670_0.html

Zuerst reiste der galicische Drittligist nach Panama, wo ein Freundschaftsspiel sogar im nationalen panamaischen Fernsehen übertragen wurde, und selbst der damalige spanische Botschafter Tomás Lozano vor Ort war und sich nach Abpfiff mit der Mannschaft fotografieren ließ. Ein spanischer Justizangestellter der 2006 zu einem Kongress nach Panama flog, erzählte anschließend, dass Sito Miñanco in Panama selbst 15 Jahre nach seiner Festnahme in Spanien immer noch sehr bekannt war, und die Taxifahrer genau wussten wer er ist. Im Anschluss ging es für den Tross weiter nach Venezuela wo Cambados u.a. ein Spiel gegen Deportivo Galicia (heutiger Name: Galicia de Aragua) austrug, ein Verein der von galicischen Auswanderern gegründet worden war.

Doch die Reise war nicht alles, was José Bugallo seinem Heimatverein spendierte, denn ebenso finanzierte er einen Stadionausbau – das ganze 2.000 Plätze hat – und den lang ersehnten Rasenplatz, auf dem der Aufstieg in die 2. Liga erreicht werden sollte. Beim Einweihungsspiel gegen Racing de Ferrol waren auch viele lokale Politikgrößen zugegen, und ein Priester segnete das neue Stadion.

(Ausschnitt aus der span. Serie Fariña (galicisch für Mehl, ugs. Kokain), in der es um den Drogenhandel in Galicien geht)

Festnahme Miñanco’s und Absturz

Nachdem Sito Miñanco 1990 im Zuge der Operation Nécora verhaftet wurde, und das Drogengeld versiegte, war es nur mehr eine Frage der Zeit bis es sportlich wieder abwärts gehen sollte mit Cambados. Trotzdem beendete man die Saison 1989/90 auf einem respektablen vierten Platz, und durfte in der darauffolgenden Saison im Estadio Santiago Bernabéu gegen die Zweitvertretung von Real Madrid auflaufen (1:0 Niederlage), und hielt in diesem Jahr ebenfalls noch die Klasse. Erst in der dritten Drittligasaison folgte der Abstieg, und zehn Jahre nach dem Aufstieg in die 3.Liga spielte man schon wieder in der 6. Liga gegen Vereine aus der Nachbarschaft.

Dies ist die legendäre Mannschaft, an die man sich heute noch in Cambados erinnert: Sanisidro, Charlín, García, Estévez, Cacharrón, Montoto, Collazo, Bericat, Covelo, Dibuja y Asensio.

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Politik & Fußball: Die Entführung des Alfredo di Stéfano https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/entfuhrung-alfredo-di-stefano-58925 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/entfuhrung-alfredo-di-stefano-58925#respond Fri, 06 Apr 2018 22:01:53 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=9662 Heutzutage stehen Fußballprofis in der Öffentlichkeit und sind schillernde Persönlichkeiten. Früher war das eigentlich noch anders. Die Fußballer von damals konnten sich frei auf der Straße bewegen –  so dachte man – bis Alfredo di Stéfano dessen sportlicher Erfolg und...

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Heutzutage stehen Fußballprofis in der Öffentlichkeit und sind schillernde Persönlichkeiten. Früher war das eigentlich noch anders. Die Fußballer von damals konnten sich frei auf der Straße bewegen –  so dachte man – bis Alfredo di Stéfano dessen sportlicher Erfolg und der große Name zum Verhängnis wurden: 1963 geriet er durch seinen Ruhm ins Visier politischer Bestrebungen. Um Aufmerksamkeit zu generieren, wurde er in Venzuela verschleppt und als Geisel genommen. Hier ist die Geschichte des womöglich ersten Weltstars und den Schattenseiten seines Erfolgs. Es ist die Geschichte von Alfredo di Stéfano, der zum Spielball der Politik wurde.

In Lateinamerika besitzt Alfredo di Stéfano bereits Heldenstatus, bevor man ihn in Europa auf dem Zettel hat. Er war schon mit River Plate zweifacher argentinischer Meister und stand in Kolumbien bei den Millionarios aus Bogotá unter Vertrag, als der junge di Stéfano vermeintlich zum ersten Mal Spielball der Politik wird. Zu diesem Zeitpunkt ging es darum, welcher Klub den torgefährlichen Offensivmann unter Vertrag nehmen darf: Real Madrid oder der FC Barcelona. Es entwickelt sich ein Transferstreit, der bis heute Diskussionen in beiden Lagern nach sich zieht.

Transferstreit und Vorwurf der politischen Einflussnahme

Der FC Barcelona hatte La Saeta Rubia“ (der blonde Pfeil) quasi schon verpflichtet und bereits in Freundschaftsspielen eingesetzt, als Santiago Bernabéu – seines Zeichens Präsident von Real Madrid – auf den Argentinier aufmerksam wurde. Das findige Oberhaupt der Königlichen machte sich die Ungewissheit über die Transferrechte des Spielers zu eigen und überwies eine Ablösesumme an dessen Ex-Klub in Bogotá, während der FC Barcelona über einen Wechsel mit River Plate einig gewesen ist. So kam es zu der Situation, dass sich beide Vereine die Transferrechte des Spielers gesichert hatten und das spanische Sportministerium ein Urteil fällen musste, für welchen Verein der Argentinier letztlich auflaufen soll.

Die hinfällige Entscheidung lautete, dass di Stéfano zwei Jahre in Madrid spielen werde und im Anschluss für zwei weitere Jahre nach Barcelona wechseln solle. Für die Katalanen ein Affront, woraufhin sie von der Verpflichtung des Spielers abrückten. Bis heute existieren Vorwürfe aus dem katalanischen Lager, dass bei diesem Urteil das Franco-Regime seine Finger im Spiel gehabt hätte. Weil er sich mit dem sportlichen Erfolg des Hauptstadtklubs schmückte, soll er diesen beim Transfertheater unterstützt haben. Zwar nur Gerüchte, die aber angesichts anderweitiger Geschichten rund um die Franco-Diktatur nicht abwegig erscheinen.

Di Stéfano als unfreiwillige politische Werbe-Ikone

Falls das Regime tatsächlich aktiv Einfluss genommen hatte, war dieser Eingriff erfolgreich. Alfredo di Stéfano wurde zur Ikone des Klubs und war Gesicht der erfolgreichsten Epoche in der Vereinsgeschichte. Diese Erfolge führten zu enormer Strahlkraft des „blonden Pfeils“ und der resultierende Ruhm rückte ihn parallel noch weiter in den Fokus politischer Bewegungen. Als die Königlichen 1963 in Venezuela bei einem internationalen Turnier angetreten sind, wurde die Bekanntheit di Stéfanos zu dessen Verhängnis: Früh am Morgen klopfte es an seinem Hotelzimmer in Caracas, drei uniformierte Männer standen vor seiner Tür. Sie gaben sich als Polizisten zu erkennen und baten den Argentinier, sie auf das Revier zu begleiten. Der Fußballer soll unter Verdacht stehen, Drogen zu besitzen – wie sich herausstellte nur ein Vorwand.

Mit der Vermutung, lediglich Opfer eines großen Missverständnisses zu sein, begleitete di Stéfano die Gruppe. Die vermeintlichen Polizisten offenbarten später im Wagen, von der Gruppierung „Fuerzas Armadas de Liberacion Nacional“ (FALN), einer linksradikal gerichteten Guerilla-Organisation zu sein. Die Entführer machten ihm klar, dass sie ihn als Geisel nehmen würden, ihm aber nichts zustoßen würde, wenn er sich an die Regeln halte. „Wir haben nichts gegen Sie, wir machen das einfach nur, damit sich die Presse für uns interessiert“, sollen sie dem Fußballer erklärt haben. Die separatistische Bewegung, bestehend aus Regimekritikern, Revoluzern und radikalisierten Mitgliedern der kommunistischen Partei, hatte es sich zum Ziel gesetzt, gegen die Regierung des damaligen venezolanischen Präsidenten Rónulo Betancourt zu protestierten – und die Idee fruchtete.

Verständnisvolles Opfer

Durch die Entführung des erfolgreichsten Fußballers jener Zeit war die FALN in Medien und Öffentlichkeit stark vertreten. Die Entführung schmückte die Titelseiten von Zeitschriften auf der ganzen Welt. Der Erfolg der Aktion war für Di Stéfano ein Glücksfall. Weil das einzige Ziel – Aufmerksamkeit für die Verhältnisse in Venezuela zu erwecken – mit der Entführung erreicht wurde, konnte der Argentinier nach 72 Stunden in Gewahrsam wieder freigelassen werden. Die Entführer brachten den Spieler in die Avenida Libertadores und forderten ihn auf, auszusteigen. Dort nahm er sich ein Taxi und fuhr zur spanischen Botschaft. Trotz der Strapazen demonstrierte das Opfer  Verständnis für die Ziele und Anliegen der Bewegung: „Das waren Altruisten, die haben Ideale“, gab sich der Fußballer anschließend empathisch.

Letztlich kam er mit dem Schrecken davon und blieb unversehrt. Auf Wunsch von Bernabéu ging er sogar am Tag seiner Freilassung bereits wieder seiner Berufung nach, spielte eine Halbzeit gegen São Paulo, ehe er aus Erschöpfung ausgewechselt werden musste. Im Nachhinein kursierten Meldungen, er habe während der Gefangenschaft mit seinen Entführern Karten und Schach gespielt, als hätte der Argentinier neue Freundschaften geschlossen: „Zuhause hängt ein Bild, abgezeichnet von einem der Entführer. Er schickte es mir, um mich für die Leiden zu entschädigen.“ Ob er in Kontakt mit seinen Peinigern geblieben ist, wird nicht berichtet. Aufgrund des glimpflichen Ausgangs der Aktion konnte di Stéfano jedenfalls wieder das tun, was ihm am meisten Freude bereitete: Tore schießen. Ganz getreu seiner Weisheit, „Fußball ohne Tore ist wie ein Tag ohne Sonne.“

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Robinho – zwischen Riesentalent und Vergewaltigungsprozess https://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/robinho-real-madrid-398338 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/robinho-real-madrid-398338#respond Wed, 28 Mar 2018 08:07:10 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=8338 Über den kleinen Brasilianer Robinho scheiden sich die Geister. Der begnadete Fußballer hat in den Augen vieler Beobachter sein Talent vergeudet – und das trotz beachtlicher 99 Länderspiele für die Seleção und nationalen Meisterschaften in Brasilien, Spanien, Italien und China....

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Über den kleinen Brasilianer Robinho scheiden sich die Geister. Der begnadete Fußballer hat in den Augen vieler Beobachter sein Talent vergeudet – und das trotz beachtlicher 99 Länderspiele für die Seleção und nationalen Meisterschaften in Brasilien, Spanien, Italien und China. Die Kritik, nicht alles aus seinem Potential herausgeholt zu haben ist allerdings nur eine Kleinigkeit im Gegensatz zu dem, was ihm aktuell vorgeworfen wird: Von einem italienischen Gericht wurde er für einen Vorfall aus dem Jahr 2013 zu einer 9-jährigen Haftstrafe verurteilt. Ein Blick auf die Karriere des Dribbelkünstlers mit Schattenseiten.

Pelé selbst soll angeblich Gänsehaut bekommen haben, als er Robinho das erste Mal gesehen hatte: “In ihm sah ich mich selber mit 15 Jahren, ich habe fast geweint.” Der Wechsel von Robinho nach Madrid war für die Königlichen der Transfercoup des Sommers 2005. 24 Millionen Euro hatte man sich seine Dienste kosten lassen. Der 21 Jahre alte Brasilianer bekam die Nummer 10, welche vor ihm noch den Rücken von Luis Figo dekorierte. In Madrid wird Robinho letztlich zweimal spanischer Meister und avanciert zum Stammspieler. In seinem ersten Clásico wurde er prompt „Man of the Match“. Die Ehe des Edeltechnikers mit Real Madrid begann vielversprechend, endete allerdings in einem Missverständnis.

Zu sensibel für die Königlichen

Drei Jahre verzauberte der quirlige Dribbler die Fans im Benabéu, ehe er sich wenig freundschaftlich aus der spanischen Hauptstadt verabschiedete. Grund dafür soll der Umgang der Verantwortlichen in Madrid mit dem sensiblen Techniker beim bevorstehenden Wechseltheater um Cristiano Ronaldo gewesen sein. Im brasilianischen Sender SporTV erklärte Robinho, dass er Madrid verlassen hatte, weil der Klub ihn beim Versuch den Portugiesen zu verpflichten als Wechselgeld benutzen wollte. Robinho fühlte sich verachtet und nicht geschätzt. Als sich dann die Gespräche mit Ronaldo nicht entwickelten und die Verantwortlichen auf Robinho zukamen hatte der Angreifer seinen Abgang bereits beschlossen.

Der sensible Brasilianer zog die für sich logische Konsequenz: „Ich bedauere es nicht gegangen zu sein, ich bedauere die Art und Weiß, wie ich gegangen bin“, lies er nach dem Wechsel verlauten. Später sollte er sich mit mehr Reue an die Geschehnisse erinnern: „Ich hatte kein gutes Verhalten. Heute habe ich einen anderen Kopf, eine andere Mentalität.“ Als drittbester Torschütze seiner Mannschaft hinter Raúl und Ruud van Nistelrooy zog es Robinho damals zu Manchester City. Sein Heimatklub FC Santos, der AC Mailand, Guangzhou Evergrande und zuletzt Atlético Mineiro in Brasilien wurden zu weiteren Karrierestationen. Beständigkeit fand er nirgends, weder sportlich noch privat. Nun sucht er sein Glück in der Türkei.

Ohne Fokus flacht die Karriere von Robinho ab

Trotz aller Erfolge in der Laufbahn von Robinho, gibt es die naheliegende Versuchung zu hinterfragen, was mit etwas mehr Ehrgeiz – oder weniger Eitelkeit – möglich gewesen wäre. Nicht wenige hatten ihn als künftigen Weltfußballer auf dem Zettel. Mit Eskapaden auf und neben dem Platz stand jedoch zu häufig selbst im Weg. 2006 wurde er unter Trainer Capello nach einer Rauferei mit seinem damaligen Teamkollegen Gravesen vom Training suspendiert. Während des Intermezzos bei den Citizens soll er unentschuldigt nach Brasilien verschwunden sein, um dort seinen Geburtstag zu feiern. Nicht die einzige unerlaubte Exkursion in seiner Zeit auf der Insel. Die Verurteilung von einem Mailänder Gericht für eine Tat aus dem Jahr 2013, setzt dem Ganzen nun die schändliche Krone auf. Robinho soll zusammen mit fünf Freunden eine Albanerin in der Garderobe eines Mailänder Nachtclubs vergewaltigt haben.

Pikante Vorwürfe und Ungewissheit über sein tatsächliches Potential

Das Gericht befand Robinho für schuldig und verurteilte ihn zu neun Jahren Haft. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig – seine Anwälte hatten Berufung eingelegt. Bis der Fall durch alle juristischen Instanzen geht, wird noch viel Zeit verstreichen und selbst dann wird der Brasilianer kaum hinter Gitter müssen: Brasilien liefert seine Staatsbürger nicht aus. Somit würde er bei einer Geldstrafe von 60.000 € glimpflich davonkommen. Robinho selbst beteuert übrigens vehement seine Unschuld. Über seine Verteidigung hatte er unmittelbar nach dem Urteil verlauten lassen, „an diesem Vorfall keinerlei Beteiligung zu haben.“ Vergleichbaren Anschuldigungen sah er sich bereits 2009 nach einem Diskothekenbesuch in Leeds ausgesetzt. Damals wurde allerdings der Vorwurf als Lüge entlarvt.

Ob schuldig oder nicht, der Prozess gegen ihn liegt nun zusammen mit all den anderen Exzessen wie ein grauer Schleier über seiner Karriere, in der wahrscheinlich viel mehr erreichbar gewesen ist. Aufgrund seines Leistungseinbruchs verpasste er die WM-Teilnahme im eigenen Land. Welche Rolle dabei seine regelmäßigen Aufenthalte in Nachtclubs gespielt haben, muss jeder für sich deuten. Bei seinem neuen Arbeitgeber Sivasspor läuft es ganz gut: In der Süper Lig erzielte er in seinen ersten sieben Begegnungen bereits drei Treffer und legte zwei Tore vor. Mit dieser Ausbeute belegt man aktuell den 8. Platz. Das ist für Sivasspor soweit okey, aber bei weitem nicht der Maßstab für einen Fußballer, wie es Robinho (gewesen) ist.

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Zum 30. Geburtstag: Ein Blick auf die Karriere von Fábio Coentrão https://www.chefutbol.com/europa/portugal/30-fabio-coentrao-868962 https://www.chefutbol.com/europa/portugal/30-fabio-coentrao-868962#respond Sun, 11 Mar 2018 11:25:33 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=8201 Fábio Coentrão feiert heute seinen 30. Geburtstag. All seine Erfahrungen und das Alter hindern ihn nicht daran, gelegentlich seinem heißblütigen Gemüt Freilauf zu gewähren. Erst letzte Woche beim Topspiel in Porto lieferte er sich an der Außenlinie eine Rangelei um...

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Fábio Coentrão feiert heute seinen 30. Geburtstag. All seine Erfahrungen und das Alter hindern ihn nicht daran, gelegentlich seinem heißblütigen Gemüt Freilauf zu gewähren. Erst letzte Woche beim Topspiel in Porto lieferte er sich an der Außenlinie eine Rangelei um den Ball mit einem Ersthelfer. Wir nehmen seinen Jubeltag zum Anlass, einen Blick auf den hitzköpfigen Außenverteidiger zu werfen, dessen Zukunft noch ungewiss ist.

In der kleinen Küstenstadt Vila do Conde, welche gut 30 km nördlich von Porto liegt, machte Fábio Coentrão seine ersten fußballerischen Gehversuche. Vom dort ansässigen Erstligisten FC Rio Ave ging er zum portugiesischen Spitzenklub Benfica Lissabon. Im Jahr 2011 wurde er dann für 30 Millionen Euro nach Madrid geholt, wo er noch heute unter Vertrag steht. Langfristig konnte er sich nicht durchsetzen und hatte mit Verletzungspech zu kämpfen. „In Madrid begann ich zu denken, dass ich vergessen habe Fußball zu spielen“, sagte der Blondschopf diese Woche in einem Interview mit der Marca. In seiner Heimat konnte er nun seine Leistungen wieder festigen.

Coentrão liebäugelt mit Verbleib in Lissabon

Aktuell spielt Coentrão in der Liga NOS für Sporting Lissabon. Dorthin ist er bis zum Sommer verliehen. Nach seinem Intermezzo beim AS Monaco ist es bereits die zweite Leihe, seitdem er bei den Königlichen ist. Im Benabéu hat er kaum eine Zukunft. Mit Marcelo ist auf seiner Position der womöglich beste Außenverteidiger der Welt gesetzt und Theo Hernández wurde erst im vergangenen Sommer als Backup verpflichtet. Am Tejo-Ufer hat er mehr Chancen auf Spielpraxis und er fühlt sich wohl in seiner Heimat. Deshalb hat er bereits signalisiert, über das Leihgeschäft hinaus bei Sporting bleiben zu wollen.

Der Spieler müsste dafür allerdings finanzielle Abstriche in Kauf nehmen, um sich diesen Wunsch zu ermöglichen. Aufgrund schlechter Aussichten in Madrid, dennoch die für ihn beste Lösung. „Ich habe einen Vertrag mit Real bis 2019 und sollten sie wieder auf mich zählen, ist alles perfekt. Wenn nicht, werde ich weiter meinen Weg gehen“, lies der Linksfuß bereits während der letzten Saison Einblicke in seine Gefühlswelt zu. Die Situation bei Real dürfte sich seit jeher kaum verbessert haben, weshalb die Zeichen auf Abschied stehen.

Unüberlegte Aktion lässt Rivalität aufkochen

Coentrão ist ein Heißsporn, welcher gelegentlich durch unüberlegte Aktionen aufzufallen weiß. Allein in den paar Monaten bei Sporting hat er bereits einen Mitspieler auf dem Spielfeld attackiert, die Ersatzbank zerschlagen oder eben eine Rauferei mit einem Sanitäter angezettelt. Ebenso pikant: Im Sommer 2017 verbreitete sich ein Bild mit ihm und zwei Sporting-Fans in den sozialen Medien, welches den Linksverteidiger mit einem Schal zeigt, der die Aufschrift „Benfica ist Scheiße“ trägt.

Besonders irritierend ist diese Aktion vor dem Hintergrund, dass er stets Benfica als seinen Herzensverein titulierte. „Ich liebe Benfica“, wurde er damals zitiert und bestätigte zu Madrider Zeiten den Wunsch, eines Tages zu den Adlern zurückkehren zu wollen. Sein jetziges Engagement beim Stadtrivalen ist für ihn kein Problem: Nach seiner Ankunft bei den Löwen bezeugte er, dass er seitdem er klein ist für Sporting sei. Er fühle sich dort zu Hause und würde seine Seele für den Verein geben. Angesichts der Rivalität von Benfica und Sporting ein paradoxer Sinneswandel beim Mann mit den blonden Strähnen.

Wankelmütig, charakterschwach oder nur ein großes Kind?

Ihm soll nun allerdings nicht unterstellt werden, er sei einer dieser „Wappenküsser“, welcher beim nächstbesten Angebot die Seiten wechselt. Wir sehen einen Fußballer, der stets die Farben seines Trikots verteidigt und alles für den Klub gibt. Begangene Fehltritte zeugen von seinem Temperament, die Trauer nach bitteren Niederlagen von seinem Ehrgeiz. „Ich bin ein Mann und keine Maschine“, verteidigte er einst seine Tränen nach einer Auswechslung. Coentrão ist mit Leib und Seele dabei, egal für welchen Klub. Das ehrt ihn.

In ihm steckt lediglich das Wesen eines großen Kindes. Mannschaftskameraden in Madrid können das bestätigen: Unter José Mourinho nahm er einst auf der Ersatzbank der Königlichen Platz, obwohl er nicht einmal im Kader stand. Nach anfänglicher Verwunderung mussten ihn seine Kollegen darauf aufmerksam machen, dass sein Platz auf der Tribüne ist. Ein Exempel seines jugendlichen Leichtsinns.

Das kindliche Wesen hat er sich bis zu seinem 30. Geburtstag bewahren können. Damit ist er auf seine besondere Weise ein Vorbild für unsere Gesellschaft und das raue Fußballgeschäft. Dafür feiern wir ihn an seinem Ehrentag. Parabéns para você – Fábio Coentrão – bleib so wie du bist!

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Ist Zidane noch der Richtige? https://www.chefutbol.com/europa/spanien/zidane-noch-richtige-489254 https://www.chefutbol.com/europa/spanien/zidane-noch-richtige-489254#respond Fri, 19 Jan 2018 14:38:41 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7468 Real Madrid steckt in einer schweren Krise. Die weitere Niederlage im Heimspiel gegen Villareal hat nun auch dem größten Optimisten den Traum von der Meisterschaft geraubt. Sitzt der Trainer noch fest im Sessel oder ist die kürzlich vorgenommene Vertragsverlängerung nur...

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Real Madrid steckt in einer schweren Krise. Die weitere Niederlage im Heimspiel gegen Villareal hat nun auch dem größten Optimisten den Traum von der Meisterschaft geraubt. Sitzt der Trainer noch fest im Sessel oder ist die kürzlich vorgenommene Vertragsverlängerung nur eine propagierte Außendarstellung der Königlichen?

Es war ca. 18.00 Uhr im Estadio Santiago Bernabéu, als der Abpfiff ertönte. Für die Fans, Spieler und Verantwortlichen Reals muss es ein schriller Pfiff gewesen sein. Das lassen zumindest die konsternierten Gesichter der Spieler vermuten, welche gerade einen weiteren Rückschlag in La Liga wegstecken mussten. Nicht der Erste in dieser Spielzeit. Die Meisterschaft ist definitiv futsch, das ist mittlerweile jedem klar. Die 0:1 Heimniederlage verschärft nun das aktuelle Schlamassel, in dem sich die Mannschaft aktuell befindet.

Das gelbe U-Boot ist keine Laufkundschaft der spanischen Eliteklasse. Einen Kantersieg zu erwarten, wäre auch vermessen. Allerdings ist es ein Sinnbild der aktuell doch so misslichen Situation, in welcher sich Real Madrid befindet. Es ist die erste Heimniederlage in der Geschichte von Real Madrid gegen das Team aus der 50.000 Einwohner-Stadt aus der Nähe Valencia´s. Die Mannschaft von Villareal war zwar deutlich unterlegen, nach 90 Minuten hatten sie allerdings drei Punkte mehr auf dem Konto. Jetzt ist das gelbe U-Boot auch in der Tabelle nur noch einen Punkt hinter den Königlichen. Die Luft für Zidane wird langsam dünner.

Der Druck steigt für Zidane

Der Trainer kennzeichnet sich selbst verantwortlich für die aktuelle Misere. Noch hat er einen Puffer und erfährt Rückhalt aus den eigenen Reihen. Dafür kann er sich glücklich schätzen, das müsste er eigentlich am besten wissen. Sein Vorgänger Benítez war gefühlt schon angezählt, bevor er das erste Mal seine Mannschaft auf das Spielfeld schickte. Er verbrachte letztlich nicht viel Zeit auf der Trainerbank, welche in der Vergangenheit ohnehin als der Schleudersitz des europäischen Fußballs gegolten hatte. Der Trainer ist häufig das schwächste Glied in der Kette des Profisports. Bei Real handelt es sich aktuell um eine recht brüchige Kette.

Zunächst konnte Zizou den „Schleudersitz Trainerstuhl“ noch stilllegen. Wie lange jener Umstand noch anhält, bleibt allerdings fraglich, zumal die Resultate gegen ihn sprechen. Die bisherige Punkteausbeute ist historisch schlecht, der Erzrivale aus Barcelona längst enteilt. Was Zidane noch am Leben erhält, ist die Aussicht auf Titel im Pokal und Champions League sowie – und das wahrscheinlich noch viel mehr – die Erfolge der vergangenen Jahre und Zidanes Prestige als ehemaliger Weltfußballer. Das ist sein größter Vorteil, gegenüber zuvor erwähnten Rafael Benítez.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zinedine_Zidane_and_Marco_Materazzi_(retouch).jpg?uselang=fr / Photo by Mohan. www.dohastadiumplusqatar.com

Strategische Vertragsverlängerung

Dieser Kredit könnte aber schnell aufgebraucht sein. Die Kritik bezieht sich längst nicht mehr nur auf die überschaubare Punkteausbeute. Die Fitness einiger Spieler wird hinterfragt, die Integration junger Talente gelingt Zidane aktuell nicht. Dani Ceballos, zum Beispiel, kam diesen Sommer als der Nachfolger von Luca Modric in die Hauptstadt. Nun steht seine Rückkehr zu Betis im Raum. In Madrid ist die Geduld ein endliches Gut, das haben auch schon andere Fußballgrößen am eigenen Leib erfahren müssen. Das wird dem Franzosen wohl bewusst sein, er kennt den Verein und die forsche Gangart in den Büros der Verantwortlichen gut genug.

Genau wegen der Talfahrt dieser Saison ist es nun ein wenig verwunderlich, dass in der vergangenen Woche die Vertragsverlängerung des Franzosen bekannt wurde. Zidane ist aktuell das Gesicht des Misserfolgs und Verantwortlich für die Misere. Mit dem neuen Vertrag erhält Zidane nochmal die Rückendeckung, welche er auch braucht, um am Team arbeiten zu können. Auf die einstige Torgarantie Ronaldo ist momentan auch kein Verlass für Zidane. Nach außen hin sitzt er noch fest im Sattel. Schafft der Weltmeister von 1998 allerdings nicht zügig die Kehrtwende, wird das kürzlich geschlossene Vertragsverhältnis zu Schall und Rauch verkommen.

Champions League als Weichenstellung

Ob die Zusammenarbeit bereits enden könnte, wenn Real Madrid im Achtelfinale gegen Paris den Kürzeren ziehen sollte, bleibt abzuwarten – darf aber als wahrscheinlich gelten. In Madrid liegt seit jeher der Fokus auf den Henkelpott. Die erneute Titelverteidigung würde den tabellarischen Absturz in der Liga vergessen machen. Läuft es in der Liga auch so weiter, wird der Triumpf in der Königsklasse sogar zur Notwendigkeit: Hält die aktuelle Misere an, ist die Teilnahme am europäischen Elitewettbewerb in akuter Gefahr.

Sollte nämlich der GAU eintreten und das weiße Ballett gar um die Qualifikation an der Königsklasse bangen müssen, wird Zidane nicht mehr lange ruhig auf der Trainerbank in Madrid Platz nehmen dürfen. Spätestens dann wird aus dem Trainerstuhl wieder ein Schleudersitz. Paris wird der Gegner, bei dem die Weichen gestellt werden. Für Zidane könnte es eine Entscheidung geben, wenn es am 06.03. in die Stadt der Liebe geht. Die besondere Brisanz an dieser Begegnung: Paris ist offenkundig an Zidane´s Trainerdiensten interessiert und könnte durch einen Sieg dessen Entlassung forcieren. Für St. Germain ist es die Gelegenheit, den Weg für den Wunschtrainer zu ebnen. Für die Blancos ist es ein Endspiel, um eine verkorkste Saison zu retten.

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Zieht es Neymar zu Real Madrid? – Unser Faktencheck https://www.chefutbol.com/europa/spanien/neymar-real-madrid-911237 https://www.chefutbol.com/europa/spanien/neymar-real-madrid-911237#respond Thu, 18 Jan 2018 23:01:26 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7432 Seit einem halben Jahr spielt Neymar beim Scheich-Club von Paris St. Germain. Fast genauso lange halten sich Gerüchte, dass er sich in der französischen Metropole nicht wohlfühle. Immer wieder gibt es Berichte, dass Real Madrid Interesse an einer Verpflichtung des...

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Seit einem halben Jahr spielt Neymar beim Scheich-Club von Paris St. Germain. Fast genauso lange halten sich Gerüchte, dass er sich in der französischen Metropole nicht wohlfühle. Immer wieder gibt es Berichte, dass Real Madrid Interesse an einer Verpflichtung des Brasilianers hätte, aber was ist dran, an der brisantesten Spekulation dieses Winters?

Im Sommer ist der Aufschrei groß gewesen. Neymar wechselte für 222 Mio. € vom FC Barcelona zu Paris St. Germain. Der teuerste Spieler in der Geschichte schlug auf Anhieb ein: In 22 Pflichtspielen erzielte der Linksaußen 20 Tore und bereitete 14 weitere Treffer vor. Trotz aller Gerüchte um Allüren und Extraklauseln im Vertrag des Brasilianers hat der Star der Seleção in der Stadt der Liebe auf Anhieb funktioniert und einen Hype ausgelöst. Er ist der Grund dafür, dass man mittlerweile in Paris realistische Träume über den Champions League Titel hegt. Angesichts der überschaubaren Konkurrenz in Frankreich, der einzig wahre Meilenstein, den es für PSG anzustreben gilt.

Trotz des momentanen Erfolges, herrscht in Paris seit dem Transfer keine Ruhe. Es halten sich schon lange stetige Gerüchte um einen Abschiedswunsch des Brasilianers – zu lange um bloß eine Ente zu sein, möchte man meinen. Unlängst wurde davon berichtet, dass der streitbare Vater von Neymar Real Madrids Präsident Pérez bereits ein Wechselversprechen gegeben haben soll. Weiterhin wird vermeldet, er wolle so viel Druck wie möglich auf Nasser Al-Khelaifi, dem Clubboss von Paris St. Germain ausüben. Eine Masche, die man dem als geldgierigen Mann beschriebenen Vater des Fußballers zutrauen könnte. Vielleicht tun ihm die Medien allerdings auch Unrecht und nutzen lediglich seinen Ruf, um ein brisantes Thema zu legitimieren.

Verwirrung, Spekulation und Gerüchte

Streitigkeiten innerhalb des Teams und Mitspieler, welche sich an Neymars Allüren stören haben angeblich zur Folge, dass er sich nicht wohl fühlt an der Seine. Wenn ein Spieler vom Kaliber des Brasilianers schließlich einen Wechselwunsch hegt, liegt es unwahrscheinlich Nahe, dass ein Club wie Real Madrid auf dem Radar erscheint. Sportlich ist er einer der wenigen Offensivspieler, welcher die Angriffsmaschinerie der Königlichen nochmals verstärken kann. Es gibt nur einen Haken, und das ist sein Preis. Schenkt man gar britischen Medienberichten glauben, ist eine Voraussetzung von Neymar für einen Wechsel, dass auch sein Landsmann und Teamkollege bei Paris, Marquinhos, verpflichtet werden soll. Dadurch würde die Gesamtablöse um einen nicht unerheblichen Betrag steigen.

Beim Wechsel von Neymar im Sommer wurden bereits alle Transferrekorde der Vergangenheit pulverisiert und offensichtlich auch diverse Finanzrichtlinien der FIFA umschifft. Angesichts der Leistungen des Brasilianers im abgelaufenen Halbjahr und seines Vertrages bis ins Jahr 2022 erscheint der aktuelle Marktwert von 150 Mio. € zu einer trivialen Größe zu verkommen, welche an der Realität weit vorbeigehen wird, sollte der Deal tatsächlich stattfinden. Egal, welcher Verein seine Route nach dem aktuell dicksten Fisch auf dem Fußballmarkt auswerfen wird, er muss tief in die Tasche greifen – sehr tief. Selbst die einst ausgerufenen 250 Mio. € könnten deutlich zu wenig sein.

Wer, wenn nicht Real Madrid?!

Auch wenn die Königlichen in der Vergangenheit stets für Rekordablösen auf dem Transfermarkt sorgen konnten, ist es in den vergangenen Transferperioden beinahe erschreckend ruhig um die Blancos geworden. War es lediglich die Ruhe vor dem Sturm und uns erwartet ein Paukenschlag? Angesichts der aktuellen sportlichen Misere werden die Forderungen nach einem neuen „Galaktischen“ in Madrid immer größer. Es kreisen Namen, wie Werner, Hazard oder Kane um das Bernabéu, der absolute Königstransfer wäre allerdings Neymar. Am Brasilianer wird zukünftig kaum ein Weg mehr zum Weltfußballer vorbeigehen und seine Rückkehr nach Spanien wäre der perfekte Seitenhieb für den FC Barcelona, welchen die Fans in Madrid so sehr herbeisehnen.

Sportlich und für das Selbstverständnis des Hauptstadtclubs ist Neymar die absolut perfekte Wahl. Das denkt man sich allerdings auch in Paris. Vereinsboss Al-Khelaifi wird seinen Star kaum ziehen lassen wollen. Jeder hat vielleicht ein Preisschild, das von Neymar ist aber besonders groß. Hinzu kommt, dass Paris ausgerechnet der Club ist, dem Geld und Ablösesummen am wenigsten zu interessieren scheinen. So kann ein Wechsel überhaupt erst realisierbar werden, wenn Neymar seinen Wechselwunsch tatsächlich bekundet. Trotz aller Gerüchte über sein nicht vorhandenes Wohlbefinden beteuert der Brasilianer, dass er in Paris glücklich sei und bleiben möchte. Wenn das stimmt, sind weitere Spekulationen bestandslos.

Es gibt einen Schlüssel für Real zu Neymar

Die Situation scheint, als hätte zunächst Neymar die Qual der Wahl. Will er tatsächlich weg aus Paris, müssen die Verantwortlichen Reals im Anschluss Al-Khelaifi überzeugen. Geld ist ein Mittel, welches ihn nur interessieren wird, wenn der Weltverband Nachforschungen zu den Transferausgaben anstellen wird und konkrete Sanktionen drohen. In Madrid gibt es allerdings ein Objekt der Begierde, welches dem Scheich womöglich doch zum Überlegen bringen könnte: Es ist Cristiano Ronaldo. Auf den Weltfußballer hat es der Al-Khelaifi augenscheinlich schon lange abgesehen. Ein Tauschgeschäft um Neymar und Ronaldo würde wohl alles Dagewesene übertreffen.

Noch gibt es aber keine konkreten Aussagen, Berichte zu dem Thema unterliegen Schwankungen. Diesen Winter wird voraussichtlich noch nichts geschehen. Ob uns dann der größte Transfer der Fußballgeschichte im Sommer bevorsteht, bleibt zunächst reine Spekulation. Bis dahin werden noch viele Namen und Summen fallen, denen man stets kritisch gegenüberstehen sollte. Eine Suppe wird nie so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Allerdings ist bei dieser Metapher von einer Suppe die Rede, an der sich auch die größten Vereine Europas die Zunge gehörig verbrennen könnten. Ob Real Madrid von der „Versuchung Neymar“ kosten wird, bleibt abzuwarten. Wir sind gespannt.

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Ivan Zamorano: Der chilenische Bomber https://www.chefutbol.com/lateinamerika/chile-lateinamerika/ivan-zamorano-chile-156631 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/chile-lateinamerika/ivan-zamorano-chile-156631#comments Thu, 18 Jan 2018 17:15:45 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=1566 Ivan “Bam Bam” Zamorano war ein Mittelstürmer, ein klassischer Neuner, ein Killer vor dem Tor. Ein Porträt über die personifizierte Torgefahr. Die klassische Nummer 9 ist im heutigen Fußball eine aussterbende Spezies. Gerade in Mannschaften, die ein ballbesitzorientiertes Spiel pflegen,...

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Ivan “Bam Bam” Zamorano war ein Mittelstürmer, ein klassischer Neuner, ein Killer vor dem Tor. Ein Porträt über die personifizierte Torgefahr.

Die klassische Nummer 9 ist im heutigen Fußball eine aussterbende Spezies. Gerade in Mannschaften, die ein ballbesitzorientiertes Spiel pflegen, werden Mittelstürmer immer häufiger von der modernen Variante verdrängt, quasi ein Angreifer 2.0. Die falsche 9 spielt umtriebig, lässt sich fallen und ist kaum mehr im gegnerischen Strafraum anzutreffen. Doch es gab auch einmal Zeiten, da verbreiteten klassische Torjäger genau dort Angst und Schrecken. Ivan der Schreckliche beispielsweise.

Die Rede ist von Ivan Zamorano, ein Strafraumungeheuer der 90er-Jahre. Er erhielt seinen Spitznamen in Anlehnung an Iwan IV. Wassiljewitsch, im 16. Jahrhundert der erste Großfürst von Moskau und später selbsternannter Zar Russlands. Mit der historisch belegten Grausamkeit des autoritären Machthabers hat Zamorano jedoch wenig gemein. Der Chilene war als aktiver Fußballer, zum Leiden der gegnerischen Abwehrspieler, einfach nur grausam effizient.

Seine ersten Tore im Profifußball machte Zamorano für Club de Deportes Cobresa, ein chilenischer Verein aus El Salvador, dessen Stadion am Fuße der Anden liegt. Bereits in jungen Jahren zeigte der Stürmer seine klinische Effizienz, mit 20 war er fester Bestandteil der chilenischen Nationalmannschaft, seinen ersten Treffer für “La Roja” erzielte er gleich bei seinem Debüt gegen Peru.

Vom vermeintlichen Transferflop zum Torschützenkönig – Traumduo mit Davor Šuker

Die Qualitäten des Stürmers hatten sich nun bis nach Europa rumgesprochen. Im Jahr 1988 nahm ihn der FC Bologna unter Vertrag, nur um ihn leihweise in die Schweiz zum FC St. Gallen abzuschieben, da man ihn beim italienischen Erstligisten als nicht gut genug befand. Ein großer Irrtum, wie sich später herausstellen sollte. Für Bologna machte der damals schmächtige Zamorano kein einziges Spiel, St. Gallen nahm den Chilenen nur gegen eine Zuzahlung des FIFA-Agenten Vinico Fioranelli in seinen Kader auf. Er war der erste südamerikanische Spieler in der Geschichte des Erstligisten, seine Motivation für den Wechsel in die Schweiz war aber eine andere. “Ich wollte meiner Familie ein Haus kaufen, einen schönen Platz, in dem alle gemeinsam wohnen können. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich mir so etwas leisten”, erzählte der in Armut aufgewachsene Stürmer einmal über die damalige Zeit.

Zamorano war ein von den schweizerischen Medien prognostizierter Transferflop, doch diese Stimmen verstummten schnell, als er mit 23 Treffern Torschützenkönig der nationalen Liga wurde. Nach zwei Spielzeiten beim FC St. Gallen wechselte der heute 49-Jährige nach Spanien zum FC Sevilla, wo er mit dem Kroaten Davor Šuker ein Sturmduo bildete, von dem sie sich noch heute bei den Andalusiern erzählen. Schnell legten die beiden ein nahezu blindes Verständnis an den Tag und harmonierten so, als hätten sie seit jeher als Doppelspitze auf dem Feld gestanden. Šuker, gesegnet mit einer Technik wie kaum ein anderer Angreifer zu dieser Zeit, war die perfekte Ergänzung zu Zamoranos Torinstinkt und Kaltschnäuzigkeit.

Die große Bühne wartete auf Zamorano

Gemeinsam spielten sie sich ins Rampenlicht, doch Zamorano war nach nur zwei Jahren bei Sevilla bereit für eine noch größeren Bühne, der vielleicht bedeutendsten im europäischen Fußball: Real Madrid verpflichtete den Chilenen im Jahr 1994 für die heute winzig anmutende Ablöse von fünf Millionen Dollar. Hier erlebte Zamorano unter Trainer Jorge Valdano die wohl beste Zeit seiner Karriere. Der Argentinier, früher selbst für die Königlichen am Ball, war die vielleicht prägendste Figur in der Karriere Zamoranos. “Ich hatte viele tolle Trainer, doch Valdano war definitiv der Beste. Als Spieler bin ich unter ihm unglaublich gereift. Er ist eine ehrliche Person, die Vertrauen in mich hatte”, erzählte der Chilene in einem Interview mit dem britischen FourFourTwo-Magazin.

Während seiner Zeit in Madrid erzielte Zamorano 101 Tore in 173 Spielen – zur damaligen Zeit eine der besten Trefferquoten in der Geschichte der Königlichen. Mit 27 Treffern wurde der Chilene 1995 Torschützenkönig, im selben Jahr gewann er mit Real Madrid die spanische Meisterschaft und durchbrach so die Dominanz des FC Barcelona, der in den Spielzeiten zuvor den nationalen und internationalen Fußball unter Trainer Johann Cruyff maßgeblich geprägt hatte. Es war das Ende einer Ära, das Real Madrid mit einem berauschenden 5-0 Erfolg im Clasico bereits während der Saison einläutete. Zamorano erzielte an jenem Tag drei Tore und galt nun als einer der besten Stürmer der Welt.

Von Real Madrid zu Inter Mailand und zur Rückennummer “1+8”

Doch auch die Ära Zamoranos bei Real Madrid währte von da an nur mehr ein Jahr, 1996 verließ er die spanische Hauptstadt in Richtung Mailand. Die Königlichen wollten eine Mannschaft um den jungen Raúl aufbauen, bei Inter war gerade Massimo Moratti neuer Eigentümer geworden, um den Klub zu altem Glanz zu führen. Zamorano wählte wieder seine angestammte Rückennummer 9 und erreichte in der ersten Saison mit den Nerazzurri das Uefa Cup-Finale gegen Schalke 04, wo man gegen die “Eurofighter” jedoch den Kürzeren zog.

Es war das Jahr 1997, das bei Inter und Zamorano große Veränderungen mit sich brachte. Moratti verpflichtete mit Ronaldo den damals teuersten und besten Spieler seiner Zeit. Der Chilene verlor nicht nur seinen Stammplatz, sondern aus Marketinggründen auch seine Rückennummer. “R9” ist bei Nike eine internationale Marke geworden, Inter hatte mit dem amerikanischen Giganten gerade einen Ausrüster-Kontrakt unterzeichnet. Zamorano wollte aber nicht auf seine Lieblingsnummer verzichten. Er wählte die 18 und ließ das Trikot zwischen den Ziffern kurzerhand mit einem “+” bedrucken. Zumindest in der Summe hatte der Chilene wieder seine Nummer 9.

Mit Ronaldo war Inter wieder im Konzert der Großen angekommen. In der Serie A belegten die Mailänder den 2. Platz hinter Juventus Turin, noch heute diskutieren die Tifosi über fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen während der Saison 97/98. Im Uefa Cup erreichte Inter abermals das Finale, gewann diesmal aber 3:0 gegen Lazio Rom. Zamorano war neben Ronaldo einer der Torschützen an jenem Abend von Paris.

Unrühmliches Ende bei Colo Colo

In den Folgejahren investierte Moratti voller Sehnsucht nach dem Scudetto immer mehr Geld in die Mannschaft, allen voran im Angriff. Große Namen wie Christian Vieri, damals der teuerste Transfer aller Zeiten, Roberto Baggio oder Álvaro Recoba sorgten dafür, dass Zamorano fortan nicht mehr über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskam. Seine Karriere beendete er wenig rühmlich bei Colo Colo in Chile. Beim Finalrückspiel der Apertura-Runde 2003, das Colo Colo gegen CD Cobreloa bestritt, rastete der Stürmerstar aus und attackierte aufgrund einer umstrittenen Abseitsentscheidung den Schiedsrichter mit Fausthieben und Fußtritten. Das Ergebnis seines Ausrasters: die rote Karte wegen Tätlichkeit und in der Folge eine Rekordsperre von elf Spielen, die vom nationalen chilenischen Verband verhängt wurde. Colo Colo verlor das Spiel 0:4 und Zamorano beendete daraufhin seine Profikarriere. Es war der wohl unrühmlichste Moment von Ivan dem Schrecklichen.

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