Spanien – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Mon, 21 Jan 2019 11:48:32 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.4 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Spanien – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Die Umbauphasen des Estadio Santiago Bernabéu http://www.chefutbol.com/europa/spanien/umbauphasen-santiago-bernabeu-490243 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/umbauphasen-santiago-bernabeu-490243#respond Mon, 21 Jan 2019 11:48:28 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11213 Das Estadio Santiago Bernabéu ist das Sinnbild schlechthin, für den Aufschwung und den Erfolg des erfolgreichsten Klubs der Welt. Es ist der Beweis dafür, wie aus einer kühnen Träumerei, Realität werden kann und das Exempel für planbaren Erfolg. Der oft...

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Das Estadio Santiago Bernabéu ist das Sinnbild schlechthin, für den Aufschwung und den Erfolg des erfolgreichsten Klubs der Welt. Es ist der Beweis dafür, wie aus einer kühnen Träumerei, Realität werden kann und das Exempel für planbaren Erfolg. Der oft gescholtene Visionär Santiago Bernabéu hat sich mit diesem Monument bereits zu Lebzeiten ein Denkmal gebaut. Und auch das Stadion selbst hat einen Entwicklungsprozess durchgangen. CHEFUTBOL zeigt die Bauphasen der königlichen Spielstätte und den Weg zu dem Fußballtempel, der er heute ist.

Der Grundstein für das gewagte Stadionprojekt wurde am 27. Oktober 1944 gelegt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der damalige Vereinspräsident Santiago Bernabéu genug Spenden seiner Vereinsmitglieder beisammen, um das ambitionierte Bauvorhaben zu starten. Das für damalige Verhältnisse gigantische Projekt wurde im Zentrum von Chamartín realisiert, damals noch weit außerhalb der Stadtgrenzen von Madrid, an der Stelle, wo auch das vorangehende Stadion gestanden hatte. Noch bis heute bleibt es vielen ein Rätsel, wie ein derartig großes Vorhaben in der Nachkriegszeit bei der damals herrschenden Zementknappheit realisierbar gewesen ist.

Trotz aller Zweifel hatte Bernabéu „sein“ Nuevo Estadio Chamartín am 14. Dezember 1947 mit einem Fassungsvermögen von 75.000 Personen eröffnen dürfen. Doch das war dem Präsidenten schnell nicht genug. Aller Vorwürfe des Größenwahns zum Trotz, wurde bereits 1953 die erste Umbaumaßnahme umgesetzt. Ziel war es, die Kapazität auf 125.000 Zuschauer zu erhöhen. Zu diesem Zeitpunkt avancierte die Spielstätte zur größten Europas. Die Ideen von Bernabéu zündeten, denn auch sportlich wurden die ersten Ziele des Präsidenten erreicht – finanziert durch die hohen Zuschauereinnahmen. Zum Dank machte ihn die Mitgliederversammlung am 14. Januar 1955 zum Namensgeber des Bauwerks.

Im Jahr 1982 wurden erste Modernisierungsmaßnahmen ergriffen, um das Stadion für die WM in Spanien auf Hochglanz zu bringen. Das Facelift sah eine Umwandlung aller Stehplätze auf der Haupttribüne und der Gegengerade in Sitzplätze vor. Dadurch verringerte sich die Kapazität auf 90.000 Plätze. Zugleich zog die Haupttribüne von Ost nach West. Erstmals waren, abgesehen der Osttribüne, alle Ränge überdacht. Der Umbau unter der Leitung von Luis und Rafael Alemany und Manuel Salinas kostete damals 704 Millionen Peseten, wovon circa 530 Millionen Peseten der Verein aus seiner eigenen Kasse finanzierte.

Zehn Jahre später folgte die bis heute größte Renovierung des inzwischen 45 Jahre alten Bauwerks. Neben der Installation einer Rasenheizung bekam das Stadion auf allen Tribünen, außer Ost, seinen dritten Rang. Damit erhöhte sich die Zuschauerkapazität wieder auf 106.500 Plätze. Dafür hatte man das Dach von 22 auf 45 Metern anheben müssen und diverse Anpassungen vorgenommen. Bereits sechs Jahre später musste allerdings die Gesamtkapazität wieder auf 74.300 reduziert werden, weil die neuen UEFA-Regularien reine Sitzplatzstadien vorgesehen hatten.

Ab 2000 – mit der Amtsübernahme von Pérez – wurden unzählige weitere Umbaumaßnahmen angestrebt, welche größtenteils dem höheren Komfort dienlich sein sollten. Zunächst wurde die Osttribüne ausgebaut und überdacht. Dadurch stieg die Kapazität wieder auf 80.354 potentielle Besucher an. Ebenfalls zeigten sich die Umkleidekabinen in neuem Gewand, die Ehrentribünen und VIP-Logen wurden aufgehübscht sowie die Presseräume erneuert. Die Installation von Rolltreppen und der markanten Panoramaaufzüge erhöhten zudem den Komfort innerhalb des Stadions.

2003 kehrte dann die Haupttribüne wieder auf die erweiterte und mittlerweile überdachte Ostseite zurück, wo sie bis heute zu finden ist. Bis 2006 fanden diese Erneuerungen kontinuierlich statt und vertilgten insgemsamt 129 Millionen Euro. Seitdem ist auch das angrenzende Multifunktionsgebäude eröffnet, welches Presseräume, Büros und TV Sets beherbergt. Auch ein Adidas-Fanshop bekam ein neues Zuhause im Bernabéu-Stadion, welches seitdem auch drei Restaurants beherbergt.

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Santiago Bernabéu: Der Vater des Erfolgs von Real Madrid http://www.chefutbol.com/europa/spanien/santiago-bernabeu-real-madrid-438784 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/santiago-bernabeu-real-madrid-438784#respond Sat, 17 Nov 2018 11:33:37 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11243 Die Historie von Real Madrid scheint endlos zu sein. Unzählige Titel wurden gesammelt – ebenso viele wie glorreiche Spieler für die Königlichen ihre Schuhe schnürten. Ein Mann sticht dennoch bei allen denkwürdigen Momenten heraus. Ohne ihn gäbe es den Klub...

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Die Historie von Real Madrid scheint endlos zu sein. Unzählige Titel wurden gesammelt – ebenso viele wie glorreiche Spieler für die Königlichen ihre Schuhe schnürten. Ein Mann sticht dennoch bei allen denkwürdigen Momenten heraus. Ohne ihn gäbe es den Klub Real Madrid womöglich heute gar nicht mehr: Santiago Bernabéu Yeste. Wir blicken in großer Dankbarkeit auf dessen Schaffenszeit zurück.

1895 in der Provinz Albacete geboren, zog Bernabéu bereits als kleines Kind mit seinen Eltern in die spanische Hauptstadt. Als Teenager tritt er der Jugend vom Madrid Football Club, wie der Verein damals noch bezeichnet wurde, bei und feiert 1912 sein Debüt bei den Herren. Den größten Erfolg als aktiver Fußballer feiert er 1917 durch den Gewinn der Copa del Rey. Insgesamt sollte Bernabéu 69 Treffer in 79 Spielen für die Blancos erzielen – eine enorm gute Quote, aber noch nichts im Verhältnis zu den Leistungen, die er im Anschluss für den Verein erbringen sollte.

„Was die Franco-Diktatur getan hat war uns auszunutzen und sie haben uns niemals auch nur fünf Cent gegeben“

Noch neben seiner fußballerischen Laufbahn schließt Santiago Bernabéu erfolgreich das Jurastudium ab und erhält die Zulassung als Rechtsanwalt. Nach seiner aktiven Zeit bleibt er zunächst als Sekretär der Junta Directiva dem Verein treu. Diese Tätigkeit findet ihr abruptes Ende nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges, Bernabéu flüchtet ins Exil nach Frankreich. Als er wieder zurückkehrt liegt sein geliebter Verein in Trümmern. Hier hätte die Geschichte von Real Madrid bereits enden können, bevor sie richtig begonnen hatte – dank Bernabéu tat sie das nicht.

Der Sportfunktionär akquirierte ehemalige Spieler und Funktionäre, um sich an den Wiederaufbau des Stadions und der Vereinsliegenschaften zu machen. Auf Fördergelder vom Staat konnte Bernabéu allerdings nicht zählen. Das zwischenzeitlich in Atlético Aviación umbenannte Atlético Madrid hatte nach dem Krieg die sportliche Vormachtstellung in der spanischen Hauptstadt eingenommen und lag deshalb in der Gunst des Diktators. Auch deshalb setzte sich Bernabéu vehement gegen jegliche Vorwürfe, Real sei ein Régime-Klub, zur Wehr. Und aller Hürden zum Trotz gelang es ihm, den Spielbetrieb bei den Blancos aufrecht zu erhalten.

Zum Präsidenten des Vereins avancierte Bernabéu dann 1943 eher durch ein Kuriosum: Nach einem Clásico gab es zwischen den beiden Fanlagern derartige Ausschreitungen, dass die Regierung die jeweiligen Präsidenten zur Amtsaufgabe gezwungen hatte. Aufgrund vorangegangener Verdienste wurde er zum Legitimen Nachfolger und behielt sein Amt bis zu seinem Tode inne, auch wenn er seine Aufgaben schon vorher weitergereicht hatte. In seiner 35-jährigen Amtszeit sicherten sich die Königliche 71 Trophäen.

„Dieser Argentinier muss in Madrid spielen“

Die Ziele des neuen Präsidenten waren klar definiert: Er wollte den größten Klub der Welt schaffen. Dazu brauchte er ein neues Stadion, um die besten Spieler der Welt finanzieren zu können. Nebenbei forcierte er die Reorganisation sämtlicher Vereinsstrukturen und trieb die Professionalisierung auf allen Ebenen voran – und die Arbeit trug ihre Früchte. Nicht nur im Fußball, auch andere Abteilungen, unter anderem Basketball, strichen nationale sowie internationale Erfolge ein.

1947 wurde das Nuevo Estadio Chamartín eingeweiht und schon acht Jahre später in seinen heutigen Namen Estádio Santiago Bernabéu umgetauft. Der Jurist hatte sich schon zu Lebzeiten sein Denkmal gebaut und manifestierte seinen Mythos durch die glorreichen Erfolge mit der Mannschaft um Alfredo di Stéfano, seinem ganz persönlichen Transfercoup: „Ich will diesen Spieler, koste es was es wolle, dieser Argentinier muss in Madrid spielen“, hatte der Visionär um die Wichtigkeit des „blonden Pfeils“ gewusst.

Hinterlassenschaften von Don Bernabéu bleiben bis heute

Am 02. Juni 1978 verstarb der Mann, dem der Verein mehr zu verdanken hat, als jedem Spieler. Don Bernabéu ist der Grundvater des „Mythos Real Madrid“. Er war ein Visionär in seinem Amt und konnte jede Hürde und jeden Wiederstand überwinden, dem 1977 diagnostiziertem Krebsleiden stand er letztlich machtlos gegenüber. Was bleibt ist „sein“ altehrwürdiges Stadion und die von ihm propagierte Klubphilosophie, die bis heute gelebt wird und den Madridismo so besonders macht.

„Das Trikot von Real Madrid ist weiß, es kann mit Schlamm, Schweiß oder sogar Blut beschmutzt sein, aber niemals mit Schande“

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Real Madrids Rodrygo: Ganz großer Coup oder teurer Teenie-Spaß? http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/real-madrid-verpflichtung-rodrygo-48942 http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/real-madrid-verpflichtung-rodrygo-48942#respond Sat, 27 Oct 2018 11:42:39 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11241 Real Madrid rüstet weiter für die Zukunft auf. Neben Vinícius Júnior und Rodrigo verpflichteten die Königlichen mit Rodrygo den dritten brasilianischen Teenager in kürzester Zeit. Insgesamt überweisen die Königlichen für die Dienste dieser drei Talente 94 Millionen Euro nach Brasilien....

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Real Madrid rüstet weiter für die Zukunft auf. Neben Vinícius Júnior und Rodrigo verpflichteten die Königlichen mit Rodrygo den dritten brasilianischen Teenager in kürzester Zeit. Insgesamt überweisen die Königlichen für die Dienste dieser drei Talente 94 Millionen Euro nach Brasilien. 45 Millionen Euro davon entfallen auf den jüngsten Transfercoup. Wir werfen einen Blick auf den Deal mit dem 17-jährigen Brasilianer vom FC Santos.

Rodrygo Silva de Goes lautet der volle Name des Offensivtalentes, dessen Dienste sich Real Madrid Mitte Juni sichern konnte. Angesichts der Begerhlichkeiten, welche der Brasilianer jüngst geweckt hatte, darf der Transfer durchaus als Coup bezeichnet werden. Neben dem Rivalen aus Barcelona hatten auch Paris St. Germain, der FC Bayern München und Borussia Dortmund ihre Fühler nach dem 1,73 Meter großen Angreifer ausgestreckt. Das immense Interesse wurde bewusst von Rodrygo abgeschirmt, sodass er sich auf seinen Fußball konzentrieren konnte, versichert Nick Arcuri, der Berater des Spielers: “Er bewertete nur das Angebot von Real Madrid, weil es das einzige war, welches den Wünschen des FC Santos und der Familie von Rodrygo entsprach”, stellt Arcuri klar und versichert, dass der Spieler nicht zwischen den Klubs zu entscheiden musste.

Der FC Barcelona steht sich beim Tauziehen selbst im Wege

Vor allem auch aus Katalonien soll großes Interesse am Juwel vorgelegen haben. Aber wie schon bei Vinícius hatten die Königlichen eine höhere Überzeugungskraft am Verhandlungstisch. Die brasilianische Globoesoporte hatte schon vor der offiziellen Bestätigung des Transfers nach Madrid berichtet, dass ein Wechsel von Rodrygo zum FC Barcelona auch am angespannten Verhältnis zwischen dem FC Barcelona und den Schwarz-Weißen aus der brasilianischen Hafenstadt scheitern würde. So wurde bereits im Mai das Interesse aus Barcelona seitens des FC Santos bestätigt. Der Präsident der Brasilianer schloss allerdings aus, mit den Katalanen verhandeln zu wollen, ehe diese noch offene Beträge aus dem Neymar-Transfer vor einigen Jahren begleichen würden. Das ist augenscheinlich nicht geschehen und der FC Barcelona hatte das Nachsehen.

Verzicht von Rodrygo öffnet Real die Tür

Mit 45 Million Euro Ablösesumme darf Rodrygo kaum als Schnäppchen bezeichnet werden, dennoch bleiben die Königlichen fünf Millionen Euro unterhalb der geforderten Ausstiegsklausel, auf welche der FC Santos beharrt hatte. Dafür gibt es einen Grund: Das Arbeitspapier von Rodrygo sieht es vor, dass der FC Santos 80 Prozent des Transferlerlöses erhalt, der Rest wird dem Spieler zugesichert. Rodrygo verzichtete auf einen Teil (5 Millionen Euro) seiner Beteiligung, damit das königliche Angebot ausreichen konnte, um sich die Dienste des 17-jährigen zu sichern. Übrigens bleibt er analog zum Vinícius-Transfer vorerst in Brasilien: Rodrygo ist noch keine 18 Jahre alt und die FIFA untersagt den Wechsel von Minderjährigen. Deshalb hat Rodrygo noch bis Juli 2019 Zeit, sich beim FC Santos zu entwickeln.

Kostspieliges Versprechen in die Zukunft

Wie bei allen verheißungsvollen Talenten ist das Risiko des Transfers relativ hoch. Der Akteur, welcher wie in Brasilien üblich vor der Profikarriere seine technischen Fähigkeiten zunächst in der Futsal-Abteilung des FC Santos geschärft hatte, bleibt vorerst eine Wundertüte: Erst zwölf Spiele hat der Angreifer in Brasiliens höchster Spielklasse bestritten – etwas wenig, um ihm Kontinuität attestieren zu können. Allerdings erzielte er in dieser Saison nach zehn Partien bereits fünf Treffer, darunter einen Hattrick Anfang Juni. In der Copa Libertadores war Rodrygo bei sechs Einsätzen einmal erfolgreich und wurde damit zum jüngsten Brasilianer, der jemals im Kontinentalwettbewerb getroffen hatte.

Trotz der beeindruckenden Leistungen der vergangenen Wochen sollte man eine vorsichtige Erwartungshaltung einnehmen. Auch der ehemalige Madrid-Profi Clarence Seedorf steht den Einsatzchancen für Vinícius und Rodrygo skeptisch gegenüber, wie er letzte Woche bei SporTV erklärte: “Madrid ist ein Klub, der hohe Anforderungen hat. Sie werden nicht spielen! Wenn du Glück hast, schicken sie dich zu einem anderen Verein wie Porto, um zu wachsen.” Vorher bleibt Rodrygo noch mindestens ein halbes Jahr in der Heimat, um sich zu entwickeln, ehe der große Karrieresprung ansteht. Indes spricht der Shootingstar selbst von einem Traum, der in Erfüllung geht: “Wir stellen uns das in jedem Moment vor, es ist ein Traum den wir immer haben, in Europa mit diesen großen Namen zu spielen.” Hoffentlich wird der Traum “Real Madrid” für Rodrygo nicht zum Alptraum.

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Vinícius Júnior: Wunderkind oder Bankdrücker? http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/vinicius-junior-real-madrid_3410994 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/vinicius-junior-real-madrid_3410994#respond Fri, 24 Aug 2018 14:23:41 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10994 Vinícius Júnior ist das neue brasilianische Juwel bei den Königlichen und seit seinem 18. Geburtstag am 12. Juli Bestandteil des Kaders von Real Madrid. 45 Millionen Euro hat man sich dessen Dienste bereits vor über einem Jahr kosten lassen. Sein...

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Vinícius Júnior ist das neue brasilianische Juwel bei den Königlichen und seit seinem 18. Geburtstag am 12. Juli Bestandteil des Kaders von Real Madrid. 45 Millionen Euro hat man sich dessen Dienste bereits vor über einem Jahr kosten lassen. Sein Weg läuft allerdings ins Ungewisse: Viele sagen, dass er der neue Neymar werden könnte, andere befürchten einen Transferflop. Wir blicken auf die ersten Wochen des „Wunderkindes“ bei den Königlichen.

16 Jahre war Vinícius alt, als er von Real Madrid verpflichtet wurde. Von Beginn an ist es klar gewesen, dass man den Flügelstürmer frühestens zu dessen 18. Geburtstag nach Spanien holen könne, ohne gegen FIFA-Regularien zu verstoßen. Lange Zeit gab es allerdings keine Gewissheit, ob Vinícius dann auch direkt zu Real Madrid stoßen soll, ein weiteres Jahr bei seinem Heimatclub bleiben würde, oder gar innerhalb Spaniens an einen anderen Verein verliehen wird, um dort Spielpraxis in La Liga sammeln zu können. Letztlich entschieden die Verantwortlichen in Madrid, zum frühestmöglichen Zeitpunkt den Jungen mit der Zahnspange zur Mannschaft zu holen.

Vinícius mit starkem Debüt

Dort angekommen, zeigte sich der Brasilianer überglücklich und stolz. Es sei immer sein Traum gewesen, für die Königlichen zu spielen. Diese Freude demonstrierte er auch prompt auf dem Spielfeld: Schnell, flink, agil, torgefährlich! All diese Attribute zeigte Vinícius während der USA-Reise mit seinen neuen Kollegen. Auf jener Position, wo Ronaldo eine Lücke hinterlassen hatte, wusste der quirlige Neuzugang auf Anhieb zu gefallen. Für die Anhänger Madrids ein Trost für den Abgang des Portugiesen – Balsam auf die geplagte Seele. Auch die Medien zeigten sich voll des Lobes. Vinícius schien sehr schnell im Konzert der Großen angekommen.

Dann kam es am 15. August zur Pflichtspielpremiere der neuen Saison. Beim europäischen Supercup gegen Atlético Madrid wartete direkt der erste große Härtetest auf den Angreifer – vermeintlich. Trotz Verlängerung und dem möglich gewordenen vierten Wechsel verzichtete Real-Trainer Lopetegui auf seinen Juwel und Vinícius musste 120 Minuten lang zusehen, wie seine Mannschaft das Lokalderby hergeschenkt hatte. Ein ähnliches Bild gab sich am folgenden Wochenende beim La Liga-Debüt im Bernabéu-Stadion: Lopetegui vertraute auf Marco Asensio oder Lucas Vázquez. Vinícius fand sich wieder 90 Minuten lang auf der Bank wieder.

Geduld die Devise?

Während Vinícius die Ruhe bewahrt, hat man bei Flamengo wenig Verständnis für die aktuelle Entwicklung. In der brasilianischen Liga, die sich während der Sommerpause in Europa bereits in vollem Gange befindet, ist die Mannschaft aus Rio de Janeiro seit seinem Abgang bereits von Platz 1 auf Platz 3 abgerutscht. In der Copa Libertadores steht man nach einer 0:2-Niederlage gegen Cruzeiro vor dem Aus. Vinícius´ Torgefahr und Spielfreude wird bei „O Rubro Negro“ dringlich vermisst. Da sieht man es am Zuckerhut noch kritischer, dass der Flügelstürmer bei Real Madrid lediglich als Zuschauer auf der Bank Platz nimmt.

Für den Spieler bleibt allerdings die Hoffnung, dass dieser Zustand nicht sehr lange von Dauer sein wird. Lopetegui scheint einen klaren Plan mit ihm zu haben. Der Trainer äußerte bereits mehrfach seine Zufriedenheit mit dem Flügelspieler, will ihn behutsam über vermeintlich leichtere Spiele heranführen. Spaniens Sportzeitung Marca schreibt zutreffend zu der Thematik: „Real poliert den Diamanten, will ihn aber nicht verbrennen.“ Noch denkt man in der Hauptstadt über seine Zukunft positiv. Noch!

„Konzentriere dich auf deine Ziele, darauf kommt es an“

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Foco nos teus objetivos, isso é o que importa! ⚽???

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Denn der Juwel sollte nicht zu lange poliert werden, weil gerade auch die Fans von Real ungeduldiger Natur sind: Nach dem Abgang von Ronaldo wollen sie den teuersten Einkauf in dieser Transferperiode spielen sehen oder weitere Neuzugänge präsentiert bekommen. Das würde allerdings wieder den Konkurrenzkampf für Vinícius erhöhen und die Chancen auf Spielzeit schmälern. Der Brasilianer bleibt angesichts seiner Situation allerdings locker und äußert sich nach dem ersten Spiel ohne Einsatz auf seinem Instagram-Account entspannt: „Konzentriere dich auf deine Ziele, darauf kommt es an.“ Wenn Vinícius seine Konzentration nicht verlieren wird, dann darf er sicherlich auch bei den Königlichen schon bald eine größere Rolle spielen. Wir werden seinen Weg gespannt verfolgen.

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FC Barcelona: Mit neuem Personal zurück auf Europas Thron? http://www.chefutbol.com/europa/spanien/fc-barcelona-vorschau-484098 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/fc-barcelona-vorschau-484098#respond Sun, 19 Aug 2018 09:17:12 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10943 “Wir werden alles dafür tun, um die Champions League zu gewinnen.” Es war eine klare Ansage des neuen Kapitäns des FC Barcelona, Lionel Messi, im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung im Camp Nou, als gegen die Boca Juniors die traditionelle Joan...

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“Wir werden alles dafür tun, um die Champions League zu gewinnen.” Es war eine klare Ansage des neuen Kapitäns des FC Barcelona, Lionel Messi, im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung im Camp Nou, als gegen die Boca Juniors die traditionelle Joan Gamper Trophäe ausgespielt wurde. 3:0 hieß es am Ende standesgemäß, und natürlich knipste auch Messi persönlich.

Der Argentinier und sein Club haben ein schwieriges halbes Jahr hinter sich. Klar, die Liga war früh zugunsten der Blaugrana entschieden, den spanischen Pokal gab es nach einem klaren Sieg im Finale gegen Sevilla obendrein. Aber der Anspruch von Barcelona ist ein anderer. Zum dritten Mal in Folge hat ausgerechnet der große Rivale aus Madrid die Champions League gewonnen, und damit natürlich auch Messis persönlicher Konkurrent um den Titel des besten Spielers der Welt, Cristiano Ronaldo. Dass Barcelona dreimal in Folge am Bildschirm zuschauen musste, wie die Blancos den Königspokal feiern, war schlimm genug. Das blamable Ausscheiden gegen die AS Rom nach einem 4:1 im Hinspiel aber machte die vergangene Saison umso bitterer, trotz des Doubles. Im Frühsommer ging es für die Blaugrana mit einer weiteren bitteren Meldung weiter: Antoine Griezmann, dessen Ausstiegsklausel über 100 Millionen Euro man ziehen wollte, bleibt lieber Atlético treu. Die Entscheidung teilte er in einem kuriosen Video namens “La Decision” mit, das ausgerechnet von Gerard Piques Firma produziert worden war.

Bei der WM gab es für Messi wenig zu lachen. Gegen den späteren Champion Frankreich um Griezmann und Kylian Mbappé, einen weiteren möglichen Nachfolger als Gewinner des Ballon d’Or, war bereits im Achtelfinale Schluss.

Sinnvolle Transfers von Geschäftsführer Abidal

Doch hatte dieser Sommer für Barcelona auch ein paar gute Nachrichten parat: Mit dem Ex-Spieler Eric Abidal als neuem Geschäftsführer Sport scheint der Club vieles richtig gemacht zu haben. Denn mit Rechtsaußen Malcon, der der AS Rom vor der Nase weggeschnappt wurde, dem möglichen Xavi-Nachfolger Arthur, Clement Lenglet als Back-Up für Piqué und Umtiti in der Innenverteidigung und zuletzt Arturo Vidal als Ersatz für den nach einem Jahr nach China zurückgekehrten Paulinho haben die Blaugrana einen in der Breite deutlich stärkeren Kader als in der vergangenen Saison.Womöglich hat Griezmann dem Club mit seiner Absage sogar einen Gefallen getan, denn das Geld, das er gekostet hätte, wurde anderweitig sehr gut genutzt.

Die Abgänge von Lucas Digne, Marlon, Yerry Mina, Andrè Gomes (Leihe) und Paulinho verschlanken den Kader und spülen zudem Geld in die Kassen des hoch verschuldeten Clubs. So richtig schmerzt nur, dass Vereinslegende Iniesta jetzt in Japan die Fußballschuhe schnürt. Der 34-Jährige zeigte dort zuletzt bei zwei Traumtoren seine Klasse. Wer ihn aber beispielsweise im Rückspiel gegen Rom gesehen hat, versteht, wieso der Weltmeister es vorzieht, in Fernost gefeiert zu werden, als in Barcelona langsam aber sicher zum Edelreservisten zu werden. Iniesta hatte kaum mehr Kraft für 60 Minuten auf höchsten Niveau und gegen starke Gegner wurde die fehlende Spritzigkeit immer wieder deutlich.

Hoffnungen liegen auf Coutinho, Dembélé und Rafinha

Dafür gibt es drei weitere Personen, die im Vergleich zum Vorjahr Hoffnung machen: Coutinho, der bei der WM der beste Brasilianer war und nun auch in der Champions League ran darf. Ousmane Dembélé, der nach viel Verletzungspech diesmal von Beginn an richtig durchstarten will, und zuletzt ein gewisser Rafael Alcantara, besser bekannt als Rafinha. Eigentlich stand er schon im Schaufenster mit einem Preisschild um den Hals. Doch der jüngere Bruder von Thiago, der zuletzt an Inter Mailand ausgeliehen war, war einer der besten Spieler in der Saisonvorbereitung und überzeugte Ernesto Valverde. Dass zudem Cristiano Ronaldo jetzt in Italien auf Torejagd geht und sein Abschied zumindest kurzfristig den ewigen Rivalen schwächt, kommt als gute Nachricht dazu.

Und was ist mit La Masia, werden einige Kritiker einwenden. Nach Iniestas und Mascheranos Abgang wurden mit Piqué und Sergi Roberto zwei waschechte Katalanen zu Co-Kapitänen ernannt, sie komplettieren damit Busquets und Messi. Und mit Riqui Puig und Miranda, die während der USA-Reise positiv auffielen, dürfen sich zwei Nachwuchsspieler berechtigte Hoffnungen auf Kurzeinsätze machen.

Unter dem Strich gehen die Katalanen um Lionel Messi also mit viel Hoffnung in die neue Saison. Ernesto Valverde dürfte nach dem ersten Jahr bei einem absoluten Topclub mehr Wert auf Rotation und Trainingssteuerung legen, um in den entscheidenden Monaten von Februar bis Mai fitte und motivierte Stars zur Verfügung zu haben. Wer aber befürchtet, dass dem großen Ziel Champions League alles geopfert wird: Sowohl Piqué als auch Valverde haben schon darauf hingewiesen, dass Barcelona immer nur dann den Königspokal geholt  hat, wenn auch die Liga gewonnen wurde. Die Katalanen haben also große Ziele. Aber auch gute Voraussetzungen, um diese zu erreichen.

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Cambados de „Sito Miñanco” – Narcofutbol in Galicien http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/cambados-sito-minanco-narcofutbol-galicien-392873 http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/cambados-sito-minanco-narcofutbol-galicien-392873#respond Tue, 24 Jul 2018 14:47:56 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10631 Ende der 1980er Jahren verhalf der spanische Drogenboss José Ramón Prado Bugallo alias „Sito Miñanco“, der Kontakte zum Medellín-Kartell pflegte, dem galicischen Provinzverein Juventud aus dem ruhigen Fischerort Cambados zu einem kometenhaften Aufstieg, der ihn bis ins Estadio Santiago Bernabéu...

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Ende der 1980er Jahren verhalf der spanische Drogenboss José Ramón Prado Bugallo alias „Sito Miñanco“, der Kontakte zum Medellín-Kartell pflegte, dem galicischen Provinzverein Juventud aus dem ruhigen Fischerort Cambados zu einem kometenhaften Aufstieg, der ihn bis ins Estadio Santiago Bernabéu und bis nach Südamerika führte.  

Das 13.000-Einwohner Städtchen Cambados liegt an der herrlichen Ría de Arousa im Bezirk Pontevedra und lebt nach wie vor überwiegend vom Fischfang. In dem verschlafenen Ort erinnert wenig an die glamourösen und ereignisreichen Jahre von 1986-1989, als der lokale Fußballverein ans Tor zur 2. Liga klopfte, und hinter Deportivo La Coruña und Celta de Vigo die dritte Kraft in Galicien war. Diese Zeiten sind jedoch lange vorbei, und Juventud Cambados spielt, nach dem Aufstieg in der letzten Spielrunde, inzwischen wieder in der 5. Liga, der vermutlich angemesseneren Spielklasse.

Die goldenen Jahre des Vereins sind mit dem „berühmtesten“ Sohn des Städtchens verbunden, dessen bürgerlicher Name José Ramón Prado Bugallo ist, der aber in Spanien allgemein unter seinem Alias „Sito Miñanco” bekannt ist. Besagter Mann entwickelte sich vom kleinkriminellen Tabakschmuggler zu einem der größten europäischen Kokainschmuggler, der in Hochzeiten 80% des Europa-Konsums deckte. Er pflegte Kontakte zum Medellín Kartell von Pablo Escobar und war mit Odalys Rivera liiert, der Nichte eines panamaischen Ministers aus dem Kabinett des ehemaligen Militärdiktators Manuel Antonio Noriega Moreno. Die Hauptaufgabe des galicischen Capos war es mit Schnellbooten auf hoher See Drogen von Schiffen aus Lateinamerika abzuholen, bevor diese in spanische Häfen einliefen.

Sito Miñanco der Wohltäter

Der Mann der als Kind selbst in der Jugendmannschaft von Juventud Cambados spielte, aber kein allzu großes Talent bewiesen hatte, verdiente so viel Geld, dass er vermutlich nicht mehr wusste wohin damit. Im Nachhinein lassen sich in seinem Verhalten einige Parallelelen zu anderen großen Drogenbossen v.a. Pablo „El Patrón“ Escobar zeichnen, dessen Aussehen er anscheinend sogar versuchte zu kopieren (Schnurrbart, Art sich zu kleiden, siehe Bild unten). Zudem versuchte Miñanco ebenso wie Escobar durch Spenden oder Geschenke das Ansehen und Vertrauen der einfachen Leute zu gewinnen. Er spendierte unter anderem einen neuen Kirchenaltar, bezahlte medizinische Behandlungen und übernahm Studiengebühren von Kindern ärmerer Familien. Dazu sei gesagt, dass Galicien in den 90er Jahren eine wirtschaftsschwache Region war, in der die Politik keinen guten Ruf genoss, und die Bewohner somit dem spendablen Mann von neben an mit seinem Ferrari Testarossa mehr trauten als den meisten Politikern. Mit dem Ferrari chauffierte er seine Spieler manchmal sogar persönlich zum Sportplatz.

Zusätzlich zu den erwähnten sozialen Wohltätigkeiten übernahm der fußballbegeisterte Mann das Präsidentenamt bei seinem Kindheitsverein, womit der kometenhafteste Aufstieg an den man sich in Galicien erinnern kann, fahrt aufnahm. Denn Cambados begann auf einmal Spieler zu verpflichten die locker 2-3 Klassen höher hätten spielen können, und stieg innerhalb von drei Jahren aus der 5. Liga (galicische Regionalliga) bis in die Segunda División B (3. Liga) auf. Die Gehälter die gezahlt wurden lagen dank dem Drogenmillionär bei bis zu 2,5 Millionen Peseten im Jahr zuzüglich Prämien, womit man sich ebenfalls in einer Liga mit Deportivo und Celta bewegte, und den Spielern die Spiele auf den Erdplätzen schmackhaft machte.

Südamerikareise nach Panama und Venezuela

Im Sommer 1989, nach der bis dahin besten Saison der Vereinsgeschichte, die mit dem Aufstieg in die 3. Liga gekrönt wurde, belohnte der Boss seine Spieler mit einer Reise nach Südamerika, wohin er gute Kontakte pflegte und wo er regelmäßig sein Geld wusch. Später stellten die Medien die Reise hauptsächlich als Vergnügungsreise dar – was sie vermutlich auch war – bei der es den Spielern an nichts fehlte. Auch nicht an Luxusyachten, Prostituierten, besten Meeresfrüchten und teuren Champagner. Einige der Spieler wiesen dies jedoch zurück, und wiesen darauf hin, dass man während der zwölftägigen Reise immerhin auch fünf Spiele gegen lokale Teams austrug.

https://www.elespanol.com/reportajes/20180210/cambados-narcoequipo-pagaba-sito-minanco-llego-bernabeu/283722670_0.html

Zuerst reiste der galicische Drittligist nach Panama, wo ein Freundschaftsspiel sogar im nationalen panamaischen Fernsehen übertragen wurde, und selbst der damalige spanische Botschafter Tomás Lozano vor Ort war und sich nach Abpfiff mit der Mannschaft fotografieren ließ. Ein spanischer Justizangestellter der 2006 zu einem Kongress nach Panama flog, erzählte anschließend, dass Sito Miñanco in Panama selbst 15 Jahre nach seiner Festnahme in Spanien immer noch sehr bekannt war, und die Taxifahrer genau wussten wer er ist. Im Anschluss ging es für den Tross weiter nach Venezuela wo Cambados u.a. ein Spiel gegen Deportivo Galicia (heutiger Name: Galicia de Aragua) austrug, ein Verein der von galicischen Auswanderern gegründet worden war.

Doch die Reise war nicht alles, was José Bugallo seinem Heimatverein spendierte, denn ebenso finanzierte er einen Stadionausbau – das ganze 2.000 Plätze hat – und den lang ersehnten Rasenplatz, auf dem der Aufstieg in die 2. Liga erreicht werden sollte. Beim Einweihungsspiel gegen Racing de Ferrol waren auch viele lokale Politikgrößen zugegen, und ein Priester segnete das neue Stadion.

(Ausschnitt aus der span. Serie Fariña (galicisch für Mehl, ugs. Kokain), in der es um den Drogenhandel in Galicien geht)

Festnahme Miñanco’s und Absturz

Nachdem Sito Miñanco 1990 im Zuge der Operation Nécora verhaftet wurde, und das Drogengeld versiegte, war es nur mehr eine Frage der Zeit bis es sportlich wieder abwärts gehen sollte mit Cambados. Trotzdem beendete man die Saison 1989/90 auf einem respektablen vierten Platz, und durfte in der darauffolgenden Saison im Estadio Santiago Bernabéu gegen die Zweitvertretung von Real Madrid auflaufen (1:0 Niederlage), und hielt in diesem Jahr ebenfalls noch die Klasse. Erst in der dritten Drittligasaison folgte der Abstieg, und zehn Jahre nach dem Aufstieg in die 3.Liga spielte man schon wieder in der 6. Liga gegen Vereine aus der Nachbarschaft.

Dies ist die legendäre Mannschaft, an die man sich heute noch in Cambados erinnert: Sanisidro, Charlín, García, Estévez, Cacharrón, Montoto, Collazo, Bericat, Covelo, Dibuja y Asensio.

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Jesús Gil y Gil – Das polarisierende Oberhaupt der Colchoneros http://www.chefutbol.com/europa/spanien/jesus-gil-y-gil-atletico-8408947 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/jesus-gil-y-gil-atletico-8408947#respond Sat, 21 Apr 2018 22:01:40 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9903 Gil war ein etwas anderer Klubpräsident. Ihn umgaben viele Gerüchte und um keinen Skandal war er verlegen. Korruption und Veruntreuung machen nur einen Bruchteil der Vorwürfe gegen ihn aus und selbst Gefängnisstrafen brachten den Exzentriker nicht von seinem Weg ab....

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Gil war ein etwas anderer Klubpräsident. Ihn umgaben viele Gerüchte und um keinen Skandal war er verlegen. Korruption und Veruntreuung machen nur einen Bruchteil der Vorwürfe gegen ihn aus und selbst Gefängnisstrafen brachten den Exzentriker nicht von seinem Weg ab. Trotz dubioser Machenschaften ist er bei Atlético Madrid zu einer Ikone aufgestiegen und in Marbella noch heute ein gefeierter Mann. Das ist die unglaubliche Geschichte über einen Patriarchen mit vielen Facetten und seinen Schattenseiten.

„Jesús Gil ist superintelligent, weit über dem Durchschnitt. Wenn man ihn morgens nackt in New York aussetzt, geht er abends dort schick essen.“ Jesús Gil y Gil über sich selbst.

Erfolgreicher Geschäftsmann und Politiker

Gil ist nicht schon immer Sportfunktionär gewesen. Einen Namen machte er sich zunächst als Bauunternehmer und Politiker. Nach eigener Aussage landete er jedoch nur in der Politik, um sein Geschäft zum Laufen zu bringen. Als 1969 eine von ihm errichtete Festhalle in Los Angeles de San Rafael einstürzte, wurde Gil zu fünf Jahren Haft verurteilt. Trotz der 58 Opfer, welche bei diesem Unglück ihr Leben verloren hatten, kam Gil bereits nach nur 18 Monaten auf freien Fuß. Die frühzeitige Entlassung erwirkte damals die rechte Hand des Generals Franco für ihn. Gil galt als Rechtspopulist und seine guten Kontakte halfen ihm aus dem Schlamassel.

1999 wurde er Bürgermeister der Stadt Marbella. Seine Partei, die unabhängige liberale Gruppe, deren Abkürzung „zufällig“ GIL ergibt, hatte mit großem Vorsprung gewonnen. Die Bewohner hofften auf die Einhaltung des Wahlversprechens „Huren und Gesindel“ von den Straßen zu vertreiben. Tatsächlich entwickelte sich ein Investitions- und Bauboom in der andalusischen Küstenstadt – allerdings begünstigt durch die offensichtliche Ignoranz der Bau- und Umweltauflagen. In Marbella war es den Menschen egal: Die Anwohner wurden reich und die Stadt erstrahlte in neuem Glanz – Gil war ein gefeierter Mann. Nirgendwo hatte er derart viele Amigos wie in Marbella. Und das, obwohl er regierte wie ein römischer Volkstribun. Heute spricht man ungern über die Machenschaften des Exzentrikers – teilweise auch, weil man sich strafbar machen könnte.

Mit Testimonial zum Clubpräsidenten

Der Schlüssel zum sportlichen Aufstieg von Gil war Paulo Futre. Die beiden haben sich gegenseitig viel zu verdanken. Für den Portugiesen begann mit dem Wechsel nach Madrid die beste Zeit seiner Karriere, bei den Rojiblancos wird er noch immer verehrt. Und Gil wurde vermutlich nur durch dessen Transfer zum Präsidenten des Arbeiterklubs, denn Futre wurde das Testimonial im Wahlkampf des Geschäftsmannes. Um ihn in die spanische Hauptstadt zu locken, flog Gil mit einem geliehenen Jet nach Italien, wo der FC Porto, sein damaliger Verein, ein Trainingslager errichtet hatte. Das dauerklamme Atlético konnte sich damals einen Spieler von Futres Kaliber nicht leisten, Gil machte dem Portugiesen dennoch ein großzügiges Angebot.

300.000 € bekam der Spieler für seine dreitägige Unterstützung im Wahlkampf für Gil, weiterhin lockten 720.000 € Jahresgehalt. Dem FC Porto wurde eine Entschädigung von 3 Mio. € versprochen, wenn Gil die Wahl gewinnen sollte – 1,2 Mio. € wenn nicht. Noch am selben Abend standen die beiden auf der Bühne und wurden von Atlético-Fans bejubelt. Futre spürte, dass in Madrid seine Zukunft liegt und Gil wurde durch ihn zum Präsidenten der Colchoneros. Denn angeblich lag kurz vor der Wahl noch dessen Konkurrent Sánchez de Léon knapp vorne, ehe ein einflussreicher Freund Gerüchten zufolge eine Aufschiebung der Abstimmung bewirkte, sodass sich Gil abermals mit seinem Star aus Portugal zeigen konnte und letztlich gewann.

Gil: Der absolutistische Herrscher über Atlético

Nach der Machtergreifung lebte der Exzentriker im Rausch, lies sich von seinen Gefühlen leiten und war keines Wortes verlegen. Nach schlechten Spielen war es keine Ausnahme, dass Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder auch Funktionäre wüst beschimpft wurden. Manchmal mussten für Gil auch die Fäuste sprechen: Zum Beispiel als er den Präsidenten des SD Compostela niederstrecken wollte, allerdings dessen Mitarbeiter erwischte. Das Ereignis wurde medienwirksam ausgestrahlt. Dem Ruf von Gil hat das nicht geschadet und auch das vermeintliche Ziel des Angriffs, Klubpräsident José María Caneda ist Gil eher dankbar als böse, weil augenscheinlich dieser Vorfall den Marktwert des Vereins steigerte: „Gil war mein Freund“, wird er später zitiert.

Währenddessen baute Gil die Macht innerhalb des Vereins weiter aus, indem er Eigentümer von Atlético wurde. Als Sport-Aktiengesellschaften in Spanien aus der Taufe gehoben wurden, erwarb Gil mit seinem Geschäftspartner Enrique Cerezo 94,5% der Clubanteile. Das geschah am 31. Juli 1992 um 23.43 Uhr, 17 Minuten vor Ablauf der Frist. Bezahlt wurde die Aktienmehrheit über Bürgschaften, welche im Anschluss zurückflossen. Es ranken sich noch weitere Sagen und Mythen um die Übernahme, die Wahrheit musste Spekulationen weichen. Im Anschluss löste Gil die Nachwuchsabteilung Atléticos aus Kostengründen auf und missbrauchte die Vereinskassen zu eigennützigen Zwecken. Gil war zum Monarchen aufgestiegen – er war der Sonnenkönig von Madrid.

Held, Staatsfeind und Ikone

Die Fans von Atlético liebten Gil wegen seiner exzentrischen Auftritte. Er hatte einst lebende Elefanten durch Madrid treiben lassen und wurde auf der Tribüne des Vicente Calderón mit einem Krokodil an der Leine gesichtet. Seine Trainer hingegen fürchteten ihn. 26 Übungsleiter mussten in den 16 Jahren seiner Amtszeit ihren Hut nehmen. Sechs Stück verschliss Gil binnen eines Jahres. Auch von weiteren Konflikten mit dem Gesetz blieb der Choleriker nicht verschont. 2002 verbrachte er eine Woche in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Während seiner zehnjährigen Amtszeit als Bürgermeister soll er insgesamt 26 Mio. € für persönliche Zwecke veruntreut haben. Für eine Kaution von 700.000 € kam er wieder auf freien Fuß. Gegen eine dreieinhalbjährige Haftstrafe im Jahr 2003, ebenfalls wegen Veruntreuung, legte er Berufung ein. 90 Gerichtsverfahren sollen während seiner Schaffenszeit gegen ihn gelaufen sein, was ihn aber wenig störte: „Wieviele Verfahren gegen mich laufen ist mir scheißegal, darum kümmern sich meine Anwälte.“

Mit listigen Ideen umkurvte er immer wieder die Gesetze. Dazu dienten auch häufig Scheinfirmen, welche er mit Geschäftsfreunden aufgebaut hatte. Seine Tricks waren derart dreist, dass man es heute kaum noch glauben kann. Ein Exempel: Der Bürgermeister eines Badeortes schließt mit dem Besitzer eines Profiklubs einen Vertrag für Trikotwerbung in Höhe von 2,5 Mio. € ab. Weil der Verein knapp bei Kasse ist, streckt ein Bauunternehmer einen großen Teil des Geldes vor und bekommt es später verzinst zurück. Die drei beteiligten Parteien bei diesem Geschäft unterliegen einem Mann, Jesús Gil y Gil. Und selbst wenn Behörden ihm einmal auf die Schliche kamen, wurde er nicht verurteilt. In diesem konkreten Beispiel hatte er Rückendeckung von der Ur-Enkelin Otto von Bismarcks, welche auf die Straße ging und erfolgreich für ihn protestierte.

Märchen und Wahrheit

Es gibt so viele Geschichten zu den Machenschaften von Gil, wie etwa dem Kauf eines argentinischen Flugzeugträgers welchen er lapidar mit „ich hatte noch keinen“ begründet haben soll. Ob alles so wahr ist wie es heute geschildert wird, bleibt fraglich. Wenn allerdings nur ein Bruchteil aller Kuriositäten seines Lebens der Realität entsprechen mögen, reicht es aus um ein Buch über ihn zu füllen. Als sein Stern dann langsam zu sinken begann, trat er mit einer Breitseite an seine Gegenspieler ab. Die Aktienmehrheit an „seinem“ Klub gab er allerdings nie ab.  „Ich bin jetzt 70 Jahre alt, und es gibt so viele Dilettanten, die mich kritisiert haben. Diesen Stress muss ich mir nicht mehr antun.“

Im Jahr 2004 erlag Jesús Gil y Gil an den Folgen eines Hirnschlags. Für einen Exzentriker dieses Kalibers würdig, wurde sein Leichnam im Estadio Vicente Calderón aufgebahrt. Es war eine letzte große Kulisse für eine Persönlichkeit, die den Fußball stets als Bühne zu nutzen wusste. Sein letzter Wunsch war es gewesen, in einer Atlético-Fahne eingehüllt beerdigt zu werden. Diesem Wunsch wurde entsprochen und Gil auf dem Stadtfriedhof Almudena in Madrid beigesetzt. Er war ein Mann mit Ecken und Kanten, seine Karriere war von derart vielen Konflikten und Auseinandersetzungen geprägt, wie keine andere. Er war ein Unikum und wird es für immer bleiben. Descanse en paz, Gil! 

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FC Barcelona — Das größte Debakel der Vereinsgeschichte? http://www.chefutbol.com/europa/spanien/fc-barcelona-rom-debakel-284759 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/fc-barcelona-rom-debakel-284759#respond Thu, 12 Apr 2018 00:23:26 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9778 Barcelona scheidet im Viertelfinale aus der Champions League aus. Kennt man schon. Aber so schlimm wie diesmal, gegen die AS Rom, war es noch nie. Weil es so unterwartet kam – und so unnötig wie nie zuvor. Vermutlich haben sie...

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Barcelona scheidet im Viertelfinale aus der Champions League aus. Kennt man schon. Aber so schlimm wie diesmal, gegen die AS Rom, war es noch nie. Weil es so unterwartet kam – und so unnötig wie nie zuvor.

Vermutlich haben sie in Barcelona schon Hotels verglichen in Liverpool, München oder Madrid. Haben sich in auf mögliche Halbfinalgegner vorbereitet, schon Material für Videoanalysen zusammengesucht und sich gefragt, ob es eine anstrengende Woche wird, wenn am 21. April das Copa del Rey-Finale ansteht gegen Sevilla und es wenige Tage später im Champions-League-Halbfinale gegen einen großen Gegner geht.

Die gute Nachricht für alle im Katalonien: Darüber muss man sich jetzt keine Sorgen mehr machen. Denn der stolze FC Barcelona, der Club von Lionel Messi, von Iniesta und Piqué, von Luis Suarez und Sergio Busquets, ist raus aus der Champions League. Gescheitert an der Associazione Sportiva Roma, dem Tabellendritten der italienischen Liga, nach einem 4:1 im Hinspiel. Unfassbar, unglaublich, unbeschreiblich.

Ganz Fußball-Europa reibt sich verwundert die Augen. Jürgen Klopp konnte die Nachricht vom Ausscheiden der Blaugrana nach dem eigenen Triumph gegen Manchester City erst gar nicht glauben. Andere, wie die Ex-Realspieler Guti und Alvaro Arbeloa, amüsieren sich köstlich und teilen das in den sozialen Medien auch allen mit, die es interessiert.

Wie aber ist das möglich, dass der Pokalfinalist, der ungeschlagene spanische Tabellenführer und designierte Meister, der Champions-League-Mitfavorit auch bei den Buchmachern so untergeht?

Die größte spanische Sportzeitschrift Marca hat in ihrer Internetausgabe die Fans gefragt. Etwa die Hälfte der Teilnehmer an der Umfrage gibt der Mannschaft die Schuld. Falsch liegen sie nicht. Der Torwart ter Stegen? Noch der beste Mann bei den Gästen, aber beim frühen 1:0 durch Dzeko (6. Spielminute) zu zögerlich. Die Abwehr? Ein Hühnerhaufen. Umtiti, der seit Wochen mit seiner Form kämpft, und auch Piqué waren mit den großen Stürmern Schick und vor allem Dzeko überfordert. Bei jedem hohen Ball in den Strafraum brannte es lichterloh. Auch, weil Semedo und Alba auf ihren Seiten viele Flanken nicht verhinderten und offensiv praktisch nicht zu sehen waren und nicht für Entlastung sorgten. Semedo, der 30-Millionen-Euro-Neuzugang, kam beim entscheidenden 0:3 viel zu spät und war vermutlich der schlechteste Mann auf dem Platz. Im Mittelfeld erreichte ebenfalls niemand Normalform. Der noch vor kurzem verletze Busquets konnte nicht wie gewohnt das Spiel beruhigen oder mit gezielten Pässen aufbauen. Rakitic an seiner Seite ging ebenso im Sturm und Drang der Römer unter wie Sergi Roberto auf rechts und der bemitleidenswerte Andres Iniesta, der gefühlt keinen einzigen Zweikampf gewann.

Selbst Messi wirkte überfordert

Und vorne? Luis Suarez rieb sich wie gewohnt auf, aber bekam kaum gute Zuspiele im oder um den gegnerischen Strafraum. Und Lionel Messi, der am Wochenende mit drei Toren der Matchwinner gegen den spanischen Zwerg Leganes war, wirkte müde und überfordert. Ein großes Wort für den Mann, den viele als besten Spieler der Welt oder sogar der Geschichte betrachten. Fakt ist, dass Messi nun zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale aus der Champions League ausscheidet. Ein Tor ist ihm dabei weder gegen Atletico Madrid 2025 noch gegen Juventus 2017 noch gegen Rom 2018 gelungen. Der überragende Mann in La Liga ist in Europa viel zu oft nicht auf der Höhe. War sich die ganze Mannschaft, die vermeintlich in Bestbesetzung in Rom auflief, zu sicher, dass es nicht mehr schief gegen kann nach dem 4:1 im Hinspiel? Spätestens nach dem frühen Rückstand galt diese Ausrede nich mehr.

Auch Ernesto Valverde hat seinen Anteil an der Katastrophe. Der Trainer setzt seit Monaten sehr oft, vielleicht viel zu oft, auf die gleichen 12, 13 Akteure. Spieler aus der zweiten Reihe wie Denis Suarez, Lucas Digne, Paco Alcácer oder der erst im Winter verpflichtete Yerry Mina spielen kaum eine Rolle. Die Stars müssen statt dessen fast immer ran. Dabei ist die Liga im Grunde seit Wochen entschieden, die meisten Trainer hätten längst viel mehr rotiert, gerade gegen kleine Gegner. Vielleicht liegt es an Valverdes Unerfahrenkeit bei absoluten Topclubs, dass er die anstrengenden Wochen im März und April, wenn es in die entscheidende Saisonphase geht, unterschätzt hat.

Aber nicht nur vor dem Spiel gegen Rom, auch während der Partie leistete er sich einen großen Fehler. Was tut ein Trainer, wenn er merkt, dass seine Mannschaft keinen Fuß auf den Boden bekommt? Er reagiert – taktisch oder mit neuem Personal. Was tat Valverde? Viel zu lange nichts. Nicht nach dem frühen Gegentreffer, nicht in der Halbzeit, als es längst nötig gewesen wäre, mindestens einen Spieler aufzuwechseln. Vor allem Iniesta und Semedo hätten sich dafür angeboten, der robuste Paulinho hätte zumindest körperlich dagegen gehalten, wenn es der ganzen Mannschaft schon nicht gelingt, ihr Kurzpassspiel durchzuziehen. Der pfeilschnelle Dembélé wäre zudem eine Option gewesen, gegen die hoch stehenden Römer mit langen Bällen zu agieren. Er kam erst in der 81. Minute – da stand es schon 0:3 aus Sicht der Blaugrana und Rom stellte sich logischerweise hinten rein. Valverde wirkte 90 Minuten lang ratlos statt entschlossen. Diese Niederlage geht auch auf sein Konto.

Xavi wurde vermisst

(Klopp Reaktion bei 7:30)

Auch die Club-Führung muss sich an die eigene Nase fassen. Was spätestens gegen Rom offensichtlich wurde, ist das Fehlen eines Xavi. Den genialen Regisseur konnte seit seinem Weggang 2015 niemand ersetzen. Zwar spielte er in seiner letzten Saison keine so große Rolle mehr, kam auch im Champions-League-Finale gegen Juventus nur von der Bank. Aber ein Zufall ist es nicht, dass Barcelona den Henkelpott seitdem nicht mehr gewonnen hat. Trotz Messi, Suarez, Busquets und all der anderen Stars. Vor dieser Spielzeit sollte Marco Verratti die Lücke füllen. Geklappt hat das nicht. Zudem ist Andres Iniesta, Xavis kongenialer Partner bei etlichen Triumphen, merklich in die Jahre gekommen. Der 33-Jährige ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Ivan Rakitic und Paulinho sind andere Spielertypen, denen die Eleganz, die Übersicht und das perfekte Passspiel eines Xavi fehlt. Die Folge: Barcelona spielt nicht mehr so dominant im Mittelfeld, hat weniger Spielkontrolle. Der Blick auf die Tabelle in La Liga täuscht darüber hinweg, dass diese Mannschaft oft, viel zu oft auf die Tore und Vorlagen ihres Superstars angewiesen ist. Auch Neymar fehlt. Sein kurzfristig im Sommer gekaufter Ersatz, Ousmane Dembélé, scheint (noch) mit den großen Fußstapfen überfordert. In der spanischen Presse gilt er auch angesichts seiner horrenden Ablösesumme von 140 Millionen Euro inklusive Prämien schon als Fehleinkauf. Der im Winter gekaufte Philippe Coutinho darf in der Champions League nicht mitspielen.

Selbst wenn der FC Barcelona erwartungsgemäß mit goßen Abstand und womöglich sogar ohne Niederlage die Liga gewinnt und auch die Copa del Rey holt. Diese Saison is seit Dienstagabend eine der größten Enttäuschungen in der Vereinsgeschichte. Wegen einer bitteren Niederlage, an der jeder seinen Anteil hat.

 

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Politik & Fußball: Die Entführung des Alfredo di Stéfano http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/entfuhrung-alfredo-di-stefano-58925 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/entfuhrung-alfredo-di-stefano-58925#respond Fri, 06 Apr 2018 22:01:53 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9662 Heutzutage stehen Fußballprofis in der Öffentlichkeit und sind schillernde Persönlichkeiten. Früher war das eigentlich noch anders. Die Fußballer von damals konnten sich frei auf der Straße bewegen –  so dachte man – bis Alfredo di Stéfano dessen sportlicher Erfolg und...

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Heutzutage stehen Fußballprofis in der Öffentlichkeit und sind schillernde Persönlichkeiten. Früher war das eigentlich noch anders. Die Fußballer von damals konnten sich frei auf der Straße bewegen –  so dachte man – bis Alfredo di Stéfano dessen sportlicher Erfolg und der große Name zum Verhängnis wurden: 1963 geriet er durch seinen Ruhm ins Visier politischer Bestrebungen. Um Aufmerksamkeit zu generieren, wurde er in Venzuela verschleppt und als Geisel genommen. Hier ist die Geschichte des womöglich ersten Weltstars und den Schattenseiten seines Erfolgs. Es ist die Geschichte von Alfredo di Stéfano, der zum Spielball der Politik wurde.

In Lateinamerika besitzt Alfredo di Stéfano bereits Heldenstatus, bevor man ihn in Europa auf dem Zettel hat. Er war schon mit River Plate zweifacher argentinischer Meister und stand in Kolumbien bei den Millionarios aus Bogotá unter Vertrag, als der junge di Stéfano vermeintlich zum ersten Mal Spielball der Politik wird. Zu diesem Zeitpunkt ging es darum, welcher Klub den torgefährlichen Offensivmann unter Vertrag nehmen darf: Real Madrid oder der FC Barcelona. Es entwickelt sich ein Transferstreit, der bis heute Diskussionen in beiden Lagern nach sich zieht.

Transferstreit und Vorwurf der politischen Einflussnahme

Der FC Barcelona hatte La Saeta Rubia“ (der blonde Pfeil) quasi schon verpflichtet und bereits in Freundschaftsspielen eingesetzt, als Santiago Bernabéu – seines Zeichens Präsident von Real Madrid – auf den Argentinier aufmerksam wurde. Das findige Oberhaupt der Königlichen machte sich die Ungewissheit über die Transferrechte des Spielers zu eigen und überwies eine Ablösesumme an dessen Ex-Klub in Bogotá, während der FC Barcelona über einen Wechsel mit River Plate einig gewesen ist. So kam es zu der Situation, dass sich beide Vereine die Transferrechte des Spielers gesichert hatten und das spanische Sportministerium ein Urteil fällen musste, für welchen Verein der Argentinier letztlich auflaufen soll.

Die hinfällige Entscheidung lautete, dass di Stéfano zwei Jahre in Madrid spielen werde und im Anschluss für zwei weitere Jahre nach Barcelona wechseln solle. Für die Katalanen ein Affront, woraufhin sie von der Verpflichtung des Spielers abrückten. Bis heute existieren Vorwürfe aus dem katalanischen Lager, dass bei diesem Urteil das Franco-Regime seine Finger im Spiel gehabt hätte. Weil er sich mit dem sportlichen Erfolg des Hauptstadtklubs schmückte, soll er diesen beim Transfertheater unterstützt haben. Zwar nur Gerüchte, die aber angesichts anderweitiger Geschichten rund um die Franco-Diktatur nicht abwegig erscheinen.

Di Stéfano als unfreiwillige politische Werbe-Ikone

Falls das Regime tatsächlich aktiv Einfluss genommen hatte, war dieser Eingriff erfolgreich. Alfredo di Stéfano wurde zur Ikone des Klubs und war Gesicht der erfolgreichsten Epoche in der Vereinsgeschichte. Diese Erfolge führten zu enormer Strahlkraft des „blonden Pfeils“ und der resultierende Ruhm rückte ihn parallel noch weiter in den Fokus politischer Bewegungen. Als die Königlichen 1963 in Venezuela bei einem internationalen Turnier angetreten sind, wurde die Bekanntheit di Stéfanos zu dessen Verhängnis: Früh am Morgen klopfte es an seinem Hotelzimmer in Caracas, drei uniformierte Männer standen vor seiner Tür. Sie gaben sich als Polizisten zu erkennen und baten den Argentinier, sie auf das Revier zu begleiten. Der Fußballer soll unter Verdacht stehen, Drogen zu besitzen – wie sich herausstellte nur ein Vorwand.

Mit der Vermutung, lediglich Opfer eines großen Missverständnisses zu sein, begleitete di Stéfano die Gruppe. Die vermeintlichen Polizisten offenbarten später im Wagen, von der Gruppierung „Fuerzas Armadas de Liberacion Nacional“ (FALN), einer linksradikal gerichteten Guerilla-Organisation zu sein. Die Entführer machten ihm klar, dass sie ihn als Geisel nehmen würden, ihm aber nichts zustoßen würde, wenn er sich an die Regeln halte. „Wir haben nichts gegen Sie, wir machen das einfach nur, damit sich die Presse für uns interessiert“, sollen sie dem Fußballer erklärt haben. Die separatistische Bewegung, bestehend aus Regimekritikern, Revoluzern und radikalisierten Mitgliedern der kommunistischen Partei, hatte es sich zum Ziel gesetzt, gegen die Regierung des damaligen venezolanischen Präsidenten Rónulo Betancourt zu protestierten – und die Idee fruchtete.

Verständnisvolles Opfer

Durch die Entführung des erfolgreichsten Fußballers jener Zeit war die FALN in Medien und Öffentlichkeit stark vertreten. Die Entführung schmückte die Titelseiten von Zeitschriften auf der ganzen Welt. Der Erfolg der Aktion war für Di Stéfano ein Glücksfall. Weil das einzige Ziel – Aufmerksamkeit für die Verhältnisse in Venezuela zu erwecken – mit der Entführung erreicht wurde, konnte der Argentinier nach 72 Stunden in Gewahrsam wieder freigelassen werden. Die Entführer brachten den Spieler in die Avenida Libertadores und forderten ihn auf, auszusteigen. Dort nahm er sich ein Taxi und fuhr zur spanischen Botschaft. Trotz der Strapazen demonstrierte das Opfer  Verständnis für die Ziele und Anliegen der Bewegung: „Das waren Altruisten, die haben Ideale“, gab sich der Fußballer anschließend empathisch.

Letztlich kam er mit dem Schrecken davon und blieb unversehrt. Auf Wunsch von Bernabéu ging er sogar am Tag seiner Freilassung bereits wieder seiner Berufung nach, spielte eine Halbzeit gegen São Paulo, ehe er aus Erschöpfung ausgewechselt werden musste. Im Nachhinein kursierten Meldungen, er habe während der Gefangenschaft mit seinen Entführern Karten und Schach gespielt, als hätte der Argentinier neue Freundschaften geschlossen: „Zuhause hängt ein Bild, abgezeichnet von einem der Entführer. Er schickte es mir, um mich für die Leiden zu entschädigen.“ Ob er in Kontakt mit seinen Peinigern geblieben ist, wird nicht berichtet. Aufgrund des glimpflichen Ausgangs der Aktion konnte di Stéfano jedenfalls wieder das tun, was ihm am meisten Freude bereitete: Tore schießen. Ganz getreu seiner Weisheit, „Fußball ohne Tore ist wie ein Tag ohne Sonne.“

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Zum 30. Geburtstag: Ein Blick auf die Karriere von Fábio Coentrão http://www.chefutbol.com/europa/portugal/30-fabio-coentrao-868962 http://www.chefutbol.com/europa/portugal/30-fabio-coentrao-868962#respond Sun, 11 Mar 2018 11:25:33 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=8201 Fábio Coentrão feiert heute seinen 30. Geburtstag. All seine Erfahrungen und das Alter hindern ihn nicht daran, gelegentlich seinem heißblütigen Gemüt Freilauf zu gewähren. Erst letzte Woche beim Topspiel in Porto lieferte er sich an der Außenlinie eine Rangelei um...

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Fábio Coentrão feiert heute seinen 30. Geburtstag. All seine Erfahrungen und das Alter hindern ihn nicht daran, gelegentlich seinem heißblütigen Gemüt Freilauf zu gewähren. Erst letzte Woche beim Topspiel in Porto lieferte er sich an der Außenlinie eine Rangelei um den Ball mit einem Ersthelfer. Wir nehmen seinen Jubeltag zum Anlass, einen Blick auf den hitzköpfigen Außenverteidiger zu werfen, dessen Zukunft noch ungewiss ist.

In der kleinen Küstenstadt Vila do Conde, welche gut 30 km nördlich von Porto liegt, machte Fábio Coentrão seine ersten fußballerischen Gehversuche. Vom dort ansässigen Erstligisten FC Rio Ave ging er zum portugiesischen Spitzenklub Benfica Lissabon. Im Jahr 2011 wurde er dann für 30 Millionen Euro nach Madrid geholt, wo er noch heute unter Vertrag steht. Langfristig konnte er sich nicht durchsetzen und hatte mit Verletzungspech zu kämpfen. „In Madrid begann ich zu denken, dass ich vergessen habe Fußball zu spielen“, sagte der Blondschopf diese Woche in einem Interview mit der Marca. In seiner Heimat konnte er nun seine Leistungen wieder festigen.

Coentrão liebäugelt mit Verbleib in Lissabon

Aktuell spielt Coentrão in der Liga NOS für Sporting Lissabon. Dorthin ist er bis zum Sommer verliehen. Nach seinem Intermezzo beim AS Monaco ist es bereits die zweite Leihe, seitdem er bei den Königlichen ist. Im Benabéu hat er kaum eine Zukunft. Mit Marcelo ist auf seiner Position der womöglich beste Außenverteidiger der Welt gesetzt und Theo Hernández wurde erst im vergangenen Sommer als Backup verpflichtet. Am Tejo-Ufer hat er mehr Chancen auf Spielpraxis und er fühlt sich wohl in seiner Heimat. Deshalb hat er bereits signalisiert, über das Leihgeschäft hinaus bei Sporting bleiben zu wollen.

Der Spieler müsste dafür allerdings finanzielle Abstriche in Kauf nehmen, um sich diesen Wunsch zu ermöglichen. Aufgrund schlechter Aussichten in Madrid, dennoch die für ihn beste Lösung. „Ich habe einen Vertrag mit Real bis 2019 und sollten sie wieder auf mich zählen, ist alles perfekt. Wenn nicht, werde ich weiter meinen Weg gehen“, lies der Linksfuß bereits während der letzten Saison Einblicke in seine Gefühlswelt zu. Die Situation bei Real dürfte sich seit jeher kaum verbessert haben, weshalb die Zeichen auf Abschied stehen.

Unüberlegte Aktion lässt Rivalität aufkochen

Coentrão ist ein Heißsporn, welcher gelegentlich durch unüberlegte Aktionen aufzufallen weiß. Allein in den paar Monaten bei Sporting hat er bereits einen Mitspieler auf dem Spielfeld attackiert, die Ersatzbank zerschlagen oder eben eine Rauferei mit einem Sanitäter angezettelt. Ebenso pikant: Im Sommer 2017 verbreitete sich ein Bild mit ihm und zwei Sporting-Fans in den sozialen Medien, welches den Linksverteidiger mit einem Schal zeigt, der die Aufschrift „Benfica ist Scheiße“ trägt.

Besonders irritierend ist diese Aktion vor dem Hintergrund, dass er stets Benfica als seinen Herzensverein titulierte. „Ich liebe Benfica“, wurde er damals zitiert und bestätigte zu Madrider Zeiten den Wunsch, eines Tages zu den Adlern zurückkehren zu wollen. Sein jetziges Engagement beim Stadtrivalen ist für ihn kein Problem: Nach seiner Ankunft bei den Löwen bezeugte er, dass er seitdem er klein ist für Sporting sei. Er fühle sich dort zu Hause und würde seine Seele für den Verein geben. Angesichts der Rivalität von Benfica und Sporting ein paradoxer Sinneswandel beim Mann mit den blonden Strähnen.

Wankelmütig, charakterschwach oder nur ein großes Kind?

Ihm soll nun allerdings nicht unterstellt werden, er sei einer dieser „Wappenküsser“, welcher beim nächstbesten Angebot die Seiten wechselt. Wir sehen einen Fußballer, der stets die Farben seines Trikots verteidigt und alles für den Klub gibt. Begangene Fehltritte zeugen von seinem Temperament, die Trauer nach bitteren Niederlagen von seinem Ehrgeiz. „Ich bin ein Mann und keine Maschine“, verteidigte er einst seine Tränen nach einer Auswechslung. Coentrão ist mit Leib und Seele dabei, egal für welchen Klub. Das ehrt ihn.

In ihm steckt lediglich das Wesen eines großen Kindes. Mannschaftskameraden in Madrid können das bestätigen: Unter José Mourinho nahm er einst auf der Ersatzbank der Königlichen Platz, obwohl er nicht einmal im Kader stand. Nach anfänglicher Verwunderung mussten ihn seine Kollegen darauf aufmerksam machen, dass sein Platz auf der Tribüne ist. Ein Exempel seines jugendlichen Leichtsinns.

Das kindliche Wesen hat er sich bis zu seinem 30. Geburtstag bewahren können. Damit ist er auf seine besondere Weise ein Vorbild für unsere Gesellschaft und das raue Fußballgeschäft. Dafür feiern wir ihn an seinem Ehrentag. Parabéns para você – Fábio Coentrão – bleib so wie du bist!

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