Estudiantes de la Plata – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Estudiantes de la Plata – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Copa Libertadores 5. Woche: Lara schlägt die Millionarios, Palmeiras siegt im Bombonera http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-lara-schlagt-die-millionarios-palmeiras-siegt-im-bombonera http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-lara-schlagt-die-millionarios-palmeiras-siegt-im-bombonera#respond Thu, 26 Apr 2018 13:05:09 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10025 Auch in dieser Woche fanden wieder Spiele in der Copa Libertadores statt. Unter anderem verlieren die Boca Juniors zuhause gegen Palmeiras, Atlético Nacional fertigt Bolívar ab und CD Lara schlägt überraschend die Millionarios. Alles Wissenswerte wie immer für euch zusammengefasst. ...

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Auch in dieser Woche fanden wieder Spiele in der Copa Libertadores statt. Unter anderem verlieren die Boca Juniors zuhause gegen Palmeiras, Atlético Nacional fertigt Bolívar ab und CD Lara schlägt überraschend die Millionarios. Alles Wissenswerte wie immer für euch zusammengefasst. 

CD Lara – Millionarios 2:1 (2:0) – Lara klettert auf Platz zwei!

In der Gruppe G konnte sich CD Lara für die bittere 0:4 Klatsche gegen die Millionarios eine Woche zuvor revanchieren. Durch den 2:1 Heimsieg klettert Lara auf den zweiten Tabellenrang, Corinthians befindet sich mit sieben Punkten auf dem ersten Rang einen Punkt vor Lara. Die Hausherren gingen bereits nach neun Minuten durch Carlos López in Führung, nach einer halben Stunde war es wieder López der per Elfmeter auf 2:0 erhöhte. Del Valle konnte nach 70 Minuten nur noch den Anschluss herstellen.

Atlético Nacional – Bolívar 4:1 (3:0) – Nacional so gut wie weiter!

In der Gruppe B stand das Duell Erster gegen Zweiter an, Atlético Nacional empfing die Gäste aus Bolivien. Und der Tabellenführer zeigte schon früh, wer Herr im Haus ist. Schon nach 12 Minuten ging Nacional durch Castellani in Führung, ehe Hernández und Moreno noch vor dem Pausetee auf 3:0 erhöhen konnten. Nach Wiederanpfiff war es Marcos Riquelme, der zwar den Anschluss für Bolívar herstellen konnte, Moreno jedoch machte mit seinem Treffer alle bolivianischen Hoffnungen auf eine Remontada zunichte, sodass Nacional noch unbesiegt die Tabelle der Gruppe B anführt.

Santos – Estudiantes 2:0 (1:0) – Estudiantes nur noch auf Rang drei!

In der Gruppe F war Estudiantes zu Gast beim FC Santos. In einer von beiden Seiten offensiv geführten Partie wurde Santos zum Ende der ersten Halbzeit hin immer stärker und belohnte sich mit dem verdienten Führungstreffer durch Gabriel Barbosa für seine Bemühungen. Und bereits vier Minuten nach dem Pausentee konnte Veríssimo nach einem Standard zum 0:2 einköpfen, was zeitgleich den Endstand bedeutete. Santos führt damit die Gruppe F vor Nacional, die auf dem zweiten Platz rangieren, an.

Nacional – Real Garcilaso 4:0 (1:0) – Garcilaso bricht das Genick erst spät!

In der zweiten Paarung der Gruppe F trafen Nacional und Real Garcilaso aufeinander. Es dauerte bis zur 39. Spielminute, bis der erste Treffer des Tages fiel. Sebástian Rodriguez war es, der Garciloas Schlussmann Ortíz zum wichtigen 1:0 Führungstreffer überwinden konnte, was zeitgleich auch den Pausenstand bedeutete. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem deutlich besseren Ende für Nacional. Die Hausherren schlugen erst sehr spät in Person von Coruja (80.), Barcia (85.) und Bergessio (88.) zu, unterm Strich steht ein für Nacional auch in der Höhe verdienter Heimsieg zu Buche, der ihnen Tabellenplatz zwei hinter Santos beschert.

CA Tucumán – The Strongest 3:0 (2:0) – Tucmán holt zweiten Sieg!

Für CA Tucumán aus Argentinien stand am vergangenen Mittwoch die wichtige Begegnung gegen The Strongest an. Nach nur einem Sieg aus drei Spielen war Tucumán zum Siegen verdammt und meisterte seine Aufgabe bravourös, letztlich konnte man The Strongest mit einem ungefährdeten 3:0 in die Schranken weisen. Leandro Diaz und Gevasio Nunez stellten schon im ersten Durchgang die Weichen auf Sieg, ehe Rodríguez kurz vor Abpfiff mit seinem Treffer zum 3:0 jegliche Zweifel ausräumen konnte. Tucumán steht nun auf dem zweiten Rang mit drei Punkten Rückstand auf Libertad, deren Begegnung gegen Penarol noch aussteht.

Boca Juniors – Palmeiras 0:2 (0:1) – Palmeiras siegt im Bombonera!

Im Spitzenduell der Gruppe H konnte Palmeiras durch den Sieg gegen die Boca Juniors einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen. Bei noch zwei ausstehenden Partien hat Palmeiras nun fünf Zähler Vorsprung auf Boca, allerdings spielen Junior und Alianza noch gegeneinander, sodass Junior im Falle eines Sieges bis auf vier Zähler an Palmeiras herankommen könnte. Die schwierige Aufgabe im Bombonera lösten die brasilianischen Gäste jedoch souverän. Bei erneut atemberaubender Stimmung in Buenos Aires ließ sich Palmeiras nicht einschüchtern und konnte sich für sein forsches Auftreten kurz vor der Halbzeit mit Francas Führungstreffer belohnen. Nach dem Seitenwechsel war Boca bemüht, den Ausgleich zu erzielen, ließ dafür jedoch die nötige Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit vermissen, sodass Lucas Limas Tor zum 0:2 für Palmeiras ausreichte, um die drei Zähler aus dem Bombonera zu entführen.

Monagas – Defensor 1:0 (0:0) – Monagas triumphiert knapp über Defensor!

In der Gruppe A traf der Tabellenvierte Monagas zuhause auf den Dritten Defensor. In einer weitestgehend ereignislosen Begegnung erzielte Lucas Trejo in der 52. Spielminute den einzigen Treffer des Tages, der somit auch den Endstand bedeutete. Monagas kann den ersten Sieg in der Copa einfahren und sich sogar noch Hoffnungen auf das Achtelfinale machen.

In der Gruppe D spielten Flamengo und Santa Fe gegeneinander, das Spiel, dass kaum Torraumszenen bereithielt, endete 0:0.

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Copa Libertadores 3. Woche: Colo Colo schlägt sich selbst, Atlético Nacional verliert gegen Bolívar http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-3-woche-colo-colo-schlagt-sich-selbst http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-3-woche-colo-colo-schlagt-sich-selbst#respond Fri, 06 Apr 2018 11:30:55 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9730 In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fanden zum Abschluss der dritten Woche der Copa Libertadores vier Partien statt. Der chilenische Rekordchampion Colo Colo muss hierbei eine bittere 0:2 Heimpleite gegen Delfín schlucken, River Plate kommt zuhause nicht über einen...

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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fanden zum Abschluss der dritten Woche der Copa Libertadores vier Partien statt. Der chilenische Rekordchampion Colo Colo muss hierbei eine bittere 0:2 Heimpleite gegen Delfín schlucken, River Plate kommt zuhause nicht über einen 0:0 gegen Santa Fe hinaus, Santos siegt knapp in La Plata und Bolívar ringt  Atlético Nacional aus Medellín nieder. Die Geschehnisse letzter Nacht für euch zusammengefasst. 

Colo Colo – Delfín 0:2 (0:0) – “Los Albos” schlagen sich selbst

Das Schlusslicht der Gruppe B, Chiles Rekordmeister Colo Colo, kann auch im dritten Gruppenspiel nicht den lang ersehnten ersten Sieg in der Copa einfahren. Gegen Delfín aus Ecuador setzte es eine 0:2 Pleite im heimischen Estadio Monumental. Nach einer weitestgehend ereignislosen ersten Halbzeit ging es mit einem 0:0 in die Katakomben zum Pausentee, kurz nach Wiederanpfiff waren es die quirligeren Gäste, die den ersten Treffer des Tages erzielten.

Nach einer Slapstick Einlage des chilenischen Schlussmanns Orión, der die Kugel nach einem Flachschuss von Congo nach vorne abwehrte, stand Rechtsaußen Arismendi goldrichtig und musste nur noch zur Führung für die Gäste einschieben. Im Folgenden war Colo Colo bemüht, Chancen zu kreiieren, ließ jedoch im letzten Drittel die nötige Zielstrebigkeit und auch Tempo vermissen. In der Nachspielzeit versetzte Colo Colo sich selbst den Todesstoß, eine Hereingabe von links verlängerte Carmona unhaltbar für Orión in die linke untere Ecke, sodass Colo Colo auch nach drei Spieltagen mit einem Zähler das Schlusslicht der Gruppe B darstellt.

 

River Plate – Santa Fe 0:0 – Müde Nullnummer im Estadio Monumental

In der Gruppe D trennten sich River Plate und Santa Fe torlos. River war die aktivere der beiden Mannschaften und kam zu einigen Gelegenheiten, ohne jedoch im Torbestreben konkret und zwingend zu werden. Nach nunmehr zwei Remis stehen River Plate und Santa Fe punkt- und torgleich auf dem zweiten Rang hinter Tabellenführer Flamengo, die bereits vier Zähler auf dem Konto haben.

Estudiantes – Santos 0:1 (0:1) – Arthur stolpert Santos zum Sieg!

Im Estadio Centenario in La Plata muss Estudiantes eine knappe Heimniederlage gegen den FC Santos aus Brasilieen hinnehmen. In einer von beiden Seiten offensiv geführten Partie erzielte 40 Mio. Mann Arthur den einzigen Treffer des Tages. Nach einem Pfostenschuss in der 19. Spielminute stand der brasilianische Youngster goldrichtig und staubte zum wichtigen 0:1 ab. Estudiantes war im Folgenden um den Ausgleich bemüht, ohne hierbei jedoch wirklich gefährlich zu werden. Von 30 abgegebenen Schüssen kamen nur neun auf das Tor von Santos Schlussmann Vanderlei, der stets zur Stelle war und eine weiße Weste behielt. In der Gruppe F  übernimmt Santos mit sechs Zählern somit die Tabellenführung, zwei Punkte dahinter rangiert Estudiantes auf dem zweiten Rang.

Bolívar – Atlético Nacional 1:0 (1:0)- Marcos Riquelme mit Traumtor, Arrascaita macht den Ramos

In der letzten Partie der gestrigen Nacht empfing Bolívar Atlético Nacional aus Kolumbien. Die Hausherren begannen forsch und kamen schon früh zu Chancen. Erstmals zwingend vor dem Tor Atlético Nacional tauchte man allerdings erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit auf. Eine Hereingabe von der rechten Seite an den Elfmeterpunkt verwertete Marcos Riquelme meisterlich per Direktabnahme zur verdienten Führung für die Hausherren. Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften, jedoch konnte weder Bolívar auf 2:0 erhöhen, noch konnte Atlético Nacional den Ausgleich erzielen. Bereits nach Anbruch der Nachspielzeit jedoch erhalten die Gäste einen berechtigten Foulelfmeter, den der eingewechselte Arrascaita jedoch in feinster Sergio Ramos Manier mit Hochgeschwindigkeit am Tor vorbeijagte. Somit blieb es beim verdienten 1:0 Heimsieg für Bolívar, die nunmehr auf Platz zwei der Tabelle in der Gruppe B mit fünf Punkten kletterten.

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Copa Libertadores 1. Woche – Vier Remis am Mittwoch http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-1-woche-vier-remis-581451 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-1-woche-vier-remis-581451#respond Thu, 01 Mar 2018 09:59:29 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=8138 In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fanden erneut vier Spiele statt. Keine Tore gab’s in Montevideo und Bogotá, und auch in Manta und Rio de Janeiro endeten die Spiele unentschieden. Am meisten Drama gab es zwischen Flamengo und River...

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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fanden erneut vier Spiele statt. Keine Tore gab’s in Montevideo und Bogotá, und auch in Manta und Rio de Janeiro endeten die Spiele unentschieden. Am meisten Drama gab es zwischen Flamengo und River Plate, wo die Argentinier spät ein 2:2 retteten.

Vier Siege in der uruguayischen Liga, Chapecoense und Banfield eliminiert – Nacionals starker Saisonstart hat sich in Südamerika rumgesprochen. Dementsprechend respektvoll reisten die Estudiantes de La Plata nach Montevideo und waren in ihrem 5-3-2-System erstmal auf Torsicherung bedacht. Das gelang dem Pincha auch: In einem hart umkämpften Spiel schaffte Nacional es nicht, genügend Strafraumpräsenz zu entwickeln. So musste Gästekeeper Mariano Andújar gar nicht die ganz großen Paraden auspacken, um den Kasten sauber zu halten. Weil auch die Argentinier nicht besonders präzise konterten, blieb es beim 0:0, mit dem Estudiantes besser leben kann.

Debütant Delfin musste im heimischen Estadio Jocay mit einer Punkteteilung leben. Der ecuadorianische Vizemeister musste gegen Bolivar einen frühen Rückschlag hinnehmen, als Marcos Riquelme einen Aussetzer von Luis Cangá zur frühen Gästeführung nutzte (16.). Die Bolivianer zogen sich daraufhin zurück, während Delfin über viele Flanken zum Erfolg zu kommen versuchte. Die offensive Wucht der Gastgeber fand ihre Belohnung noch vor der Pause, als Roberto Ordóñez eine schöne Flanke von Pedro Perlaza per Kopf verwertete (45./+2). Im zweiten Durchgang konnte Delfin das Tempo nicht ganz aufrechterhalten, und so war gegen Ende Bolivar dem Sieg sogar etwas näher. Weil Marcos Riquelme und Juan Carlos Arce ihre Chancen aber liegenließen, endete das Spiel mit einem verdienten 1:1. Beide Teams können so vom Weiterkommen träumen.

Das emotionalste Spiel des Abends fand in Rio de Janeiro statt – und das, obwohl keine Zuschauer ins Estadio Nilton Santos durften: Nach den Problemen im Finale der Copa Sudamericana wurde Flamengo mit einer Zuschauersperre belegt. Das Spiel vor leeren Rängen begann in der ersten Halbzeit fad, wurde aber nach Wiederanpfiff plötzlich unterhaltsam: Zunächst legte Leo Ponzio im Strafraum Gegenspieler Diego Ribas, Flamengos Stürmer Henrique Dorado verwertete den Elfer (54.). Doch nur Sekunden nach dem Führungstor köpfte der langsam wieder erstarkende Uruguayer Rodrigo Mora einen Freistoß seines Landsmanns Nico de la Cruz in die Maschen – der Ausgleich (55.). Dann war wieder Flamengo an der Reihe: Lucas Paquetás Steilpass fand Everton, der präzise und unhaltbar abschloss (66.). Doch auch River durfte noch einmal jubeln: Drei Minuten vor Abpfiff traf der eingewechselte Camilo Mayada – der wie Lucas Martínez Quarta von seiner Dopingsperre zurückkehrte – wuchtig zum Ausgleich. Beide Teams deuteten an, warum sie Favoriten der Gruppe 4 sind, konnten so aber keine drei Punkte zum Auftakt einfahren.

Im Gegensatz zum Geschehen in Rio begann das Spiel in Bogotá zwischen den gastgebenden Millonarios und Corinthians aus Brasilien emotionaler, als es endete. Zunächst schienen die Kolumbianer entschlossen zu attackieren, doch spätestens nach Angel Romeros Großchance für die Gäste (32.) bremsten sich die Embajadores etwas – wohlwissend, dass Corinthians’ Doppelspitze aus Romero und Clayson jederzeit einen Konter würde nutzen können. So entwickelte sich ein Match, das nur noch einmal richtig brisant wurde: Christian Huerfano scheiterte für die Gastgeber an der Latte (52.). Letztlich ein 0:0, das für die Millonarios zu wenig sein könnte.

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Die große Copa Libertadores Vorschau für die Gruppen 5 – 8 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-ii-581258 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-ii-581258#respond Tue, 27 Feb 2018 09:03:10 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7692 [nextpage title=”Gruppe 5″] Cruzeiro (Brasilien) – Der brasilianische Außenseiter Der Verein: Cruzeiro aus der Stadt Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais gehört zu den erfolgreichsten Clubs des Landes. Er ist einer von nur drei Vereinen, die immer in der ersten...

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Cruzeiro (Brasilien) – Der brasilianische Außenseiter

Cruzeiro

Der Verein: Cruzeiro aus der Stadt Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais gehört zu den erfolgreichsten Clubs des Landes. Er ist einer von nur drei Vereinen, die immer in der ersten brasilianischen Liga gespielt haben. Die größten Erfolge des Clubs, welcher von italienischen Einwanderern gegründet wurde, sind die fünf Pokalsiege – Cruzeiro ist aktueller Pokalsieger -, vier Meisterschaften und vor allem die beiden Titel in der Copa Libertadores. Der Name „Cruzeiro“ bezieht sich auf das Sternbild Kreuz des Südens („Cruzeiro do Sul“), welches ein Symbol des Landes ist und sich auch auf der brasilianischen Flagge wiederfindet. Übrigens: Kein geringerer als der „echte“ Ronaldo wurde hier zum Profi.

Die Mannschaft: In der ersten Phase der Campeonato Mineiro thront man recht souverän an der Spitze des Tableaus. Nach sieben Spielen stehen für Cruzeiro sechs Siege bei lediglich einem Unentschieden zu Buche. In Torlaune präsentierte sich bisher der offensive Mittelfeldmann und Routinier Rafinha, welcher bereits fünf Mal ins Schwarze traf.

Transfers: Seit dem 01. Januar dieses Jahres ist der Haudegen Fred bei Cruzeiro unter Vertrag. Dort soll er nun für die Tore sorgen und die Mannschaft mit seiner Erfahrung bereichern. Zudem sicherte man sich die Dienste von Frederico Mancuello und Egídion von den Ligakonkurrenten Flamengo bzw. Palmeiras. Damit konnten auch Abgänge wie von Frabrício oder auch Alisson adäquat ersetzt werden.

Schlüsselspieler: Als der Star des Teams darf der Uruguayer Giorgian de Arrascaeta betrachtet werden. Der 23jährige mit italienischen Wurzeln ist im offensiven Mittelfeld beheimatet. Der 23jährige gilt als beidfüßig und erzeugt viel Torgefahr. Bis Ende Juni steht auch noch Lucas Silva, welcher von Real Madrid ausgeliehen ist, zur Verfügung. Er galt einst als Hoffnungsträger des brasilianischen Fußballs. In Belo Horizonte versucht er, seiner Karriere wieder Schwung zu verleihen. Der 34jährige Fred blickt bereits auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn zurück. Er wird dem Team mit seiner Erfahrung und seinen Treffern sicherlich helfen können.

Der Trainer: Mit Mano Menezes ist für Cruzeiro ein Trainer mit reichlich Erfahrung verantwortlich, welcher zwischen 2010 und 2012 die brasilianische Nationalmannschaft coachte. Er berief unter anderem Neymar zu seinem Länderspieldebüt und hat bewiesen, dass er mit großen Spielern arbeiten kann. Bevor er im Sommer 2017 seine zweite Amtszeit bei Cruzeiro angetreten hatte, verbrachte er ein Jahr beim SD Luneng im Reich der Mitte. Er ist einer der wenigen Trainer in Brasilien, welcher selbst kein Profifußballer gewesen ist.

Die Chefutbol-Prognose: Cruzeiro hat auf dem Papier eine Mannschaft, welche die Gruppenphase durchaus überstehen kann, allerdings gegen die südamerikanischen Schwergewichte das Nachsehen haben wird. Allerdings hat der frischgebackene Pokalsieger aus Brasilien erst kürzlich bewiesen, dass er auch vermeintlich starke Gegner überraschen kann. Vielleicht schafft es das Team aus Minas Gerais auch beim Kontinentalwettbewerb, für Furore zu sorgen.

Universidad de Chile (Chile) – “Los Leones” müssen das Kämpfen lernen!

Universidad de Chile

Der Verein: Beim CF Universidad de Chile handelt es sich um einen der bekanntesten und beliebtesten Clubs des ganzen Landes. Ursprünglich gegründet von Studenten der gleichnamigen Universität der Hauptstadt Santiago im Oktober 1928, löste man 1980 die Bindung zur Bildungseinrichtung und war fortan ein unabhängiger Club, der sich obendrein ausgesprochen erfolgreich entwickelte. Mit 18 Meisterschaften, zuletzt in der Clausura 2017, vier Pokalsiegen und dem Gewinn der Copa Sudamericana im Jahre 2011 als erstes chilenisches Team liest sich die Bilanz von „La U“ mehr als positiv. Eine besondere Rivalität besteht, schon allein aufgrund der geographischen Nähe, zum Rekordmeister CSD Colo Colo. Für einen „Aficionado“ von Universidad gibt es nichts Größeres als einen Besuch des „Clásicos“ im heimischen Estadio Nacional. Dann geht es sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen hoch her in Chiles Hauptstadt!

Die Mannschaft: Im letzten Jahr beendete man die heimische Liga hinter dem Erzrivalen Colo Colo und Unión Espanola auf dem dritten Platz, summa summarum eine ordentliche Spielzeit für “Los Leones”. Die Mannschaft gehört mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren eher zu den älteren Teams, allerdings hat “La U” viele Spieler mit internationaler Erfahrung sowohl auf Nationalmannschafts-als auch Klubniveau im Kader. Die ganz großen Namen fehlen zwar, mit Soteldo hat man allerdings einen formidablen Außenbahnspieler im Kader, über den auch in der Copa Libertadores viel gehen wird.

Transfers: Der  Universitätsklub der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile, Universidad de Chile, blieb wie Erzfeind Colo Colo auf dem Transfermarkt weitestgehend inaktiv. Lediglich Yeferson Soteldo Martínez fand seinen Weg ins Estadio Nacional und Universidad de Chile könnte damit ein echtes Schnäppchen gemacht haben. Zunächst ist Martínez bis Endes Jahres ausgeliehen von Huachipato, Universidad de Chile besitzt jedoch eine Kaufoption. Und die Verantwortlichen bei “La U” wären gut damit beraten, diese zu ziehen. Der 20-jährige Venezolaner ist auf der linken Außenbahn beheimatet und besticht durch ein immenses Tempo gepaart mit beeindruckender Beweglichkeit und technischer Finesse. Da Martínez noch jung ist und noch Einiges an Entwicklungspotenzial besteht, dürfte sich der Marktwert des nur 1,60 m großen Dribblers schon bald auf ein Vielfaches der aktuell taxierten 2 Mio. € belaufen.

Schlüsselspieler: Neben dem wertvollsten Spieler der chilenischen Liga, Yeferson Soteldo Martínez, besitzt Universidad de Chile keinen Akteur vom Prädikat südamerikanischer Topstar. Allerdings haben die “Los Leones” mit Keeper Johnny Herrera, den Innenverteidigern Gonzalo Jara und Cristian Vilches, Mittelfeldroutinier David Pizarro und Jean Beausejour Einiges an Erfahrung und Qualität im Kader, was besonders gegen spielstarke Mannschaften wie Racing oder Cruzeiro wichtig werden dürfte. Alles in allem ist der Kader von “La U” sowohl in der Breite als auch qualitativ gut aufgestellt, schwierig werden dürfte es aber allemal.

Der Trainer: Der Trainer des Universitätsklubs der chilenischen Hauptstadt ist Guillermo Hoyos. Der 54 Jahre alte Argentinier mit spanischem Pass steht seit Januar 2017 an der Seitenlinie im Estadio Nacional de Chile und kann einen Punkteschnitt von 1,82 sowie den Titel in der Clausura vorweisen. Bevorzugt lässt Hoyos ein offensives 4-3-3 System spielen, bei Universidad de Chile kommt allerdings oft ein 3-4-1-2 zum Einsatz, bei dem die Flügelspieler die gesamte Außenbahn vertikal sowohl offensiv als auch defensiv bearbeiten müssen.

Die Chefutbol-Prognose: Mit den Gruppengegnern Racing und Cruzeiro hat Universidad de Chile zwei richtige Brocken vor der Brust, die man an einem guten Tag zuhause allerdings schlagen kann. Wenn im Estadio Nacional zumindest zwei Spiele gewinnen kann und auch auswärts ab und an punktet, ist für “La U” das Achtelfinale nicht zwingend ausgeschlossen, Favorit auf das Weiterkommen sind die “Los Leones” hierbei aber nicht. Sollte U. de Chile allerdings die Gruppenphase überstehen, dürfte es angesichts der möglichen Gegner im weiteren Turnierverlauf schwierig für die Hoyos-Auswahl werden.

Racing (Argentinien) – One-Man-Show um Lautaro Martínez?

Racing

Der Verein: Der Racing Club gehört zu den beliebtesten Klubs in Argentinien. Gegündet im Jahr 1905 steht man seitdem für hervorragende Jugendarbeit, weswegen der Verein den Spitznamen Academia trägt. In seiner Historie konnte man 17-mal Meister werden und einmal die Copa Libertadores gewinnen. Bekannt ist man auch durch das lokale Derby (Clásico de Avellaneda), wenn es gegen den Erzfeind Independiente geht.

Die Mannschaft: Racing erlebte eine stark durchwachsene Hinrunde, die mit dem Rücktritt von Diego Cocca ihr unrühmliches Ende fand.  Infolgedesssen verpflichtete man auf der Trainerposition Eduardo Coudet, der aus seiner Zeit bei Rosario Central exzellente Referenzen vorzuweisen hat. Unter der Führung des 43-jährigen ist seit Jahresbeginn ein klarer Aufwärtsstrend zu erkennen, der mit vier Siegen in Folge auch mit Punkten untermauert wird. Dabei setzt Coudet auf bedingungsloses Pressing, viel Spielwitz und Laufbereitschaft. Nichtsdestrotz genießt seine qualitativ hochwertige Offensivabteilung um Lautaro Martínez, Lisandro López und Ricardo Centurión bei eigenem Ballbesitz alle Freiheiten.

Transfers: Als Königstransfer wurde Ricardo Centurión präsentiert. Der mittlerweile 25-jährige, dessen Abenteuer in Genua zum zweiten Mal vorzeitig beendet wurde, kann jederzeit für den Unterscheid sorgen, erhitzt aber auf der anderen Seite mit seinen provokanten Kabinettstückchen und Eskapaden neben dem Platz die Gemüter. Die Innenverteidigung bildet sich aus den beiden Neuzugängen Alejandro Donatti und Leonardo Sigali zusammen. Beide hinterließen bislang einen bleibenden Eindruck und konnten die Defensive sichtlich stablisieren.  Mitteldfeldspieler Neri Cardozo wurde ablösefrei aus Monterrey gelotst, dazu verpflichtete man mit Gonzalo Piovi einen weiteren talentierten Youngster.

Schlüsselspieler: Lautaro Martínez mauserte sich mit eindrucksvollen Leistungen zur neuen Sturmhoffnung Argentiniens. Die Bilanz des 20-jährigen fiel in der aktuellen Spielzeit stattlich aus: Aus elf Partien traf Martínez siebenmal und steuerte noch vier Assists hinzu. Die Interessenten in Europa stehen Schlange. Laut Medienberichten soll es sogar schon zu einer Einigung mit Inter Mailand gekommen sein. Das Eigengewächs wird also vermutlich nicht über den Sommer hinweg zu halten sein, dennoch bleibt ihm die Gruppenphase, um sich eindrucksvoll zu verabschieden.

Der Trainer: Eduardo Coudet holte Rosario Central nahezu aus der Versenkung und etablierte den Traditonsklub wieder in der argentinischen Spitzengruppe. Zweimal erreichte er das Pokalfinale, wo er jedoch in beiden Fällen den Kürzeren zog. Es folgte ein erfolgoses Gastspiel beim mexikanischen Erstligisten Tijuana, ehe er bei Racing wieder in der Heimat anheuerte. El Chacho ist für sein leidenschaftliches Coaching an der Seitenlinie bekannt, was ihm immer wieder Vergleiche mit Diego Simeone einbringt.

Die Chefutbol-Prognose: Die Gruppe ist für die Academia kein Selbstläufer, dennoch besitzt man die Qualität, um als Erster durchzugehen. An vorderster Front überragt vor allem Martínez, dessen Wechsel im Sommer wohl nur noch Formsache ist. Ohne ihn könnte es in den KO-Runden allerdings eng werden.

Vasco da Gama (Brasilien) – Alle Augen auf die Wunderkinder Evander und Paulinho

Vasco

Der Verein: Vasco da Gama, der „Gigante da Colina“ gehört zu den erfolgreichsten und traditionellsten Vereinen Brasiliens. Vor 120 Jahren gegründet und im Ausland bekannt geworden durch Spieler wie Romario Juninho Pernambucano oder Luis Fabiano, erlebte das Teams aus Rio de Janeiro jedoch im vergangenen Jahrzehnt vor allem Rückschläge. Drei Mal stieg der Verein in die zweite Liga ab, 2008 zum ersten Mal in der Clubgeschichte. Auf die sofortigen Wiederaufstiege folgte 2013 und 2015 ebenso schnell der Fall ins Unterhaus. Die Auftritte in der Meisterschaft waren katastrophal. Einzige Wermutstropfen in der Leidenszeit waren die Titel in der Carioca-Meisterschaften und der Pokalsieg von 2011 sowie die Halbfinalqualifikation in der Copa Sudamericana 2011.

Doch keiner dieser Errungenschaften ist vergleichbar mit den vier Meistertiteln von 1974, 1989, 1997 und 2000 sowie dem Gewinn der Copa Libertadores (1998) oder des Mercosur-Cups (2000). Die Jahre 1997 bis 2000 waren die glorreichsten in der Clubgeschichte.

Vasco scheint sich nun endlich wieder gefangen zu haben. Die Mannschaft beendete die Meisterschaft 2017 auf dem 7. Platz und hätte sich somit für die Copa Sudamericana qualifiziert. Dank des Libertadores-Siegs von Gremio rutschten die Schwarz-Weissen jedoch nach und setzten sich in der Libertadores-Quali in einer einfachen Tableau-Hälfte gegen Universidad de Concepcion (Chile) und Jorge Wilstermann (Bolivien) durch.

Die Mannschaft: Im Tor setzt Vasco seit vielen Saisons auf den konstanten Uruguayer Martin Silva. Die Verteidigung ist gut gemischt zwischen erfahrenen, verdienten Spielern wie Yago Pikachu und Paulao und relativ unerfahrenen Spieler aus der eigenen Jugend wie Ricardo Graca und Henrique. In der Verteidigung steht mit Breno auch ein Spieler, der kurz in der Bundesliga auflief (Bayern, Nürnberg). Generell finden sich viele Eigengewächse im Kader. Im Mittelfeld ziehen aber noch die international erfahrenen Wagner und Escudero die Fäden. Neu werden sie unterstützt vom Argentinier Leandro Desabato. Die grosse Stärke von Vasco ist aktuell aber die Offensive – verspielt und variabel: Im Sturm sollen vor allem der Argentinier Andres Rios und der Kolumbianer Duvier Riascos für Tore sorgen. Als Back-up steht Eigengewächs Caio Monteiro bereit, der als 21-Jähriger bereits über 125 Mal für Vasco aufgelaufen ist.

Alle Augen sind jedoch auf die Nummern 10 und 11 gerichtet. Evander (19-jährig) und Paulinho (17-jährig) sind die grossen Juwelen von Vasco. Nur wenige Tage nachdem Evander sich als jüngster Vasco-Libertadores-Torschütze in die Geschichtsbücher schoss, doppelte Paulinho nach und lösten diesen bereits wieder ab. Sein Marktwert dürfte weit über 10 Millionen betragen und er ist bereits im Blick zahlreicher Clubs in Europa.

Transfers: Das Team wurde für die Doppelbelastung Libertadores/Meisterschaft aufgerüstet. Ausserdem mussten die Abgänge der Mittelfeldspieler Douglas Luiz (zu Man City), Muriqui (nach China) und Matteus Vital (zu Corinthians) kompensiert werden. Von Meister Corinthians stiessen Mittelfeldspieler Giovanni Augusto, Japan-Rückkehrer Thiago Galhardo, Namensvetter Rafael Galhardo von Cruzeiro und Velez-Ikone Leandro Desabato dazu. Die Verteidigung wurde verstärkt durch den grossen ecuadorianischen Verteidiger Erazo, der seit 5 Jahren in Brasilien spielt. Neue Varianten für die Verteidigung stehen auch mit Luiz Gustavo und Ricardo zur Verfügung. Als Verstärkung für den Sturm kehrte von den Millonarios Duvier Orlando Riascos zu Vasco zurück, wo er bereits vor zwei Jahren erfolgreich aufspielte (17 Tore).

Schlüsselspieler: Frickson Erazo und Yago Pikachu in der Defensive, Wellington und Wagner im Zentrum sowie Riascos und Rios in der Offensive. Bei den „Wunderkindern“ Evander und Paulinho stellt sich wohl die Frage, auf welche Höhen sie ihre Transfersumme hinaufspielen werden.

Trainer: Der ehemalige Verteidiger Zé Ricardo ist als Trainer noch relativ unerfahren. Der 45-Jährige trainierte ab 2012 erfolgreich die Jugendmannschaften von Flamengo. Als der Trainer der ersten Mannschaft, Muricy Ramalho, aus gesundheitlichen Gründe zurücktreten musste, übernahm Zé Ricardo im Mai 2025 diese Aufgabe. Beinahe hätte er die Sensation geschafft und Flamengo zum Titel geführt – schlussendlich resultierte der dritte Rang. Eine weitere Enttäuschung folgte: In der Libertadores 2017 schied Flamengo unter Zé Ricardo bereits in der Gruppenphase aus. Als der Rückstand auf die Tabellenspitze in der heimischen Liga anwuchs, zogen die Verantwortlichen die Reissleine und entliessen den Trainer im August 2017. Zwei Wochen später heuerte er bei Vasco an. Schlussendlich resultierte in einer hart umkämpften Meisterschaft ein guter 7. Rang, punktgleich mit seinem ehemaligen Team Flamengo, das sich aufgrund des besseren Torverhältnisses direkt für die Libertadores qualifiziert.

Chefutbol Prognose: Vasco hat in den ersten drei Partien der Qualifikation brilliert, mit einem Torverhältnis von 10 zu 0. Gegen Jorge Wilstermann zeigte das Team jedoch, wie nachlässig und fehlerhaft es auftreten kann. Mit viel Glück konnten die Bolivianer schlussendlich im Elfmeterschiessen besiegt werden. Auch in der lokalen Meisterschaft „Taça Guanabara“ hinterliess Vasco einen zwiespältigen Eindruck – mit zwei Niederlagen gegen Unterklassige. Das Team hat Qualität, ein riesiges Offensivpotenzial und ist nach den Quali-Spielen auch international eingespielt. Vasco ist sicherlich nicht der Favorit auf den Gruppensieg, jedoch ein Kandidat auf das Weiterkommen, vorausgesetzt die Mannschaft findet die Konstanz.

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Santos (Brasilien) – Große Hoffnungen auf Rückkehrer Gabigol

Santos

Der Verein: Der teuerste Spieler aller Zeiten durchlief die Jugendakademie des FC Santos. Der 222 Mio. Euro-Mann Neymar spielte in der Hafenstadt, ehe es ihm zum FC Barcelona zog. Aushängeschild des Clubs ist allerdings nach wie vor der Volksheld Pelé. Der Fußballer des Jahrhunderts schnürte von 1956 – 1974 seine Fußballschuhe für den FC Santos und erzielte in 648 Partien unglaubliche 619 Treffer. Insbesondere dank Pelé erlangte der Verein internationale Bekanntheit und konnte zahlreiche Erfolge feiern. Neben 22 Staatsmeisterschaften, neun brasilianischen Meisterschaften sowie drei Copa Libertadores Erfolgen, gewann man zudem zweimal den Weltpokal.

Die Mannschaft: In der brasilianischen Liga hat man es geschafft, sich vorne festzubeißen. Nach der Vizemeisterschaft 2025 wurde man 2017 immerhin Dritter. In der Campeonato Paulista ist man nach acht Partien mit 14 Punkten Tabellenprimus. Damit ist das Viertelfinalticket zwar noch nicht gebucht, man befindet sich allerdings auf einen guten Weg dorthin.

Transfers: Einen ganz bitteren Abgang hat der FC Santos in diesem Jahr zu kompensieren. Mit Lucas Lima wechselte eine tragende Kraft im offensiven Mittelfeld ablösefrei zum Ligakonkurrenten Palmeiras. Auch Routinier und einer der Torgaranten im Team, Ricardo Oliveira hat den FC Santos in Richtung Mineiro verlassen. Dafür ist der Ex Hamburger Cléber Reis nun nach Leihe wieder zurück in Santos. Zudem sollen Eduardo Sasha, Rodrigao und Yuri Alberto die Offensive verstärken. Als Königstranser des Winters darf allerdings die Leihe von Heimkehrer Gabigol betrachtet werden.

Schlüsselspieler: Auf den Rückkehrer Gabigol ruhen hohe Erwartungen. Vor 18 Monaten verließ er Santos in Richtung Mailand, wo er scheiterte und über Benfica Lissabon zurück nach Santos kam. Kann er an alte Leistungen anknüpfen, wird er zum absoluten Leistungsträger seiner Mannschaft. Mit drei Treffern liegt er bisher im Soll. Vitor Bueno wurde 2025 in der brasilianischen Liga als Entdeckung des Jahres ausgezeichnet und ist ebenso ein vielversprechender Akteur. Allerdings riss er sich das Kreuzband, weshalb sich zeigen muss, wie er sich davon erholt. Der Ex-Wolfsburger Bruno Henrique wird erst nach Ablauf seiner Sperre eingreifen können, welche für die ersten fünf Begegnungen in der Copa Libertadores gilt.

Der Trainer: Seit dem 04. Januar dieses Jahres ist der junge und recht unerfahrene Jair Ventura beim FC Santos im Amt. Ventura machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als er sein damaliges Team Botafogo nach dem Aufstieg direkt in die Copa Libertadores führen konnte. Seine Torjubel-Tänze brachten ihm reichlich mediale Aufmerksamkeit ein.

Die Chefutbol-Prognose: Auf den FC Santos kommt kein einfaches Jahr zu. Der erfolgreichste Stürmer ist für die ersten fünf Spiele gesperrt, der andere Goalgetter hat mit Leistungsträger Lima den Verein verlassen. Und bei Vitor Bueno muss sich erst zeigen, wie er wieder in Form kommt. Der Transfer von Gabigol kann sich für den FC Santos als absoluter Glücksgriff entpuppen, vorausgesetzt, er kann seine glücklose Zeit in Europa hinter sich lassen. Trotz Gruppengegner Estudiantes hat der FC Santos eine gute Chance, die erste Phase zu überstehen. In der K.O.-Runde könnte der Club jedoch schnell an seine Grenzen stoßen.

Estudiantes (Argentinien) – Kann Bernardi wieder überraschen?

Der Verein: Der einst von Studenten gegründete Verein aus La Plata durchlebte seine erfolgreichtste Zeit in den 60ger Jahren, als man unter dem legendären Osvaldo Zubeldía gleich dreimal die Copa Libertadores gewann, selbst ein bis heute umstrittener Welpokal steht im Trophäenschrank der Estudiantes. Heute backt el Pincha nicht mehr ganz so große Brötchen, gehört aber im Schatten der fünf Granden zum Stamminventar des argentinischen Fussballs.

Die Mannschaft: Estudiantes steht allein schon aus historischen Gründen für effektiven Ergebnisfussball. Dementsprechend verzichtet man bei den Platensern auf spektakuäre Ausnahmekönner, und vertraut einer Reihe erfahrenen Spielern wie Gastón Fernández, Leandro Desábato oder Jonathan Schunke, die den Stamm des Team bilden. In vorderster Front erhalten abegzockte Akteure wie Mariano Pavone oder Lucas Melano den Vorzug. Den Takt im Mittelfeld bestimmt Rodrigo Braña, allerdings muss sich der Routinier aufgrund seines fortgeschrittenen Alters hin und wieder Kunstpausen nehmen

Transfers: Gastón Giménez folgte dem Ruf von Trainer Lucas Bernardi. Der 26-jährige galt als Wunschpieler und soll das manchmal etwas träge Offensivspiel beleben. Von Andrés Escobar erhofft man sich die Schlagzahl auf dem Flügel zu erhöhen. Ansonsten musste man keinen wichtigen Abgang verbuchen.

Schlüsselspieler: Estudiantes gewinnt seine Spiele grundsätzlich aus einer kompakten Defensive heraus, bei der Schunke und Desábato herausragen. Auch auf Torhüter Mariano Andújar ist in der Regel Verlass. Viel hängt von Lucas Rodríguez ab. Der Spielmacher ist mit 20 Jahren eine feste Größe im Team, lässt vor dem Tor aber häufig Effektivität vermissen.

Der Trainer: Lucas Bernardi erlebte letztes Jahr mit seinem damaligen Verein Godoy Cruz eine erfolgreiche Copa Libertadores Kampagne, bei der er den Außenseiter bis ins Achtelfinale führte, wo man am späteren Titelträger Gremio scheiterte. Der Lohn: Eine Entlassung, die medial enom kritisch aufgefangen wurde, aber Estudiantes nicht davon abhielt den aufstrebenden Trainer zu engagieren.

Die Chefutbol-Prognose: Hinter Santos erwartet den Platensern ein enges Rennen um Platz zwei. Eine Hürde könnte die Doppelbelastung werden, die vor allem die ältere Garde vor Probleme stellen wird.

Real Garcilaso (Perú) – Nach Umbruch nur Außenseiter

Garcilasco

Der Verein: Real Garcilaso ist ein erst 2009 gegründeter Klub aus der weltberühmten Stadt Cusco, dem wichtigsten Sitz des Inkareichs. In der Stadt selbst ist die Máquina Celeste dementsprechend kaum verwurzelt, populärer ist der traditionsreiche Zweitligist Cienciano. Die Vereinsführung neigt dabei zum Chaotischen, die letzten Jahre waren von Umbrüchen und Trainerwechseln geprägt. Doch trotz dieser Umstände kann sich die Bilanz von Garcilaso sehen lassen: Drei Vizemeisterschaften in nur sechs Jahren Erstligafußball, zwei Copa-Libertadores-Teilnahmen, dabei ein Viertelfinaleinzug.

Die Mannschaft: Von der Mannschaft, die die peruanische Meisterschaft nur haarscharf hinter Alianza Lima auf Rang zwei beendete, sind nur Wenige geblieben. Das Team wird sich zunächst finden müssen und hat bis auf den alles überragenden Zehner Alfredo Ramúa auch keine große individuelle Klasse vorzuweisen. Erwartbar ist, dass Garcilaso vor allem über Ramúas Einzelaktionen und Standards gefährlich werden dürfte – zumal mit Juan Diego Lojas, Lampros Kontogiannis und Gustavo Dulanto kopfballstarke Abnehmer vorhanden sind. Das größte Plus dürfte aber die Höhe von Cusco darstellen: Auf 3200 Metern Höhe kommt so mancher Gegner von größerer Klasse kräftig ins Schnaufen.

Transfers: Fast die ganze Mannschaft wurde runderneuert, Schlüsselspieler wie Mittelstürmer Danilo Carando verließen den Klub. Individuell ist der gutgenährte, aber abschlussstarke Stürmer Diego Mayora wohl noch der Aufregendste unter den Neuen, ansonsten findet sich viel Masse und wenig Klasse. Lediglich Stürmer Zamir Valoyes und Mittelfeldspieler Jean Tragodara bringen größere internationale Erfahrung mit.

Schlüsselspieler: Es gibt keinen Weg, der an Alfredo Chapu Ramúa vorbeiführt, der als einer von wenigen Spieler im Kader verblieb. Der argentinische Zehner hat auch bei seiner zweiten Station bei Garcilaso (nach 2013-2015) brillante Scorerstatistiken vorzuweisen und dürfte zu den schussstärksten Spielern der gesamten Copa zählen – zumal der Ball in der Höhe von Cusco noch mehr flattert als ohnehin. Auch Ramúas Ecken und Freistoßflanken sind gefürchtet.

Der Trainer: Der peruanisch-argentinisch-deutsche Coach Oscar Ibáñez hat noch fast überhaupt keine Meriten vorzuweisen, seine Stationen bei Universitario, Cienciano und Comerciantes Unidos endeten stets schnell. Für den ehemaligen Torhüter ist die Copa Libertadores eine große Chance, allerdings könnte das Abenteuer auch schnell vorbei sein.

Die Chefutbol-Prognose: Durch den radikalen Umbruch ist die Mannschaft schwer einzuschätzen, doch selbst wenn sich das Team schnell findet, spricht eigentlich nur der größere Heimvorteil für die Himmelblauen. Selbst individuell weitaus stärkere peruanische Teams haben in den letzten Jahren regelmäßig kläglich die Segel gestrichen. So deutet alles auf ein schnelles Ausscheiden in der Gruppenphase hin.

Club Nacional (Uruguay) – Weitere Überraschungen mit Medina?

Nacional

Der Verein: Drei Copa-Titel stehen für Nacional schon zu Buche, doch der letzte ist über 30 Jahre her. Trotz regelmäßiger nationaler Meistertitel und dem unumstößlichen Status als einer der beiden Grandes in Uruguay hat die internationale Reputation der Tricolores im letzten Jahrzehnt deutlich gelitten, ein einziges Viertelfinale (2025) haben die Bolsos erreicht. Der Grund hierfür liegt auch in den begrenzten finanziellen Mitteln, die im letzten Transferfenster mal wieder zu spüren waren: Die Verpflichtung von mehreren Mittelstürmern mit internationaler Reputation scheiterte, am Ende unterschrieb die Low-Budget-Lösung Gonzalo Bergessio. Dennoch überraschte der Dritte der letztjährigen uruguayischen Meisterschaft mit einer starken Qualifikation, in der Chapecoense und Banfield eliminiert wurden.

Die Mannschaft: Auffällig ist die Ausgeglichenheit im Kader der Tricolores: Fast alle Positionen sind doppelt und variabel besetzt. Dabei fehlt es allerdings an herausragender individueller Klasse. Einen Schwachpunkt könnte das fehlende Tempo in der Innenverteidigung darstellen, zudem wird man in der recht schwachen heimischen Liga nicht besonders gefordert.

Transfers: Der medienwirksamste Transfer war die Verpflichtung des zentralen Mittelfeldspielers Luis Aguiar, der lange Jahre für den Erzrivalen Peñarol die Stiefel geschnürt hatte. Ebenfalls relativ früh wurden die Transfers der Rückkehrer Carlos De Pena und Santiago Romero fixiert. Weitere, dringend benötigte Zugänge ließen lange auf sich warten, doch auf den letzten Metern konnte man mit dem argentinischen Trio Gino Peruzzi, Rodrigo Erramuspe und Gonzalo Bergessio drei erfahrene Neuzugänge verpflichten, und der talentierte Facundo Waller verspricht ebenfalls viel.

Schlüsselspieler: Kapitän Diego Polenta ist der wichtigste Mann. Für einen Innenverteidiger ist sein Aufbauspiel hervorragend, zudem ist er torgefährlich, zweikampf- und kopfballstark und eine wichtige Führungsfigur. Allerdings musste sich Polenta zuletzt wegen regelmäßiger Tätlichkeiten und seinem Hang zum Übergewicht einigen Spott gefallen lassen. Seine Sperre aus der abgelaufenen Copa-Saison hat er in der Qualifikation verbüßt. Ganz fundamental dürfte auch der eminent laufstarke Achter Santiago Romero sein, dem in der Qualifikation zwei Tore gelangen. Schließlich wird man auf die Tore von Gonzalo Bergessio (einst Benfica, Catania, Saint-Etienne) angewiesen sein, der Skeptiker mit einem starken Saisonstart konterte.

Der Trainer: Alexander Cacique Medina war als Spieler ein Wandervogel und steht bei Nacional vor seiner ersten Profistation. Immerhin hat er mit einem verdienten Meistertitel mit der Reserve schon auf sich aufmerksam gemacht. Und nach holprigem Start in Testspielen und Supercup lief der Saisonstart auch national wie international hervorragend. So scheinen die Hoffnungen, die der Verein in Medina setzt, nicht unbegründet. Nebeneffekt: Der frühere Reservecoach sollte auch Jungspunde wie Christian Oliva oder Diego Coelho mehr fördern – auf den „unerschöpflichen“ Talentepool ist man bei Nacional schließlich sehr stolz.

Die Chefutbol-Prognose: Das Projekt Medina beginnt enorm vielversprechend, mit Chapecoense und Banfield eliminierte man auf dem Weg in die Gruppenphase zwei gute Gegner. Die Gruppenauslosung scheint ein Duell mit den Estudiantes um Platz zwei anzudeuten, das Achtelfinale ist möglich. Mit etwas Losglück könnte es sogar noch weiter gehen, ohne dass Nacional zu den Favoriten zählte.

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Corinthians (Brasilien) – Wie schwer wirkt der Verlust von Jô?

Corinthians

Der Verein: Corinthians ist ein Klub aus der brasilianischen Metropole Sao Paulo und gehört mit sieben nationalen Meistertiteln, zuletzt letztes Jahr, zwei FIFA Klub-WM Titeln ( 2000, 2012) und dem Sieg in der Copa Libertadores 2012 zu den erfolgreichsten Mannschaften Brasiliens. Der Klub feiert dieses Jahr sein 118-jähriges Bestehen und trägt seine Heimspiele in der Arena Corinthians aus. Die Vereinsfarben sind weiß und schwarz.

Die Mannschaft: Nachdem sich “Timao” im letzten Jahr nicht für die Copa Libertadores qualifizierten, feierte Corinthians sowohl in der brasilianischen Staatsmeisterschaft als auch dem Brasileiro Sieg um Sieg und gewann zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte die brasilianische Meisterschaft. Das Team ist eine gute Mischung aus jungen, vielversprechenden Spielern wie Maycon und Clayson und sehr erfahrenen Akteuren wie beispielsweise der 39-jährige Emerson Sheik. Letztlich ist Corinthians in allen Mannschaftsteilen stark besetzt und hat mit Cassio einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten, der im letzten Jahr angesichts seiner starken Leistungen sein Debüt in der Selecao gab. Lediglich der Abgang von Jô nach Japan schmerzt Corinthians sehr, ein vergleichbarer Ersatz wurde bislang nicht verpflichtet. Kazim-Richards ist aktuell die einzige Option für die Mittelstürmerposition, da Winterneuzugang Junior Dutra aktuell an einer Oberschenkelverletzung laboriert und Matheus und Carlinhos eher die Rolle eines Perspektivspielers einnehmen.

Transfers: Corinthians hat das Meisterteam auf nahezu allen Positionen in der Breite verstärkt. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem offensiven Mittelfeldakteur Mateus Vital, der für gut zwei Mio. € von Vasco da Gama losgeeist werden konnte sowie auf Sidcley und Juninho Capixaba, die sich beide um die Position links hinten in der Viererkette streiten und Carilles Kader mehr Flexibilität verleihen. Mit Jô und Guilherme Arana, die beide für jeweils elf Mio. € zu Nagoya Crampus nach Japan bzw. dem FC Sevilla wechselten, verlor Corinthians zwei absolute Leistungsträger aus dem Vorjahr. Für Mittelstürmer Jô, der in der letzten Spielzeit ganze 18 Tore erzielen konnte und somit maßgeblich am Titelgewinn beteiligt war, wurde kein adäquater Nachfolger verpflichtet.

Schlüsselspieler: Ebenso wie im letzten Jahr bilden Maycon und Gabriel die Doppelsechs und sind für den Spielaufbau immens wichtig. Nach dem Abgang von Jô dürfte Corinthians mehr und mehr auf die Tore von Jadson und Rodriguinho angewiesen sein. Die beiden Routiniers erzielten in der letzten Spielzeit addiert neun Treffer, wenn Clayson die Torausbeute von vier Treffern in der letzten Spielzeit noch nach oben schrauben kann, könnten die Außenstürmer gemeinsam mit Kazim-Richards eine gefährliche Offensive bilden. Der ehemalige Wolfsburger Fágner und Innenverteidiger Balbuena, der mit vier Treffern zu den torgefährlichsten Verteidigern der brasilianischen Liga gehört, bilden das Herzstück der Verteidigung und sind absolute Leistungsträger, ebenso wie Nationalkeeper Cassio.

Der Trainer: Trainer von Corinthians ist der 44-jährige Brasilianer Fábio Carille. Carille befindet sich seit 2008 im Klub und arbeitet bis zu seinem Amtsantritt als Chefcoach im Januar letzten Jahres als Co-Trainer. In bisher 44 Partien als Cheftrainer kann Carille einen formidablen Punkteschnitt von 1,91 vorweisen, bevorzugt lässt Carille ein 4-2-3-1 spielen, womit er im letzten Jahr auch die Meisterschaft gewinnen konnte.

Die Chefutbol-Prognose: Mit Independiente und den Millionarios hat Corinthians zwei nahezu ebenbürtige Gruppengegner. Da es für den vierten Gruppenteilnehmer Deportivo Lara, bei allem Respekt, in der Copa eher ums “Dabeisein” geht, werden sich eben jene Teams um die zwei K.O.-Runden Plätze streiten. Entscheidend wird sein, wie Corinthians seine Heimspiele gestalten kann. Gegen Lara und die Millionarios muss in der Arena Coritnhians gewonnen werden, will man ins Achtelfinale einziehen. Das Weiterkommen wird für Corinthians kein Selbstläufer, die Chancen stehen jedoch nicht schlecht.

Independiente (Argentinien) – Holt Holan den nächsten Titel?

Independiente

Der Verein: Der amtierende Sudamericana Gewinner ist mit sieben Copa Libertadores Titeln Rekordinhaber des prestigeträchtigen Wettbewerbs. Obgleich diese Erfolge schon länger zurückliegen – in den 70ger Jahren holte man den Pokal gleich vier Mal in Folge – nennen sich die Fans auch heute noch stolz “Rey de Copas”. Nach einer länger anhaltenden sportlichen Durstrecke blickt man in Avellaneda wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurück, an dem Trainer Ariel Holan maßgeblich beteiligt ist.

Die Mannschaft: Seit Holan das Ruder übernommen hat, besticht Independiente durch erfrischenden Kombinationsfussball, weshalb man national zu den spielerisch stärksten Teams gilt. Der Kader ist in der Breite adäquat aufgestellt, allerdings fehlt es seit den Abgängen von den Leistungsträgern Ezequiel Barco und Nicolás Tagliafico an Qualität in der Spitze. Schwachstellen lassen sich in der Chancenverwertung ausmachen, weshalb eigentlich einseitige Partien noch zum Nervenspiel wurden.

Transfers: Die Wechsel beider Ausnahmespieler wiegen schwer. Mit Tagliafico verlor die Elf ihren Führungsspieler, auch die Dribblings von Barco wird man in Avellaneda vermissen. Stattdessen holte man mit Braian Romero, Jonathan Menéndez oder Emanuel Brítez vielverspreche Akteure, die den Konkurrenzkampf erhöhen. Im Mittelfeld ist der Ecuadorianer Fernado Gaibor als zukünftiger Strippenzieher eingeplant. Auch Silvio Romero soll im Sturm eine wichtige Rolle einnehmen.

Schlüsselspieler: Schlussman Martín Campaña erwies sich in der Vergangenheit desöfteren als sicherer Rückhalt. Außerdem rückt Flügelspieler Maximiliano Meza mit dem Abgang seines kongenialen Partners Barco noch mehr in der Fokus, sodass er sogar ins Blickfeld von Nationaltrainer Jorge Sampaoli geraten ist.

Der Trainer: Der ehemalige Hockey-Trainer Ariel Holan war nach dem Copa Sudamericana Finale eigentlich schon weg – wiederholte Morddrohungen der berüchtigten Barra Bravas drängten ihm zum Aufhören – ein Umstand, der in Argentinien leider nicht selten ist. Nur mit viel Überzeugungsarbeit konnte ihn der charismatische Präsident Hugo Moyano zum Bleiben bewegen.

Die Chefutbol-Prognose: Independiente gehört nicht zu den absoluten Titelfavoriten, kann aber an einem guten Tag jedes Team schlagen. Die Rojos streiten sich mit Corinthians und den Millonarios um den Achtelfinaleinzug.

Millonarios (Kolumbien) – Unerfahren und ein großes Torhütertalent

Millonarios

Der Verein: Neben Santa Fe nimmt noch ein weiterer Verein aus Bogota an der Libertadores teil. Millonarios Bogota zählt mit 15 Meistertiteln zu den Rekordsiegern der kolumbianischen Liga Aguila. Die letzte Trophäe wurde erst im Dezember gefeiert, als man sich im Finale gegen Konkurrent Santa Fe durchsetzte und somit nach fünf Jahren mal wieder einen Titel gewann. Während „Los Embajadores“ national recht erfolgreich sind warten sie noch auf einen internationalen Gewinn. Im letzten Jahr scheiterte man in der Qualifikation knapp an Atletico Paranense, weshalb man glücklich ist, sich dieses Jahr direkt qualifiziert zu haben.

Die Mannschaft: Relativ wenig Aussagekraft hat der bisherige Saisonverlauf über Millonarios. In der Liga stehen aus vier Spielen fünf Punkte zu buche, was natürlich noch unter den Erwartungen liegt. In der Superliga konnte man Konkurrent Atletico Nacional besiegen und somit schon einen ersten Erfolg in diesem Jahr feiern. Obwohl die Meisterschaft letzten Endes verdient war, gilt der Verein eher als Underdog unter den großen Vereinen Kolumbiens. International wusste der Klub noch nie wirklich zu überzeugen. Als amtierender Meister möchte der Haupstadtklub weiter an den Titel anknüpfen, um die große Fanschaft zufriedenzustellen.

Transfers: Ein großer Umbruch nach der Meisterschaft im Dezember fand nicht statt. Mit Duver Riascos verließ ein bei den Fans umstrittener Stürmer den Verein in Richtung Brasilien. Außerdem wechselte Maximilano Nunez zu Patronato, nachdem der 31-jährige in der letzten Saison nicht mehr regelmäßig zum Einsatz kam. Ein herberer Verlust war der Wechsel von Eigengewächs Harold Mosquera zu Dallas. Der 22-jährige Mittelfeldspieler war ein wichtiger Bestandteil, aber brachte Bogota immerhin knapp zwei Millionen Dollar ein.

Mit der Verpflichtung des begehrten venzolanischen Torwarttalents Wuilker Farinez gelang eine sehenswerte Verpflichtung. Vor allem in der WM-Qualifikation konnte der erst 20-jährige gegen Weltklasse-Stürmer seine Klasse zeigen. Aufgrund dieses Transfers verließ der ehemalige Stammkeeper Nicolas Vikonis in Richtung Puebla. Um die Defensive zusätzlich zu verstärken, wurde Matias de los Santos von Danubio verpflichtet. Santos ist ein abgeklärter Innenverteidiger und machte bereits drei Ligaspiele über die volle Distanz mit. Mit Santiago Montoya konnte ein kreativer Spielmacher von Ligakonkurrent Deportes Tolima abgeworben werden können. Diese Kreativität ließ Millonarios in den letzten Jahren oft vermissen, weshalb man sich in ihm mehr Ideen für das Offensivspiel erhofft.

Der prominenteste Zugang ist aber ganz klar Roberto Ovelar. Nach dreieinhalb Jahren bei Junior verließ der Paraguayer die Karibikstadt in Richtung Bogota, um wieder mehr Spielzeit zu bekommen. Ovelar ist ein sehr erfahrener Mittelstürmer und hat den typischen Stürmerinstinkt. Sein Spiel ist nicht von sonderlich viel Laufarbeit gezeichnet, sondern eher von gutem Stellungsspiel, sodass er meist immer am richtigen Fleck steht. All seine Erfahrung wird dem Team in der Libertadores weiterhelfen.

Schlüsselspieler: Als Kapitän hat in der Defensive Andres Cadavid das Sagen. Der Innenverteidiger ist gesetzt im System von Russo und sticht vor allem durch seine Aggesivität heraus. Nicht selten kommt es oft vor, dass der 32-jährige mit seinem Temperament übertreibt, wodurch in seiner Karriere schon mehr als 100 gelbe Karten zustande kamen. Im Mittelfeld der „Embajadores“ sorgen John Duque, Juan Dominguez und David Silva für klare Verhältnisse. Das Trio war in der Meisterschaft das Herz der Mannschaft. Mit Youngster Christian Huerfano und Neuzugang Santiago Montoya stehen noch zwei zusätzliche Optionen im Team.

Wie Trainer Russo im Sturm aufstellen wird ist noch ungewiss. In der Liga kamen des Öfteren schon Ayron del Valle und Roberto Ovelar im Doppelsturm zum Einsatz. In der Libertadores wird Bogota mit großer Wahrscheinlichkeit nur mit einem Stürmer auflaufen, sodass del Valle auf die Außenposition rücken wird und Ovelar die alleinige Spitze bildet.

Trainer: Der 67-jährige Miguel Angel Russo kann im Gegensatz zu seiner Mannschaft viel internationale Erfahrung vorweisen. Vor der Ankunft trainierte der Argeninier schon zwölf verschiedene Mannschaften aus Argentinien, Mexiko, Chile und auch Spanien. Sein bevorzugtes System ist das 4-2-3-1, mit dem er auch zuletzt die Liga Aguila holen konnte. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes ist er derzeit nur bedingt bei der Mannschaft, da er in letzter Zeit immer wieder ins Krankehaus muss, um sich Untersuchungen zu durchziehen.

Die Chefutbol-Prognose: Als kolumbianischer Meister hat Millonarios in Gruppe 7 durchaus Chancen auf ein Weiterkommen. Corinthians und Independiente sind keine Leichtgewichte, aber durchaus schlagbar. Die Mannschaft hat nicht viel Libertadores-Erfahrung, weshalb es interessant zu sehen wird, wie sich das unerfahrene Team schlägt.

Deportivo Lara (Venezuela) – Die Spielverderber?

Lara

Der Verein: Die Geschichte von Deportivo Lara ist kurz und erfolgreich. Der Verein wurde vor weniger als 10 Jahren gegründet, nachdem die Region keinen Fussballclub mehr in der höchsten Liga hatte. Bereits im ersten Jahr belegten die Rot-Schwarzen aus der Kleinstadt Cabudare (Vorort von Barquisimeto) den vierten Platz. Schon 2011 dominierte Deportivo Lara die Liga, gewann sowohl Apertura wie auch Clausura mit der Rekordzahl von summiert 83 Punkten. Bis zum nächsten Meistertitel (Clausura 2017) vergingen dann einige Jahre, in denen Deportivo jedoch erste internationalen Erfahrungen sammeln konnte. Sowohl in der Copa Libertadores als auch vier Mal in der Copa Sudamericana war nach der ersten Runde Endstation.

Die Mannschaft: Der Verein ist überzeugt, einen breiten und kompetitiven Kader für die Doppelbelastung Liga/Libertadores zu haben. Neben dem Gerüst aus erfahrenen Spielern liegt der Fokus aber ganz klar auf der Integration von Jugendspielern. Niemand erwartet von diesem Team Wunder auf internationaler Ebene. Der Vorteil: die Mannschaft ist eingespielt.

Transfers: Wichtigster Zuzug ist der 28-jährige Stürmer Juan Falcon. Er kommt von Zamora. Zuvor spielte er beim FC Metz und bei Santa Fe in Kolumbien. Ebenfalls neu ist der kolumbianische Mittelfeldspieler Helbert Soto. Schmerzhaft hingegen ist der Abgang kurz vor Saisonstart vom aussichtsreichen Flügelspieler Jose Caraballo zu Huachipato/Chile.

Schlüsselspieler: Henry Pernia in der Verteidigung, Ricardo Andreutti im Mittelfeld und Juan Falcon im Sturm kommen besondere Bedeutung zu.

Der Trainer: Seit mehreren Jahren zählt das Trainergespann Leo Gonzalez und Pedro Vera zu den besten im venezolanischen Clubfussball. Vor ihrem Engagement bei Deportivo Lara (ab 2025) waren sie bei Trujillanos und Deportivo La Guaira tätig. Der 45-jährige Chefstratege Gonzalez gilt als akribischer Arbeiter. Seine schmerzhafteste Niederlage war die 0:2-Finalpleite gegen Monagas im eigenen Stadion, wo alles für die Meisterfeier vorbereitet war.

Die Chefutbol-Prognose: In dieser Hammergruppe gibt es für die Venezolaner aus Lara nichts zu holen. Der Aussenseiter könnte zuhause gegen die Favoriten punkten und so zum Spielverderber werden.

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Boca Juniors (Argentinien) – Nichts weniger als der Titel

Boca

Der Verein: Redet man in Argentinien über Fussball, führt fast kein Weg an den Boca Juniors vorbei. Die Xeneizes rund um ihren exzentrischen Präsidenten Daniel Angelici blicken auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, die von etlichen Titeln geprägt ist. Neben dem Erzrivalen River Plate dominiert man die nationalen Schlagzeilen, zahlt die teuersten Ablösen und kann seine Leistungsträger am längsten halten.

Die Mannschaft: Unter Guillermo Barros Schelotto steht Boca für kontrollierten Ballbesitzfussball, der nicht immer aufregend, aber höchst effektiv ist. National enteilt man der Konkurrenz, was unter anderem auch am enorm breiten Kader liegt. Keine Mannschaft greift auf eine solche Dichte an Topspieler zurück, sodass Verletzungen oder Sperren problemlos aufgefangen können. Selbst die Abwesenheit von Schlüsselspielern wie Fernando Gago oder Darío Benedetto fiel bislang nicht ins Gewicht.

Transfers: Carlos Tévez kehrte nach seinem China Gastspiel erwartungsgemäß zu seinem Herzensverein zurück. An ihm führt kein Weg vorbei. Ob el Apache als klassicher Stoẞstürmer oder hinter den Spitzen zum Einsatz kommt, bleibt unklar. Der Abwehrverbund wurde mit Emmanuel Más und Julio Buffarini ergänzt, zudem angelte man sich Emanuel Reynoso, um vor allem gegen tiefstehende Gegner mehr Lösungen anzubieten.

Schlüsselspieler: Cristian Pavón ist die prägende Figur im Offensivspiel der Xeneizes. Obwohl für den torgefährlichen Flügelmann schon einige lukrative Angebote reinflatterten, hielt er Boca bislang die Treue, jüngst ließ er sich bei der Vertragsverlägerung eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro in den Vertrag schreiben. Im Mittelfeld fällt der Uruguayer Nahitan Nández ins Auge, der durch eine hohe Laufrate, taktische Dispziplin und Zweikampfstärke besonders in den Vordergrund rückt. In der Viererkette ragt Linksvertediger Frank Fabra heraus. Der kolumbianische Nationalspieler ist extrem pressingresistent und schaltet sich permanent in die Offensive mit ein.

Der Trainer: Der 44-jährige Schelotto war als Spieler lange Zeit für Boca aktiv. Seine erste Sporen als Trainer verdiente er sich bei Lanús, mit denen er in der Copa Sudamericana triumphierte. Anfangs noch kritisch beäugt sitzt el Mellizo bei Boca mittlerweile fest im Sattel, obwohl man vor zwei Jahren unter seiner Leitung beim haushohen Underdog Independiente del Valle ausschied.

Die Chefutbol-Prognose: Beim selbsternannten Ligakrösus redet man offen über einen möglichen Titelgewinn. Der Kader verfügt über die nötige Breite, um der Mehrfachbelastung standzuhalten. Gerät das Starenensemble erstmal ins Rollen, können Boca nur wenige Teams Paroli bieten, weswegen man sich zum Kreis der Topfavoriten zählen darf.

Palmeiras (Brasilien) – Zeigt Miguel Borja endlich seine Klasse?

Palmeiras

Der Verein: Palmeiras zählt zu den größten, traditionsreichsten und finanzkräftigsten Vereinen des brasilianischen Fußballs. Der Klub aus der Millionenmetropole São Paulo kann neben neun brasilianischen Meistertiteln, drei Pokalsiegen sowie 24 Staatsmeisterschaften auch auf den Gewinn der Copa Libertadores im Jahr 1999 stolz sein. Bei bislang 14 Teilnahmen erreichte Palmeiras viermal das Finale.

Die Mannschaft: Das Team von Trainer Roger Machado hätte nicht besser in die neue Saison starten können. Als einzige Mannschaft der Staatsmeisterschaft „Paulista“ ist Palmeiras weiterhin verlustpunktfrei und thront mit 18 Punkten in Gruppe C an der Spitze. Zuletzt gewann man den ersten „Classico“ des Jahres gegen Santos mit 2:1. O Verdão präsentiert sich zu Beginn des Jahres taktisch flexibel, technisch stark und feierte ausschließlich souveräne Siege. Nach einem titellosen Jahr 2017 erwarten nicht nur die erfolgsverwöhnten Fans eine verbesserte Bilanz in 2018.

Transfers: Mit dem Karriereende von Altmeister Zé Roberto hat der Kader natürlich eine wichtige Charaktere verloren, fußballerisch kann dieser Verlust jedoch ohne Probleme kompensiert werden. Der Abgang des Kolumbianers Yerry Mina wiegt hingegen schwerer. Der Innenverteidiger wechselte für 11,8 Millionen Euro zum FC Barcelona und wird der Hintermannschaft fehlen. Der Königstransfer in diesem Jahr ist ohne jeden Zweifel Lucas Lima, der ablösefrei vom FC Santos verpflichtet werden konnte. Der Spielmacher war unter anderem als Neuzugang beim FC Barcelona im Gespräch. In Gustavo Scarpa verstärkt ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler, der in der Vergangenheit sein Können in der brasilianischen Eliteklasse bereits unter Beweis gestellt hat, den Kader von Palmeiras. Der 24-jährige Brasilianer kam ablösefrei von Fluminense. Zudem wurden Weverton (Atlético Paranaense) für die Torhüterposition sowie Emerson Santos (Botafogo), Diogo Barbosa (Coimbra-MG) und Marcos Rocha (Atlético-MG) für die Abwehrreihe verpflichtet. In vorderster Front vertraut man dem aktuellen Kader.

Schlüsselspieler: In der abgelaufenen Saison sorgte Felipe Melo insbesondere außerhalb des Platzes für Schlagzeilen und lief seiner Form lange Zeit hinterher. Aktuell scheint er auf dem aufsteigenden Ast und gibt der Defensive mit seiner Präsenz Halt und Sicherheit. Spannend wird es, wie sich Lucas Lima einfügen und dem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann. In vorderster Front ist es wichtig, dass Kapitän Dudu verletzungsfrei bleibt und anders als im letzten Jahr an die starke Meistersaison 2025 anknüpfen kann. Zudem hofft man in São Paulo darauf, dass der letztjährige Königstransfer und Südamerikas Fußballer des Jahres 2025, Borja endlich sein Potential ausschöpft und eine Verstärkung im Sturmzentrum darstellt.

Der Trainer: Für Trainer Roger Machado ist es wichtig mit einer Erfolgsserie in die Saison zu starten, um vorerst in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten zu können. Im letzten Jahr hatte Eduardo Baptista als Nachfolger von Meistertrainer Cuca einen sehr schweren Stand und musste nach nur wenigen Spieltagen und einer Negativserie den Hut nehmen. Die Fans und das Umfeld sind erfolgsverwöhnt und die Erwartungen sind erfahrungsgemäß hoch. Der Trainerposten in São Paulo ein Pulverfass, aber bislang meisterte Roger Machado dies mit Bravour.

Die Chefutbol-Prognose: In Miguel Borja könnte Palmeiras einen internen Neuzugang bekommen haben, der den Fans nach einem Jahr Verspätung viel Freude bereiten wird und die Lücke von Gabriel Jesus endlich schließen könnte. In Kombination mit Spielmacher Lucas Lima und Kapitän Dudu bildet Borja eine der gefährlichsten Angriffsreihen des Wettbewerbs. Hinzu kommen der ehemalige Kölner Deyverson, Alejandro Guerra, Moises oder Neuzugang Scarpa. An offensiver Power wird es Palmeiras nicht fehlen. In der Defensive könnte Palmeiras jedoch Probleme bekommen. Es wird spannend, inwieweit der Abgang von Yerry Mina kompensiert werden kann. Anders als im letzten Jahr müsste mit dieser Qualität jedoch mindestens der Viertelfinaleinzug das Ziel sein. Geht man nach den Fans, zählt nichts anderes als der Titel.

Alianza Lima (Perú) – Rückkehr mit Fragezeichen

Allianza

Der Verein: Alianza Lima ist gemeinsam mit Universitario der beliebteste Klub Perus. Millionen Menschen landesweit fiebern Wochenende für Wochenende mit den Intimos, und das Estadio Matute kann zum Hexenkessel werden  – allerdings mussten sich die Fans in den letzten zehn Jahren an einige Enttäuschungen gewöhnen. Von 2006 bis 2025 gewann der Klub aus La Victoria keinen einzigen relevanten Titel, viele redeten von einem Fluch. Doch 2017 kam der uruguayische Coach Pablo Bengoechea und brachte die Wende: Mit etwas Glück und viel harter Arbeit gewannen die Blanquiazules sowohl die Apertura als auch die Clausura und damit auch den Jahrestitel. Nach zwei Jahren Absenz kehrt Alianza somit auf die größte internationale Bühne Südamerikas, die Copa Libertadores, zurück. Dort dürften die Trauben allerdings hoch hängen: Seit den Halbfinals 1976 und 1978 hat Alianza nie wirklich für Furore gesorgt. Dass die finanziellen Mittel sehr knapp sind, hilft da auch nicht weiter.

Die Mannschaft: Alianza zeichnet sich durch seine Kompaktheit aus. Angeführt von erfahrenen Spielern wie Rinaldo Cruzado, Leao Butron oder Luis Ramirez wirft die Intimos so schnell nichts aus der Bahn. Ergänzt wird der Kader durch zahlreiche Jungspunde, von denen Defensivallrounder Aldair Fuentes und Offensivjuwel Kevin Quevedo die spannendsten sind. Bengoechea schickt die Mannschaft in wechselnden Taktiken aufs Feld, für die Copa darf man wohl ein abwartendes 4-3-3 erwarten. Eindeutig an Klasse und Erfahrung fehlt es in der Offensive: Der Angriff der Blanquiazules kommt insgesamt auf ein einziges Copa-Libertadores-Spiel.

Transfers: Spürbar dürften die Abgänge der Offensivspieler Luis Aguiar – entscheidend beim Titelgewinn –, Germán Pacheco und Lionard Pajoy sein. Der einzige externe Neuzugang für den Angriff ist Janio Pósito, der gerade mal auf eine ordentliche Erstligasaison in Peru zurückblicken kann. Im zentralen Mittelfeld dürften der erfahrene Tomás Costa und der torgefährliche Mario Velarde dagegen Verbesserungen darstellen. Die Defensive blieb im Wesentlichen zusammen, Gianmarco Gambetta und José Guidino sind sinnvolle Ergänzungen.

Schlüsselspieler: Leao Butrón, in Matute bekannt auch als San Leao, war der entscheidende Mann für den Titelgewinn: Der Keeper zeigte reihenweise brillante Reflexe und strahlte sehr viel Sicherheit aus, so dass er sogar in den Kader der peruanischen Albirroja zurückkehrte und nun von der WM träumen darf. Zudem gehört der mittlerweile 40-Jährige zu den erfahrensten Spielern im Kader und führt die Mannschaft häufig als Kapitän auf den Platz. Der wichtigste Verteidiger ist Nationalspieler Miguel Araújo, während der Ex-Wolfsburger Carlos Ascues mittlerweile meist im Mittelfeld aktiv ist und dort mit seiner starken Physis und Torgefahr überzeugt.

Der Trainer: Pablo Bengoechea ist eine Legende des uruguayischen Fußballs. Der 52-jährige zog als Aktiver über zehn Jahre lang die Fäden im zentralen Mittelfeld von Peñarol. Als Coach beschränkte er sich lange auf die Assistentenrolle, ehe ihn die Zufälligkeiten des peruanischen Fußballs kurzzeitig zum Chefcoach der Albirroja machten. Dort leistete er gute Arbeit, ehe er zu Peñarol wechselte, wo er zwei Kurzturniere gewann und dennoch gefeuert wurde – das Spiel der Manyas war den Oberen zu unansehlich. Zurück in Peru, übernahm er mit Alianza einen ähnlich schwierigen Klub und hat dort alle Kritiker verstummen lassen. Bengoechea steht für einen pragmatischen Fußball, bei dem Defensivarbeit und Standards eine wichtige Rolle spielen, und der bisher noch immer erfolgreich war.

Die Chefutbol-Prognose: Einstmals konnte ein peruanischer Meister durchaus mit seinen Pendants aus Argentinien oder Brasilien mithalten, doch diese Zeiten sind lange passé. Verglichen mit Giganten des südamerikanischen Fußballs wie Boca und Palmeiras ist Alianza ein kleines Licht, und auch Junior dürften klarer Favorit gegen die Intimos sein. Mit Bengoecheas Defensivkonzept, etwas Glück und der Unterstützung der Fans könnten in den Heimspielen ein paar Punkte möglich sein, doch es erscheint unwahrscheinlich, dass das in dieser schwierigen Gruppe auch nur für Platz 3 reicht. Auswärts könnte schon das Vermeiden peinlicher Niederlagen ein Erfolg sein.

Junior (Kolumbien) – Teo Gutiérrez im Fokus

Junior

Der Verein: Im letzten Jahr noch in der Qualifikation gescheitert, konnte sich Junior in der letzten Woche durch die Qualifikation für die Libertadores qualifizieren. Der Verein aus Barranquilla zählt zu den traditionsreichsten Klubs aus Kolumbien. Sieben Meistertitel konnte Junior in der heimischen Liga holen, wobei der letzte bereits sieben Jahre zurückliegt. Relativ bekannt ist das Stadion, in dem „Los Tiburones“ seine Heimspiele austrägt. Im Estadio Metropolitano finden auch immer die Heimspiele der Nationalmannschaft statt, weshalb es immer eine besondere Atmosphäre hat, wenn das Team vor dem heimischen Publikum aufläuft.

Die Mannschaft: Nur drei Punkte aus drei Spielen holte Atletico Junior in der bisherigen Liga Aguila-Saison. Wenn auch diese Ausbeute nicht den Ansprüchen entspricht, hatte in den letzten Wochen die Libertadores-Qualifikation höchste Priorität.

Transfers: In Sachen Neuzugängen tat sich einiges bei den “Haien”. Der vermutlich prominenteste Neueinkauf ist Jonatan Álvez. Knapp 2,9 Millionen Euro verlangte Barcelona Guayaquil aus Ecuador, um den Stümer ziehen zu lassen. In der vergangenen Libertadores gelangen dem Uruguayer sechs Treffer. Des Weiteren konnte man Luis Carlos Ruiz von Ligakonkurrent Atlético Nacional holen, um den abgewanderten Roberto Ovelar zu ersetzen. Ruiz, ein klassischer Mittelstürmer, war wie Coach Mendoza ebenfalls schon einmal bei Junior. Der 31-jährige wird jedoch eher als Backup eingesetzt werden da man in der Offensive schon stark besetzt ist. Neben den vorderen Positionen verstärkte man sich auch in der Defensive. Aus Peru kam der Peruaner Alberto Rodriguez. Der 71-fache Nationalspieler ist auf der Position des Innenverteidigers eingeplant, und soll dem Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Zusammen mit Rafael Pérez, soll die Abwehr stabilisiert werden. Perez wurde von ZSKA Sofia gekauft, nachdem er zuvor einige Jahre im Ausland verbrachte.

Schlüsselspieler: Durch die Verpflichtungen von Teo Gutierrez und Yimmi Chara konnte man 2017 Hochkaräter verpflichten. Die beiden Offensivspieler sind die wichtigsten Personalien im Team. Das Duo war ein wichtiger Bestandteil für den Halbfinaleinzug in der Copa Sudamerican im letzten Jahr. Vor allem Chara konnte sich seit seinem Wechsel wieder in den Fokus spielen und verdrängte zuletzt auch in der Nationalmannschaft einen gewissen Juan Cuadrado auf die Bank. Während der Außenstürmer gerade seinen „zweiten Frühling“ erlebt, soll Mittelstürmer Gutierrez mit seiner Erfahrung gegen die schweren Gegner helfen. Der 32-jährige möchte noch mit zur Weltmeisterschaft und hat in der Libertadores beste Chance sich zu beweisen.

Trotz der hohen Ablöse für Jonathan Alvez, findet sich der uruguayische Stürmer immer noch nicht in der Startelf wieder. Einzig in der Liga kam er von Beginn an zum Einsatz, aber wartet trotzdem noch auf den ersten Treffer für den neuen Verein. Zur Zeit steht Luis Ruiz vor ihm, da der Neuzugang bereits gute Leistungen brachte.

In der Defensive hat man mit Rafael Perez eine neue Stütze gefunden. Der 28-jährige spielte in allen Qualifikations-Spielen und half dem Team mit seiner Ruhe und Erfahrenheit weiter. Eine Position dahinter steht mit Sebastian Viera ein sicherer Rückhalt im Tor. Der Kapitän konnte sogar schon Champions-League-Erfahrung sammeln und rettete der Mannschaft in der Vergangenheit immer wieder Punkte.

Der Trainer: Um endlich einen internationalen Titel zu holen, wurde mit Alexis Mendoza ein alter Bekannter Trainer verpflichtet. Der 57-jährige kennt den Verein bereits, un konnte auch schon bei anderen Mannschaften seinen fußballerischen Sachverstand beweisen. Er bevorzugt das 4-2-3-1 System, weshalb er im Offensivbereich mit all den Offensivstars auf ein Luxus-Problem stoßen wird. Wie auch bei den Vorgängern wird die Arbeit des Trainers an Titeln gemessen, wobei in der Libertadores ein Weiterkommen schon ein Erfolg wäre.

Die Chefutbol-Prognose: Obwohl Barranquilla gut aufgerüstet hat, wird ein Weiterkommen eine Bärenaufgabe. Vor allem Boca Juniors und Palmeiras sind Favoriten gegenüber Junior. Auch Alianza Lima ist ein unangenehmer Gegner, weshalb das Team von Mendoza als Außenseiter in die Gruppenphase geht.

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12. Spieltag: Central gewinnt Clásico Rosarino – Boca siegt glanzlos http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/12-spieltag-central-gewinnt-952741 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/12-spieltag-central-gewinnt-952741#comments Tue, 12 Dec 2017 15:34:31 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6980 Am Wochenende stand der 12. Spieltag und damit der letzte Spieltag der argentinischen Superliga in diesem Jahr an. Dabei setzte sich Rosario Central im Clásico Rosarino gegen Newell’s mit 1:0 durch. Die Boca Juniors feierten einen schmucklosen 1:0-Sieg bei Estudiantes...

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Am Wochenende stand der 12. Spieltag und damit der letzte Spieltag der argentinischen Superliga in diesem Jahr an. Dabei setzte sich Rosario Central im Clásico Rosarino gegen Newell’s mit 1:0 durch. Die Boca Juniors feierten einen schmucklosen 1:0-Sieg bei Estudiantes und bauten so die Führung auf das spielfreie San Lorenzo auf drei Punkte aus.

Belgrano – Huracan 1:0 (0:0) – Belgranos Höheflug hält an

Belgranos derzeitiger Höheflug unter dem neuen Trainer Pablo Lavallén sollte sich auch gegen Huracan fortführen, nachdem Matías Suárez ‘el Pirata’ einen späten Sieg bescherte.

Bis zum späten Treffer ließ Belgrano Zielwasser vermissen, nachdem Suárez, Joel Amroso und Leonardo Sequeira ihre Chancen nicht in Tore ummünzen konnten. Huracan musste die letzten 20 Minuten in Unterzahl agieren, da sich Fernando Coniglio zu einem Ellbogenschlag hinreißen ließ.

Für die große Erlösung sorgte Suárez kurz vor Schluss, der von einem langen Einwurf profitierte und den Ball per Volleyschuss in die Maschen versenkte.

Arsenal Sarandi – Independiente 1:2 (0:1) – Zweiter Anzug von Independiente reicht zum Sieg

Obwohl Independiente Trainer Ariel Holan aufgrund des anstehenens Copa Sudamericana Finals nahezu die komplette Stammelf schonen ließ, fuhr man gegen das stark abstiegsbedrohte Arsenal Sarandi drei Punkte ein, dessen Trainer Humberto Grondona nach der Partie seinen Rücktritt erklärte.

Leandro Fernández nahm sich in der 17. Minute ein Herz und traf zur Führung für die Gäste, die in der Folge nicht aufsteckten, aber im zweiten Durchgang den Ausgleich hinnehmen mussten, als Lucas Wilchez aus einer Abseitssituation Torhüter Damián Albil überwältigte.

Debütant Ezequiel Denis gelang in der Nachspielzeit noch der Lucky-Punch für Independiente, die damit auf den fünften Platz vorrücken und sich damit für den Titelkampf in eine aussichtsreiche Position bringen.

Rosario Central – Newell’s Old Boys 1:0 (1:0) – Herrera sorgt für den Derbysieg

Das Spiel des Wochenendes fand in Rosario statt, wo Central im Clásico Rosarino auf Newell’s traf. Obwohl es bei beiden Klubs diese Saison eher bescheiden läuft, tat dies der Brisanz natürlich keinen Abbruch.

Germán Herrera brachte Rosario früh in Führung (2.), als alle eigentlich noch in Gedanken bei der beeindruckenden Choreo und dem begeisterten Empfang der Heimfans waren. Newell’s biss sich danach an der seit dem Trainerwechsel von Montero zu Fernández wieder sattelfesten Central-Abwehr die Zähne aus. Somit blieb es beim Derby- und dritten Sieg in Folge für “El Canalla”.

Der Druck für “La Lepra”-Trainer Juan Manuel Llop steigt immer mehr.

Colon – Talleres 0:2 (0:1) – Nächster Rückschlag für Colon

Colón musste daheim die zweite Niederlage in Folge einstecken.

Der spielstarke Emmanuel Reynoso setzte das erste Ausrufezeichen, aber sein Schuss sollte nur die Querlatte treffen. In der Folge agierte Talleres zielstrebiger und ging durch Junior Arias in Front, der von einen harten Hereingabe profitierte.

Ein schwerwiegender Ballverlust von Diego Morales, der von Sebastian Palacios eiskalt bestraft wurde, sollte den Spielstand noch komfortabler ausfallen lassen.

Racing – Gimnasia La Plata 3:1 (1:1) – Lisandro López dreht auf

In Avellaneda durfte Racing gegen Gimnasia einen Sieg bejubeln, nachdem Kapitän Lisandro López einen Doppelpack erzeilte.

Brahian Alemans Freistoß eröffnete mit einem Freistoß das Torkonto, ehe Lisandro López kurz vor der Halbzeit zum Ausgleich einschieben konnte. Lautaro Martínez, der laut diversen Berichten kurz vor einem Wechsel zu Atletico steht, bediente nach der Pause erneut besagten López, der einen Kopfball zur Führung einnetzte. In der Nachspielzeit markierte Martínez mit einem Elfmeter den Endstand.

Estudiantes – Boca Juniors 0:1 (0:0) – Barrios sichert die “Herbstmeisterschaft”

Die Boca Juniors werden das Jahr als Tabellenführer abschließen. Keine überzeugende Vorstellung, aber ein hart erarbeiteter Sieg bedeutete der Auswärtssieg in Quilmes.

Dabei hatten die Gäste vor allem in der ersten Hälfte Glück nicht in Rückstand zu geraten, als die “Heimelf” zweimal das Gebälk traf. In der zweiten Halbzeit zeigte sich der Meister aber stark formverbessert und ging durch Wilmar Barrios – eigentlich nicht als Torschütze vom Dienst bekannt – per Volley in Führung. Estudiantes kam nicht mehr zum Ausgleich, somit bleiben die Boca Juniors drei Punkte vor San Lorenzo.

Man darf gespannt wie Boca auf die langfristigen Verletzungen von Fernando Gago und Dario Benedetto im Anbetracht der Doppelbelastung Superliga und Copa Libertadores reagieren wird. Sicher ist zumindest, dass der ausgeliehene Ramon Abila im Januar zurückkehren und versuchen wird Talent Guido Vadalá den Platz im Sturmzentrum streitig zu machen.

San Martín – Defensa y Justicia 1:0 (1:0) – San Martín beendet die Siegesserie von Defensa y Justicia

Die Siegesserie von Defensa y Justicia gerissen. San Martín fügte den Gästen nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage zu und beendet das Jahr auf einem starken achten Platz.

Die Kaltschnäuzigkeit zeichnete Defensa y Justicia die letzten Wochen aus, in San Martín kam ihnen diese abhanden. So war es Facundo Barceló, der in der ersten Hälfte für den goldenen Treffer sorgte.

Man wird aber auch bei Defensa y Justicia über den zehnten Platz mehr als zufrieden sein.

Chacarita Juniors – Lanús 3:0 (2:0) – Lanús weiter von der Rolle

Die Niederlage im Finale der Copa Libertadores scheint immer noch in den Köpfen der Lanús-Spieler herumzuspuken. Bei den Chacarita Juniors setzte es eine herbe 3:0-Pleite.

Kein guter Start für Neutrainer Kelly Carboni (Nachfolger von Jorge Almirón), der bei den Chacarita Juniors mit seinem Team durch Rodríguez und Rosso früh in Rückstand geriet. Ross machte kurz nach der Halbzeit mit seinem zweiten Tor den Deckel drauf.

Dies bedeutete den zweiten Sieg für den Aufsteiger, während Carboni nun sechs Wochen Zeit hat um Lanús wieder in die Spur zu bringen.

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11. Spieltag: Youngster Vadalá bringt Boca zurück in die Erfolgsspur – San Lorenzo bleibt dran http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/11-spieltag-san-lorenzo-vadala-585921 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/11-spieltag-san-lorenzo-vadala-585921#comments Tue, 05 Dec 2017 19:08:52 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6860 Am Wochenende stand der 11. Spieltag in der argentinischen Superliga auf dem Programm. Die Boca Juniors konnten hier nach zwei Niederlagen in Folge wieder auf die Erfolgsspur einbiegen, während River tief in der Krise steckt. San Lorenzo bleibt dagegen am...

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Am Wochenende stand der 11. Spieltag in der argentinischen Superliga auf dem Programm. Die Boca Juniors konnten hier nach zwei Niederlagen in Folge wieder auf die Erfolgsspur einbiegen, während River tief in der Krise steckt. San Lorenzo bleibt dagegen am Tabellenführer dran.

Union Santa Fe – Belgrano 1:1 (1:0) – Belgrano im Pech

Union verlor daheim Boden auf San Lorenzo und die Boca Juniors, nachdem man sich bei engagierten Gästen aus Cordoba mit einem Punkt begnügen musste.

Franco Fragapagne traf in der ersten Halbzeit zur Führung, ehe Erik Godoy den Ausgleich mit einem sehenswerten Volleyschuss herbeibrachte. Es hätte sogar schlimmer für die Gäste kommen können, aber Matias Suarez sollte am Aluminium scheitern.

Huracán – Patronato 1:1 (0:1) – Sebastián Bértoli per Traumtor zum Punktgewinn

Im Parque Patricios kam es zwischen Huracan und Patronato zu einer gerechten Punkteteilung. Der Punkt bringt jedoch beiden Mannschaften wenig.

Quasi mit dem Wiederanpfiff in der zweiten Hälfte geriet Patronato durch einen spektakulären Seitfallzieher von Sebastián Bértoli in Front. In der Folge konnte ‘el Globo’ quasi mit Wiederanpfiff den Ausgleich erzielen, der auch das Endresultat bedeuten sollte.

Newell’s – Racing 2:2 (2:1) – Racing auch ohne Cocca sieglos

Auch nach Diego Coccas Rücktritt bleibt Racing sieglos und holte dank Lisandro López noch einen Punkt.

Luis Leal Kopfball brachte die Hausherren in Front, aber kurz darauf hatte der derzeit heiß umworbene Lautaro Martínez die passende Antwort parat. Brian Sarmiento ließ die Gastgeber nach einem Elfmeter erneut jubeln. Newell’s verpasste es nun den Vorsprung auszubauen, sodass Racing schlussendlich noch zu einem etwas glücklichen Remis kam.

Talleres – Estudiantes 0:1 (0:1) – Melano trifft gegen seinen Ex-Verein

In Córdoba empfing Talleres Estudiantes auf einem schwer bespielbaren Geläuf und musste den Gästen trotz Ballbesitzvorteilen und Chancenplus die drei Punkte überlassen.

Früh hatte Lucas Melano das Team aus La Plata in Führung gebracht (16.). Junior Arias hatte für Talleres die Riesenchance auf den Ausgleich, scheiterte aber per Elfmeter an Mariano Andújar (54.).

Tigre – San Lorenzo 1:2 (1:1) – San Lorenzo bleibt an Boca dran

Eigentlich sollte Claudio Biaggio nach dem Abschied von Diego Aguirre nur eine Interimslösung sein, doch nur eine Niederlage seit der Amtsübernahme und eine Siegesserie bis auf Platz zwei könnten dazu führen, dass der 50-jährige doch zur Dauerlösung mutiert.

Mit dem 2:1 bei Tigre holte man den vierten Sieg in Folge, setzte sich zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze und erhöhte damit den Druck auf die Boca Juniors, die erst danach daheim gegen Arsenal Sarandi antreten mussten.

Beide Seiten hätten in Führung gehen können. Getan hat dies letztendlich San Lorenzo in Person von Paulo Diaz per Volleyschuss nach Vorlage von Fernando Belluschi. Kurz vor dem Halbzeitpfiff jedoch der nicht unverdiente Ausgleich für Tigre durch einen Kopfball von Lucas Janson.

In der zweiten Hälfte war es dann Ezequiel Cerutti, der “El Ciclón” erneut in Führung brachte (55.). Tigre drückte auf den erneuten Ausgleich, aber Navarro parierte im Gäste-Tor bärenstark gegen Maxi Caire.

Boca Juniors – Arsenal Sarandi 2:0 (1:0) – Bocas Versprechen für die Zukunft trifft schon in der Gegenwart

Nach zwei Niederlagen gegen Racing und bei Rosario Central war der komfortable Neun-Punkte-Vorsprung schnell zusammen geschmolzen. Eine dritte Niederlage in Serie und das Wort “Krise” wäre ein treffendes gewesen. Doch eine normale Leistung reichte den Hausherren um einen 2:0-Sieg gegen Arsenal einzufahren.

Ohne die verletzten Gago, Pérez und Benedetto tat sich Boca lange Zeit schwer, bis der starke Edwin Cardona von der rechten Seite in den Strafraum flankte, wo Youngster Guido Vadalá zur Führung einnetzte (35.). Der 20-jährige galt einst als großes Versprechen für die Zukunft, wurde im Zuge des Tévez-Transfers auch mal an Juventus Turin abgegeben und stagnierte seitdem. Nun ein ganz starker Abschluss des Talents, der auf mehr Spielzeit und den Durchbruch hoffen darf.

Das 2:0 ließ lange auf sich warten, Edwin Cardona krönte seine Leistung mit einem starken Abschluss in der Nachspielzeit.

Gimnasia La Plata – River Plate 2:1 (0:0) – Aleman schockt River spät

Während sich Boca mit einem Sieg wieder rehabilitieren konnte, ließ River bei Gimnasia ein weiteres mal Federn.

Wie so oft in dieser Saison zeigte sich River in der Defensive wackelig, sodass man folgerichtig durch Nicolas Golazo den Rückstand schlucken musste. In der Folge ließ Ignacio Scoccos Freistoß nochmal Hoffnung bei den River Fans aufkeimen, jedoch sollte Brahian Aleman in der Nachspielzeit für den Lucky-Punch sorgen.

Lanús – Vélez 0:0 – Keine Tore bei Almiróns Abschied

Das Ende einer Ära steht bei Lanús an. Nach dem verlorenen Copa Libertadores Finale wird Trainer Jorge Almirón sein Glück in La Liga bei Las Palmas versuchen. Zum Abschied gab es ein torloses 0:0 gegen Vélez.

Tucumán – Colón Santa Fe 2:0 (1:0) – Erste Niederlage für Colón

In Tucumán erwischte es nun mit Colón Santa Fe nun auch das letzte Team in Argentinien. Die erste Saisonniederlage stand für die Gäste zu Buche. Atlético gewann dank Toren von Luis Rodríguez und Acosta erstmals wieder nach drei Spielen. Die Nordargentinier konnten damit Selbstvertrauen tanken vor dem am Wochenende anstehenden Copa Argentina Finale gegen River Plate.

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10. Spieltag: San Lorenzo und Unión rücken Boca auf die Pelle http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/10-spieltag-san-lorenzo-pelle-484982 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/10-spieltag-san-lorenzo-pelle-484982#respond Wed, 29 Nov 2017 00:09:44 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6763 Am Wochenende stand in Argentinien der 10. Spieltag auf dem Programm. Dabei setzte es für die Boca Juniors die zweite Niederlage in Folge. Die Verfolger San Lorenzo und Unión sind nur noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter. River Plate steckt...

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Am Wochenende stand in Argentinien der 10. Spieltag auf dem Programm. Dabei setzte es für die Boca Juniors die zweite Niederlage in Folge. Die Verfolger San Lorenzo und Unión sind nur noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter. River Plate steckt weiter tief in der Krise.

Chacarita – Huracán 0:2 (0:1) – Huracán verkürzt auf Boca

Obwohl man in der Durchschnittstabelle derzeit noch in Abstiegsgefahr schwebt, rangiert Huracán in der aktuellen Spielzeit auf Platz zwei, und steigt mit einem souveränen Sieg beim Aufsteiger aus Chacarita zum ärgsten Verfolger der Boca Juniors auf.

In Abwesenheit des verletzten Ramón Ábila erzielte Norberto Briasco in der 13. Minute die Führung. Auch im weiteren Spielverlauf wurde man seiner Favoritenrolle gerecht, ehe Mauro Bogados Elfmeter endgültig den Deckel auf die Partie draufsetzte.

Colón Santa Fe – Tigre 3:1 (0:1) – Colón’s Hochform hält an

Colon bleibt weiterhin ungeschlagen, nachdem man durch Tore von Pablo Ledesma, Diego Vera und Christian Bernardi einen frühen Rückstand drehen konnte. Im Anschluss der Partie erklärte Tigre Trainer Caruso Lombardi seinen Rücktritt zum Ende des Jahres.

Patronato – Unión Santa Fe 2:3 (1:2) – Soldano leitet Sieg

Unión durfte nach der Niederlage unter der Woche bei River wieder zum Jubeln ansetzen, nachem man sich bei Patronato durchsetzte.

Dabei begann die Partie denkbar unglücklich, geriet man doch durch Sebastian Ribas’ Kopfball früh in Rückstand. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Diego Zabalas Geschoss sollte den schnellen Ausgleich bedeuten. Franco Soldano köpfte sogar noch zur Führung ein. Nach der Pause folgte der etwas glückliche Zwischenstand, nachdem erneut Ribas nach einer Ecke einen Doppelpack schnürte. In den letzten Minuten bekam Unión noch einen Elfmeter zugesprochen, den Lucas Gamba verwandelte.

San Lorenzo – Argentinos Juniors 1:0 (1:0) – Blandi sichert glücklichen Sieg

Einen hart erarbeiteten, aber dafür umso wichtigeren 1:0-Sieg hat San Lorenzo gegen Aufsteiger Argentinos Juniors einfahren können, die zum dritten Mal in Folge mit dem gleichen Resultat verloren und somit fest im Abstiegsstrudel feststecken.

Im El Nuevo Gasómetro waren die Gäste aber durchaus auf Augenhöhe und hätten einen Punkt verdient gehabt. Blandi brachte San Lorenzo bereits nach zehn Minuten in Führung. Danach hatten die Juniors mehrere Chancen auf den Ausgleich, die dickste durch Braian Romero, der einen Elfmeter in der zweiten Halbzeit über das Gehäuse schoss.

San Lorenzo bleibt damit auf Platz zwei und ärgster Boca Juniors Verfolger.

Racing – Independiente 0:1 (0:1) – Der zweite Anzug sitzt bei Independiente

Ein ungünstigeren Zeitpunkt für den Clásico de Avellaneda hätte es für Ariel Holan und Independiente kaum geben können – zwischen Hin-und Rückspiel des Copa Sudamericana Halbfinales gegen Libertad. Letzte Woche verlor man das Hinspiel in Paraguay mit 1:0. Daher schonte Holan sieben Stammspieler, machte aber letztendlich alles richtig. Denn auch der zweite Anzug reichte, um den Rivalen mit 1:0 in die Schranken zu verweisen.

Racing konnte dagegen ausgeruht und mit einer großen Portion Selbstvertrauen in die Partie gehen – hatte man in der Vorwoche doch den Boca Juniors in La Bombonera die erste Saisonniederlage zufügen können. Beinahe wäre man auch in Führung gegangen, doch dem vermeintlichen Führungstreffer durch Diego González wurde wegen einer knappen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. So war es Leandro Fernández, der Sergio Vittor den Ball klaute, davonzog und Juan Musso im Racing-Tor mit einem strammen Linksschuss ins lange Eck keine Chance ließ (29.). Die Freude sollte aber bald getrübt werden, denn der junge “El Rojo”-Verteidiger Rodrigo Moreira sah in der 33. Minute nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte. Durch die numerische Überlegenheit dominierte Racing nun das Spiel, tat sich aber weiterhin schwer zu Chancen zu kommen.

Dies sollte sich aber in der zweiten Halbzeit ändern, als man dem Ausgleich sehr nahe kam. Am nächsten durch den im BVB-Fokus stehenden Lautaro Martínez, der jedoch am Innenpfosten scheiterte. Trotz der Verletzung von Independientes zweiten Torwart Gonzalo Rehak gelang Racing kein Tor mehr. Somit feierte Independiente den Derby-Sieg und geht mit Zuversicht in das Rückspiel gegen Libertad am Dienstag, während man bei “La Academia” nach dem Sieg bei Boca wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet ist.

Estudiantes – Tucumán 1:0 (0:0) – Cejas sichert späten Sieg

Estudiantes kam gegen Tucumán zu einem späten Sieg. Die Gäste hatten davor keines der letzten fünf Spiele verloren, zeigten aber gegen das Team aus La Plata eine schwache Vorstellung. Youngster Juan Cejas sorgte kurz vor Schluss für den verdienten Siegtreffer.

River Plate – Newell’s 1:3 (0:0) – Sarmiento schockt River

Schwere Zeiten Rücken rücken auf River und Marcelo Gallardo zu, die derzeit ein Negativerlebnis nach dem anderen erleben und gegen Newell’s einen weiten Tiefschlag erlitten.

Obwohl die erste halbe Stunde recht unspektakulär verlief, sollte vor allem Newell’s zum Ende des ersten Durchgangs zu Großchancen kommen, die allerdings von Brian Sarmiento nicht genutzt werden konnten. Nach der Pause zeigten sich die ‘Millonarios’ leicht verbessert und durften durch eine Einzelaktion von Gonzalo Martínez, die Führung bejubeln. Wie so oft in dieser Saison agierte man jedoch defensiv sehr unsicher, sodass Luis Leal und Brian Sarmiento das Spiel drehten.

Rosario Central – Boca Juniors 1:0 (1:0) – Zweite Niederlage in Folge für Boca

Vor zwei Wochen war die Weste der Boca Juniors noch blütenrein und die Titelverteidigung erschien nur noch Formsache. Bei Rosario Central setzte es aber die zweite Niederlage in Folge, wodurch der einst so komfortable Neun-Punkte-Vorsprung auf nur noch drei Punkte zusammen geschmolzen ist.

Dabei hatten Los Canallas zuvor nur eine von neun Partien gewinnen können – und das letztes Wochenende. Unter Interimstrainer Leonardo Fernández macht das Team aus Rosario nun enorme Fortschritte und zeigt sich stark verbessert. Nur drei Minuten waren gespielt, als Marco Ruben die Heimelf mit einem Kopfball nach einer Ecke in Führung brachte. Boca, das Torjäger Benedetto und dessen nominellen Ersatz Walter Bou schmerzlich vermisste, schaffte es kaum Chancen zu kreieren. Durch Paolo Goltz’ dummen Platzverweis, der sich innerhalb von zwei Minuten zwei gelbe Karten abholte (38.), wurde es noch schwieriger.

In der zweiten Hälfte kam Central dem zweiten Tor sehr nahe, Boca versprühte kaum Gefahr, hätte aber trotzdem durch Edwin Cardona ausgleichen können. Am Ende stand die zweite Niederlage in Folge für die Boca Juniors, die nun San Lorenzo und Unión im Nacken haben.

Arsenal de Sarandi – Talleres 0:1 (0:1) – Talleres bleibt oben dran

Für Arsenal schaut es immer düsterer aus. Auch gegen Talleres setzte es eine Niederlage, wodurch man in der Durchschnittstabelle weiter stark abstiegsgefährdet ist. In den Anfangsminuten war Nicolás Giménez mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich, der für die Mannschaft zum Sieg reichen sollte. Talleres steht damit auf Platz 6 mit Tuchfühlung zu den Copa Libertadores Plätzen.

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9. Spieltag: Lautaro Martínez fügt Boca erste Niederlage zu – Benedetto mit schwerer Verletzung http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/benedetto-kreuzband-4424459 http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/benedetto-kreuzband-4424459#comments Mon, 20 Nov 2017 21:56:16 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6616 Am Wochenende stand in Argentinien der 9. Spieltag auf dem Programm. Dabei fügte Racing den Boca Juniors die erste Saisonniederlage zu. Noch viel schlimmer wiegt allerdings die schwere Verletzung von Toptorjäger Benedetto, der mit einem Kreuzbandriss lange ausfallen wird. Argentinos...

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Am Wochenende stand in Argentinien der 9. Spieltag auf dem Programm. Dabei fügte Racing den Boca Juniors die erste Saisonniederlage zu. Noch viel schlimmer wiegt allerdings die schwere Verletzung von Toptorjäger Benedetto, der mit einem Kreuzbandriss lange ausfallen wird.

Argentinos Juniors – Colón 0:1 (0:0) – Colón weiter ungeschlagen

Nach dem dramatischen 3:3 vom letzten Spieltag sah man am vergangenen Freitag ein abgeklärtes Colón. Mit der diesmal wieder gewohnt starken Defensive gewann « El Sabalero » mit 1:0 bei den Argentinos Juniors in La Paternal.

Es war ein Spiel mit wenigen Großchancen, wo die Gäste wie so oft resolut verteidigten und kurz nach der 60. Minute nach einer Ecke in Person von Guillermo Ortíz in Führung gingen. Danach hatte man nie das Gefühl, dass Aufsteiger Argentinos Juniors noch den Ausgleich erzielen konnte

Die zweite Niederlage in Folge für die Heimelf, während Colón weiter ungeschlagen und damit vorne dabei bleibt.

Defensa y Justicia – Lanús 3:0 (0:0) – Lanús’ zweite Garde geht unter

Vor dem größten Spiel in der Klubgeschichte – Mittwochnacht steht das Hinspiel des Copa Libertadores Finales bei Grêmio Porto Alegre an – war der Fokus bei den Gästen verständlicherweise nicht auf die heimische Liga gerichtet. Coach Jorge Almirón rotierte in hohem Maße.
Nach ihrem überzeugenden Sieg gegen Temperley vor der Länderspielpause war « El Halcón » die bessere Mannschaft gegen Lanús, die trotzdem in Person von Ignacio Canuto die größte Chance auf die Führung im ersten Durchgang hatten. Der Innenverteidiger scheiterte per Volley an der Unterkante der Latte.

In der zweiten Halbzeit sollte es jedoch nicht lange dauern bis Defensa y Justicia durch den jungen Stürmer Nicolás Fernández per Kopf in Führung ging, der kurz danach seinen Doppelpack schnürte. Juan Kaprof sorgte aus elf Metern für das 3:0, ehe Nicolás Aguirre bei den Gästen noch vom Platz gestellt wurde.

Bei den Gästen wird man die Niederlage verschmerzen können. Für Defensa y Justicia ein willkommener Sieg, die nach dem Abgang von Trainer Sebastián Beccacece zuletzt starken Formschwankungen unterlagen.

Banfield – Temperley 0:0 – Banfields Vormarsch gebremst

Banfield verpasste es sich mit einem Sieg gegen Termperley im Estadio Florencio Sola weiter nach vorne zu schieben.
Dabei war vor allem Gästetorwart Josué Ayala in ausgezeichneter Form und vereitelte mehrere Großchancen von Flacionis Mannen. Die Gäste waren dem Treffer in Person von Ramiro Costa sehr nahe, der jedoch per Kopf an der Latte scheiterte.

Drei Unentschieden aus den letzten vier Spielen haben Banfields Vormarsch nun etwas gebremst, während Temperley trotz des unerwarteten Punktgewinns weiter stark abstiegsgefährdet ist.

San Martín – San Lorenzo 1:3 (0:1) – San Lorenzo dank Blandi wieder in der Spur

In San Juan fand San Lorenzo nach der Niederlage gegen Banfield am 8. Spieltag wieder in die Spur und zeigte San Martín beim 3:1 die Grenzen auf.

Nicolás Blandi, der vor der Länderspielpause gegen Banfield noch der Chancentod in Person war, betrieb Wiedergutmachung, indem er sein Team kurz vor der Halbzeit in Führung brachte. Nach 55 Minuten sorgte Paulo Díaz per Kopf für das 2:0. Damit schienen die drei Punkte für die Gäste eingetütet, doch das formstarke San Martín verkürzte durch Alvaro Fernández per Volley. In der Nachspielzeit machte Blandi dann aber mit seinem zweiten Tor den Sack zu.

San Lorenzo hatte damit seine Hausaufgaben erledigt und musste hoffen, dass die Boca Juniors Federn lassen.

Independiente – River Plate 1:0 (0:0) – Rivers Krise setzt sich fort

River’s durchwachsene Form hält weiter an. Gegen Independiente setzte es eine weitere Niederlage.

Die Gastgeber schonten im Hinblick auf das Copa Sudamericana Halbfinale mehrere Leistungsträger. River begann engagiert, musste durch German Lux’s Patzer jedoch einen frühen Platzverweis hinnehmen. In der Folge vergaben Gonzalo Martínez und Ezequiel Barco auf beiden Seiten Chancen, ehe Nicolás Domingo mit der späten Führung den Schlusspunkt setzte.

Unión – Chacarita Juniors 0:0 (0:0) – Unión verpasst den Sieg

Union verpasst die Möglichkeit auf Tabellenführer Boca zu verkürzen und kam gegen den Aufsteiger Chacarita Juniors nicht über ein Remis hinaus. Dabei kamen beide Teams gefährlichs vors Tor, verpassten es jedoch den entscheidenen Treffer zu markieren, sodass die Partie mit einer leistungsgerechten Punkteteilung endete.

CA Tigre – Estudiantes 2:0 (1:0) – Tigre mit erstem Sieg

Tigre konnte den ersten Dreier der Saison einfahren. Gegen ein enttäuschendes Estudiantes behielt man über 90 Minuten die Oberhand und ging durch einen Treffer von Matías Pérez García und einem gegnerischen Eigentor verdient als Sieger vom Platz.

Boca Juniors – Racing 1:2 (1:1) – Boca doppelt bestraft

Boca, die bis dahin noch ungeschlagen waren, mussten am Wochende den ersten Dämpfer hinnehmen. Oben drauf verletzte sich Knipser Darío Benedetto, dem nun 8 Monate Ausfallzeit drohen.

Die Gäste aus Avellaneda horchten dagegen mit ihrer vermutlich besten Leistung auf. Angeführt von einem spielfreudigen Lautaro Martínez, ging Racing in Führung. Boca hatte jedoch eine direkte Antwort parat: Benedetto vollstreckte seinen Elfmeter eiskalt. Nach dem Tee übernahm Racing wieder das Zepter, erneut war es Martinez, der Augusto Solaris Tor auf dem Silbertablett vorbereitet und den Sieg bescherte.

Racing holt damit wichtige Punkte nach zuletzt schwierigen Wochen und gestaltet das Titelrennen wieder offener.

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8. Spieltag: Unión Santa Fe neuer Boca Verfolger – San Lorenzo patzt http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/8-spieltag-union-384914 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/8-spieltag-union-384914#respond Tue, 07 Nov 2017 22:18:30 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6492 Im Schatten des hitzigen und spannenden Superclásicos standen die anderen Begegnungen des 8. Spieltages der argentinischen Superliga. Dabei verlor der Tabellenzweite San Lorenzo daheim gegen Banfield, während Unión sein Auswärtsspiel bei Vélez gewann und neuer erster Verfolger der Boca Juniors...

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Im Schatten des hitzigen und spannenden Superclásicos standen die anderen Begegnungen des 8. Spieltages der argentinischen Superliga. Dabei verlor der Tabellenzweite San Lorenzo daheim gegen Banfield, während Unión sein Auswärtsspiel bei Vélez gewann und neuer erster Verfolger der Boca Juniors ist.

Godoy Cruz – Hurácan 2:1 (1:0)

Lanus – Olimpo 0:2 (0:1)

Colon – San Martin 3:3 (1:1)

San Lorenzo – Banfield 0:1 (0:1)

Racing – Talleres 1:1 (0:0)

Belgrano – Independiente 0:0

Estudiantes – Argentinos Juniors 1:0 (0:0)

Vélez Sarsfield – Union Santa Fe 0:2 (0:1)

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7. Spieltag: Wer soll die Boca Juniors stoppen? – Siebter Sieg im siebten Spiel http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/7-pavon-boca-juniors-877536 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/7-pavon-boca-juniors-877536#comments Tue, 31 Oct 2017 15:05:58 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6397 In Argentinien stand am Wochenende der 7. Spieltag der Superliga an. Dabei bauten die Boca Juniors ihre Siegesserie aus und haben weiter sechs Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz zwei. River und Lanús traten angesichts des anstehenden Halbfinalrückspiels der Copa Libertadores mit...

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In Argentinien stand am Wochenende der 7. Spieltag der Superliga an. Dabei bauten die Boca Juniors ihre Siegesserie aus und haben weiter sechs Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz zwei. River und Lanús traten angesichts des anstehenden Halbfinalrückspiels der Copa Libertadores mit B-Mannschaften an und verloren jeweils mit 4:0. San Lorenzo ist ärgster Verfolger der Boca Juniors.

Banfield – Colon 1:1 (0:1) – Colon weiterhin ohne Niederlage

Colon bleibt weiterhin ungeschlagen, nachdem man Banfield einen Punkt abknöpfte.

Diego Vera markierte in der 33. Minute den Führungstreffer, ehe Mauricio Sperdutti per Elfmeter egalisieren konnte. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis für beide Mannschaften auf der Habenseite. Für Banfield bleibt allerdings ein fader Beigeschmack, nachdem Darío Cvitanich in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.

Argentinos Juniors – Arsenal de Sarandí 3:2 (2:2) – Argentinos Juniors schaffen die Wende

Das stark abstiegsbedrohte Arsenal begann zunächst furios und ging durch Tore von Facundo Monteseirín und dem Brasilianer Mosquito in Führung. Danach verloren die Gäste jedoch gänzlich die Oberhand und kassierten durch Jonathan Sandoval und Damián Batallini den Ausgleich. Der eingewechselte Leonardo Pisculichi traf sogar noch per Freißstoß zum siegreichen Endstand.

Huracán – Lanús 4:0 (2:0) – Ramón Ábila in Torlaune

Ähnlich wie River schonte auch Lanús seine Stammspieler, was zur Folge hatte, dass man gegen ein spielfreudiges Huracán unter die Räder geriet. Ramón Ábila gelang ein Doppelpack, Alejandro Romero und Mariano González trafen außerdem noch für “El Globo” gegen ein insgesamt zahnloses Lanús.

Unión – Godoy Cruz 2:0 (0:0) – Unión bleibt oben dabei

Im Estadio 15 de Abril in Santa Fe setzte sich Unión (11 Punkte) gegen den Verfolger Godoy Cruz (10 Punkte) mit 2:0 durch und bleibt in Tuchfühlung zu den Copa-Libertadores-Plätzen. Nach fünf Minuten der zweiten Halbzeit war es Lucas Gamba, der per Elfmeter traf. In der 76. Minute machte Diego Zabala dann endgültig den Deckel drauf.

Für Godoy Cruz bedeutete das 0:2 nach dem Aus in der Copa Argentina gegen Rosario Central die nächste Niederlage.

San Martín – Estudiantes 1:0 (1:0) – Ardente lässt San Martín weiter träumen

San Martins gute Form sollte auch beim favorisierten Estudiantes anhalten. Luis Ardentes hart geschossener Elfmeter ließ die Gastgeber in Führung gehen. Im weiteren Spielverlauf konnte man die “Pincha” vom eigenen Tor fernhalten und Estudiantes eine verdiente Niederlage zusetzen.

Atlético Tucuman – Racing 3:1 (3:1) – Tucuman mit ganz starken Anfangsminuten

Nach fünf Spielen ohne Sieg konnten die Nordargentinier endlich wieder einen Sieg einfahren und das hochverdient mit 3:1 gegen ein schwaches Racing.

In nicht einmal 20 Minuten schossen der überragende Álvarez (4.), Acosta (17.) sowie Barbieri (21.) per Eigentor die Heimelf mit 3:0 in Front. Supertalent Lautaro Martínez konnte zwar in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch verkürzen. Doch obwohl Racing in der zweiten Halbzeit drängte, hatte “El Decano” keine Probleme den Sieg über die Runden zu bringen.

Bei Racing wird man im Kopf auch schon beim Rückspiel der Copa Sudamericana am kommenden Mittwoch gewesen sein, wo man gegen Libertad die 1:0-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen muss. Im Halbfinale könnte es zum Derby gegen Independiente für “La Academia” kommen.

Talleres – River Plate 4:0 (1:0) – River’s Junioren mit Lehrstunde

Die Fachwelt staunte nicht schlecht als River Trainer Marcelo Gallardo neben einer reinen B-Mannschaft auch gleich drei Jugendspieler ohne jegliche Profierfahrung aufs Feld schickte. Darunter mit Nahuel auch den eigenen Sohn.

Der Schuss ging jedoch gewaltig nach hinten los. Nachdem die Millonarios die Partie lange offen gestalten konnten, sollte Joao Rojas Führung kurz vor dem Halbzeitpffif die Zeichen für “La T” auf Sieg setzen. Das zweite Tor war die Folge einer flüssigen Kombination, bei der Juan Ramírez die Führung ausbaute. Marcelo Torres Torres und Lucas Olaza erhöhten gar noch auf 4:0.

Für River bedeutet diese krachende Niederlage einen weiteren Rückschlag im Meisterschaftskampf, allerdings werden nun erstmal alle Augen auf das anstehende Copa Libertadores Halbfinale gerichtet sein.

Newell’s – Chacarita 2:1 (2:0) – Chacarita’s Krise setzt sich fort

Newell’s durfte sich nach drei sieglosen Spielen wieder über einen Sieg freuen.

Brian Sarmiento und Bruno Bianchi brachten die Gastgeber im ersten Durchgang in Front. Der  Sturmlauf der Gäste blieb nach der Pause allerdings aus, sodass Chacarita durch Juan Ignacio Alvarez nur noch spät der Anschlusstreffer gelang.

Chacarita fuhr damit die fünfte Niederlage in Folge ein.

Gimnasia La Plata – Vélez Sarsfield 4:0 (1:0) – Abreibung für Vélez

Nach starkem Saisonstart verliert Vélez immer mehr an Boden und rutscht wieder gefährlich in die Abstiegszone der Durchschnittstabelle.

Ein sehr offensives Gimnasia La Plata ließ den Gästen dabei keine Chance. Früh sorgte der bärenstarke Dibble für die Führung der Heimelf (6.). In der zweiten Hälfte sorgten dann Mazzola (46.), Faravelli (53.) und Colazo (63.) für die weiteren Tore.

Das Gästeteam von Omar de Felippe hat damit nur eines der letzten fünf Spiele gewonnen.

Temperley – San Lorenzo 0:2 (0:1) – San Lorenzo nutzt die Fehler eiskalt aus

San Lorenzo ist erster Verfolger der Boca Juniors, wobei sie aber schon ein Fernglas oder zumindest eine Sehhilfe brauchen, um den Tabellenführer nicht aus den Augen zu verlieren.

Temperley hatte genügend Chancen, um mindestens ein Tor zu erzielen, während San Lorenzo die Fehler der Heimelf eiskalt ausnutzte. In der 12. Minute verlor Figueroa leichtfertig den Ball und Gudiño sorgte für die frühe San-Lorenzo-Führung. 13 Minuten vor Schluss war es Blandi, der Pinto den Ball abluchste und Cerutti bediente, der wiederum zum Endstand traf.

Boca Juniors – Belgrano 4:0 (2:0) – Boca unstoppbar

Gegen Belgrano hatte Boca keine Mühe den siebten Sieg im siebten Spiel einzufahren.

Wie so oft brachte Cristian Pavón über die rechte Seite eine scharfe Hereingabe in die Mitte, die Belgrano-Verteidiger Lema zusammen mit seinem Torwart Acosta über die Linie bugsierte (15.). Boca ließ Ball und Gegner laufen und schlug dann eiskalt zu. Ein sehr schöner Angriff über Fabra und Pavón endete bei Cardona, der per Kopf zum 2:0 und damit zum Halbzeitstand traf (43.).

Was bis jetzt nicht stimmte? Richtig, Torjäger Benedetto traf noch nicht. Das sollte sich in der zweiten Halbzeit aber ändern. Wer außer Pavón sollte Bocas Nummer neun auch assistieren. Benedetto nahm den Pass Pavóns am Sechzehner an und vollstreckte eiskalt zum 3:0 (63.). Ein ganz starker Abschluss. Auf Vorlage von diesmal Espinoza markierte Benedetto dann mit seinem achten Saisontor auch noch das 4:0.

In dieser Form und bei der Inkonstanz der Verfolger scheint Boca nur schwer einzuholen.

Independiente – Patronato 1:1 (0:1) – Meza rettet “El Rojo” das Unentschieden

Independiente suchte den dritten Sieg in Folge in der heimischen Liga, musste sich aber gegen Patronato mit einem Unentschieden zufrieden geben.

Der starke Ribas brachte die Gäste in der 34. Minuten in Front, Independiente rannte dann an, scheinbar ohne Erfolg. Doch eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit konnte Patronato-Torwart Bértoli eine Flanke nicht festhalten, Meza staubte zum Ausgleich ab. Gaston Silva hatte sogar noch die Chance auf den Siegtreffer für Independiente, brachte den Ball jedoch nicht im Tor unter.

Die für den Abstieg entscheidende Durchschnittstabelle findet ihr hier.

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