Rosario Central – chefutbol https://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Wed, 10 Oct 2018 15:30:40 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 https://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Rosario Central – chefutbol https://www.chefutbol.com 32 32 Superliga 3. Spieltag: Rosario Central bleibt auf Kurs – Boca und River lassen Federn https://www.chefutbol.com/deutsche-posts/superliga-3-spieltag-rosario-central-bleibt-auf-kurs-boca-und-river-lassen-federn https://www.chefutbol.com/deutsche-posts/superliga-3-spieltag-rosario-central-bleibt-auf-kurs-boca-und-river-lassen-federn#respond Fri, 31 Aug 2018 12:33:22 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=11067 Am dritten Spieltag der Superliga bestätigte Rosario Central seine gute Frühform, Boca und River ließen hingegen wieder Punkte liegen, während Racing seine Pflichtaufgabe erfüllte. Den optimalen Saisonstart erwischte als einzige Mannschaft Rosario Central. Die Canallas behielten auch im dritten Spiel...

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Am dritten Spieltag der Superliga bestätigte Rosario Central seine gute Frühform, Boca und River ließen hingegen wieder Punkte liegen, während Racing seine Pflichtaufgabe erfüllte.

Den optimalen Saisonstart erwischte als einzige Mannschaft Rosario Central. Die Canallas behielten auch im dritten Spiel ihre weiße Weste und feierten einen verdienten 2:0 Erfolg über Aufsteiger San Martín de Tucumán. Profitierte man beim ersten Tor noch von einem unglücklichen Klärungsversuch, blitzte beim zweiten Treffer die spielerische Klasse Centrals auf, als sich der überragende Alfonso Parot im Zusammenspiel mit Washington Camacho auf die linke Seite durchsetzte und maßgerecht auf Torschütze Fernando Zampedri auflegte. Bei den Anhängern der Rosarinos kehrt zum ersten Mal in der Post-Coudet-Ära wieder leichter Optimismus auf. Zurecht: Die Mannschaft von Edgardo Bauza wirkt in der Defensive extrem sattelfest und besitzt in der vordersten Sturmreihe mit Fernando Zampedri und Marco Ruben, der sich erst kurz vor Toresschluss zu einem Verbleib überzeugen ließ, die nötige Qualität und Effektivität, um oben mitzuspielen. Schlüsselspieler von Central bleibt Néstor Ortigoza, auch liebevoll “el Gordo” genannt. Der mittlerweile 33-Jährige gewann einst unter der Ägide von el Patón Bauza die Copa Libertadores und erlebt im Dress des dreimaligen Pokalfinalisten seinen zweiten Frühling, wo er als Taktgeber im Mittelfeld glänzt.

Boca verliert wieder Punkte

Eine weitere uninspirierte Nullnummer bekam man hingegen wieder von den Boca Juniors zu sehen. Die Xeneizes verfügen über den mit Abstand besten Kader der Liga, hinken allerdings den eigenen spielerischen Ansprüchen regelmäßig hinterher. Ähnlich wie schon eine Woche zuvor agierte der amtierende Meister gegen Huracán konzept- und ideenlos, so dass nach Abpfiff ein gerechtes Unentschieden auf der Anzeigetafel verbucht werden konnte. Münzte man in der vergangenen Spielzeit selbst schwache Leistungen noch in drei Punkte um, bleiben aktuell auch die Ergebnisse aus. Ein Sieg aus drei Spielen erscheint definitiv zu wenig für das eigene Selbstverständnis von Boca, die sich als Ziel ausgesetzt haben, das Triple anzugreifen.

River wieder ohne Effektivität

Während es bei Boca vor allem bei der Chancenkreiierung hapert, fehlte es River gegen die Argentinos Juniors hingegen wieder an der nötigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, um die eigene Überlegenheit auch im Resultat widerzuspiegeln. Trotz einer beeindruckenden Darbietung vom Kolumbianer Juanfer Quintero, der durch Technik, Passspiel und Übersicht überzeugte, verpassten es die Gastgeber, sich für eine engagierte Leistung zu belohnen.

Racing ohne Probleme

Racing erfüllte die Pflichtaufgabe bei Patronato, wo man einen ungefährdeten 3:0 Erfolg durch Tore von Pol Fernández, Ricardo Centurión und Maximiliano Cuadra einfahren konnte. Für die Academia wird der Fokus mehr denn je auf der Liga liegen, nachdem man im Achtelfinale der Copa Libertadores gegen River Plate die Segel streichen musste.

 

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Superliga 2. Spieltag: Boca nach 617 Tagen nicht mehr Tabellenführer – River verzweifelt an Rigamonti https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/superliga-boca-river-283910 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/superliga-boca-river-283910#respond Tue, 21 Aug 2018 17:06:13 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=10960 Der zweite Spieltag der argentinischen Superliga bot wieder mal die ein oder andere Überraschung. So mussten die Boca Juniors nach saisonübergreifend 617 Tagen die Tabellenführung abgeben. Trösten dürfen sich die Xeneizes zumindest mit der Tatsache, dass Erzrivale River Plate auch...

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Der zweite Spieltag der argentinischen Superliga bot wieder mal die ein oder andere Überraschung. So mussten die Boca Juniors nach saisonübergreifend 617 Tagen die Tabellenführung abgeben. Trösten dürfen sich die Xeneizes zumindest mit der Tatsache, dass Erzrivale River Plate auch im zweiten Spiel kein Sieg gelang. Nutznießer dieser Punktverluste war Rosario Central, die unter Ex-Nationaltrainer Edgardo Bauza wieder nach höheren Zielen streben. Katerstimmung herrscht dagegen weiterhin im Stadtviertel Boedo, wo San Lorenzos Trainer Claudio Biaggio im Zentrum der Kritik steht.

Das ausgemachte Topspiel zwischen Estudiantes de la Plata und Boca, das sogar zu europäischer Abendzeit stattfand, um weitere Zuschauer anzulocken, wurde seinem Namen leider nicht gerecht. In der Bierbrauerstadt Quilmes, wo die Pincha seit einiger Zeit ihre Heimspiele austrägt, fanden die favorisierten Gäste zu keinem Zeitpunkt in die Partie, wenig überraschend waren Torraumszenen Mangelware. Matías Pellegrini und Fabián Noguera waren die Torschützen für ein diszipliniertes Estudiantes, das seinem Gegner vor allem im Mittelfeld den Schneid abkaufte und seinen Kontrahenten dementsprechend über 90 Minuten im Griff hatte. Aus Sicht der Boca Juniors ist die Niederlage doppelt ärgerlich, da man nach saisonübergreifend 617 Tagen die Tabellenführung verlor. 

Rigamonti wächst im Monumental über sich hinaus

Im heimischen Monumental fehlte es River gegen Belgrano an der nötigen Kaltschnäuzigkeit, um den ersten Sieg der Saison einzufahren. Gegen die tiefstehenden Gäste kamen die Millonarios zwar mehrere Male gefährlich vor das Tor, verzweifelten aber regelrecht am formidabel aufspielenden Schlussmann César Rigamonti, der somit den Punkt für el Pirata festhielt und zum Matchwinner avancierte

Bauza bringt Central auf Kurs

Deutlich effektiver zeigte sich dafür Rosario Central, die als einzige Mannschaft die volle Punkteausbeute nach zwei Spieltagen holten. Unter dem ehemaligen Nationaltrainer Edgardo Bauza, der für organisierten und pragmatischen Fußball steht, gelangen den Canallas zwei knappe 1:0 Siege gegen Banfield und Talleres, die fast schon exemplarisch für die Philosophie 60-jährigen sind. Gegen La T war es diesmal Stürmer Fernando Zampedri, dem nach einer Ecke der goldene Treffer gelang.

San Lorenzo weiter in der Krise

Wenig Grund für Optimismus herrscht dagegen bei San Lorenzo. Nachdem man sich in der Copa Sudamericana nur mit Mühe und gnädiger Mithilfe von Temuco qualifizierte, verspielte man gegen Lanús gar einen Zwei-Tore-Vorsprung durch Nicolás Blandi und Rubén Botta und hatte dabei noch Glück, dass die Gastgeber in den Schlussminuten eine Großchance duch Gastón Lódico ausließen. Stark in der Kritik steht deswegen Trainer Claudio Biaggio, der bei den Fans des Ciclóns nur noch wenig Kredit genießt.

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1. Runde Copa Sudamericana: Fluminense zittert sich weiter, San Lorenzos Abwehr hält https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-sudamericana/copa-sudamericana-fluminense-zittert-156854 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-sudamericana/copa-sudamericana-fluminense-zittert-156854#respond Fri, 11 May 2018 13:45:19 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=10165 Einen Monat nach den Hinspielen standen zehn Rückspiele der ersten Copa-Sudamericana-Runde an. Mit den argentinischen und brasilianischen Teams starteten auch einige der namhaftesten Vertreter des diesjährigen Wettbewerbs. Die meisten Spiele endeten mit Favoritensiegen, allerdings musste insbesondere Fluminense überraschend noch zittern....

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Einen Monat nach den Hinspielen standen zehn Rückspiele der ersten Copa-Sudamericana-Runde an. Mit den argentinischen und brasilianischen Teams starteten auch einige der namhaftesten Vertreter des diesjährigen Wettbewerbs. Die meisten Spiele endeten mit Favoritensiegen, allerdings musste insbesondere Fluminense überraschend noch zittern.

Die Teams von Boston River und Jaguares gelten als Außenseiter. Im Hinspiel hatten die Jaguares etwas Glück, auch dank eines schmeichelhaften Elfmeters mit 2:1 zu siegen. Im Rückspiel in Uruguay war das Glück dann aber aufgebraucht: Boston River setzte sich klar und deutlich mit 3:0 durch. Der 41-jährige Kapitän Diego Scotti brachte Alejandro Apuds Team per Fernschuss in Führung, kurz nach der Pause erhöhte Innenverteidiger Joaquín Pereyra. Das vorentscheidende 3:0 war dann wieder Sache von Scotti, der eine Freistoßflanke einköpfte. Die Jaguares hätten nun zwei Tore für das Weiterkommen gebraucht, konnten aber nie reagieren und schieden verdient aus.

Mehr Drama gab’s in Bolivien: Schon im Hinspiel hatte der bolivianische Außenseiter Guabira dem Favoriten LDU Quito ordentlich Paroli geboten und mit einer knappen 1:2-Niederlage eine passable Ausgangslage fürs Rückspiel mitgebracht. Im heimischen Montero waren die Bolivianer dann noch einmal stärker und gingen durch José Castillo in Führung. Auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Anangono warf die Azucareros nicht zurück, und Diego Hoyos und Juan Montenegro stellten auf 3:1 – es hätte das Weiterkommen bedeutet. Doch die Gäste aus Ecuador konnten auf Hernán Barcos zählen: Erst acht Minuten stand der Argentinier auf dem Feld, da gelang ihm der 3:2-Anschlusstreffer, der auch der Endstand sein sollte. Es war Barcos‘ 17. Tor in der Copa Sudamericana, womit er Rekordschütze des Wettbewerbs ist, und es war der entscheidende Treffer, denn die Auswärtstorregel bringt La Liga weiter.

Der gleiche Endstand, aber bedeutend weniger Aufregung in Montevideo: Deportivo Calis 3:0-Hinspielsieg hatte gegen Danubio eigentlich alles schon klargemacht. La Franja startete dennoch motiviert und kam schon nach drei Minuten zum 1:0 – Leandro Sosa traf per Kopf. Doch Danubios Schwung war nicht genug, und die Kolumbianer stellten die abgezocktere Mannschaft. Kurz nach der Pause nutzte Cali die zunehmenden Räume zu einem Doppelschlag: Nur wenige Sekunden lagen zwischen Nicolás Benedettis tollem Lupfertor und Didier Delgados Direktabnahme aus spitzem Winkel. Beide Assists kamen von Calis Stürmerstand José Sand, letzte Saison Libertadores-Finalist mit Lanús. Dennoch gaben sich die Gastgeber nicht auf und kamen letztlich zu einem sehr ehrenhaften 3:2-Sieg: Pablo Ceppelini und José Luis Rodriguez nutzten die schwindende Konzentration in der Defensive der Grünen und drehten das Spiel erneut. Ein Weiterkommen war allerdings nie realistisch, drei Tore hätten noch gefehlt.

Keine Priorität hatte die Copa Sudamericana für Atletico Mineiro: Coach Larghi schonte trotz der 0:1-Hinspielniederlage gegen San Lorenzo auch im Rückspiel die meisten seiner Stammspieler, der Präsident bezeichnete den Wettbewerb als „die 2. Liga der Copa Libertadores“. Dennoch begann O Galo durchaus schwungvoll, der auffällige Erik und Yago hätten die Serie früh ausgleichen können. San Lorenzo dagegen spielte eher abwartend und hatte in Fabricio Coloccini seinen Turm in der Abwehrschlacht. Das sollte reichen, denn mit der Zeit wurden Mineiros Angriffe immer uninspirierter, so dass am Ende ein logisches 0:0 stand.

Vermeintlich entschieden war das Duell zwischen Nacional Potosí und Fluminense. Die Bolivianer hatten in Brasilien ein erst in der Schlussphase deutliches 0:3 kassiert und brauchten ein Wunder zur Aufholjagd. Doch wer das Spiel in Potosi sah, der konnte nicht sagen, wer hier eigentlich das Low-Budget-Team und wer der klare Favorit war: Von Anfang an drückten die Gastgeber Fluminense hinten rein und vergaben mehrere klare Torchancen. Dennoch dauerte es 50 Minuten, bis Harold Reina die Rot-Weißen in Führung brachte. Zehn Minuten später durfte der Kolumbianer per Elfmeter sogar einen Doppelpack schnüren, Jadson hatte Edson Perez gelegt. Die Sensation lag in der dünnen Höhenluft von Potosi, doch das erlösende dritte Tor sollte nicht fallen – Fluminense kommt mit dem Schrecken einer 0:2-Niederlage davon, wird in der nächsten Runde aber eine deutlich bessere Leistung zeigen müssen.

Ganz ähnlich war die Situation zwischen Newell’s und Atletico Paranense: Auch hier hatten die Brasilianer einen 3:0-Heimsieg vorgelegt, und auch im Estadio Marcelo Bielsa ließen sich die Gastgeber nicht entmutigen. Trotz sintflutartigen Regenfällen entwickelte sich ein ansehliches Spiel, in dem Nuls durch zwei Tore von Angreifer Luis Leal noch auf die Wende hoffen konnte. Es hätte sogar ein Hattrick werden können, doch ließ Leal per Kopf die große Chance auf das 3:0 ungenutzt – ein Fehlschuss, der sich rächte: Ein schöner Angriff der Brasilianer fand in der Mitte Nikao, der fünf Minuten vor Schluss auf 2:1 verkürzte und somit die Qualifikation sicherstellte. Trotz des Ausscheidens wurde das Team von La Lepra zu Recht mit Beifall verabschiedet.

Ebenfalls in der nächsten Runde steht Botafogo. O Fogao hatte im Hinspiel beim chilenischen Vertreter Audax Italiano mit 2:1 gewonnen und damit beste Karten aufs Weiterkommen. Audax, Schlusslicht der heimischen Liga und ohne den nach einem Ausraster suspendierten Stürmerstar Sebastián Abreu angetreten, begann dennoch mutig: Mittelstürmer Tarifeño wurde von seinem Gegenspieler Jefferson klar gelegt, doch Schiedsrichter Espinoza verwehrte den fälligen Elfmeter für die Itálicos. Ansonsten gaben die Gastgeber meist den Ton an, ohne die ganz großen Chancen verzeichnen zu können. Erst in der zweiten Hälfte fasste sich Matheus Fernandes ein Herz und traf aus gut 25 Metern zum 1:0. Die Vorlage war vom besten Mann, Leo Valencia, gekommen. Botafogo vergab nun Chancen auf das 2:0 und musste doch noch kurz zittern: Fünf Minuten vor Schluss schlug ein krachender Fernschuss von Luis Cabrera im Tor ein. Ein weiterer Treffer für Audax hätte nun ein Elfmeterschießen bedeutet, doch es blieb beim 1:1.

Zu den überraschenderen Hinspielergebnissen hatte das 2:0 des paraguayischen Vertreters Sol de América über Independiente Medellín gezählt. Für DIM war die Maßgabe also klar: Gewinnen und kein Gegentor kassieren. Letzteres ging keine 15 Minuten gut, denn César Villagra traf für die Paraguayer nach einem Freistoß von Zeballos. Es entwickelte sich in der Folge eine wahre Regenschlacht, in der zunächst Hernán Pertuz per Kopfball der Ausgleich gelang. Weitere Chancen waren zur Genüge vorhanden, dennoch dauerte es 70 Minuten bis zum zweiten Treffer – Germán Cano verwandelte einen Strafstoß. Kurz darauf traf der eingewechselte Juan Caicedo zum 3:1. Doch trotz der engagierten Versuche Medellíns blieb dem Poderoso de la Montaña das so wichtige vierte Tor verwehrt, so dass Außenseiter Sol de América in die nächste Runde einzieht.

Keinen guten Tag erwischten die Angreifer von Sao Paulo und Rosario: Beide Teams, die sich im Hinspiel 0:0 getrennt hatten, vergaben beste Chancen. Beispielsweise scheiterte Nene auf Seiten der Gastgeber mit zwei riesigen Möglichkeiten an Torwart Ledesma, auf der Gegenseite hätte auch Joaquin Pereyra treffen müssen. So fiel der 1:0-Siegtreffer für die leicht überlegenen Gastgeber, wie er fallen musste: Reinaldo scheiterte am Pfosten, von wo der Ball ans Schienbein des verdutzten Diego Souza prallte – und von dort ins Tor. Dass es beim Weiterkommen der Brasilianer blieb, hatten sie auch ihrem Torhüter Sidao zu verdanken, der mit einer spektakulären Abwehr den möglichen Ausgleich durch Da Campo vereitelte. Hässlich wurde es in der Nachspielzeit, als Christian Cueva für ein rücksichtsloses Einsteigen Rot sah. In der aufgeheizten Atmosphäre sahen dann auch sein Teamkollege Petros und Rosarios Herrera noch die rote Karte, eher Referee Aquino ein Einsehen hatte und das Spiel beendete.

Partystimmung in der Araukanie: Es stand das erste internationale Heimspiel in der Geschichte von Deportes Temuco an. Mit dem venezolanischen Vertreter Estudiantes Mérida bekam der Verein, dessen Präsident die Legende Marcelo Salas ist, zudem einen machbaren Gegner, im Auswärtsspiel kam man zu einem ordentlichen 1:1. Im Rückspiel wurden die Gastgeber früh beschenkt: Ein absurder Fehlpass im Aufbau der Venezolaner brachte Mathías Riquero in Schussposition, der Uruguayer zögerte nicht lange und überwand Keeper Araque. Merida hatte dem Schwung Temucos zunächst wenig entgegenzusetzen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Gäste besser und kamen zu Ausgleichschancen. Auch in der zweiten Halbzeit hätten beide Teams mehrere Treffer erzielen können – beispielsweise scheiterte Canio aus kürzester Distanz für Temuco, bei den Venezolanern vergab Castillo freistehend vor dem Kasten. Während Castillo keine weitere Chance bekam, hatte Canio seine Revanche: In der Nachspielzeit sprach der Referee den Chilenen einen Foulelfmeter zu, und Temucos Kapitän verwandelte sicher zum 2:0.

Die erste Runde der Copa Sud wird am 24. Mai mit dem Duell zwischen Bahia und Blooming (Hinspiel 0:1) abgeschlossen. Zur zweiten Runde werden sich zu den 22 Überlebenden der ersten Runde zehn Vertreter aus der Copa Libertadores (acht Tabellendritte und zwei Verlierer der letzten Qualifikationsrunde) gesellen.

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Tomás “El Trinche“ Carlovich – Der Maradona rosarino https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/tomas-el-trinche-carlovich-747598 https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/legendare-spieler/tomas-el-trinche-carlovich-747598#respond Thu, 19 Apr 2018 14:55:33 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=4455 Es gibt vermutlich keinen anderen Spieler, von dem so viele Argentinier so ehrfurchtsvoll berichten, und von dem nur eine Filmaufnahme existiert, wie Tomás “El Trinche“ Carlovich. Ein Porträt über einen Mann der keine große Karriere hinlegte, aber trotzdem zur Legende wurde....

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Es gibt vermutlich keinen anderen Spieler, von dem so viele Argentinier so ehrfurchtsvoll berichten, und von dem nur eine Filmaufnahme existiert, wie Tomás “El Trinche“ Carlovich. Ein Porträt über einen Mann der keine große Karriere hinlegte, aber trotzdem zur Legende wurde. Ein Mann „der lieber nur Fußball spielte als Profi zu sein“.

Tomás kam am 20. April 1949 als jüngstes von sieben Kindern einer jugoslawischen Einwandererfamilie in Rosario zur Welt. Von Kindesbeinen an spielte er barfuß, mit einem selbst aus Lumpen zusammengenähten Ball, auf dem Bolzplatz seines Viertels. Der “Potrero” (Bolzplatz) der bekanntermaßen die Fußballer hervorbringt an die sich die Welt einmal erinnert, formte auch den jungen Tomás. Zu dieser Zeit bekam er seinen Spitznamen “El Trinche“ (Die Gabel) verpasst, dessen Herkunft und Bedeutung wie so vieles bei ihm aber unbekannt sind.

So wenig über seine fußballerische Karriere bekannt ist, umso weniger ist über seine Kindheit und Jugend bekannt. Sicher ist jedoch, dass er sehr an seinem Viertel, Belgrano, hing, und nie große Lust verspürte seine Heimat zu verlassen. Sein großes Talent blieb in der fußballverrückten Stadt jedoch nicht lange unentdeckt, und Tomás spielte schon in jungen Jahren in den Jugendmannschaften von Rosario Central. Mit 20 Jahren debütierte er schließlich in der ersten Mannschaft.

Zu dieser Zeit war Miguel Ignomiriello der Trainer von Central, der später als Co-Trainer von Osvaldo Zubeldía bei Estudiantes de la Plata und als Trainer der Selección Fantasma berühmt wurde. Er war ein Coach der sehr viel Wert auf Disziplin und Fitness legte. Daher war es keine große Überraschung, dass es nicht lange gut gehen konnte, mit dem jungen Mann, für den Fußball nur Freude und keine Verpflichtung darstellte. Für Carlovich war deshalb schon nach zwei Spielen Schluss bei den Canallas, welche die einzigen beiden Erstligaspiele seiner Karriere bleiben sollten, danach sollte er nur noch in der 2. und 3. Liga auflaufen. Im Nachhinein sagte man, dass “El Trinche“ zur falschen Zeit geboren wurde, da in dieser Epoche des Fußballs das Physische das Wichtigste war. Laut Jorge Valdano, war er dagegen „das Symbol dieses romantischen Fußballs, der schon nicht mehr existiert“.

“El Trinche“ kam im Anschluss bei Córdoba Central unter, dem dritten Verein in Rosario, wo er sofort zum Liebling der Fans avancierte. Die Liebe beruhte auf Gegenseitigkeit, Córdoba Central wurde auch für ihn zu seinem Herzensclub. Für Central aufzulaufen, war das Größte für ihn, es war sein „persönliches Real Madrid“, mit dem er zwei Zweitliga-Titel holte. Aus dem Stadtteil Tablada begann sich seine fußballerische Extraklasse zu verbreiten. Er verzauberte die Fans so sehr, dass man auf der Straße nicht mehr sagte „heute spielt Central“, sondern „heute spielt El Trinche“, und die Fans von Newell’s und Rosario Central gingen gemeinsam zu den Charrúas ins Stadion um ihn zu sehen. Sogar Marcelo „el loco“ Bielsa ging fast vier Jahre ununterbrochen jeden Samstag ins Estadio Gabino Sosa um ihm zuzuschauen.

Die Spielweise des Trinche

Der Mythos des „Trinche“ entstand in erster Linie durch seine einzigartige Spielweise, in der er zahlreiche Attribute und Stile vereinigte. Angefangen von dem oben erwähnten „romantischen Spielstil“, verkörperte er noch den „Estilo rosarino“, der als etwas langsamer und technisch anspruchsvoller gilt. Hinzu gesellten sich Frechheit, Dreistigkeit und ein magischer linker Fuß, mit dem er perfekte Pässe schlug. Der schnellste war er laut seinen Mitspielern nicht, doch er wusste schon bevor er angespielt wurde, wohin er passen würde. Zudem hatte er eine unglaubliche Ruhe am Ball, und verlor ihn so gut wie nie, weshalb ihn ein Mitspieler mit Gott verglich, „denn sobald man ihm den Ball zuspielte war man gerettet“. José Pékerman beschrieb ihn „als eine Mischung aus Fernando Redondo – sogar noch eine Spur eleganter – und Román Riquelme“.

Die Spezialität von Carlovich war der „caño de ida y vuelta“, der Trick bedeutet den Gegner zu tunneln, warten bis dieser sich gedreht hat, und diesen gleich noch einmal zu tunneln. Angeblich begann er einmal damit, nachdem ihn ein Fan auf der Tribüne dazu gebeten hatte, und bei Central Córdoba soll eine Prämie für jeden caño gezahlt worden sein. Viele Persönlichkeiten des argentinischen Fußballs sowie seine ehemaligen Mitspieler sind sich einig, dass Carlovich alle Voraussetzungen mitbrachte um ein Weltstar zu werden.

El Trinche auf dem Platz

Das seine Fähigkeiten über aller Zweifel erhaben sind bewies “El Trinche“ bei einem Spiel der argentinischen Nationalmannschaft gegen eine Stadtauswahl aus Rosario. Die Stadtauswahl bestand aus jeweils fünf Spielern von Central und Newell’s, sowie dem „eingeladenen Künstler“ Carlovich, dem einzigen Spieler der in der 2. Liga spielte. Das Spiel endete mit 3:1 für die Rosario-Auswahl, und Carlovich war in aller Munde. An jenem Abend gelang ihm alles, und er zeigte es allen Zweiflern, dass er nur nicht in der 1. Liga spielte, weil er es nicht wollte. Zur Halbzeit stand es bereits 3:0 für die Heimelf und der Nationaltrainer Vladislao Cap soll gefragt haben, wer dieser Spieler denn sei, und gebeten haben ihn zur Halbzeit auszuwechseln, da er mit Carlovich auf dem Feld eine höhere Blamage befürchtete. Schließlich verließ “El Trinche“ in der 65. Minute unter den Ovationen der Zuschauer das Feld. Einer seiner Gegenspieler, Aldo Poy, erzählte Jahre später, dass nachdem der Trinche in der Kabine verschwunden war, auch viele Zuschauer das Stadion verließen. Angeblich war es das einzige Spiel in der Geschichte bei dem sich Fans von Newell’s und Central umarmten. Nach dem Spiel wäre er fast zu Cosmos New York oder nach Frankreich gewechselt, doch beide Wechsel zerschlugen sich.

Während seiner Zeit bei Independiente Rivadavia (Mendoza) spielte er mit einer Stadtauswahl gegen den AC Mailand. Das Spiel gewannen die Argentinier mit 4:1 und auch in diesem Spiel war Carlovich der überragende Mann auf dem Platz. Er schoss zwar kein Tor, „aber vergnügte sich ein bisschen“, sodass die Italiener angeblich so gereizt waren, dass sie ihn verletzen wollten. In einem Spielbericht stand geschrieben, dass es Carlovich war, „der das Spielfeld mit Fußball füllte“.

El Trinche neben dem Platz

Doch auch das ganze Talent verhalf ihm nicht zur großen Karriere, da er die Professionalität vermissen ließ, denn Fußball war für ihn Freude und keine Verpflichtung. Demnach genoss das Training für ihn keine Priorität, sodass er oft lustlos wirkte, oder einfach gar nicht auftauchte. Anstalten sich irgendwie anzupassen machte Carlovich auch keine, und alle die ihn kennen sagen, dass er viel mehr aus sich machen hätte können, wenn er sich mehr angestrengt hätte. Der Vergleich mit Mágico González liegt nahe, da beide Spieler mit herausragenden Fähigkeiten gesegnet waren, den Fußball aber nicht zu 100% als Beruf sehen konnten oder wollten. Auf der anderen Seite aber liebten ihn die Menschen auch für genau diesen anti-systemischen Charakter und diese (Nicht-)Einstellung. Zu seiner Zeit bei Independiente Rivadavia gaben ihm die Fans den Spitznamen “el Gitano“ (Der Zigeuner), weil er angeblich auf dem Boden schlief und sich in Bächen badete, wobei sie diesen nach einer Galavorstellung und einem 5:1 Sieg in einem Lokalderby in „Rey“ (König) umänderten.

Weshalb der Mythos immer weiterwuchs, liegt vor allem daran, dass von “El Trinche“ nur eine einzige Videoaufnahme existiert die ihn in Aktion zeigt, da die 2. Liga damals nicht gefilmt wurde. Selbst Zeitungsartikel von ihm sind rar, und auch im Archiv von El Gráfico haben sie nur eine Mappe über ihn, jedoch sind es genug Berichte um zweifelsfrei zu beweisen, dass er wirklich existierte. Man weiß weitaus mehr über ihn durch Erzählungen als durch Bilder, und aus diesem Grund wurde die Legende immer weitergesponnen, da bekanntlich bei mündlichen Überlieferungen gerne Kleinigkeiten hinzugefügt werden. An einigen Anekdoten sei etwas dran an einigen nicht sagt Carlovich. Die Geschichte, dass er einmal lieber Angeln gegangen sei, anstatt einer Einladung zur Nationalmannschaft von Menotti zu folgen, hat er selbst verneint. Aber was er stattdessen gemacht hatte verriet er auch nicht. Dagegen gibt er zu, dass er sich manchmal während dem Spiel einfach auf den Ball setzte, doch nicht um zu provozieren, sondern weil er ein bisschen müde war.

Während seiner Zeit in Mendoza, wo er bei Independiente Rivadavia, Colón de Santa Fe und Deportivo Maipú spielte, lief es sportlich ebenfalls gut für ihn, doch er zeigte dort dieselben unprofessionellen Verhaltensweisen. Zudem war die Liebe zu seiner Heimatstadt immer größer. In einem Spiel soll er sich absichtlich in der 1. Halbzeit eine rote Karte abgeholt haben, schnell geduscht haben und zum Busbahnhof gerannt sein, um noch den letzten Bus nach Rosario zu bekommen. Außerdem soll er vor einer Vertragsunterschrift ein Auto als Prämie gefordert haben, das er vom Verein schließlich auch bekam. Mit dem Auto soll er dann nach Rosario gefahren sein und nie mehr zurückgekommen sein, Carlovich bestreitet dies aber und sagt er hätte es selber bezahlt.

Konsequenzen des Mythos

Aus dem Mangel an Fernsehbildern und den sagenhaften Erzählungen die ihm vorauseilten, waren die Fans bei Auswärtsspielen immer besonders auf “El Trinche“ gespannt, um zu sehen ob an den Geschichten etwas dran war. In einem Spiel für Córdoba Central sah Carlovich nach einem Zusammenstoß mit einem Gegenspieler früh die rote Karte. Doch die Heimfans, die hauptsächlich ins Stadion gekommen waren, um Carlovich zu sehen, zwangen den Schiedsrichter dazu die Entscheidung zurückzunehmen, sodass er das Spiel zu Ende spielen konnte.

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Er wurde im Nachhinein bekannt als der Maradona aus Rosario, und sogar Diego selbst war sich der Bedeutung des “Trinche“ bewusst. Als er 1993 bei Newell’s vorgestellt wurde und ein Journalist ihm erzählte wie stolz man doch sei, den besten Fußballspieler aller Zeiten empfangen zu dürfen, antwortete Maradona, „der beste der Welt hat bereits in Rosario gespielt, und es war ein Mann mit dem Namen Carlovich“.

“El Trinche“ beendete seine Karriere 1986 und wohnt heute immer noch in seinem Viertel in Rosario, wo er immer wieder Besuch von Journalisten bekommt, die wissen wollen welche Anekdoten wahr sind und welche nicht. Sicher ist, solch eine Persönlichkeit wird es im Fußball nicht mehr geben, und auch dieser Artikel lässt den Mythos wachsen, in der Hoffnung nur über die echten Anekdoten geschrieben zu haben.

Dokumentation auf Spanisch über “El Trinche“:

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¡Newell’s, carajo! – Das “Ñubel” von Marcelo Bielsa 1990-1992 https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/newells-marcelo-bielsa-283903 https://www.chefutbol.com/fur-die-ewigkeit/newells-marcelo-bielsa-283903#respond Wed, 21 Feb 2018 15:51:58 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7974 Ganze drei Jahre war Marcelo “El Loco“ Bielsa Trainer von den Newell’s Old Boys, doch diese Zeit reichte ihm, um unsterblich zu werden. Auch wenn ihm der Titel in der Copa Libertadores versagt blieb, trug sich die heutige Trainerlegende mit...

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Ganze drei Jahre war Marcelo “El Loco“ Bielsa Trainer von den Newell’s Old Boys, doch diese Zeit reichte ihm, um unsterblich zu werden. Auch wenn ihm der Titel in der Copa Libertadores versagt blieb, trug sich die heutige Trainerlegende mit den Leprosos in die Annalen des argentinischen Fußballs ein.

Es ist schwer über dieses Newell’s zu sprechen ohne nicht ausschließlich über El Loco“ (der Verrückte) Bielsa zu sprechen, jedoch waren wohl wenige Meisterschaften so eng mit dem Namen eines Trainers verbunden wie diese. Doch weshalb wurde das Stadion des Vereins später auf seinen Namen umbenannt, und nicht auf den von José Piojo“ Yudica, der mit Newell’s ebenfalls Meister wurde und im Finale der Copa Libertadores stand? Was war die Geschichte hinter dieser Mannschaft?

El esfuerzo no se negocia – Der Einsatz ist nicht verhandelbar

Der junge Marcelo Bielsa übernahm im Alter von 33 Jahren, noch bevor er seinen Spitznamen verpasst bekam, die erste Mannschaft der Newell’s Old Boys im Juli 1990. Vorausgegangen war eine stark durchwachsene Saison von Erfolgstrainer Yudica. Zu diesem Zeitpunkt hatte Bielsa sich bereits erste Sporen als Jugendtrainer des Vereins verdient, weshalb der Jugendleiter von Newell’s, und sein erster Mentor , Jorge Griffa, ihn gegenüber großen Vorbehalten als neuen Trainer durchsetzte. Vor allem da Bielsa als Spieler keine große Karriere hingelegt hatte, war wurde er von dem Großteil der Fans argwöhnisch angesehen, bzw. war ihnen gar kein Begriff. Jorge Griffa war es auch der Bielsa überzeugte, auf die Talente Fernando El Negro“ Gamboa (20) und Mauricio El Poche“ Pochettino (18) in der Innenverteidigung zu vertrauen.

Griffa hatte Bielsa schon als Spieler kennengelernt und seine Anfangsjahre als Trainer begleitet. Er beschrieb ihn als belesenen Mann mit gutem Charakter, der gut erzogen war, und der eine eiserne Sturheit besaß um seine Ziele zu erreichen; zudem als schüchtern und eloquent. Auch sah er in ihm einen Mann der sehr akribisch auf dem Trainingsplatz arbeitete, der Lösungen suchte und fand, dessen großes Temperament aber noch ab und an gezügelt werden musste.

„Man kann schlecht, normal oder gut spielen, aber den Einsatz kann man nicht trainieren, er kommt von einem selbst, und er ist nicht verhandelbar.“ (Bielsa)

Viele werden zustimmen, wenn man sagt, dass Bielsa seiner Zeit voraus war. Er ließ damals bereits ein totales Pressing spielen, in dem die drei Stürmer schon in der gegnerischen Hälfte dessen Spielaufbau störten. Auswärts ließ er spielen wie zuhause, und er wollte so viel Ballbesitz wie möglich haben. Trotz seines jungen Alters und seiner Unerfahrenheit behandelte er alle Spieler gleich, und forderte von allen dasselbe ein.

Newell’s – Die Mannschaft

Die Mannschaft war eine Mischung aus Spielern die frisch aus der eigenen Jugend hochkamen, wie u.a. Pochettino oder Saldaña, und erfahrenen Spielern wie Gerardo El Tata“ Martino und Norberto El Gringo“ Scoponi, die bereits 1987/88 Meister geworden waren. Um sich die jungen Talente zu sichern, schloss Newell’s damals schon Kooperationsverträge mit kleineren Vereinen ab, von denen alle Seiten profitieren sollten, anstatt darauf zu warten, dass die Spieler selbst zum Verein kamen. Nur so war es möglich mit den Vereinen aus Buenos Aires mitzuhalten, denn damals wie heute waren Meister die nicht aus der Hauptstadt kamen eine Seltenheit. Bielsa selbst fuhr mit seinem Citroën durch das ganze Land um junge Talente zu finden die er formen konnte. 1992 waren von den 25 Spielern die im Kader des Finals der Copa Libertadores standen 23 im Verein ausgebildet worden.

Meisterschaft 1990/91

Die Liga bestand 1990 aus 20 Mannschaften, und jeder spielte einmal gegen jeden. Die ersten sieben Spiele unter Bielsa‘s Führung verliefen durchwachsen, Siege und Niederlagen wechselten sich ab, und es war nicht abzusehen, was unter seiner Regie noch kommen sollte. Die Initialzündung war der 4:3 Sieg am 8. Spieltag im Clásico rosarino, auswärts bei Rosario Central, wo man zum ersten Mal nach zehn Jahren wieder gewinnen konnte. Anschließend folgten drei 1:1 Unentschieden, ehe man aus den nächsten sieben Spielen sechs Siege bei nur einem Gegentor holte, darunter ein 1:0 Sieg gegen die Boca Juniors und ein 2:0 gegen Estudiantes de la Plata. Dank dieser Serie ging man mit einem Punkt Vorsprung vor River Plate in den letzten Spieltag, an dem Newells gegen San Lorenzo im Stadion von Ferro Carril Oeste antreten musste, und die Millonarios bei Vélez Sarsfield.

¡Newell’s, carajo!

Newell’s erreichte an jenem heißen 22. Dezember nach Rückstand allerdings nur ein 1:1 (Tor: Ruffini) gegen die Cuervos, und musste darauf hoffen, dass River nicht bei Vélez gewann, wo es vor Beginn der Schlussphase ebenfalls 1:1 stand. Für Dramatik sorgte der Fakt, dass das River-Spiel acht Minuten nach dem Newell’s-Spiel angepfiffen wurde, und die Newell’s-Spieler die nervenaufreibenden, endlosen acht Minuten auf dem Spielfeld im Radio anhören mussten. Doch „El Pato“ Fillol im Tor von Vélez, der während dem Spiel bereits einen Elfmeter gehalten hatte, war für River nicht noch einmal zu überwinden, und Gareca erzielte nach einem Konter sogar noch das 2:1 für Vélez. Newell’s war damit Sieger des Torneo Apertura (11 Siege, 6 Remis, 2 Neiderlagen; Torverhältnis: 30:13), was jedoch noch nicht den Gewinn der Meisterschaft bedeutete, denn dies war die letzte Saison des argentinischen Fußballs in dem der Meister in einem Duell aus den Siegern zwischen dem Torneo Apertura (20.8.–22.12.1990) und Torneo Clausura (22.2.–30.6.1991) ermittelt wurde. Das Torneo Clausura wurde im Frühjahr 1991 ausgespielt, und der Sieger war niemand geringeres als Boca Juniors um Gabriel Batistuta, die ihrer zehnjährigen Titeldürre endlich ein Ende setzen wollten. Im Gegensatz dazu legte Newell’s eine relativ durchschnittliche Runde hin, die auf dem 8. Platz beendet wurde (6S, 8U, 5N).

Meister gegen Boca in La Bombonera

Das Finale um die Meisterschaft fand zeitgleich mit der Copa América in Chile statt, und von beiden Vereinen weilten jeweils zwei Profis bei der Nationalmannschaft (Newell’s: Gamboa, Franco; Boca: Batistuta, Latorre). Jedoch verpflichtete der Hauptstadtklub dank Ausnahmegenehmigung des Verbandes extra für das Finale zwei Spieler nach (Luis Gaúcho“ Tofoni und Vieja Reinoso), während Newell’s dem eigenen Kader vertraute. Das Hinspiel, im Gigante de Arroyito von Rosario Central, gewannen die Männer von Bielsa, durch ein Elfmetertor von Eduardo Toto“ Berizzo. Im Rückspiel nur drei Tage später in La Bombonera hielt diese Führung im strömenden Regen auf katastrophalem Platz bis acht Minuten vor Spielende, ehe in der 82. Minute Boca-Neuzugang Reinoso per sattem Linksschuss zum Ausgleich in der Serie traf. Insgesamt hatte das Schauspiel auf dem Feld wenig mit Fußball zu tun, wie Newell’s Keeper Norberto “El Gringo“ Scoponi feststellte.

„Ich sah mir das Spiel danach noch zweimal an und fragte mich, was haben wir da eigentlich gespielt? Es sah wie Tennis aus, der Ball flog von der einen Seite auf die Andere, man grätschte, man kämpfte, man geriet aneinander. Gespielt wurde wenig.“ (Scoponi)

Das 1:0 war gleichzeitig auch der Endstand und so ging es ins Elfmeterschießen, in dem eben jener Scoponi zum Helden avancierte – und der davor dem Fitnesstrainer gestand noch nie in seinem Leben einen Elfmeter gehalten zu haben -, als er die Versuche von Graciani und Rodríguez parierte. Eduardo Berizzo erzählte im Nachgang, dass sie am Tag vor dem Spiel Elfmeter auf dem Sportgelände der Universität geübt hatten, und nicht etwa geheim, sondern vor 5.000 Studenten, und zwar ziemlich genauso wie sie sie im Finale schossen. Newell’s schaffte es somit als erster Verein Meister im Stadion von Boca zu werden, und qualifizierte sich gleichzeitig für die Copa Libertadores.

Copa Libertadores 1992

An der Copa Libertadores 1992 (18.2.–17.6.) nahmen 21 Mannschaften Teil, deren zwei aus jedem Land (ohne Zentralamerika) plus dem Titelverteidiger Colo-Colo aus Chile. Diese wurden in vier Gruppen à vier Mannschaften und eine mit fünf Teams eingeteilt. Dabei trafen in jeder Gruppe die Vertreter zweier Ländern aufeinander. Newell’s war in der Argentinien/Chile-Gruppe zusammen mit San Lorenzo, Universidad Católica, Coquimbo Unido und Titelverteidiger Colo-Colo (die eigentlich für das Achtelfinale gesetzt waren, aber aus finanziellen Gründen die Gruppenphase spielen wollten). Für die Mannschaft aus Rosario begann die Runde mit einer alptraumhaften 0:6 Heimklatsche gegen San Lorenzo, welche aber die einzige Niederlage bleiben sollte, sodass man sogar als Gruppenerster weiterkam. Im Achtelfinale setzte man sich gegen Defensor Sporting aus Uruguay mit 1:1 und 1:0 durch, ehe man im Viertelfinale wieder auf San Lorenzo traf. Im Hinspiel revanchierte sich die Bielsa-Elf für die derbe Niederlage aus der Gruppenphase, und gewann glatt mit 4:0. Nach einem 1:1 im Rückspiel stand man im Halbfinale.

Dort wartete der kolumbianische Verein América de Cali, und in beiden Duellen stand es nach Schlusspfiff jeweils 1:1, sodass der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden musste. Jenes sollte denkwürdig werden, denn erst der 26. Elfmeter brachte die Entscheidung. 11:10 n.E. hieß es am Ende für Newell’s, und in Cali avancierte abermals Keeper Scoponi zum Helden, der zwei Versuche parierte und selbst verwandelte.

La Lepra bot sich also vier Jahre nach der Niederlage gegen Nacional Montevideo wieder die Möglichkeit sich erstmals die kontinentale Krone aufzusetzen. Im Finale wartete der FC São Paulo angeführt von Raí, dem kleinen Bruder Sócrates. Das Hinspiel in Rosario gewann Newell‘s durch ein Elfmetertor von Berizzo mit 1:0, musste sich aber im Rückspiel vor 105.185 Zuschauern im Estadio Morumbí mit dem selben Ergebnis geschlagen geben; ebenfalls durch ein Elfmetertor von Raí aus der 82. Minute. Demnach musste erneut das Elfmeterschießen entscheiden, aber diesmal war das Glück nicht mehr auf der Seite von Newell’s, Berizzo, Mendoza und Gamboa versagten die Nerven, und São Paulo gewann mit 3:2 n.E. Trotz der großen Enttäuschung zeigte die Mannschaft im Nachgang großen Charakter, und tröstete sich mit dem Meistertitel.

Torneo Clausura 1992

Über das Torneo Apertura 1991 (10.9. – 22.12.), legt man am besten den Mantel des Schweigens, denn diese Saison beendeten die rojinegros auf dem drittletzten 18. Platz. Dagegen lief die Newell’s-Maschine im Torneo Clausura (21.2.-5.7.) wie geschmiert, das parallel zur Copa Libertadores lief, und man konnte schon am vorletzten Spieltag die Meisterschaft feiern (11S, 7U, 1N). Höhepunkte der Runde war der 1:0 Sieg im Derby gegen Central am 3. Spieltag, bei der bei Newell‘s neun Spieler aus der 2. Mannschaft in der Startelf standen, da man nur 27 Stunden später in Chile gegen Universidad Católica antreten musste. Zudem ging der 5:0 Auswärtssieg am 12. Spieltag bei River Plate in die Geschichtsbücher ein, da der Schiedsrichter Castrilli vier Spieler der Millonarios, inklusive Trainer Passarella des Feldes/Bank verwies. Es war der vierte Meistertitel in der Geschichte des Vereins, und endlich war man gleichauf mit Stadtrivale Central. Nur wenig später verkündete Marcelo Bielsa seinen Rücktritt, und im Jahr 2009 wurde das Stadion von Newell’s, der El Coloso del Parque zu seinen Ehren in Estadio Marcelo Bielsa umbenannt.

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Rosario Central: “La Palomita de Poy” – Das meistgefeierte Tor der Geschichte https://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/rosario-centrals-la-palomita-de-poy-562945 https://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/rosario-centrals-la-palomita-de-poy-562945#respond Tue, 19 Dec 2017 15:40:42 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=3111 Unter Palomita de Poy ist das entscheidende Tor von Aldo Pedro Poy in einem Derby zwischen Rosario Central und den Newell’s Old Boys bekannt. Das Spiel fand am 19. Dezember 1971 im Estadio Monumental in Buenos Aires statt und war...

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Unter Palomita de Poy ist das entscheidende Tor von Aldo Pedro Poy in einem Derby zwischen Rosario Central und den Newell’s Old Boys bekannt. Das Spiel fand am 19. Dezember 1971 im Estadio Monumental in Buenos Aires statt und war ein Halbfinale um die argentinische Meisterschaft.

Die beiden Lokalrivalen – mit den Spitznamen Canallas (Central – Gesindel) und Leprosos (Newell’s – Leprakranke) – trafen zum ersten Mal in einem Entscheidungsspiel der neugegründeten Liga aufeinander. Zu dieser Zeit bestand die 1. Liga aus zwei Gruppen à 14 Teams, wovon sich die beiden ersten aus jeder Gruppe für das Halbfinale qualifizierten.

In dem durchschnittlichen, aber umkämpften Spiel stand es zur Halbzeit 0:0, und es lief die 54. Minute, als der Central Außenverteidiger José González scharf von rechts nach innen flankte. Dort setzte sich Aldo Poy gegen den Newell’s Verteidiger De Rienzo durch, und erzielte per Flugkopfball (Palomita) ins rechte untere Ecke das 1:0 Siegtor. Mit diesem Sieg qualifizierte sich Central für das Finale, das drei Tage später stattfand, und holte sich den Meistertitel durch einen 2:1 Sieg gegen San Lorenzo. Jedoch feiert man heute nicht die Meisterschaft, sondern den Sieg im Clásico Rosarino und Poy’s Tor.

Teil 1 – Mythos

Weshalb sich genau dieses Tor für alle Fans von Central in einen Feiertag verwandelte, kann nicht zu 100% erklärt werden. Zu den Gründen gehören vermutlich, dass es das erste Halbfinale der neuen Liga war, dass man als Außenseiter in das Derby ging und dass es ein schönes Tor war. Zusätzlich trug dazu bei, dass Aldo Poy wegen seiner Vereinstreue sehr beliebt war. Einmal sollte er verkauft werden, doch um dem zu entgehen soll er sich eine Woche auf den Inseln des Río Paraná vor Rosario versteckt haben, bis das Angebot zurückgezogen wurde. Das Tor hat einen solchen Stellenwert bei den Fans der auriazules, dass jeder erzählen kann, wie und wo er das Tor miterlebt hat.

Das meistgefeierte Tor der Geschichte – Feiern und Anekdoten

(1) Das Tor wird jedes Jahr am 19. Dezember, dem Tag des Spiels, nachgestellt und bejubelt, als ob es gerade zum ersten Mal gefallen wäre. Teilweise übernimmt sogar Aldo Poy wieder selbst die Aufgabe. Und jedes Jahr hoffen die Fans – bisher erfolglos – dass das Guinness-Buch der Rekorde das Tor als „das meistgefeierte Tor der Geschichte aufnimmt“. Der Ort der offiziellen Feier wechselt jedes Jahr, und war auch schon im Ausland, u.a. in Chile, Uruguay oder Kuba. Bei der Zelebration in Kuba war es kein geringerer als Ernesto Guevara, der Sohn von Che Guevara – der großer Central Fan war und in Rosario geboren wurde – der mit Poy zusammen das Tor nachstellte.

(2) Die wahrscheinlich skurrilste Geschichte im Zusammenhang mit der Palomita ist, dass die Fanvereinigung Central’s (O.C.A.L.) den Blinddarm des Gegenspielers von Poy, De Rienzo, – der den Ball mit dem Bauch streifte, bevor dieser ins Tor ging – aufhebt. Denn zufälligerweise musste De Rienzo am Tag nach dem Finale der Blinddarm entnommen werden, und der Chirurg übergab ihn in einem Glas an die O.C.A.L.

(3) Bei der Feier 1997 wurde das Tor in einem Restaurant in Rosario gefeiert, bei der 1500 Fans anwesend waren, und jeder eine Maske mit dem Konterfei von Poy trug. Wer keine hatte, wurde nicht eingelassen.

(4) Angeblich gab es auch einen Biochemiker, der behauptete eine Blutprobe des Helden zu besitzen, die er sich am 19. Dezember spritzen wollte.

(5) Die Anekdoten sind zahlreich, und von unterschiedlicher Glaubwürdigkeit, doch stärken sie nur den Mythos. Um bei den Nachfeiern dabei zu sein, reisen die Fans teilweise tausende Kilometer für diese Absurdität an. Und wenn die Canallas es nicht mehr bis zum 19. Dezember aushalten, stellen sie das Tor an den unterschiedlichsten Orten einfach selber nach und jubeln ausgelassen.

Teil 2 – Fußballliteratur – 19 de diciembre de 1971 von Roberto Fontanarrosa

19 de diciembre 1971 ist eine fiktive Erzählung des bekannten argentinischen Humoristen, Autors und Central-Anhänger, Roberto Fontanarrosa, mit der noch heute in Rosario jedes Kind aufwächst. Die Erzählung ist um das reale Ereignis, dem 1:0 Sieg, aufgebaut, und handelt von einer Gruppe von Freunden, die alles versuchen damit das Spiel unter positiven Vorzeichen für Central angepfiffen wird. Dabei beschreibt er auf humoristische Art, welche wichtige Rolle der Fußball im Leben der Jugendlichen spielt und wie die Stimmung vor dem Spiel in der Stadt hochkocht. Es ist ein Spiel das man nicht verpassen darf, und für das man die „eigene Mutter oder Kennedy getötet hätte“, um dabei zu sein.

Die Newell’s Old Boys, die im weiteren Verlauf nur als Leprakranke bezeichnet werden, gingen damals favorisiert ins Spiel, und die Jungen haben riesige Angst vor der Niederlage und der anschließenden Schmach. Doch keiner will das Wort Niederlage aussprechen, „genauso wie man nicht das Wort Krebs in den Mund nimmt, sondern irgendetwas anderes schlechtes sagt“.

Rosario Central ist für die Freundesgruppe wie ein „krankes Familienmitglied, für das man alles macht, für das man sogar in die Kirche geht“. Damit auch ja nichts schief geht am Spieltag versuchen die abergläubischen Jungs alle Glücksbringer zu vereinen. So wählen sie unter anderem das Auto zur Fahrt aus, mit dem sie schon einmal zu einem siegreichen Auswärtsspiel bei Estudiantes de la Plata gefahren sind, und eine besondere Mütze wird mitgenommen, mit der man die letzten Spiele alle gewann. Zudem trägt einer von ihnen seine Uhr am linken Handgelenk statt am Rechten, da er in irgendeinem Spiel die Uhr bei Halbzeitrückstand gewechselt hatte, und man danach noch ein Unentschieden holte. Und sie führen eine 30-minütige Diskussion darüber, in welcher Formation sie im Block stehen müssen.

Doch dann erinnern sie sich noch an den Vater eines ehemaligen Freundes, „el Viejo Casale“ (der Alte Casale), der angeblich noch nie eine Niederlage von Central gegen Newell‘s im Stadion erlebt hat. Alle Niederlagen hatte er durch Zufall verpasst. Daher ist klar, dass der Mann als Talisman mitkommen muss. Aber zum Entsetzen aller will der Alte gar nicht mit, sich das Spiel nicht mal im Radio anhören. Außerdem hatte ihm sein Arzt, nach einem früheren Herzinfarkt, verboten ins Stadion zu gehen. Aus diesem Grund fassen die Freunde den Entschluss den Alten zu entführen und mit zum Spiel zu nehmen, „da sie die Verantwortung für tausende Leute tragen, die die Konsequenzen einer Niederlage gespürt hätten“, und „Ärzte, die Leute nur am Leben lassen wollen um mehr Geld zu verdienen“. Der Organisator der Entführung ist “el Colorado“, der aus der O.C.A.L. (dem „Ku-Klux-Clan von Central“) – dessen Motto es ist Newell’s mehr zu hassen als Central zu lieben – hinausgeworfen wurde, weil er zu fanatisch war. Schlussendlich gelingt die Aktion und alle befinden sich im Stadion …

Endfragment aus „19 de diciembre de 1971“ 

Diese Freude im Gesicht des Alten, diese ausgelassene Freude im Gesicht des Alten! Wenn ihn einer gesehen hätte, so wie ich ihn sah, wie er weinte vor Freude und dabei alle umarmte. Ich kann versichern, dass dieser Tag mit Abstand, mit großem Abstand der schönste Tag in seinem Leben war. Die Freude, die der Alte ausstrahlte war etwas Beeindruckendes. Und als wir sahen, wie er vom Blitz getroffen zu Boden sinken sah, und sofort tot war, dachten wir alle ein bisschen: “Was macht das schon, was will er mehr als so zu sterben! Das ist die Art wie jeder Canalla sterben will! Für was hätte er weiterleben wollen? Um noch zwei oder drei ärmliche Jahre weiterzuleben, unter den Umständen unter denen er lebte, in einer Wohnung kaum größer als einem Kleiderschrank, um von der Ehefrau und der ganzen Familie wie der letzte Dreck behandelt zu werden? Da ist es mehr Wert so zu sterben, Bruder! Er starb springend, glücklich, umarmte alle, an der frischen Luft, mit der Freude die Leprakranken ein für alle Mal besiegt zu haben! So müsste man sterben, dafür beneide ich ihn sogar, ich schwöre es dir Bruder, ich beneide ihn! Wenn man sich die Art zu sterben aussuchen könnte, würde ich diese wählen Bruder! Ich würde diese wählen …“

Vorgelesene Erzählung:

Der Text der Erzählung ist hier zu finden.

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12. Spieltag: Central gewinnt Clásico Rosarino – Boca siegt glanzlos https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/12-spieltag-central-gewinnt-952741 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/12-spieltag-central-gewinnt-952741#comments Tue, 12 Dec 2017 15:34:31 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=6980 Am Wochenende stand der 12. Spieltag und damit der letzte Spieltag der argentinischen Superliga in diesem Jahr an. Dabei setzte sich Rosario Central im Clásico Rosarino gegen Newell’s mit 1:0 durch. Die Boca Juniors feierten einen schmucklosen 1:0-Sieg bei Estudiantes...

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Am Wochenende stand der 12. Spieltag und damit der letzte Spieltag der argentinischen Superliga in diesem Jahr an. Dabei setzte sich Rosario Central im Clásico Rosarino gegen Newell’s mit 1:0 durch. Die Boca Juniors feierten einen schmucklosen 1:0-Sieg bei Estudiantes und bauten so die Führung auf das spielfreie San Lorenzo auf drei Punkte aus.

Belgrano – Huracan 1:0 (0:0) – Belgranos Höheflug hält an

Belgranos derzeitiger Höheflug unter dem neuen Trainer Pablo Lavallén sollte sich auch gegen Huracan fortführen, nachdem Matías Suárez ‘el Pirata’ einen späten Sieg bescherte.

Bis zum späten Treffer ließ Belgrano Zielwasser vermissen, nachdem Suárez, Joel Amroso und Leonardo Sequeira ihre Chancen nicht in Tore ummünzen konnten. Huracan musste die letzten 20 Minuten in Unterzahl agieren, da sich Fernando Coniglio zu einem Ellbogenschlag hinreißen ließ.

Für die große Erlösung sorgte Suárez kurz vor Schluss, der von einem langen Einwurf profitierte und den Ball per Volleyschuss in die Maschen versenkte.

Arsenal Sarandi – Independiente 1:2 (0:1) – Zweiter Anzug von Independiente reicht zum Sieg

Obwohl Independiente Trainer Ariel Holan aufgrund des anstehenens Copa Sudamericana Finals nahezu die komplette Stammelf schonen ließ, fuhr man gegen das stark abstiegsbedrohte Arsenal Sarandi drei Punkte ein, dessen Trainer Humberto Grondona nach der Partie seinen Rücktritt erklärte.

Leandro Fernández nahm sich in der 17. Minute ein Herz und traf zur Führung für die Gäste, die in der Folge nicht aufsteckten, aber im zweiten Durchgang den Ausgleich hinnehmen mussten, als Lucas Wilchez aus einer Abseitssituation Torhüter Damián Albil überwältigte.

Debütant Ezequiel Denis gelang in der Nachspielzeit noch der Lucky-Punch für Independiente, die damit auf den fünften Platz vorrücken und sich damit für den Titelkampf in eine aussichtsreiche Position bringen.

Rosario Central – Newell’s Old Boys 1:0 (1:0) – Herrera sorgt für den Derbysieg

Das Spiel des Wochenendes fand in Rosario statt, wo Central im Clásico Rosarino auf Newell’s traf. Obwohl es bei beiden Klubs diese Saison eher bescheiden läuft, tat dies der Brisanz natürlich keinen Abbruch.

Germán Herrera brachte Rosario früh in Führung (2.), als alle eigentlich noch in Gedanken bei der beeindruckenden Choreo und dem begeisterten Empfang der Heimfans waren. Newell’s biss sich danach an der seit dem Trainerwechsel von Montero zu Fernández wieder sattelfesten Central-Abwehr die Zähne aus. Somit blieb es beim Derby- und dritten Sieg in Folge für “El Canalla”.

Der Druck für “La Lepra”-Trainer Juan Manuel Llop steigt immer mehr.

Colon – Talleres 0:2 (0:1) – Nächster Rückschlag für Colon

Colón musste daheim die zweite Niederlage in Folge einstecken.

Der spielstarke Emmanuel Reynoso setzte das erste Ausrufezeichen, aber sein Schuss sollte nur die Querlatte treffen. In der Folge agierte Talleres zielstrebiger und ging durch Junior Arias in Front, der von einen harten Hereingabe profitierte.

Ein schwerwiegender Ballverlust von Diego Morales, der von Sebastian Palacios eiskalt bestraft wurde, sollte den Spielstand noch komfortabler ausfallen lassen.

Racing – Gimnasia La Plata 3:1 (1:1) – Lisandro López dreht auf

In Avellaneda durfte Racing gegen Gimnasia einen Sieg bejubeln, nachdem Kapitän Lisandro López einen Doppelpack erzeilte.

Brahian Alemans Freistoß eröffnete mit einem Freistoß das Torkonto, ehe Lisandro López kurz vor der Halbzeit zum Ausgleich einschieben konnte. Lautaro Martínez, der laut diversen Berichten kurz vor einem Wechsel zu Atletico steht, bediente nach der Pause erneut besagten López, der einen Kopfball zur Führung einnetzte. In der Nachspielzeit markierte Martínez mit einem Elfmeter den Endstand.

Estudiantes – Boca Juniors 0:1 (0:0) – Barrios sichert die “Herbstmeisterschaft”

Die Boca Juniors werden das Jahr als Tabellenführer abschließen. Keine überzeugende Vorstellung, aber ein hart erarbeiteter Sieg bedeutete der Auswärtssieg in Quilmes.

Dabei hatten die Gäste vor allem in der ersten Hälfte Glück nicht in Rückstand zu geraten, als die “Heimelf” zweimal das Gebälk traf. In der zweiten Halbzeit zeigte sich der Meister aber stark formverbessert und ging durch Wilmar Barrios – eigentlich nicht als Torschütze vom Dienst bekannt – per Volley in Führung. Estudiantes kam nicht mehr zum Ausgleich, somit bleiben die Boca Juniors drei Punkte vor San Lorenzo.

Man darf gespannt wie Boca auf die langfristigen Verletzungen von Fernando Gago und Dario Benedetto im Anbetracht der Doppelbelastung Superliga und Copa Libertadores reagieren wird. Sicher ist zumindest, dass der ausgeliehene Ramon Abila im Januar zurückkehren und versuchen wird Talent Guido Vadalá den Platz im Sturmzentrum streitig zu machen.

San Martín – Defensa y Justicia 1:0 (1:0) – San Martín beendet die Siegesserie von Defensa y Justicia

Die Siegesserie von Defensa y Justicia gerissen. San Martín fügte den Gästen nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage zu und beendet das Jahr auf einem starken achten Platz.

Die Kaltschnäuzigkeit zeichnete Defensa y Justicia die letzten Wochen aus, in San Martín kam ihnen diese abhanden. So war es Facundo Barceló, der in der ersten Hälfte für den goldenen Treffer sorgte.

Man wird aber auch bei Defensa y Justicia über den zehnten Platz mehr als zufrieden sein.

Chacarita Juniors – Lanús 3:0 (2:0) – Lanús weiter von der Rolle

Die Niederlage im Finale der Copa Libertadores scheint immer noch in den Köpfen der Lanús-Spieler herumzuspuken. Bei den Chacarita Juniors setzte es eine herbe 3:0-Pleite.

Kein guter Start für Neutrainer Kelly Carboni (Nachfolger von Jorge Almirón), der bei den Chacarita Juniors mit seinem Team durch Rodríguez und Rosso früh in Rückstand geriet. Ross machte kurz nach der Halbzeit mit seinem zweiten Tor den Deckel drauf.

Dies bedeutete den zweiten Sieg für den Aufsteiger, während Carboni nun sechs Wochen Zeit hat um Lanús wieder in die Spur zu bringen.

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10. Spieltag: San Lorenzo und Unión rücken Boca auf die Pelle https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/10-spieltag-san-lorenzo-pelle-484982 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/10-spieltag-san-lorenzo-pelle-484982#respond Wed, 29 Nov 2017 00:09:44 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=6763 Am Wochenende stand in Argentinien der 10. Spieltag auf dem Programm. Dabei setzte es für die Boca Juniors die zweite Niederlage in Folge. Die Verfolger San Lorenzo und Unión sind nur noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter. River Plate steckt...

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Am Wochenende stand in Argentinien der 10. Spieltag auf dem Programm. Dabei setzte es für die Boca Juniors die zweite Niederlage in Folge. Die Verfolger San Lorenzo und Unión sind nur noch drei Punkte hinter dem Spitzenreiter. River Plate steckt weiter tief in der Krise.

Chacarita – Huracán 0:2 (0:1) – Huracán verkürzt auf Boca

Obwohl man in der Durchschnittstabelle derzeit noch in Abstiegsgefahr schwebt, rangiert Huracán in der aktuellen Spielzeit auf Platz zwei, und steigt mit einem souveränen Sieg beim Aufsteiger aus Chacarita zum ärgsten Verfolger der Boca Juniors auf.

In Abwesenheit des verletzten Ramón Ábila erzielte Norberto Briasco in der 13. Minute die Führung. Auch im weiteren Spielverlauf wurde man seiner Favoritenrolle gerecht, ehe Mauro Bogados Elfmeter endgültig den Deckel auf die Partie draufsetzte.

Colón Santa Fe – Tigre 3:1 (0:1) – Colón’s Hochform hält an

Colon bleibt weiterhin ungeschlagen, nachdem man durch Tore von Pablo Ledesma, Diego Vera und Christian Bernardi einen frühen Rückstand drehen konnte. Im Anschluss der Partie erklärte Tigre Trainer Caruso Lombardi seinen Rücktritt zum Ende des Jahres.

Patronato – Unión Santa Fe 2:3 (1:2) – Soldano leitet Sieg

Unión durfte nach der Niederlage unter der Woche bei River wieder zum Jubeln ansetzen, nachem man sich bei Patronato durchsetzte.

Dabei begann die Partie denkbar unglücklich, geriet man doch durch Sebastian Ribas’ Kopfball früh in Rückstand. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Diego Zabalas Geschoss sollte den schnellen Ausgleich bedeuten. Franco Soldano köpfte sogar noch zur Führung ein. Nach der Pause folgte der etwas glückliche Zwischenstand, nachdem erneut Ribas nach einer Ecke einen Doppelpack schnürte. In den letzten Minuten bekam Unión noch einen Elfmeter zugesprochen, den Lucas Gamba verwandelte.

San Lorenzo – Argentinos Juniors 1:0 (1:0) – Blandi sichert glücklichen Sieg

Einen hart erarbeiteten, aber dafür umso wichtigeren 1:0-Sieg hat San Lorenzo gegen Aufsteiger Argentinos Juniors einfahren können, die zum dritten Mal in Folge mit dem gleichen Resultat verloren und somit fest im Abstiegsstrudel feststecken.

Im El Nuevo Gasómetro waren die Gäste aber durchaus auf Augenhöhe und hätten einen Punkt verdient gehabt. Blandi brachte San Lorenzo bereits nach zehn Minuten in Führung. Danach hatten die Juniors mehrere Chancen auf den Ausgleich, die dickste durch Braian Romero, der einen Elfmeter in der zweiten Halbzeit über das Gehäuse schoss.

San Lorenzo bleibt damit auf Platz zwei und ärgster Boca Juniors Verfolger.

Racing – Independiente 0:1 (0:1) – Der zweite Anzug sitzt bei Independiente

Ein ungünstigeren Zeitpunkt für den Clásico de Avellaneda hätte es für Ariel Holan und Independiente kaum geben können – zwischen Hin-und Rückspiel des Copa Sudamericana Halbfinales gegen Libertad. Letzte Woche verlor man das Hinspiel in Paraguay mit 1:0. Daher schonte Holan sieben Stammspieler, machte aber letztendlich alles richtig. Denn auch der zweite Anzug reichte, um den Rivalen mit 1:0 in die Schranken zu verweisen.

Racing konnte dagegen ausgeruht und mit einer großen Portion Selbstvertrauen in die Partie gehen – hatte man in der Vorwoche doch den Boca Juniors in La Bombonera die erste Saisonniederlage zufügen können. Beinahe wäre man auch in Führung gegangen, doch dem vermeintlichen Führungstreffer durch Diego González wurde wegen einer knappen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. So war es Leandro Fernández, der Sergio Vittor den Ball klaute, davonzog und Juan Musso im Racing-Tor mit einem strammen Linksschuss ins lange Eck keine Chance ließ (29.). Die Freude sollte aber bald getrübt werden, denn der junge “El Rojo”-Verteidiger Rodrigo Moreira sah in der 33. Minute nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte. Durch die numerische Überlegenheit dominierte Racing nun das Spiel, tat sich aber weiterhin schwer zu Chancen zu kommen.

Dies sollte sich aber in der zweiten Halbzeit ändern, als man dem Ausgleich sehr nahe kam. Am nächsten durch den im BVB-Fokus stehenden Lautaro Martínez, der jedoch am Innenpfosten scheiterte. Trotz der Verletzung von Independientes zweiten Torwart Gonzalo Rehak gelang Racing kein Tor mehr. Somit feierte Independiente den Derby-Sieg und geht mit Zuversicht in das Rückspiel gegen Libertad am Dienstag, während man bei “La Academia” nach dem Sieg bei Boca wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet ist.

Estudiantes – Tucumán 1:0 (0:0) – Cejas sichert späten Sieg

Estudiantes kam gegen Tucumán zu einem späten Sieg. Die Gäste hatten davor keines der letzten fünf Spiele verloren, zeigten aber gegen das Team aus La Plata eine schwache Vorstellung. Youngster Juan Cejas sorgte kurz vor Schluss für den verdienten Siegtreffer.

River Plate – Newell’s 1:3 (0:0) – Sarmiento schockt River

Schwere Zeiten Rücken rücken auf River und Marcelo Gallardo zu, die derzeit ein Negativerlebnis nach dem anderen erleben und gegen Newell’s einen weiten Tiefschlag erlitten.

Obwohl die erste halbe Stunde recht unspektakulär verlief, sollte vor allem Newell’s zum Ende des ersten Durchgangs zu Großchancen kommen, die allerdings von Brian Sarmiento nicht genutzt werden konnten. Nach der Pause zeigten sich die ‘Millonarios’ leicht verbessert und durften durch eine Einzelaktion von Gonzalo Martínez, die Führung bejubeln. Wie so oft in dieser Saison agierte man jedoch defensiv sehr unsicher, sodass Luis Leal und Brian Sarmiento das Spiel drehten.

Rosario Central – Boca Juniors 1:0 (1:0) – Zweite Niederlage in Folge für Boca

Vor zwei Wochen war die Weste der Boca Juniors noch blütenrein und die Titelverteidigung erschien nur noch Formsache. Bei Rosario Central setzte es aber die zweite Niederlage in Folge, wodurch der einst so komfortable Neun-Punkte-Vorsprung auf nur noch drei Punkte zusammen geschmolzen ist.

Dabei hatten Los Canallas zuvor nur eine von neun Partien gewinnen können – und das letztes Wochenende. Unter Interimstrainer Leonardo Fernández macht das Team aus Rosario nun enorme Fortschritte und zeigt sich stark verbessert. Nur drei Minuten waren gespielt, als Marco Ruben die Heimelf mit einem Kopfball nach einer Ecke in Führung brachte. Boca, das Torjäger Benedetto und dessen nominellen Ersatz Walter Bou schmerzlich vermisste, schaffte es kaum Chancen zu kreieren. Durch Paolo Goltz’ dummen Platzverweis, der sich innerhalb von zwei Minuten zwei gelbe Karten abholte (38.), wurde es noch schwieriger.

In der zweiten Hälfte kam Central dem zweiten Tor sehr nahe, Boca versprühte kaum Gefahr, hätte aber trotzdem durch Edwin Cardona ausgleichen können. Am Ende stand die zweite Niederlage in Folge für die Boca Juniors, die nun San Lorenzo und Unión im Nacken haben.

Arsenal de Sarandi – Talleres 0:1 (0:1) – Talleres bleibt oben dran

Für Arsenal schaut es immer düsterer aus. Auch gegen Talleres setzte es eine Niederlage, wodurch man in der Durchschnittstabelle weiter stark abstiegsgefährdet ist. In den Anfangsminuten war Nicolás Giménez mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich, der für die Mannschaft zum Sieg reichen sollte. Talleres steht damit auf Platz 6 mit Tuchfühlung zu den Copa Libertadores Plätzen.

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Javier Pinola: Schabrackentapir und Robin Hood https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/javier-pinola-river-plate-387363 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/javier-pinola-river-plate-387363#respond Tue, 31 Oct 2017 17:12:40 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=6443 Die Rückspiele im Halbfinale der Copa Libertadores stehen heute Nacht an, und mit Javier Pinola befindet sich noch ein alter Bekannter aus der Bundesliga im Kampf um die Krone des südamerikanischen Vereinsfußballs. In Nürnberg einst für zu alt befunden, erlebt der...

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Die Rückspiele im Halbfinale der Copa Libertadores stehen heute Nacht an, und mit Javier Pinola befindet sich noch ein alter Bekannter aus der Bundesliga im Kampf um die Krone des südamerikanischen Vereinsfußballs. In Nürnberg einst für zu alt befunden, erlebt der 34-jährige in seiner Heimat einen goldenen Karriereherbst.

Heute Abend spielt der ehemalige Nürnberger Pokalheld mit River Plate im Rücksiel gegen CA Lanús; das Hinspiel gewann River Plate mit 1:0. Und selbst so mancher Clubberer wird stutzen und fragen: „Unser Pinola?“ Nur um sich anschließend für ihn zu freuen und zu erwidern: „Der hat alles richtiggemacht, dass er nicht bei uns geblieben ist.“ Der Glatzkopf der zehn Jahre und über 400 Spiele das rot-schwarze Dress mit für Franken ungewohnt viel Emotionen trug, und dem Verein in guten wie in schlechten Zeiten treu war, erfreut sich im Frankenland nach wie vor großer Beliebtheit. Mittlerweile trägt ein Block im Max-Morlock-Stadion seinen Namen, und im städtischen Tiergarten wurde ein Schabrackentapir nach ihm benannt.

Nach Nürnberg kam der damals noch mit viel Haar gesegnete Pinola zur Saison 2005/06 auf Leihbasis von Atlético Madrid. Bei den Colchoneros hatte er sich zuvor nicht durchsetzen können, und war in die Heimat an Racing Club zurückverliehen worden, was ihm immerhin die Ehre einbrachte mit Diego “Cholo” Simeone in derselben Mannschaft zu spielen. Bei seinem zweiten Versuch in Europa Fuß zu fassen stand der junge Verteidiger daher bereits unter dem Druck den Durchbruch schaffen zu müssen. Voller Tatendrang musste er sich aber zunächst einen katastrophalen Saisonstart mit sieben sieglosen Spielen überwiegend von der Bank aus anschauen.

Doch nach der Entlassung von Wolfgang Wolf, und der darauffolgenden Verpflichtung von Hans Meyer wendete sich sowohl für den Argentinier, als auch für den Ruhmreichen alles zum Guten. Der Klassenerhalt wurde dank einer begeisternden Rückrunde vorzeitig unter Dach und Fach gebracht, und unter der Regie der bis dahin nur ostdeutschen Trainerlegende sollte noch Größeres vollbracht werden. Die Saison 2006/07 beendete der 1. FCN auf dem 5. Tabellenplatz und gewann 39 Jahre nach dem letzten Titel den DFB-Pokal durch ein 3:2 n.V. im Finale gegen den amtierenden Meister VfB Stuttgart. Dank seiner starken Leistungen fand sich Pinola sogar in der Kicker-Rangliste “Außenbahn defensiv” auf dem ersten Platz wieder. Zur Belohnung wurde er zum ersten Mal für die argentinische A-Nationalmannschaft berufen. Mit der U20 der Albiceleste hatte er 2003 schon die Copa América gewonnen. Auf die Frage eines Journalisten wie man denn das Finale gegen Paraguay gewonnen hatte, antwortete er typisch argentinisch und in bester Oliver Kahn-Manier: „Mit viel Eiern“ (Con mucho huevo).

„Gegen Pinola ist Robin Hood ein Dreck“                                       

Unter Hans Meyer war der Linksfuß gesetzt, und mit seiner leidenschaftlichen Spielweise gepaart mit großem Kampfgeist gewann er etwas, was nicht vielen gelingt: Einen Platz im Herzen der Club-Fans. Manchmal zeigte er von beidem aber zu viel des Guten, sodass er vor sich selbst geschützt werden musste. Die mittlerweile gesamtdeutsche Trainerlegende Meyer sah sich im Spiel gegen den FC Bayern gezwungen den argentinischen Heißsporn nach 20 Minuten auszuwechseln, da dieser sich eine Privatfehde mit Hasan Salihamidzic lieferte, und kurz davor war mit gelb-rot vom Platz zu fliegen. Es war auch nach diesem Spiel als Hans Meyer das Zitat von sich gab, dass gegen Pinola „Robin Hood ein Dreck“ sei, gemessen an seinem übertriebenen Gerechtigkeitssinn, den man auf dem Fußballplatz jedoch nicht gebrauchen könne, da er unter anderem beinhaltete dauernd mit dem Schiedsrichter zu diskutieren, und Freistöße für den Gegner zu provozieren. Da Pinola Meyer nach der frühen Auswechslung erzürnt sein Trikot vor die Füße warf, machte ihm dieser unmissverständlich klar, dass er solche Aktionen nicht dulden würde. Die unrühmlichste Aktion seiner Karriere leistete er sich ebenfalls in einem Spiel gegen den Rekordmeister, als er Bastian Schweinsteiger anspuckte, und im Nachhinein für vier Spiele gesperrt wurde.

In der darauffolgenden Saison sollte Pinola den wahren Club kennenlernen, bzw. lernen, dass der Spruch „Der Club is a Depp“ nicht von irgendwo herkommt. Mit fast unverändertem Kader stieg der FCN als amtierender Pokalsieger in die 2. Liga ab, und bekleckerte sich auch bei der Entlassung von Hans Meyer wahrlich nicht mit Ruhm. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielern ging der Mann aus Olivos, an dem unter anderem Bayer 04 Leverkusen interessiert war, mit in die 2. Bundesliga, da er sich dem Verein gegenüber moralisch verpflichtet fühlte. Gleichzeitig initiierten die Fans die Kampagne pinolamussbleiben.de, die beinhaltete, dass jeder Fan einen Euro bezahlte, um den Vertrag des Gauchos weiterzubezahlen. 60.000€ kamen auf diese Weise zusammen, die der edle Gaucho jedoch spendete. Am Ende der Saison stand der souveräne Wiederaufstieg fest, nach dem es zu Beginn der Saison nicht unbedingt aussah.

„Ich dachte nie, dass ich so viel Zeit in Deutschland verbringen würde, aber manchmal findet einer seinen Ort auf der Welt, und ist dort glücklich.“

Es folgten anschließend vier Saisons in der Bundesliga in denen es meistens um dem Klassenerhalt ging, bevor 2014 erneut der Gang in die 2. Liga feststand. Unter Gertjan Verbeek war der 1,82 m-Mann in der Zwischenzeit zum Innenverteidiger umgeschult worden, was seine neue Hauptposition werden sollte. Pinola ging wieder den bitteren Schritt mit ins Unterhaus, wobei diesmal nicht der direkte Wiederaufstieg gelang. Und unter Neu-Trainer René Weiler folgte nach zehn Jahren das Aus beim Verein in der Stadt seines Herzens, über die er sagte „Argentinien ist meine Heimat, aber Nürnberg ist für mich genauso wichtig wie mein Land.“ Dass sich der Club bei der Kommunikation seiner Nicht-Vertragsverlängerung sich eben wie der Club verhalten hat, ist die eine Seite der Medaille. Doch auf der anderen Seite war sich selbst die rot-schwarze Anhängerschaft nicht sicher, ob es bei dem Argentinier noch einmal für höchste Ansprüche reichen sollte. Übrigens dachte man genauso über Neu-Nationalspieler Marvin Plattenhardt, der nie an Pinola vorbeikam. Genau wie der Hertha-Spieler, sollte Pinola alle Skeptiker Lügen strafen.

Der Publikumsliebling wechselte in die Heimat zu Rosario Central, was sich für beide Seiten als Glücksgriff erwies. Bei den Canallas (dt. Gesindel) fand er zu alter Stärke zurück, und wurde auf Anhieb zu einem der besten Innenverteidiger der Liga. Mit Central zog er in den folgenden Saisons zweimal in das argentinische Pokalfinale ein, wobei man zweimal nach katastrophalen Schiedsrichterentscheidungen gegen Boca Juniors den Kürzeren zog. Trotzdem wurde er nach neun Jahren von Tata Martino wieder für die Nationalmannschaft nominiert, und stand beim 2:0 Sieg gegen Bolivien auf dem Platz. Weitere Einsätze hätten Folgen sollen, doch in einem Spiel in der Copa Sudamericana (Vergleichbar mit der Europa-League) gegen Medellín brach er sich das Schienbein, und fiel für acht Monate aus. Sein Comeback feierte er mit einem Sieg im Lokalderby gegen Newells, und nur wenige Wochen später zeigte er beim 0:0 Unentschieden auswärts bei River Plate eine herausragende Leistung. Dieses Spiel schien die Verantwortlichen von River Plate wohl derart beeindruckt zu haben, dass sie bereit waren die festgeschriebene Ablöse von 1,35 Mio. € für den 34-jährigen Pinola auf den Tisch zu legen.

Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung

Der Transfer sorgte leider für unschöne Begleiterscheinungen, da man bei Central fest mit seiner Vertragsverlängerung gerechnet hatte. Präsident Raúl Broglio war so wütend, dass er im Radio forderte, den Präsidenten von River Plate auf einem öffentlichen Platz zu verbrennen. Vermutlich sprach der Frust aus Broglio, denn Pinola war nicht der erste Central-Spieler der zum Hauptstadtklub wechselte. Zudem beschädigten Chaoten die Fassade der deutschen Goethe-Schule in Rosario, die Pinolas Kinder besuchten. Dabei wurde die Fassade in Brand gesetzt und “Pinola Verräter” an die Wand gesprayt. Nach diesem Vorfall zog die Familie sofort nach Buenos Aires.

Bei seinem neuen Verein, dessen Fan er von Kindesbeinen an ist, und bei dem sein Großvater in der Jugend spielte, ist “el pelado” (dt. Glatzkopf) gut angekommen, ist unumstrittener Stammspieler und Führungsfigur. Dem inzwischen ruhigeren Musterprofi, der vor jeder Trainingseinheit eine Stunde in den Kraftraum geht und auf seine Ernährung achtet, würde zumindest ganz Nürnberg den Sieg in der Copa Libertadores wünschen. In die Halbfinalduelle gegen Lanús geht River Plate auf jeden Fall als Favorit.

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6. Spieltag: Boca baut Vorsprung aus – River Plate patzt erneut https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/6-spieltag-pavon-boca-783981 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/6-spieltag-pavon-boca-783981#respond Mon, 16 Oct 2017 20:01:08 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=6297 Nach der Länderspielpause ging die Superliga in Argentinien mit dem sechsten Spieltag weiter. Die Boca Juniors gewannen dank Pavón und Benedetto auch ihr sechstes Spiel und haben nun schon sechs Punkte Vorsprung auf die Verfolger River Plate, San Lorenzo, Colón...

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Nach der Länderspielpause ging die Superliga in Argentinien mit dem sechsten Spieltag weiter. Die Boca Juniors gewannen dank Pavón und Benedetto auch ihr sechstes Spiel und haben nun schon sechs Punkte Vorsprung auf die Verfolger River Plate, San Lorenzo, Colón und Lanús. Los Millonarios gaben dabei eine 2:0-Führung gegen Atlético Tucuman aus der Hand.

Lanús – Unión 0:1 (2:1) – Sand dreht die Partie

Für beide Mannschaften hieß es den guten Lauf fortzusetzen, es waren auch die bis dahin noch ungeschlagenen Gäste, die den besseren Start erwischten. So erzielte Jonathan Bottinelli per Kopf nach einem Freistoß die Führung. Im zweiten Durchgang sollte sich die Dinge aber zu Gunsten von Lanús drehen. Wieder einmal war es der routinierte Knipser Pepe Sand, der zweimal eiskalt aus nächster Nähe abschloss.

Für Sand stehen nun schon fünf Saisontore zu Buche.

San Lorenzo – Defensa y Justicia 3:1 (1:0) – Belluschi mit drei Vorlagen

Interimsmanager Claudio Biaggio macht seine Sache weiterhin nicht schlecht und San Lorenzo ist nach sechs Spieltagen immer noch ungeschlagen.

Ezequiel Cerutti, auf dem nach der Knieverletzung von Bautista Merlini noch mehr Verantwortung liegen wird, brachte San Lorenzo nach starker Vorarbeit von Fernando Belluschi in der 18. Minute in Front.

Scheiterte er vor der Halbzeit noch an der Querlatte, machte es Nicolás Blandi kurz nach Anpfiff besser und traf wiederum nach Vorlage von Belluschi zum 2:0. Der 25-jährige Cerutti machte dann in der 66. Minute alles klar, Vorlage kam – von wem auch sonst – wieder von Belluschi. Nicolás Fernández konnte für schwache Gäste nur noch den Ehrentreffer erzielen. Ein verdienter Sieg für Los Cuervos.

Colón – Temperley 2:0 (1:0) – Colón erledigt Pflichtaufgabe

Daheim gegen das abstiegsbedrohte Temperley fuhr Colón plangerecht den dritten Sieg in der laufenden Spielzeit ein.

Dabei trugen sich Nicolas Estigarribia und Nicolás Leguizamón in die Torschützenliste ein. Desweiteren verhielt sich die Defensive rund um Germán Conti gewohnt kompakt und blieb wieder einmal ohne Gegentor. Damit stellt man die beste Abwehr der Liga und rückt sogar bis auf Platz 4 vor.

Rosario Central – Argentinos Juniors 1:3 (0:1) – Rosario weiter in der Krise

Dritter Sieg in Serie für den Aufsteiger Argentinos Juniors, während Rosario die dritte Niederlage in Folge einstecken musste. Trainer Paolo Montero ist mehr als angezählt. Eine Niederlage in Viertelfinale der Copa Argentina gegen Godoy Cruz würde wohl sein aus bedeuten.

In der 30. Minute brachte Braian Romero die Gäste in Führung, während Central eigentlich überlegen war und gute Chancen hatte. Doch das zweite Tor machten wiederum die Juniors in Person von Romero (82.). González machte sogar das 3:0 ehe Zampedri in der Nachspielzeit den Ehrentreffer erzielte.

Estudiantes – Banfield 1:1 (0:1) – Lugüercio sichert Punkt für Estudiantes

Estudiantes sicherte sich gegen Banfield in den Schlussminuten noch einen verdienten Punkt, nachdem man durch Pablo Mouche früh in Rückstand geriet. Das sollte den Offensivbemühungen der Platenser jedoch keinen Abbruch tun, sodass Pablo Lugüercios wuchtiger Kopball für den Ausgleich sorgte.

Vélez Sarsfield – Newell’s 1:0 (1:0) – Vargas mit dem goldenen Treffer

Nach zuletzt zwei Niederlagen konnte das so stark in die Saison gestartete Vélez wieder einen Sieg einfahren.

Wieder einmal waren die Youngsters Vargas und Romero maßgeblich am Sieg beteiligt. So war es Matias Vargas der nach Zusammenspiel mit Maxi Romero das 1:0 erzielte (33.). Von Newell’s kam wenig bis gar nichts, so dass die Heimelf sogar dem 2:0 näher war als die Gäste dem Ausgleich.

Racing – Tigre 1:0 (0:0) – Racing mit Glück

Nach drei torlosen Partien hieß es für Racing gegen Tigre wieder zu punkten. Das gelang auch für die Academia, jedoch fällt das Resultat angesichts des einseitigen Spielverlaufs etwas schmeichelhaft aus.

Es waren nämlich die Gäste, die den Ton angaben und mehrere Großchancen leichtfertig vergaben. So kam es wie so oft im Fussball: Neuzugang Andres Ibargüen taucht in der 75. Minute frei vor dem Tor auf und stibitzt den Ball zwischen die Beine von Federico Crivelli.

Chacarita Juniors – Independiente 1:2 (1:1) – Bustos und Barco drehen das Spiel

Nach einem Horrorstart drehte Independiente das Spiel beim Aufsteiger Chacarita Juniors noch und gewann mit 2:1.

Nach nicht einmal 40 Sekunden brachte Juan Imbert die Heimelf gegen eine sich noch im Tiefschlaf befindliche Independiente-Abwehr in Führung. Doch Independientes Talente Fabricio Bustos und Ezequiel Barco drehten die Partie für El Rojo (10. + 55.).

Chacarita wartet immer noch auf den ersten Sieg, während Independiente den Anschluss an das obere Tabellendrittel hergestellt hat.

Belgrano – Talleres 0:0 – Rassiges 0:0 im Clásico Cordobés

Im Clásico Cordobés ging es diesmal friedlich zu auf den Tribünen – letztes Jahr hatte es einen hässlichen Zwischenfall mit Todesfolge gegeben.

Die Zuschauer sahen eine ansehnliche Partie, bei der beide Teams Chancen auf den Siegtreffer hatten. “La T” war dem ganzen näher und hätte durchaus einen Handelfmeter bekommen können und scheiterte zudem in Person von Mauro Ortíz an der Querlatte.

River Plate – Atlético Tucuman 2:2 (0:0) – River gibt Sieg aus der Hand

River Plate Trainer Marcelo Gallardo ließ im Hinblick auf das anstehende Copa Argentina Viertelfinale einige Leistungsträger außen vor.

Angeführt von einem spielfreudigen Nicolas de la Cruz, gelang den Millonarios durch Milton Casco und Santos Borré der Doppelschlag kurz nach dem Tee. Die Führung sollte allerdings nicht lange währen und mit der Herausnahme von de la Cruz bekamen die ‘Tucumanos’ zusehends die Oberhand. Zwei individuelle Fehler von den Millonarios führten letztendlich zum verdienten Ausgleich.

Patronato – Boca Juniors 0:2 (0:0) – Übliche Verdächtige treffen für Boca

Ohne den am Kreuzband operierten Fernando Gago mussten die Mannen von Guillermo Barros Schelotto bei Patronato antreten und hatten Glück, dass Gagos Vertreter Nández nach einem harten einsteigen nur gelb statt einer berechtigten roten Karte sah.

In der zweiten Halbzeit waren es mal wieder die üblichen Verdächtigen, die Boca zum Sieg führten: Pavón erzielte das 1:0 (50.), während Goalgetter Benedetto nach Fabras Flanke das 2:0 zehn Minuten vor Schluss erzielte.

Sechstes Spiel, sechster Sieg, sechs Punkte Vorsprung. Im Moment schreiten die Boca Juniors in Siebenmeilenstiefeln gen Titelverteidigung voran.

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