Liga Águila
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Liga Águila – Stand nach dem 5. Spieltag

Nachdem Atlético Nacional vor knapp zwei Monaten die Hinserie der Liga Águila für sich entscheiden konnte, befindet man sich der in der Clausura nun schon am 5. Spieltag. Während beim Meister durch verschiedene Abgänge ein großer Umbruch stattfand, sowohl Trainer Reinaldo Rueda, als auch Leistungsträger, wie Mateus Uribe und Andrés Ibargüen verließen den Verein, rüstete Atlético Junior aus Barranquilla ordentlich auf. Mit Teófilo Gutiérrez und Yimmi Chará investierte man knapp sechs Millionen Euro in Offensivspieler, die das enttäuschende Junior der letzten Saisons vergessen machen sollen.

Independiente Santa Fe mit weißer Weste, Atlético Junior lauert

Mit einer Maximalausbeute von 15 Punkten steht derzeit Santa Fe aus Bogotá an der Tabellenspitze, und ebenfalls im Viertelfinale des Pokals. Und dies, obwohl man kurz vor Saisonbeginn noch zwei hochkarätige Abgänge von Spielmacher Jonathan Gómez und Außenstürmer Johan Arango verkraften musste. Wilson Morelo, der aus Mexiko kam, konnte mit bereits vier Treffern zeigen, dass er in der Lage ist eines der neuen Gesichter Santa Fe’s zu werden. Desweiteren rückte der 36-jährige Spielmacher Omar Pérez wieder mehr in den Vordergrund, der in der Apertura unter Trainer Gustavo Costas kaum zum Zug kam, aber jetzt in Gregorio Perez wieder einen Coach hat, der regelmäßig auf ihn setzt.

Nur drei Punkte hinter Bogotá rangieren „Los Tiburones“ aus Barranquilla, die durch Gutiérrez und Chará wieder zu altem Glanz gefunden haben. Die Neuzugänge verstehen sich prächtig und haben mit insgesamt zehn Scorerpunkten maßgeblichen Anteil am zweiten Tabellenplatz. Vor allem gegen vermeintlich hoch einzuschätzende Teams konnte Junior Punkte einfahren, weshalb die bisher einzige Niederlage gegen Alianza Petrolera, das überraschenderweise auf dem dritten Platz steht, der großen Fangemeinde keinen Grund zur Sorge lässt.

Die Teams aus Medellín kriseln

Relativ enttäuschend stehen derzeit Independiente Medellín und Stadtrivale Nacional auf dem vierten und fünften Tabellenplatz. Trotz der eigentlich guten Platzierung laufen beide Mannschaften ihren großen Erwartungen hinterher. „DIM“ ließ vor knapp zwei Wochen seinen Routinier Cristian Marrugo ziehen, und verpflichtete bisher noch keinen wirklichen Ersatz für die ehemalige Stütze im Spiel von Independiente. Wenigstens gelang es der Vereinsspitze Juan Quintero und dessen Arbeitgeber FC Porto davon zu überzeugen den Spielmacher noch ein weiteres halbes Jahr auszuleihen. Die Anhänger von Independiente Medellín kritisierten die Verantwortlichen sehr, da vor allem in der Zwischenrunde der Copa Sudamericana, wo man gegen Racing Club aus Argentinien ausschied, deutlich wurde, dass Qualität fehlt. Noch ärgerlicher war das kürzliche Aus in der Copa Águila gegen Deportivo Pasto, gegen das man überraschenderweise im Elfmeterschießen verlor.

Nicht viel besser ist die Stimmung derzeit bei „El Verdolaga“, das unter dem neuen Trainer Juanma Lillo noch nicht in die richtige Spur gefunden hat. Vor allem in der Offensive brachte Nacional bisher kaum etwas zustande, sodass die vier bisher erzielten Treffer keineswegs den hohen Ansprüchen des Vereins entsprechen. Trotz der derzeitigen Verletzung von Spielmacher Macnelly Torres, und den Abgängen von Uribe und Ibargüen, verpflichtete man keinen wirklichen Hochkaräter als Ersatz. Mit Jeison Lucumí wurde lediglich ein kolumbianisches Offensivtalent von Ligakonkurrent América de Cali geholt, das von mehreren Klubs umworben wurde. Zudem gelang es Andrés Rentería zurückzuholen, der in den letzten Jahren in Mexiko unterwegs war, aber sein Profidebüt einst für Nacional gab. Es wird interessant zu sehen werden, ob diese Neuzugänge dem Verein weiterhelfen können, wieder zu der ehemaligen Dominanz zu gelangen, die man in den letzten Jahren in Kolumbien innehatte.

Deportivo Cali und Millonarios noch nicht in der Spur

Im Niemandsland der Tabelle befinden sich derzeit Deportivo Cali und Millonarios Bogotá. Beide Teams gehören eigentlich zu den Top-5 der Liga Águila, weshalb in beiden Vereinen schon die jeweiligen Trainer in Frage gestellt wurden. Vor allem für das junge Team aus Cali von Héctor Cárdenas wird es schwer wieder in Spur zu kommen, da die Punktverluste aus Spielen gegen vermeintlich kleinere Teams hervorgehen, und jetzt die Aufholjagd gegen größere Mannschaften gestartet werden müsste. Ein weiterer Grund für die derzeitige Misere ist die Torflaute von Torjäger Jefferson Duque, der in der Apertura noch regelmäßig traf, aber es bislang nur auf einen Treffer brachte, und gerade seinen Stammplatz durch den Youngster Pablo Sabbag in Gefahr sieht.