Copa Libertadores
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Die Gruppenphase der Copa Libertadores steht – Tucuman schafft historisches

Die letzten Teilnehmer an der Gruppenphase der Copa Libertadores stehen fest: The Strongest aus Bolivien qualifiziert sich souverän, Botofogo setzt sich im Elfmeterschießen durch und Atlétco Tucuman spielt stark und muss trotzdem am Ende aufgrund der schlechten Chancenverwertung zittern. 

Die Rückspiele der dritten und letzten Qualifikationsrunde.

The Strongest – Unión Española 5:0 (2:0) – Escobar überragt

In einer sehr einseitigen Partie ließ The Strongest den Gästen aus Chile nicht den Hauch einer Chance, gewinnt auch in der Höhe verdient mit 5:0 und qualifiziert sich somit für die Endrunde der Copa Libertadores.

Schon in der 12. Spielminute konnte Wálter Veizaga einen gut vorgetragenen Angriff zum 1:0 veredeln. Vorarbeit leistete der überragende Spielführer der Gastgeber, Pablo Escobar, der mit zwei Assist und drei Toren das Spiel quasi alleine entschied. Zwölf Minuten später erhöhte Alejandro Chumacero mit einem schönen Schuss aus 15 Metern halbrechter Position auf 2:0. Unión wirkte in Folge völlig von der Rolle und leistete sich viele Fehler. Mit Glück rettete man sich mit einem 0:2 Rückstand in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging es jedoch so weiter wie davor. In der 51. Minute umkurvte Pablo Escobar nach einem guten Pass von Marvin Bejarano den Torhüter und schob locker zum 3:0 ein. Da nicht mehr viel Gegenwehr von den Gästen kam, konnte der 38-jährige noch zum 4:0 (73.) und 5:0 (78.) erhöhen. Beide Male schob er locker aus etwa 13 Metern ein. Die gefährlichste Aktion der Gäste war ein Freistoß (55.), der jedoch ein gutes Stück vorbeiging. Nach dem 1:1 letzte Woche im Hinspiel und dem souveränen Erfolg am Donnerstagabend vor heimischer Kulisse qualifiziert sich The Strongest verdient für die Copa Libertadores und ist nun in einer Gruppe mit dem FC Santos, Independiente Santa Fe und Sporting Cristal.

Olimpia de Paraguay – Botafogo 1:3 n.E (1:0;0:0) – Botafogos Torwart Leite bringt sein Team in die Gruppenphase

Da man das Hinspiel letzte Woche mit 0:1 verloren hatte, reichte Olimpia das 1:0 nach regulärer Spielzeit nicht, um sich direkt zu qualifizieren. Stattdessen musste man ins Elfmeterschießen, das in der Qualifikation für die Copa Libertadores direkt nach dem Abpfiff ohne Verlängerung ausgetragen wird.

Die spielbestimmende Mannschaft waren von Beginn an ganz klar die Gastgeber, die zu etlichen Chancen gelangen, jedoch erst in der 80. Spielminute durch Brian Montenegro verdient zum 1:0 kamen und somit das Hinspielergebnis egalisierten.

Die Stimmung war großartig. Dies wehrte allerdings nur bis Gäste-Keeper Helton Leite den entscheidenden Elfmeter von Julian Benitez parierte und Botafogo den Weg in die Endrunde der Copa Libertadores ebnete.

Für die Gastgeber konnte nur Rodi Ferreira seinen Elfmeter verwandeln. Jorge Mendoza, Richard Oritz und Julian Benitez scheiterten am Torhüter. Für die Gäste aus Brasilien waren Camilo, Rodrigo Pimpao und Victor Luis erfolgreich. Botafogo ist nun in einer Gruppe mit Atlético Nacional, Estudiantes und Barcelona Guayaquil.

Deportivo Capiata – Atlético Paranaense 0:1 (0:1) – Gonzalez mit dem Tor des Tages

Nachdem 3:3 Spektakel im Hinspiel letzte Woche setzt sich Atlético Paranaense in einer ausgeglichen Partie mit 1:0 durch und qualifiziert sich für die Endrunde der Copa Libertadores.

Schon in der 12. Minute konnte Luis Gonzalez nach einer Standardsituation völlig freistehend am zweiten Pfosten einschieben.

In Folge kamen die Gastgeber allerdings zu einigen guten Chancen. Die beste (14.) vergab Roberto Gammarra frei vor Atlético-Torhüter Weverton. Trotz der engagierten Leistung nach dem Gegentor konnte die Mannschaft aus Paraguay nicht mehr den Ausgleich erzielen. So steht nun Atlético Paranaense in einer Gruppe mit  CA San Lorenzo, Universidad Catolica und Flamengo in der Endrunde.

Atlético Tucuman – Junior de Barranquilla 3:1 (3:0) – bärenstarke Heimelf musste trotzdem zittern

Mit einer sehr starken Leistung, einer überragenden Parade von Torhüter Luchetti und den heimischen Fans im Rücken gelingt Atético Tucuman historisches: zum ersten Mal qualifiziert sich ein Team aus dem Norden Argentiniens für die Endrunde der Copa Libertadores.

Nachdem das Hinspiel 0:1 verloren wurde, musste man mit mindestens zwei Toren Abstand gewinnen. So begann man auch das Spiel. Tucuman spielte hochkonzentriert und setzte die Gäste stark unter Druck. Das zahlte sich in der 20. Spielminute aus, als Rodrigo Aliendro aus kurzer Distanz zum 1:0 einschieben konnte.

Kurz darauf war es Cristian Menéndez (24.), der, nachdem sein Kopfball an den Pfosten gegangen war, aus kurzer Distanz abstaubte und die Fans erneut jubeln ließ. Die Gäste waren vom starken Pressing der Argentinier sichtlich überrascht und fingen sich in der 29. Spielminute gar das 3:0 ein. Diesmal war es Stürmer Fernando Zampedri, der nach einer Flanke von Evangelista freistehend am zweiten Pfosten den Ball über die Linie drücken konnte. So ging es verdient mit 3:0 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit kamen beide Mannschaften zu guten Chancen. Doch während es sich bei den Gästen, die gegen die starke Atlético-Abwehr kein Durchkommen fanden, weitestgehend um Fernschüsse handelte, vergaben die Gastgeber einige Hochkaräter. Allein Zampedri hätte noch zwei weitere Tor erzielen müssen. Ein viertes Tor wäre wohl die Vorentscheidung gewesen, doch die Fans mussten weiter zittern, vor allem weil Sebastián Hernández in der 84. Minute auf 3:1 verkürzen konnte. So blieben noch sechs spannende Spielminuten. Kurz vor Schluss (89.) rettete Luchetti jedoch mit einer sensationellen Parade nach einem Schuss von Robinson Aponzá aus elf Metern das 3:1 und somit die Qualifikation für die Endrunde der Copa Libertadores.

In den drei Minuten Nachspielzeit passierte nicht mehr viel und so gelang Atlético die erste Copa Libertadores Qualifikation der Vereinsgeschichte. Man ist in einer Gruppe mit CA Penarol, Palmeiras und Jorge Wilstermann.

Nachfolgend die vollständige Übersicht der Gruppenphase (7.3. – 25.5.) der Copa Libertadores:

Gruppe 1

– Atlético Nacional (Kolumbien)

– Estudiantes (Argentinien)

– Barcelona (Ecuador)

– Botafogo

Gruppe 2

– Santos (Brasilien)

– Independiente de Santa Fe (Kolumbien)

– Sporting Cristal (Perú)

– The Strongest

Gruppe 3

– River Plate (Argentinien)

– Emelec (Ecuador)

– Independiente de Medellín (Kolumbien)

– Melgar (Peru)

Gruppe 4

– San Lorenzo (Argentinien)

– Universidad Católica (Chile)

– Flamengo (Brasilien)

– Atlético Paranaense

Gruppe 5

– Peñarol (Uruguay)

– Palmeiras (Brasilien)

– Wilstermann (Bolivien)

– Atlético Tucuman

Gruppe 6

– Atlético Mineiro (Brasilien)

– Libertad (Paraguay)

– Godoy Cruz (Argentinien)

– Sport Boys (Peru)

Gruppe 7

– Nacional (Uruguay)

– Chapecoense (Brasilien)

– Lanús (Argentinien)

– Zuliá (Venezuela)

Gruppe 8

– Gremio (Brasilien)

– Guaraní (Paraguay)

– Zamora (Venezuela)

– Deportivo Iquique (Chile)