Eliminatorias – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Eliminatorias – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Machbare Aufgaben und dicke Brocken +++ Die WM-Gruppen der lateinamerikanischen Teams http://www.chefutbol.com/lateinamerika/wm-2018-brocken-221398 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/wm-2018-brocken-221398#respond Sun, 03 Dec 2017 13:41:44 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6883 Mit Spannung blickten die Teams aus den Konföderationen CONMEBOL und CONCACAF am Freitag nach Moskau, wo Legenden des Sports wie Cafú oder Carles Puyol die Gruppen für die WM 2018 in Russland auslosten. Chefutbol blickt auf die Gruppenkonstellationen der lateinamerikanischen...

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Mit Spannung blickten die Teams aus den Konföderationen CONMEBOL und CONCACAF am Freitag nach Moskau, wo Legenden des Sports wie Cafú oder Carles Puyol die Gruppen für die WM 2018 in Russland auslosten. Chefutbol blickt auf die Gruppenkonstellationen der lateinamerikanischen Teams und wagt eine erste Prognose bezüglich des Turnierverlaufs.

Mexiko mit schweren Aufgaben – Panama krasser Außenseiter –Costa Rica lauert

Als Gegner der deutschen Nationalmannschaft erfuhr das mexikanische Nationalteam unmittelbar nach der Auslosung viel Aufmerksamkeit. Die technisch traditionell starke „El Tri“ ist Dauergast bei WM-Endrunden und wir in Russland zum insgesamt 15. Mal um den Pokal kämpfen. Die Qualifikation im CONCACAF-Verband war kein Härtetest für das Team um Andrés Guardado, Chicharito und Co. Man qualifizierte sich mühelos für das Turnier im kommenden Sommer. Damit das Turnier positiv verläuft, sollte die Bilanz gegen das deutsche Teams jedoch aufpoliert werden. Bei bisher elf Aufeinandertreffen konnte Mexiko lediglich einmal gewinnen, bei WM-Endrunden sogar überhaupt noch nicht. Legendär das bittere Aus im Elfmeterschießen bei der Heim-WM 1986. Die mittelamerikanischen Teams gehen mit unterschiedlichen Vorzeichen in das Turnier. Während für Mexiko das Überstehen der Vorrunde durchaus möglich ist, geht es für Panama allein darum, sich gegen die europäischen Schwergewichte England und Belgien teuer zu verkaufen. Gegen Tunesien ist dann eine Überraschung drin. Anders die Lage bei „Los Ticos“: Costa Rica unterschätzt bei einer WM-Endrunde seit dem Auftritt von 2014 niemand mehr. Gegen die Schweiz und Serbien besitzt das Team um Real Madrid-Star Keylor Navas berechtigte Chancen um Platz 2 – auch wenn dafür zwei Sahnetage benötigt werden.

Uruguays Chancen stehen sehr gut

Wohlwollend dürfte der uruguayische Fußballverband in Montevideo die Auslosung am Freitag verfolgt haben. Denn Ägypten und speziell Saudi-Arabien stellen keine ernsthaften Prüfsteine für die „Celeste“ dar, die trotz der geringen Einwohnerzahl des Landes seit Jahren im Weltfußball vorne mitmischt. Und auch hinter Gastgeber Russland steht leistungstechnisch ein großes Fragezeichen. Die Chance für ein ähnlich starkes Turnier wie 2010? Gegen Uruguay jedenfalls spielt kein Gegner gerne – der eisenharten Abwehr um die Atlético Madrid-Spieler Diego Godín und José Gimenez sei dank. Vorne sorgt der Traumsturm Cavani-Suárez für Tore – Uruguay stellt die insgesamt zweitbeste Offensive der Eliminatorias (nach Brasilien).

Eine ganze Nation träumt von Platz 2

Im November befand sich ganz Perú im Freudentaumel: „Los Incáicos“ qualifizierten sich über die Play-Offs gegen Neuseeland wieder einmal für ein WM-Endrundenturnier (wir berichteten). Dabei profitierte das Team um Altmeister Jose Paolo Guerrero (aktuell wegen Dopings gesperrt) oder Play-Off-Held Jefferson Farfán unter anderem von dem kuriosen Umstand eines Protestes der Chilenen, der den Peruanern unterm Strich den hauchdünnen Vorsprung und den fünften Platz in den Eliminatorias bescherte. Wohin führt der Weg in Russland? Gleich im ersten Gruppenspiel gegen Dänemark geht es für das Team dabei um alles. Wer sich hier als Sieger behauptet, der hat beste Chancen, an der Seite Frankreichs in Achtelfinale einzuziehen. Für Perus fußballbegeisterten Staatspräsidenten Pedro Pablo Kuczynski wohl ein weiterer Grund, wieder einmal spontan einen Feiertag auszurufen.

Brasilien: nach der Schmach nun Favoritenstatus

Nur vier Jahre nach der Schmach der Heim-WM hat Brasilien wieder zu alter Stärke gefunden. Jorge Sampaoli, Trainer des Erzrivalen Argentinien, erklärte unlängst, seine Favoriten für den WM-Titel seien Frankreich, Spanien – und die „Selecao“. Das sehen viele Fußballfans rund um den Globus ähnlich. Trainer Tite hat den Kader ausgemistet und mit Coutinho, Firmino und Neymar einen neuen Traumsturm geschaffen. Die Gruppe werden die Brasilianer daher mühelos überstehen. Ab der K.O.-Runde ist dann die mentale Stärke der Profis gefragt: wie sehr belastet das Trauma von 2014 noch die Akteure? Und vor allem: wie geht das junge Team mit der Bürde des Mitfavoriten um?

Bekommt Sampaoli die „Albiceleste“ auf Kurs?

Was war das für ein Zittern für die große Fußballnation Argentinien in der WM-Qualifikation! Am Ende waren es drei Geniestreiche Lionel Messis, die den Gauchos das Tal der Tränen ersparten und nach Russland brachten. Jorge Sampaoli wird tief durchgeatmet haben. Der als Taktik-Guru und legitime Erbe Marcelo Bielsas gehandelte exzentrische Coach muss nun zeigen, dass er das Team zu einer Einheit formen kann, die in Russland und den Titel kämpft. Denn nichts Anderes erwarten die heimischen Fans vom kahlköpfigen Coach. Das Rezept für den Weg zum Titel gab Sampaoli auch schon preis: „Messi ist unsere Trumpfkarte, er ist anders als alle anderen“, so der Coach. Wie weit schafft es die ALbiceleste mit einem auf „la pulga“ zugeschnittenen Spielsystem? In der Vorrunde müssen hierbei erst einmal Island, Kroatien und Nigeria geschlagen werden. Das Auftaktspiel sollten Messi und CO. dabei durchaus ernst nehmen. Die kampfstarken Isländer verwiesen in der Europa-Qualifikation immerhin Kroatien auf den zweiten Rang. Allenfalls Nigeria fällt in der Gruppe D etwas ab. Alles andere als ein Gruppensieg wäre für die Albiceleste allerdings eine herbe Enttäuschung.

Kolumbien mit berechtigten Achtelfinal-Hoffnungen

Den Abschluss unserer Betrachtung der Vorrundengruppe bildet Kolumbien in Gruppe H. Dort warten mit Senegal, Japan und Polen Gegner aus drei Kontinenten. Zwischen Polen und den „Cafeteros“ dürfte hierbei der Kampf um Platz 1 ausgetragen werden. Werden James, Juan Cuadrado und Kollegen ins Achtelfinale einziehen? Dies scheint angesichts der Gruppengegner wahrscheinlich– auch wenn das Team nicht mehr die Stärke besitzt, die es noch 2014 auszeichnete. Dies spiegelte sich auch in den Eliminatorias wieder, als man bis zuletzt um die Teilnahme an der Endrunde bangen musste.

Die CheFutbol-Prognose:

Mexiko wird sich mit Schweden einen heißen Tanz um Platz 2 hinter Deutschland liefern. Panama hingegen wird mit dem Einzug in die K.O.-Runde nichts zu tun haben – dafür sind England und Belgien schlicht zu stark. Costa Rica kann ähnlich überraschen wie 2014 – oder als Gruppenletzter ausscheiden. Bei den Südamerika-Vertretern besitzen Uruguay, Brasilien und Argentinien die besten Chancen auf das Achtelfinale. Alle drei Teams und ehemaligen Weltmeister sollten letztlich problemlos weiterkommen. Für Uruguay könnte es ein ähnlich erfolgreiches Turnier werden wie 2010, als erst im Halbfinale schluss war und Diego Forlán den goldenen Schuh als bester Spieler gewann. Anders sieht die Lage bei Peru aus. In der Gruppe mit Favorit Frankreich muss im Zweikampf mit den starken Dänen alles passen, wenn der zweite Platz erreicht werden soll. Kolumbien wiederum muss gegen Japan und den Senegal seiner Favoritenrolle gerecht werden, dann ziehen die „Cafeteros“ an der Seite Polens in die nächste Runde ein.

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Nach 36 Jahren: Peru fährt zur WM http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/nach-36-jahren-peru-wm-169142 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/nach-36-jahren-peru-wm-169142#respond Thu, 16 Nov 2017 08:37:08 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6598 Das Teilnehmerfeld für die WM 2018 in Russland steht, und der letzte Teilnehmer heißt Peru. Die Blanquirroja siegte im Play-Off-Rückspiel mit 2:0 gegen Neuseeland und versetzte ein ganzes Land in Ekstase. Schamanen verfluchten das neuseeländische Team, der Präsident versprach einen...

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Das Teilnehmerfeld für die WM 2018 in Russland steht, und der letzte Teilnehmer heißt Peru. Die Blanquirroja siegte im Play-Off-Rückspiel mit 2:0 gegen Neuseeland und versetzte ein ganzes Land in Ekstase.

Schamanen verfluchten das neuseeländische Team, der Präsident versprach einen Feiertag im Falle der WM-Qualifikation, die Gäste mussten eine seltsame Serie logistischer Unregelmäßigkeiten über sich ergehen lassen: An Kuriositäten war Peru noch nie arm, aber vor dem Spiel gegen Neuseeland konnte jeder sehen, welch gigantische Bedeutung eine mögliche WM-Qualifikation für das Land haben würde. Nach dem 0:0 im Hinspiel standen die Chancen gut, dass die Blanquirroja erstmals seit 1982 einen Platz bei der Weltmeisterschaft buchen würde.

Das Team von Ricardo Gareca begann dabei nur personell offensiv: Der offensivstarke Luis Advincula ersetzte Aldo Corzo und spielte nur nominell rechts hinten, der Freigeist Edison Flores begann als Achter, Raúl Ruidiaz rückte in die Startformation. Mit entsprechendem Schwung begannen die Gastgeber, und Advinculas herrlicher Fernschuss hätte nach drei Minuten das 1:0 verdient gehabt – der Ball klatschte jedoch nur an die Latte. In der Folge flogen dem Gästekeeper Stefan Marinovic im Minutentakt Flanken von Advincula und Trauco um die Ohren, ein Handspiel des neuseeländischen Kapitäns Winston Reid blieb ungeahndet (25.). Die Belohnung für Peru folgte nach 28 Minuten: Nach Cuevas Vorlage ließ der Ex-Schalker Jefferson Farfán den Ball kurz aufkommen und drosch ihn dann über Marinovic in die Maschen – Golazo! Von den Kiwis kam dagegen offensiv nichts. Die Neuseeländer mussten sich stattdessen bei Marinovic bedanken, der vor der Pause mit einer sensationellen Parade gegen Farfán das 2:0 und damit die Vorentscheidung verhinderte (43.).

Angetrieben von einem euphorischen Estadio Nacional begann Peru auch die zweite Halbzeit als bessere Mannschaft, wenngleich Neuseeland nun zumindest ein paar ansatzweise gefährliche Angriffe einstreuen konnte. Doch nachdem Chris Wood per Kopf an Perus Schlussmann Gallese gescheitert war (50.), traf wieder Peru: Nach der Ecke von Christian Cueva, der gemeinsam mit Farfán von den Neuseeländern nie zu halten war, fiel der Ball Christian Ramos vor die Füße. Der Innenverteidiger reagierte schnell und traf unhaltbar (65.). Damit war das Duell praktisch entschieden. Ein letztes Mal rettete Gallese gegen Wood (90.), dann pfiff der französische Referee Turpin ab, und es gab kein Halten mehr. Seit 1982 waren die Incaicos nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft vertreten gewesen, viele Peruaner haben noch nie ein WM-Spiel ihrer Mannschaft gesehen. Dementsprechend grenzenlos war der Jubel.

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Eliminatorias – Perus Weg in die Play-Offs: Söhne des Tigers http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/gareca-peru-playoffs-167162 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/gareca-peru-playoffs-167162#comments Fri, 10 Nov 2017 12:00:59 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6549 Die peruanische Nationalmannschaft könnte erstmals seit 1982 zur Weltmeisterschaft fahren. Zu verdanken hat sie das ihrem Coach, dem Argentinier Ricardo Gareca. 32 Jahre ist es her, da Ricardo Gareca, genannt El Tigre, das wichtigste Tor seiner Laufbahn schoss. Es war...

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Die peruanische Nationalmannschaft könnte erstmals seit 1982 zur Weltmeisterschaft fahren. Zu verdanken hat sie das ihrem Coach, dem Argentinier Ricardo Gareca.

32 Jahre ist es her, da Ricardo Gareca, genannt El Tigre, das wichtigste Tor seiner Laufbahn schoss. Es war wahrlich nicht das schwerste Tor des hochgewachsenen argentinischen Angreifers, doch mit seinem simplen Abstauber nach Passarellas Pfostentreffer buchte er für seine Albiceleste in allerletzter Sekunde die Plätze bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko, auf Kosten der peruanischen Nationalmannschaft, die mit einem Sieg die Play-Off-Plätze erreicht hätte.

Seit 2015 ist Ricardo Gareca Coach der peruanischen Nationalmannschaft, und natürlich erinnerte man sich – und ihn – sofort an jenen schicksalhaften Treffer im Juli 1985. Seit jenem Jahr war Peru nicht einmal mehr in die Nähe einer WM-Qualifikation gekommen. In den letzten WM-Qualifikationen waren die Auftritte meist kläglich gewesen: Abgeschlagener Letzter bei der Quali für die WM 2010, zehn Punkte hinter dem Play-Off-Platz 2014. Das hatte nicht nur sportliche Gründe: Skandale einer indisziplinierten Mannschaft waren an der Tagesordnung, und bei mehr als einem vermeintlichen Star wusste man nie, ob die Laufleistung so gering war, weil er sich zu schonen wollte oder weil ein Kater von der durchzechten Vornacht den Antritt hemmte. Mit der Mission „WM 2018“ betraute man nun ausgerechnet den Mann, der einst alle Hoffnungen geraubt hatte: El Tigre Gareca, der in seiner vorletzten Station beim argentinischen Erstligisten Vélez Sarsfield fünf Jahre – eine Ewigkeit im südamerikanischen Vereinsfußball – durchgehalten  und den Verein zu vier Titeln geführt hatte, hatte hatte sich über die Jahre einen Ruf als langfristig planender führungsstarker und seriöser Coach erarbeitet. Seine Aufgabe war es, den chaotischen Zuständen innerhalb der Blanquirroja endlich ein Ende setzen und nach Jahren sinn- und zielloser Rotation auf dem Cheftrainerposten voranzugehen.

Mit dem Umbruch kommt der Erfolg

Doch nach einem überragenden dritten Platz bei der Copa America 2015 dauerte es seine Zeit, bis Gareca die richtige Mischung für die WM-Qualifikation fand. Die ersten Spiele setzte Peru rundweg in den Sand: Vier Punkte gab es aus den ersten sechs Spielen – ein mühevolles 1:0 über Paraguay, ein in letzter Sekunde erreichtes 2:2 gegen Venezuela, vier Niederlagen. Sechs  Punkte lag Peru hinter dem Play-Off-Platz.  Doch die sechs Spiele war alles, was Gareca gebraucht hatte, um einschätzen zu können, auf wen er setzen konnte. Die Stars der Mannschaft, oft gute Fußballer mit Hang zur Selbstüberschätzung, durften im Juli 2025 statt zur Copa in den Urlaub fahren: Die aus der Bundesliga bekannten Claudio Pizarro, Jefferson Farfán, Carlos Zambrano und Carlos Ascues wurden ebensowenig berücksichtigt wie Juan Manuel Vargas, lange Jahre einer der Führungsspieler der Blanquirroja. Schon vorher hatte es André Carrillo erwischt. Gareca, der Tiger, begann, neue Spieler um sich zu scharen, Alter egal, Kriterien: Lernwillig und diszipliniert. Und auch wenn der Siegtreffer ein skandalöses Handtor von Ruidiaz in der Nachspielzeit war: Dass eine Mannschaft mit neun Startelfspielern aus der schwachen heimischen Liga Brasilien bei der Copa America schlug, war ein gewaltiges Ausrufezeichen.

Vargas, Pizarro, Ascues und Zambrano sollten bis heute nie wieder ein Länderspiel bestreiten, André Carrillo und Jefferson Farfán erst nach langer Bedenkzeit und mit neuer Demut. Die Gesichter der Mannschaft waren jetzt andere: Der schussstarke Mittelfeldspieler Christian Cueva, der filigrane Edison Flores, der kampfstarke Rechtsverteidiger Aldo Corzo, die flexible Arbeitsbiene Yoshimar Yotún, sie waren die neuen Stammspieler der Blanquirroja. In Peru sorgte das für Skepsis, die in Häme umschlug, als man Anfang September das Auswärtsspiel in La Paz mit 0:2 verlor. Mehr als einer schrieb die WM-Quali schon vorzeitig ab, mehr als eine Zeitung forderte den Kopf von Gareca. Doch El Tigre hatte sich nicht geirrt. Im nächsten Spiel, schon ein Endspiel, siegte Peru durch ein spätes Tor von Renato Tapia mit 2:1 gegen Ecuador. Spätestens ab da sah man ein neues Peru: Diszipliniert und kampfstark, jeder mit vollem Einsatz für seinen Mitspieler, ohne Firlefanz. Immer vorneweg: Paolo Guerrero. Den hatte Gareca zu seinem Kapitän gemacht, als Claudio Pizarro abgesägt wurde. Und die einstige Skandalnudel antwortete mit vollem Einsatz, kämpfte wie ein Besessener um jeden Ball, traf mehrmals. So machte Peru langsam etwas Boden gut, siegte etwa 4:1 in Paraguay. Es war für Peru der erste Auswärtssieg in der WM-Qualifikation seit dem 1. Juni 2004. Dennoch: All die harte Arbeit schien nur Aufbauarbeit für die WM 2022. Acht Punkte lag Peru Ende 2025 hinter dem Fünften, Argentinien.

Im ersten Spiel 2017 schien dies nicht besser zu werden, 2:0 lag Peru zur Pause beim hoffnungslosen Tabellenletzten Venezuela zurück. Doch das Jahr 2017 scheint im Zeichen des Tigers zu stehen: In Venezuela trafen Carrillo und Guerrero noch zum Ausgleich, und Peru sollte bis zum heutigen Tage im Jahr 2017 ungeschlagen bleiben. In Serie besiegte man Uruguay, Bolivien und Ecuador, wieder auswärts, in der Höhe von Quito, wo Peru noch nie gewonnen hatte. Dazwischen kam ein heftiger Energieschub von Außen: Der Caso Cabrera. Die erbärmliche 0:2-Niederlage in Bolivien wurde so am grünen Tisch zu einem 3:0-Auswärtssieg. Das als abgeschlagener Achter ins Jahr gestartete Peru war auf einmal Vierter, ein direkter Qualifikationsplatz.

Dann kam der Oktober 2017 und mit ihm zwei eminent wichtige Spiele gegen die Mitkonkurrenten Argentinien und Kolumbien. Gegen Garecas Heimatland Argentinien hielt der Defensivriegel dank des überragenden Torwarts Pedro Gallese, Endstand 0:0. Vor dem letzten Spiel gegen Kolumbien herrschte Ausnahmezustand: Das Nationalstadion war zum Bersten gefüllt, der Präsident gab allen Staatsangestellten ab Nachmittag frei, im ganzen Land wurde gefeiert. Und ausgerechnet dann schien sich das Blatt dann doch noch gegen Peru zu wenden: Argentinien siegte in Ecuador, man selbst lag gegen Kolumbien zurück – es hätte das Aus bedeutet, so kurz vor dem Ziel. Nicht nur Paolo Guerrero standen nach dem Rückstand Tränen in den Augen. Doch die Blanquirroja gibt nicht mehr so einfach auf wie früher. Sinnbildlich stand Aldo Corzo, der Rechtsverteidiger, der sich in der 75. Minute mit letzter Energie und dem Kopf voraus in einen Zweikampf warf, in dem ihm der kolumbianische Gegenspieler durchaus den Kopf hätte wegschießen können. Es gab Freistoß wegen gefährlichen Spiels, und Paolo Guerrero, der Kapitän und Anführer, schoss – unter gütiger Mithilfe des kolumbianischen Schlussmanns Ospina – den einen Treffer, den Peru für die Play-Offs brauchte, und sorgte landesweit für Jubelstürme. Dann brachten beide Teams das Remis über die Zeit.

Heute Nacht, um 04:15 MEZ, spielt Peru in Auckland um ein Ticket nach Russland, das Rückspiel findet in der Nacht vom 15. auf den 16. November in Lima statt. Ein ganzes Land fiebert seit Wochen den beiden Spielen entgegen, es sind die wichtigsten Spiele für Peru seit 32 Jahren. Und genau so lange haben Ricardo Gareca und die Blanquirroja noch eine Rechnung mit der Weltmeisterschaft zu begleichen: Gareca dafür, dass er nach seinem entscheidenden Treffer nicht für die anschließende WM nominiert wurde und nicht Teil der Weltmeister von 1986 sein durfte, und Peru dafür, dass El Tigre Gareca sie in letzte Sekunde um den sicher geglaubten Einzug in die Play-Offs brachte. Es ist ein Augenzwinkern des Schicksals, dass beide nun zusammen in den Play-Offs zur WM 2018 stehen, nur 180 Minuten von Perus erster Endrundenteilnahme seit 1982 entfernt. Es ist aber auch nicht nur Schicksal: Ohne den Mut des Tigre, einen radikalen Umbruch auf Kosten der Altstars vorzunehmen, deren Egomanie das Team viele Jahre blockierte, wäre die Blanquirroja jetzt nicht Perus beste Mannschaft seit vielen Jahren. Hijo de Tigre, Sohn eines Tigers, sagt man im Spanischen, wenn ein Kind früh das Verhalten von Erwachsenen imitiert. Der 59-jährige Ricardo Gareca hat eine junge  Mannschaft um sich geschart, die seine Söhne sein könnten und die in all ihrer Willenskraft tatsächlich ihrem Coach ähnelt. Es sind Hijos del Tigre, Söhne des Tigers.

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Argentiniens langer und steiniger Weg nach Russland – ein Blick zurück http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/argentinien-langer-weg-373914 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/argentinien-langer-weg-373914#comments Sat, 04 Nov 2017 21:19:46 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6496 Eine WM ohne Argentinien? Was für viele und insbesondere für die stolzen Gauchos unvorstellbar erschien, wäre beinahe bittere Realität geworden. Es war ein langer und steiniger Weg nach Russland, an dessen Ende ein Mann ganz allein für die WM-Qualifikation der...

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Eine WM ohne Argentinien? Was für viele und insbesondere für die stolzen Gauchos unvorstellbar erschien, wäre beinahe bittere Realität geworden. Es war ein langer und steiniger Weg nach Russland, an dessen Ende ein Mann ganz allein für die WM-Qualifikation der Albiceleste sorgte: Lionel Messi. Wir blicken zurück auf die WM-Qualifikation der Argentinier.

40 Sekunden waren gespielt in der Höhe von Quito und Argentinien lag im entscheidenden Spiel gegen Ecuador bereits mit 1:0 zurück. Der bittere Albtraum schien Realität zu werden. Doch eine unglaubliche Vorstellung von Lionel Messi wendete das Blatt zu Gunsten der “Albiceleste”. Man gewann letztendlich dank eines Dreierpacks von “La Pulga” mit 3:1 und darf 2018 nach Russland reisen. Es wäre das erste Mal seit 1970 gewesen, dass sich Argentinien nicht für eine WM qualifiziert hätte. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Wir werfen einen Blick zurück.

Messi und dann lange nichts

Zuerst ein paar Fakten: 44 Spieler, drei Trainer, drei Präsidenten. Gerardo Martino, Edgardo Bauza und Jorge Sampaoli hießen die drei Nationaltrainer dieser turbulenten Reise nach Russland. Dabei holte Martino 74% aller Punkte, während Bauza und Sampaoli deutlich schlechter abschnitten (45,8% und 50%). Torhüter Sergio Romero spielte jede Minute, Ángel Di María stand auch bei allen 18 Spielen auf dem Platz. Danach folgen Mascherano und Otamendi (15 Spiele), gefolgt von Lucas Biglia (12) und Lionel Messi (10). Diese zehn Spiele reichten Messi um bester Torschütze seines Teams mit sieben Toren zu sein. Danach kommt erst einmal lange nichts. Di María, Mercado und Lucas Pratto trafen jeweils zweimal.

Argentinien fängt sich nach Stotterstart

Unter Interimspräsident Luis Segura wurde Ex-Barça-Coach Gerardo Martino als Nachfolger von Alejandro Sabella vorgestellt, der nach der Finalniederlage gegen Deutschland 2014 zurückgetreten war. Der Beginn der Qualifikation ließ schon erahnen, was da auf die Argentinier wartet. Man verlor ohne Messi daheim gegen Ecuador und spielte in Paraguay nur Unentschieden.

Einem weiteren Unentschieden gegen Brasilien (1:1) folgten aber drei Siege (1:0 in Kolumbien, 2:1 in Chile und 2:0 gegen Bolivien) und somit eine ordentliche Punkteausbeute von elf Punkten nach sechs Spielen.

Nach der erneuten Finalniederlage bei der Copa América Centenario 2025 und atmosphärischen Störungen innerhalb des Verbandes nahm Martino seinen Hut. Der neue von FIFA und Conmebol eingesetzte Interimspräsident Armando Pérez entschied sich für São-Paulo-Trainer Bauza als Martino-Nachfolger. Argentinien stand zu diesem Zeitpunkt auf dem dritten Tabellenplatz mit elf Punkten und damit nur zwei hinter Uruguay und Ecuador.

Auf und ab unter Bauza

Bauza startete gut mit einem 1:0-Sieg gegen Uruguay, danach folgten jedoch zwei bittere Unentschieden gegen Venezuela und Peru (jeweils 2:2). Es sollte noch schlimmer kommen: Man verlor daheim in Cordoba gegen Paraguay mit 1:0 und wurde vom Erzrivalen Brasilien mit 3:0 abgefertigt. Die Kritik an Bauza nahm zu, aber die Mannschaft zeigte Charakter: man gewann dank Pratto, Di María und Messi mit 3:0 gegen Kolumbien in San Juan.

Man schlug auch Chile mit 1:0 durch ein Tor von Juan Antonio Pizzi. Es schien so, als würde Argentinien und Bauza die Kurve kriegen, doch eine peinliche 0:2-Niederlage in La Paz gegen Bolivien brachte das Fass zum überlaufen und der neue und offiziell gewählte AFA-Präsidentent Tapia setzte Bauza vor die Tür und holte seinen Wunschkandidaten Samapoli.

Unter Sampaoli zittert sich Argentinien zur WM

Doch der Ex-Trainer des FC Sevilla hatte einen sehr holprigen Start mit nur drei mageren Unentschieden gegen Uruguay (0:0), Venezuela (1:1) und Peru (0:0). Gegen Peru half selbst das legendäre “La Bombonera” nicht und die Angst vor einem Verpassen der Endrunde in Russland wurde immer größer. Dann kam das Endspiel in Ecuador. Der Ausgang ist bekannt.

Es könnte der Wendepunkt in der bis dahin unglücklichen Nationalmannschaftskarriere des Lionel Messi gewesen sein. Messi hat in den letzten zwei Jahren an Farbe (und das nicht nur aufgrund seiner Tattoos) und Charakter gewonnen. Durch das Match in Quito scheint er nun auch endlich vollends von den argentinischen Fans akzeptiert und geliebt zu werden. Das einst so distanzierte Verhältnis gehört der Vergangenheit an. Nun fehlt dem argentinischen Superstar nur noch eines, um mit seinem ewigen Schatten Diego Maradona gleichzuziehen: der WM-Titel 2018 in Russland. Nach dieser turbulenten WM-Qualifikation sollte man mit den Argentiniern sicherlich rechnen, wenn der Titel in Russland vergeben wird. Steinig genug war der Weg bis dahin auf jeden Fall.

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Eliminatorias – Uruguays Weg nach Russland http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/eliminatorias-uruguay-russland-175655 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/eliminatorias-uruguay-russland-175655#comments Sat, 28 Oct 2017 07:45:01 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6390 Erste direkte WM-Qualifikation seit 1990: Uruguay startete stark, hing dann etwas durch und schaffte noch die rechtzeitige Kehrtwende für Platz 2. Als einziges Team fiel die Celeste nie aus den Play-Off-Plätzen. Wir blicken zurück auf die Qualifikation des zweimaligen Weltmeisters....

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Erste direkte WM-Qualifikation seit 1990: Uruguay startete stark, hing dann etwas durch und schaffte noch die rechtzeitige Kehrtwende für Platz 2. Als einziges Team fiel die Celeste nie aus den Play-Off-Plätzen. Wir blicken zurück auf die Qualifikation des zweimaligen Weltmeisters.

1994 und 1998 nicht qualifiziert, dann vier mal Play-Offs in Folge: Die meisten uruguayischen Fans sind an nervenaufreibende WM-Qualifikationen gewöhnt. Nach den Niederlagen gegen Kolumbien im Achtelfinale der WM 2014 und gegen Chile bei der Copa América 2015 schien für die Celeste ein ähnliches Schicksal in den Sternen zu stehen, hatte man doch vermeintlich den Anschluss nicht nur an die traditionell starken Argentinien und Brasilien, sondern auch an eben jene Kolumbianer und Chilenen etwas verloren. Zudem fehlte der überragende Mann, Luis Suárez, die ersten vier Spiele noch wegen der drakonischen Strafe, die sein Biss gegen Chiellini bei der WM 2014 nach sich gezogen hatte.

Dennoch startete Uruguay gut in die Eliminatorias, holte 13 Punkte aus den ersten sechs Spielen – darunter ein verdientes Remis nach 0:2-Rückstand bei Brasilien, bei dem der zurückgekehrte Suárez zum Ausgleich traf – und stand so im März 2025 früh an der Tabellenspitze. Die ersten beiden Heimspiele stehen beispielhaft für den erfolgreichen Start: Kolumbien und Chile wurden jeweils problemlos mit 3:0 nach Hause geschickt, ohne große Show, aber mit harter Arbeit und der nötigen Qualität. Typisch, dass in beiden Spielen Abwehrchef Diego Godin das Führungstor erzielte. Doch dann mussten Coach Oscar Maestro Tabárez und sein Team einen gewaltigen Rückschlag hinsetzen, der am Selbstvertrauen der Mannschaft nagen und den öffentlichen Rückhalt schwinden lassen sollte: Bei der Copa America Centenario gab es ein blamables Vorrundenaus, chancenlos und vier Punkte hinter Venezuela. Die Generation des vierten Platzes bei der WM 2010 und des Copa-America-Siegs von 2011 schien nun deutlich über den Zenit, dennoch setzte Tabárez gegen die öffentliche Meinung stoisch auf einstige Helden wie den vereinslosen Martin Cáceres oder die gealterten Egidio Arévalo Rios, Cristian Rodríguez, Alvaro González und Maximiliano Pereira. Ansehlich war das auch in der WM-Quali selten, doch trotz der ästhetischen Mängel war Uruguays Spiel durchaus effizient, erzielte dank der individuellen Klasse von Cavani und (dem häufiger angeschlagenen) Suárez oder durch Standardsituationen genug Treffer und sammelte 23 Punkte in den ersten 11 Spielen. Das bedeutete im November 2025 Platz 2 und den vermeintlich sicheren Kurs auf Russland.

Das Chile-Spiel als Knackpunkt

Doch dann setzte es herbe Rückschläge in Serie, eine unnötige 1:3-Niederlage beim direkten Konkurrenten Chile leitete den Abwärtstrend ein. Alexis Sanchez wurde zu oft nur Geleitschutz gegeben, Luis Suárez vergab einen Elfmeter, Keeper Fernando Muslera holte sich eine Gelbsperre ab. Im ersten Spiel 2017 setzte es dann eine 1:4-Heimklatsche gegen Brasilien. Wie schon gegen Chile war man früh in Führung gegangen, wie schon in Chile zeigte sich die Abwehr dann von der Rolle. Paulinho und Neymar machten besonders mit den bedauernswerten Maxi Pereira und Sebastian Coates, was sie wollten. Es schien nicht das Jahr der Celeste zu werden, den kurz darauf verlor man mit 1:2 in Peru und sah Platz 5 bedrohlich nahe rücken – nur ein Pünktchen trennte die Urus noch von ihrem „Stammplatz“. Die Kritik aus der Heimat wurde beißend, zumal nichtsportliche Themen wie ein Disput zwischen Verband und Mannschaft über den Ausrüstervertrag das Klima belasteten. Oscar Tabárez, der verdienstvolle Trainer, stand unter besonders scharfem Beschuss. Nibelungentreue an den alten Recken und mangelnde geistige Fitness warf man dem 70-jährigen vor, der wegen seiner chronischen Rückenprobleme an Krücken gehen muss und die uruguayische Nationalmannschaft schon bei der WM 1990(!) betreut hatte. Besonders die starken Ergebnisse der U20-Nationalmannschaft, die 2017 die Südamerikameisterschaft holte und bei der WM Vierter wurde, verschärften die Kritik, setzte Tabarez doch nicht auf deren Leistungsträger wie Federico Valverde oder Rodrigo Bentancur. Doch Tabárez reagierte, baute ab der Europareise 2017 graduell junge Spieler wie Nahitán Nández, Matías Vecino oder Giorgian De Arrascaeta ein. Das Glück sollte dem Team dennoch nicht hold sein, es gab klare Niederlagen in Freundschaftsspielen gegen Irland und Italien.

Mit dem miserablen Panorama von vier Niederlagen in vier Spielen 2017 und drei Niederlagen in den letzten drei Qualifikationsspielen musste Uruguay dann in die letzten, entscheidenden vier Spiele gehen. Doch das Peru-Spiel sollte der Tiefpunkt gewesen sein. Gegen Argentinien erzitterte man sich im Clásico Rioplatense mit 20,5% Ballbesitz ein 0:0, aber dann wendete sich das Blatt ausgerechnet im richtungsweisenden Auswärtsspiel in Asunción: Durch einen abgefälschten Fernschuss des Debütanten Federico Valverde und ein Eigentor des Paraguayers Gómez siegte Uruguay 2:1 – Platz 2 und eine exzellente Ausgangslage vor den Duellen gegen die beiden Letzten, Venezuela und Bolivien.

Souveränes Finish

Uruguay hat eine besondere mentale Stärke: Wenn das benötigte Ergebnis bekannt ist, erreicht es die Celeste fast immer, ohne dabei unnötige Risiken zu fahren. Und so verkomplizierte man sich beim unangenehmen Auswärtsspiel in Venezuela – das der Celeste bei der Copa America so große Schmach bereitet hatte – nicht und unterschrieb ein verdientes 0:0, das vor dem Spiel gegen Bolivien die Qualifikation quasi sicherstellte. Im Heimspiel von Montevideo kam dann die Kür: Trotz ungewohnter Defensivprobleme und zweier Eigentore siegte man mit 4:2 und machte den zweiten Platz fix. Luis Suárez traf zweimal, wurde damit Rekordtorschütze der südamerikanischen WM-Qualifikation, und sein Kollege Edinson Cavani erzielte seinen zehnten Treffer der laufenden Qualirunde – mehr als jeder Andere in Südamerika. Insgesamt stellten die Urus die zweitbeste Offensive, die viertbesten Defensive, holten die zweitmeisten Punkte und wechselten als eines von nur drei Teams nicht den Trainer – Zahlen einer guten Qualifikation.

Alte Leitfiguren und frisches Blut

Besonders bemerkenswert. Gegen Bolivien bildeten Giorgian De Arrascaeta, Matías Vecino und die U20-Spieler Federico Valverde und Rodrigo Bentancur das Mittelfeld der Urus, Durchschnittsalter 22 Jahre. Alle vier waren noch vor einem Jahr höchstens Randfiguren in Tabárez‘ Kader gewesen, doch im entscheidenden Spiel bekamen sie den Vorzug vor González, Arévalo Rios oder Rodriguez. Der Umbruch des Maestro scheint langsam Formen anzunehmen. Dabei hat Uruguay mit Luis Suarez, Edinson Cavani und Diego Godin drei Leitfiguren mit Weltklasseniveau, mit Fernando Muslera einen herausragenden Keeper – und nun auch mehr Spielwitz und Breite im Kader, die größten Probleme der  vergangenen Jahre. Uruguay darf sich auf Russland freuen, aber auch andersherum – mit dem frischen Blut und der bewährten Kampfkraft hat man einiges zu bieten!

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18. Spieltag: Spektakulärer Messi schießt Argentinien zur WM – Chile im Land der Tränen http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/18-spieltag-spektakularer-messi-479824 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/18-spieltag-spektakularer-messi-479824#comments Wed, 11 Oct 2017 08:57:13 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6263 Die härteste WM-Qualifikation der Welt ist nun auch vorbei. In Südamerika stand der letzte Spieltag auf dem Programm. Argentinien samt Lionel Messi hielt dem Druck stand und gewann mit 3:1 in Ecuador, dreifacher Torschütze war natürlich Argentiniens Nummer 10 und...

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Die härteste WM-Qualifikation der Welt ist nun auch vorbei. In Südamerika stand der letzte Spieltag auf dem Programm. Argentinien samt Lionel Messi hielt dem Druck stand und gewann mit 3:1 in Ecuador, dreifacher Torschütze war natürlich Argentiniens Nummer 10 und Kapitän. Der Copa America Sieger von 2015 und 2025, Chile, muss dagegen nach dem 0:3 in Brasilien die WM vor dem Fernseher verfolgen. Neben Argentinien schoben sich auch Kolumbien und Peru am Confederations-Cup-Finalist vorbei.

Ecuador – Argentinien 1:3 (1:2) – Messi, Messi, Messi

Der Druck für Argentinien war immens, der Start ins Spiel mehr als bescheiden. Nur 30 Sekunden dauerte es ehe Ecuador in Führung ging: Nach einem Kopfball-Doppelpass sorgte Ibarra für die frühe “La-Tri”-Führung. Doch die Albiceleste reagierte keineswegs geschockt und machte viel Druck auf das Gehäuse von Banguera. Nach ein paar Halbchancen war es schließlich Lionel Messi, der nach feinem Zusammenspiel mit Angel Di Maria zum Ausgleich einschoss (12.) und wildentschlossen den Ball aus dem Netz holte – die Botschaft von “La Pulga” war klar. Nur acht Minuten setzte Messi noch einen drauf und verwandelte nach einem Schnitzer in der ecuadorianischen Abwehr knallhart unter die Latte aus 16 Metern. 2:1.

Der Superstar des FC Barcelona war der überragende Mann auf dem Platz und initiierte immer wieder gefährliche Angriffe. So auch in der 32. Minute, als er Di Maria mit einem feinen Pass einsetzte, der jedoch im eins gegen eins gegen Banguera den kürzeren zog. Somit sollte es mit dem 2:1 in die Kabinen gehen.

Das Spiel wurde nun ruppiger. Einer ließ sich davon nicht aufhalten: Lionel Messi. In der 62. Minute nahm der 30-jährige einen langen Ball mit der Brust an, ging ins Tempodribbling und hob den Ball von der Strafraumgrenze über den machtlosen Banguera ins Tor zum 3:1 – besser kann man es wohl nicht machen. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Der für den erneut schwachen Benedetto eingewechselte Icardi vergab kurz vor Schluss noch das mögliche 4:1.

Argentinien ist dank Lionel Messi als drittplatzierter sicher bei der WM 2018 dabei. Eine Chaos-Qualifikation mit drei Trainern nahm damit ein versöhnliches Ende.

Brasilien – Chile 3:0 (0:0) – Chile geht in Brasilien unter

Chile – noch auf Platz drei vor dem letzten Spieltag – war der große Verlierer der gestrigen Spielrunde und fiel auf den sechsten Platz zurück und ist damit nicht bei der WM 2018 dabei.

Ohne den gelbgesperrten Vidal aber mit dem angeschlagenen Aranguiz musste man bei den starken und bereits qualifizierten Brasilianern antreten. In der Palmeiras-Arena sahen die Zuschauer eine ausgeglichenen Begegnung, in der Brasilien das Spiel kontrollierte und Chile wenig Gefahr versprühte.

In der zweiten Halbzeit erhöhte die Seleção das Tempo und ging durch Paulinho in Führung, der einen Fehler von Claudio Bravo ausnutzen konnte. Der ehemalige Barça-Keeper konnte einen tückischen Freistoß von Dani Alves nur abklatschen lassen, direkt vor die Füße Paulinhos (55.). Nur zwei Minuten später setzte Coutinho Neymar mit einem wunderbaren Diagonalball ein, der uneigennützig auf Gabriel Jesús quer legte. Dieser hatte keine Mühe zum 2:0 einzuschieben. Chile versuchte noch einmal alles, hatte aber bis auf eine Kopfballchance von Medel kaum nennenswerte Chancen. In der Nachspielzeit erhöhte Gabriel Jesús gar auf 3:0 – Bravo hatte sein Tor bei einem Eckball verlassen und Man Citys Stürmer hatte keine Mühe ins verwaiste Tor einzuschieben.

Durch den Sieg Argentiniens und das Unentschieden zwischen Peru und Kolumbien fiel Chile letztlich auf den sechsten Platz zurück.

Peru – Kolumbien 1:1 (0:0) – Ospina ist Guerreros Komplize

Perus wichtigstes Qualifikationsspiel seit 1981 brachte alle Grundlagen für einen Thriller mit: Die Kolumbianer, die auf Rang 4 in den Spieltag gingen, und die Peruaner, die auf dem Playoff-Platz starteten, standen sich im Estadio Nacional zu Lima gegenüber, und jeder Treffer in Quito und São Paulo veränderte die Ausgangslage für beide Teams.

Nach dem frühen Doppelschlag von Messi war es daher zunächst Peru, das virtuell ausgeschieden war. Dennoch spielte das Team von Ricardo Gareca eher kontrolliert und ließ sich nicht verunsichern, kam aber auch nicht zu großen Chancen. Kolumbien, das am letzten Spieltag mit einer peinlichen Heimniederlage gegen Paraguay die schon sicher geglaubte Qualifikation noch hergeschenkt hatte, riskierte aber auch nichts – vorbehaltlich eines paraguayischen Kantersieges reichte José Pekermans Team ein Remis auf jeden Fall für den Playoff-Platz. Dementsprechend tauchten Kolumbiens Offensivstars James Rodríguez, Falcao und José Cuadrado weitgehend ab. Ein harmloser abgefälschter Fernschuss von James, den Gallese sicher parierte, war einer der wenigen echten Torschüsse der ersten Halbzeit (13.) – und damit waren die Cafeteros dennoch deutlich gefährlicher als Peru, das permanent lange Bälle auf den einsam kämpfenden Paolo Guerrero schlug. Das 0:0 zur Pause war die einzig logische Konsequenz.

Nach der Pause häuften sich dann die guten Nachrichten für Kolumbien: Erst rückte man nach dem brasilianischen Doppelschlag auf Rang 4 vor, dann traf James, nachdem die peruanische Abwehr einen langen Ball konfus verteidigt hatte. Von Falcao sprang der Ball vor die Füße des Bayern-Stars, der aus zehn Metern mit rechts einnetzte (56.). Ein Tor mitten ins Herz der Peruaner, die damit auf Platz 6 zurückfielen und bis zur 75. Minute keinen wirklichen Schuss aufs Tor brachten – Flores’ Versuch in der ersten Halbzeit war so harmlos gewesen, dass Keeper David Ospina ihn mit den Füßen kontrollieren konnte, die wenigen anderen Abschlüsse waren harmlos am Tor vorbei geflogen. Ironischerweise hätte Ospina dann den ersten Torschuss einfach passieren lassen können: Paolo Guerreros Freistoß aus 23 Metern war eigentlich indirekt, doch der peruanische Kapitän schoss dennoch auf den Kasten. Der Treffer hätte nicht gezählt, hätte Ospina ihn nicht noch mit seiner linken Hand touchiert (76.). Der Ausgleich löste gigantische Jubelstürme im Estadio Nacional aus, die aber auf tönernen Füßen standen. Schon ein chilenischer Anschlusstreffer zum 2:1 hätte Peru bei identischem Torverhältnis aus den Playoff-Rängen geworfen, doch Brasilien tat ihnen sogar noch den Gefallen des 3:0. Da das Spiel in Lima etwas später angepfiffen worden war, wusste Peru um den Endstand und hätte nun sogar noch auf Risiko gehen können, um die Playoffs zu vermeiden, doch das Team entschied sich für ein zweikampfloses Ballgeschiebe, das die direkt qualifizierten Kolumbianer natürlich nicht störte. Nach Abpfiff stürmten auf beiden Seiten die Ersatzspieler jubelnd aufs Feld, doch während Kolumbien die Flüge nach Russland schon buchen darf, muss Peru erst einmal die Spiele gegen Neuseeland überstehen.

Paraguay – Venezuela 0:1 (0:0) – Herrera beendet Paraguays Träume

Die paraguayische Albirroja wusste vor dem Spiel gegen Venezuela, dass ein besonderer Tag für eine Qualifikation nötig sein würde. Immerhin stand man nur auf Platz 7 und musste so mindestens zwei Mannschaften überholen. Allerdings war zumindest der Gegner, der Tabellenletzte Venezuela, der in acht Auswärtsspielen zwei Punkte eingefahren hatte, nominell ein dankbares Opfer.

Paraguay startete druckvoll, doch auch Venezuelas schnelle Gegenangriffe über Josef Martínez und Salomon Rondón wirkten gefährlich. Dann hätte Paraguay in Führung gehen müssen: Nach Cecilio Domínguez’ Hereingabe lenkte erst Faríñez den Ball ab, im Nachsetzen kamen Angel Romero und Anthony Sanabria nicht ans Leder (26.). Es war die beste Chance der ersten Halbzeit, in der Paraguay vor allem auf viele Hereingaben setzte, aber auf eine konzentrierte venezolanische Deckung und den starken Schlussmann Wuilker Faríñez traf.

Nach der Pause merkte man dem eigentlich eher konterstarken Paraguay Probleme mit dem Druck und der Spielgestaltung an. Immer noch waren Flanken das beliebteste Mittel, doch sie führten selten zu großen Chancen – auch nicht, nachdem Altstar Oscar Cardozo eingewechselt wurde (56.). Stattdessen setzte Venezuela immer wieder Nadelstiche, so prüfte etwa Jhon Murillo Paraguays Schlussmann Silva (60.), und Soteldo traf nach starkem Dribbling die Late (83.). Trotz der guten Ergebnisse auf den anderen Plätzen – ein Sieg hätte letztlich für Platz 5 gereicht – stellte sich so bei den Gastgebern langsam Verzweiflung ein. Die wurde nicht kleiner, als Venezuela die Führung gelang: Der zuvor eingewechselte Romulo Otero startete noch in der eigenen Hälfte, ließ zahlreiche Gegenspieler aussteigen, drang bis zur Grundlinie vor und hatte dann das Auge für Jungstar Yangel Herrera im Rückraum. Der erzielte mit einem abgezockten Flachschuss sein erstes Länderspieltor (85.). Paraguay reagierte mit Wucht, doch eine überragende Parade von Faríñez, der einen Kopfball von Gustavo Gómez an die Latte lenkte (88.) zog ihnen endgültig den Zahn. Dann sahen Gómez und sein Gegenspieler Angel für eine hitzige Auseinandersetzung Rot (90.). Trotz acht Minuten Nachspielzeit schafften die Gastgeber die Wende nicht mehr und müssen 2018 vor dem Fernseher sitzen.

Uruguay – Bolivien 4:2 (2:1) – Suárez macht alles klar

Schon vor Anpfiff war klar, dass das Spiel zwischen Uruguay und Bolivien wohl das am wenigsten dramatische des Abends werden würde. Während Bolivien chancenlos ausgeschieden war, hätte Uruguay nur bei einer aberwitzig unwahrscheinlichen Ergebniskombination auf Rang 5 zurückfallen können.

Die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen von Montevideo spiegelten die tabellarische Konstellation durchaus wieder, von Beginn an spielte nur Uruguay, das im verjüngten Mittelfeld mit De Arrascaeta und Bentancour auf Offensive setzte und natürlich auf das Duo Cavani/Suárez bauen konnte. Dennoch war es überraschend Bolivien, das in Führung ging – und selbst nicht wusste, wie: Nach einem Einwurf von links schoss Uruguays Kapitän Diego Godín seinen Abwehrkollegen Gastón Silva an, von dessen Bein prallte der Ball zum 0:1 ins eigene Netz (24.). Uruguay wusste jedoch mit dem Rückschlag umzugehen und drehte das Match noch vor der Pause. Der Unglücksrabe Silva machte dabei sein Eigentor mit zwei Torvorlagen wieder wett: Erst staubte Martin Cáceres nach seinem Schussversuch zum 1:1 ab (39.), dann verlor Boliviens Abwehr Edinson Cavani nach Silvas Flanke aus den Augen. Der Matador ließ sich nicht zweimal bitten und köpfte ein (42.).

Die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten, doch diesmal war es der überragende Luis Suárez, der die Abschlussarbeit übernahm. Der Angreifer, der in Barcelona mäßig in die Saison gestartet war und Gerüchte über eine mögliche Verletzung dementierte, zeigte seine große Klasse mit einem einem Doppelpack (60./76.), bei dem die bolivianische Defensive freundlich-passiv blieb. Besonders Suárez Ballannahme und Drehung vor dem 4:1 waren aber auch wirklich stark. Das Ergebnis hätte richtig deutlich ausfallen können, hätte Uruguay nicht vorne noch Chancen liegen gelassen und hinten für den inexistenten bolivianischen Angriff die Abschlüsse selbst übernommen. So köpfte Godin zum 4:2 ins eigene Tor (78.). Es blieb der Schlusspunkt einer Qualifikation, mit der Uruguay als Zweiter sehr zufrieden sein kann, während Bolivien als Vorletzter wenig Positives mitnimmt und auf Katar 2022 hoffen muss.

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“La Roja” ohne Vidal und Aranguíz im Endspiel gegen die “Selecao” http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/la-roja-vidal-aranguiz-selecao-768539 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/la-roja-vidal-aranguiz-selecao-768539#comments Tue, 10 Oct 2017 15:51:02 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6256 Die aktuell drittplatzierten Chilenen müssen beim Endspiel um die WM-Teilnahme 2018 in Russland auf Superstar Vidal verzichten. Auch Charles Aranguíz von Bayer Leverkusen fehlt “La Roja” heute Nacht gegen Neymar & Co.  Die wohl spannendste WM-Qualifikation auf dem südamerikanischen Kontinent...

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Die aktuell drittplatzierten Chilenen müssen beim Endspiel um die WM-Teilnahme 2018 in Russland auf Superstar Vidal verzichten. Auch Charles Aranguíz von Bayer Leverkusen fehlt “La Roja” heute Nacht gegen Neymar & Co. 

Die wohl spannendste WM-Qualifikation auf dem südamerikanischen Kontinent seit geraumer Zeit steuert auf ihr Finale zu. Besonders die Partien Chile gegen die bereits qualifizierten Brasilianer und natürlich Argentinien um Superstar Leo Messi gegen Ecuador versprechen neben viel Spannung auch eine Gratwanderung zwischen frenetischer Ekstase und allumfassender Trauer zu werden, wie man es aus Südamerika ja eigentlich gewohnt ist.

“La Roja” mit besserer Ausgangslage

Während für das Nachbarland Argentinien ein Sieg gegen die ecuadorianische Auswahl für das Erreichen der Weltmeisterschaftsendrunde unabdingbar ist, reicht für “La Roja” unter Umständen sogar ein Unentschieden, um das begehrte Ticket nach Russland im kommenden Sommer lösen zu können. Sollte Argentinien gegen Ecuador nicht gewinnen, sind die von Juan Antonio Pizzi trainierten Chilenen automatisch qualifiziert. Da Chile aktuell den dritten Rang mit 26 Zählern vor Kolumbien (ebenfalls 26 Punkte) und Peru (25 Punkte) auf dem Playoff-Rang innehat, würde ein Unentschieden gegen Brasilien ausreichen. Peru trifft heute Nacht auf die Kolumbianer um Bayern-Star James Rodriguez, Chiles Verfolger nehmen sich somit gegenseitig die Punkte weg, Chile wird mindestens Vierter.

Vidal gesperrt – Brasilien in Bestbesetzung

Verzichten muss Pizzi auf einen anderen Akteur vom deutschen Rekordmeister. Arturo Vidal ist aufgrund zu vieler gelber Karten beim Endspiel gegen die Selecao nicht mit von der Partie. Die entscheidende Amarilla holte er sich dabei am vergangenen Spieltag beim dramatischen 2:1 Sieg gegen Ecuador im heimischen Estadio Monumental ab und steht “La Roja” gegen Brasilien somit nicht zur Verfügung, ebenso wie sein Bundesligakollege Charles Aranguíz, der aus taktischen Gründen nicht zum Kader gehören wird.

Es darf erwartet werden, dass die Brasilianer die Partie trotz der bereits feststehenden Qualifikation sehr ernst nehmen werden und eher als Vorbereitung für das Turnier in Russland verstehen. Der 222-Mio. Mann Neymar wird ebenso zum Aufgebot des fünfmaligen Weltmeisters gehören wie Gabriel Jesus von ManCity und Philippe Coutinho vom FC Liverpool. Für “La Roja” zwar keine unlösbare, allerdings durchaus komplizierte Aufgabe.

Im Vorfeld der Partie stellte Chiles Nationaltrainer Pizzi bereits klar, dass man ob der bevorstehenden Partie keineswegs Angst, sondern eher positive Anspannung empfinde. Man sei aufgeregt, die selbstgesetzten Ziele zu erreichen, und das WM Ticket zu lösen, sagte Pizzi auf der Pressekonferenz.

Kampf gegen die eigenen Nerven

Für Chile wird es in erster Linie darauf ankommen, inwiefern der Ausfall des Kriegers, Arturo Vidal, ins Gewicht fällt. Ein weiteres Problem könnten die eigenen Nerven werden. Bei einer derart spannenden Ausgangslage ist es wichtig, keine Nervosität ins eigene Spiel kommen zu lassen, selbst bei eigenem Rückstand und/oder einer Führung der Argentinier.

Bauen kann Chile allerdings auf die Unterstützung aus dem gesamten Andenstaat. Heute ist kein gewöhnlicher Tag, heute spielen wir mit allem, was wir haben, für das gesamte chilenische Volk, heute sind wir alle vereint, heute tragen wir alle das gleiche Trikot, ließ der chilenische Verband auf Twitter verlauten.

An der mangelnden Einstellung dürfte es für “La Roja” heute zumindest nicht mangeln.

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Argentinien mit zwei Änderungen und weiter mit Benedetto – Regenflut in Quito erwartet http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/18-spieltag-argentinien-quito-985724 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/18-spieltag-argentinien-quito-985724#comments Mon, 09 Oct 2017 10:12:20 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6249 Während Brasillien und Uruguay ihre WM-Tickets schon buchen konnten, kämpfen Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru und Paraguay am Dienstag noch um die Qualifikation. Besonders die Krise der Fussballhochburg Argentinien rückt dabei in den Vordergrund. Die ‘Albiceleste’ ist gegen das bereits ausgeschiedene...

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Während Brasillien und Uruguay ihre WM-Tickets schon buchen konnten, kämpfen Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru und Paraguay am Dienstag noch um die Qualifikation.

Besonders die Krise der Fussballhochburg Argentinien rückt dabei in den Vordergrund. Die ‘Albiceleste’ ist gegen das bereits ausgeschiedene Ecuador zum Siegen verdammt. Damit das klappt, wird Trainer Sampaoli das Team laut argentinischen Medienberichten wohl auf zwei Positionen umstellen: Enzo Perez und Eduardo Salvio rücken für die enttäuschenden Ever Banega und Papu Gomez rein. Sampaoli erhofft sich viel vom Zusammenspiel zwischen Perez und Salvio, die drei Jahre zusammen bei Benfica Lissabon gespielt haben. Lokalheld Dario Benedetto wird indes weiterhin den Vorzug vor Mauro Icardi erhalten – trotz seiner durchwachsenen Leistung gegen Peru.

Die voraussichtliche Aufstellung:

Romero; Mercado, Otamendi, Mascherano, Acuña; Biglia, Pérez; Salvio, Messi, Di María; Benedetto

Albiceleste bereits in Ecuador gelandet – Regenfälle werden erwartet

Die argentinische Nationalmannschaft ist gestern Nacht bereits in Guayaquil gelandet, wo man sich bis Dienstag auf dem Trainingsgelände von Emelec auf das entscheidende Duell mit Ecuador vorbereitet. Dienstag wird man dann erst in die Höhe von Quito aufbrechen (2.850 m) und vom Flughafen direkt ins Estadio Atahualpa fahren, wo der Showdown letztendlich stattfinden wird (01:30 MESZ).

Zudem werden bis zur Anstoßzeit in der Höhe von Quito neben Stürmen auch heftige Regenergüsse erwartet, so dass ein guter Zustand des Rasens nicht garantiert werden kann. Es kommt also knüppeldick für Argentinien, bei denen wieder alle Augen auf Weltstar Lionel Messi gerichtet sein werden.

Gago fällt sechs bis acht Monate aus

Neben dem Ergebnis war die Verletzung Fernando Gagos gegen Peru eine weitere schlechte Nachricht für die Albiceleste und auch für den Verein des Mittelfeldspielers, die Boca Juniors. Der 31-jährige hat sich das vordere Kreuzband und das Innenband im rechten Knie gerissen. Am kommenden Donnerstag wird er von Dr. Jorge Batista operiert, der ihn bereits zweimal an der Achillessehne operiert hat (2015 und 2025). Gago wird dann erst wieder in sechs bis acht Monaten auf dem Platz stehen.

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17. Spieltag: Argentinien nur 0:0 – Kolumbien verzockt sicheren Sieg http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/17-spieltag-argentinien-383981 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/17-spieltag-argentinien-383981#comments Fri, 06 Oct 2017 11:05:05 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6217 Gestern Nacht stand der vorletzte Spieltag der Eliminatorias, der südamerikanischen WM-Qualifikation, auf dem Programm. Der Fokus lag dabei auf Argentinien und Chile, die beide unbedingt einen Sieg gebraucht haben. Diesen konnte aber nur Chile mit einem 2:1 gegen Ecuador einfahren,...

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Gestern Nacht stand der vorletzte Spieltag der Eliminatorias, der südamerikanischen WM-Qualifikation, auf dem Programm. Der Fokus lag dabei auf Argentinien und Chile, die beide unbedingt einen Sieg gebraucht haben. Diesen konnte aber nur Chile mit einem 2:1 gegen Ecuador einfahren, während Argentinien gegen Peru nicht über ein torloses Unentschieden hinauskam.

Argentinien – Peru 0:0 – Argentinien trifft das Tor nicht

Die Ausgangslage war klar: In der legendären Pralinenschachtel “La Bombonera” musste ein Sieg gegen den punktgleichen Konkurrenten aus Peru her. Angeblich haben sich die Spieler sowie Trainer Sampaoli das Heimstadion der Boca Juniors als Austragungsort für dieses so wichtigen Spieles gewünscht. Die beeindruckenden Atmosphäre sollte den Gegner aus dem Andenstaat einschüchtern.

Ohne die beiden Italien-Legionäre Dybala und Icardi, die beide nur auf der Bank saßen, dafür aber mit Superliga-Toptorschütze Darío Benedetto trat die Sampaoli-Elf an. Wie schon beim blamablen 1:1 gegen Venezuela startete die Albiceleste stark in die Partie und setzte die Peruaner bereits früh in der eigenen Hälfte unter Druck. Man hatte auch gute Chancen durch Messi (2x) und Di María, die jedoch Zielwasser vermissen ließen. Mit der Zeit kamen die Peruaner immer besser in die Partie und hatten durch Jefferson Farfán eine klare Chance, die der Ex-Schalker aber vergab. Kurz vor der Halbzeit flankte Messi auf Benedetto, dessen Kopfball jedoch über das Gehäuse flog.

Mit Rigoni für Di María startete die Sampaoli-Elf energisch in die zweite Hälfte, Messi scheiterte mit seinem Nachschuss jedoch am Pfosten (46.), zuvor hatte Peru-Keeper Gallese stark gegen Benedetto pariert. Danach schwang sich Gallese immer mehr zum Fels in der Brandung auf: Er hiert stark gegen Biglia und Alejandro Gómez. In der 60. Minute dann die nächste große Chance für die Argentinier: Messi setzte sich wunderbar auf der linken Seite durch und Rigonis Schuss wurde von der Torlinie gekratzt. Mit Fernando Gago kam ein weiterer Boca-Spieler, der jedoch nur sechs Minuten später wieder das Feld verlassen musste. Der Ex-Real-Spieler hatte sich das Knie verdreht und wird mit einem Kreuzbandriss wohl sechs bis acht Monate ausfallen. Eine ganz bittere Geschichte. Gallese hielt weiterhin alles was auf seinen Kasten kam, kurz vor Schluss verhinderte Argentiniens Torwart Romero dann sogar die Niederlage.

Wieder ein bitterer Abend für den Vize-Weltmeister, der nun in Ecuador gewinnen muss und mit einem Sieg dann immerhin den fünften Platz sicher hätte, der für die Playoffs gegen Neuseeland berechtigen würde. Die Konkurrenten aus Kolumbien und Peru treffen am letzten Spieltag aufeinander und nehmen sich so gegenseitig die Punkte weg. Dafür müssen die Sampaoli-Schützlinge aber endlich einmal das Tor treffen. 16 Tore in 17 Spielen sprechen da eine eigene Sprache.

Bolivien – Brasilien 0:0 – Brasilien verzweifelt an Lampe

Mit der Creme de la Creme trat Brasilien in Bolivien an (unter anderem mit Gabriel Jesus, Neymar und Coutinho), kam aber trotz bester Chancen nicht über ein 0:0 hinaus. Boliviens Torhüter Lampe erwischte einen bärenstarken Tag.

Venezuela – Uruguay 0:0 – Uruguay fast sicher dabei

Uruguay kam in Venezuela nicht über ein 0:0 hinaus, ist aber fast sicher bei der WM dabei. Ein Punkt gegen Bolivien reicht Luis Suárez und Co.

Kolumbien – Paraguay 1:2 (0:0) – Ospina patzt doppelt

Die Ausgangslage war klar: Mit einem Sieg hätten die Cafeteros das Ticket zur WM direkt gebucht. Dafür sollten unter anderem Falcão und auch James Rodríguez sorgen, die beide in der Startelf standen.

Den besseren Start erwischten aber die Gäste aus Paraguay, die in Person von Richard Ortíz am Pfosten scheiterten. Danach war Kolumbien das klar spielbestimmenden Team und hatte auch gute Chancen durch  Edwin Cardona und Davinson Sanchez, die jedoch ungenutzt blieben.

In der zweiten Hälfte musste man bis zur 78. Minuten warten, ehe Torjäger Falcão nach feinem Pass von Chará Paraguays Torwart Silva überlupfte. Das WM-Ticket war zum greifen nahe. Doch in den letzten Minuten gaben die Kolumbianer den sicher geglaubten Sieg noch aus den Händen. Ospina patzte zweimal und Cardozo (89.) sowie Sanabria (92.) konnten jeweils abstauben.

Der überraschende Sieg für die Gäste, die damit noch auf die WM hoffen können. Ein Sieg im letzten Spiel gegen Venezuela ist Pflicht dafür, während die Kolumbianer nun zum Endspiel nach Peru müssen.

Chile – Ecuador 2:1 (1:0) – Sanchez sichert späten Sieg

Chile ist zurück im Rennen um ein WM-Ticket. Gegen Ecuador feierte man einen verdienten 2:1-Heimsieg.

Der ehemalige Hoffenheimer Vargas brachte Chile in der ersten Hälfte in Front, ehe Ibarra in der 82. Minute überraschend für die Gäste ausgleichen konnte. Nur drei Minuten später aber war es Alexis Sanchez, der zum wichtigen Siegtreffer traf.

Die Chilenen sind nun wieder zurück im Rennen und müssen aber zum schweren Auswärtsspiel in Brasilien antreten. Ecuador dagegen wird die WM 2018 sicher vor dem Fernseher verfolgen müssen.

Abschliessende Partien:

Brasilien – Chile

Uruguay – Bolivien

Peru – Kolumbien

Ecuador – Argentinien

Paraguay – Venezuela

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Argentinien und Chile unter Siegzwang http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/argentinien-russland-2018-456206 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/eliminatorias/argentinien-russland-2018-456206#respond Thu, 05 Oct 2017 09:45:00 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6206 Eliminatorias -Noch sieben Mannschaften kämpfen um drei verfügbare Plätze zur Direktqualifikation für Russland und ein Ticket nach Neuseeland mit der Möglichkeit, sich via Play-Offs zu qualifizieren – so präsentiert sich die Ausgangslage in Südamerika vor den letzten zwei Runden. Bis...

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Eliminatorias -Noch sieben Mannschaften kämpfen um drei verfügbare Plätze zur Direktqualifikation für Russland und ein Ticket nach Neuseeland mit der Möglichkeit, sich via Play-Offs zu qualifizieren – so präsentiert sich die Ausgangslage in Südamerika vor den letzten zwei Runden. Bis jetzt hat sich einzig Brasilien einen fixen Platz ergattert, Venezuela und Bolivien liegen abgeschlagen auf den letzten Rängen und müssen sich mit der Spielverderberrolle zufrieden geben. Die beiden Großmächte Chile und Argentinien stehen vor den entscheidenden Spielen.

Venezuela könnte morgen als erstes Uruguay ärgern und für zusätzliche und vor allem unerwartete Spannung sorgen. Die Celeste liegt auf Platz zwei mit 27 Punkten und hat auf dem Papier das einfachste Restprogramm – gegen die beiden Schlusslichter (abschliessendes Heimspiel gegen Bolivien). Ein Dreier reicht den Uruguayern.

Neben Uruguay startet Kolumbien aus der Pole-Position, auf Platz 3 mit 26 Punkten liegend. Die „Seleccion Colombiana“ trifft dabei mit Paraguay (Heimspiel) und Peru (auswärts) auf zwei direkte Konkurrenten und hat es in den eigenen Füssen, sich zu qualifizieren. Spielerisch wusste das Team von José Pekerman zuletzt nicht zu überzeugen. Ein „Wackelkandidat“!

Peru als Team der Stunde – Argentinien und Chile sind angeschlagen

Das Team der Stunde ist Peru mit drei siegreichen Spielen in Serie. Dank der neun Punkte arbeiteten sich die Mannen um Captain Paolo Guerrero (ex-HSV, ex-Bayern) auf den 4. Platz vor. Mit dem schwierigen Auswärtsspiel gegen Argentinien und dem Heimspiel gegen Kolumbien laufen die Rot-Weissen aber die grosse Gefahr, wichtige Punkte liegenzulassen. Peru ist das Team, welches für Spannung sorgt.

Direkt hinter den Peruanern lauern die angeschlagenen Argentinier und Chilenen, welche in den vergangenen vier Partien lediglich je einmal gewinnen konnten. Chile trifft zuerst im wohl wichtigsten Spiel der zweitletzten Runde auf Ecuador und reist abschliessend nach Brasilien. Etwas bessere Karten (und 1 Punkt mehr) hat Argentinien mit dem Heimspiel gegen Peru und der Reise nach Ecuador. Sowohl für die Chilenen als auch die Argentinier heisst es: verlieren verboten, um ein desaströses Ausscheiden zu vermeiden.

Verlieren am Freitag sowohl Paraguay (in Kolumbien) wie auch Ecuador (in Chile), müssen die beiden „Jäger“-Teams den WM-Traum begraben. Die Abschlussspiele gegen Argentinien im Falle von Ecuador und Venezuela im Falle von Paraguay verlören an Relevanz .

Zweitletzte Runde:

Colombia vs. Paraguay
Chile vs. Ecuador
Argentina vs. Perú
Venezuela vs. Uruguay
Bolivia vs. Brasil

Letzte Runde:

Paraguay vs. Venezuela
Brasil vs. Chile
Ecuador vs. Argentina
Perú vs. Colombia
Uruguay vs. Bolivia

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