Venezuela – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Venezuela – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Team der Woche: Deportivo Lara http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/team-der-woche-deportivo-lara http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/team-der-woche-deportivo-lara#respond Fri, 12 Apr 2019 16:40:12 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11650 Unsere Auszeichnung „Team der Woche” geht ganz klar nach Venezuela 🇻🇪 zu Deportivo Lara (Deportivo Lara). Das Team aus Cabudare hat heute trotz der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wirren nicht nur seinen fünften Punkt in der Copa-Libertadores erkämpft – mit...

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Unsere Auszeichnung „Team der Woche” geht ganz klar nach Venezuela 🇻🇪 zu Deportivo Lara (Deportivo Lara). Das Team aus Cabudare hat heute trotz der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Wirren nicht nur seinen fünften Punkt in der Copa-Libertadores erkämpft – mit dem 2:2 bei Emelec.

Die “Rojinegros“ haben ein seltenes Kapitel der Fussballgeschichte geschrieben: An einem Tag gewann die 1. Mannschaft von Deportivo Lara zwei Spiele. Nur fünf Stunden lagen zwischen dem Anpfiff des Ligaspiels gegen die Llaneros, das mit jungen und rekonvaleszenten Spielern absolviert wurde, und dem Libertadores-Match gegen Huracan. Das Auswärtsspiel gewann Deportivo Lara mit 3:2, im heimischen Stadion (ohne Zuschauer und mit Stromausfällen) folgte 3 Stunden später ein 2:1-Sieg gegen die argentinischen Gäste von Huracan.

Schuld an der Terminkollision war der venezolanische Fussballverband. Trainer Leonardo Gonzalez sagte anschliessend lapidar: „Es war ein ziemlich heftiger und atypischer Tag. Wir mussten zwei Partien vorbereiten und konnten zwei Mal gewinnen.“ Wir gratulieren!

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Streik in Venezuela http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/streik-in-venezuela http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/streik-in-venezuela#respond Tue, 12 Mar 2019 10:42:32 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=11589 7. Runde der Meisterschaft: Die Spieler von Zulia FC und dem Caracas FC zogen ihre Trikots an, betraten das Spielfeld in Maracaibo, stellte sich auf, doch nach dem Anpfiff durch den Schiedsrichter, weigerten sie sich, zu spielen. Sie gruppierten sich,...

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7. Runde der Meisterschaft: Die Spieler von Zulia FC und dem Caracas FC zogen ihre Trikots an, betraten das Spielfeld in Maracaibo, stellte sich auf, doch nach dem Anpfiff durch den Schiedsrichter, weigerten sie sich, zu spielen. Sie gruppierten sich, sprachen miteinander, schlugen einige Pässe – gemäss Augenzeugen 90 Minuten lang. Aus Protest gegen den Entscheid des nationalen Verbandes, trotz der sozialen und wirtschaftlichen Krise im Landes und im speziellen Falle trotz tagelanger Stromausfälle, die Runde auszutragen, entschieden sich die beiden Mannschaften zu dieser Massnahme. Mittendrin: der Schweizer Frank Feltscher (Frank Feltscher).

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Saisonstart in Venezuela: Alles zum Torneo Apertura 2018 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/saisonstart-venezuela-547842 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/saisonstart-venezuela-547842#respond Sat, 27 Jan 2018 22:15:11 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7620 Auch in Venezuela gehts wieder los! Wir geben Euch vor der ersten Runde vom Wochenende einen Kurzüberblick über die Liga. Der Überraschungsmeister Monagas Sport Club wird es schwer haben, den Titel zu verteidigen, u.a. weil sie ihren Torgaranten in die...

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Auch in Venezuela gehts wieder los! Wir geben Euch vor der ersten Runde vom Wochenende einen Kurzüberblick über die Liga.

Der Überraschungsmeister Monagas Sport Club wird es schwer haben, den Titel zu verteidigen, u.a. weil sie ihren Torgaranten in die MSL verloren haben. Ausserdem haben sich die Gegner teilweise massiv verstärkt. La Guaira beispielsweise rüstete auf, auch Lara und Mineros de Guayana, die beide ihr Kader zusammenhalten konnten, zählen zu den Favoriten. Rekordmeister Caracas Fútbol Club (11 Titel) und Deportivo Tachira F.C. (8 Titel) befinden sich in einem Umbruch und dürften erst wieder in der Clausura um den Titel mitspielen.

Hier eine Übersicht zur venezolanischen Liga:

Venezuela

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Sensation in Venezuela: Der Meister heißt Monagas http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/sensation-monagas-457145 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/sensation-monagas-457145#comments Tue, 19 Dec 2017 23:13:37 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7145 In Venezuela endet die Saison 2017 wie sie begonnen hatte, mit einer riesigen Überraschung. Der Meister heisst Monagas, ein Team aus der Stadt Maturín im Nordosten des Landes. Der Sieger der ersten Saisonhälfte (Apertura) setzte sich im Finale gegen die...

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In Venezuela endet die Saison 2017 wie sie begonnen hatte, mit einer riesigen Überraschung. Der Meister heisst Monagas, ein Team aus der Stadt Maturín im Nordosten des Landes.

Der Sieger der ersten Saisonhälfte (Apertura) setzte sich im Finale gegen die Clausura-Sieger Deportivo Lara durch und ist erstmals venezolanischer Meister. Der Club existiert seit genau 30 Jahren, sieben Jahre davon spielte Monagas in der zweiten Liga, vier Mal stieg das Team ab. 2001/2002 schnupperte man erstmals an einem Titel, blieb jedoch mit zwei Punkten hinter dem späteren Meister.

Bereits der Erfolg in der Apertura war eine Sensation. Die Spieler von Monagas waren unbekannt, viele von ihnen waren zweite Wahl in ihren vorherigen Clubs. Bestes Beispiel ist Torschützenkönig Anthony Blondell (24 Tore), der in den vergangenen drei Saison bei seinem ehemaligen Verein Zamora weniger als 10 Mal zum Einsatz kam.

Monagas trotzt dem Abgang von Schlüsselspieler Gonzalez

Trainer Jhonny Ferreira formte aber eine in dieser Saison eine Einheit und führte die „Krieger vom Guarapiche“ von Sieg zu Sieg. Zum wichtigsten Spieler der Apertura avancierte Luis „Cariaco“ Gonzalez – in der MSL wurde der FC Dallas auf ihn aufmerksam und Monagas musste ihn ziehen lassen. Die Erwartungen für die Clausura und die Hoffnungen, die Sensation zu wiederholen waren deshalb noch geringer.

Coach Ferreira konzentrierte sich fortan auf das Innenleben der Mannschaft und setzte auf kleine Fortschritte. Die Clausura sollte dazu dienen, sich auf das Endspiel vorzubereiten, für welches man sich dank dem Apertura-Titel bereits qualifizierte hatte. Trotzdem erreichte Monagas die Play-Offs der besten Acht und schied im Halbfinale gegen Lara aus. Wenige Tage später aber folgte die Revanche im grossen Finale und damit die noch grössere Sensation. Mit einem Gesamtscore von 2:1 setzte sich der Aussenseiter durch. Wermutstropfen für die Copa Libertadores: auch der beste Spieler der Clausura, Anthony Blondell, verlässt den Campeon in Richtung Nordamerika zum Vancouver Whitecaps FC.

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Venezuelas Messi ist weiblich – Deyna Castellanos auf den Spuren ihres Idols http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/venezuelas-messi-castellanos-873762 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/venezuelas-messi-castellanos-873762#respond Tue, 24 Oct 2017 09:58:36 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6370 Cristiano Ronaldo und Lieke Martens waren die großen Gewinner der gestrigen „The Best FIFA Football Awards“. Sie gewannen jeweils den Titel als Weltfußballerin beziehungsweise Weltfußballer. Bei der Zeremonie überstrahlte jedoch die erst 18-jährige Venezolanerin Deyna Castellanos alle großen Namen der...

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Cristiano Ronaldo und Lieke Martens waren die großen Gewinner der gestrigen „The Best FIFA Football Awards“. Sie gewannen jeweils den Titel als Weltfußballerin beziehungsweise Weltfußballer. Bei der Zeremonie überstrahlte jedoch die erst 18-jährige Venezolanerin Deyna Castellanos alle großen Namen der Fußballwelt.

Am Montagabend saß Deyna Castellanos im Londoner Palladium mit gerade mal 18 Jahren bei den „The Best FIFA Football Awards“ in der ersten Reihe und nur wenige Plätze von ihrem großen Vorbild Lionel Messi entfernt. Dabei konnte die Venezolanerin in diesem Jahr etwas vorweisen, was selbst Messi und Cristiano Ronaldo nicht erreicht hatten. Sie war die einzige Nominierte, die gleich bei zwei Auszeichnungen im Rennen war: als Weltfußballerin und für den Puskás-Preis. Obwohl es für Castellanos am Ende nicht für einen Titelgewinn reichte, war das Lächeln aus ihrem strahlenden Gesicht nicht wegzukriegen.

Spaßfußball

Wo Castellanos auftaucht, ist auch ihr ansteckendes Lachen nicht weit. Egal ob auf dem Fußballplatz, bei Presseterminen oder an der Universität. Spaß spielt eine wichtige Rolle in Castellanos’ Leben und ist laut ihrem langjährigen Nationaltrainer Kenneth Zseremeta ein wichtiger Faktor für ihren Erfolg: „Sie spielt aus Spaß. Das zeichnet sie aus, sie genießt den Fußball.“

Bereits seit vier Jahren wirbelt Castellanos mit den Auswahlmannschaften Venezuelas bei den großen Turnieren durch die gegnerischen Strafräume und sich damit in die Herzen der Zuschauer. Stürmisch, mutig, kreativ, technisch stark und mit einer positiven Aggressivität treibt sie dabei ihre Mitspielerinnen immer wieder an. Überragend ist ihre Konsequenz im Abschluss. Kommt Castellanos am Strafraum frei zum Schuss, geht nur selten etwas schief. Dennoch bewahrt sie sich auf und neben dem Platz eine gewisse Gelassenheit und Leichtigkeit. In Drucksituationen hilft sie so ihren Teams oft mit wichtigen Treffern weiter.

Ein Fünfzig-Meter-Tor und seine Folgen

So auch am 3. Oktober 2025. Im zweiten Gruppenspiel der venezolanischen U17 bei der WM in Jordanien gelang Castellanos etwas, was selbst einem Weltklassespieler wie Messi bisher nicht gelungen ist. Venezuela musste gegen Kamerun in der dritten Minute der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer zum 1:1 hinnehmen. Für Castellanos und ihr Team jedoch kein Grund, den Sieg aufzugeben. Trainer Zsemereta wechselte Nohelis Coronel ein, die den Anstoß ausführte und Castellanos schoss den Ball vom Mittelkreis aus direkt ins Tor zum 2:1-Endstand. Riesen Jubel bei Castellanos, dem Team und im gesamten Stadion. Der Treffer wurde am Ende zum schönsten Tor des Turniers gewählt. Für jeden Fußballer wäre dies eine einmalige und außergewöhnliche Geschichte, für Castellanos jedoch nicht. „Als ich noch klein war, habe ich öfter solche Tore geschossen. Kürzlich ist es mir schon einmal in der Nationalmannschaft gelungen und auch in meinem College-Team in den USA“, erklärte die Stürmerin im Nachhinein. Auch Zsemereta bestätigte, dass dieser Schuss kein Glücksfall gewesen sei: „Sie übt diesen Schuss regelmäßig und arbeitet daran, ihn zu verfeinern.“ Nach der U17-WM stellte Castellanos klar: „Wenn irgendeines meiner Tore einmal für den Puskás-Preis nominiert würde, wäre ich sehr zufrieden.“ Ihr Fünfzig-Meter-Tor wurde ein viraler Hit und ein knappes Jahr später brachte es Castellanos die erhoffte Nominierung für den Puskás-Preis, obwohl sie selbst zugab: „Eigentlich ist das nicht das schönste Tor meiner Karriere.“

Erfolge über Erfolge für Castellanos

Werden nur die Leistungen im Jugendbereich betrachtet, so steht Castellanos bereits jetzt auf einer Stufe mit ihrem Idol Messi. Als 14-Jährige gewann sie im Jahr 2013 mit der U17-Südamerikameisterschaft den ersten großen Titel. Es folgten zwei vierte Plätze bei U17-Weltmeisterschaften, ein weiterer Sieg bei der U17-Südamerikameisterschaft sowie jeweils eine Silbermedaille bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen und den Juegos Bolivarianos. Castellanos dominierte bisher in der Regel jedes Turnier, an dem sie teilnahm, und stellte einige Rekordmarken auf. So wurde sie 2014 beste Torschützin der U17-WM und des Olympischen Juniorinnen-Fußballturniers. Zwei Jahre später wurde Castellanos bei der U17-WM als drittbeste Spielerin und Torschützin sowie für ihren Treffer aus fünfzig Meter ausgezeichnet. Dennoch war und ist sie sehr bescheiden. Von ihren Mitspielerinnen wird Castellanos als stets hilfsbereit beschrieben, denn sie möchte, dass die gesamte Mannschaft gut dasteht.

Team der Stunde

Die Anerkennung für die Leistungen von Castellanos und ihren Teamkolleginnen ließen im Heimatland nicht lange auf sich warten. Die neue Generation an Spielerinnen wird in Venezuela als das „Team der Stunde“ gefeiert. Die Begeisterung zeigte sich auch bei der heimischen U17-Südamerikameisterschaft 2025. Zum letzten Gruppenspiel gegen Brasilien kamen 45.321 Zuschauer ins Estadio Metropolitano in Lara. Ein neuer Rekordwert. Das ganze Land zeigt mittlerweile ein großes Interesse am Fußball und vor allem auch am Frauenfußball. Castellanos und Co. sollen den Traum der ersten WM-Teilnahme endlich erfüllen.

Familienbande

Erst vor knapp 13 Jahren kam es im baseballbegeisterten Venezuela durch Erfolge der männlichen „Vinotinto“ in der WM-Qualifikation und die Hoffnung auf die erste WM-Teilnehme zu einem regelrechten Fußball-Hype. Auch im Hause Castellanos zeigte sich die Wirkung des Hypes: Álvaro, Deynas älterer Bruder und damals zehn Jahre alt, entschied sich, vom Baseball zum Fußball zu wechseln. Die fünf Jahre jüngere Schwester begleitete ihn aufgrund ihrer Bewunderung zu jedem Training. Hier kam Castellanos erstmals direkt in Kontakt mit dem runden Leder. Während sie auf ihren Bruder wartete, spielte sie selbst am Seitenrand mit dem Ball und übte Tricks. Eines Tages wurde ein Trainer auf die kleine, dribbelnde Castellanos aufmerksam und bat die Eltern, sie beim Training mitmachen zu lassen. Nach einem kurzen Moment der Verblüffung unterstützten ihre Eltern diese Idee und ebneten Castellanos so den Weg in die Weltspitze. Ihre Mutter ist seitdem bei allen großen Turnieren an ihrer Seite und feuert sie von der Tribüne an. Erzielt Castellanos einen Treffer, sucht sie den Blickkontakt mit ihrer Mutter und beide formen mit ihren Händen ein Herz.

Ziehvater Arango

Neben ihrer Familie spielt ein alter Bekannter aus der Bundesliga eine wichtige Rolle. Seit Juan Arango Castellanos das erste Mal gesehen hat, kümmert sich Venezuelas Rekordnationalspieler um sein „Patenkind“. Damals spielte Castellanos in der von Arango betriebenen Fußballschule: „Ich weiß nicht mehr, wie alt sie war, als ich sie das erste Mal spielen sah. Aber ich erinnere mich noch gut daran, dass sie mich beeindruckte. Das Mädchen hatte für ihr Alter beachtliche technische Fähigkeiten und verfügte sowohl mit dem linken als auch mit dem rechten Fuß über eine erstaunliche Schusskraft. Hinzu kam ihre außergewöhnliche Antrittsschnelligkeit. Wenn man so eine Spielerin mit den Augen eines Profis beobachtet, ist das überaus beeindruckend.“ Für Castellanos ist Arango eine große Inspiration: „Er ist nicht nur ein Spieler, den jeder in Venezuela kennt, sondern er ist auch wie ein Vater für mich. Er hilft mir bei meiner Weiterentwicklung und spricht mir sehr viel Mut zu.“

Studium in den USA

Bereits nach der U17-WM 2014 erklärte Castellanos, auf ein Angebot aus dem Ausland mit schulischer Ausbildung zu hoffen. Zwei Jahre später wurde ihr Wunsch Realität, nachdem die Familie Guillermo Zamarripa kennengelernt hatte, den Gründer von CMAS Athletes, das lateinamerikanische Sportler an US-amerikanischen Universitäten und Colleges vermittelt. Castellanos erhielt zahlreiche Angebote und entschied sich schließlich Anfang 2025, im Sommer an die Florida State University zu wechseln und für die Seminoles aufzulaufen. Auch hier ragt die Venezolanerin heraus. In 28 Spielen gelangen ihr bisher 21 Tore. Seit Januar wohnt Castellanos mit ihrer neuen costa-ricanischen Teamkollegin Gloriana Villalobos zusammen, die nun ebenfalls an der Florida State studiert. Die beiden, die sich erstmals 2014 bei der U17-WM begegnet sind und als größte Entdeckungen gefeiert wurden, sind mittlerweile unzertrennlich geworden. In der lateinamerikanischen Wohngemeinschaft hat Castellanos das Sagen. „Deyna ist sehr ordentlich und ergreift die Initiative. Sie ist diejenige die sagt: ‚Komm, lass uns putzen. Bringen wir es hinter uns‘“, gab Villalobos zu. Für beide ist neben dem Fußball aber auch das Studium wichtig. Während Villalobos derzeit Sportmanagement studiert, studiert Castellanos Journalismus. „Wir helfen uns gegenseitig“, erklärte Villalobos. „Wenn ich eine Hausarbeit anfertigen muss und es ist schon sehr spät, dann hilft sie mir dabei und umgekehrt.“ Während der Semesterferien im Sommer 2017 lief Castellanos zudem für Santa Clarita Blue Heat in der United Women’s Soccer auf. Auch hier konnte Castellanos in den wenigen Wochen überzeugen, erzielte sechs Tore in neun Spielen und wurde zur besten Spielerin der Saison gewählt.

Eine der besten

Mitten im Unialltag erfuhr Castellanos am 17. August von ihrer Nominierung als Weltfußballerin. Der Tag begann wie immer mit einem gemeinsamen Frühstück mit dem Team vor dem Training, als Castellanos ein Tweet der FIFA erreichte, der sie von ihrer Nominierung in Kenntnis setzte. Als 18-Jährige ist sie damit die jüngste Kandidatin aller Zeiten, obwohl sie noch nie in einem Profiteam gespielt hat und auch noch nie an einer U20- oder einer WM der A-Nationalmannschaften teilgenommen hat. „Ich muss immer lachen, wenn ich daran denke, dass ich neben Spielerinnen wie Carli Lloyd nominiert worden bin. Es ist ein nervöses Lachen, denn ich hätte nie gedacht, dass so etwas so früh passieren würde. Ich bin total begeistert“, sagte Castellanos kurz nach der Nominierung.

Social-Media-Star

Dass Castellanos so beliebt ist und bei den Abstimmungen weit vorne landete, hat sie auch ihrer Aktivität auf diversen Social-Media-Plattformen zu verdanken. So hat die 18-Jährige zum Beispiel bei Instagram knapp 889.000 Abonnenten und liegt damit sogar knapp vor der alten Weltfußballerin Carli Lloyd, die auf 848.000 Abonnenten kommt, sowie deutlich vor der neuen Weltfußballerin Lieke Martens, die 414.000 Abonnenten vorweisen kann. „Ich versuche auch, sie auf dem Laufenden zu halten und mit ihnen über diese interaktive Plattform in Kontakt zu bleiben. Natürlich kann ich nicht jedem Fan antworten, der mich unterstützt, was ich sehr schade finde“, erklärte Castellanos.

Zukunft in Europa

Für eine Auszeichnung hat es am Montag schlussendlich nicht gereicht. Bei beiden Abstimmungen landete Castellanos auf dem dritten Rang. Juan Arango ist sich jedoch sicher: „In nicht allzu ferner Zeit wird sie zweifellos die beste Spielerin der Welt sein. Für mich ist Deyna die legitime Nachfolgerin von Marta oder Carli Lloyd.“ Die Zukunft von Castellanos liegt in Europa. „Das Studium ist für sie auch wichtig, denn Deyna ist ja noch jung. Trotzdem glaube ich, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis sie nach Europa geht“, erklärte Arango. Auch Castellanos’ Familie hofft auf eine Fußballkarriere in Europa und träumt sogar unter anderem von einem Wechsel nach Deutschland.

Auch hinsichtlich der Wettbewerbe liegt die Zukunft von Castellanos in Europa, besser gesagt in Frankreich. Ihre nächsten Ziele sind die U20-WM 2018 und die WM 2019. Dafür muss sich Venezuela nächstes Jahr jeweils bei der U20-Südamerikameisterschaft und der Copa América Femenina qualifizieren. Castellanos wird erneut alles dafür tun, um den Traum der Nation von einer ersten WM-Teilnahme zu erfüllen. Castellanos’ Mutter verriet die beiden persönlichen Träume für die Zukunft: „Sie wollte die venezolanische A-Nationalmannschaft immer bei einer Weltmeisterschaft sehen und die Auszeichnung als beste Spielerin gewinnen.“ Castellanos selbst sieht die Turniere zudem als Schaufenster für eine Karriere in Europa: „Mein Plan ist es, mein Hochschulstudium abzuschließen und dann den Sprung nach Europa zu schaffen. Die Weltmeisterschaft in Frankreich ist ein Sprungbrett nicht nur für mich, sondern auch für alle meine Mitspielerinnen.“ Europa kann sich also bereits jetzt auf das größte Talent des Frauenfußballs freuen.

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Adalberto Peñaranda – Auf zu neuen Türen http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/adalberto-penaranda-neuen-turen-457204 http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/adalberto-penaranda-neuen-turen-457204#respond Mon, 26 Jun 2017 07:06:56 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=4829 Nach einer enttäuschenden Saison auf Vereinsebene brillierte Adalberto Peñaranda in den letzten Wochen bei der U20-WM und schaffte mit Venezuela den sensationellen Sprung ins Finale. Die glänzenden Auftritte für das krisengebeutelte Heimatland sollen der Ausgangspunkt für den nächsten Entwicklungsschritt sein....

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Nach einer enttäuschenden Saison auf Vereinsebene brillierte Adalberto Peñaranda in den letzten Wochen bei der U20-WM und schaffte mit Venezuela den sensationellen Sprung ins Finale. Die glänzenden Auftritte für das krisengebeutelte Heimatland sollen der Ausgangspunkt für den nächsten Entwicklungsschritt sein.

Das Gesicht von Adalberto Peñaranda sprach Bände, als ihm FIFA-Präsident Gianni Infantino vor zwei Wochen im Anschluss an das Endspiel um den Titel der U20-Weltmeisterschaft die Silbermedaille um den Hals hängte. Soeben hatte der Angreifer das Finale mit Venezuela 0:1 gegen England verloren und mit einem verschossenen Elfmeter eine Viertelstunde vor dem Ende die große Chance auf die Wende vergeben. Auch wenn der Finaleinzug der Vinotinto in der Heimat frenetisch gefeiert wurde, eine ganze Nation ihre Jungspunde als Helden hochleben ließ, blieb für den 20-Jährigen mit den blondgefärbten Haaren ein bitterer Beigeschmack. Zwar war es ihm gelungen, eine enttäuschende Saison mit vielen Rückschlägen zumindest abschließend zu kaschieren, doch der ganz große Triumph war ihm und seiner Mannschaft letztlich nicht vergönnt.

Stagnation nach dem Fabelstart

Anfang Mai hatte ihn Málaga CF, wo er seit Winter auf Leihbasis unter Vertrag steht, noch vor Saisonende freigegeben, um sich unter der Leitung von Nationaltrainer Rafael Dudamel auf das Turnier in Südkorea vorbereiten zu können. Peñaranda war im Januar aus Watford an der Costa del Sol geparkt worden, nachdem er bei Udinese Caldio nur auf 180 Einsatzminuten in sieben Pflichtspielen gekommen war. Bei den Andalusiern erhoffte man sich eine sofortige Verstärkung für den lahmenden Angriff, schließlich ging gar nicht allzu weit entfernt Peñarandas Stern auf, als der in der Vorsaison in Granada für Aufsehen sorgte und in seiner Debütsaison in La Liga als 18-Jähriger auf neun Scorerpunkte in 23 Spielen kam.

Die Medien überschlugen sich damals mit Lobeshymnen für das neue Wunderkind, das mit 18 Jahren und 195 Tagen sogar eine neue Bestmarke für den jüngsten ausländischen Doppel-Torschützen in La Liga aufstellte und damit keinen geringeren als Lionel Messi um 24 Tage unterbot.

Über Udinese, das ihn für eine knappe Million von Stammverein Deportivo La Guaira verpflichtete, landete er im Sommer 2015 auf Leihbasis in Granada, schaffte nach neun Spielen in der zweiten Mannschaft den schnellen Sprung in den Profi-Kader und gehörte ohne Anlaufzeit zu den Leistungsträgern. „Er hat mit 18 Jahren an die Tür geklopft und sie direkt danach eingerissen“, fasste sein damaliger Trainer José Ramón Sandoval den schnellen Aufstieg zusammen.

Doch in Málaga sah man von seinen Talenten zunächst nicht viel, in unterirdischer körperlicher Verfassung stieg er ins Training ein, spielte angesichts der großen Personalnot zweimal von Beginn an, wurde anschließend aber sofort wieder aus dem Verkehr gezogen. Mit einigen Kilo zu viel auf den Rippen und einer Kondition, die selbst Kurzeinsätze kaum zuließ, fiel er schnell in Ungnade und verbrachte die folgenden Monate auf der Tribüne. Anfang April kam er beim 2:0-Heimsieg über den FC Barcelona zu einem erneuten Einsatz, doch während seine Teamkollegen sich mit letzter Kraft so zahlreich wie möglich immer wieder hinter den Ball schleppten, trabte Peñaranda, erst gut 20 Minuten vor dem Ende eingewechselt, in der Schlussphase unbeeindruckt zurück. Zwar wurde ihm auch ein regulärer Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt, doch in Erinnerung blieb vornehmlich, wie ihn die Kommentatoren des spanischen Fernsehens verhöhnten, nachdem er ein Laufduell mit Samuel Umtiti kläglich abschenkte. „Peñaranda ist nicht langsam, sondern nochmal eine Stufe darunter“, so die einhellige Meinung in der Kommentatoren-Kabine.

Auftrieb bei der Vinotinto

Als er sich zu Beginn der folgenden Woche im Training verletzte, war die Saison auf Vereinsebene vorzeitig beendet. Doch in den Wochen des Aufbautrainings und der Vorbereitung auf die U20-WM fand Peñaranda wieder zu sich, die Hoffnung auf ein erfolgreiches Turnier mit der venezolanischen Auswahl holte ihn aus der vorigen Lethargie. Schließlich lasteten auf seinen Schultern und denen seiner Teamkollegen die gewaltigen Erwartungen eines ganzen Landes. In der schweren Krise mit täglichen gewaltsam niedergeschlagenen öffentlichen Protesten klammerte sich das Land an jeden Strohhalm, der zumindest ein wenig Hoffnung versprach. Und die Mannschaft stand den Erwartungen in nichts nach: Sie marschierte mit einem fabelhaften Torverhältnis von 10:0 und drei Siegen durch die Gruppe, schaltete im Achtel- und Viertelfinale dann Japan und die USA nach Verlängerung aus. Peñaranda gehörte dabei von Beginn an zu den Leistungsträgern, sammelte vier Scorerpunkte in den drei Vorrunden-Spielen und sorgte in der Verlängerung gegen die USA für die 1:0-Führung. Im Halbfinale gegen Uruguay, das Venezuela mit 4:3 nach Elfmeterschießen gewann, verwandelte er den ersten Elfmeter. Im Anschluss an die Partie trafen beide Mannschaften im Teamhotel erneut aufeinander, Berichten zufolge provozierte Peñaranda einige Uruguayer derart, dass sich im Speiseraum Tumulte entwickelten, die erst von der Polizei entscheidend beruhigt werden konnten.

Nach dem bisher so erfolgreichen Turnier wendete sich für Peñaranda das Blatt im Finale gegen England. Einen Freistoß kurz vor der Pause zirkelte er um Zentimeter neben das Tor, das noch größere Unglück war dann der verschossene Elfmeter eine Viertelstunde vor dem Ende, den er zuvor selbst herausgeholt hatte. Doch dass er mit Rückschlägen umgehen kann, stellte Peñaranda schon in der Vergangenheit unter Beweis. Anfang 2015 wurde er in seiner Heimat bei einem Überfall angeschossen, ein Streifschuss traf ihn am Oberschenkel. Nur 24 Stunden später meldete er sich wieder fit, ein halbes Jahr darauf feierte er bereits sein Erstliga-Debüt in Spanien für Granada.

Zukunft von Peñaranda ungeklärt

Wo genau er sich zur neuen Saison nach seinem Fehlschuss rehabilitieren wird, ist noch ungeklärt. In Málaga war man fest davon ausgegangen, die Option auf eine Verlängerung der bislang halbjährigen Leihe verstreichen zu lassen, nach den starken Eindrücken der letzten Wochen hat man die endgültige Entscheidung darüber nun aber noch einmal vertagt. Sicher ist bisher lediglich, dass Peñaranda auch im kommenden Jahr nicht in England spielen wird, wo er offiziell seit Anfang 2025 in Watford unter Vertrag steht. Noch mangelt es an der benötigten Arbeitserlaubnis, ein weiterer Vorstoß des Klubs wurde erneut abgewiesen. Dabei hatte sich sogar Englands U20-Trainer Paul Simpson für einen entsprechenden Ausnahme-Antrag stark gemacht. Er betonte, Peñaranda sei der beste Spieler, mit dem es England im Verlauf des gesamten Turniers zu tun gehabt hätte. Später ging Simpson sogar noch genauer ins Detail und verriet, er habe seine Taktik für das Finalen in Teilen danach ausgerichtet, die Kreise von Adalberto Peñaranda bestmöglich einzuschränken. Nach der langen Saison legt der derzeit im Urlaub in den USA die Füße hoch und wartet darauf, was die kommende Spielzeit für ihn bereithält. Und nach einem schwachen Jahr mit positiver Tendenz zum Ende scheint er nun wieder in der Spur, um schon bald die nächsten Türen einzureißen.

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Zwischen Copa Libertadores und Strand: Juan Arango wird 37 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/juan-arango-cumple-670531 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/juan-arango-cumple-670531#comments Wed, 17 May 2017 14:21:43 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3948 Lange Zeit sorgte “El Huracán del Caribe”, der Venezolaner Juan Arango mit maßgenauen Flanken, frech getretenen Freistößen und absoluten Traumtoren für Angst und Bange in den Strafräumen der Bundesliga. Der ehemalige Gladbacher lässt nun die Karriere in seinem Heimatland beim...

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Lange Zeit sorgte “El Huracán del Caribe”, der Venezolaner Juan Arango mit maßgenauen Flanken, frech getretenen Freistößen und absoluten Traumtoren für Angst und Bange in den Strafräumen der Bundesliga. Der ehemalige Gladbacher lässt nun die Karriere in seinem Heimatland beim FC Zulia ausklingen und feiert heute seinen 37. Geburtstag. Chefutbol nimmt die aktuellen Geschehnisse um “Arangol” genauer unter die Lupe.

Juan Arango, der Venezolaner mit dem linken Zauberfuß, erfreut sich auch drei Jahre nach seinem Abgang von Borussia Mönchengladbach immer noch größter Beliebtheit unter den Fans der Borussia. Kaum ein anderer Spieler konnte derart filigran mit dem Ball umgehen und aus eigentlich aussichtslosen Positionen ein ums andere Mal Traumtore erzielen, die in steter Regelmäßigkeit zur Wahl zum “Tor des Monats” standen wie der schlitzohrige Venezolaner.

Doch seit seinem Abgang von Borussia im Sommer 2014 nach Mexiko zu Club Tijuana ist es ruhig geworden um den alternden Mittelfeldvirtuosen.

Für Tijuana lief “Arangol” insgesamt für zwei Spielzeiten auf, ehe es ihn im Januar 2025 in die Vereinigten Staaten zu New York Cosmos zog.

Nachdem Arango das Kapitel USA mit dem Gewinn der Regular Season und des Soccer Bowls bereits nach einem Jahr vorzeitig beendete, kehrte der zum damaligen Zeitpunkt 36-Jährige Anfang 2017 in seine Heimat Venezuela zurück und unterschrieb einen Vertrag beim Copa Libertadores-Teilnehmer und Ex-Klub FC Zulia. Bereits zu Beginn seiner Karriere lief der ehemalige Kapitän der “Vinotinto” zwölfmal für den Verein aus der Küstenstadt Maracaibo auf.

Erste Copa-Libertadores Teilnahme mit 36 Jahren

Mit seiner Rückkehr zu Zulia konnte sich “Arangol” auch einen lang gehegten Traum erfüllen. Im Alter von 36 Jahren feierte Arango im Spiel Zulia gegen Chapecoense AF sein Debüt in der Copa Libertadores. In seiner bisherigen Karriere war “El Huracán del Caribe” zwar nicht gerade als “Kopfballmonster” bekannt, jedoch trug sich Arango mit einem sehenswerten Kopfballtor direkt in die Torschützenliste ein und vergoldete somit sein Debüt im bedeutendsten Clubwettbewerb Südamerikas. Die 1:2 Niederlage konnte der Rekordnationalspieler Venezuelas zwar nicht verhindern, jedoch zeigte sich der ehemalige Gladbacher zufrieden mit der Teamleistung und gab das Weiterkommen als klares Ziel aus. Derzeit befindet sich Zulia auf Rang 3 der Gruppe 7,  das Erreichen des Achtelfinals ist bei 3 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Club Nacional und einer noch ausstehenden Partie augenblicklich nicht ganz ausgeschlossen.

Juan Arango zwischen Palmen und Strand: Karriereabend in der Karibik

In der heimischen Primera División befindet sich Zulia aktuell auf dem 8. Platz und hat einen Spieltag vor Saisonende keine Chance mehr auf den Gewinn der Meisterschaft. Arango selbst spielt bis dato eine solide Saison, neben zwei Treffern stehen in 14 Spielen auch fünf direkte Vorlagen zu Buche. Allerdings sammelte er hierbei auch vier gelbe Karten, unter anderem wegen Meckerns und taktischen Fouls im Umschaltspiel. Die Rückwärtsbewegung war ohnehin nie eine der Stärken des Venezolaners.

Obwohl Zulia in dieser Saison nur durchschnittliche Leistungen erbringt und Arango voraussichtlich keinen weiteren Pokal in die Vitrine stellen kann, könnte es für “Arangol” schlechtere Orte für den Karriereabend geben. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von knapp 29 Grad Celsius und nur etwa 40 Regentagen im Jahr ist die Küstenstadt Maracaibo ein hervorragender Alterssitz für den mittlerweile 37-Jährigen, der sich noch nicht sicher ist, ob dies seine letzte Spielzeit sein wird.

Sollte Arango seine Karriere nach der aktuellen Saison beenden, verlässt der vermutlich größte Fußballer Venezuelas aller Zeiten die Bühne des Weltfußballs. Jahrelang begeisterte Arango die Fans weltweit mit seinen atemberaubenden Freistößen, punktgenauen Hereingaben und schlicht und ergreifend wunderschönen Toren und wirbelte die gegnerischen Abwehrverbände reihenweise durcheinander. Ein echter “Huracán del Caribe” eben.

Feliz Cumpleaños, Juan!

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„Prinz“ Romulo Otero – Der Nachfolger von Zauberfuß Juan Arango http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/prinz-romulo-otero-arango-474913 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/prinz-romulo-otero-arango-474913#comments Tue, 28 Mar 2017 11:24:06 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3138 Im Jahre 2012 durfte der langjährige Kapitän der venezolanischen Nationalmannschaft Juan Arango den Preis „Bester Fußballer Venezuelas“ entgegennehmen und wurde somit zum König des Fußballs in seinem Heimatland gekrönt und gleichfalls zur Legende. Doch nun scheint es, als würde Kronprinz...

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Im Jahre 2012 durfte der langjährige Kapitän der venezolanischen Nationalmannschaft Juan Arango den Preis „Bester Fußballer Venezuelas“ entgegennehmen und wurde somit zum König des Fußballs in seinem Heimatland gekrönt und gleichfalls zur Legende. Doch nun scheint es, als würde Kronprinz Otero am Thron Arangos rütteln und in seine Fußstapfen treten wollen. Chefutbol nimmt ihn genauer unter die Lupe.

Am ersten Spieltag der Apertura 2009 staunten Mitspieler und Journalisten nicht schlecht, als sie beim Vorjahresmeister und Titelaspiranten Carácas FC aus der Hauptstadt Venezuelas einen kleinen, schmächtigen 16-jährigen Jungen mit dem Namen Romulo Otero erstmals auf dem Spielfeld sahen. Damals ahnten wohl nur die Wenigsten, dass dieser (nur) 1,65m große Spieler, der an diesem Tage sein Profidebüt gab, zu einem der größten Talente werden würde, dass Venezuela jemals hervorgebracht hat.

Anfänge bei Carácas FC – Wechsel nach Chile

Otero wurde im Jahre 1992 in der venezolanischen Stadt El Tigre im Zentrum des Landes geboren. Schon früh wurde sein Talent von Scouts des Hauptstadtclubs Carácas FC entdeckt, sodass er mit 15 Jahren in die Millionenmetropole am Karibischen Meer zog. Nach seinem Debüt in der Saison 2009/10, die Carácas FC standesgemäß als Gewinner der Primera División abschloss, blieb Otero seinem Jugendclub fünf weitere Saisons treu. Nachdem jedoch sein Lehrmeister und Förderer Noel Sanvincente, der ihm einst sein Profidebüt ermöglichte, als Trainer zurücktrat und Oteros Einsatzzeiten unter den nachfolgenden Übungsleitern geringer wurden, vollzog er im Jahr 2015 einen Wechsel zu Huachipato FC in die chilenische Primera División, zunächst auf Leihbasis.

Dort erfuhr der quirlige Mittelfeldspieler viel Vertrauen von den Verantwortlichen in seine Fähigkeiten, sodass Otero in 18 Begegnungen für Huachipato außerordentliche Spielfreude und Kreativität versprühte, wodurch ihm mit sieben Toren und neun direkten Vorlagen der Durchbruch gelang. Die Leihe endete zwar nach einem Jahr und Otero musste die Heimreise nach Carácas antreten, jedoch war die Rückkehr in sein Heimatland nicht von Dauer. In Chile war man von den Fähigkeiten des jungen Venezolaners derart begeistert, dass man nicht lange zögerte und umgerechnet 1,25 Mio. € an den Ausbildungsclub Carácas FC überwies und Otero fest verpflichtete.

Im Sommer 2025 verlieh ihn Huachipato auf seinen Wunsch hin zu Atlético Mineiro in die brasilianische Série A, wo Otero, der von den heimischen Fans bereits mit Legende Ronaldinho verglichen wird, seitdem fester Bestandteil des Teams sowohl in der Liga als auch in der Copa Libertadores ist und am Ende der laufenden Saison zumindest vorerst zu Huachipato zurückkehren wird. Es rankten sich bereits vor seinem Wechsel zu Mineiro hartnäckige Gerüchte um ein Interesse der beiden chilenischen Top-Clubs CSD Colo Colo und Universidad de Chile, aber auch Vereine aus Mexiko und Europa sollen bereits Interesse bei den Beratern hinterlegt haben.

Otero selbst offenbarte bereits vergangenes Jahr, dass es sein großer Traum sei, seine Fußballschuhe für einen Verein in LaLiga oder der englischen Premier League zu schnüren. Bei einem lukrativen Angebot im Sommer für den venezolanischen Wirbelwind würde sich Huachipato sicherlich gesprächsbereit zeigen.

Legitimer Nachfolger des „Huracán del Caribe“ Juan Arango

Spätestens seit seinem Durchbruch in Chile wird Romulo Otero als legitimer Nachfolger, sozusagen als „Kronprinz“ der venezolanischen Legende Juan Arango gehandelt, und dies auch absolut zurecht. Ebenso wie der „Huracán del Caribe“ ist auch Otero ein Meister des ruhenden Balls. Besonders Freistöße werden von Otero mit einer unvergleichlichen Härte und Präzision vorgetragen, sodass keine Distanz zu weit erscheint und er permanente Torgefahr ausstrahlt und er auch häufig per Fernschuss zum Torerfolg kommt. Im Gegensatz zu seinem Vorbild Arango ist Otero allerdings ein pfeilschneller offensiver Mittelfeldspieler, der im Dribbling Gegner um Gegner schwindelig spielt und von den Bewegungen und Tricks stark an Neymar erinnert. In der Offensive ist Otero nahezu auf jeder Position einsetzbar, bevorzugt spielt er allerdings als klassischer Zehner oder Rechtsaußen.

Karriere in der „Vinotinto“

Nachdem Otero bereits vier Jahre für Carácas FC in der höchsten Spielklasse Venezuelas mit fantastischen Dribbling-Einlagen und spektakulären Fernschusstoren für Furore sorgte, wurde auch Nationaltrainer César Farías auf den jungen Venezolaner aufmerksam und nominierte ihn 2013 erstmals für die „Vinotinto“. In seinem Debüt musste sich Venezuela zwar den „Gauchos“ um Messi, Higuaín & Co. geschlagen geben, Otero war seitdem jedoch fester Bestandteil der Nationalmannschaft und aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Bis zum heutigen Tag gelangen ihm in 21 Begegnungen vier direkte Torvorlagen und sechs eigene Treffer, unter anderem diese Freistoßgranate gegen Peru in der WM-Qualifikation vergangene Woche.

Nächstes Opfer von Otero: „La Roja“?

Wenn Otero am morgigen Abend nach Chile zurückkehrt, sollten Alexis Sanchez, Arturo Vidal und vor allem Keeper Claudio Bravo gewarnt sein. Otero ist ein Spieler mit dem Prädikat „Ausnahmekönner“,  der selbst bei einem verhältnismäßig starken Gegner wie Chile durchaus per Fernschuss oder sehenswertem Freistoßtor zum Erfolg kommen kann. Durch seine pfeilschnellen Dribblings zieht Otero oftmals mehrere Gegenspieler auf einmal auf sich, sodass für seine Mitspieler Räume entstehen, die „El Escorpión“, der Skorpion, wie man ihn in seiner Heimat Venezuela nennt, mit maßgenauen Flanken und Steilpässen in aussichtsreiche Position bringen kann. Bei der Vorbereitung auf die morgige Begegnung sollte Cheftrainer Juan Antonio Pizzi seiner Innenverteidigung um Gary Medel und Gonzalo Jara bezüglich Otero eindringlich ins Gewissen reden, ansonsten ist es durchaus im Bereich des Möglichen, dass der 1,65m große Otero auch im Estadio Nacional in Santiago de Chile jubeln darf. Das Zeug dazu hat er allemal.

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„El Huracan del Caribe“- Juan Arango: Der Mann mit dem linken Zauberfuß http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/huracan-caribe-juan-arango-venezuelas-mann-linken-zauberfuss-673822 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/venezuela/huracan-caribe-juan-arango-venezuelas-mann-linken-zauberfuss-673822#comments Fri, 13 Jan 2017 21:43:30 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=2082 Seit mittlerweile fast 20 Jahren erfreuen sich Fans und Mitspieler weltweit an der zauberhaften Spielweise Juan Arangos, DEM Fußballer Venezuelas. Mittelfeldspieler wie ihn findet man heutzutage nur noch selten auf dem Parkett des internationalen Fußballs. Ein Porträt seiner Karriere. Bereits...

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Seit mittlerweile fast 20 Jahren erfreuen sich Fans und Mitspieler weltweit an der zauberhaften Spielweise Juan Arangos, DEM Fußballer Venezuelas. Mittelfeldspieler wie ihn findet man heutzutage nur noch selten auf dem Parkett des internationalen Fußballs. Ein Porträt seiner Karriere.

Bereits im zarten Alter von nur 17 Jahren begann die Profilaufbahn „Arangols“, wie man ihn später aufgrund seiner immensen Torgefährlichkeit nannte, im Jahre 1997 bei Nueva Cadíz FC in der zweiten Liga Venezuelas. Schon in der folgenden Saison gelang dem Team der Aufstieg in die Octagonal Clausura, der höchsten Spielklasse des Landes. In seinen drei Jahren bei Nueva Cadíz gelangen Arango acht Tore. Im Jahre 1999 zog es ihn zu Carácas FC in die venezolanische Hauptstadt, wo er allerdings nur sechs Monate blieb, in seinen 19 Spielen für den Club jedoch fünf Tore markierte. Im selben Jahr debütierte „Arangol“ in der „Vinotinto“, der venezolanischen Nationalmannschaft, deren Kapitän er später auch wurde. Im Jahre 2000 wagte er den Sprung ins Ausland und heuerte in Mexiko bei CF Monterrey an. In Mexiko blieb ihm der ganze große Durchbruch jedoch verwehrt, weshalb er nach weiteren Stationen bei CF Pachuca und Puebla FC 2004 den Sprung über den großen Teich nach Spanien, zum Balearenclub RCD Mallorca, machte. Er ist damit einer der wenigen Spieler Venezuelas, der sein Heimatland verlassen und in einer europäischen Topliga gespielt hat.

Spanien als erste Station in Europa

Auf der iberischen Halbinsel konnte „El Huracan del Caribe“, der Hurrikan der Karibik, erstmals zeigen, was ihn zu so einem außergewöhnlichen Fußballer macht. In erster Linie ist Arango für seine Torgefahr aus großer Distanz bekannt. Tore aus 35 oder gar 45 Metern sind bei „Arangol“ wegen seines außergewöhnlichen linken Fußes keine Seltenheit.

Aufgrund seiner unglaublichen Technik schafft Arango es sowohl unfassbar hart, aber auch absolut präzise zu schießen, sodass fast keine Distanz für ihn zu groß sein scheint. Sein rechter Fuß ist jedoch – laut eigener Aussage – nur für Gas geben und Bremsen im Auto von Nutzen. Die Zeit in Spanien verlief für den Venezolaner ausgesprochen erfolgreich. In 182 Partien gelangen Arango neben 18 direkten Torvorlagen satte 45 Tore. Die unbestrittene Torgefahr Arangos ging oftmals jedoch zu Lasten der Defensivarbeit. Arango ist eher als Spielertyp bekannt, der das laufintensive Spiel und das Verteidigen scheut. Zwar ist der Drang zum Tor das, was einen offensiven Mittelfeldspieler ausmacht, allerdings kommt man auch als solcher nicht umhin, von Zeit zu Zeit den Weg nach hinten anzutreten. Ein solcher „Box-to-Box“- Spieler war Arango sicher nie.

„Legendenstatus am Niederrhein“

Nach fünf Jahren in La Liga wurde es Zeit für einen Tapetenwechsel. Im Jahre 2009 unterschrieb Arango einen Dreijahresvertrag bei Borussia Mönchengladbach. Bei der Borussia erlangte Arango schon bald Kultstatus. Seine schlitzohrigen Distanzschüsse und Traumtore machten ihn weit über die Grenzen des Niederrheins hinaus bekannt und in der gesamten Liga zu einem der gefürchtetsten Mittelfeldspieler. Auch in der „Vinotinto“ glänzte Arango mit bestechenden Leistungen, sodass er 2012 zum besten Fußballer Venezuelas aller Zeiten ernannt wurde. Mit 22 Toren und 118 Spielen ist Arango sowohl Rekordtorschütze als auch Rekordnationalspieler. Aus dem Mittelfeld Borussias war „Arangol“ ohnehin nicht mehr wegzudenken, der nahezu kometenhafte Aufstieg vom Fast-Absteiger zum Champions League Aspiranten der Borussia war nicht zuletzt Arango geschuldet.

Rückkehr nach Südamerika

Nach insgesamt 155 Partien, 25 Toren und 49 Torvorlagen für Borussia Mönchengladbach endete das Kapitel Europa für Juan Arango im Jahre 2014. Sein neues Ziel war der mexikanische Verein Club Tijuana. Dort sorgte Arango auch wie bei seinen bisherigen Stationen für Schlagzeilen, jedoch weniger durch fußballerische Glanzleistungen, sondern eher durch eine beispiellose Entgleisung während eines Spiels. In der Partie gegen seinen Ex-Klub CF Monterrey biss er seinen Gegenspieler Zavala in die Schulter.

Anfang 2025 begann Arango ein Kapitel in der Major League Soccer bei New York Cosmos, das er aber bereits knapp ein Jahr später nach dem Gewinn der Regular Season und des Soccer Bowls, seinen beiden einzigen Titeln, wieder beendete. Anfang 2017 wurde bekannt, dass „El Huracan del Caribe“ in seine Heimat Venzuela zurückkehrt und bei Zulia FC anheuert um dort möglicherweise seine eindrucksvolle Karriere ausklingen zu lassen und um zum ersten Mal an der Copa Libertadores teilzunehmen. Eigentlich ein schöner Abschluss einer bewegten Laufbahn als Profifußballer. Aber beim mittlerweile 36-Jährigen weiß man letztlich nie, was genau er im Schilde führt. Deswegen bleibt abzuwarten, ob Zulia tatsächlich seine letzte Station sein wird. Den Fußballfans weltweit wird Arango aufgrund seiner traumhaft schönen Distanztore und maßgenauen Flanken und Freistößen in Erinnerung bleiben. Kaum ein anderer Spieler Venezuelas versprühte derart viel Spielfreude und Esprit auf dem Rasen.

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