FC Sevilla – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sun, 21 Jan 2018 20:36:36 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.4 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg FC Sevilla – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Ivan Zamorano: Der chilenische Bomber http://www.chefutbol.com/lateinamerika/chile-lateinamerika/ivan-zamorano-chile-156631 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/chile-lateinamerika/ivan-zamorano-chile-156631#comments Thu, 18 Jan 2018 17:15:45 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=1566 Ivan “Bam Bam” Zamorano war ein Mittelstürmer, ein klassischer Neuner, ein Killer vor dem Tor. Ein Porträt über die personifizierte Torgefahr. Die klassische Nummer 9 ist im heutigen Fußball eine aussterbende Spezies. Gerade in Mannschaften, die ein ballbesitzorientiertes Spiel pflegen,...

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Ivan “Bam Bam” Zamorano war ein Mittelstürmer, ein klassischer Neuner, ein Killer vor dem Tor. Ein Porträt über die personifizierte Torgefahr.

Die klassische Nummer 9 ist im heutigen Fußball eine aussterbende Spezies. Gerade in Mannschaften, die ein ballbesitzorientiertes Spiel pflegen, werden Mittelstürmer immer häufiger von der modernen Variante verdrängt, quasi ein Angreifer 2.0. Die falsche 9 spielt umtriebig, lässt sich fallen und ist kaum mehr im gegnerischen Strafraum anzutreffen. Doch es gab auch einmal Zeiten, da verbreiteten klassische Torjäger genau dort Angst und Schrecken. Ivan der Schreckliche beispielsweise.

Die Rede ist von Ivan Zamorano, ein Strafraumungeheuer der 90er-Jahre. Er erhielt seinen Spitznamen in Anlehnung an Iwan IV. Wassiljewitsch, im 16. Jahrhundert der erste Großfürst von Moskau und später selbsternannter Zar Russlands. Mit der historisch belegten Grausamkeit des autoritären Machthabers hat Zamorano jedoch wenig gemein. Der Chilene war als aktiver Fußballer, zum Leiden der gegnerischen Abwehrspieler, einfach nur grausam effizient.

Seine ersten Tore im Profifußball machte Zamorano für Club de Deportes Cobresa, ein chilenischer Verein aus El Salvador, dessen Stadion am Fuße der Anden liegt. Bereits in jungen Jahren zeigte der Stürmer seine klinische Effizienz, mit 20 war er fester Bestandteil der chilenischen Nationalmannschaft, seinen ersten Treffer für “La Roja” erzielte er gleich bei seinem Debüt gegen Peru.

Vom vermeintlichen Transferflop zum Torschützenkönig – Traumduo mit Davor Šuker

Die Qualitäten des Stürmers hatten sich nun bis nach Europa rumgesprochen. Im Jahr 1988 nahm ihn der FC Bologna unter Vertrag, nur um ihn leihweise in die Schweiz zum FC St. Gallen abzuschieben, da man ihn beim italienischen Erstligisten als nicht gut genug befand. Ein großer Irrtum, wie sich später herausstellen sollte. Für Bologna machte der damals schmächtige Zamorano kein einziges Spiel, St. Gallen nahm den Chilenen nur gegen eine Zuzahlung des FIFA-Agenten Vinico Fioranelli in seinen Kader auf. Er war der erste südamerikanische Spieler in der Geschichte des Erstligisten, seine Motivation für den Wechsel in die Schweiz war aber eine andere. “Ich wollte meiner Familie ein Haus kaufen, einen schönen Platz, in dem alle gemeinsam wohnen können. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich mir so etwas leisten”, erzählte der in Armut aufgewachsene Stürmer einmal über die damalige Zeit.

Zamorano war ein von den schweizerischen Medien prognostizierter Transferflop, doch diese Stimmen verstummten schnell, als er mit 23 Treffern Torschützenkönig der nationalen Liga wurde. Nach zwei Spielzeiten beim FC St. Gallen wechselte der heute 49-Jährige nach Spanien zum FC Sevilla, wo er mit dem Kroaten Davor Šuker ein Sturmduo bildete, von dem sie sich noch heute bei den Andalusiern erzählen. Schnell legten die beiden ein nahezu blindes Verständnis an den Tag und harmonierten so, als hätten sie seit jeher als Doppelspitze auf dem Feld gestanden. Šuker, gesegnet mit einer Technik wie kaum ein anderer Angreifer zu dieser Zeit, war die perfekte Ergänzung zu Zamoranos Torinstinkt und Kaltschnäuzigkeit.

Die große Bühne wartete auf Zamorano

Gemeinsam spielten sie sich ins Rampenlicht, doch Zamorano war nach nur zwei Jahren bei Sevilla bereit für eine noch größeren Bühne, der vielleicht bedeutendsten im europäischen Fußball: Real Madrid verpflichtete den Chilenen im Jahr 1994 für die heute winzig anmutende Ablöse von fünf Millionen Dollar. Hier erlebte Zamorano unter Trainer Jorge Valdano die wohl beste Zeit seiner Karriere. Der Argentinier, früher selbst für die Königlichen am Ball, war die vielleicht prägendste Figur in der Karriere Zamoranos. “Ich hatte viele tolle Trainer, doch Valdano war definitiv der Beste. Als Spieler bin ich unter ihm unglaublich gereift. Er ist eine ehrliche Person, die Vertrauen in mich hatte”, erzählte der Chilene in einem Interview mit dem britischen FourFourTwo-Magazin.

Während seiner Zeit in Madrid erzielte Zamorano 101 Tore in 173 Spielen – zur damaligen Zeit eine der besten Trefferquoten in der Geschichte der Königlichen. Mit 27 Treffern wurde der Chilene 1995 Torschützenkönig, im selben Jahr gewann er mit Real Madrid die spanische Meisterschaft und durchbrach so die Dominanz des FC Barcelona, der in den Spielzeiten zuvor den nationalen und internationalen Fußball unter Trainer Johann Cruyff maßgeblich geprägt hatte. Es war das Ende einer Ära, das Real Madrid mit einem berauschenden 5-0 Erfolg im Clasico bereits während der Saison einläutete. Zamorano erzielte an jenem Tag drei Tore und galt nun als einer der besten Stürmer der Welt.

Von Real Madrid zu Inter Mailand und zur Rückennummer “1+8”

Doch auch die Ära Zamoranos bei Real Madrid währte von da an nur mehr ein Jahr, 1996 verließ er die spanische Hauptstadt in Richtung Mailand. Die Königlichen wollten eine Mannschaft um den jungen Raúl aufbauen, bei Inter war gerade Massimo Moratti neuer Eigentümer geworden, um den Klub zu altem Glanz zu führen. Zamorano wählte wieder seine angestammte Rückennummer 9 und erreichte in der ersten Saison mit den Nerazzurri das Uefa Cup-Finale gegen Schalke 04, wo man gegen die “Eurofighter” jedoch den Kürzeren zog.

Es war das Jahr 1997, das bei Inter und Zamorano große Veränderungen mit sich brachte. Moratti verpflichtete mit Ronaldo den damals teuersten und besten Spieler seiner Zeit. Der Chilene verlor nicht nur seinen Stammplatz, sondern aus Marketinggründen auch seine Rückennummer. “R9” ist bei Nike eine internationale Marke geworden, Inter hatte mit dem amerikanischen Giganten gerade einen Ausrüster-Kontrakt unterzeichnet. Zamorano wollte aber nicht auf seine Lieblingsnummer verzichten. Er wählte die 18 und ließ das Trikot zwischen den Ziffern kurzerhand mit einem “+” bedrucken. Zumindest in der Summe hatte der Chilene wieder seine Nummer 9.

Mit Ronaldo war Inter wieder im Konzert der Großen angekommen. In der Serie A belegten die Mailänder den 2. Platz hinter Juventus Turin, noch heute diskutieren die Tifosi über fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen während der Saison 97/98. Im Uefa Cup erreichte Inter abermals das Finale, gewann diesmal aber 3:0 gegen Lazio Rom. Zamorano war neben Ronaldo einer der Torschützen an jenem Abend von Paris.

Unrühmliches Ende bei Colo Colo

In den Folgejahren investierte Moratti voller Sehnsucht nach dem Scudetto immer mehr Geld in die Mannschaft, allen voran im Angriff. Große Namen wie Christian Vieri, damals der teuerste Transfer aller Zeiten, Roberto Baggio oder Álvaro Recoba sorgten dafür, dass Zamorano fortan nicht mehr über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskam. Seine Karriere beendete er wenig rühmlich bei Colo Colo in Chile. Beim Finalrückspiel der Apertura-Runde 2003, das Colo Colo gegen CD Cobreloa bestritt, rastete der Stürmerstar aus und attackierte aufgrund einer umstrittenen Abseitsentscheidung den Schiedsrichter mit Fausthieben und Fußtritten. Das Ergebnis seines Ausrasters: die rote Karte wegen Tätlichkeit und in der Folge eine Rekordsperre von elf Spielen, die vom nationalen chilenischen Verband verhängt wurde. Colo Colo verlor das Spiel 0:4 und Zamorano beendete daraufhin seine Profikarriere. Es war der wohl unrühmlichste Moment von Ivan dem Schrecklichen.

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Sevilla bis zum Tod – Die Geschichte einer einzigartigen Hymne http://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/sevilla-geschichte-hymne-149263 http://www.chefutbol.com/neben-dem-feld/sevilla-geschichte-hymne-149263#respond Sun, 24 Dec 2017 23:21:47 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7178 Jeder Fußballklub, der etwas auf sich hält, hat heutzutage eine eigene Hymne. Manche wirken eher peinlich als patriotisch, andere sind tatsächlich gelungene Meisterwerke und werden zu immerwährenden Ohrwürmern. Das Lied, welches aus dem Stadion des FC Sevilla mittlerweile in die...

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Jeder Fußballklub, der etwas auf sich hält, hat heutzutage eine eigene Hymne. Manche wirken eher peinlich als patriotisch, andere sind tatsächlich gelungene Meisterwerke und werden zu immerwährenden Ohrwürmern. Das Lied, welches aus dem Stadion des FC Sevilla mittlerweile in die gesamte Fußballwelt getragen wurde, ist dennoch etwas ganz Besonderes. Hier kommt die Geschichte zu einer einzigartigen Hymne.

Der FC Sevilla ist ein stolzer Verein. Neben dem Lokalrivalen von Betis Balompie kämpft er um die Vorherrschaft in der andalusischen Metropole. In den vergangenen Jahren konnte sich der FC gerade in der Europa League etablieren und damit seine Vormacht in der Stadt festigen. Die Erfolge auf europäischer Ebene waren die ideale Bühne, um die eindringliche Club-Hymne in die ganze Welt hinausposaunen zu können. Das Lied wurde zum Kult und verhalf dem FC Sevilla zu einem Alleinstellungsmerkmal.

In den vergangenen zehn Jahren etablierte sich der FC Sevilla zu einem absoluten Pokalspezialisten in der Europa League. Mit fünf Siegen ist der Verein Rekordhalter in diesem Wettbewerb. Auch in der Champions League trieb der Club zuletzt vermehrt sein Unwesen. Mit dem sportlichen Erfolg wuchs auch die Bekanntheit des Club-Markenzeichens, seiner Hymne. Unlängst kennt man diesen Song auch außerhalb Spaniens. Auch wenn das Lied nicht die offizielle Clubhymne, sondern der Song zur Hundertjahrfeier ist, verbindet man den andalusischen Club eng mit dessen Strophen.

Gänsehaut im Ramón Sánchez Pizjuán

Findet man als Tourist seinen Weg in die wunderschöne Stadt Sevilla, sollte man die Gunst der Stunde nutzen, um sich ein Spiel der Rot-Weißen anzusehen. Nicht nur, weil der FC seit Jahren ansehnlichen Fußball bietet und mittlerweile als einer der Topclubs hinter den gewöhnlichen Großmächten Spaniens etabliert ist. Auch wegen des Gänsehautmoments, den es bei jedem Heimspiel zu erleben gibt. Diese Erfahrung wird immer dann den Zuschauern zum Teil, wenn die Hymne ertönt und sich ausnahmslos alle Sevillistas im Stadion erheben.

Wenn dann die ersten Takte im Ramón Sánchez Pizjuán ertönen, strecken die Zuschauer ihre Schals in den Himmel. Es gibt keinen Fan im 45.000 Zuschauer fassenden Rund, welcher die Hymne nicht auswendig kann. Voller Inbrunst und Leidenschaft singen die Sevillistas das Lied mit, welches sich durch den Hörkanal direkt ins Gedächtnis einbrennt und einen angenehm anhaltenden Ohrwurm verursacht. Im Takt bewegen die Fans ihre Schals während des Refrains nach vorne und hinten. Es erzeugt eine angriffslustige Stimmung von den Rängen, welche auf den Rasen überspringt.

Zum absoluten Gänsehautmoment kommt es spätestens dann, wenn die Lautsprecher verstummen, und die Fans das Lied a capella am Leben erhalten. Selbst als neutraler Gast spürt man sofort das Feuer, welches in den Seelen der Fans für ihren Verein brennt. Diese Hingabe ist akut ansteckend. Man muss sich schon bewusst dagegen wehren, wenn man den Text, welcher auch an die Anzeigetafel projiziert wird, nicht mitsingen möchte – unabhängig davon, ob man diesen versteht oder nicht.

Die stolze Giralda

Ein Blick auf die Zeilen, welche für die Sevillistas so wichtig sind, lohnt sich aber auf jeden Fall. Der Text versteht es, gelungen den Stolz der Sevillistas auf Ihre Stadt und Ihren Club zu vereinen und Ausdruck zu verleihen. Begleitet von einer einprägsamen Melodie und teilweise martialischer Satzfragmente infiziert der Song auf Anhieb. Im Lied beteuern die Fans ihre Treue und bleiben „Sevillistas bis zum Tod“. Das Wahrzeichen der Stadt, die Giralda – eine feminine Bronzestatue im Glockenturm der Kathedrale – soll mit Stolz hinunter auf den FC Sevilla im Ramón Sánchez Pizjuán blicken. Als Teil des Clubwappens ist die Giralda ebenso ein Identifikationssymbol des Vereins.

Weiterhin wird von der rot-weißen Familie des Sánchez Pizjuán gesungen und dem schlagenden Herzen der Fans, welches „Sevilla“ schreit und das Team zum Sieg treibt. Im Refrain wird schließlich noch der Schulterschluss der Anhänger mit dem Club betont – „hier sind wir mit dir Sevilla“ – und natürlich auch auf die Ehre hingewiesen, welche durch das Vereinsemblem geteilt wird. Das Lied endet dann langsam durch die langegezogene Begleitung der Melodie, welche sich dann endgültig ins Gedächtnis aller Anwesenden zu brennen vermag.

Cuentan las lenguas antiguas que un 14 de octubre nació una ilusión
su madre fue Sevilla y le prestó su nombre y para defenderlo le dio a una afición

Ejemplo de sevillanía familia roja y blanca del Sánchez Pizjuán
mi corazón que late gritando ¡ Sevilla!
llevándolo en volandas por siempre a ganar

Y es por eso que hoy vengo a verte, sevillista seré hasta la muerte
la Giralda presume orgullosa de ver al Sevilla en el Sánchez Pizjuán.

Y Sevilla, Sevilla, Sevilla, aquí estamos contigo, Sevilla
compartiendo la gloria en tu escudo, orgullo del fútbol de nuestra ciudad

 Dicen que nunca se rinde y el arte de su fútbol no tiene rival
más de cien años lleva mi equipo luchando
y abanderando el nombre de nuestra ciudad

Ejemplo de sevillanía, familia roja y blanca del Sánchez Pizjuán
mi corazón que late gritando ¡ Sevilla!
llevándolo en volandas por siempre a ganar…

Y es por eso que hoy vengo a verte, sevillista seré hasta la muerte
la Giralda presume orgullosa de ver al Sevilla en el Sánchez Pizjuán.
Y Sevilla, Sevilla, Sevilla, aquí estamos contigo sevilla
compartiendo la gloria en tu escudo, orgullo del fútbol de nuestra ciudad
Y es por eso que hoy vengo a verte, sevillista seré hasta la muerte
la Giralda presume orgullosa de ver al Sevilla en el Sánchez Pizjuán.
Oooohh oooooh oooohh

Mehr als eine Hymne

Skeptiker möchten nun meinen, dass diese Strophen nicht anders sind als alle anderen Lieder von allen anderen Fußballclubs. Mit dieser Vermutung irren sie sich aber. Die Hundertjahrhymne des FC Sevilla schaffte es sogar in die spanischen Charts und thronte dort auf Platz eins. Unvorstellbar in Deutschland, beim FC Sevilla Realität. Auch bei erfolgreichen Spielen in der Fremde kann man mitgereiste Sevilla-Fans ihre Hymne als Fangesang singen hören. Auch das ist eher untypisch für eine vom Verein propagierte und bei anderen Clubs oft erzwungen wirkende musikalische Begleiterscheinung.

Beim FC Sevilla ging es sogar soweit, dass der ehemalige Coach Unai Emery, welcher heute die Stars von Paris St. Germain trainiert, von seinen Spielern verlangte, den Text zu verstehen und zu beherrschen. Für ausländische Spieler beinhaltete das Lied somit die ersten spanischen Worte, die sie verstanden. Im Mannschaftsbus ertönte der Song noch auf dem Weg zum Stadion und das Team sang gemeinsam die Verse mit. Kevin Gameiro, der ehemalige französische Stürmer von Sevilla gab einst zu Protokoll, dass dieses Lied den Spielern auf dem Platz helfe, bis zum Schluss alles für das Wappen auf der Brust zu geben.

Durch das Lied kommt der Erfolg beim FC Sevilla

Und das Mittel scheint zu wirken. Im Jahr 2005 wurde die Hymne von Sänger Javier Labandon El Arrebato komponiert. 2006 folgte der erste Sieg in der Europa League, 2007 wurde der Titel verteidigt. Zwischen 2014 und 2025 folgten drei weitere Siege und der Ruf als europäische Schlachtenbummler war für die Sevillistas reserviert. Auch die Siege im spanischen Pokal 2007 und 2010 fallen in die Zeit, seitdem die Hymne gesungen wird. Es sind die größten Erfolge der Vereinsgeschichte, mindestens seit der spanischen Meisterschaft 1946. Die Vermutung ist also naheliegend, dass diese Hymne das Erfolgszeitalter in Sevilla eingeläutet hat.

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Ganso wird 28 – wohin führt der Weg des Edeltechnikers? http://www.chefutbol.com/europa/spanien/ganso-wird-28-659807 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/ganso-wird-28-659807#respond Thu, 12 Oct 2017 08:30:13 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6266 Brasilianisches Wunderkind oder nächster Europa-Flop? Nach über einer Saison beim FC Sevilla ist es immer noch schwierig, die Leistungen von Paulo Henrique Ganso beim andalusischen Erfolgsklub richtig einzuordnen. Anlässlich des 28. Geburtstags des feinen Technikers aus Ananindeua beleuchtet Chefutbol die...

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Brasilianisches Wunderkind oder nächster Europa-Flop? Nach über einer Saison beim FC Sevilla ist es immer noch schwierig, die Leistungen von Paulo Henrique Ganso beim andalusischen Erfolgsklub richtig einzuordnen. Anlässlich des 28. Geburtstags des feinen Technikers aus Ananindeua beleuchtet Chefutbol die aktuelle sportliche Situation des Offensivspielers.

Enttäuschende erste Spielzeit in Europa

Ganso und der FC Sevilla, das schien ein großes Missverständnis zu werden. Eigentlich ist Sevilla bekannt für die gute Einbindung von sensiblen Spielern mit hohen fußballerischen Qualitäten. Bei Banega, Nasri und Jovetic hatte dies in den letzten Jahren gut bis hervorragend funktioniert. Bei Ganso lag der Fall in der abgelaufenen Saison 16/17 jedoch anders – sieht man einmal von den wenigen starken Auftritten im April ab. Kaum einmal konnte sich er über mehrere Spiele in Szene setzen, stand einen Großteil der Saison nicht einmal im Kader. Lag dies an Gansos fehlender Qualität oder machte ihm die Eingewöhnung in Europa zu schaffen? Viele Sevilla-Anhänger vermuteten, dass Gansos Blockade etwas mit dem als perfektionistisch geltenden Trainer Sampaoli zu tun haben könnte. Dieser gab wiederholt taktische Gründe für Gansos Nichtberücksichtigung an. Sampaoli trainiert mittlerweile die argentinische Nationalelf und hat die Albiceleste am letzten Spieltag der Qualifikation gerade noch zur WM geführt. Eduardo Berizzo übernahm die Andalusier im Sommer 2017. Wie also würde sich der Brasilainer unter Sevillas neuem Trainer schlagen?

Alte Probleme nach neuem Start?

Zu Beginn der aktuellen Spielzeit legte Ganso einen furiosen Start hin. Zum Auftakt gegen Espanyol zu Hause sowie in Getafe spielte er jeweils 90 Minuten durch, erzielte im Madrider Vorort gar das goldene Tor zum 1:0-Sieg.

An den Spieltagen drei bis sechs stand Ganso jeweils mehr als 60 Minuten auf dem Feld. Abgesichert vom starken N’Zonzi konnte Ganso in der Offensive seine Stärken entfalten. Grund genug für Ganso, im September vom Comeback in der brasilianischen Nationalelf zu träumen. „Ich hoffe, dass Tite meine Leistungen verfolgt“, richtete Ganso offensive Worte an den brasilianischen Nationaltrainer. Bei der 0:2-Auswärtsniederlage bei Atlético am 23. September (6. Spieltag) stand Ganso jedoch gar nicht im Kader der Andalusier. Sicher auch, weil die Konkurrenz im offensiven Mittelfeld mit Banega und Vázquez stark ist. Den 2:0-Heimerfolg gegen den FC Málaga am siebten Spieltag verfolgte er jedoch ebenfalls nur von der Tribüne aus. Das jähe Ende eines kurzen Aufschwungs? Der kommende Spieltag in der Primera División wird darüber Aufschluss geben. Dort wartet mit der Auswärtsfahrt nach Bilbao am Samstag um 13 Uhr eine wahre Mammutaufgabe auf Berizzos Team. Da Gansos Konkurrent auf der Kreativposition, der Argeninier Éver Banega, mit der argentinischen Nationalelf auf Reisen war, dürften Gansos Chancen nicht schlecht stehen. Die Sevilla-Anhänger wünschen sich jedenfalls, dass sich der Brasilianer nachträglich zu seinem 28. Geburtstag in Form von Toren und Vorlagen selbst beschenkt.

Die bisherige Laufbahn von Ganso

Die Karriere von Ganso begann beim legendären Pelé-Klub FC Santos. Dort debütierte der Edeltechniker bereits mit 17 Jahren im Profiteam. 2010 führte Ganso das Team als Regisseur zum Triumph im brasilianischen Pokal und ein Jahr später gewann das Team die Copa Libertadores. Es waren Gansos beste Jahre, zu jener Zeit lief der Offensivspieler insgesamt achtmal für die Selecao auf. Im September 2012 wechselte er für rund 10 Millionen Euro Ablöse zum FC Sao Paolo, wo er 2013 mit seinen Teamkollegen die Copa Sudamericana erringen konnte. Im Sommer 2025 schließlich entschied sich Ganso für den Wechsel nach Europa zum FC Sevilla.

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Vor dem Saisonstart – Veränderter FC Sevilla auf dem Prüfstand http://www.chefutbol.com/europa/spanien/la-liga-saisonstart-fc-sevilla-111342 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/la-liga-saisonstart-fc-sevilla-111342#comments Sun, 13 Aug 2017 13:39:11 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5573 Nach einer emotionalen Spielzeit 2025/17 mit Höhen und Tiefen und einem Neustart im Sommer steht der FC Sevilla vor dem Pflichtspielauftakt in die neue Spielzeit. Die Playoffs zur Champions League gegen Basaksehir stellen für die Andalusier den ersten Prüfstein dar....

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Nach einer emotionalen Spielzeit 2025/17 mit Höhen und Tiefen und einem Neustart im Sommer steht der FC Sevilla vor dem Pflichtspielauftakt in die neue Spielzeit. Die Playoffs zur Champions League gegen Basaksehir stellen für die Andalusier den ersten Prüfstein dar. Chefutbol erklärt, was sich im Sommer bei Sevilla verändert hat und wie die Chancen für die neue Spielzeit in La Liga und international stehen.

Großer personeller Umbruch im Sommer

Ob Trainer Jorge Sampaoili (argentinische Nationalmannschaft) oder der langjährige Sportdirektor Monchi (AS Roma): Wichtige Gestalter der letztjährigen Erfolge verließen diesen Sommer den FC Sevilla, um anderswo ihr Glück zu suchen. Die Fluktuation beschränkte sich dabei nicht nur auf den Trainer- und Sportdirektorposten. Mehr als der halbe Kader der Andalusier wurde diesen Sommer ausgetauscht, wichtige Spieler und Säulen der letzten Jahre verließen den Verein. Andererseits kehrten verlorene Söhne an ihre alte Wirkungsstätte ins Stadion Ramón Sánchez Pizjuán zurück.

Namhafte Abgänge in der Offensive

Bei Stevan Jovetic, der Inter-Leihgabe der vergangenen Rückrunde, war Sevilla das Paket aus Kaufoption und Ablöse zu teuer. Der Serbe wechselte nach nur einem halben Jahr wieder zurück nach Italien. Selbiges gilt für Samir Nasri. Der technisch beschlagene Franzose konnte dem Spiel der Andalusier an guten Tagen seinen Stempel aufdrücken, tauchte jedoch an schlechten Tagen komplett ab. Mit Mariano und Adil Rami verließen zwei Stammspieler der letztjährigen Abwehrreihe den Verein in Richtung Istanbul und Marseille. In der Offensive schmerzt vor allem der doppelte Abgang von Vitolo und Vietto zu Atlético Madrid. Den massiven Umbruch komplett machte der Abgang von Kapitän Vicente Iborra, der den Verein in Richtung Leicester City verließ.

Heimkehr der verlorenen Söhne

Das Kreativloch im Mittelfeld nach dem Nasri-Abgang soll vor allem Rückkehrer Éver Banega stopfen, der mit Sevilla zweimal die Europa League gewann und sich bei Inter nicht durchsetzen konnte. Ansonsten schlug Sevilla bei Pep Guardiolas Manchester City gleich doppelt zu und verpflichtete für die offensiven Außen Nolito und den „verlorenen Sohn“ Jesús Navas. Von den Tigres aus Mexiko kam der in Europa nur Insidern bekannte Guido Pizarro nach Sevilla, aus Italien holte der Klub neben Banega noch den Instinktfußballer Luis Muriel (Sampdoria) für das Sturmzentrum. Auch eine Rückkehr von Carlos Bacca (Milan) ist noch nicht vom Tisch. Den freigewordenen Platz im Abwehrzentrum nimmt Simon Kjaer ein, Mariano wurde durch den schnellen Corchia (OSC Lille) positionsgetreu ersetzt. Darüber hinaus erhoffen sich Trainer Eduardo Berizzo und die Fans endlich den Durchbruch von Franco „El Mudo“ Vázquez im offensiven Mittelfeld.

Erfolgreiche Sommervorbereitung

Die Ergebnisse der Saisonvorbereitung lassen optimistisch in die neue Spielzeit blicken. Anfang Juli wurden die beiden ersten Testspiele gegen japanische Gegner absolviert. Dabei konnte Cerezo Osaka mit 3:1 besiegt werden. Gegen die Kashima Antlers setzte es allerdings eine 0:2-Niederlage. Im Rahmen des Emirates Cup traf Sevilla in London auf Arsenal und RB Leipzig und entschied beide Spiele mit 2:1 sowie 1:0 für sich. Die Generalprobe vor den wichtigen Aufgaben in der Champions League Qualifikation glückte mit einem 2:1-Sieg über den AS Rom.

Wichtige Weichenstellung Champions League Playoffs

Damit der neue Trainer weiterhin in Ruhe arbeiten kann, sollte sich Sevilla für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren. Mit Basaksehir aus der Türkei wartet jedoch ein äußerst unangenehmer Gegner. Die Mannschaft um Kapitän Emre Belözoglu kämpfte sich in der dritten Quali-Runde nach einem zwischenzeitlichen 0:2 in Brügge nochmal zurück, holte schließlich im Hinspiel in Belgien ein 3:3 und besiegte Brügge zu Hause mit 2:0. Sevilla geht jedoch trotz der rundum erneuerten Mannschaft als Favorit ins Rennen. Die Mannschaft wirkt trotz der zahlreichen personellen Änderungen stabil. Sorgen bereiten lediglich einige angeschlagene Spieler wie Correa, Mercado oder Sarabia, die zumindest für das Rückspiel gegen die Türken zur Verfügung stehen sollten. Darüber hinaus halten sich hartnäckig Wechselgerüchte um Steven N’Zonzi. Der Franzose ist nach wie vor ein gefragter Mann in der Premier League.

Saisonprognose

Vieles hängt davon ab, wie sich die Rückkehrer Banega oder Jesús Navas in die Mannschaft integrieren können und wie sich der neue Stürmer Muriel an La Liga gewöhnt. Gelingt Sevilla die schnelle Integration, so ist zumindest Platz 4 durchaus in Reichweite. Für die drei obersten Plätze dürfte den Andalusiern schlichtweg die Eingespieltheit fehlen. Sollte sich Sevilla für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren, ist ihnen der Einzug ins Achtelfinale auch dank der guten Positionierung in den UEFA-Lostöpfen zuzutrauen. Dort könnte Sevilla dann die Rechnung begleichen, die nach dem bitteren Achtelfinal-Aus gegen Leicester aus der letzten Saison nach wie vor offen ist.

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Reals Neuzugang Dani Ceballos – Modrics Erbe http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/dani-ceballos-modrics-erbe-475782 http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/dani-ceballos-modrics-erbe-475782#respond Tue, 08 Aug 2017 08:42:49 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5471 Im fußballerischen Sommerloch, bevor endlich wieder der Ball im Ligabetrieb rollen würde, konnten sich die Fußballfans ein wenig mit der U21-EM in Polen vertrösten. Auch wenn die Spanier im Finale der deutschen Auswahl unterlegen waren, zeigten sie dennoch erfrischenden Fußball....

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Im fußballerischen Sommerloch, bevor endlich wieder der Ball im Ligabetrieb rollen würde, konnten sich die Fußballfans ein wenig mit der U21-EM in Polen vertrösten. Auch wenn die Spanier im Finale der deutschen Auswahl unterlegen waren, zeigten sie dennoch erfrischenden Fußball. Ein Akteur strahlte in der jungen Selección, gespickt mit gestandenen Profis heraus und wurde Spieler des Turniers. Gestern hatte er seinen 21. Geburtstag, weshalb chefutbol.com einen näheren Blick auf ihn werfen wird. Die Rede ist natürlich von Dani Ceballos.

Der Sieg der Spanier bei der U21-EM wäre der größte Triumph in der Karriere von Ceballos gewesen. Zuvor war er schon U19 Europameister und konnte mit Betis Sevilla in die Primera Division aufsteigen. Mehr Erfolge stehen noch nicht in seiner Vita, das kann aber noch kommen. Nach der starken EM wurden Teams wie der FC Barcelona oder auch Real Madrid auf ihn aufmerksam. Letzteres zog die Ausstiegsklausel von 17 Mio € und verpflichtete die Entdeckung des Sommers. So wurde das U21 Kontinentalturnier trotz Finalniederlage zur größten Chance seiner noch jungen Karriere. Das Angebot war ein guter Trost für das verlorene Finale und der Lohn für ein überragendes Turnier, in dem er zum besten Spieler gewählt wurde.

Geboren ist Dani Ceballos in Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens. Dort macht der junge Dani auch seine ersten Gehversuche. Jedoch noch nicht bei Betis, dem Verein bei dem er zum Profi wurde, sondern beim Stadtrivalen FC Sevilla. Anschließend machte er eine Zwischenstation beim weniger bekannten Verein CD Urtrera, ehe ihm bei Betis dann letztlich der Durchbruch gelang. Sein Profidebüt gab er schließlich 2014, als Betis bereits als Absteiger feststand. Im darauffolgenden Jahr, beim direkten Wiederaufstieg, hatte er bereits eine tragende Rolle im Team inne und steuerte fünf Treffer bei 32 Spielen zum Aufstieg bei. Nach drei Jahren bei Real Betis Balompié hatte der Andalusier bereits 97 Spiele absolviert und war mit 20 Jahren Stammkraft des Clubs.

Das nächste Level ist eine hohe Hürde für Dani Ceballos

Es passt zur aktuellen Transferpolitik Reals, auf junge talentierte Spieler zu setzen. Aus der Not nach der Transfersperre wurde somit eine Tugend gemacht. Lieber bildet man hungrige Talente aus, als gemachte Stars für großes Geld in die Hauptstadt zu locken. Leistungsträger der letzten Saison wie Vazquez oder auch Asensio, der zusammen mit Ceballos bei der U21-EM gewesen ist, sind Paradebeispiele für die Idee dahinter. Ceballos passt in dieses Raster perfekt hinein. Sein Problem wird zu Beginn wohl sein, dass sich mit Casemiro, Kroos und Modric drei Strategen im königlichen Zentrum gefunden haben. Das Dreieck war in vielerlei Hinsicht der Garant für die Erfolge der vergangenen beiden Jahre und der Titelverteidigung in der Champions League. Es wird nicht leicht sein für Dani, Spielzeit zu bekommen, zumal im Mittelfeld auch noch andere Stars wie Isco und Kovacic auf ihre Einsätze pochen.

Ohne Zweifel, ist für jedes Talent der Sprung in Zidanes Starensemble gewagt. Gerade Real bietet so viele Beispiele gescheiterter Spieler. Auch James Rodriguez wurde nicht glücklich, trotz der 80 Mio €, die einst Perez für den Kolumbianer hingelegt hatte und damit auch sein Vertrauen bekundete. Mittlerweile ist James zu den Bayern abgestoßen worden und das für einen Spottpreis. So kann es auch gehen bei Real. Dani Ceballos hat aber einen Vorteil: Er wird voraussichtlich nicht derart mit Argusaugen betrachtet werden wie James, bekommt von Zidane die Zeit, die er vermutlich auch brauchen wird. Geduld ist auch eine dieser neuen Tugenden Reals. Bei Casemiro reichte es auch nicht auf Anhieb zum Leistungsträger (wir berichteten bereits letztes Jahr von seinem Werdegang). Ein Leihgeschäft mit dem FC Porto brachte ihm die nötige Spielpraxis. Auch das wird denkbar sein für Ceballos, wenn er sich nicht auf Anhieb durchsetzen wird.

Was ist das königliche Kalkül?

Kroos und Casemiro sind noch im besten Fußballeralter, Modric jedoch jenseits der 30. Darin liegt die Chance für Ceballos. Real Madrid will stets in allen Wettbewerben bis zum Ende eine Rolle spielen. Das ist der Anspruch und dafür braucht Zidane mehr als nur die drei Strategen, zumal gerade Modric immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen hatte. Das heutige Real Madrid befindet sich bereits in einem Umbruch, der bisher perfekt zu funktionieren scheint. Die jungen Talente stoßen zu den Weltstars und lernen von ihnen. In einem schleichenden Wandel wird es nach und nach Wachablösungen geben. Dafür ist Dani Ceballos der geeignete Mann.

Sein Ziel muss es sein, direkt Leistung zu bringen. Sein Können hat er bereits bewiesen, das steht außer Frage. Er wird es nun aber auf allerhöchstem internationalem Niveau zur Schau stellen müssen. Darin wird die Herausforderung liegen. Spielzeit erhält er durch die stete Rotation. Was Zidane von ihm hält zeigt sich dann bei den großen Spielen in der Championsleague oder auch bei den Derbys gegen den Rivalen aus Barcelona. In diesen Partien muss er den Madridistas beweisen, dass er das Zeug dazu hat, das weiße Trikot zu tragen. Dann kann er auch zu einer Leitfigur des Reals der Zukunft werden und mit Asensio – zum Beipsiel – das Gesicht der nächsten Generation in Madrid werden.

Eine wichtige Rolle, die es zu füllen geben wird

Ceballos wird schnell lernen und sich an das Umfeld bei den Königlichen gewöhnen müssen. Bei all der neuen Besonnenheit in Reals Transferpolitik, sind die Königlichen nach wie vor rigoros bei ihrer Auslese. Fehleinkäufe einzugestehen gehört beinahe zu Perez’ Alltag. Dani darf sich eben von diesem Pulverfass, auf dem Madrid thront, nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Fußstapfen, in die er treten soll sind enorm groß, auch wenn Modric selbst nur 1,74m misst. Die Ruhe am Ball, die der Kroate besitzt, lernt man vermutlich nur mit der Zeit. Das ist nun die Aufgabe für Dani. So kann der beste Spieler der U21-EM noch in ganz andere Sphären aufsteigen. Setzt er sich langfristig bei Real Madrid durch, wird der Titel des U19-Europameisters nicht mehr lange sein Einziger gewesen sein. Wir werden es verfolgen und sehen, wie sich Dani Ceballos im königlichen Dress entwickelt. Für heute bleibt uns lediglich “Cumpleanos Feliz” zu wünschen.

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Sampaoli flirtet mit der Albiceleste – Sevilla plant nächsten Neuanfang http://www.chefutbol.com/europa/spanien/sampaoli-sevilla-neuanfang-664190 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/sampaoli-sevilla-neuanfang-664190#respond Sun, 21 May 2017 12:53:51 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=4077 Es ist gerade ein Jahr her, als sich der FC Sevilla nach dem Triumph in der Europa League neu ausrichtete. Erfolgscoach Emery wechselte nach Paris, wichtige Spieler gingen. Mit Trainerfuchs Sampaoli sollte eine neue Ära gestartet werden. Doch nach einer...

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Es ist gerade ein Jahr her, als sich der FC Sevilla nach dem Triumph in der Europa League neu ausrichtete. Erfolgscoach Emery wechselte nach Paris, wichtige Spieler gingen. Mit Trainerfuchs Sampaoli sollte eine neue Ära gestartet werden. Doch nach einer Saison neigt sich diese bereits dem Ende zu.

Sportlich ist die Saison für Sevilla in trockenen Tüchern, Platz vier war schon vor Anpfiff der letzten Partie gegen Absteiger Osasuna sicher. Es wurde dennoch eine interessante Pressekonferenz, denn Trainer Jorge Sampaoli äußerte sich zu den lange schwelenden Gerüchten um seinen Abgang. Nachdem der Coach Anfang des Jahres mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht worden war, wird er nun als neuer argentinischer Nationalcoach gehandelt. Und tatsächlich: Sampaoli redete offen über das Interesse aus seinem Heimatland. „Das war mein Traum, seit ich denken kann“, zitierte die Zeitung „El País“ den Taktiker. Zwar besitzt Sampaoli noch einen gültigen Vertrag bis 2018 in Andalusien. Doch wenn Sevilla ihn gehen lasse, könne er das Angebot des argentinischen Verbandes unmöglich ablehnen.

Spiel gegen Osasuna gerät zur Nebensache

Angesichts des sich abzeichnenden Umbruchs geriet das Spiel gegen die abgeschlagenen Gäste aus Pamplona zur Nebensache. Sampaoli wählte eine offensive 3-4-3-Formation, die sich auszahlen sollte. Correa, Joventic und Vázquez wirbelten in vorderster Front die Abwehr Osasunas durcheinander, Linksaußen Vitolo traf gleich doppelt, die anderen Treffer steuerten Inter-Leihgabe Jovetic und zwei Mal Franco Vázquez bei – 5:0! Die Heimfans durften sich zudem über den Auftritt von Michael Krohn-Dehli freuen. Der dänische Routinier verpasste praktisch die ganze Saison mit einem komplizieren Kniescheibenbruch. Erst letzte Woche hatte der Mittelfeldspieler sein Comeback im Bernabéu gegen Real gefeiert.

Starspieler mit ungewisser Zukunft in Sevilla

Lange hatte es diese Saison danach ausgehen, als könnte Sevilla Atlético Madrid als dritte Kraft in Spanien ablösen. Mit dem vierten Platz kann Sevilla dennoch zufrieden sein. Nun steht dem Verein jedoch ein größerer Umbruch bevor als im vergangenen Jahr. Nicht nur Sampaoli ist aller Voraussicht nach zu ersetzen, sondern auch Sportdirektor Monchí, der zur AS Roma nach Italien wechselt. Die Zukunft von Leihspielern wie Nasri und Jovetic ist ungewiss. Vitolo ist bei Paris Saint-Germain im Gespräch, N’Zonzi seit geraumer Zeit im Fokus diverser Premier League-Vereine. Der brasilianische Edeltechniker Ganso wartet trotz guter Leistungen im April weiter auf seinen Durchbruch und ist ebenfalls ein Wechselkandidat.

Wer wird Sampaolis Nachfolger?

Parallel gilt es, das Amt des Trainers neu zu besetzen. Aussichtsreichster Kandidat laut Medien: der 47-jährige Argentinier Eduardo Berizzo. Der Coach hatte diese Saison mit Celta Vigo für Furore gesorgt, war erst im Europa League-Halbfinale an Manchester United gescheitert. Außerdem wird der ehemalige Weltmeister Laurent Blanc als neuer Coach gehandelt. Blanc war bis 2025 für die Geschicke von Paris Saint-Germain verantwortlich. Vieles ist derzeit unklar in Sevilla. Da kommt das Saisonende nun gerade recht: Fans, Spieler und Verantwortliche können die ereignisreichen letzten Monate nun in aller Ruhe verarbeiten.

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Kurz nach Ostern: Ganso im Wiederauferstehungsmodus http://www.chefutbol.com/europa/spanien/ostern-ganso-wiederauferstehung-498707 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/ostern-ganso-wiederauferstehung-498707#comments Wed, 26 Apr 2017 18:02:18 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3515 In Sevilla haben sie sich schon gefragt, ob Paulo Henrique Ganso, einstiger Wunderknabe des brasilianischen Fußballs, das Spiel komplett verlernt hat. Während der feine Techniker aus Ananindeua an den ersten zwölf Spieltagen der Meisterschaftssaison 16/17 auf immerhin rund 270 Minuten...

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In Sevilla haben sie sich schon gefragt, ob Paulo Henrique Ganso, einstiger Wunderknabe des brasilianischen Fußballs, das Spiel komplett verlernt hat. Während der feine Techniker aus Ananindeua an den ersten zwölf Spieltagen der Meisterschaftssaison 16/17 auf immerhin rund 270 Minuten Spielzeit kam und eine Vorlage beisteuerte, stand er zwischen den Spieltagen 13 und 32 kein einziges Mal auf dem Feld.

In der Champions League durfte der 27-jährige magere 75 Minuten im November gegen Dinamo Zagreb ran. Im Januar und Februar folgte dann die komplette Verbannung Gansos. Der Brasilianer war zeitweise völlig außen vor und nicht mal im Kader von Jorge Sampaoli. Ganso und der FC Sevilla, das schien sich zu einem großen Missverständnis zu entwickeln. Eigentlich ist Sevilla bekannt für die gute Einbindung von sensiblen Spielern mit feiner Technik. Bei Banega, Nasri und Jovetic hatte dies in den letzten Jahren gut bis hervorragend funktioniert. Bei Ganso schien der Fall anders zu liegen – bis zum vergangenen Wochenende und dem Heimspiel gegen Granada.

81 Minuten für zwei Tore

Für die meisten Fans völlig überraschend setzte Sampaoli am 33. Spieltag von Beginn an auf Ganso. Abgesichert von zwei defensiven Mittelfeldspielern schwang der Brasilianer das spielerische Zepter hinter Mittelstürmer Jovetic. Bereits nach vier Minuten schickte Ganso Jovetic in die Tiefe, positionierte sich geschickt im Sechzehner und verwertete den Rückpass des Montenegriners trocken mit links im kurzen Eck. Nach 46 Minuten staubte der Brasilianer eine scharfe Sarabia-Hereingabe von links aus kurzer Distanz zum 2:0-Endstand ab. Für Gans und die Fans war es eine unerwartete Auferstehung.

 Ganso feiert eines seiner beiden Tore gegen Granada

Schwerer Stand in der Offensive

Selbstverständlich wurde Coach Sampaoli nach der Partie zur Leistung Gansos befragt, doch der emotionale Argentinier, der als möglicher Nationalcoach gehandelt wird, hielt sich bedeckt. „Auf dieser Position haben wir viele Spieler“, so Sampaoli auf der Pressekonferenz. Taktische Gründe seien die Ursache für die bisherige Nichtberücksichtigung gewesen. Ob Ganso in den letzten Spielen nun vermehrt zum Einsatz kommt, ist zumindest nicht unwahrscheinlich. Sevilla hat den vierten Platz so gut wie sicher und kann lediglich noch auf einen Ausrutscher von Atlético hoffen. Den direkten Vergleich gegen die Truppe von Diego Simeone hat Sevilla mit 1:0 und 1:3 jedoch verloren.

Gansos bisherige Karriere

Der achtmalige Nationalspieler Brasilians begann seine Karriere beim Pelé-Klub FC Santos, wo er 2007 mit 17 Jahren in den Profikader rückte. Mit Santos konnte der Linksfuß 2010 den brasilianischen Pokal und 2011 die Copa Libertadores gewinnen. Im September 2012 wechselte er für rund 10 Millionen Euro Ablöse zum FC Sao Paolo, wo er 2013 die Copa Sudamericana gewann. Ganso war immer wieder mit Klubs aus Europa in Verbindung gebracht worden, aber letztendlich dauerte es bis zum Sommer 2025, ehe in der FC Sevilla verpflichtete. Es wäre dem begnadeten Kicker zu wünschen, dass er nun in Sevilla wieder in die Spur findet. Möglicherweise wird er dann auch wieder zum Thema für die Selecao. Sein bis dato letztes Länderspiel bestritt der Linksfuß im Februar 2012 gegen Bosnien-Herzegowina.

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Atlético siegt knapp +++ Barça schlägt Sevilla klar +++ Reals zweite Garde reicht für Leganés http://www.chefutbol.com/europa/spanien/atletico-knapp-barca-schlagt-sevilla-686903 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/atletico-knapp-barca-schlagt-sevilla-686903#respond Wed, 05 Apr 2017 22:22:31 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3254 Gemischte Gefühle bei den spanischen Topclubs: Während sich Atlético am Dienstag zu einem 1:0 gegen Real Sociedad müht, braucht der FC Barcelona nur eine Halbzeit, um dem FC Sevilla die Grenzen aufzuzeigen. Real schont mehrere Stammkräfte und besteht bei Leganés....

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Gemischte Gefühle bei den spanischen Topclubs: Während sich Atlético am Dienstag zu einem 1:0 gegen Real Sociedad müht, braucht der FC Barcelona nur eine Halbzeit, um dem FC Sevilla die Grenzen aufzuzeigen. Real schont mehrere Stammkräfte und besteht bei Leganés.

Filipe Luis war der Mann des Tages bei Atlético. Der Linksverteidiger sorgte mit seinem goldenen Tor für den Sieg gegen Real Sociedad San Sebastian. Dabei waren zu Beginn die Gäste besser im Spiel. Die erste Großchance vergab allerdings Superstar Antoine Griezmann für Atleti in der 22. Minute, als er an Keeper Rulli scheiterte. Besser machte es Filipe Luis, der sich in der 28. Minute in den Strafraum tankte und nach Doppelpässen mit Griezmann und Fernando Torres das 1:0 markierte. Sechs Minuten später musste es eigentlich 2:0 stehen. Doch nach toller Vorarbeit von Griezmann und Carrasco traf Torres das leere Tor nicht sondern setzte den Ball an den Pfosten. Der Ball sprang zu ihm zurück und der ehemalige Weltklassestürmer setzte das Spielgerät aus wenigen Metern ans Außennetz – unfassbar. Bereits in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vergab auch Carrasco eine Großchance.

Im zweiten Abschnitt passierte vor dem Toren relativ wenig. Der eingewechselte Correa vergab eine weitere gute Gelegenheit für Atlético (81.). Würde sich der Chancenwucher der Heimelf rächen? Nein, denn die Basken kamen kaum zu guten Chancen und mussten sich am Ende verdient geschlagen geben.

Suárez trifft per Fallrückzieher

Der FC Barcelona hatte am Mittwoch den FC Sevilla zu Gast. Schon in der vierten Minute hatte Lionel Messi die Führung auf dem Fuß, traf aber nur die Latte. Dann mussten sich die Katanalen aber bei Keeper ter Stegen bedanken, dass es nicht nach 17 Minuten 0:1 stand. N’Zonzi tauchte frei vor dem Deutschen auf, der das Duell aber für sich entscheiden konnte. Dann aber kam Barcelona – und wie. Bereits nach einer guten halben Stunde war das Spiel entschieden. Nach starkem Dribbling von Messi und einer missglückten Abwehraktion gelang Luis Suarez per Fallrückzieher die Führung (26.). Drei Minuten später legte “La Pulga” selbst nach. Über Rakitic, Neymar und Suarez gelangte der Ball bei einem Konter zum Toptorjäger der Liga, der seinen 26. Saisontreffer erzielte. Und Messi hatte noch nicht genug. In der 34. Minute bekam Sevilla nach einer Ecke der Gastgeber den Ball nicht weg, Messi war zur Stelle, nutzte die missglückte Kopfballabwehr und nahm den Ball volley – 3:0 und das 27. Saisontor des Argentiniers. Das Spiel war gelaufen. Barcelona ließ es in der Folge verständlicherweise ruhiger angehen. Messi hätte noch vor der Pause und kurz danach seinen Hattrick markieren können.

 Suárez traf per Fallrückzieher

Nach dem Wechsel gelang auch Neymar und dem eingewechselten Paco Alcácer auf der einen Seite und Sarabia mit drei guten Gelegenheiten auf der anderen Seite kein Tor mehr. Am Ende holte sich Vitolo wegen eines dummen Fouls an Neymar in der Nachspielzeit noch die gelb-rote Karte ab. Sevilla liegt nach der Niederlage drei Punkte hinter Atlético auf dem vierten Platz

Real legt los wie die Feuerwehr

War Real Madrid durch das Ergebnis aus Barcelona angestachelt? Es scheint so. Denn die Merengues brauchten mit einer besseren B-Elf gar nur 24 Minuten, ehe es 3:0 aus Sicht der Gäste stand. Nach starker Vorarbeit von Asensio musste James nur noch einschieben (16.). Morata legte per Kopf in der 19. Minute nach und schnürte fünf Minuten später nach toller Vorlage von Kovacic seinen Doppelpack. Ein Schützenfest bahnte sich an, doch der Gastgeber wehrte sich. Und kam in der 33. Minute durch Gabriel Pires zum 1:3. Zwei Minuten später gelang Luciano Neves sogar das 2:3 nach einer Ecke. Sollte es sich rächen, dass Trainer Zidane mehrere Stars wie Cristiano Ronaldo, Kroos und Bale schonte? Statt des Ausgleichs fiel kurz nach der Pause aber das 2:4. Nach einem Freistoß von Real und Kopfball von Morata lenkte Innenverteidiger Mantovani den Ball mit dem Arm ins eigene Netz (49.). Real hatte das Spiel in der Folge weitgehend im Griff, auch weil Leganés nicht mehr wirklich an die Überraschung glaubte. Während der Außenseiter nicht mehr zu richtig guten Chancen kam, vergab Luas Vazquez kurz vor Schluss nach schöner Einzelaktion frei vor Keeper Herrerrín die Chance auf das fünfte Tor der Gäste.

Real steht dank des Auswärtssieges weiter an der Tabellenspitze und hat weiterhin ein Nachholspiel in der Hinterhand. Am kommenden Samstag empfängt Real den Stadtrivalen Atlético zum Derby. Barcelona reist nach Malaga und wird den Colchoneros die Daumen drücken. Falls der Meister in Andalusien drei Punkte mitnimmt und Real patzt, ist die Liga wieder offen.

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Verspielt der FC Sevilla jetzt Platz 3? – Gründe für das Leistungstief http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/verspielt-sevilla-platz-3-585921 http://www.chefutbol.com/deutsche-posts/verspielt-sevilla-platz-3-585921#comments Fri, 31 Mar 2017 15:16:41 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3183 Wenn wir von chefutbol in den vergangenen Monaten über den FC Sevilla berichteten, dann meist aus positivem Anlass. Die Mannschaft von Jorge Sampaoli mischte mit ihrem Offensivfußball „La Liga“ auf und bescherte den Platzhirschen aus Barcelona und Madrid zwischenzeitlich mächtig...

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Wenn wir von chefutbol in den vergangenen Monaten über den FC Sevilla berichteten, dann meist aus positivem Anlass. Die Mannschaft von Jorge Sampaoli mischte mit ihrem Offensivfußball „La Liga“ auf und bescherte den Platzhirschen aus Barcelona und Madrid zwischenzeitlich mächtig Kopfzerbrechen. In der Champions League erreichten die Andalusier zudem souverän die K.O.-Runde.

Doch dann wendete sich das Blatt und die Ergebnisse verschlechterten sich drastisch. In der Königsklasse schied das favorisierte Sevilla in zwei Spielen gegen Leicester City aus – unglücklich, aber nicht unverdient. Und auch der Lauf in der heimischen Liga wurde gestoppt: im letzten Spiel vor der Länderspielpause setzte es eine deutliche Niederlage gegen Atlético (1:3), jenem Klub, den man bisher auf klarer Distanz zu Platz 3 halten konnte. Gegen Alavés und Leganés kam das Team in den Wochen zuvor jeweils nicht über ein 1:1 hinaus (wir berichteten). Zeigt die Formkurve weiterhin nach unten, so läuft Sevilla Gefahr, die sicher geglaubte direkte Qualifikation für die kommende Champions League-Saison zu verspielen. Was sind die Gründe für das Leistungstief?

Massive Rotation in den letzten Wochen

Eine Ursache könnte in der starken Rotation liegen, die Sampaoli in Sevilla etabliert hat. Besonders in der Offensive wechselt der argentinische Coach munter zwischen Spielern und Formationen hin und her. Was angesichts des vollen Terminkalenders sinnvoll erscheinen mag, wirkt sich jedoch auf das Verständnis innerhalb des Teams aus. In den letzten Wochen gab es kaum noch einstudierte Spielzüge zu sehen, die Stürmer Ben Yedder und Jovetic sind unterschiedliche Typen und müssen jeweils anders bedient werden. Dies sorgte für ein verunsichertes Auftreten. Hinzu kamen die vielen individuellen Fehler in der Defensive. Zur wachsenden Unsicherheit dürften auch Sampaolis häufige Wechsel von Dreier- auf Viererkette (oftmals während des Spiels) beigetragen haben. Schlüsselspieler der Hinserie wie Franco Vázquez zeigten zuletzt wenig von ihrem Können.

Formkrise bei Nasri – Rückkehr von Jesús Navas nach Sevilla?

Besonders bei einem Spieler zeigte die Formkurve in den letzten Wochen steil nach unten: Samir Nasri. Der Franzose, leihweise von Manchester City gekommen, spielte zu Beginn der Saison groß auf. Er war das Herz des Offensivspiels und glänzte als Taktgeber und Vorbereiter. Doch in den letzten Wochen sahen die Fans einen anderen Nasri: Schwache Spiele sind mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme. Der Franzose wirkt nicht mehr spritzig genug, teilweise müde und überspielt wie einige seiner Kollegen. In Sevilla überlegen sie daher nun, ob Nasri im Sommer überhaupt fest verpflichtet werden soll. Der FC besitzt eine Option auf den Franzosen in Höhe von 25 Millionen Euro. Doch das hohe Jahresgehalt (rund 7 Mio.) sowie die schwachen Leistungen lassen die Verantwortlichen zögern. Derweil brachte die „Marca“ eine Rückkehr von Jesús Navas ins Spiel, der aktuell bei City spielt. Der Flügelspieler könnte demnach im Sommer zu Sevilla stoßen. Ob er dann an der Seite von Nasri spielen darf, ist unklar.

 Ganz bitter für Sevilla: Das unerwartete Aus in der Champions League gegen Leicester City

Sampaoli und die Gerüchteküche – Sportdirektor Monchi zieht es nach Rom

Ein weiterer Faktor für die schwachen Leistungen der letzten Wochen könnten zudem die Gerüchte um Coach Sampaoli gewesen sein. Der Argentinier war immer wieder als Nachfolger von Luis Enrique beim FC Barcelona gehandelt worden. Zwar beteuerte Sampaoli zuletzt in mehreren Interviews, in Sevilla bleiben zu wollen und sein begonnenes Projekt voranzutreiben. Doch möglicherweise hat der zwischenzeitliche Trubel um seine Person zu Konzentrationsverlusten bei Trainerteam und Spielern geführt. Man darf gespannt sein, wie sich Sevilla nun nach der Länderspielpause präsentiert. Und ob der Coach ein besseres Händchen bei seinen Aufstellungen beweist.

Hinsichtlich einer anderen wichtigen Personalie herrscht nun Klarheit in Sevilla. Sportdirektor Monchi heuert zur kommenden Saison beim italienischen Traditionsverein AS Rom an. Für Sevilla ein herber Verlust, denn Monchi holte nahezu das Optimum aus den finanziellen Möglichkeiten heraus und trug durch schlaue Transfers und Verkäufe zu den drei Titelgewinnen in der Europa League bei.

Trendwende gegen Gijón?

All diese Nebengeräusche wollen die Andalusier nun ausblenden und Taten auf dem Platz folgen lassen. Die Chance hierzu bietet sich am Sonntag um 12 Uhr, wenn Sevilla das akut abstiegsgefährdete Sporting Gijón empfängt. Die Gäste konnten auswärts in 14 Partien überhaupt erst einen Sieg einfahren. Für Sampaoli und seine Spieler die ideale Gelegenheit, den Trend der letzten Wochen umzukehren – idealerweise mit einem deutlichen Heimsieg. Mittelfeldspieler Walter Montoya gab unter der Woche schon die Richtung vor: „Wir müssen den dritten Platz bis auf den Tod verteidigen.“ Dieser Satz hätte auch von Sampaoli selbst stammen können. Denn eines ist klar in Sevilla: Weitere Ausrutscher gegen kleine Teams darf man sich nicht mehr erlauben.

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Real holt wichtigen Auswärtssieg +++ Atleti schlägt Sevilla +++Barcelona siegt in Überzahl http://www.chefutbol.com/europa/spanien/real-wichtigen-auswartssieg-atleti-schlagt-sevilla-485913 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/real-wichtigen-auswartssieg-atleti-schlagt-sevilla-485913#respond Mon, 20 Mar 2017 11:39:24 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3064 Dank Benzema und Casemiro gelang Real Madrid ein Sieg bei Athletic Bilbao. Godin, Griezmann und Koke sorgten für die Tore von Atlético beim Sechs-Punkte-Spiel gegen den FC Sevilla. Bei Barcelonas 4:2 gegen Valencia trifft eine Leihgabe und ein viel kritisierter...

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Dank Benzema und Casemiro gelang Real Madrid ein Sieg bei Athletic Bilbao. Godin, Griezmann und Koke sorgten für die Tore von Atlético beim Sechs-Punkte-Spiel gegen den FC Sevilla. Bei Barcelonas 4:2 gegen Valencia trifft eine Leihgabe und ein viel kritisierter Spieler feiert seine Tor-Premiere.

Das San Mamés in Bilbao gilt als Festung, die Basken als extrem heimstark. Umso höher ist der 2:1-Auswärtssieg von Real Madrid bei den “Löwen” einzuordnen. Nachdem in der Anfangsformation beide Teams gute Gelegenheiten ungenutzt ließen und ein Tor von Cristiano Ronaldo zurecht wegen Abseits nicht zählte, sorgte Mittelstürmer Karim Benzema in der 25. Minute für die Führung der Gäste. Cristiano Ronaldo hatte einen langen Ball von Casemiro verarbeitet und dann quer auf den Franzosen gelegt, der mit der Innenseite traf. In der zweiten Halbzeit gelang Bilbao der Ausgleich. Nach Flanke von Williams legte Raul Garcia per Kopf für Aduriz auf, der aus wenigen Metern einköpfte (65.). Doch die Freude über den Treffer währte nur kurz. Denn Real schlug nur drei Minuten später zurück. Kroos’ Ecke verlängerte Cristiano Ronaldo per Kopf auf Casemiro, der den Ball zwei Meter vor dem Tor ungestört annehmen und einschieben konnte (68.). Der zweifache Torvorbereiter wurde in der 79. Minute ausgewechselt. Und Cristiano Ronaldo schien darüber wenig erfreut gewesen zu sein. Er benutzte einen verbreiteten portugiesischen Kraftausdruck, um seinen Unmut auszudrücken.

Griezmann als doppelter Standardspezialist

 Antoine Griezmann führte Atléti zum wichtigen Heimsieg gegen Sevilla

Auch dank der gefährlichen Standards von Antoine Griezmann konnte Atlético Madrid den FC Sevilla bezwingen. Im Verfolgerduell war es Abwehrchef Diego Godin, der per Kopf nach Freistoßflanke von Griezmann das 1:0 besorgte (37.). Nach dem Seitenwechsel zeigte der Franzose, dass er es auch direkt kann: Bei einem Freistoß etwa 23 Metern zirkelte er das Spielgerät über die Mauer und genau ins rechte obere Toreck – ein Traumtor (61.). Nach Ballverlust von Sevilla und machte Koke den Deckel auf die Partie (77.). Dass 3:1 durch den eingewechselten Correa nach schöner Einzelleistung war nur noch Ergebniskosmetik (85.). Dank des Sieges rückt Atlético bis auf zwei Punkte an den Tabellendritten heran, der dritte Tabellenplatz ist wieder ein realistisches Saisonziel. Das Ergebnis ist auch deshalb so viel wert, weil in Spanien bei Punktgleichheit bekanntlich der direkte Vergleich zählt. Das Hinspiel hatte Sevilla mit 1:0 gewonnen. Überschattet wurde der Sieg durch eine Knieverletzung von Atléticos Vrsaljko. Es wird befürchtet, dass er sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Barcelona müht sich zum Heimsieg

Dank des starken Sturmtrios Messi, Suarez und Neymar konnte der FC Barcelona sein Heimspiel gegen den FC Valencia mit 4:2 gewinnen. Dabei vergaben die Offensivspieler der Katalanen die ersten guten Möglichkeiten, und dann stand es plötzlich 0:1. Innenverteidiger Mangala hatte nach einer Ecke per Kopf getroffen (29.). Wenig später gelang Suarez der Ausgleich, als die Abwehr der Gäste bei einem Einwurf von Neymar den Mittelstürmer einfach übersah (35.). Und der Uruguayer stand in der 44. erneut im Mittelpunkt. Er überlief den bereits gelb-verwarnten Mangala und wurde von diesem im Strafraum am Trikot fest gehalten. Der Verteidiger durfte frühzeitig zum Duschen, Messi verwandelte den fälligen Elfmeter (45.). Doch der letzte Treffer einer unterhaltsamen ersten Halbzeit war das noch nicht. Munir El Haddadi, Leihgabe der Blaugrana, traf noch in der Nachspielzeit zum 2:2.

 Munir traf an alter Wirkungsstätte

Barcelona hatte nach dem Wechsel in Überzahl mehr Platz und kam schnell zu Chancen. Doch nach Traumpass von Messi in die Gasse scheiterte Neymar an Diego Alves. Barcelonas Nummer Zehn machte es kurz darauf besser. Er erhielt rechts im Strafraum den Ball, setzte sich gegen einen Verteidiger durch und traf mit rechts ins Torwarteck (52.) – das 25. Ligator des Argentiniers. Weitere Tore wollten trotz guter Gelegenheiten der überlegenen Gäste nicht fallen, auf der anderen Seite vergab Munir eine gute Konterchance. Nachdem Neymar per Freistoß am Lattenkreuz scheiterte (76.), sorgte ein Portugiese kurz vor Schluss für die Entscheidung. Nach starkem Sprint über fast den gesamten Platz servierte Neymar für André Gomes, dem aus kurzer Distanz seine Tor-Premiere im Dress der Blaugraua gegen seinen Ex-Club gelang (89.). Damit bleibt Barcelona bis auf zwei Punkte an Real Madrid dran, hat aber weiterhin ein Spiel mehr absolviert als der Tabellenführer. Messi erzielte seinen 100. Doppelpack als Profi und holte sich die fünfte gelbe Karte der Saison ab, weshalb er das Spiel gegen Granada verpassen wird.

 

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