Independiente de Avellaneda – chefutbol https://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 https://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Independiente de Avellaneda – chefutbol https://www.chefutbol.com 32 32 Saisonstart in Argentinien: Boca visiert das Triple an https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/saisonstart-argentinien-boca-484982 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/saisonstart-argentinien-boca-484982#respond Wed, 08 Aug 2018 17:36:37 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=10817 In der argentinischen Superliga rollt der Ball ab Freitag wieder. Während die Boca Juniors nach einer eindrucksvollen Transferoffensive mit dem Triple liebäugeln, geht Erzrivale River Plate mit unveränderten Aufgebot in die Spielzeit. Das Pflichtspieldebüt der Boca Junios begann gleich mit...

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In der argentinischen Superliga rollt der Ball ab Freitag wieder. Während die Boca Juniors nach einer eindrucksvollen Transferoffensive mit dem Triple liebäugeln, geht Erzrivale River Plate mit unveränderten Aufgebot in die Spielzeit.

Das Pflichtspieldebüt der Boca Junios begann gleich mit einem Paukenschlag. Während Neuzugang Mauro Zárate beim Pokal Auftakt gegen das unterklassige Alvarado als Enganche wirbeln durfte und seine Mitspieler mehrmals eindrucksvoll in Szene setzen konnte, blieb Publikumsliebling und Identifikationsfigur Carlos Tévez nur die Reservistenrolle, die er zumindest medienkonform mit guter Mine und mehrmaligen Abklatschen hinnahm. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, was Trainer Guillermo Barros Schelotto in dieser Spielzeit bevorsteht: Nicht nur wird er sich als gewiefter Taktiker versuchen müssen, sondern auch als Animateur, der den nahmaft zusammengestellten Kader über meherere Monate bei Laune hält.

Die großen 5

Boca

Denn kein Verein gab mehr Geld aus als der amtierende Meister, sodass auf allen Mannschafsteilen nachgebessert und potenzielle Schwachstellen ausgemerzt wurden. So muss sich der oft kritisierte Schlussmann Agustin Rossi der Konkurrenz von Esteban Andrada erwehren, der mit viel Vorschusslorbeeren von Lanús losgeeist wurde. Aber auch die Verpflichtungen von Carlos Izquierdoz, Mauro Zárate oder Flügelflitzer Sebastiàn Villa sollten dem, ohnehin schon guten Kader, noch mehr Qualität verleihen.

River Plate

Ganz anders verhielt es sich beim Nachbarn River Plate, der ohne neue Namen in die Saison geht, dafür aber schon im Januar mit den Transfers von Lucas Pratto, Juanfer Quintero und Franco Armani den Grundstein für eine vielversprechende Kaderzusammenstellung legte. Dementsprechend vertraut Erfolgstrainer Marcelo Gallardo dem bewährten Kader, der die abgelaufene Rückrunde in einem Hoch beendete. Zweifel bestehen ob der Tatsache, dass Gallardo in der Vergangenheit den Pokalwettbewerben deutlich mehr Relevanz schenkte als dem heimischen Ligabetrieb.

Racing

Während die Millonarios also ihren Stamm halten konnten, musste Copa Libertadores Gegner Racing Club de Avellaneda seinen besten Spieler Richtung Italien ziehen lassen: Lautaro Martínez zog es für 16 Millonen Euro zu Inter Mailand, und hinterlässt somit eine große Lücke im Sturmzentrum, die zukünftig von Rückkehrer Gustavo Bou geschlossen werden soll. Zudem wurde Schlussmann Gabriel Arias aus Chile verpflichtet, um den Abgang von Juan Musso zu Udinese Calcio aufzufangen. Neben den namhaften Abgängen, die Trainer Eduardo Coudet ersetzen muss, droht nun zudem noch Unruhe aufzukeimen, nachdem medial durchsickerte, dass das Verhältnis zwischen Coudet und Sportdirektor Diego Milito aüßerst angespannt sei. Grund dafür sollen Differenzen bezüglich der Spielerrekrutierung sein.

Independiente

Weit rosigere Voraussetzungen findet man bei Independiente vor, die mit den Leistungsträgern Maximiliano Meza, Martín Benítez und Alan Franco verlängerten und diese sogar mit hohen Ausstiegsklauseln austatteten. Zudem konnte man Ariel Holans Wunschspieler an Land ziehen. Von Pablo Hernàndez, den es aus familiären Gründen nach Argentinien zog, erhofft sich die Führungsetage als neuer Taktgeber im Mittelfeld zu fungieren. Francisco Silva wurde aus Mexiko transferiert, wo er sich als emsiger Wadenbeißer einen Namen machen konnte. Insgesamt verfügt Holan über einen breiten und ausgewogenen Kader, der bei optimalen Saisonverlauf um den Titel mitspielen kann.

Dies trifft allerdings nicht auf den Fünften im Bunde zu: Bei San Lorenzo ist die Erwartungshaltung etwas tiefer gesteckt. Claudio Biaggio gilt bei der Anhängerschaft als angezählt, nachdem es dem Team in den vergangenen Wochen sichtlich an Spielkultur fehlte. Mit Mühe und Not setzte man sich im Pokal durch, in der Copa Sudamericana blamierte man sich gar gegen den chilenischen Underdog aus Temuco. Auch auf dem Transfermarkt erlebte man zahlreiche Negativerlebnisse. Weder Bocas Sebastián Pérez noch Belgranos Matías Suárez erteilten dem Verein aus Boedo ihre Zusage, sodass man mit Ausnahme von Ariel Rojas, der ablösefrei von River Plate kam, mit leeren Händen dasteht.

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Copa Libertadores 4. Woche: Racing schießt Vasco aus dem Stadion – River siegt auswärts! https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-4-woche-racing-schiest-vasco-aus-dem-stadion-river-siegt-auswarts https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-4-woche-racing-schiest-vasco-aus-dem-stadion-river-siegt-auswarts#respond Fri, 20 Apr 2018 12:11:21 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=9936 Insgesamt fanden von Mittwoch auf Donnerstag und von Donnerstag auf Freitag acht Partien in der Copa Libertadores statt. Neben einem Torfeuerwerk von Racing gab es unter Anderem eine chilenisch/brasilianische Nullnummer und einen knappen Auswärtssieg von River Plate bei Emelec. Die...

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Insgesamt fanden von Mittwoch auf Donnerstag und von Donnerstag auf Freitag acht Partien in der Copa Libertadores statt. Neben einem Torfeuerwerk von Racing gab es unter Anderem eine chilenisch/brasilianische Nullnummer und einen knappen Auswärtssieg von River Plate bei Emelec. Die Ereignisse der letzten beiden Nächte haben wir wie immer für euch zusammengefasst. 

Racing Club – Vasco da Gama 4:0 (2:0) – Lopez vergibt zwei Elfmeter, versenkt den Dritten!

In der Gruppe E traf Tabellenführer Racing auf Schlusslicht Vasco da Gama. Und das Endergebnis spiegelt die tabellarische Situation durchaus wider. Mit 4:0 schoss Racing die Gäste aus Brasilien aus dem Stadion, in die Torschützenliste eintragen konnten sich Ricardo Centurión (33.), Lautaro Martínez (39.) sowie Matías Zaracho und Lisandro López, der seinen dritten (!!) Elfmeter der Partie zum 4:0 Endstand verwandeln konnte.

Im zweiten Spiel der Gruppe E trennten sich Universidad de Chile und Cruzeiro in einer schwachen Partie torlos.

Flamengo – Santa Fe 1:1 (1:1) – Dourados früher Führungstreffer unterm Strich zu wenig

In der Gruppe D stand für Flamengo das wichtige Heimspiel gegen den Tabellendritten Santa Fe an. Die Hausherren gingen bereits früh in Person von Henrique Dourado in Führung, die jedoch nicht lange anhielt. Nach einer halben Stunde egalisierte Wilson Morelos Dourados Führungstreffer, sodass sich die Teams nach 90 Minuten leistungsrecht mit 1:1 trennten. Für Flamengo hätte ein Sieg einen Sprung in der Tabelle bedeutet, nach nunmehr drei Spieltagen muss man sich den ersten Rang mit River Plate teilen, die ebenfalls fünf Zähler auf dem Konto haben.

Emelec – River Plate 0:1 (0:1) – Pinola erzielt das Tor des Tages!

River Plate musste am dritten Spieltag der Gruppe D nach Guayaquil in Ecuador zu Emelec reisen. In einer schwierigen Partie erzielte der ehemalige Nürnberger Javier Pinola in der 44. Minute den einzigen Treffer des Tages, der zugleich auch den wichtigen Auswärtssieg bedeutet. Mit nunmehr fünf Zählern darf sich River berechtigte Hoffnungen auf das Weiterkommen machen.

Alianza Lima – Atlético Junior 0:2 (0:1) – Junior wahrt die Chance aufs Achtelfinale

Mit einem 0:2 Auswärtssieg sichert sich Atlético Junior in Peru die Chance, doch noch die K.O. Runde der Copa zu erreichen. Schon nach zehn Minuten brachte Yimmi Chará den Außenseiter per Slapstick-Tor in Führung. Die Hausherren waren im Anschluss das bessere Team und um den Ausgleich bemüht, ließen jedoch zahlreiche aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt verstreichen. Kurz vor Schluss nutze Atlético Junior seine zweite hochkarätige Chance des Tages zum 0:2 Endstand, Torschütze war Jonatán Álvez. Lima steht nun mit einem Punkt am Tabellenende, während Atlético Junior durch den ersten Sieg in der diesjährigen Copa den Anschluss an die Boca Juniors und Tabellenführer Palmeiras herstellen konnte.

Penarol – Libertad 1:2 (0:0) Cardozos Freistoßhammer beschert Libertad den Last-Minute Sieg!

In der Gruppe C hatte Penarol aus Uruguay Club Libertad aus der paraguayischen Hauptstadt Asunción zu Gast. Nach einer weitestgehend ereignislosen ersten Hälfte kamen die Hausherren besser aus der Kabine und erzielten kurz nach Wiederanpfiff in Person von Gabriél Fernández per Heber den wichtigen Führungstreffer. Nach einem Torwartfehler auf Seiten Penarols konnte Libertad jedoch eine viertel Stunde vor Schluss ausgleichen, ehe Óscar Cardozo mit seinem fulminanten Freistoßtor alle uruguayischen Träume zunichte machte. Libertad steht somit noch ohne Punktverlust auf dem ersten Platz und darf wohl für die K.O. Phase planen.

The Strongest – Atlético Tucuman 1:2 (1:1) – Dank Romats Traumtor: Tucuman mit wichtigen Auswärtsdreier!

In der zweiten Begegnung der Gruppe C reiste Atlético Tucuman aus Argentinien in die Höhe von La Paz nach Bolivien. Im Estadio Hernando Siles, das mit einer Höhe von 3637 m. üNN zu den höchstgelegensten Stadien der Welt zählt, gehörte der Auftakt den Gästen. Ein wahrer Sonntagsschuss von Tucuman-Akteur Nicolás Romat brachte die Gäste in Führung, ehe Edis Ibargüen kurz vor dem Pausentee den Ausgleich besorgte. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Argentinier. 15 Minuten vor Schluss machte Javier Toledo mit einem Kopfballtor knapp über der Grasnarbe alles klar. Nach drei Spieltagen haben nun sowohl The Strongest, als auch Atlético Tucuman und Penarol drei Punkte auf dem Konto, das Rennen um den verbliebenen Platz hinter Club Libertad dürfte noch Einiges an Spannung bereithalten.

Independiente- Corinthians 0:1 (0:0) – Jádson trifft Independiente mitten ins Herz!

In der Gruppe G hatte Independiente aus Avellaneda Corinthians aus Sao Paulo zu Gast. In einer wirklich offen und attraktiv geführten Begegnung spielten sich beide Teams zahlreiche aussichtsreiche Möglichkeiten heraus, ließen jedoch im Abschluss die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Erst kurz vor Schluss gelang Jádson mit einem Kopfball das einzige Tor des Tages; der Treffer fiel mitten in eine Drangphase Independientes. Die Hausherren konnten sich vom späten Führungstreffer der Gäste nicht mehr erholen. Corinthians nimmt die drei Zähler mit nach Brasilien und steht noch ungeschlagen an der Spitze der Gruppe G mit sieben Punkten. Independiente rangiert punktgleich mit Lara auf dem dritten Rang, entschieden ist in der Gruppe G allerdings noch nichts.

 

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Die große Copa Libertadores Vorschau für die Gruppen 5 – 8 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-ii-581258 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-ii-581258#respond Tue, 27 Feb 2018 09:03:10 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7692 [nextpage title=”Gruppe 5″] Cruzeiro (Brasilien) – Der brasilianische Außenseiter Der Verein: Cruzeiro aus der Stadt Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais gehört zu den erfolgreichsten Clubs des Landes. Er ist einer von nur drei Vereinen, die immer in der ersten...

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Cruzeiro (Brasilien) – Der brasilianische Außenseiter

Cruzeiro

Der Verein: Cruzeiro aus der Stadt Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais gehört zu den erfolgreichsten Clubs des Landes. Er ist einer von nur drei Vereinen, die immer in der ersten brasilianischen Liga gespielt haben. Die größten Erfolge des Clubs, welcher von italienischen Einwanderern gegründet wurde, sind die fünf Pokalsiege – Cruzeiro ist aktueller Pokalsieger -, vier Meisterschaften und vor allem die beiden Titel in der Copa Libertadores. Der Name „Cruzeiro“ bezieht sich auf das Sternbild Kreuz des Südens („Cruzeiro do Sul“), welches ein Symbol des Landes ist und sich auch auf der brasilianischen Flagge wiederfindet. Übrigens: Kein geringerer als der „echte“ Ronaldo wurde hier zum Profi.

Die Mannschaft: In der ersten Phase der Campeonato Mineiro thront man recht souverän an der Spitze des Tableaus. Nach sieben Spielen stehen für Cruzeiro sechs Siege bei lediglich einem Unentschieden zu Buche. In Torlaune präsentierte sich bisher der offensive Mittelfeldmann und Routinier Rafinha, welcher bereits fünf Mal ins Schwarze traf.

Transfers: Seit dem 01. Januar dieses Jahres ist der Haudegen Fred bei Cruzeiro unter Vertrag. Dort soll er nun für die Tore sorgen und die Mannschaft mit seiner Erfahrung bereichern. Zudem sicherte man sich die Dienste von Frederico Mancuello und Egídion von den Ligakonkurrenten Flamengo bzw. Palmeiras. Damit konnten auch Abgänge wie von Frabrício oder auch Alisson adäquat ersetzt werden.

Schlüsselspieler: Als der Star des Teams darf der Uruguayer Giorgian de Arrascaeta betrachtet werden. Der 23jährige mit italienischen Wurzeln ist im offensiven Mittelfeld beheimatet. Der 23jährige gilt als beidfüßig und erzeugt viel Torgefahr. Bis Ende Juni steht auch noch Lucas Silva, welcher von Real Madrid ausgeliehen ist, zur Verfügung. Er galt einst als Hoffnungsträger des brasilianischen Fußballs. In Belo Horizonte versucht er, seiner Karriere wieder Schwung zu verleihen. Der 34jährige Fred blickt bereits auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn zurück. Er wird dem Team mit seiner Erfahrung und seinen Treffern sicherlich helfen können.

Der Trainer: Mit Mano Menezes ist für Cruzeiro ein Trainer mit reichlich Erfahrung verantwortlich, welcher zwischen 2010 und 2012 die brasilianische Nationalmannschaft coachte. Er berief unter anderem Neymar zu seinem Länderspieldebüt und hat bewiesen, dass er mit großen Spielern arbeiten kann. Bevor er im Sommer 2017 seine zweite Amtszeit bei Cruzeiro angetreten hatte, verbrachte er ein Jahr beim SD Luneng im Reich der Mitte. Er ist einer der wenigen Trainer in Brasilien, welcher selbst kein Profifußballer gewesen ist.

Die Chefutbol-Prognose: Cruzeiro hat auf dem Papier eine Mannschaft, welche die Gruppenphase durchaus überstehen kann, allerdings gegen die südamerikanischen Schwergewichte das Nachsehen haben wird. Allerdings hat der frischgebackene Pokalsieger aus Brasilien erst kürzlich bewiesen, dass er auch vermeintlich starke Gegner überraschen kann. Vielleicht schafft es das Team aus Minas Gerais auch beim Kontinentalwettbewerb, für Furore zu sorgen.

Universidad de Chile (Chile) – “Los Leones” müssen das Kämpfen lernen!

Universidad de Chile

Der Verein: Beim CF Universidad de Chile handelt es sich um einen der bekanntesten und beliebtesten Clubs des ganzen Landes. Ursprünglich gegründet von Studenten der gleichnamigen Universität der Hauptstadt Santiago im Oktober 1928, löste man 1980 die Bindung zur Bildungseinrichtung und war fortan ein unabhängiger Club, der sich obendrein ausgesprochen erfolgreich entwickelte. Mit 18 Meisterschaften, zuletzt in der Clausura 2017, vier Pokalsiegen und dem Gewinn der Copa Sudamericana im Jahre 2011 als erstes chilenisches Team liest sich die Bilanz von „La U“ mehr als positiv. Eine besondere Rivalität besteht, schon allein aufgrund der geographischen Nähe, zum Rekordmeister CSD Colo Colo. Für einen „Aficionado“ von Universidad gibt es nichts Größeres als einen Besuch des „Clásicos“ im heimischen Estadio Nacional. Dann geht es sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen hoch her in Chiles Hauptstadt!

Die Mannschaft: Im letzten Jahr beendete man die heimische Liga hinter dem Erzrivalen Colo Colo und Unión Espanola auf dem dritten Platz, summa summarum eine ordentliche Spielzeit für “Los Leones”. Die Mannschaft gehört mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren eher zu den älteren Teams, allerdings hat “La U” viele Spieler mit internationaler Erfahrung sowohl auf Nationalmannschafts-als auch Klubniveau im Kader. Die ganz großen Namen fehlen zwar, mit Soteldo hat man allerdings einen formidablen Außenbahnspieler im Kader, über den auch in der Copa Libertadores viel gehen wird.

Transfers: Der  Universitätsklub der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile, Universidad de Chile, blieb wie Erzfeind Colo Colo auf dem Transfermarkt weitestgehend inaktiv. Lediglich Yeferson Soteldo Martínez fand seinen Weg ins Estadio Nacional und Universidad de Chile könnte damit ein echtes Schnäppchen gemacht haben. Zunächst ist Martínez bis Endes Jahres ausgeliehen von Huachipato, Universidad de Chile besitzt jedoch eine Kaufoption. Und die Verantwortlichen bei “La U” wären gut damit beraten, diese zu ziehen. Der 20-jährige Venezolaner ist auf der linken Außenbahn beheimatet und besticht durch ein immenses Tempo gepaart mit beeindruckender Beweglichkeit und technischer Finesse. Da Martínez noch jung ist und noch Einiges an Entwicklungspotenzial besteht, dürfte sich der Marktwert des nur 1,60 m großen Dribblers schon bald auf ein Vielfaches der aktuell taxierten 2 Mio. € belaufen.

Schlüsselspieler: Neben dem wertvollsten Spieler der chilenischen Liga, Yeferson Soteldo Martínez, besitzt Universidad de Chile keinen Akteur vom Prädikat südamerikanischer Topstar. Allerdings haben die “Los Leones” mit Keeper Johnny Herrera, den Innenverteidigern Gonzalo Jara und Cristian Vilches, Mittelfeldroutinier David Pizarro und Jean Beausejour Einiges an Erfahrung und Qualität im Kader, was besonders gegen spielstarke Mannschaften wie Racing oder Cruzeiro wichtig werden dürfte. Alles in allem ist der Kader von “La U” sowohl in der Breite als auch qualitativ gut aufgestellt, schwierig werden dürfte es aber allemal.

Der Trainer: Der Trainer des Universitätsklubs der chilenischen Hauptstadt ist Guillermo Hoyos. Der 54 Jahre alte Argentinier mit spanischem Pass steht seit Januar 2017 an der Seitenlinie im Estadio Nacional de Chile und kann einen Punkteschnitt von 1,82 sowie den Titel in der Clausura vorweisen. Bevorzugt lässt Hoyos ein offensives 4-3-3 System spielen, bei Universidad de Chile kommt allerdings oft ein 3-4-1-2 zum Einsatz, bei dem die Flügelspieler die gesamte Außenbahn vertikal sowohl offensiv als auch defensiv bearbeiten müssen.

Die Chefutbol-Prognose: Mit den Gruppengegnern Racing und Cruzeiro hat Universidad de Chile zwei richtige Brocken vor der Brust, die man an einem guten Tag zuhause allerdings schlagen kann. Wenn im Estadio Nacional zumindest zwei Spiele gewinnen kann und auch auswärts ab und an punktet, ist für “La U” das Achtelfinale nicht zwingend ausgeschlossen, Favorit auf das Weiterkommen sind die “Los Leones” hierbei aber nicht. Sollte U. de Chile allerdings die Gruppenphase überstehen, dürfte es angesichts der möglichen Gegner im weiteren Turnierverlauf schwierig für die Hoyos-Auswahl werden.

Racing (Argentinien) – One-Man-Show um Lautaro Martínez?

Racing

Der Verein: Der Racing Club gehört zu den beliebtesten Klubs in Argentinien. Gegündet im Jahr 1905 steht man seitdem für hervorragende Jugendarbeit, weswegen der Verein den Spitznamen Academia trägt. In seiner Historie konnte man 17-mal Meister werden und einmal die Copa Libertadores gewinnen. Bekannt ist man auch durch das lokale Derby (Clásico de Avellaneda), wenn es gegen den Erzfeind Independiente geht.

Die Mannschaft: Racing erlebte eine stark durchwachsene Hinrunde, die mit dem Rücktritt von Diego Cocca ihr unrühmliches Ende fand.  Infolgedesssen verpflichtete man auf der Trainerposition Eduardo Coudet, der aus seiner Zeit bei Rosario Central exzellente Referenzen vorzuweisen hat. Unter der Führung des 43-jährigen ist seit Jahresbeginn ein klarer Aufwärtsstrend zu erkennen, der mit vier Siegen in Folge auch mit Punkten untermauert wird. Dabei setzt Coudet auf bedingungsloses Pressing, viel Spielwitz und Laufbereitschaft. Nichtsdestrotz genießt seine qualitativ hochwertige Offensivabteilung um Lautaro Martínez, Lisandro López und Ricardo Centurión bei eigenem Ballbesitz alle Freiheiten.

Transfers: Als Königstransfer wurde Ricardo Centurión präsentiert. Der mittlerweile 25-jährige, dessen Abenteuer in Genua zum zweiten Mal vorzeitig beendet wurde, kann jederzeit für den Unterscheid sorgen, erhitzt aber auf der anderen Seite mit seinen provokanten Kabinettstückchen und Eskapaden neben dem Platz die Gemüter. Die Innenverteidigung bildet sich aus den beiden Neuzugängen Alejandro Donatti und Leonardo Sigali zusammen. Beide hinterließen bislang einen bleibenden Eindruck und konnten die Defensive sichtlich stablisieren.  Mitteldfeldspieler Neri Cardozo wurde ablösefrei aus Monterrey gelotst, dazu verpflichtete man mit Gonzalo Piovi einen weiteren talentierten Youngster.

Schlüsselspieler: Lautaro Martínez mauserte sich mit eindrucksvollen Leistungen zur neuen Sturmhoffnung Argentiniens. Die Bilanz des 20-jährigen fiel in der aktuellen Spielzeit stattlich aus: Aus elf Partien traf Martínez siebenmal und steuerte noch vier Assists hinzu. Die Interessenten in Europa stehen Schlange. Laut Medienberichten soll es sogar schon zu einer Einigung mit Inter Mailand gekommen sein. Das Eigengewächs wird also vermutlich nicht über den Sommer hinweg zu halten sein, dennoch bleibt ihm die Gruppenphase, um sich eindrucksvoll zu verabschieden.

Der Trainer: Eduardo Coudet holte Rosario Central nahezu aus der Versenkung und etablierte den Traditonsklub wieder in der argentinischen Spitzengruppe. Zweimal erreichte er das Pokalfinale, wo er jedoch in beiden Fällen den Kürzeren zog. Es folgte ein erfolgoses Gastspiel beim mexikanischen Erstligisten Tijuana, ehe er bei Racing wieder in der Heimat anheuerte. El Chacho ist für sein leidenschaftliches Coaching an der Seitenlinie bekannt, was ihm immer wieder Vergleiche mit Diego Simeone einbringt.

Die Chefutbol-Prognose: Die Gruppe ist für die Academia kein Selbstläufer, dennoch besitzt man die Qualität, um als Erster durchzugehen. An vorderster Front überragt vor allem Martínez, dessen Wechsel im Sommer wohl nur noch Formsache ist. Ohne ihn könnte es in den KO-Runden allerdings eng werden.

Vasco da Gama (Brasilien) – Alle Augen auf die Wunderkinder Evander und Paulinho

Vasco

Der Verein: Vasco da Gama, der „Gigante da Colina“ gehört zu den erfolgreichsten und traditionellsten Vereinen Brasiliens. Vor 120 Jahren gegründet und im Ausland bekannt geworden durch Spieler wie Romario Juninho Pernambucano oder Luis Fabiano, erlebte das Teams aus Rio de Janeiro jedoch im vergangenen Jahrzehnt vor allem Rückschläge. Drei Mal stieg der Verein in die zweite Liga ab, 2008 zum ersten Mal in der Clubgeschichte. Auf die sofortigen Wiederaufstiege folgte 2013 und 2015 ebenso schnell der Fall ins Unterhaus. Die Auftritte in der Meisterschaft waren katastrophal. Einzige Wermutstropfen in der Leidenszeit waren die Titel in der Carioca-Meisterschaften und der Pokalsieg von 2011 sowie die Halbfinalqualifikation in der Copa Sudamericana 2011.

Doch keiner dieser Errungenschaften ist vergleichbar mit den vier Meistertiteln von 1974, 1989, 1997 und 2000 sowie dem Gewinn der Copa Libertadores (1998) oder des Mercosur-Cups (2000). Die Jahre 1997 bis 2000 waren die glorreichsten in der Clubgeschichte.

Vasco scheint sich nun endlich wieder gefangen zu haben. Die Mannschaft beendete die Meisterschaft 2017 auf dem 7. Platz und hätte sich somit für die Copa Sudamericana qualifiziert. Dank des Libertadores-Siegs von Gremio rutschten die Schwarz-Weissen jedoch nach und setzten sich in der Libertadores-Quali in einer einfachen Tableau-Hälfte gegen Universidad de Concepcion (Chile) und Jorge Wilstermann (Bolivien) durch.

Die Mannschaft: Im Tor setzt Vasco seit vielen Saisons auf den konstanten Uruguayer Martin Silva. Die Verteidigung ist gut gemischt zwischen erfahrenen, verdienten Spielern wie Yago Pikachu und Paulao und relativ unerfahrenen Spieler aus der eigenen Jugend wie Ricardo Graca und Henrique. In der Verteidigung steht mit Breno auch ein Spieler, der kurz in der Bundesliga auflief (Bayern, Nürnberg). Generell finden sich viele Eigengewächse im Kader. Im Mittelfeld ziehen aber noch die international erfahrenen Wagner und Escudero die Fäden. Neu werden sie unterstützt vom Argentinier Leandro Desabato. Die grosse Stärke von Vasco ist aktuell aber die Offensive – verspielt und variabel: Im Sturm sollen vor allem der Argentinier Andres Rios und der Kolumbianer Duvier Riascos für Tore sorgen. Als Back-up steht Eigengewächs Caio Monteiro bereit, der als 21-Jähriger bereits über 125 Mal für Vasco aufgelaufen ist.

Alle Augen sind jedoch auf die Nummern 10 und 11 gerichtet. Evander (19-jährig) und Paulinho (17-jährig) sind die grossen Juwelen von Vasco. Nur wenige Tage nachdem Evander sich als jüngster Vasco-Libertadores-Torschütze in die Geschichtsbücher schoss, doppelte Paulinho nach und lösten diesen bereits wieder ab. Sein Marktwert dürfte weit über 10 Millionen betragen und er ist bereits im Blick zahlreicher Clubs in Europa.

Transfers: Das Team wurde für die Doppelbelastung Libertadores/Meisterschaft aufgerüstet. Ausserdem mussten die Abgänge der Mittelfeldspieler Douglas Luiz (zu Man City), Muriqui (nach China) und Matteus Vital (zu Corinthians) kompensiert werden. Von Meister Corinthians stiessen Mittelfeldspieler Giovanni Augusto, Japan-Rückkehrer Thiago Galhardo, Namensvetter Rafael Galhardo von Cruzeiro und Velez-Ikone Leandro Desabato dazu. Die Verteidigung wurde verstärkt durch den grossen ecuadorianischen Verteidiger Erazo, der seit 5 Jahren in Brasilien spielt. Neue Varianten für die Verteidigung stehen auch mit Luiz Gustavo und Ricardo zur Verfügung. Als Verstärkung für den Sturm kehrte von den Millonarios Duvier Orlando Riascos zu Vasco zurück, wo er bereits vor zwei Jahren erfolgreich aufspielte (17 Tore).

Schlüsselspieler: Frickson Erazo und Yago Pikachu in der Defensive, Wellington und Wagner im Zentrum sowie Riascos und Rios in der Offensive. Bei den „Wunderkindern“ Evander und Paulinho stellt sich wohl die Frage, auf welche Höhen sie ihre Transfersumme hinaufspielen werden.

Trainer: Der ehemalige Verteidiger Zé Ricardo ist als Trainer noch relativ unerfahren. Der 45-Jährige trainierte ab 2012 erfolgreich die Jugendmannschaften von Flamengo. Als der Trainer der ersten Mannschaft, Muricy Ramalho, aus gesundheitlichen Gründe zurücktreten musste, übernahm Zé Ricardo im Mai 2025 diese Aufgabe. Beinahe hätte er die Sensation geschafft und Flamengo zum Titel geführt – schlussendlich resultierte der dritte Rang. Eine weitere Enttäuschung folgte: In der Libertadores 2017 schied Flamengo unter Zé Ricardo bereits in der Gruppenphase aus. Als der Rückstand auf die Tabellenspitze in der heimischen Liga anwuchs, zogen die Verantwortlichen die Reissleine und entliessen den Trainer im August 2017. Zwei Wochen später heuerte er bei Vasco an. Schlussendlich resultierte in einer hart umkämpften Meisterschaft ein guter 7. Rang, punktgleich mit seinem ehemaligen Team Flamengo, das sich aufgrund des besseren Torverhältnisses direkt für die Libertadores qualifiziert.

Chefutbol Prognose: Vasco hat in den ersten drei Partien der Qualifikation brilliert, mit einem Torverhältnis von 10 zu 0. Gegen Jorge Wilstermann zeigte das Team jedoch, wie nachlässig und fehlerhaft es auftreten kann. Mit viel Glück konnten die Bolivianer schlussendlich im Elfmeterschiessen besiegt werden. Auch in der lokalen Meisterschaft „Taça Guanabara“ hinterliess Vasco einen zwiespältigen Eindruck – mit zwei Niederlagen gegen Unterklassige. Das Team hat Qualität, ein riesiges Offensivpotenzial und ist nach den Quali-Spielen auch international eingespielt. Vasco ist sicherlich nicht der Favorit auf den Gruppensieg, jedoch ein Kandidat auf das Weiterkommen, vorausgesetzt die Mannschaft findet die Konstanz.

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Santos (Brasilien) – Große Hoffnungen auf Rückkehrer Gabigol

Santos

Der Verein: Der teuerste Spieler aller Zeiten durchlief die Jugendakademie des FC Santos. Der 222 Mio. Euro-Mann Neymar spielte in der Hafenstadt, ehe es ihm zum FC Barcelona zog. Aushängeschild des Clubs ist allerdings nach wie vor der Volksheld Pelé. Der Fußballer des Jahrhunderts schnürte von 1956 – 1974 seine Fußballschuhe für den FC Santos und erzielte in 648 Partien unglaubliche 619 Treffer. Insbesondere dank Pelé erlangte der Verein internationale Bekanntheit und konnte zahlreiche Erfolge feiern. Neben 22 Staatsmeisterschaften, neun brasilianischen Meisterschaften sowie drei Copa Libertadores Erfolgen, gewann man zudem zweimal den Weltpokal.

Die Mannschaft: In der brasilianischen Liga hat man es geschafft, sich vorne festzubeißen. Nach der Vizemeisterschaft 2025 wurde man 2017 immerhin Dritter. In der Campeonato Paulista ist man nach acht Partien mit 14 Punkten Tabellenprimus. Damit ist das Viertelfinalticket zwar noch nicht gebucht, man befindet sich allerdings auf einen guten Weg dorthin.

Transfers: Einen ganz bitteren Abgang hat der FC Santos in diesem Jahr zu kompensieren. Mit Lucas Lima wechselte eine tragende Kraft im offensiven Mittelfeld ablösefrei zum Ligakonkurrenten Palmeiras. Auch Routinier und einer der Torgaranten im Team, Ricardo Oliveira hat den FC Santos in Richtung Mineiro verlassen. Dafür ist der Ex Hamburger Cléber Reis nun nach Leihe wieder zurück in Santos. Zudem sollen Eduardo Sasha, Rodrigao und Yuri Alberto die Offensive verstärken. Als Königstranser des Winters darf allerdings die Leihe von Heimkehrer Gabigol betrachtet werden.

Schlüsselspieler: Auf den Rückkehrer Gabigol ruhen hohe Erwartungen. Vor 18 Monaten verließ er Santos in Richtung Mailand, wo er scheiterte und über Benfica Lissabon zurück nach Santos kam. Kann er an alte Leistungen anknüpfen, wird er zum absoluten Leistungsträger seiner Mannschaft. Mit drei Treffern liegt er bisher im Soll. Vitor Bueno wurde 2025 in der brasilianischen Liga als Entdeckung des Jahres ausgezeichnet und ist ebenso ein vielversprechender Akteur. Allerdings riss er sich das Kreuzband, weshalb sich zeigen muss, wie er sich davon erholt. Der Ex-Wolfsburger Bruno Henrique wird erst nach Ablauf seiner Sperre eingreifen können, welche für die ersten fünf Begegnungen in der Copa Libertadores gilt.

Der Trainer: Seit dem 04. Januar dieses Jahres ist der junge und recht unerfahrene Jair Ventura beim FC Santos im Amt. Ventura machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als er sein damaliges Team Botafogo nach dem Aufstieg direkt in die Copa Libertadores führen konnte. Seine Torjubel-Tänze brachten ihm reichlich mediale Aufmerksamkeit ein.

Die Chefutbol-Prognose: Auf den FC Santos kommt kein einfaches Jahr zu. Der erfolgreichste Stürmer ist für die ersten fünf Spiele gesperrt, der andere Goalgetter hat mit Leistungsträger Lima den Verein verlassen. Und bei Vitor Bueno muss sich erst zeigen, wie er wieder in Form kommt. Der Transfer von Gabigol kann sich für den FC Santos als absoluter Glücksgriff entpuppen, vorausgesetzt, er kann seine glücklose Zeit in Europa hinter sich lassen. Trotz Gruppengegner Estudiantes hat der FC Santos eine gute Chance, die erste Phase zu überstehen. In der K.O.-Runde könnte der Club jedoch schnell an seine Grenzen stoßen.

Estudiantes (Argentinien) – Kann Bernardi wieder überraschen?

Der Verein: Der einst von Studenten gegründete Verein aus La Plata durchlebte seine erfolgreichtste Zeit in den 60ger Jahren, als man unter dem legendären Osvaldo Zubeldía gleich dreimal die Copa Libertadores gewann, selbst ein bis heute umstrittener Welpokal steht im Trophäenschrank der Estudiantes. Heute backt el Pincha nicht mehr ganz so große Brötchen, gehört aber im Schatten der fünf Granden zum Stamminventar des argentinischen Fussballs.

Die Mannschaft: Estudiantes steht allein schon aus historischen Gründen für effektiven Ergebnisfussball. Dementsprechend verzichtet man bei den Platensern auf spektakuäre Ausnahmekönner, und vertraut einer Reihe erfahrenen Spielern wie Gastón Fernández, Leandro Desábato oder Jonathan Schunke, die den Stamm des Team bilden. In vorderster Front erhalten abegzockte Akteure wie Mariano Pavone oder Lucas Melano den Vorzug. Den Takt im Mittelfeld bestimmt Rodrigo Braña, allerdings muss sich der Routinier aufgrund seines fortgeschrittenen Alters hin und wieder Kunstpausen nehmen

Transfers: Gastón Giménez folgte dem Ruf von Trainer Lucas Bernardi. Der 26-jährige galt als Wunschpieler und soll das manchmal etwas träge Offensivspiel beleben. Von Andrés Escobar erhofft man sich die Schlagzahl auf dem Flügel zu erhöhen. Ansonsten musste man keinen wichtigen Abgang verbuchen.

Schlüsselspieler: Estudiantes gewinnt seine Spiele grundsätzlich aus einer kompakten Defensive heraus, bei der Schunke und Desábato herausragen. Auch auf Torhüter Mariano Andújar ist in der Regel Verlass. Viel hängt von Lucas Rodríguez ab. Der Spielmacher ist mit 20 Jahren eine feste Größe im Team, lässt vor dem Tor aber häufig Effektivität vermissen.

Der Trainer: Lucas Bernardi erlebte letztes Jahr mit seinem damaligen Verein Godoy Cruz eine erfolgreiche Copa Libertadores Kampagne, bei der er den Außenseiter bis ins Achtelfinale führte, wo man am späteren Titelträger Gremio scheiterte. Der Lohn: Eine Entlassung, die medial enom kritisch aufgefangen wurde, aber Estudiantes nicht davon abhielt den aufstrebenden Trainer zu engagieren.

Die Chefutbol-Prognose: Hinter Santos erwartet den Platensern ein enges Rennen um Platz zwei. Eine Hürde könnte die Doppelbelastung werden, die vor allem die ältere Garde vor Probleme stellen wird.

Real Garcilaso (Perú) – Nach Umbruch nur Außenseiter

Garcilasco

Der Verein: Real Garcilaso ist ein erst 2009 gegründeter Klub aus der weltberühmten Stadt Cusco, dem wichtigsten Sitz des Inkareichs. In der Stadt selbst ist die Máquina Celeste dementsprechend kaum verwurzelt, populärer ist der traditionsreiche Zweitligist Cienciano. Die Vereinsführung neigt dabei zum Chaotischen, die letzten Jahre waren von Umbrüchen und Trainerwechseln geprägt. Doch trotz dieser Umstände kann sich die Bilanz von Garcilaso sehen lassen: Drei Vizemeisterschaften in nur sechs Jahren Erstligafußball, zwei Copa-Libertadores-Teilnahmen, dabei ein Viertelfinaleinzug.

Die Mannschaft: Von der Mannschaft, die die peruanische Meisterschaft nur haarscharf hinter Alianza Lima auf Rang zwei beendete, sind nur Wenige geblieben. Das Team wird sich zunächst finden müssen und hat bis auf den alles überragenden Zehner Alfredo Ramúa auch keine große individuelle Klasse vorzuweisen. Erwartbar ist, dass Garcilaso vor allem über Ramúas Einzelaktionen und Standards gefährlich werden dürfte – zumal mit Juan Diego Lojas, Lampros Kontogiannis und Gustavo Dulanto kopfballstarke Abnehmer vorhanden sind. Das größte Plus dürfte aber die Höhe von Cusco darstellen: Auf 3200 Metern Höhe kommt so mancher Gegner von größerer Klasse kräftig ins Schnaufen.

Transfers: Fast die ganze Mannschaft wurde runderneuert, Schlüsselspieler wie Mittelstürmer Danilo Carando verließen den Klub. Individuell ist der gutgenährte, aber abschlussstarke Stürmer Diego Mayora wohl noch der Aufregendste unter den Neuen, ansonsten findet sich viel Masse und wenig Klasse. Lediglich Stürmer Zamir Valoyes und Mittelfeldspieler Jean Tragodara bringen größere internationale Erfahrung mit.

Schlüsselspieler: Es gibt keinen Weg, der an Alfredo Chapu Ramúa vorbeiführt, der als einer von wenigen Spieler im Kader verblieb. Der argentinische Zehner hat auch bei seiner zweiten Station bei Garcilaso (nach 2013-2015) brillante Scorerstatistiken vorzuweisen und dürfte zu den schussstärksten Spielern der gesamten Copa zählen – zumal der Ball in der Höhe von Cusco noch mehr flattert als ohnehin. Auch Ramúas Ecken und Freistoßflanken sind gefürchtet.

Der Trainer: Der peruanisch-argentinisch-deutsche Coach Oscar Ibáñez hat noch fast überhaupt keine Meriten vorzuweisen, seine Stationen bei Universitario, Cienciano und Comerciantes Unidos endeten stets schnell. Für den ehemaligen Torhüter ist die Copa Libertadores eine große Chance, allerdings könnte das Abenteuer auch schnell vorbei sein.

Die Chefutbol-Prognose: Durch den radikalen Umbruch ist die Mannschaft schwer einzuschätzen, doch selbst wenn sich das Team schnell findet, spricht eigentlich nur der größere Heimvorteil für die Himmelblauen. Selbst individuell weitaus stärkere peruanische Teams haben in den letzten Jahren regelmäßig kläglich die Segel gestrichen. So deutet alles auf ein schnelles Ausscheiden in der Gruppenphase hin.

Club Nacional (Uruguay) – Weitere Überraschungen mit Medina?

Nacional

Der Verein: Drei Copa-Titel stehen für Nacional schon zu Buche, doch der letzte ist über 30 Jahre her. Trotz regelmäßiger nationaler Meistertitel und dem unumstößlichen Status als einer der beiden Grandes in Uruguay hat die internationale Reputation der Tricolores im letzten Jahrzehnt deutlich gelitten, ein einziges Viertelfinale (2025) haben die Bolsos erreicht. Der Grund hierfür liegt auch in den begrenzten finanziellen Mitteln, die im letzten Transferfenster mal wieder zu spüren waren: Die Verpflichtung von mehreren Mittelstürmern mit internationaler Reputation scheiterte, am Ende unterschrieb die Low-Budget-Lösung Gonzalo Bergessio. Dennoch überraschte der Dritte der letztjährigen uruguayischen Meisterschaft mit einer starken Qualifikation, in der Chapecoense und Banfield eliminiert wurden.

Die Mannschaft: Auffällig ist die Ausgeglichenheit im Kader der Tricolores: Fast alle Positionen sind doppelt und variabel besetzt. Dabei fehlt es allerdings an herausragender individueller Klasse. Einen Schwachpunkt könnte das fehlende Tempo in der Innenverteidigung darstellen, zudem wird man in der recht schwachen heimischen Liga nicht besonders gefordert.

Transfers: Der medienwirksamste Transfer war die Verpflichtung des zentralen Mittelfeldspielers Luis Aguiar, der lange Jahre für den Erzrivalen Peñarol die Stiefel geschnürt hatte. Ebenfalls relativ früh wurden die Transfers der Rückkehrer Carlos De Pena und Santiago Romero fixiert. Weitere, dringend benötigte Zugänge ließen lange auf sich warten, doch auf den letzten Metern konnte man mit dem argentinischen Trio Gino Peruzzi, Rodrigo Erramuspe und Gonzalo Bergessio drei erfahrene Neuzugänge verpflichten, und der talentierte Facundo Waller verspricht ebenfalls viel.

Schlüsselspieler: Kapitän Diego Polenta ist der wichtigste Mann. Für einen Innenverteidiger ist sein Aufbauspiel hervorragend, zudem ist er torgefährlich, zweikampf- und kopfballstark und eine wichtige Führungsfigur. Allerdings musste sich Polenta zuletzt wegen regelmäßiger Tätlichkeiten und seinem Hang zum Übergewicht einigen Spott gefallen lassen. Seine Sperre aus der abgelaufenen Copa-Saison hat er in der Qualifikation verbüßt. Ganz fundamental dürfte auch der eminent laufstarke Achter Santiago Romero sein, dem in der Qualifikation zwei Tore gelangen. Schließlich wird man auf die Tore von Gonzalo Bergessio (einst Benfica, Catania, Saint-Etienne) angewiesen sein, der Skeptiker mit einem starken Saisonstart konterte.

Der Trainer: Alexander Cacique Medina war als Spieler ein Wandervogel und steht bei Nacional vor seiner ersten Profistation. Immerhin hat er mit einem verdienten Meistertitel mit der Reserve schon auf sich aufmerksam gemacht. Und nach holprigem Start in Testspielen und Supercup lief der Saisonstart auch national wie international hervorragend. So scheinen die Hoffnungen, die der Verein in Medina setzt, nicht unbegründet. Nebeneffekt: Der frühere Reservecoach sollte auch Jungspunde wie Christian Oliva oder Diego Coelho mehr fördern – auf den „unerschöpflichen“ Talentepool ist man bei Nacional schließlich sehr stolz.

Die Chefutbol-Prognose: Das Projekt Medina beginnt enorm vielversprechend, mit Chapecoense und Banfield eliminierte man auf dem Weg in die Gruppenphase zwei gute Gegner. Die Gruppenauslosung scheint ein Duell mit den Estudiantes um Platz zwei anzudeuten, das Achtelfinale ist möglich. Mit etwas Losglück könnte es sogar noch weiter gehen, ohne dass Nacional zu den Favoriten zählte.

[nextpage title=”Gruppe 7″]

Corinthians (Brasilien) – Wie schwer wirkt der Verlust von Jô?

Corinthians

Der Verein: Corinthians ist ein Klub aus der brasilianischen Metropole Sao Paulo und gehört mit sieben nationalen Meistertiteln, zuletzt letztes Jahr, zwei FIFA Klub-WM Titeln ( 2000, 2012) und dem Sieg in der Copa Libertadores 2012 zu den erfolgreichsten Mannschaften Brasiliens. Der Klub feiert dieses Jahr sein 118-jähriges Bestehen und trägt seine Heimspiele in der Arena Corinthians aus. Die Vereinsfarben sind weiß und schwarz.

Die Mannschaft: Nachdem sich “Timao” im letzten Jahr nicht für die Copa Libertadores qualifizierten, feierte Corinthians sowohl in der brasilianischen Staatsmeisterschaft als auch dem Brasileiro Sieg um Sieg und gewann zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte die brasilianische Meisterschaft. Das Team ist eine gute Mischung aus jungen, vielversprechenden Spielern wie Maycon und Clayson und sehr erfahrenen Akteuren wie beispielsweise der 39-jährige Emerson Sheik. Letztlich ist Corinthians in allen Mannschaftsteilen stark besetzt und hat mit Cassio einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten, der im letzten Jahr angesichts seiner starken Leistungen sein Debüt in der Selecao gab. Lediglich der Abgang von Jô nach Japan schmerzt Corinthians sehr, ein vergleichbarer Ersatz wurde bislang nicht verpflichtet. Kazim-Richards ist aktuell die einzige Option für die Mittelstürmerposition, da Winterneuzugang Junior Dutra aktuell an einer Oberschenkelverletzung laboriert und Matheus und Carlinhos eher die Rolle eines Perspektivspielers einnehmen.

Transfers: Corinthians hat das Meisterteam auf nahezu allen Positionen in der Breite verstärkt. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem offensiven Mittelfeldakteur Mateus Vital, der für gut zwei Mio. € von Vasco da Gama losgeeist werden konnte sowie auf Sidcley und Juninho Capixaba, die sich beide um die Position links hinten in der Viererkette streiten und Carilles Kader mehr Flexibilität verleihen. Mit Jô und Guilherme Arana, die beide für jeweils elf Mio. € zu Nagoya Crampus nach Japan bzw. dem FC Sevilla wechselten, verlor Corinthians zwei absolute Leistungsträger aus dem Vorjahr. Für Mittelstürmer Jô, der in der letzten Spielzeit ganze 18 Tore erzielen konnte und somit maßgeblich am Titelgewinn beteiligt war, wurde kein adäquater Nachfolger verpflichtet.

Schlüsselspieler: Ebenso wie im letzten Jahr bilden Maycon und Gabriel die Doppelsechs und sind für den Spielaufbau immens wichtig. Nach dem Abgang von Jô dürfte Corinthians mehr und mehr auf die Tore von Jadson und Rodriguinho angewiesen sein. Die beiden Routiniers erzielten in der letzten Spielzeit addiert neun Treffer, wenn Clayson die Torausbeute von vier Treffern in der letzten Spielzeit noch nach oben schrauben kann, könnten die Außenstürmer gemeinsam mit Kazim-Richards eine gefährliche Offensive bilden. Der ehemalige Wolfsburger Fágner und Innenverteidiger Balbuena, der mit vier Treffern zu den torgefährlichsten Verteidigern der brasilianischen Liga gehört, bilden das Herzstück der Verteidigung und sind absolute Leistungsträger, ebenso wie Nationalkeeper Cassio.

Der Trainer: Trainer von Corinthians ist der 44-jährige Brasilianer Fábio Carille. Carille befindet sich seit 2008 im Klub und arbeitet bis zu seinem Amtsantritt als Chefcoach im Januar letzten Jahres als Co-Trainer. In bisher 44 Partien als Cheftrainer kann Carille einen formidablen Punkteschnitt von 1,91 vorweisen, bevorzugt lässt Carille ein 4-2-3-1 spielen, womit er im letzten Jahr auch die Meisterschaft gewinnen konnte.

Die Chefutbol-Prognose: Mit Independiente und den Millionarios hat Corinthians zwei nahezu ebenbürtige Gruppengegner. Da es für den vierten Gruppenteilnehmer Deportivo Lara, bei allem Respekt, in der Copa eher ums “Dabeisein” geht, werden sich eben jene Teams um die zwei K.O.-Runden Plätze streiten. Entscheidend wird sein, wie Corinthians seine Heimspiele gestalten kann. Gegen Lara und die Millionarios muss in der Arena Coritnhians gewonnen werden, will man ins Achtelfinale einziehen. Das Weiterkommen wird für Corinthians kein Selbstläufer, die Chancen stehen jedoch nicht schlecht.

Independiente (Argentinien) – Holt Holan den nächsten Titel?

Independiente

Der Verein: Der amtierende Sudamericana Gewinner ist mit sieben Copa Libertadores Titeln Rekordinhaber des prestigeträchtigen Wettbewerbs. Obgleich diese Erfolge schon länger zurückliegen – in den 70ger Jahren holte man den Pokal gleich vier Mal in Folge – nennen sich die Fans auch heute noch stolz “Rey de Copas”. Nach einer länger anhaltenden sportlichen Durstrecke blickt man in Avellaneda wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurück, an dem Trainer Ariel Holan maßgeblich beteiligt ist.

Die Mannschaft: Seit Holan das Ruder übernommen hat, besticht Independiente durch erfrischenden Kombinationsfussball, weshalb man national zu den spielerisch stärksten Teams gilt. Der Kader ist in der Breite adäquat aufgestellt, allerdings fehlt es seit den Abgängen von den Leistungsträgern Ezequiel Barco und Nicolás Tagliafico an Qualität in der Spitze. Schwachstellen lassen sich in der Chancenverwertung ausmachen, weshalb eigentlich einseitige Partien noch zum Nervenspiel wurden.

Transfers: Die Wechsel beider Ausnahmespieler wiegen schwer. Mit Tagliafico verlor die Elf ihren Führungsspieler, auch die Dribblings von Barco wird man in Avellaneda vermissen. Stattdessen holte man mit Braian Romero, Jonathan Menéndez oder Emanuel Brítez vielverspreche Akteure, die den Konkurrenzkampf erhöhen. Im Mittelfeld ist der Ecuadorianer Fernado Gaibor als zukünftiger Strippenzieher eingeplant. Auch Silvio Romero soll im Sturm eine wichtige Rolle einnehmen.

Schlüsselspieler: Schlussman Martín Campaña erwies sich in der Vergangenheit desöfteren als sicherer Rückhalt. Außerdem rückt Flügelspieler Maximiliano Meza mit dem Abgang seines kongenialen Partners Barco noch mehr in der Fokus, sodass er sogar ins Blickfeld von Nationaltrainer Jorge Sampaoli geraten ist.

Der Trainer: Der ehemalige Hockey-Trainer Ariel Holan war nach dem Copa Sudamericana Finale eigentlich schon weg – wiederholte Morddrohungen der berüchtigten Barra Bravas drängten ihm zum Aufhören – ein Umstand, der in Argentinien leider nicht selten ist. Nur mit viel Überzeugungsarbeit konnte ihn der charismatische Präsident Hugo Moyano zum Bleiben bewegen.

Die Chefutbol-Prognose: Independiente gehört nicht zu den absoluten Titelfavoriten, kann aber an einem guten Tag jedes Team schlagen. Die Rojos streiten sich mit Corinthians und den Millonarios um den Achtelfinaleinzug.

Millonarios (Kolumbien) – Unerfahren und ein großes Torhütertalent

Millonarios

Der Verein: Neben Santa Fe nimmt noch ein weiterer Verein aus Bogota an der Libertadores teil. Millonarios Bogota zählt mit 15 Meistertiteln zu den Rekordsiegern der kolumbianischen Liga Aguila. Die letzte Trophäe wurde erst im Dezember gefeiert, als man sich im Finale gegen Konkurrent Santa Fe durchsetzte und somit nach fünf Jahren mal wieder einen Titel gewann. Während „Los Embajadores“ national recht erfolgreich sind warten sie noch auf einen internationalen Gewinn. Im letzten Jahr scheiterte man in der Qualifikation knapp an Atletico Paranense, weshalb man glücklich ist, sich dieses Jahr direkt qualifiziert zu haben.

Die Mannschaft: Relativ wenig Aussagekraft hat der bisherige Saisonverlauf über Millonarios. In der Liga stehen aus vier Spielen fünf Punkte zu buche, was natürlich noch unter den Erwartungen liegt. In der Superliga konnte man Konkurrent Atletico Nacional besiegen und somit schon einen ersten Erfolg in diesem Jahr feiern. Obwohl die Meisterschaft letzten Endes verdient war, gilt der Verein eher als Underdog unter den großen Vereinen Kolumbiens. International wusste der Klub noch nie wirklich zu überzeugen. Als amtierender Meister möchte der Haupstadtklub weiter an den Titel anknüpfen, um die große Fanschaft zufriedenzustellen.

Transfers: Ein großer Umbruch nach der Meisterschaft im Dezember fand nicht statt. Mit Duver Riascos verließ ein bei den Fans umstrittener Stürmer den Verein in Richtung Brasilien. Außerdem wechselte Maximilano Nunez zu Patronato, nachdem der 31-jährige in der letzten Saison nicht mehr regelmäßig zum Einsatz kam. Ein herberer Verlust war der Wechsel von Eigengewächs Harold Mosquera zu Dallas. Der 22-jährige Mittelfeldspieler war ein wichtiger Bestandteil, aber brachte Bogota immerhin knapp zwei Millionen Dollar ein.

Mit der Verpflichtung des begehrten venzolanischen Torwarttalents Wuilker Farinez gelang eine sehenswerte Verpflichtung. Vor allem in der WM-Qualifikation konnte der erst 20-jährige gegen Weltklasse-Stürmer seine Klasse zeigen. Aufgrund dieses Transfers verließ der ehemalige Stammkeeper Nicolas Vikonis in Richtung Puebla. Um die Defensive zusätzlich zu verstärken, wurde Matias de los Santos von Danubio verpflichtet. Santos ist ein abgeklärter Innenverteidiger und machte bereits drei Ligaspiele über die volle Distanz mit. Mit Santiago Montoya konnte ein kreativer Spielmacher von Ligakonkurrent Deportes Tolima abgeworben werden können. Diese Kreativität ließ Millonarios in den letzten Jahren oft vermissen, weshalb man sich in ihm mehr Ideen für das Offensivspiel erhofft.

Der prominenteste Zugang ist aber ganz klar Roberto Ovelar. Nach dreieinhalb Jahren bei Junior verließ der Paraguayer die Karibikstadt in Richtung Bogota, um wieder mehr Spielzeit zu bekommen. Ovelar ist ein sehr erfahrener Mittelstürmer und hat den typischen Stürmerinstinkt. Sein Spiel ist nicht von sonderlich viel Laufarbeit gezeichnet, sondern eher von gutem Stellungsspiel, sodass er meist immer am richtigen Fleck steht. All seine Erfahrung wird dem Team in der Libertadores weiterhelfen.

Schlüsselspieler: Als Kapitän hat in der Defensive Andres Cadavid das Sagen. Der Innenverteidiger ist gesetzt im System von Russo und sticht vor allem durch seine Aggesivität heraus. Nicht selten kommt es oft vor, dass der 32-jährige mit seinem Temperament übertreibt, wodurch in seiner Karriere schon mehr als 100 gelbe Karten zustande kamen. Im Mittelfeld der „Embajadores“ sorgen John Duque, Juan Dominguez und David Silva für klare Verhältnisse. Das Trio war in der Meisterschaft das Herz der Mannschaft. Mit Youngster Christian Huerfano und Neuzugang Santiago Montoya stehen noch zwei zusätzliche Optionen im Team.

Wie Trainer Russo im Sturm aufstellen wird ist noch ungewiss. In der Liga kamen des Öfteren schon Ayron del Valle und Roberto Ovelar im Doppelsturm zum Einsatz. In der Libertadores wird Bogota mit großer Wahrscheinlichkeit nur mit einem Stürmer auflaufen, sodass del Valle auf die Außenposition rücken wird und Ovelar die alleinige Spitze bildet.

Trainer: Der 67-jährige Miguel Angel Russo kann im Gegensatz zu seiner Mannschaft viel internationale Erfahrung vorweisen. Vor der Ankunft trainierte der Argeninier schon zwölf verschiedene Mannschaften aus Argentinien, Mexiko, Chile und auch Spanien. Sein bevorzugtes System ist das 4-2-3-1, mit dem er auch zuletzt die Liga Aguila holen konnte. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes ist er derzeit nur bedingt bei der Mannschaft, da er in letzter Zeit immer wieder ins Krankehaus muss, um sich Untersuchungen zu durchziehen.

Die Chefutbol-Prognose: Als kolumbianischer Meister hat Millonarios in Gruppe 7 durchaus Chancen auf ein Weiterkommen. Corinthians und Independiente sind keine Leichtgewichte, aber durchaus schlagbar. Die Mannschaft hat nicht viel Libertadores-Erfahrung, weshalb es interessant zu sehen wird, wie sich das unerfahrene Team schlägt.

Deportivo Lara (Venezuela) – Die Spielverderber?

Lara

Der Verein: Die Geschichte von Deportivo Lara ist kurz und erfolgreich. Der Verein wurde vor weniger als 10 Jahren gegründet, nachdem die Region keinen Fussballclub mehr in der höchsten Liga hatte. Bereits im ersten Jahr belegten die Rot-Schwarzen aus der Kleinstadt Cabudare (Vorort von Barquisimeto) den vierten Platz. Schon 2011 dominierte Deportivo Lara die Liga, gewann sowohl Apertura wie auch Clausura mit der Rekordzahl von summiert 83 Punkten. Bis zum nächsten Meistertitel (Clausura 2017) vergingen dann einige Jahre, in denen Deportivo jedoch erste internationalen Erfahrungen sammeln konnte. Sowohl in der Copa Libertadores als auch vier Mal in der Copa Sudamericana war nach der ersten Runde Endstation.

Die Mannschaft: Der Verein ist überzeugt, einen breiten und kompetitiven Kader für die Doppelbelastung Liga/Libertadores zu haben. Neben dem Gerüst aus erfahrenen Spielern liegt der Fokus aber ganz klar auf der Integration von Jugendspielern. Niemand erwartet von diesem Team Wunder auf internationaler Ebene. Der Vorteil: die Mannschaft ist eingespielt.

Transfers: Wichtigster Zuzug ist der 28-jährige Stürmer Juan Falcon. Er kommt von Zamora. Zuvor spielte er beim FC Metz und bei Santa Fe in Kolumbien. Ebenfalls neu ist der kolumbianische Mittelfeldspieler Helbert Soto. Schmerzhaft hingegen ist der Abgang kurz vor Saisonstart vom aussichtsreichen Flügelspieler Jose Caraballo zu Huachipato/Chile.

Schlüsselspieler: Henry Pernia in der Verteidigung, Ricardo Andreutti im Mittelfeld und Juan Falcon im Sturm kommen besondere Bedeutung zu.

Der Trainer: Seit mehreren Jahren zählt das Trainergespann Leo Gonzalez und Pedro Vera zu den besten im venezolanischen Clubfussball. Vor ihrem Engagement bei Deportivo Lara (ab 2025) waren sie bei Trujillanos und Deportivo La Guaira tätig. Der 45-jährige Chefstratege Gonzalez gilt als akribischer Arbeiter. Seine schmerzhafteste Niederlage war die 0:2-Finalpleite gegen Monagas im eigenen Stadion, wo alles für die Meisterfeier vorbereitet war.

Die Chefutbol-Prognose: In dieser Hammergruppe gibt es für die Venezolaner aus Lara nichts zu holen. Der Aussenseiter könnte zuhause gegen die Favoriten punkten und so zum Spielverderber werden.

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Boca Juniors (Argentinien) – Nichts weniger als der Titel

Boca

Der Verein: Redet man in Argentinien über Fussball, führt fast kein Weg an den Boca Juniors vorbei. Die Xeneizes rund um ihren exzentrischen Präsidenten Daniel Angelici blicken auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, die von etlichen Titeln geprägt ist. Neben dem Erzrivalen River Plate dominiert man die nationalen Schlagzeilen, zahlt die teuersten Ablösen und kann seine Leistungsträger am längsten halten.

Die Mannschaft: Unter Guillermo Barros Schelotto steht Boca für kontrollierten Ballbesitzfussball, der nicht immer aufregend, aber höchst effektiv ist. National enteilt man der Konkurrenz, was unter anderem auch am enorm breiten Kader liegt. Keine Mannschaft greift auf eine solche Dichte an Topspieler zurück, sodass Verletzungen oder Sperren problemlos aufgefangen können. Selbst die Abwesenheit von Schlüsselspielern wie Fernando Gago oder Darío Benedetto fiel bislang nicht ins Gewicht.

Transfers: Carlos Tévez kehrte nach seinem China Gastspiel erwartungsgemäß zu seinem Herzensverein zurück. An ihm führt kein Weg vorbei. Ob el Apache als klassicher Stoẞstürmer oder hinter den Spitzen zum Einsatz kommt, bleibt unklar. Der Abwehrverbund wurde mit Emmanuel Más und Julio Buffarini ergänzt, zudem angelte man sich Emanuel Reynoso, um vor allem gegen tiefstehende Gegner mehr Lösungen anzubieten.

Schlüsselspieler: Cristian Pavón ist die prägende Figur im Offensivspiel der Xeneizes. Obwohl für den torgefährlichen Flügelmann schon einige lukrative Angebote reinflatterten, hielt er Boca bislang die Treue, jüngst ließ er sich bei der Vertragsverlägerung eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro in den Vertrag schreiben. Im Mittelfeld fällt der Uruguayer Nahitan Nández ins Auge, der durch eine hohe Laufrate, taktische Dispziplin und Zweikampfstärke besonders in den Vordergrund rückt. In der Viererkette ragt Linksvertediger Frank Fabra heraus. Der kolumbianische Nationalspieler ist extrem pressingresistent und schaltet sich permanent in die Offensive mit ein.

Der Trainer: Der 44-jährige Schelotto war als Spieler lange Zeit für Boca aktiv. Seine erste Sporen als Trainer verdiente er sich bei Lanús, mit denen er in der Copa Sudamericana triumphierte. Anfangs noch kritisch beäugt sitzt el Mellizo bei Boca mittlerweile fest im Sattel, obwohl man vor zwei Jahren unter seiner Leitung beim haushohen Underdog Independiente del Valle ausschied.

Die Chefutbol-Prognose: Beim selbsternannten Ligakrösus redet man offen über einen möglichen Titelgewinn. Der Kader verfügt über die nötige Breite, um der Mehrfachbelastung standzuhalten. Gerät das Starenensemble erstmal ins Rollen, können Boca nur wenige Teams Paroli bieten, weswegen man sich zum Kreis der Topfavoriten zählen darf.

Palmeiras (Brasilien) – Zeigt Miguel Borja endlich seine Klasse?

Palmeiras

Der Verein: Palmeiras zählt zu den größten, traditionsreichsten und finanzkräftigsten Vereinen des brasilianischen Fußballs. Der Klub aus der Millionenmetropole São Paulo kann neben neun brasilianischen Meistertiteln, drei Pokalsiegen sowie 24 Staatsmeisterschaften auch auf den Gewinn der Copa Libertadores im Jahr 1999 stolz sein. Bei bislang 14 Teilnahmen erreichte Palmeiras viermal das Finale.

Die Mannschaft: Das Team von Trainer Roger Machado hätte nicht besser in die neue Saison starten können. Als einzige Mannschaft der Staatsmeisterschaft „Paulista“ ist Palmeiras weiterhin verlustpunktfrei und thront mit 18 Punkten in Gruppe C an der Spitze. Zuletzt gewann man den ersten „Classico“ des Jahres gegen Santos mit 2:1. O Verdão präsentiert sich zu Beginn des Jahres taktisch flexibel, technisch stark und feierte ausschließlich souveräne Siege. Nach einem titellosen Jahr 2017 erwarten nicht nur die erfolgsverwöhnten Fans eine verbesserte Bilanz in 2018.

Transfers: Mit dem Karriereende von Altmeister Zé Roberto hat der Kader natürlich eine wichtige Charaktere verloren, fußballerisch kann dieser Verlust jedoch ohne Probleme kompensiert werden. Der Abgang des Kolumbianers Yerry Mina wiegt hingegen schwerer. Der Innenverteidiger wechselte für 11,8 Millionen Euro zum FC Barcelona und wird der Hintermannschaft fehlen. Der Königstransfer in diesem Jahr ist ohne jeden Zweifel Lucas Lima, der ablösefrei vom FC Santos verpflichtet werden konnte. Der Spielmacher war unter anderem als Neuzugang beim FC Barcelona im Gespräch. In Gustavo Scarpa verstärkt ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler, der in der Vergangenheit sein Können in der brasilianischen Eliteklasse bereits unter Beweis gestellt hat, den Kader von Palmeiras. Der 24-jährige Brasilianer kam ablösefrei von Fluminense. Zudem wurden Weverton (Atlético Paranaense) für die Torhüterposition sowie Emerson Santos (Botafogo), Diogo Barbosa (Coimbra-MG) und Marcos Rocha (Atlético-MG) für die Abwehrreihe verpflichtet. In vorderster Front vertraut man dem aktuellen Kader.

Schlüsselspieler: In der abgelaufenen Saison sorgte Felipe Melo insbesondere außerhalb des Platzes für Schlagzeilen und lief seiner Form lange Zeit hinterher. Aktuell scheint er auf dem aufsteigenden Ast und gibt der Defensive mit seiner Präsenz Halt und Sicherheit. Spannend wird es, wie sich Lucas Lima einfügen und dem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann. In vorderster Front ist es wichtig, dass Kapitän Dudu verletzungsfrei bleibt und anders als im letzten Jahr an die starke Meistersaison 2025 anknüpfen kann. Zudem hofft man in São Paulo darauf, dass der letztjährige Königstransfer und Südamerikas Fußballer des Jahres 2025, Borja endlich sein Potential ausschöpft und eine Verstärkung im Sturmzentrum darstellt.

Der Trainer: Für Trainer Roger Machado ist es wichtig mit einer Erfolgsserie in die Saison zu starten, um vorerst in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten zu können. Im letzten Jahr hatte Eduardo Baptista als Nachfolger von Meistertrainer Cuca einen sehr schweren Stand und musste nach nur wenigen Spieltagen und einer Negativserie den Hut nehmen. Die Fans und das Umfeld sind erfolgsverwöhnt und die Erwartungen sind erfahrungsgemäß hoch. Der Trainerposten in São Paulo ein Pulverfass, aber bislang meisterte Roger Machado dies mit Bravour.

Die Chefutbol-Prognose: In Miguel Borja könnte Palmeiras einen internen Neuzugang bekommen haben, der den Fans nach einem Jahr Verspätung viel Freude bereiten wird und die Lücke von Gabriel Jesus endlich schließen könnte. In Kombination mit Spielmacher Lucas Lima und Kapitän Dudu bildet Borja eine der gefährlichsten Angriffsreihen des Wettbewerbs. Hinzu kommen der ehemalige Kölner Deyverson, Alejandro Guerra, Moises oder Neuzugang Scarpa. An offensiver Power wird es Palmeiras nicht fehlen. In der Defensive könnte Palmeiras jedoch Probleme bekommen. Es wird spannend, inwieweit der Abgang von Yerry Mina kompensiert werden kann. Anders als im letzten Jahr müsste mit dieser Qualität jedoch mindestens der Viertelfinaleinzug das Ziel sein. Geht man nach den Fans, zählt nichts anderes als der Titel.

Alianza Lima (Perú) – Rückkehr mit Fragezeichen

Allianza

Der Verein: Alianza Lima ist gemeinsam mit Universitario der beliebteste Klub Perus. Millionen Menschen landesweit fiebern Wochenende für Wochenende mit den Intimos, und das Estadio Matute kann zum Hexenkessel werden  – allerdings mussten sich die Fans in den letzten zehn Jahren an einige Enttäuschungen gewöhnen. Von 2006 bis 2025 gewann der Klub aus La Victoria keinen einzigen relevanten Titel, viele redeten von einem Fluch. Doch 2017 kam der uruguayische Coach Pablo Bengoechea und brachte die Wende: Mit etwas Glück und viel harter Arbeit gewannen die Blanquiazules sowohl die Apertura als auch die Clausura und damit auch den Jahrestitel. Nach zwei Jahren Absenz kehrt Alianza somit auf die größte internationale Bühne Südamerikas, die Copa Libertadores, zurück. Dort dürften die Trauben allerdings hoch hängen: Seit den Halbfinals 1976 und 1978 hat Alianza nie wirklich für Furore gesorgt. Dass die finanziellen Mittel sehr knapp sind, hilft da auch nicht weiter.

Die Mannschaft: Alianza zeichnet sich durch seine Kompaktheit aus. Angeführt von erfahrenen Spielern wie Rinaldo Cruzado, Leao Butron oder Luis Ramirez wirft die Intimos so schnell nichts aus der Bahn. Ergänzt wird der Kader durch zahlreiche Jungspunde, von denen Defensivallrounder Aldair Fuentes und Offensivjuwel Kevin Quevedo die spannendsten sind. Bengoechea schickt die Mannschaft in wechselnden Taktiken aufs Feld, für die Copa darf man wohl ein abwartendes 4-3-3 erwarten. Eindeutig an Klasse und Erfahrung fehlt es in der Offensive: Der Angriff der Blanquiazules kommt insgesamt auf ein einziges Copa-Libertadores-Spiel.

Transfers: Spürbar dürften die Abgänge der Offensivspieler Luis Aguiar – entscheidend beim Titelgewinn –, Germán Pacheco und Lionard Pajoy sein. Der einzige externe Neuzugang für den Angriff ist Janio Pósito, der gerade mal auf eine ordentliche Erstligasaison in Peru zurückblicken kann. Im zentralen Mittelfeld dürften der erfahrene Tomás Costa und der torgefährliche Mario Velarde dagegen Verbesserungen darstellen. Die Defensive blieb im Wesentlichen zusammen, Gianmarco Gambetta und José Guidino sind sinnvolle Ergänzungen.

Schlüsselspieler: Leao Butrón, in Matute bekannt auch als San Leao, war der entscheidende Mann für den Titelgewinn: Der Keeper zeigte reihenweise brillante Reflexe und strahlte sehr viel Sicherheit aus, so dass er sogar in den Kader der peruanischen Albirroja zurückkehrte und nun von der WM träumen darf. Zudem gehört der mittlerweile 40-Jährige zu den erfahrensten Spielern im Kader und führt die Mannschaft häufig als Kapitän auf den Platz. Der wichtigste Verteidiger ist Nationalspieler Miguel Araújo, während der Ex-Wolfsburger Carlos Ascues mittlerweile meist im Mittelfeld aktiv ist und dort mit seiner starken Physis und Torgefahr überzeugt.

Der Trainer: Pablo Bengoechea ist eine Legende des uruguayischen Fußballs. Der 52-jährige zog als Aktiver über zehn Jahre lang die Fäden im zentralen Mittelfeld von Peñarol. Als Coach beschränkte er sich lange auf die Assistentenrolle, ehe ihn die Zufälligkeiten des peruanischen Fußballs kurzzeitig zum Chefcoach der Albirroja machten. Dort leistete er gute Arbeit, ehe er zu Peñarol wechselte, wo er zwei Kurzturniere gewann und dennoch gefeuert wurde – das Spiel der Manyas war den Oberen zu unansehlich. Zurück in Peru, übernahm er mit Alianza einen ähnlich schwierigen Klub und hat dort alle Kritiker verstummen lassen. Bengoechea steht für einen pragmatischen Fußball, bei dem Defensivarbeit und Standards eine wichtige Rolle spielen, und der bisher noch immer erfolgreich war.

Die Chefutbol-Prognose: Einstmals konnte ein peruanischer Meister durchaus mit seinen Pendants aus Argentinien oder Brasilien mithalten, doch diese Zeiten sind lange passé. Verglichen mit Giganten des südamerikanischen Fußballs wie Boca und Palmeiras ist Alianza ein kleines Licht, und auch Junior dürften klarer Favorit gegen die Intimos sein. Mit Bengoecheas Defensivkonzept, etwas Glück und der Unterstützung der Fans könnten in den Heimspielen ein paar Punkte möglich sein, doch es erscheint unwahrscheinlich, dass das in dieser schwierigen Gruppe auch nur für Platz 3 reicht. Auswärts könnte schon das Vermeiden peinlicher Niederlagen ein Erfolg sein.

Junior (Kolumbien) – Teo Gutiérrez im Fokus

Junior

Der Verein: Im letzten Jahr noch in der Qualifikation gescheitert, konnte sich Junior in der letzten Woche durch die Qualifikation für die Libertadores qualifizieren. Der Verein aus Barranquilla zählt zu den traditionsreichsten Klubs aus Kolumbien. Sieben Meistertitel konnte Junior in der heimischen Liga holen, wobei der letzte bereits sieben Jahre zurückliegt. Relativ bekannt ist das Stadion, in dem „Los Tiburones“ seine Heimspiele austrägt. Im Estadio Metropolitano finden auch immer die Heimspiele der Nationalmannschaft statt, weshalb es immer eine besondere Atmosphäre hat, wenn das Team vor dem heimischen Publikum aufläuft.

Die Mannschaft: Nur drei Punkte aus drei Spielen holte Atletico Junior in der bisherigen Liga Aguila-Saison. Wenn auch diese Ausbeute nicht den Ansprüchen entspricht, hatte in den letzten Wochen die Libertadores-Qualifikation höchste Priorität.

Transfers: In Sachen Neuzugängen tat sich einiges bei den “Haien”. Der vermutlich prominenteste Neueinkauf ist Jonatan Álvez. Knapp 2,9 Millionen Euro verlangte Barcelona Guayaquil aus Ecuador, um den Stümer ziehen zu lassen. In der vergangenen Libertadores gelangen dem Uruguayer sechs Treffer. Des Weiteren konnte man Luis Carlos Ruiz von Ligakonkurrent Atlético Nacional holen, um den abgewanderten Roberto Ovelar zu ersetzen. Ruiz, ein klassischer Mittelstürmer, war wie Coach Mendoza ebenfalls schon einmal bei Junior. Der 31-jährige wird jedoch eher als Backup eingesetzt werden da man in der Offensive schon stark besetzt ist. Neben den vorderen Positionen verstärkte man sich auch in der Defensive. Aus Peru kam der Peruaner Alberto Rodriguez. Der 71-fache Nationalspieler ist auf der Position des Innenverteidigers eingeplant, und soll dem Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Zusammen mit Rafael Pérez, soll die Abwehr stabilisiert werden. Perez wurde von ZSKA Sofia gekauft, nachdem er zuvor einige Jahre im Ausland verbrachte.

Schlüsselspieler: Durch die Verpflichtungen von Teo Gutierrez und Yimmi Chara konnte man 2017 Hochkaräter verpflichten. Die beiden Offensivspieler sind die wichtigsten Personalien im Team. Das Duo war ein wichtiger Bestandteil für den Halbfinaleinzug in der Copa Sudamerican im letzten Jahr. Vor allem Chara konnte sich seit seinem Wechsel wieder in den Fokus spielen und verdrängte zuletzt auch in der Nationalmannschaft einen gewissen Juan Cuadrado auf die Bank. Während der Außenstürmer gerade seinen „zweiten Frühling“ erlebt, soll Mittelstürmer Gutierrez mit seiner Erfahrung gegen die schweren Gegner helfen. Der 32-jährige möchte noch mit zur Weltmeisterschaft und hat in der Libertadores beste Chance sich zu beweisen.

Trotz der hohen Ablöse für Jonathan Alvez, findet sich der uruguayische Stürmer immer noch nicht in der Startelf wieder. Einzig in der Liga kam er von Beginn an zum Einsatz, aber wartet trotzdem noch auf den ersten Treffer für den neuen Verein. Zur Zeit steht Luis Ruiz vor ihm, da der Neuzugang bereits gute Leistungen brachte.

In der Defensive hat man mit Rafael Perez eine neue Stütze gefunden. Der 28-jährige spielte in allen Qualifikations-Spielen und half dem Team mit seiner Ruhe und Erfahrenheit weiter. Eine Position dahinter steht mit Sebastian Viera ein sicherer Rückhalt im Tor. Der Kapitän konnte sogar schon Champions-League-Erfahrung sammeln und rettete der Mannschaft in der Vergangenheit immer wieder Punkte.

Der Trainer: Um endlich einen internationalen Titel zu holen, wurde mit Alexis Mendoza ein alter Bekannter Trainer verpflichtet. Der 57-jährige kennt den Verein bereits, un konnte auch schon bei anderen Mannschaften seinen fußballerischen Sachverstand beweisen. Er bevorzugt das 4-2-3-1 System, weshalb er im Offensivbereich mit all den Offensivstars auf ein Luxus-Problem stoßen wird. Wie auch bei den Vorgängern wird die Arbeit des Trainers an Titeln gemessen, wobei in der Libertadores ein Weiterkommen schon ein Erfolg wäre.

Die Chefutbol-Prognose: Obwohl Barranquilla gut aufgerüstet hat, wird ein Weiterkommen eine Bärenaufgabe. Vor allem Boca Juniors und Palmeiras sind Favoriten gegenüber Junior. Auch Alianza Lima ist ein unangenehmer Gegner, weshalb das Team von Mendoza als Außenseiter in die Gruppenphase geht.

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Recopa Sudamericana: Grêmio siegt im Herzschlagfinale! https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-sudamericana/recopa-sudamericana-gremio-siegt-im-herzschlagfinale https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-sudamericana/recopa-sudamericana-gremio-siegt-im-herzschlagfinale#respond Thu, 22 Feb 2018 13:56:46 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=8007 Es ist vollbracht! Nachdem Gremio Porto Alegre im letzten Jahr den bedeutendsten Titel Südamerikas mit der Copa Libertadores in die brasilianische Hafenstadt holen konnte, folgt nun auch die Recopa Sudamericana. In einem weitestgehend ereignislosen Spiel setzten sich die Hausherren im...

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Es ist vollbracht! Nachdem Gremio Porto Alegre im letzten Jahr den bedeutendsten Titel Südamerikas mit der Copa Libertadores in die brasilianische Hafenstadt holen konnte, folgt nun auch die Recopa Sudamericana. In einem weitestgehend ereignislosen Spiel setzten sich die Hausherren im Elfmeterschießen mit 5:4 durch, nachdem in der regulären Spielzeit kein Sieger bestimmt werden konnte. 

Marcelo Grohe wird zum Helden! 5:4 Sieg im Elfmeterschießen der Recopa Sudamericana!

Nach dem knappen, und dem für Independiente glücklichen 1:1 Unentschieden im Hinspiel in Avellaneda, stand gestern das Rückspiel der diesjährigen Recopa Sudamericana an. In einem tendenziell eher ereignislosen Spiel neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken, sodass weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung ein Sieger bestimmt werden konnte. Und auch im anschließenden Elfmeterschießen zeigte zunächst keiner der Schützen Nerven, auf Seiten Grêmios verwandelten Maicon, Cícero, Jael Ferreira und Everton Soares sicher für den 36-maligen Staatsmeister der Region Rio Grande do Sul. Doch auch Independientes Schützen erwiesen sich als ausgesprochen treffsicher vom Punkt. Gaibor, Maxi Meza sowie Nicolás Domingo und Silvio Romero trafen für den siebenmaligen Copa Libertadores Champion.

Als Starstürmer Luan für Grêmio zum 5:4 einnetzte, lag es an Martín Benítez, erneut auszugleichen. Dem letzten Schützen Independientes versagten jedoch die Nerven. Den halbhoch getretenen Strafstoß entschärfte Keeper Marcelo Grohe glänzend und versetzte somit die gesamte Arena do Grêmio in Ekstase.

Nachdem Porto Alegre somit die Copa Libertadores mit 2:1 gegen Lanús gewinnen konnte, scheitert mit Independiente erneut eine argentinische Mannschaft an dem brasilianischen Spitzenteam.

Für Grêmio wiederum nimmt eine ausgesprochen erfolgreiche kontinentale Spielzeit ihr Ende, allerdings nicht für lange. Die Gruppenphase der Copa Libertadores steht in den Startlöchern, mit Cerro Porteno aus Paraguay, Defensor aus Uruguay und Monagas aus Venezuala als Gruppengegner dürfte der amtierende Champion des Erfolgscoachs Renato Gaúcho erneut gute Chancen auf das Erreichen der K.O.-Runde im wichtigsten Klubwettbewerb Südamerikas haben.

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15. Spieltag: River verpasst Sieg – Boca marschiert weiter https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/river-verpasst-sieg-boca-663576 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/river-verpasst-sieg-boca-663576#respond Wed, 21 Feb 2018 18:05:47 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7989 Am Wochenende gingen Boca, San Lorenzo und Racing jeweils siegreich vom Platz. River und Independiente ließen dagegen wieder Punkte auf der Strecke. Obwohl River beim Überraschungsteam Godoy Cruz eine furiose Aufholjagd gelang, blieb nach Spielende ein fader Beigeschmack, nachdem man...

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Am Wochenende gingen Boca, San Lorenzo und Racing jeweils siegreich vom Platz. River und Independiente ließen dagegen wieder Punkte auf der Strecke.

Obwohl River beim Überraschungsteam Godoy Cruz eine furiose Aufholjagd gelang, blieb nach Spielende ein fader Beigeschmack, nachdem man es wieder verpasste, den dringend benötigten Sieg einzufahren. Dabei ließ Trainer Marcelo Gallardo mit Bruno Zuculini, Juan Quintero und Rekordtransfer Lucas Pratto gleich drei Neuzugänge von Beginn an auflaufen. Der Ertrag dieser Umstellugen sollte allerdings zunächst ausbleiben. In einer umkämpften Partie offenbarte River anfangs wieder übliche Defensivschwächen, die in einem Gegentor des stark aufspielenden Juan Garro mündeten. Als Schiedsrichter Jorge Baliño, den Millonarios nun auch noch einen klaren Elfmeter verwehrte, und im Gegenzug Santiago García aus klarer Abseitsposition Franco Armani überlüpfte, drohte das ehrwürdige ‘el Monumental’ endgültig in totale Tristesse zu verfallen. In der Folge zeigten die sonst so formschwachen Hauptstädter ihre wohl beste Saisonleistung und glichen den Spielstand durch Tore von Rodrigo Mora und Pratto aus, verpassten aber nach klarer Leistungssteigerung den Befreiungsschlag.

Boca und San Lorenzo erledigen Pflichtaufgaben

Gegen ein mutiges Banfield, das aufgrund der Copa Libertadores Belastung mit einer B-Elf auflief, taten sich die Boca Juniors zunächst schwerer als gedacht. Trotz einer frühen Führung durch Carlos Tevez zeigte sich der Ligaprimus defensiv verwundbar und ließ auch im Offensivspiel Tempo und Zielstrebigkeit vermissen. Mit dem Sieg ziehen die Xeneizes weiterhin einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze, mit nur zwei Punktverlusten aus den letzten sechs Spielen.

Verfolger San Lorenzo gab sich gegen das kriesengeschüttelte Newell’s Old Boys keine Blöße. Ähnlich wie bei Boca mutet die Spielanlage unter Claudio Biaggio wenig spektakulär an, aber dafür sehr erfolgreich. Rubens Bottas Treffer sollte nach 90 Minuten den Unterschied bedeuten. Während San Lorenzo derzeit auf einem Höheflug schwebt, geht es bei den Rosarinos drunter und drüber. Der Vertrag von Trainer Juan Manuel Llop, dessen Zeit nach der Niederlage in seinem persönlichen Endspiel endültig abgelaufen war, sollte eigentlich aufgelöst werden. Der finanzielle Kraftakt war für den klammen Verein jedoch nicht zu bewältigen, sodass der umstrittene Coach weiterhin im Amt ist.

Racing bestätigt Aufwärtstrend, Independiente nur mit Punkteteilung

Auf Copa Libertadores Kurs befinden sich indes Racing, die nach anfänglichen Schwierigkeiten unter dem neuem Trainer Eduardo Coudet mit frischen Offensivfussball überzeugen. Die hochkarätige Sturmabteilung um Lisandro López, Ricardo Centurión und Lautaro Martínez zeigte sich gegen das neu formierte Lanús in Torlaune und setzte sich hochverdient mit 3:1 durch. Für den Erzrivalen Independiente reichte es gegen Abstiegskandidat Temperley nur zu einem torlosen Remis, nachdem man unter Woche in der Recopa Sudamericana ran musste.

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Recopa Sudamericana: Independiente holt Unentschieden in Unterzahl https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/recopa-sudamericana-independiente-128943 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/recopa-sudamericana-independiente-128943#respond Thu, 15 Feb 2018 15:35:59 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7933 Im Duell der Gewinner der beiden interkontinentalen Klubwettbewerbe Copa Libertadores und Sudamericana trennten sich Grêmio Porto Alegre und Independiente gestern Nacht 1:1 in Avellaneda. Dabei lief es nicht wirklich für das Team von Ariel Holan an diesem Abend. Man startete...

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Im Duell der Gewinner der beiden interkontinentalen Klubwettbewerbe Copa Libertadores und Sudamericana trennten sich Grêmio Porto Alegre und Independiente gestern Nacht 1:1 in Avellaneda.

Dabei lief es nicht wirklich für das Team von Ariel Holan an diesem Abend. Man startete zunächst gut in die Partie, Meza scheiterte per Kopf an der Latte. Doch dann brachte ein katastrophaler Fehlpass von Fernando Amorebieta Grêmios Topscorer Luan in Abschlussgelegenheit, die dieser sich nicht entgehen ließ und El-Rojo-Keeper Campaña zur Gäste-Führung überwand (21.). In der 27. Minute sah Emmanuel Gigliotti nach Videobeweis wegen eines Ellbogenschlages die rote Karte. Doch trotz der anstehenden über 60-minütigen Unterzahl machte Independiente weiter Druck über die schnellen Martín Benítez und Jonathan Menéndez und konnte nach 33 Minuten durch ein Eigentor von Bruno Cortez ausgleichen, der eine Freistoßflanke des starken Fernando Gaibor noch touchierte.

Mit Verlauf des Spiels wurde Independiente verständlicherweise immer mehr hintenreingedrängt, konnte das Unentschieden aber halten und geht somit nicht chancenlos ins Rückspiel nächste Woche in der Arena do Grêmio.

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Independiente rüstet auf: Gaibor kommt – Auch Belluschi weiterhin ein Thema https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/gaibor-independiente-belluschi-209471 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/gaibor-independiente-belluschi-209471#respond Sun, 14 Jan 2018 16:22:42 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7399 Nach den Verpflichtungen von Braian Romero und Emanuel Brítez konnte Independiente mit Fernando Gaibor den nächsten Neuzugang vermelden. Gaibor war für den ecuadorianischen Topklub Emelec aktiv, bei denen er in der abgelaufenen Copa Libertadores glänzen konnte. Der Mittelfeldstratege kann auf 257...

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Nach den Verpflichtungen von Braian Romero und Emanuel Brítez konnte Independiente mit Fernando Gaibor den nächsten Neuzugang vermelden.

Gaibor war für den ecuadorianischen Topklub Emelec aktiv, bei denen er in der abgelaufenen Copa Libertadores glänzen konnte. Der Mittelfeldstratege kann auf 257 Erstligaspiele zurückblicken und gehört mittlerweile auch zum Kreis des Nationalmannschaft. Independiente zahlt 4.2 Millionen Dollar für die Dienste des erfahrenen Sechsers.

Hartnäckig bleibt man indes weiterhin im Werben um San Lorenzo Regisseur Fernando Belluschi. Nach dem Abgang von Ezequiel Barco ist Trainer Ariel Holan auf der Suche nach einem kreativen Passgeber. Belluschi gilt als Wunschkandidat und wäre einem Wechsel nicht abgeneigt. Spekuliert wird derzeit, dass Independiente in den kommenden Tagen ein Angebot in Höhe von 5.5 Millionen Dollar zusammenstellt, um den 33-jahrigen zum aktuellen Copa Sudamericana Sieger zu lotsen. Falls San Lorenzo den Deal durchwinken würde, wäre das der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte.

Zudem wurde Walter Erviti an den Zweitligisten Instituto abgegeben, nachdem Holan ihm mitteilte, dass er keine Rolle in den Planungen des Vereins spielt. Für den 37-jährigen bietet sich nun die Moglichkeit die Karriere beim ambitionierten Verein aus Córdoba ausklingen zu lassen.

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Independiente verliert Finalheld Barco – Santos Borré on fire https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/independiente-finalheld-barco-santos-borre-678653 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/independiente-finalheld-barco-santos-borre-678653#comments Sat, 13 Jan 2018 15:39:42 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7385 Independiente verliert mit Ezequiel Barco einen seiner wichtigsten und talentiertesten Spieler nach Amerika. Bei River schoss sich Santos-Borré im Test den Frust von der Seele. Die Spatzen pfiffen es bereits seit einigen Wochen von den Dächern, nun ist es offiziell:...

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Independiente verliert mit Ezequiel Barco einen seiner wichtigsten und talentiertesten Spieler nach Amerika. Bei River schoss sich Santos-Borré im Test den Frust von der Seele.

Die Spatzen pfiffen es bereits seit einigen Wochen von den Dächern, nun ist es offiziell: Ezequiel Barco, der im Finalrückspiel im Marcaná mit seinem Elfmetertreffer den Sudamericana-Titel für Independiente sicherte, wechselt für die MLS-Rekordsumme von 12,4 Millionen Euro zu Atlanta United. Er löst damit Michael Bradley ab, der 2013 vom AS Rom aus für 8,25 Millionen nach Toronto wechselte. Die Hartnäckigkeit Independientes zahlte sich damit also aus. Die Verhandlungen zogen sich seit dem Sudamericana-Finale im Dezember hin. “El Rojo” konnte die Summe schließlich in die Höhe treiben und ist zudem bei einem Weiterverkauf vor 2020 mit 30% beteiligt, danach noch mit immerhin 10%.  Damit ist Barco hinter Sergio Agüero der teuerste Verkauf der Vereinsgeschichte.

Sportlich ein herber Verlust für Ariel Holans Independiente, war Barco trotz seiner 18 Jahre doch bereits Führungsspieler und übernahm auch Verantwortung – wie beim Elfmeter im Marcaná. Seine Karriere verläuft also weiterhin im Expresstempo. Nächster Halt ist also die MLS. Wohl aber nur eine Frage der Zeit bis man den offensiven Mittelfeldspieler in Europa sieht. Für die eher zweitklassige MLS aber auf jeden Fall ein großer Zugewinn.

Santos Borré mit Hattrick

Keinen einfachen Stand hat Rafael Santos-Borré bei den River-Plate-Fans nach seinem mageren ersten Halbjahr in Buenos Airs. Doch Trainer Marcelo Gallardo steht weiterhin hinter ihm und legte sein Veto gegen den Abgang des Kolumbianers ein. Im Testspiel gegen Miami United durfte Borré zur zweiten Hälfte ran (Halbzeitstand 1:0 für Miami) und drehte mit drei Toren das Spiel fast im Alleingang. Das erste, dritte und fünfte Tor gingen aufs Konto des Kolumbianers, der – sollte er so weitermachen – als ernsthafte Konkurrenz für die nominellen Platzhirsche im Sturm – Scocco und Pratto – gelten darf.

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Tischtennis- und Playstationverbot bei Vélez – Tagliafico zu Gladbach? https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/kein-playstation-velez-295024 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/kein-playstation-velez-295024#respond Sat, 30 Dec 2017 17:50:18 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7241 Beim abstiegsbedrohten Vélez Sarsfield hat Neu-Trainer Gabriel Heinze strenge Regeln aufgestellt, während Independiente bald seinen Kapitän verlieren könnte. Nach einer erfolglosen ersten Trainerstation bei Godoy Cruz machte sich Gabriel Heinze bei den Argentinos Juniors einen Namen und führte den Verein...

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Beim abstiegsbedrohten Vélez Sarsfield hat Neu-Trainer Gabriel Heinze strenge Regeln aufgestellt, während Independiente bald seinen Kapitän verlieren könnte.

Nach einer erfolglosen ersten Trainerstation bei Godoy Cruz machte sich Gabriel Heinze bei den Argentinos Juniors einen Namen und führte den Verein zurück in die Primera División Argentina, trat nach dem Aufstieg aber überraschend zurück. Genauso überraschend nun wohl auch sein Engagement beim abstiegsbedrohten Team Vélez Sarsfield, wo er gleich mit einigen außergewöhnlichen Regeln aufhorchen ließ.

Neuer Wind bei Vélez

Für die Vorbereitung von Vélez, die am vergangenen Mittwoch begonnen hatte, hat der neue Trainer Playstation spielen und Tischtennis auf dem Trainingsgelände verboten. Genauso hat er in Vélez’ Villa Olímpica alle Matratzen austauschen lassen, damit die Spieler in der Mittagspause besser regenerieren können, sowie den Dirigenten des Klubs den Kontakt mit den Spielern während der Vorbereitung untersagt. Auch die Zeit, die die Spieler an ihren Smartphones verbringen, hat er legitimiert. Damit will er die Gemeinschaft im Team stärken und die Kommunikation untereinander fördern.

In den argentinischen Medien und in den sozialen Netzwerken haben Heinzes Maßnahmen ein großes Echo hervorgerufen. Dabei steht der argentinische Coach damit nicht alleine da. Auch River-Coach Marcelo Gallardo verbietet den Gebrauch der Smartphones während den gemeinsamen Essen sowie in der Kabine. Und auch Bayern-Rückkehrer Jupp Heynckes stellte bei seinem Arbeitsbeginn in München sechs Regeln auf, eine davon zielt auch auf die geringere Nutzung von Smartphones ab.

Verliert Independiente seinen Kapitän?

Argentinische Spieler scheinen in Deutschland immer mehr in Mode zu kommen. Nach Santiago Ascacíbar und Lucas Alario steht nun der nächste Gaucho auf dem Sprung in die Bundesliga. Independiente-Kapitän Nicolas Tagliafico steht vor der Rückkehr nach Europa, wo er sich schon einmal bei Real Murcia versucht hatte. Nach dem erfolglosen Gastspiel in Spanien kehrte der 2015 nach Argentinien zurück und führte Independiente dieses Jahr zum Titel in der Copa Sudamericana. Mit seinen Führungsqualitäten und seiner Vielseitigkeit war ein wichtiger Faktor für Independientes Wiederauferstehung. Er kann Links- oder Innenverteidiger spielen und hat neben seiner Schnelligkeit auch ein starkes Kopfball- und Zweikampfverhalten aufzuweisen.

Damit hat sich der 25-jährige in den Fokus von mehreren Teams gespielt. Neben Ajax Amsterdam und Betis Sevilla sind aus der Bundesliga auch Borussia Mönchengladbach und der SC Freiburg am Abwehrmann interessiert. Als Ablösesumme stehen 5,5 Millionen Euro im Raum.

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Boca & River setzen zur Transferoffensive an https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/boca-river-transferoffensive-859835 https://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/boca-river-transferoffensive-859835#respond Thu, 28 Dec 2017 15:16:09 +0000 https://www.chefutbol.com/?p=7219 Boca und River rufen zur Transferoffensive aus, Racing steht abermals vor einem Umbruch, und Independiente verliert nach dem Gewinn der Copa Sudamericana vielleicht seine Leistungsträger. Alles Wissenswerte zur Transferperiode in Argentinien. Die Boca Juniors möchten sich mit Blick auf die...

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Boca und River rufen zur Transferoffensive aus, Racing steht abermals vor einem Umbruch, und Independiente verliert nach dem Gewinn der Copa Sudamericana vielleicht seine Leistungsträger. Alles Wissenswerte zur Transferperiode in Argentinien.

Die Boca Juniors möchten sich mit Blick auf die anstehende Copa Libertadores nochmal prominent verstärken. Den ersten Coup konnte man gestern vermelden: Mit Julio Buffarini wechselt ein aktueller Nationalspieler zum Ligakrösus. Der lauffreudige Rechtsverteidiger schnürte seine Schuhe zuletzt für den brasilianischen Traditionsklub FC São Paulo. Mit der Verpflichtung von Buffarini sind die Transferaktivitäten der Xeneizes noch lange nicht eingestellt. Trainer Guillermo Barros Schelotto fordert weitere Verstärkungen für den gesamten Abwehrverbund. Als Wunschspieler wurden Gustavo Gómez und Emmanuel Más auserkoren. Ersterer steht aktuell beim kriselnden AC Milan unter Vertrag, und befindet sich auch im Blickfeld einiger anderer zahlungskräftigen europäischen Vereine. Falls der Paraguayer tatsächlich eine Rückkehr nach Argentinien anstrebt, wo er von 2012 bis 2014 eine höchst erfolgreiche Zeit bei Lanús erlebte, hat Boca sicherlich die besten Karten. Die Verhandlungen mit Linksverteidiger Más gelten dagegen als fortgeschritten, eine Einigung steht jedoch bislang aus. Reines Wunschdenken bleibt Nico Gaitán, der bei Atlético Madrid auf’s Abstellgleis befördert wurde, aber aus finanzieller Sicht nicht zu bewerkstelligen ist.

Armani und Pratto als Doppelpack zu River ?

River konnte bislang noch keinen Transfer finalisieren, allerdings kursieren einige prominente Namen rund um die Millonarios. Allen voran Franco Armani, derzeit in Diensten von Atlético Nacional, soll die Probleme im Tor beheben. Ein erstes Angebot in Höhe von zwei Millionen Dollar wurde bereits angelehnt. Verlassen wird den Verein indes Augusto Batalla, dessen unkonstante Leistungen zum Verhängnis wurden. Der 21-jährige Schlussmann wird sich in den nächsten Tagen Atlético Tucumán anschließen. Die Offensivabteilung möchte man mit Lucas Pratto von FC São Paulo aufbessern. Der bullige Stürmer liebäugelt mit einer Rückkehr in die Heimat, die hohe Ablöseforderung im zweistelligen Millionenbreich ist River jedoch nicht bereit zu zahlen. Wieder einsatzbereit sind dagegen Camilo Mayada und Lucas Martínez, deren Dopingsperren abgelaufen sind.

Coudet und Milito übernehmen bei Racing

Beim Racing Club warf Trainer Diego Cocca angesichts der schwachen Ergebnisse das Handtuch. Ersetzt wird er durch Eduardo Coudet, ehemals erfolgreicher Coach bei Rosario Central. Zur Seite gestellt wird ihm Vereinsikone Diego Milito, der zukünftig als Sportdirektor fungiert. Desweiteren will man sich von mehreren Spielern verabschieden. Juan Patiño verschlug es wieder in die Heimat, zum paraguayischen Rekordmeister Olimpia. Marco Torsiglieri verstärkt Gabriel Heinzes Vélez Sarsfield und Santiago Rosales weckt Begehrlichkeiten bei Belgrano. Auf der Zugangsseite beschäftigt man sich vor allem mit ehemaligen Weggefährten von ‘Chacho’ Coudet. Mit Víctor Malcorra, Alejandro Donatti und Damián Musto stehen drei Akteure auf dem Wunschzettel, die Coudet auch schon bei Tijuana betreut hatte.

Independiente: Was bleibt nach dem Copa Sudamericana Sieg ?

Erzrivale Independiente bezahlt aktuell den Preis des Erfolgs. Konnte man Erfolgstrainer Ariel Holan noch gerade so zum Bleiben bewegen, stehen die Leistungsträger Nicolás Tagliafico und Ezequiel Barco vor dem Absprung. Der variabel einsetzbare Verteidiger möchte seine WM-Chancen mit einem Wechsel Richtung Übersee erhöhen. Neben Betis Sevilla gilt auch Ajax Amsterdam als möglicher Abnehmer. Wunderkind Barco wird mit Atlanta United in Verbindung gebracht.

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