Nachdem die Argentinos Juniors die Nacional B ein ganzes Jahr nach Strich und Faden dominiert hatten, durfte der große Favorit gestern die Spielzeit verdienterweise als Meister abschließen. Doch die lang ersehnte Rückkehr ins Oberhaus birgt Risiken, die Fans und Vorstand nur zu gern vermieden hätten.
In dem 44-Team starken Ligabetrieb behielt “el Bicho” trotz aufgeblähten Spielplans die Oberhand und konnte gegen Gimnasia de Jujuy den vor der Saison angepeilten Aufstieg unter Dach und Fach bringen. Die Mannschaft von Ex-Spieler Gabriel Heinze setzte dabei weitestgehend auf junge heimische Talente, die sich bislang noch nicht in Argentiniens Elite etablieren konnten.
Doch auf die ausschweifende Ekstase folgte prompt eine Hiobsbotschaft. Erfolgstrainer Heinze verkündete zur Überraschung aller unlängst seinen Rücktritt, den er damit begründete ausschließlich angeheuert zu haben, um den Aufstieg zu sichern und nicht um langfristige Aufbauarbeit für den zuvor angeknacksten Traditionsverein zu leisten. In der Folge kam es zu vehementen Umstimmungsversuchen von der Führungsetage; der Entschluss von “el Gringo” stand jedoch schon (lange) fest und war nicht mehr rückgängig zu machen.
Mammutaufgabe für die Argentinos Juniors
Der Verein steht nun vor einer Mammutaufgabe. Drei Wochen vor dem Saisonstart wurde noch kein Nachfolger gefunden und neben dem großen Fragezeichen auf der Trainerposition gesellen sich nun auch Abgangsgerüchte der Leistungsträger hinzu. Der vielversprechende Abräumer Esteban Rolón weckt Begehrlichkeiten bei allen argentinischen Großklubs, Abwehrchef Nicolás Freire liebäugelt mit einem Wechsel zu Rosario Central und Leihgabe Francisco Fydriszewski kehrt zu den Newell’s Old Boys zurück. Beim Verein aus La Paternal, bei dem einst Legenden wie Diego Maradona oder Roman Riquelme das Fussball-ABC erlernten, droht das Fundament, das mit Mühe aufgebaut wurde, innerhalb kürzester Zeit einzustürzen.




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