Atlético Madrid – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Mon, 29 Oct 2018 18:58:32 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Atlético Madrid – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Telegramm: Spanien und Portugal http://www.chefutbol.com/europa/spanien-portugal-aves-iniesta-torres-392892 http://www.chefutbol.com/europa/spanien-portugal-aves-iniesta-torres-392892#respond Sun, 20 May 2018 22:06:57 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=10244 Neben dem Saisonabschluss von LaLiga, stand an diesem Wochenende das portugiesische Pokalfinale auf der Agenda. Wobei, aufgrund der Verabschiedungen von Andrés Iniesta und Fernando Torres, der historische Pokalsieg von Desportivo Aves leider ein wenig in den Hintergrund gerät.  Madrid: Adiós Fernando “El...

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Neben dem Saisonabschluss von LaLiga, stand an diesem Wochenende das portugiesische Pokalfinale auf der Agenda. Wobei, aufgrund der Verabschiedungen von Andrés Iniesta und Fernando Torres, der historische Pokalsieg von Desportivo Aves leider ein wenig in den Hintergrund gerät. 

Madrid: Adiós Fernando “El Niño” Torres

Nach dem Europa-League Triumph unter der Woche und dem legendär-coolen Auftritt von Co-Trainer Germán „El Mono“ Burgos, galt es für die Anhänger der Colchoneros heute Fernando Torres zu verabschieden. Das Wanda Metropolitano verneigte sich vor dem Kind des Vereins mit einer riesigen Choreographie vor Spielbeginn. Die Gäste-Spieler aus Eibar standen vor Schlusspfiff Spalier für den EL-Sieger, und bleiben sogar nach Schlusspfiff noch zur Ehrung des Stürmers auf dem Feld, und applaudierten.

Der Rahmen war perfekt, und der gefeierte Star bedankte sich mit einem Doppelpack zum Saisonabschluss. Negativ fielen bei dem 2:2 Unentschieden die Pfiffe einiger Atlético-Fans gegen Antoine Griezmann auf, da sich dieser noch nicht bezüglich seiner Zukunft geäußert hat. Erst als Abwehrchef Godín die Fans darum bat, dies zu unterlassen, drehte sich die Stimmung um 180°, und der Fortnite-Fan wurde gefeiert.

Barcelona: Adiós Andrés “El Fantasma” Iniesta

Später am Abend verabschiedete sich in Barcelona ein weiterer spanischer Welt- und Europameister. Die Rede ist von Andrés Iniesta, dem WM-Finaltorschützen von 2014. Der abschließende 1:0 Sieg gegen die Basken aus San Sebastían geriet dabei zur reinen Nebensache. Gràcies Andrés!

Valencia: Mestalla wird doch noch 95

Das älteste Stadion Spaniens, das Estadio Mestalla in Valencia, feierte heute, am letzten Saisonspieltag seinen 95. Geburtstag. Dank dem immer noch nicht fertiggestellten Nou Mestalla, wird das altehrwürdige Stadion 2019 den 100. Geburtstag des Vereins, sowie noch eine weitere Champions-League Saison erleben. Die Ches beendeten die Saison mit 73 Punkten, nur drei weniger als Real, auf Platz 4. Nach dem abschließenden 2:1 Sieg gegen Deportivo La Coruna feierte die Mannschaft mit den Fans die sehr gelungene Saison.

Portugal: Clube Desportivo das Aves gelingt die Sensation

Im portugiesischen Pokalfinale standen sich das skandalgeplagte Sporting Lissabon und der große Außenseiter von Desportivo Aves gegenüber. Der Verein aus dem 8.000-Einwohner Städtchen setzte sich mit 2:1 gegen die Mannschaft von Jorge Jesus durch, und holte den ersten Pokaltitel der Vereinsgeschichte. Alexandre Guedes erzielte für Aves nach 16 Minuten nach einem Konter das 1:0, und auch für das vorentscheidende 2:0 in der 72. Minute war der 24-jährige verantwortlich. Das Tor von Aves hütete der ehemalige Ex-Nationaltorwart Quim, der inzwischen 42 Jahre alt ist. Sporting bäumte sich in der Schlussphase noch einmal auf, kam jedoch durch Montero (86.) nur noch zum Anschlusstreffer. Hätte Bas Dost, der nach der Attacke unter der Woche mit Turban auflief, in der 80. Minute seine 100% Chance genutzt, hätten sich die Hauptstädter eventuell doch noch in die Verlängerung retten können. Durch die unerwartete Finalniederlage zerstörte sich Sporting die Saison komplett. Denn am letzten Wochenende hatte man bereits  die sicher geglaubte Champions-League Teilnahme verspielt . Um das Estádio Alvalade hängt der Haussegen schief, und es darf eine unruhige Sommerpause erwartet werden.

FC Porto: Parabéns Iker Casillas

Im Schatten der Verabschiedung von Gianluigi Buffon bei Juventus Turin geriet der Geburtstag eines anderen großen Torhüters ein wenig in Vergessenheit. Iker Casillas wurde am Wochenende 37., und in diesem Zusammenhang zeigten sich auch einige Real Madrid-Fans in den sozialen Netzwerken reumütig darüber wie unwürdig, im Vergleich zu Buffon, man den verdienten Spieler damals “vom Hof gejagt” hatte.

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Jesús Gil y Gil – Das polarisierende Oberhaupt der Colchoneros http://www.chefutbol.com/europa/spanien/jesus-gil-y-gil-atletico-8408947 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/jesus-gil-y-gil-atletico-8408947#respond Sat, 21 Apr 2018 22:01:40 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9903 Gil war ein etwas anderer Klubpräsident. Ihn umgaben viele Gerüchte und um keinen Skandal war er verlegen. Korruption und Veruntreuung machen nur einen Bruchteil der Vorwürfe gegen ihn aus und selbst Gefängnisstrafen brachten den Exzentriker nicht von seinem Weg ab....

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Gil war ein etwas anderer Klubpräsident. Ihn umgaben viele Gerüchte und um keinen Skandal war er verlegen. Korruption und Veruntreuung machen nur einen Bruchteil der Vorwürfe gegen ihn aus und selbst Gefängnisstrafen brachten den Exzentriker nicht von seinem Weg ab. Trotz dubioser Machenschaften ist er bei Atlético Madrid zu einer Ikone aufgestiegen und in Marbella noch heute ein gefeierter Mann. Das ist die unglaubliche Geschichte über einen Patriarchen mit vielen Facetten und seinen Schattenseiten.

„Jesús Gil ist superintelligent, weit über dem Durchschnitt. Wenn man ihn morgens nackt in New York aussetzt, geht er abends dort schick essen.“ Jesús Gil y Gil über sich selbst.

Erfolgreicher Geschäftsmann und Politiker

Gil ist nicht schon immer Sportfunktionär gewesen. Einen Namen machte er sich zunächst als Bauunternehmer und Politiker. Nach eigener Aussage landete er jedoch nur in der Politik, um sein Geschäft zum Laufen zu bringen. Als 1969 eine von ihm errichtete Festhalle in Los Angeles de San Rafael einstürzte, wurde Gil zu fünf Jahren Haft verurteilt. Trotz der 58 Opfer, welche bei diesem Unglück ihr Leben verloren hatten, kam Gil bereits nach nur 18 Monaten auf freien Fuß. Die frühzeitige Entlassung erwirkte damals die rechte Hand des Generals Franco für ihn. Gil galt als Rechtspopulist und seine guten Kontakte halfen ihm aus dem Schlamassel.

1999 wurde er Bürgermeister der Stadt Marbella. Seine Partei, die unabhängige liberale Gruppe, deren Abkürzung „zufällig“ GIL ergibt, hatte mit großem Vorsprung gewonnen. Die Bewohner hofften auf die Einhaltung des Wahlversprechens „Huren und Gesindel“ von den Straßen zu vertreiben. Tatsächlich entwickelte sich ein Investitions- und Bauboom in der andalusischen Küstenstadt – allerdings begünstigt durch die offensichtliche Ignoranz der Bau- und Umweltauflagen. In Marbella war es den Menschen egal: Die Anwohner wurden reich und die Stadt erstrahlte in neuem Glanz – Gil war ein gefeierter Mann. Nirgendwo hatte er derart viele Amigos wie in Marbella. Und das, obwohl er regierte wie ein römischer Volkstribun. Heute spricht man ungern über die Machenschaften des Exzentrikers – teilweise auch, weil man sich strafbar machen könnte.

Mit Testimonial zum Clubpräsidenten

Der Schlüssel zum sportlichen Aufstieg von Gil war Paulo Futre. Die beiden haben sich gegenseitig viel zu verdanken. Für den Portugiesen begann mit dem Wechsel nach Madrid die beste Zeit seiner Karriere, bei den Rojiblancos wird er noch immer verehrt. Und Gil wurde vermutlich nur durch dessen Transfer zum Präsidenten des Arbeiterklubs, denn Futre wurde das Testimonial im Wahlkampf des Geschäftsmannes. Um ihn in die spanische Hauptstadt zu locken, flog Gil mit einem geliehenen Jet nach Italien, wo der FC Porto, sein damaliger Verein, ein Trainingslager errichtet hatte. Das dauerklamme Atlético konnte sich damals einen Spieler von Futres Kaliber nicht leisten, Gil machte dem Portugiesen dennoch ein großzügiges Angebot.

300.000 € bekam der Spieler für seine dreitägige Unterstützung im Wahlkampf für Gil, weiterhin lockten 720.000 € Jahresgehalt. Dem FC Porto wurde eine Entschädigung von 3 Mio. € versprochen, wenn Gil die Wahl gewinnen sollte – 1,2 Mio. € wenn nicht. Noch am selben Abend standen die beiden auf der Bühne und wurden von Atlético-Fans bejubelt. Futre spürte, dass in Madrid seine Zukunft liegt und Gil wurde durch ihn zum Präsidenten der Colchoneros. Denn angeblich lag kurz vor der Wahl noch dessen Konkurrent Sánchez de Léon knapp vorne, ehe ein einflussreicher Freund Gerüchten zufolge eine Aufschiebung der Abstimmung bewirkte, sodass sich Gil abermals mit seinem Star aus Portugal zeigen konnte und letztlich gewann.

Gil: Der absolutistische Herrscher über Atlético

Nach der Machtergreifung lebte der Exzentriker im Rausch, lies sich von seinen Gefühlen leiten und war keines Wortes verlegen. Nach schlechten Spielen war es keine Ausnahme, dass Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder auch Funktionäre wüst beschimpft wurden. Manchmal mussten für Gil auch die Fäuste sprechen: Zum Beispiel als er den Präsidenten des SD Compostela niederstrecken wollte, allerdings dessen Mitarbeiter erwischte. Das Ereignis wurde medienwirksam ausgestrahlt. Dem Ruf von Gil hat das nicht geschadet und auch das vermeintliche Ziel des Angriffs, Klubpräsident José María Caneda ist Gil eher dankbar als böse, weil augenscheinlich dieser Vorfall den Marktwert des Vereins steigerte: „Gil war mein Freund“, wird er später zitiert.

Währenddessen baute Gil die Macht innerhalb des Vereins weiter aus, indem er Eigentümer von Atlético wurde. Als Sport-Aktiengesellschaften in Spanien aus der Taufe gehoben wurden, erwarb Gil mit seinem Geschäftspartner Enrique Cerezo 94,5% der Clubanteile. Das geschah am 31. Juli 1992 um 23.43 Uhr, 17 Minuten vor Ablauf der Frist. Bezahlt wurde die Aktienmehrheit über Bürgschaften, welche im Anschluss zurückflossen. Es ranken sich noch weitere Sagen und Mythen um die Übernahme, die Wahrheit musste Spekulationen weichen. Im Anschluss löste Gil die Nachwuchsabteilung Atléticos aus Kostengründen auf und missbrauchte die Vereinskassen zu eigennützigen Zwecken. Gil war zum Monarchen aufgestiegen – er war der Sonnenkönig von Madrid.

Held, Staatsfeind und Ikone

Die Fans von Atlético liebten Gil wegen seiner exzentrischen Auftritte. Er hatte einst lebende Elefanten durch Madrid treiben lassen und wurde auf der Tribüne des Vicente Calderón mit einem Krokodil an der Leine gesichtet. Seine Trainer hingegen fürchteten ihn. 26 Übungsleiter mussten in den 16 Jahren seiner Amtszeit ihren Hut nehmen. Sechs Stück verschliss Gil binnen eines Jahres. Auch von weiteren Konflikten mit dem Gesetz blieb der Choleriker nicht verschont. 2002 verbrachte er eine Woche in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Während seiner zehnjährigen Amtszeit als Bürgermeister soll er insgesamt 26 Mio. € für persönliche Zwecke veruntreut haben. Für eine Kaution von 700.000 € kam er wieder auf freien Fuß. Gegen eine dreieinhalbjährige Haftstrafe im Jahr 2003, ebenfalls wegen Veruntreuung, legte er Berufung ein. 90 Gerichtsverfahren sollen während seiner Schaffenszeit gegen ihn gelaufen sein, was ihn aber wenig störte: „Wieviele Verfahren gegen mich laufen ist mir scheißegal, darum kümmern sich meine Anwälte.“

Mit listigen Ideen umkurvte er immer wieder die Gesetze. Dazu dienten auch häufig Scheinfirmen, welche er mit Geschäftsfreunden aufgebaut hatte. Seine Tricks waren derart dreist, dass man es heute kaum noch glauben kann. Ein Exempel: Der Bürgermeister eines Badeortes schließt mit dem Besitzer eines Profiklubs einen Vertrag für Trikotwerbung in Höhe von 2,5 Mio. € ab. Weil der Verein knapp bei Kasse ist, streckt ein Bauunternehmer einen großen Teil des Geldes vor und bekommt es später verzinst zurück. Die drei beteiligten Parteien bei diesem Geschäft unterliegen einem Mann, Jesús Gil y Gil. Und selbst wenn Behörden ihm einmal auf die Schliche kamen, wurde er nicht verurteilt. In diesem konkreten Beispiel hatte er Rückendeckung von der Ur-Enkelin Otto von Bismarcks, welche auf die Straße ging und erfolgreich für ihn protestierte.

Märchen und Wahrheit

Es gibt so viele Geschichten zu den Machenschaften von Gil, wie etwa dem Kauf eines argentinischen Flugzeugträgers welchen er lapidar mit „ich hatte noch keinen“ begründet haben soll. Ob alles so wahr ist wie es heute geschildert wird, bleibt fraglich. Wenn allerdings nur ein Bruchteil aller Kuriositäten seines Lebens der Realität entsprechen mögen, reicht es aus um ein Buch über ihn zu füllen. Als sein Stern dann langsam zu sinken begann, trat er mit einer Breitseite an seine Gegenspieler ab. Die Aktienmehrheit an „seinem“ Klub gab er allerdings nie ab.  „Ich bin jetzt 70 Jahre alt, und es gibt so viele Dilettanten, die mich kritisiert haben. Diesen Stress muss ich mir nicht mehr antun.“

Im Jahr 2004 erlag Jesús Gil y Gil an den Folgen eines Hirnschlags. Für einen Exzentriker dieses Kalibers würdig, wurde sein Leichnam im Estadio Vicente Calderón aufgebahrt. Es war eine letzte große Kulisse für eine Persönlichkeit, die den Fußball stets als Bühne zu nutzen wusste. Sein letzter Wunsch war es gewesen, in einer Atlético-Fahne eingehüllt beerdigt zu werden. Diesem Wunsch wurde entsprochen und Gil auf dem Stadtfriedhof Almudena in Madrid beigesetzt. Er war ein Mann mit Ecken und Kanten, seine Karriere war von derart vielen Konflikten und Auseinandersetzungen geprägt, wie keine andere. Er war ein Unikum und wird es für immer bleiben. Descanse en paz, Gil! 

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Koke – Rojiblanco bis in die letzte Faser http://www.chefutbol.com/europa/spanien/koke-rojiblanco-letzte-faser-437495 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/koke-rojiblanco-letzte-faser-437495#respond Sun, 07 Jan 2018 23:01:09 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7322 Jorge Resurrección Merodio, besser bekannt als Koke, feiert heute seinen 26. Geburtstag. Anlass genug, einen Blick auf die Seele Atlético Madrids zu werfen. Mit nur 17 Jahren feierte Koke im November 2009 sein Debüt für Atlético Madrid. Es waren 11...

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Jorge Resurrección Merodio, besser bekannt als Koke, feiert heute seinen 26. Geburtstag. Anlass genug, einen Blick auf die Seele Atlético Madrids zu werfen.

Mit nur 17 Jahren feierte Koke im November 2009 sein Debüt für Atlético Madrid. Es waren 11 Minuten im berühmten Camp Nou gegen den großen FC Barcelona. Passender hätte der Rahmen nicht sein können. Atlético Madrid war damals noch keine große Nummer, genauso wie Koke. Doch danach lief die Entwicklung von Klub und Spieler parallel, die nun beide in der Weltklasse angekommen sind. Die Nummer 6 Atléticos im Kreise der besten Mittelfeldspieler der Welt und Atlético unter den Topklubs in Europa.

Koke – die Seele Atléticos

Atlético Madrid ist ein Team, das vor allem von seiner Leidenschaft und Zweikampfstärke lebt. Auch die Nummer 6 der Rojiblancos fällt hier keineswegs ab, hat die DNA des Arbeitervereins in sich wie kein anderer. Doch bringt er auch eine andere Komponente in das Spiel Atlétis, eine elegantere, erhabenere. Koke ist die Seele Atléticos. Seit seiner Versetzung von der Außenbahn ins Zentrum bestimmt er den Rhythmus, gibt er vor, wann das Spiel schnell gemacht, wann das Tempo rausgenommen werden soll. Zusammen mit Kapitän Gabi bildet er das Herzstück der Simeone-Elf. Er ist der Taktgeber.

Und er ist anders. Koke spielt immer noch bei Atlético Madrid. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Erst im Mai letzten Jahres verlängerte er seinen Vertrag bis 2024. Dann wäre er 32. An Angeboten mangelte es nicht, sei es vom FC Barcelona oder vom Stadtrivalen Real. Doch Koke entschied sich für den Verbleib.

“Man weiß nie, was morgen passiert, aber mein Traum ist es hier meine Karriere zu beenden. Hoffentlich bin ich eines Tages erster Kapitän. Ich habe daraus nie einen Hehl gemacht. Ich bin “Rojiblanco” seitdem ich atmen kann und werde hoffentlich immer hier sein.”

Erst vor kurzem machte Atlético-Boss Miguel Ángel Gil Marín öffentlich, dass Koke im Alter von 12 Jahren bereits einen Vorvertrag bei Real Madrid unterschrieben hatte. Atléticos Präsident schaffte es mit viel Überredungskunst und harter Arbeit diesen Vorvertrag rückgängig zu machen. Im Nachhinein eine der wohl wichtigsten Taten in seiner Laufbahn. Der Junge, der nicht mit bunten Fußballschuhen auf den Platz kam, der sich nicht die Haare vor dem Training oder Spiel machte, der in Fotos eher schüchtern und unsicher posierte, sollte sich nämlich zum Schlüsselspieler Atléticos entwickeln.

Zwei Narben die bleiben

Seit der Saison 2012/2013 ist er indiskutabler Stammspieler bei den Rojiblancos. Er konnte einen Meistertitel, einen Pokalsieg, einen Supercup- und einen Europa-League-Titel bejubeln. Dazu kommen zwei bittere Finalniederlagen in der Champions League gegen Real Madrid, die wohl für immer als Narbe in seiner Seele bleiben werden.

Jorge Resurrección Merodio ist eine der Ausnahmen im heutigen Profigeschäft, das sich vor allem durch seine Schnelllebigkeit auszeichnet. Wo Spieler bei Vereinswechseln nur noch vom nächsten Entwicklungsschritt sprechen, wo Vereinstreue ein Fremdwort ist, wo die Macht der Berater ins Unendliche steigt und der Fußball seine Seele zu verlieren scheint. Da hilft ein Blick auf die Seele Atléticos, auf Koke, den stillen Taktgeber im Mittelfeld. Feliz Cumpleaños!

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La Liga startet am Wochenende – steht der spanische Meister bereits fest? http://www.chefutbol.com/europa/spanien/la-liga-real-favorit-984747 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/la-liga-real-favorit-984747#respond Thu, 17 Aug 2017 21:25:46 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5629 Real Madrid strotzt vor Selbstbewusstsein, Barcelona wirkt angeknockt, Atlético darf nicht einkaufen. Womöglich steht den spanischen Fans ein langweiliger Titelkampf bevor. Wer Mittwochnacht in die Gesichter der Barça-Akteure und des neuen Trainers Ernesto Valverde blickte, sah Enttäuschung, Verzweiflung, vielleicht sogar...

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Real Madrid strotzt vor Selbstbewusstsein, Barcelona wirkt angeknockt, Atlético darf nicht einkaufen. Womöglich steht den spanischen Fans ein langweiliger Titelkampf bevor.

Wer Mittwochnacht in die Gesichter der Barça-Akteure und des neuen Trainers Ernesto Valverde blickte, sah Enttäuschung, Verzweiflung, vielleicht sogar ein bisschen Fassungslosigkeit. Man muss einige Jahre zurückblicken, ehe Barcelona in Hin- und Rückspiel von einem Gegner so vorgeführt wurde. 5:1 gewann Real Madrid die beiden Clásicos um den Spanischen Supercup. Und das Ergebnis war in Summe hochverdient. Das einzige Tor der Katalanen gelang Messi per Elfmeter nach Schwalbe von Luis Suarez im Hinspiel. Viel mehr klappte in dieser Partie nicht. Im Rückspiel trafen immerhin Messi und Suarez die Latte beziehungsweise den Pfosten. Doch da stand es längst 2:0, der Drops war gelutscht. Schlimmer als das Ergebnis: Barça hatte weniger Ballbesitz, wirkte im Mittelfeld trotz nomineller Überzahl dank eines überraschenden 3-5-2 mit Alba und Sergi Roberto auf den Außenbahnen überfordert und im Sturm fehlte ein Akteur wie Neymar mit seinen Tempodribblings an allen Ecken und Enden.

Neymars Wechsel war ein Schock – Valverde schon unter Druck

Der Wechsel des Brasilianers war ein Schock, gerade für das Selbstbewusstsein des Clubs, seiner Spieler und Fans. Wieso sollte ein Weltklasseakteur wie Neymar Barcelona verlassen? Seit Luis Figos Wechsel vor 17 Jahren hat die Blaugrana der Weggang eines Spielers nicht mehr so verletzt wie Neymars Abschied in Richtung Paris. Das kongeniale Sturmtrio, das zwei Jahre lang mehr oder weniger gut kaschieren konnte, dass Barcelona seit Xavis Abschied nicht mehr nicht mehr der gleiche Verein ist, ist Geschichte.

222 Millionen Euro wären vor ein, zwei Jahren noch genug Geld gewesen, um mindestens in der Breite gleichwertigen Ersatz zu finden. Doch die Clubs wissen um Barcelonas Kaufkraft und vor allem um die Notwendigkeit der Katalanen, sich zu verstärken und nutzen das clever aus. Kommt Coutinho aus Liverpool? Kommt Dembélé aus Dortmund? Seit Wochen gibt es nur Wasserstandsmeldungen. Die Qualität beider Spieler kann Barcelona gut gebrauchen. Doch angenommen, die Transfers gelingen – wie schnell sich beide integrieren und die ersehnten Leistungen bringen, steht in den Sternen. Dass Gerard Deulofeu, der Rückkehrer, Neymar gleichwertig ersetzen kann, glaubt jedenfalls keiner. Und Paulinho, der zentrale Mittelfeldspieler, der mit 29 Jahren für 40 Millionen Euro aus China gekommen ist, gilt unter den culés nicht gerade als Hoffnungsträger.

Ernesto Valverde, der neue Trainer nach dem Abgang von Luis Enrique, wirkt bereits vor dem ersten Ligaspiel unter Druck. Mit zwei Pflichtspielniederlagen, noch dazu zwei Demütigungen gegen den ärgsten Rivalen in ein neues Abenteuer zu starten ist nie ideal. Erst recht nicht bei einem so großen Verein wie Barcelona. Was macht Hoffnung? Eigentlich nur einer. Lionel Messi.

Atlético: Keine neuen Spieler – dafür ein neues Stadion

Rund 500 Kilometer weiter südöstlich hat einer der stolzen Hauptstadtvereine ganz andere Sorgen. Auch Atlético Madrid würde sich gerne verstärken. Nur dürfen sie nicht. Wegen Verstößen gegen Transferbestimmungen von minderjährigen Spielern darf der Verein in diesem Sommer nicht einkaufen. Dabei wäre eine gewisse Blutauffrischung bei den Colchoneros ähnlich nötig wie bei den Blaugrana. Ex-Akteur Diego Costa, vergangenes Jahr noch englischer Meister mit dem FC Chelsea, scheint unbedingt zurückkehren zu wollen. Und dem Transfer an sich steht nichts in Wege: Ähnlich wie Barcelona vor zwei Jahren mit Arda Turan und Aleix Vidal dürfte Atlético aktuell durchaus Spieler kaufen. Nur dürfen diese erst im Januar, zur neuen Transferperiode, eingesetzt werden. Doch die Forderungen von Chelsea und die Angebote von Atlético gehen bisher noch weit auseinander.

Statt neuer Spieler müssen sich die Fans von Atlético auf ein neues Stadion einstellen. Das Estadio Vicente Calderon ist Geschichte, ab sofort tritt die Elf von Diego Simeone im Wanda Metropolitano an, einem umgebauten Leichtathletikstadion. Das heißt: Mit über 70000 Sitzplätzen mehr Kapazität. Aber vermutlich zunächst nicht das Gefühl eines Heimspiels für die Akteure und ihre Fans. Wie der Verein mit der Mixtur aus neuem Stadion und Transfersperre umgeht, bleibt abzuwarten. Als Topfavorit auf den Titel hat die Colchoneros allerdings keiner auf dem Zettel.

Real als Topfavorit auf den Titel

Diese Rolle ist an den großen Stadtrivalen vergeben. Real Madrid ist amtierender Meister und Champions-League-Sieger, hat den spanischen und den europäischen Supercup gewonnen und geht mit einer extrem breiten Brust in die Saison. Zurecht: Der Kader sucht seinesgleichen. Real ist in allen Mannschaftsteilen exzellent besetzt, wobei das Mittelfeld mit Casemiro, Kroos und Modric herausragt und fast an die große Barcelona-Elf dieses Jahrhunderts mit Busquets, Xavi und Iniesta erinnert. Es überrascht nur auf den ersten Blick, dass Real Madrid in diesem Sommer keinen Superstar verpflichtet hat. Die Zeiten, in denen große Namen wichtiger waren als die Zusammenstellung der Mannschaft sind unter Zinedine Zidane vorbei. Der Franzose hat sich als fähiger Mediator herauskristallisiert, der das Ego von Cristiano Ronaldo im richtigen Moment streichelt, dem alternden Torjäger aber auch vermittelt, dass es manchmal besser ist, gegen kleine Clubs eine Pause zu machen um fit zu sein für die großen Aufgaben. Das könnte auch in dieser Saison wieder ausgezeichnet funktionieren, denn Real Madrid hat die nötige Kadertiefe. Auch Karim Benzema und der extrem talentierte Marco Asensio sind immer für ein Tor gut, und mit einem gut aufgelegten Isco als Regisseur könnte aus dem gewohnten 4-3-3 immer häufiger ein 4-4-2 mit Raute werden. Ein kleines Fragezeichen steht hinter Gareth Bale, der auch wegen regelmäßigen Verletzungen nicht die Rolle spielt, die sich der Verein nach dem Transfer des Walisers gewünscht hat. Die jungen Verstärkungen Dani Ceballos und Theo Hernandez gelten beide als extrem entwicklungsfähig.

Vor dem ersten Spieltag hat Real Madrid jedenfalls alle Trümpfe in der Hand. Die blancos sind zurecht der Topfavorit auf die spanische Meisterschaft. Und aktuell spricht wenig dafür, dass der Titelkampf auch in diesem Jahr bis zum letzten Spieltag offen ist. Zu ausgeglichen, zu stark und zu gierig wirkt der Kader des Meisters – und zu schwach die beiden einzigen nennenswerten Konkurrenten.

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Gabi Fernández: Ein letztes Jahr Kopf, Herz und Verstand? http://www.chefutbol.com/europa/spanien/gabi-kopf-herz-verstand-213485 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/gabi-kopf-herz-verstand-213485#respond Sun, 09 Jul 2017 22:10:22 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=5084 Gabriel „Gabi“ Fernández Arenas wird an diesem Montag 34 Jahre alt. Der Kapitän von Atlético  Madrid hat bewegte Jahre hinter sich und steht nun vor der schwierigen Entscheidung den richtigen Absprung vom Profifußball zu schaffen. Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist...

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Gabriel „Gabi“ Fernández Arenas wird an diesem Montag 34 Jahre alt. Der Kapitän von Atlético  Madrid hat bewegte Jahre hinter sich und steht nun vor der schwierigen Entscheidung den richtigen Absprung vom Profifußball zu schaffen. Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist der Spanier für Atlético  unverzichtbar – bis zu einem bestimmten Punkt.

Wenn man über Atlético  spricht und den rasanten Aufstieg der letzten Jahre unter Diego Simeone hin zu einer europäischen Topmannschaft, die in den letzten vier Jahren öfter im Champions League-Endspiel stand als der FC Barcelona, der FC Bayern oder jeder englische Verein, dann fällt der Name Gabi oft sehr spät. Es geht in erster Linie um die Topstars Antoine Griezmann, Koke, Saul oder den Abwehrchef Diego Godin. Doch es ist der Kapitän Gabi der im Mittelfeld die Fäden zieht und das System Atlético funktionieren lässt.

Er ist der defensive Part der Doppel-Sechs/Acht im von Simeone bevorzugten 4-4-2, oder aber die einzige Sechs bei der Umstellung zum 4-3-3. Offensiv sollen andere glänzen, Gabi erledigt die Drecksarbeit und hält hinten zusammen mit Godin den Laden zusammen. In den sportlich erfolgreichsten Jahren der jüngeren Vergangenheit war die Defensive, im Vergleich zu den anderen nationalen und internationalen Schwergewichten, immer das Prunkstück.

(Fast) für immer Atlético

Insgesamt fünf Jahre seiner Karriere verbracht Gabi nicht bei den Rojiblancos. Einer Leihe innerhalb Madrids zum FC Getafe folgte 2007, aufgrund der großen Konkurrenz, der Abschied zu Real Saragossa, ehe er 2011 zu seinem Klub zurückkehrte. Aus der Zeit in Saragossa bleiben vor allem die Manipulationsvorwürfe aus der Saison 2011 hängen, bei dem der Ausgang des Spiels gegen Levante beeinflusst worden sei um Saragossa in der ersten Liga zu halten. “Warum hätte ich mich auf so etwas einlassen sollen, wenn ich doch schon bei Atlético unterschrieben hatte?”, so Gabis Aussage bei der Vernehmung.

Positivere Schlagzeilen und vor allem sportliche Erfolge folgten seit der Rückkehr ins Vicente Calderon. Innerhalb von vier Jahren sammelte er alle seine Trophäen ein. Beginnend mit dem Europa League Titel 2012, dem Spanischen Pokal 2013 und der Meisterschaft 2014. Dennoch blieb ihm auch in dieser Zeit ein Einsatz für die spanische Nationalmannschaft verwehrt.

Das Alter macht sich bei Gabi bemerkbar

Es waren die besten Jahre sowohl von Gabi, als auch von Atlético . Ein Zusammenhang der auch aktuell, in negativer Form, bestehen bleibt. Mit fortschreitendem Alter bekam der Mittelfeldmann immer mehr Auszeiten von Simeone. Vor allem wenn die Mannschaft zurück liegt oder gegen „kleinere“ Gegner ein Tor braucht, ist Gabi, trotz Kapitänsamt, oft die erste Option für eine Auswechslung. Koke oder Saul, die zuvor auf einem der beiden Flügel aufgestellt waren, rücken ins Zentrum und ein zusätzlicher Flügelspieler oder Stürmer soll die Offensiv neu beleben.

Die Resultate sind wechselhaft: Mal konnte man noch einen Punkt mitnehmen, wie beim 2:2 in Bilbao am 19. Spieltag der abgelaufenen Saison, es kann aber auch kräftig nach hinten los gehen, wie bei der 3:0 Klatsche gegen Real Madrid, als erst nach Gabis Auswechslung die Tore zwei und drei für die Königlichen fielen.

Die Suche nach dem Nachfolger

Bereits im Oktober 2025 wurde der zum Saisonende auslaufende Vertrag bis 2018 verlängert. Eine weitere Saison wird Gabi also noch dranhängen.  Eine weitere Saison im neuen Estadio Olímpico de Madrid. Doch nicht nur das Stadion steht für die neue Zukunft bei Atlético. Auch über einen Nachfolger für Gabi werden sich die Verantwortlichen bald Gedanken machen müssen. Mit Saul Ñíguez steht die sinnvollste Lösung bereits vor der Haustür. Der 22-Jährige konnte mit einem Vertrag bis 2026 langfristig gebunden werden. Neun Jahre Zeit um in die Rolle, mit dem Gefühl für die richtige Balance hineinzuwachsen.

Aufgrund der Transfersperre wird Saul vorerst jedoch weiter auf dem Flügel gebraucht. Eine weitere Saison für ihn zum Lernen von Gabi. Eine weitere Saison in der dieser Herz, Kopf und Verstand der Mannschaft ist. Es gibt Schlechteres. Für alle Beteiligen.

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Spaniens U21-Auswahl: “La Furia Roja” auf dem Weg zurück auf den Fußballolymp? http://www.chefutbol.com/europa/spanien/la-furia-roja670541 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/la-furia-roja670541#respond Sun, 25 Jun 2017 09:10:00 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=4715 Nachdem die spanische Fußballnationalmannschaft sowohl den Weltmeistertitel in Südafrika gewinnen konnte und auch in zwei aufeinanderfolgenden Europameisterschaften triumphierte, schien es lange so, als würden die Iberer den Weltfußball über geraume Zeit dominieren. Ehe bei der WM 2014 Louis van Gaals...

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Nachdem die spanische Fußballnationalmannschaft sowohl den Weltmeistertitel in Südafrika gewinnen konnte und auch in zwei aufeinanderfolgenden Europameisterschaften triumphierte, schien es lange so, als würden die Iberer den Weltfußball über geraume Zeit dominieren. Ehe bei der WM 2014 Louis van Gaals “Elftal” mit einem 5:1 Kantersieg alle spanischen Titelträume zerschmetterte und die bis dato gefürchtete “La Furia Roja” in ein Tal der Tränen stürzte und zeitgleich das Ende der “Tiki-Taka-Ära” um Xavi, Iniesta & Co. einläutete. Drei Jahre später scheint es so, als könne die U21-Auswahl Spaniens dieser stolzen Fußballnation wieder Glanz verleihen und an die glorreichen Zeiten unter Erfolgscoach Vincente del Bosque anknüpfen.

Spaniens junges Starensemble

Seit jeher ist die U21-Europameisterschaft ein ideales Turnier für die Scouts europäischer Topclubs, um vielversprechende Spieler und Talente bereits frühzeitig zu verpflichten und somit hohe Ablösesummen zu vermeiden. Bei den Akteuren der spanischen U21-Auswahl dürfte diese Rechnung allerdings nicht aufgehen. Spieler wie Marco Asensio von Real Madrid oder Saúl Niguez vom Stadtrivalen Atlético gehören mit 21 bzw. 22 Jahren längst zum Stammpersonal ihrer Vereine und sorgten in der Vergangenheit bereits auf Klubebene für Furore. Dementsprechend gesalzen dürften auch die fälligen Ablösesummen für diese beiden Ausnahmetalente aussehen.

Die beiden Madrilenen sind jedoch keine Ausnahme im hervorragend besetzten Kader der jungen “La Furia Roja“. Sämtliche Mannschaftsteile sind durchzogen von Stammspielern europäischer Spitzenvereine. Torwart Arrizabalga gehört mit erst 22 Jahren regelmäßig zur Startelf des Baskenklubs Atlético Bilbao, ebenso wie Flügelstürmer Inaki Williams, der in den vergangenen Jahren bereits bei einigen Topklubs im Gespräch war. Die Außenverteidiger José Gaya und Héctor Bellerín stehen bei Valencia bzw. Arsenal unter Vertrag und erbringen kontinuierlich beeindruckende Leistungen. Und mit Innenverteidiger Jesús Vallejo hat Champions League Sieger Real Madrid bereits einen internen Nachfolger für den abgewanderten Pepe gefunden. Teamkollege Borja Mayoral, der in der vergangenen Spielzeit an den VfL Wolfsburg ausgeliehen war, ist außerdem die größte Sturmhoffnung der Königlichen für eine Zeit nach Alváro Morata und Karim Benzema.

“La Furia Roja” souveräner Gruppensieger – Squadra Azzurra im Halbfinale

Bei derart hochkarätigem Personal erscheint es deshalb keineswegs überraschend, dass die Iberer bei der U21-Europameisterschaft in Polen souverän als ungeschlagener Gruppensieger ins Halbfinale einzogen und der Topfavorit auf den Titel sind. Es wäre das insgesamt fünfte Mal, dass sich eine Nachwuchsauswahl Spaniens die Krone Europas aufsetzt.

In den Gruppenbegegnungen setzte die Elf von Trainer Albert Celades bereits das ein oder andere Ausrufezeichen. Im Auftaktspiel besiegten die Spanier Nachbarland Portugal mit 3:1 und auch beim 1:0 und 5:0 gegen Serbien bzw. Mazedonien ließ “La Furia Roja” nichts anbrennen. Dabei zeigten die Spanier in der Offensive in Person von Asensio, Ramírez und Deulofeu teils wunderschön anzusehenden Hochgeschwindigkeitsfußball. In der Defensive harmonierten Jesús Vallejo und Jorge Meré perfekt miteinander und bildeten eine mehr als sattelfeste Hintermannschaft, die ebenso herausragende Qualitäten im Spielaufbau besitzt und vor allem über die schnellen Außenverteidiger Bellerín und Gaya auch offensiv Gefahr ausstrahlen kann. Das zentrale Mittelfeld um Marcos Llorente, Denis Súarez und eben Saúl Niguez ist Dreh- und Angelpunkt des iberischen Spiels, wie einst Xavi, Iniesta und Busquets.

Im nun bevorstehenden Halbfinale trifft der Top-Favorit auf den Titel nun auf die italienische Auswahl, die sich im letzten Gruppenspiel mit einem 1:0 Sieg über die deutsche Mannschaft den Gruppensieg in der Gruppe C sichern konnte.

Asensio, Niguez und Deulofeu: Versprechen für Spaniens Zukunft?

Besonders die Madrilenen Marco Asensio und Saúl Niguez, wertvollster Spieler des Turniers mit einem Marktwert von 40 Mio €,  sowie der in der berühmt berüchtigten La Masia des FC Barcelona ausgebildete Gerard Deulofeu stachen in der Gruppenphase mit teils spektakulären Toren und Spieleinlagen heraus und bilden das Herzstück dieser jungen Auswahl. Allerdings dürfte die aktuelle Europameisterschaft das letzte Turnier sein, das die drei Ausnahmespieler im Kreise der U21 verbringen. Bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Russland 2018 dürften die drei Youngster bereits dem Kader der A-Nationalmannschaft Spaniens angehören.

Nach dem desaströsen Vorrundenaus bei der Weltmeisterschaft in Brasilien vor drei Jahren befand sich die spanische Nationalmannschaft nach fast sechsjähriger Dominanz in einer Art Trance. Zwar steht “La Furia Roja” in der Gruppe G der WM-Qualifikation nach wie vor auf dem ersten Rang, aber die 5:1-Demontage durch die Niederländer war letztlich schlichtweg zu deutlich, als das die Iberer ihr bis dato bevorzugtes “Tiki-Taka” einfach hätten weiter praktizieren können.

Unter dem neuen Trainer Julen Lopetegui spielen die Spanier, ähnlich wie Real Madrid, in einem offensiven 4-3-3 System. Besonders Asensio, der dieses Spielsystem bereits aus dem Verein kennt, könnte nach einer bis dato erstklassigen U21-EM eine tragende Säule im WM-Kader Spaniens werden.

Ein “Niederländer” ist Spaniens Zukunft

Es erscheint ironisch, dass nun ein “Niederländer” zum neuen Prunkstück der spanischen Fußballnationalmannschaft werden könnte, war es doch gerade die Elftal, die den Spaniern eine der deutlichsten und schmerzvollsten Niederlagen der jüngsten Geschichte beibrachten. Jedoch entschied sich Marco Asensio Willemsen, dessen Mutter aus den Niederlanden stammt, für das Land seines Vaters aufzulaufen. In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte der gebürtige Mallorquiner wettbewerbsübergreifend 38 Partien für die Königlichen, dabei konnte er vier direkte Torvorlagen beisteuern und traf auch selbst zehn Mal ins Netz, unter anderem im Champions League Finale gegen Juventus Turin. Besonders im Saisonendspurt war Asensio aus dem Kader von Real Madrid nicht mehr wegzudenken und erhielt oftmals den Vorzug vor dem 80 Millionen-Mann James Rodriguez.

An die guten Leistungen im Verein konnte Asensio nun im Kreise der U21-Auswahl nahtlos anknüpfen, nach drei Vorrundenspielen stehen für den 21-jährigen Mittelfeldakteur drei Tore zu Buche, öfter konnte sich bis dato niemand in die Torschützenliste eintragen.

“La Furia Roja” auf dem Weg zurück an die Spitze

Nachdem die Spanier unter Lopetegui nun ein neues Spielsystem etabliert und auch personell einiges verändert haben, besitzt die Mannschaft viel Potenzial und gehört 2018 in Russland auf alle Fälle zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel. Mit Spielern wie Thiago Alcántara, Alvaro Morata sowie den Youngstern Marco Asensio, Saúl Niguez und Deulofeu in ihren Reihen ist “La Furia Roja” auf alle Fälle gut gerüstet und könnte erneut eine Fußballgroßmacht werden, nachdem die erste Dominanz vor drei Jahren ein derart jähes Ende fand. Es scheint, als könnte die spanische Nationalelf ihren Weg gefunden haben. Den Weg zurück auf den Fußballolymp.

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Atlético Madrid – Das Leiden des jungen Saúl Ñíguez http://www.chefutbol.com/europa/spanien/leiden-saul-niguez-448018 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/leiden-saul-niguez-448018#comments Wed, 10 May 2017 17:42:24 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3802 Atlético Madrid ist eine Mannschaft, die vor allem durch Leidenschaft und Kampf zu überzeugen weiß. Ein Spieler jedoch, sticht durch den Willen, für seine Farben aufzulaufen und alles zu geben, nochmals aus der Masse heraus. Um für Diego Simeone´s Ensemble...

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Atlético Madrid ist eine Mannschaft, die vor allem durch Leidenschaft und Kampf zu überzeugen weiß. Ein Spieler jedoch, sticht durch den Willen, für seine Farben aufzulaufen und alles zu geben, nochmals aus der Masse heraus. Um für Diego Simeone´s Ensemble in die „Schlacht“ zu ziehen, war er dazu bereit, seine Karriere zu riskieren. Sein Marktwert ist dabei in den letzten Jahren auf das Dreifache gestiegen. Dafür bezahlte er jedoch einen hohen Preis. Das ist die Leidensgeschichte von Saúl Ñíguez.

Saúl Ñíguez ist ein richtig guter Fußballer und hat bereits mit 17 Jahren sein Debüt für Atlético gegeben, nachdem er den Stadtrivalen Real zuvor verlassen hatte. Gerüchten zufolge, wurde er in der Jugendakademie der Königlichen Opfer von Mobbing. Umso glücklicher ist er nun, dass er bei Atlético Fuß fassen konnte. Deshalb empfindet er auch diese enorme Loyalität für die „Colchoneros“, die ihn aufgenommen und zu einem Profi gemacht haben. Vermutlich ist er gerade deshalb bereit, für seine Mannschaft über die Schmerzgrenzen hinauszugehen. Genau solche Spieler wünscht sich Diego Simeone und so wurde Saúl Ñíguez ein fester Bestandteil des Teams.

Der heute 22-jährige hat es mittlerweile auch zum Debüt in der Nationalmannschaft gebracht. In Deutschland ist sein Name ebenfalls seit geraumer Zeit bekannt, wenngleich sich die Anhänger des FC Bayern München weniger freudig an ihn erinnern werden. Im Frühjahr 2025 sorgte er im Halbfinal-Hinspiel gegen die Bayern mit einem sehenswerten Sololauf für den Führungstreffer. Damit stellte er die Weichen zum Einzug ins Championsleague-Finale. Für die Bayern war es das dritte Halbfinalaus gegen ein spanisches Team in Folge. Dass der gefeierte Matchwinner, Saúl, zu diesem Zeitpunkt mit unbeschreiblichen körperlichen Beschwerden zu kämpfen hatte, wusste kaum jemand. Nichts war ihm anzumerken, wenn er auf dem Rasen stand.

Unscheinbare Verletzung mit langen Folgen für Saúl

Der junge Spanier wurde beim Championsleague-Spiel im Februar 2015 gegen Bayer Leverkusen von Kyriakos Papadopoulos in der Magengegend getroffen. Dabei zog sich Saúl ein Nierenhämatom zu und hatte mit inneren Blutungen zu kämpfen. Als er von Physios gestützt den Weg in die Kabine antrat, musste er sich bereits mehrfach übergeben. Vier Tage verbrachte er damals in einem deutschen Krankenhaus. Weil er zu dieser Zeit noch kein unumstrittener Stammspieler bei Atlético gewesen ist, legte er den Mantel des Schweigens über seine Probleme und biss auf die Zähne. Nach wenigen Wochen stand er bereits wieder auf dem Spielfeld. Die Schäden, welche er seinem Körper zufügen konnte, missachtete er bewusst.

Über Monate hinweg, beinahe zwei Jahre lang, spielte Saúl Ñíguez mit großen Schmerzen. Insgesamt bestritt er bereits über 100 Partien, seit seiner Verletzung. Jedes Spiel und jedes Training hatte er einen Katheter bei sich. Nach jeglicher sportlichen Ertüchtigung pinkelte er Blut. Auch zu dem Zeitpunkt, als er der Abwehrreihe des FC Bayern München Knoten in die Füße lief, schleppte er den Katheter mit sich. Es ist unvorstellbar, wie so etwas einem Profisportler möglich sein kann. Die Motivation, solche Hürden aufzunehmen und weiter Fußball zu spielen, verdankt er seinem Vater. Das berichtete er kürzlich in einem Interview.

„Dank ihm bin ich Profi geworden. Als er von meiner Verletzung erfuhr und bitterlich weinte, war für mich klar, dass ich weiterspielen musste“

Welchen Preis hat die Gesundheit eines Spielers?

Ihm selbst ist es absolut bewusst, welches Risiko er durch seinen Umgang mit der Verletzung eingegangen ist. Damals, als aufstrebender Edeljoker Atléticos, wollte er sich einfach durchbeißen und berichtet nun, dass er kaum jemandem von seinen Problemen erzählt hat. Im heutigen Geschäftsprodukt Fußball, bleibt keine Zeit für lange Verletzungen. Das kostet dem Verein Geld, der Spieler verliert bei seinem Marktwert. Saúl hingegen hat während seiner Leidenszeit gerade diesen Marktwert verdreifachen können, ist heute einer der wertvollsten Akteure seines Alters. Dass er sich nicht vorbildlich verhalten hatte, ist ihm auch bewusst. Er hat mit dem Feuer gespielt, aber glücklicherweise gewonnen. Heute, so sagt er, ist er wieder frei von Problemen.

Ob der Verein eine Rolle im Umgang mit der Verletzung gespielt hat, war nie ein Thema. Der Spanier sprach immer davon, dass es seine Entscheidung gewesen ist und kaum jemand etwas davon wusste. Damit darf Atlético kein Vorwurf gemacht werden. Auf den Fußballsport und die Drucksituationen, welchen sich die Spieler ausgesetzt sehen, wirft die ganze Geschichte dennoch ein schlechtes Licht. Es ist ein Beispiel dafür, wie weit Spieler bereit sind zu gehen, um sportlichen Erfolg zu haben. Dabei wird schnell missachtet, dass die Gesundheit das höchste Gut eines Menschen ist und wichtiger sein sollte, als jede Karriere. Saúl Ñíguez kann froh sein, dass ihm beides erhalten geblieben ist. So kann er sich heute Abend beim Championsleague-Halbfinale mit seinem alten Verein Messen und den Königlichen zeigen, welchen Fehler sie begangen haben, als sie ihn aus ihrer Jugend haben ziehen lassen.

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Atletico Madrid: Und schon wieder Real… http://www.chefutbol.com/europa/spanien/champions-atletico-wieder-real-686193 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/champions-atletico-wieder-real-686193#respond Thu, 27 Apr 2017 13:26:43 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3558 Atletico Madrid und Real Madrid treffen in der Champions League erneut aufeinander. Es ist das vierte Mal in den letzten vier Jahren. Wenig spricht in der aktuellen Saison dafür, dass die Rojiblancos zum ersten Mal gegen den Stadtrivalen gewinnen und...

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Atletico Madrid und Real Madrid treffen in der Champions League erneut aufeinander. Es ist das vierte Mal in den letzten vier Jahren. Wenig spricht in der aktuellen Saison dafür, dass die Rojiblancos zum ersten Mal gegen den Stadtrivalen gewinnen und damit ins Finale in Cardiff einziehen. Doch für Atletico und Diego Simeone ist es die vorletzte und zugleich letzte Chance.

Als sich gute 40 Stunden nach dem Abpfiff des Champions-League-Viertelfinals zwischen Real Madrid und dem FC Bayern nahezu alle Beteiligten und gefragten „Experten“ einig waren, dass einzig und allein die schwache Leistung des Schiedsrichters für das Weiterkommen Reals respektive Ausscheiden der Bayern verantwortlich war, ging der Blick in Richtung Halbfinal-Auslosung. Schnell reifte die Vorahnung, dass es wieder auf ein Madrider Stadtduell hinauslaufen wird. Die Bilder vom einköpfenden Sergio Ramos oder dem Oberkörperfrei-Jubel Cristiano Ronaldos waren wieder präsent im Kopf.

Vier gezogene Kugeln später wurde aus den Gedanken Gewissheit: Atletico – Real, Monaco –Juventus. Erneut steht damit bereits vor den Spielen eine spanische Mannschaft im Finale und hat die Chance den siebten europäischen Titel innerhalb von vier Jahren auf die iberische Halbinsel zu holen. Bis dahin müssen jedoch noch mindestens drei Spiele a 90 Minuten absolviert werden. Und Atletico vs. Real bot in der jüngsten Vergangenheit bekanntermaßen genug Geschichten für ein ganzes Buch.

Negative Bilanz, durchwachsene Saison

Seit Diego Simeone Ende Dezember 2011 das Traineramt bei Atletico übernahm, gab es 19 Duelle gegeneinander. Nicht nur in den großen Spielen spricht die Bilanz für Real. Acht Siege konnten die Königlichen bei fünf Unentschieden und sechs Niederlagen einfahren.

Dass es ausgerechnet in diesem Halbfinale anders sein wird, lässt sich nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht vermuten. Denn zum einen gehört zur ganzen Wahrheit, dass Real im Viertelfinale gegen die Bayern über 210 Minuten die bessere Mannschaft war und trotz der Ausfälle von Pepe und Raphael Varane gegen einen FC Bayern mit Arjen Robben, Franck Ribery und Thiago in guter Form wenig Torchancen zugelassen hat. Und das die Königlichen in der Offensive, auch bei dem was Zinedine Zidane von der Bank nachlegen kann, großartige Qualitäten besitzt, muss nicht weiter ausgeführt werden.

Zum anderen wirkt Atletico in dieser Saison längst nicht so gefestigt und überzeugt von ihrer Idee und ihrem Spiel wie in den Jahren zuvor. Zwar stellt die Abwehr um Torhüter Jan Oblak mit aktuell 25 Gegentoren noch immer die beste der Liga, dennoch sind es bereits jetzt sieben mehr als in der gesamten letzten Saison, die jedoch, so ehrlich muss man sein, mit 18 Gegentoren eine Herausragende war.

KO-Spiel-Monster Atletico

Auch die 60 geschossenen Tore nach 34 Spielen sind nicht der Höchstwert in der Simeone-Ära. Was also soll Hoffnung auf ein Weiterkommen geben? In der Liga gab es eine deutliche Klatsche im Vicente Calderon (0:3) und auswärts spielte Atletico stark, konnte aber erst spät den Ausgleich erzielen und musste sich mit einem Punkt aus dem Santiago Bernabeu verabschieden.

 “Kämpfen, kratzen, beißen” – Atlético will dieses Jahr Real Madrid endlich schlagen

Es ist die KO-Spiel-Problematik und die damit einhergehende Psychologie. Wohl kaum ein Akteur im europäischen Fußball weiß damit so gut umzugehen wie Diego Simeone. Ja, Real war gegen Bayern die bessere Mannschaft, dennoch darf die Schiedsrichterleistung im Rückspiel bei der Bewertung des Spiels nicht außen vorgelassen werden. Hinzu kommt die Verletzungsproblematik des Gegners sowie die Tatsache, dass die Bayern 65 der gespielten 210 Minuten in Unterzahl absolvieren mussten. Kurzum: In zwei Spielen über 180 oder 210 Minuten ist dieses Real diese Saison zu packen.

Wahnsinn im Pokal

Für Atletico bleibt die Champions League die letzte Chance auf einen Titel in dieser Saison. Nebenbei würde man dem Stadtrivalen die Chance rauben, den CL-Titel als erste Mannschaft überhaupt zu verteidigen. Mit dem bereits feststehenden Abschied Simeones im Jahr 2018 ist es darüber hinaus die vorletzte Chance auf den einen Titel an dem sie zwei Mal unfassbar knapp gescheitert sind und dem sie seit drei Jahre hinterherlaufen.

Zu was Atletico in KO-Spielen in der Lage ist, wissen nicht nur die Bayern seit der letzten Saison, sondern hätte auch der FC Barcelona in dieser Saison beinah erfahren. Im Copa del Rey Halbfinale gewannen die Katalanen in Madrid mit 1:2, führten bereits nach einer halben Stunde mit 2:0 und mussten dennoch im Rückspiel, in dem Atletico einen Elfmeter verschoss und insgesamt drei Spieler vorzeitig duschen gingen, bis in die Nachspielzeit zittern.

Kämpfen, kratzen, beißen, niemals aufgeben und bis an die Schmerzgrenze oder sogar darüber hinausgehen, das was oft als die Grundtugenden im Fußball bezeichnet wird, ist gegen Real gefragter denn je. Wer könnte das besser als Atletico? Wer könnte das besser als Diego Simeone?

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Die nächste Generation der „Cafeteros“ – Kolumbiens Top-5-Talente http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/kolumbien-talente-top5-533434 http://www.chefutbol.com/einer-fur-die-zukunft/kolumbien-talente-top5-533434#respond Thu, 20 Apr 2017 14:42:04 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3434 Kolumbien – Nachdem wir erst vor kurzem die größten Nachwuchstalente Chiles vorgestellt haben, haben wir nun einen Blick auf die nächste Generation der “Cafeteros” geworfen. Wer wandelt auf den Spuren von Radamel Falcao, James Rodríguez und Co? #1 Yerry Mina...

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Kolumbien – Nachdem wir erst vor kurzem die größten Nachwuchstalente Chiles vorgestellt haben, haben wir nun einen Blick auf die nächste Generation der “Cafeteros” geworfen. Wer wandelt auf den Spuren von Radamel Falcao, James Rodríguez und Co?

#1 Yerry Mina

 Auch in der Nationalelf bereits eine feste Größe: Yerry Mina

Auch wenn Mina mit 22 Jahren der älteste Spieler in dieser Auflistung ist, gilt er als noch als eines der größten Abwehrtalente Südamerikas der vergangenen Jahre. Der 1.94 Meter große Innenverteidiger steht bei Palmeiras in Brasilien unter Vertrag und konnte in der letzten Saison sogar den Meistertitel mit der Mannschaft aus São Paulo feiern. In der Nationalmannschaft gilt er in der Abwehr der „Caffeteros“ als unumstritten und man sieht ihn schon als neuen Abwehrchef an. Trotz seiner großen Statur ist er relativ schnell und lässt seinen Gegenspieler nur schwer an sich vorbeiziehen, da er seinen Körper meist gut einsetzt um den Ball abzuschirmen. Bei hohen Bällen und Standards nutzt er seine Größe, weshalb er als Abwehrspieler eine gute Torquote vorzuweisen hat.

Die Fähigkeiten von Mina sind nicht nur in Südamerika zur Geltung gekommen, sodass kein geringerer als der FC Barcelona am 22-jährigen interessiert ist und sich ein Vorverkaufsrecht in Höhe von neun Millionen Euro gesichert hat, um die Abwehrkante Anfang Januar 2018 unter Vertrag nehmen zu können. Obwohl die Liga in Brasilien und die Copa Libertadores sicherlich nicht das Niveau des europäischen Fußballs haben, bestehen keine Zweifel, dass Yerry Mina sich auch in Europa durchsetzen kann. Dies hat er auch schon durch starke Leistungen in der WM-Quali bewiesen, als er gegen „große“ Spieler wie Luis Suarez und Edinson Cavani starke Partien machte.

#2 Davinson Sanchez

 Sofort eine wichtige Stütze bei Ajax Amsterdam

Als wichtige Stütze im Team von Reinaldo Rueda hatte Davinson Sanchez großen Anteil am Gewinn der Copa Libertadores im vergangenen Jahr. Die Leistungen des 1,85 Meter großen Innenverteidigers blieben nicht unberücksichtigt, wodurch Ajax Amsterdam sich am Anfang der Saison für knapp fünf Millionen die Dienste des 20-jährigen sicherte. Das ganze hat sich bislang gelohnt, denn Sanchez war von Beginn an die große Abwehrstütze im jungen holländischen Team, weshalb er es wettbewerbsübergreifend auf bereits 38 Spiele für die Talentschmiede aus Amsterdam brachte.

Zu den Fähigkeiten des Abwehrspielers gehören seine Physis, das gute Stellungsspiel und vor allem seine große Passgenauigkeit, das ihn zu einem wichtigen Spieler im Spielaufbau von Ajax macht. Außerdem gilt er als torgefährlicher Abwehrspieler, wodurch er in der Liga bereits fünf Mal treffen konnte.

In der Nationalmannschaft bestritt er bislang nur eine Partie, die ziemlich unglücklich mit 0:3 gegen Argentinien verloren ging, wobei Sanchez auch keine besonders gute Figur machte. Auch wenn er sich in der Eredivisie bereits durchsetzen konnte, wäre es für einen Wechsel in eine bessere Liga womöglich noch zu früh, da er trotz zahlreicher Interessenten (u.a. auch Barcelona, die ihn schon vor der Saison verpflichten wollten) noch längst nicht stabil genug für einen ganz großen Klub wirkt. Wichtig ist es für ihn viele Einsatzminuten zu kriegen, die er bei einer internationalen Topmannschaft vielleicht noch nicht bekommen würde und im Minuten bei Ajax sammeln kann.

#3 Marlos Moreno

 Hat mit Anpassungsproblemen in Spanien zu kämpfen: Marlos Moreno

Ebenso wie Davinson Sanchez konnte der 20-jährige Außenstürmer Marlos Moreno die Copa Libertadores im letzten Jahr als großes Sprungbrett für Europa nutzen. Die guten Leistungen machten sich bezahlt und Manchester City überwies ca. 5,5 Millionen Euro an Atletico Nacional, um sich die Dienste des Talents zu sichern. Moreno wurde allerdings direkt zu Saisonbeginn an Deportivo La Coruna weiterverliehen, um Spielpraxis in Europa zu sammeln und sich dem Spielniveau anzupassen. In der letzten Saison in Kolumbien spielte er seine Gegner mit ausgefallenen Tricks und seinen schnellen und agilen Bewegungen meist schwindelig, des weiteren erzielte er drei Tore für Atletico Nacional und brachte es am Ende der Libertadores auf insgesamt sieben Scorerpunkte. Durch seine gute Techik und der trickreichen Spielweise sahen in ihm viele Kolumbianer einen Nachfolger des ehemaligen Nationalspielers Fredy Rincon, der ähnlich spielte und als einer der besten Nationalspieler des Landes galt.

Die große mediale Aufmerksamkeit der kolumbianischen Presse zum Wechsel nach Europa setzte den achtfachen Nationalspieler vermutlich ziemlich unter Druck, denn bei seinem neuen Club La Coruna brachte er es in 19 Spielen noch nicht mal auf einen einizigen Scorerpunkt. In einem Interview meinte er, dass der Fußball in Europa viel schneller sei, wodurch man bei der Ballannahme nicht so viel Zeit wie in Südamerika hätte. Die Eingewöhnung bei Moreno dauert länger als gedacht. Das Potential für den Durchbruch besitzt er aber auf jeden Fall.

#4 Rafael Santos Borre

 blickt auf eine durchwachsene Saison zurück: Rafael Santos Borré

Ein weiteres Talent aus Kolumbien, das in der Primera Divison sein Geld verdient, ist der 21-jährige von Atlético Madrid an Villarreal ausgeliehene Stürmer Santos Borre. Nachdem er es auf 14 Tore in 33 Begegnungen für Deportivo Cali brachte, überwies Atlético knapp drei Millionen Euro nach Cali.

Borre verfügt über eine großartige Technik und fackelt nicht lange, wenn er die Chance hat abzuschließen. Des weiteren ist er in der Offensive vielseitig einsetzbar und kann somit auch auf den offensiven Außenbahnen zum Einsatz kommen. Man konnte in seinen bisherigen Spielen in Spanien bereits sehen, dass er noch Probleme mit seiner schmächtigen Statur hat, weshalb er sich gegen physisch starke Gegenspieler schwer tut.

Aufgrund der guten Saison von Villareal tut sich Borre bislang schwer Einsatzminuten zu kriegen. In dieser Saison spielte er nur ganz selten von Anfang an und kam meist nur von der Bank, konnte aber dennoch immer wieder seine Fähigkeiten zeigen. In 29 Spielen brachte er es bislang auf sechs Scorerpunkte, wobei er es insgesamt auf nur 1085 Spielminuten brachte. Was nach der Saison passiert ist noch offen. Ein Wechsel zurück zu Atlético Madrid würde seine Chancen auf regelmäßige Einsätze wohl nicht wirklich erhöhen.

#5 Juan Camillo „El Cucho“ Hernandez

Als einziger Kolumbianer brachte es Juan Hernandez im Oktober 2025 in eine Liste der 60 besten Spieler des Jahrgangs 1999, die von der englischen Zeitung „The Guardian“ veröffentlicht wurde. Der 17-jährige Stürmer gilt als eine der größten Offensivhoffnungen Kolumbiens und sorgte nach der letzten Saison für Aufmerksamkeit, da er sich mit erst 17 Jahren als Kapitän von Pereira die Torjägerkrone in der 2.Liga Kolumbiens holte. Zu seinen Fähigkeiten zählen die Technik, seine trickreiche Spielweise aber vor allem sein Torinstinkt.

Der FC Granada aus Spanien, das zuvor schon oft Talente aus Südamerika verpflichtete, sicherte sich für knapp eine Millionen Euro die Rechte an Hernandez. Anfang 2017 verpflichtete ihn Traditionsklub America Cali auf Leihbasis, das nach dem Aufstieg wieder an die glohrreichen Zeiten von damals anknüpfen möchte und dies vor allem mit Toren des jungen Kolumbianers. In sieben Ligaspielen brachte es „El Cucho“ bislang erst auf eine Torvorlage, wobei man aber nachsichtig mit ihm sein muss, da er aufgrund der U20-Südamerika-Meisterschaft die Vorbereitung nicht mit der Mannschaft absolvieren konnte. Ohne Zweifel ist Hernandez ein großes Talent, allerdings muss er dies nun kontinuierlich in der Liga Aguila beweisen.

Weitere nennenswerte Talente Kolumbiens: Juan Pablo Ramirez (Atletico Nacional), Nicolas Benedetti (Deportivo Cali), Damir Ceter (Independiente Santa Fe), Roger Martinez (Jiangsu Suning) und Kevin Salazar (Independiente Santa Fe).

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Atlético Madrid im Champions League Viertelfinale – Favorit gegen den Bruder im Geiste http://www.chefutbol.com/europa/spanien/atletico-viertelfinale-bruder-532901 http://www.chefutbol.com/europa/spanien/atletico-viertelfinale-bruder-532901#respond Tue, 11 Apr 2017 09:36:06 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=3313 Atlético Madrid geht erstmals als seit Jahren als klarer Favorit in ein Champions League Viertelfinale. Mit Leicester City wartet jedoch ein Gegner mit ähnlicher Spielweise. Können die Engländer dem Team von Diego Simeone gefährlich werden? Zum vierten Mal in Folge...

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Atlético Madrid geht erstmals als seit Jahren als klarer Favorit in ein Champions League Viertelfinale. Mit Leicester City wartet jedoch ein Gegner mit ähnlicher Spielweise. Können die Engländer dem Team von Diego Simeone gefährlich werden?

Zum vierten Mal in Folge steht Atlético Madrid im Viertelfinale der Champions League. Eine Selbstverständlichkeit ist dies für die Spanier noch immer nicht, schließlich erreichte der Verein die Runde der letzten Acht vor der Simeone-Ära zuletzt 1997. Im Gegensatz zu den Jahren zuvor, als man im Viertelfinale auf Barcelona (2014), Real Madrid (2015) und wieder Barcelona (2025) traf, sind die Rojiblancos in den Spielen gegen den englischen Meister Leicester City klarer Favorit.

Eine Rolle, die sich Atlético in den letzten Jahren erarbeitet und nun gegen immer mehr Gegner innehat. Viele Teams überließen Spiel und Ball der Truppe von Diego Simeone, sodass sich das Trainerteam gezwungen sah, die Spielweise zu ändern. Das perfekte Umschaltspiel aus einer äußerst sicheren Defensive ließen immer weniger Gegner zu. Es bedurfte Lösungen gegen tiefstehende Gegner. Die Hauptstädter sind damit auf der Stufe von Real, Barcelona, Bayern, Juventus und Co. angekommen, die sich mit ähnlichen Gegnern Woche für Woche auseinandersetzen müssen.

25 Millionen lösen die Probleme nicht

Mit dem Transfer von Nicolas Gaitan zu Saisonbeginn, der für 25 Millionen Euro von Benfica Lissabon geholt wurde, sollte dem Spiel mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel verliehen und das Team insgesamt etwas offensiver ausgerichtet werden. Das zentrale Mittelfeld des weiterhin praktizierten 4-4-2, so der Plan, wird mit den spielstarken Koke und Saul Niguez besetzt, die Flügel mit den Dribblern Yannick Carassco und Gaitan und im Sturm sorgen die beiden Franzosen Antoine Griezmann und Neuzugang Kevin Gameiro für die Tore.

 Konnte noch nicht wirklich überzeugen: Nicolas Gaitan

Zwar konnte Gaitan in den ersten acht Ligaspielen, von denen Atlético keines verlor, drei Torbeteiligungen verbuchen, in zehn weiteren Einsätzen in der laufenden Saison kam jedoch nur eine weitere hinzu. Der Argentinier war nicht des Rätsels Lösung, sodass Simeone wieder zu Altbewährtem zurückkehrte und Koke oder Saul auf die Außenposition stellte und Gabi seinen Platz im Zentrum wieder einnahm.

In der Folge tat sich Atlético schwer und verlor zwischen den Spieltagen neun bis 15 gleich vier Mal. Ein starker Zwischenspurt seit Mitte Dezember mit nur einer Niederlage im Heimspiel gegen Barcelona, sowie eine Schwächephase des FC Sevilla bedeuten aktuell den dritten Rang in La Liga. Das Minimalziel und gleichzeitig auch das Maximum in diesem Jahr.

Klappt es mit dem Henkelpott im dritten Anlauf?

Nach der erneuten Final-Niederlage gegen Real im Vorjahr sinken die Chancen für die Generation um Diego Godin, Gabi, Filipe Luis und Juanfran sich doch noch mit dem Champions League Titel zu belohnen immer weiter. In diesem Jahr ist es die vorletzte Chance unter dem Trainer Simeone den Henkelpott in Süden der spanischen Hauptstadt zu holen.

Gleichzeitig ist es, nach dem dramatischen Pokalaus gegen Barcelona, auch die einzige Chance auf Silberware in dieser Saison. Mit Leicester wartet nun ein Gegner, der mit einer ähnlichen Spielweise im letzten Jahr die Premier League gewann. Eine sichere Abwehr um die erfahrenen Robert Huth und Wes Morgan, der mittlerweile zu Chelsea gewechselte N’Golo Kante als Arbeiter im Mittelfeld und die zwei herausragende Offensivspieler Jamie Vardy und Riyad Mahrez sorgten für den ersten Meistertitel der Vereinhistorie.

Zu Beginn dieser Saison sah sich Leicester mit ähnlichen Problemen konfrontiert, die auch der Erfolg bei Atlético mit sich brachte. Viele Gegner überließen Leicester den Ball, das gefährliche Umschaltspiel konnte kaum noch eingesetzt werden. Das Resultat war der Abstiegskampf inklusive der Entlassung von Trainer Claudio Ranieri. Mittlerweile hat sich das Team unter dem neuen Trainer Craig Shakespeare gefangen und konnte fünf der letzten sechs Ligaspiele gewinnen.

Leicester ist im Vergleich zu den anderen Mannschaften die bei der Auslosung möglich waren oder es in einem kommenden Halbfinale sind, der kleinstmögliche Stolperstein. Aber wenn Atlético stolpert, dann über eine Mannschaft, die sie mit ihren eigenen Waffen schlägt.

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