Atlético Nacional de Medellín – chefutbol http://www.chefutbol.com football news from Latin America and elsewhere Sat, 27 Apr 2019 10:11:09 +0000 en-GB hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 http://www.chefutbol.com/content/uploads/2025/06/twitter_400x400_v3-75x75.jpg Atlético Nacional de Medellín – chefutbol http://www.chefutbol.com 32 32 Narcofutbol – Fußball in Zeiten der großen Drogenkartelle 1/6 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/narcofutbol-fusball-escobar-drogenkartelle-287365 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/narcofutbol-fusball-escobar-drogenkartelle-287365#respond Sat, 14 Apr 2018 07:45:50 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=9800 Heutzutage dient der Fußball sowohl als Profilierungsbühne neureicher Scheichs, als auch als „Die Menschenrechte sind egal“-Karte für Emirate um von der Missachtung quasi aller Menschenrechte abzulenken. Wenden wir uns daher einer „romantischeren“, da ehrlich kriminellen, Episode dieses schönen Sports zu,...

The post Narcofutbol – Fußball in Zeiten der großen Drogenkartelle 1/6 appeared first on chefutbol.

]]>
Heutzutage dient der Fußball sowohl als Profilierungsbühne neureicher Scheichs, als auch als „Die Menschenrechte sind egal“-Karte für Emirate um von der Missachtung quasi aller Menschenrechte abzulenken. Wenden wir uns daher einer „romantischeren“, da ehrlich kriminellen, Episode dieses schönen Sports zu, dem Narcofutbol in Kolumbien der 90er Jahre.

Die vorentscheidende Niederlage der kolumbianischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA gegen den Gastgeber mit Andrés Escobar in der tragischen Hauptrolle, markierte den unrühmlichen Beginn der fußballerischen Rezession des südamerikanischen Landes. Der Fußball, der in Kolumbien dank der Vermögen der Drogenkartelle in den 80er und 90er Jahren bisher unbekanntes Niveau erreicht hatte, und gleichzeitig gemäß Eco’scher Prophezeiung, als Opium des Volkes eine Gesellschaft von alltäglicher blutiger Gewalt ablenkte. Eine Gesellschaft die vor allem in Medellín nach dem Tod von Pablo Escobar Zeuge einer sich immer wilder drehenden und unberechenbareren Gewaltspirale wurde, die schließlich auch das Leben seines Namensvetters und Abwehrchefs der Cafeteros Andrés forderte. Um zu verstehen weshalb die kolumbianische Nationalmannschaft vor dem entscheidenden Spiel gegen die USA Todesdrohungen aus der Heimat erhielt, weshalb Kriminelle erfolgreich fordern konnten dass bestimmte Spieler nicht aufliefen, und weshalb der Mord an dem beliebten Fußballer Anrdrés Escobar doch auch etwas mit dem Tod des berühmtesten Drogenkönigs der Welt zu tun hat, muss einiges an Geschichte aufgearbeitet werden. Der Artikel orientiert sich dabei an dem Dokumentarfilm The Two Escobars des amerikanischen Brüderpaars Jeff und Michael Zimbalist.

Andrés Escobar (1967-1994) – “El caballero de la cancha”

Der Mann, dessen Tod Kolumbien bis heute nicht ganz überwunden hat, kam 1967 in Medellín auf die Welt und wuchs im Stadtteil Calasanz auf. Andrés war ein gewissenhafter und disziplinierter Schüler, der immer seine Hausaufgaben machte, um danach auf allen Straßen des Viertels dem runden Leder nachzujagen. Seine Mutter nahm ihn jeden Morgen vor der Schule mit in die Messe, und als sie im Alter von 52 Jahren an Krebs starb, war dies ein schwerer Schlag für den Jungen. Aber der Fußball half ihm dabei diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten, und sich später dafür zu entscheiden auf den Traum Profifußballer bei Atlético Nacional zu werden hinzuarbeiten, und kein Studium zu beginnen.

Und dieser Traum begann an irgendeinem Samstag im Jahr 1987 Wirklichkeit zu werden. Der damals 20-jährige war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, besser gesagt auf dem richtigen Fußballplatz, dem Platz neben dem die Profimannschaft trainierte. Der Trainer der 1. Mannschaft Nacional’s „Profe“ Maturana hatte gerade Nolberto Molina nach einem Disput aus dem Team geworfen, und sah Escobar auf dem Nebenplatz spielen und rief hinüber: „Du da drüben, du spielst jetzt bei uns mit!“ Zugegebenermaßen kannte Coach Francisco Maturana den jungen Escobar schon flüchtig, und charakterisierte ihn später nicht nur als exzellenten Spieler, sondern auch als Personifikation der Geradlinigkeit. Andrés sah den Fußball als Werteschule an, und dementsprechend verhielt er sich auch. Er sollte sowohl bei Atlético Nacional, als auch in der Nationalmannschaft eine erfolgreiche Ära mitprägen, und wurde wegen seines Betragens respektvoll El caballero de la cancha (Der Kavalier des Feldes) genannt. Ausgerechnet der Liebling des Landes wurde 1994 nur wenige Tage nach dem WM-Aus, bei dem ihm ein folgenschweres Eigentor unterlief, in Medellín erschossen. Der Innenverteidiger war eines der Idole des Landes, und auf dem Platz mitverantworlich für den fußballerischen Aufschwung. Doch wie sah es allgemein bei Atlético Nacional und im kolumbianischen Fußball aus?

Situation des Fußballs

Den letzten Titel hatten El Verde 1981 unter dem legendären argentinischen Trainer Osvaldo Zubeldía gewonnen – der von sich selbst sagte, dass er den kolumbianischen Fußball revolutioniert hatte -, war aber seitdem titellos geblieben. Die Titeldürre hielt bis 1989 an, und wurde mit dem historischen Triumph in der Copa Libertadores beendet (mehr dazu in Teil 3).

Allgemein war der kolumbianische Fußball zu diesem Zeitpunkt von überschaubarem Niveau und international unbedeutend, was sich jedoch ab Ende der 90er Jahre verdächtig schnell änderte. Zum einen da tatsächlich die erste goldene Generation heranwuchs, und zum anderen da bei bestimmten Vereinen auf einmal Geld im Überfluss vorhanden war. Genauer gesagt bei den Vereinen die zu den Spielzeugen der Drogenbosse mutiert waren. Dabei handelte es sich in erster Linie um América de Cali (Cali-Kartell, angeführt u.a. von den Brüdern Miguel & Gilberto Rodríguez Orejuela), Millonarios F.C. (Medellín-Kartell, Gonzalo Rodríguez Gacha), sowie Atlético Nacional und Independiente Medellín (Medellín-Kartell, Pablo Escobar). Allerdings nutzten die Vereine das frische Geld, das ohne Bedingungen in großen Mengen floss sinnvoll. Einerseits setzten sie es ein um die guten einheimischen Talente zu halten, und andererseits wurden erfahrene Trainer und talentierte Spieler aus dem Ausland verpflichtet. Nacional-Trainer und mehrfacher Nationalcoach Francisco „Pacho“ Maturana gab zu verstehen: „Wir haben unser Verhalten nicht geändert, wir bekamen einfach nur mehr Geld, aber das fußballerische Niveau stieg zwangsläufig.“

Die Verbindung von Kartellen und Fußball wurde in der kolumbianischen Öffentlichkeit jedoch erst zum Thema, als der Drogenkrieg später eskalierte, obschon die meisten Menschen wohl wussten oder ahnten woher das Geld stammte. Für die Spieler von Atlético Nacional war es ebenfalls ein offenes Geheimnis, sie kannten Pablo Escobar teilweise seit vielen Jahren, und wussten genau, dass er den Verein führte. Zudem wurden sie von ihm öfter auf Privatpartys eingeladen. Auch wenn lange ein anderes Bild gezeichnet wurde, das vom Fußball als verbrechensfreien Raum, ist heute klar, dass auch er sich nicht den Tentakeln der Drogenkartelle entziehen konnte.

Morgen Teil 2: Wieso interessierten sich die Kartelle für den Fußball?

The post Narcofutbol – Fußball in Zeiten der großen Drogenkartelle 1/6 appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/narcofutbol-fusball-escobar-drogenkartelle-287365/feed 0
Copa Libertadores 1. Woche – Defensor stoppt Grêmio, Martínez schießt Cruzeiro ab http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-woche-1-martinez-cruzeiro-161891 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-woche-1-martinez-cruzeiro-161891#respond Wed, 28 Feb 2018 10:07:10 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=8126 Südamerikas prestigeträchtigster Wettbewerb hat begonnen: Die Copa Libertadores geht nun in die Gruppenphase. Im venezolanischen Maturin und im uruguayischen Montevideo wurde der Wettbewerb in der Nacht zum Mittwoch eröffnet, später gab es noch Spiele im argentinischen Avellaneda und in Santiago...

The post Copa Libertadores 1. Woche – Defensor stoppt Grêmio, Martínez schießt Cruzeiro ab appeared first on chefutbol.

]]>
Südamerikas prestigeträchtigster Wettbewerb hat begonnen: Die Copa Libertadores geht nun in die Gruppenphase. Im venezolanischen Maturin und im uruguayischen Montevideo wurde der Wettbewerb in der Nacht zum Mittwoch eröffnet, später gab es noch Spiele im argentinischen Avellaneda und in Santiago de Chile. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand Racings Toptalent Lautaro Martínez.

Beim Spiel in Montevideo war gleich der Titelverteidiger im Einsatz: Grêmio, der Sieger von 2017 und einer der Topfavoriten für 2018, maß sich mit Gastgeber Defensor. Die Uruguayer begannen tiefstehend mit einer 5-4-1/3-4-3-Mischformation, zeigten aber dennoch von Beginn an ihre enorme Kampfstärke. So konnten die Uruguayer den im gewohnten 4-2-3-1 aufgelaufenen Favoriten weitgehend vom eigenen Tor fernhalten und sogar eigene Ausrufezeichen setzen: Ayrton Cougos Schrägschuss strich nur knapp am langen Pfosten vorbei. Grêmio dagegen, bei dem Superstar Luan nach dem Abgang von Lucas Barrios die einzige echte Spitze gab, blieb weitgehend ideenlos, nur Ramiros Schuss kam überhaupt auf den Kasten von Guillermo Reyes.

Nach Wiederanpfiff kam Grêmio motivierter ins Spiel, Cíceros indirekter Freistoß forderte Reyes das erste Mal wirklich (52.), auch der offensiv orientierte Rechtsverteidiger Madson hatte eine Schusschance (53.). Im Gegenzug verlegte sich Defensor noch mehr aufs Kontern, wobei Germán Rivero einen schönen Angriff nur knapp am Kasten vorbeisetzte (57.). Es war jedoch Gremio, das nun insgesamt dem Tor näher war. Defensor verursachte einige gefährliche Freistöße und zog sich so weit zurück, dass auch viele Fernschussmöglichkeiten entstanden – die Versuche von Alisson (72.) oder Cícero (73.) hätten durchaus ein Tor verdient gehabt, doch der aufmerksame Reyes war jeweils zur Stelle. Angesichts der Überlegenheit Gremios war es keine echte Überraschung, dass in der 81. Minute der Ex-Duisburger Maicon per Abstauber das 0:1 erzielte. Doch es war nicht genug für den Favoriten: Nur vier Minuten später köpfte Defensors Verteidiger Gonzalo Maulella aufs Tor, am zweiten Pfosten konnten zwei Verteidiger nicht klären – der Ausgleich für die Violetas. In diesem Moment unerwartet, doch wegen der heroischen Kampfkraft nicht unverdient für die Urus, die für jeden Gegner in diesem Wettbewerb unangenehm sein werden. Umso mehr gilt dies, als dass Defensor seit Februar 2012 in internationalen Heimspielen unbesiegt ist. Für Grêmio ist das Remis eine Enttäuschung, aber kein Rückschlag – auf dem Weg zum Gruppensieg kann man auswärts auch Remis akzeptieren.

Im zweiten Spiel der Gruppe 1 hatte ebenfalls der Außenseiter Heimrecht: Monagas, der venezolanische Sensationsmeister, traf auf den amtierenden paraguayischen Champion Cerro Porteño. Die Gäste zeigten von Beginn an den besseren Fußball und hatten mehrere Chancen auf die Führung, während Monagas trotz fußballerischer Unterlegenheit zwei Riesengelegenheiten hatte – zweimal rettete Cerros Schlussmann Anthony Silva hervorragend gegen Vogliotti. Dennoch war das Führungstor der Gäste verdient: Nach einer schlechten Abwehr von Javier García traf der früh eingewechselte Insaurralde fast mit dem Rücken zum Tor mit links in den Winkel – Golazo! Ab da kontrollierte Cerro Porteño das Spiel noch besser und geriet nie mehr ernsthaft in Gefahr. Kurz nach Wiederanpfiff patzte Monagas‘ Keeper Alain Barojas bei einem Freistoß von Cerro Porteños Linksverteidiger Santiago Arzamendia, den Abstauber verwertete Marcos Cáceres zum verdienten 0:2-Endstand (53.). Spätestens mit dem Platzverweis gegen Juan Vogliotti (75.) war das Spiel für die Gastgeber gelaufen, die sich deutlich steigern müssen, um in der schwierigen Gruppe punkten zu können. Der Ciclón dagegen fliegt mit einem Pflichtsieg in der Tasche zurück nach Paraguay und darf mit dem eigenen Auftritt zufrieden sein.

Im gutgefüllten Estadio Monumental David Arellano zu Santiago traf der chilenische Meister Colo-Colo auf den kolumbianischen Rivalen Atlético Nacional. In einer voraussichtlich ausgeglichenen Gruppe 2 sind Punkte in Heimspielen unerlässlich für das Weiterkommen, dementsprechend drängten die Gastgeber zunächst mehr auf den Kasten von Fernando Monetti. Colo-Colos Oldies um Jorge Valdivia, Jaime Valdés und Esteban Paredes fehlte es dabei aber etwas an Präzision, und erst Valdés‘ Fernschuss in der 30. Minute musste von Monetti pariert werden. Atlético Nacional verteidigte kompakt und wurde vom starken Kapitän Alexis Henríquez gut organisiert, kam offensiv aber ebenso wenig ins Rollen. So war die erste Halbzeit im wesentlichen eine emotionslose Angelegenheit. Es war Nacionals Coach Jorge Almirón, der früher auf das Dargebotene reagierte und mit den Einwechslungen von Gonzalo Castellani und Jorman Campuzano den Fußball seiner Mannschaft ankurbeln wollte. Und das fruchtete: Campuzano gewann einen Ball im Mittelfeld, marschierte ohne jeden Gegenspieler auf die zurückweichende Defensive der Albos zu und steckte perfrekt auf Vladimir Hernández durch. Der Linksaußen umspielte Augustin Orión und schob zum 0:1 ein (67.) – eine perfekte Woche für Vlacho, der schon am vergangenen Donnerstag in der Liga einen Doppelpack erzielt hatte, Traumtor inklusive. Colo Colo fand auf diese kalte Dusche nie eine Antwort und beginnt die Gruppenphase wie so häufig mit einer desillusionierenden Niederlage. Der Verdolaga dagegen kann über drei Punkte jubeln und hat sich eine gute Ausgangslage verschafft.

Auch die Gruppe 5 eröffnete Dienstagnacht, und hier gab es richtig Mitreißendes: Das Aufeinandertreffen von Racing und Cruzeiro im Cilindro von Avellaneda. Trotz ihres großen Namens sind beide Teams keine Titelfavoriten, haben aber durchaus begabte Mannschaften. Das größte Talent auf dem Platz hatten fraglos die Gastgeber: Lautaro Martínez. Zu Beginn waren es die Brasilianer, die mutig und offensiv auftraten, jedoch nach nur zehn Minuten den verletzten Goalgetter Fred verloren. Wenig später lag der Ball schon im Netz: Der völlig ungedeckte Lautaro Martínez verwertete Cardozos Freistoßflanke zum 1:0 (14.). Martínez leitete eine Viertelstunde später auch den zweiten Treffer des Tages ein, diesmal aber für die Gäste: Sein Ballverlust in der eigenen Hälfte führte zu einem guten Angriff der Gäste, an dessen Ende Giorgian de Arrascaeta zum Ausgleich einköpfte (30.). Nur zwei Minuten später scheiterte der Uruguayer  am Pfosten, es hätte sein Doppelpack werden können. Den erzielte auf der anderen Seite Lautaro Martínez, erneut nach einem Freistoß und viel Chaos in Cruzeiros Defensive: Im Liegen assistierte Dominguez, und Racings Supertalent schloss trocken ins linke Eck ab (45.).

Und die Martinez-Show war noch lange nicht zu Ende: Bei einem Gegenangriff narrte El Toro Murilo, scheiterte dann aber an Torwart Rafael (62.) – nur, um die anschließende Ecke von Ricardo Centurión mit einem perfekten Kopfball zu verwerten. Zittern musste die Academia dennoch, weil Robinho einen Freistoß geanu in den Winkel setzte (70.) – aber nur kurz, denn Augusto Solari machte mit dem 4:2 den Deckel drauf: Nach Pass von Centurión traf der Joker aus spitzem Winkel ins lange Eck (77.). Dann durfte der von tosendem Beifall begleitete Hattrick-Schütze Martínez vom Feld (82.) und Cruzeiros Kapitän Henrique scheiterte noch an der Latte (88.), ehe Referee Wilmar Roldán die turbulente Begegnung beendete. Racing zeigte, dass man mit Centurion und Martínez jede Defensive in Gefahr bringen kann, während Cruzeiro offensiv ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ, aber dafür extrem unkonzentriert verteidigte.

Wer noch ein bisschen Orientierung bezüglich der Teams und ihrer Aussichten braucht: Hier geht’s zur Vorschau der Gruppen 1-4 und hier zu den Gruppen 5-8.

The post Copa Libertadores 1. Woche – Defensor stoppt Grêmio, Martínez schießt Cruzeiro ab appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-woche-1-martinez-cruzeiro-161891/feed 0
Die große Copa Libertadores Vorschau für die Gruppen 1 – 4 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-201802 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-201802#respond Mon, 26 Feb 2018 14:34:37 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7691 [nextpage title=”Einleitung & Gruppe 1″] Der wichtigste Cup-Wettbewerb Südamerikas steht in den Startlöchern. Die Copa Libertadores wird auch dieses Jahr von Februar (Start der Qualifikation) bis November ausgetragen. Der Sieger qualifiziert sich für die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft und für die kommende Copa...

The post Die große Copa Libertadores Vorschau für die Gruppen 1 – 4 appeared first on chefutbol.

]]>
[nextpage title=”Einleitung & Gruppe 1″]
Der wichtigste Cup-Wettbewerb Südamerikas steht in den Startlöchern. Die Copa Libertadores wird auch dieses Jahr von Februar (Start der Qualifikation) bis November ausgetragen. Der Sieger qualifiziert sich für die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft und für die kommende Copa Libertadores. Insgesamt nehmen 32 Mannschaften aufgeteilt in acht Gruppen an der Hauptrunde teil. Chefutbol nimmt die teilnehmenden Teams etwas genauer unter die Lupe und stellt deren aktuelle Situation sowie ihre Chancen im Wettbewerb vor.

Grêmio Porto Alegre (Brasilien) – Kann Grêmio den Vorjahrestriumph wiederholen?

Der Verein: Grêmio Porto Alegre ist ein Verein aus der brasilianischen Hafenstadt Porto Alegre im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Im letzten Jahr konnten sich die Brasilianer in einem packenden Finale gegen CA Lanús aus Argentinien durchsetzen und den wichtigsten Titel im südamerikanischen Klubfußball gewinnen. Auch in der Recopa Sudamericana triumphierte Grêmio zuletzt über CA Independiente, sodass der brasilianische Verein nicht nur in der eigenen Liga sondern auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent zu den aktuell stärksten Teams gehört. Die Heimspiele tragen die Brasilianer in der Arena do Grêmio aus.

Die Mannschaft: Mit einem Marktwert von ca. 77,5 Mio. € spiegelt sich Klasse des zweimaligen brasilianischen Meisters auch finanziell wieder. Zwar hat der heimische Campeonato do Brasil aktuell noch Zäsur, voll im Saft steht das Team von Coach Renato Gaúcho allemal. Nach zwei jeweils schwierigen Finalspiels gegen CA Independiente setzte sich Grêmio im Elfmeterschießen der Recopa Sudamericana durch und ist somit aktuell sowohl amtierender Libertadores als auch Recopa Champion. Das von Kapitän Maicon angeführte Team ist in der Breite gut aufgestellt und auf nahezu allen Position doppelt besetzt. Doch nicht nur quantitativ ist Grêmio herausragend besetzt. Spieler wie Luan oder auch der aus der Bundesliga bekannte Lucas Barrios sowie die Youngster Arthur, der mutmaßlich zum FC Barcelona wechseln wird, sowie Außenstürmer Everton machen regelmäßig sowohl auf nationalem als auch internationalem Level regelmäßig den Unterschied aus. Nach dem Vorjahrestriumph und dem Sieg in der Recopa dürfte es für den Klub aus Porto Alegre der Anspruch sein, die Erfolge aus dem Vorjahr zu wiederholen, wenn auch hinter vorgehaltener Hand.

Transfers: Auf dem Transfermarkt hat Grêmio bislang wenig von sich Reden gemacht. Einige vielversprechende Youngsters wie Lincoln, Iago oder Beto da Silva wechselten auf Leihbasis den Verein um Spielpraxis zu sammeln, bis auf Maicosuel, der bis Ende des Jahres vom FC Sao Paulo ausgeliehen wurde, liest sich die Liste der Neuzugänge noch recht kurz. Da Grêmio bislang aber auch keinen Leistungsträger aus dem Vorjahr abgeben musste, besteht hierbei auch nicht zwingend Handlungsbedarf. Jedoch steht der Transfers des Mittelfeldjuwels Arthur zum FC Barcelona kurz vor dem Abschluss, die Katalanen zahlen für 60% der Transferrechte wohl 25 Mio. € an Grêmio. Jeweils 7,5 Mio. € gehen an Berater und die Familie des Spielers, sodass die Blaugrana ein 40 Mio. € Paket für den brasilianischen Nationalspieler schnürt. Vollzogen wird der Wechsel allerdings erst im Januar 2019. Im Falle des wahrscheinlichen Abganges dürfte Grêmio noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, um vielleicht frühzeitig einen Nachfolger zu verpflichten und ins Team zu integrieren. Abgesehen von diesem notwendigen reaktionären Transfer besteht für Trainer Gaúcho nicht zwingend Handlungsbedarf, getreu der Losung “Never change a winning team”.

Schlüsselspieler: Absoluter Dreh- und Angelpunkt im Spiel Grêmios dürfte auch in diesem Jahr Starstürmer Luan sein. Der 24- jährige brasilianische Nationalspieler netzte allein in der Libertadores im letzten Jahr acht Mal an, unter Anderem im wichtigten Finalrückspiel gegen Lanús. Doch auch in der Liga kam der wendige Angreifer, dessen Marktwert auf 20 Mio. € taxiert wird, auf sieben Treffer und sechs Assists. Luan ist schnell im Antritt, verfügt über eine hohe Endgeschwindigkeit und ist neben seiner technischen Versiertheit noch dribbel- und abschlussstark. Ein Stürmer mit dem Prädikat kompletter Angreifer.

Im zentralen Mittelfeld zieht Routinier Maicon die Fäden. Der Kapitän Grêmios steht für ein unaufgeregtes, jedoch solides und passsicheres Aufbauspiel sowie ein gutes Zweikampfverhalten, sodass er trotz seiner 33 Jahre aus der Startelf selten wegzudenken ist.

Mit Torwart Marcelo Grohe hat Grêmio zusätzlich einen fantastischen Rückhalt zwischen den Pfosten, der 31-jährige Brasilianer, der ebenfalls die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, war mitverantwortlich für den Erfolg Grêmios in der letztjährigen Copa. Mit spektakulären Paraden hielt er sein Team ein ums andere Mal im Spiel, sodass er auch in diesem Jahr für seine Mannschaft von immenser Bedeutung sein dürfte.

Der Trainer: Coach des brasilianischen Erfolgsteams ist der 55-jährige Renato Gaúcho. Als Spieler unter Anderem für den AS Rom und Flamengo aktiv, setzt Gaúcho bevorzugt auf ein 4-2-3-1 mit einem klassischen “Zehner”, zuletzt übernahm diese Rolle Cícero. Als Trainer ist Gaúcho bereits viel herumgekommen, neben Fluminense, Vasco da Gama und Paranaense ist es aktuell seine dritte Amtszeit als Trainer von Grêmio. Zusätzlich zur Copa Libertadores im letzten Jahr konnte Gaúcho bereits den brasilianischen Pokal und die Recopa Sudamericana gewinnen.

Die Chefutbol-Prognose: Auch in diesem Jahr wird Grêmio Porto Alegre wieder ein Wörtchen mitreden, wenn es darum geht, wer am Ende des Wettbewerbs die begehrte Trophäe mit nachhause nimmt. Da der Verein bislang von einem größeren Aderlass verschont geblieben ist, dürfte Grêmio in der Gruppe mit Cerro Porteno, Defensor und Monagas gute Chancen auf den Gruppensieg haben, da sich die Copa Libertadores allerdings über das “große” Sommertransferfenster in Europa erstreckt, könnte ein erfolgreiches Abschneiden in der Gruppenphase den ein oder anderen Transfer zur Folge haben. Nichtsdestotrotz ist Grêmio für den wichtigsten Klubwettbewerb auf dem südamerikanischen Kontinent gut aufgestellt und zählt in jedem Fall zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel.

Cerro Porteño (Paraguay) – Das neue Stadion als Motivation

Der Verein: Cerro Porteño ist mit Erzrivale Olimpia einer der beiden Grandes von Paraguay – vielen Titeln und einer großen Fangemeinde sei Dank. Der Verein aus dem Barrio Obrero von Asunción qualifizierte sich dank der Clausura-Meisterschaft im Dezember 2017 für die Copa Libertadores. Dort ist der Ciclón mit nunmehr 39 Teilnahmen ohnehin ein regelmäßiger Gast. Für den großen Wurf reichte es noch nie, doch im Estadio General Pablo Rojas, auch als La Olla bekannt, heizen die Fans der Azulgrana jedem Gegner kräftig ein. Und die Hinchada verbindet einiges mit dem Stadion: Bei der Runderneuerung, die 2017 abgeschlossen wurde, halfen sie mit bloßen Händen kräftig mit. Und so ist die Hoffnung von Cerro Porteño, dass sich die Mühe gelohnt hat und der Verein 2018 für Furore sorgen kann. Das unruhige Vereinsumfeld ist dabei nicht immer hilfreich.

Die Mannschaft: Cerro verfügt über eine relativ erfahrene Mannschaft mit gleich fünf Uruguayern – auch wenn Innenverteidiger Mauricio Victorino wegen einer positiven Dopingprobe noch gesperrt ist. Besonders auf das Sturmduo Diego Churín und Alfio Oviedo muss jeder Gegner Acht geben – die beiden haben den früheren Bundesligastürmer Nelson Valdez auf die Tribüne verdrängt. Auf der anderen Seite des Feldes strahlt der paraguayische Nationalkeeper Anthony Silva Ruhe und Sicherheit aus.

Transfers: Mit dem aufregenden Dribbler Josué Colman verlor Cerro Porteño eines seiner größten Talente, auch wenn Colmáns Scorerbilanz noch ausbaufähig war. Ansonsten konnten bis auf den Sechser Marcos Riveros alle Stammspieler des Meisterteams gehalten werden. Die Neuzugänge, von denen Linksverteidiger Marco Acosta, Achter Marcelo Palau und Zehner Marcel Novick über viel internationale Erfahrung verfügen, haben es samt und sonders bislang nicht in die Startformation geschafft.

Schlüsselspieler: Anthony Silva ist aktuell die Nummer 1 im Tor der paraguayischen Nationalmannschaft und ein wichtiger Rückhalt im Team des Ciclón. Mit seinen Reflexen, seiner Ausstahlung und seinem modernen Torwartspiel sticht er in der nicht immer sattelfesten Defensive hervor. Er dürfte auch in der Copa einiges zu tun bekommen. Immerhin: Er hat beste Referenzen – 2017 parierte er im Länderspiel den Elfmeter eines gewissen Neymar. Cerros bester Mann in der Offensive ist der Mittelstürmer Diego Churín. Der wuchtige Argentinier traf in 21 Spielen für den Ciclón 14-mal.

Der Trainer: Kurz vor Beginn der Apertura 2018 warf der Meistertrainer Leonel Álvarez hin. Den etwas exzentrischen Kolumbianer hatte zahlreiche Reibereien mit der Klubführung entnervt, unter anderem wurden Neuverpflichtungen über seinen Kopf hinweg getätigt. Er wurde durch den 37-jährigen Argentinier Luis Zubeldía ersetzt. Zubeldía, der schon mit 28 Jahren seine erste Cheftrainerposition bei Lanús antrat, ist als fleißiger Arbeiter und Charakterkopf bekannt und hat für sein Alter in Argentinien, Ecuador, Mexiko, Kolumbien, Spanien schon viele Erfahrungen sammeln können – bei seinem ersten Amt in Paraguay hat er sich allerdings nicht den unkompliziertesten Job ausgesucht. Doch an Selbstvertrauen fehlt es Zubeldía nicht, und so soll in der Copa mindestens das Achtelfinale her.

Die Chefutbol-Prognose: Grêmio ist außer Reichweite, Monagas muss geschlagen werden. Im Duell mit Defensor um Platz zwei sind die Paraguayer auf Grund der größeren Erfahrung und wesentlich mehr finanziellen Mitteln leicht favorisiert, dürfen aber keine Sekunde unachtsam werden, sonst droht das Aus. Für mehr als das Achtelfinale fehlt es an Klasse und dauerhaften Strukturen.

Defensor Sporting (Uruguay) – Talente und Haudegen

Defensor

Der Verein: Defensor ist keiner der großen Vereine Uruguays, hat sich aber im neuen Jahrtausend mit überragender Jugendarbeit einen Namen gemacht. Auch aktuell stammen nur acht Kaderspieler nicht aus der eigenen Jugendschmiede im Viertel Punta Carretas, und nur sieben Spieler sind älter als 25. Das Jugendkonzept geht häufig auf, sechs Halbserientitel konnte man in den letzten elf Jahren holen, 2014 schaffte es der Verein sensationell bis ins Halbfinale der Copa Libertadores. 2017 schien Defensor gar lange auf den Titel zuzusteuern, doch letztlich scheiterte man dramatisch an Peñarol. Dabei lastet wenig Druck auf der Mannschaft, die Maßgabe lautet regelmäßig nur, die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb zu erzielen. So kann man auch die Copa Libertadores 2018 ganz relaxed angehen.

Die Mannschaft: Der Kader besteht aus einer sinnvollen Kombination von Jungspunden und erfahrenen Anführern wie Nicolás Correa, Mathías Cardacio oder Guillermo Reyes. Allerdings fehlt es dabei oft an der nötigen Breite im Kader, wie man 2017 schmerzhaft erfahren musste. Viele Youngster haben wenig Erfahrung auf internationalem Terrain, aber alle Anlagen für den Durchbruch. Spieler wie der extrem torgefährliche Flügelspieler Ayrton Cougo, Rechtsaußen Facundo Castro und Außenverteidiger Mathías Suárez stehen schon auf dem Zettel aller Scouts. Dabei können sich die jungen Spieler auch auf das taktisch sehr stabile Gerüst von Coach Eduardo Acevedo verlassen, das manch individuelle Schwäche kompensieren kann. Für Hurrafußball steht Defensor daher trotz der technischen Klasse der Spieler eher nicht.

Transfers: Es schmerzt der Abgang von Kapitän Andrés Lamas, einem der wichtigsten Führungsspieler des Kaders. Für ihn verpflichtete man Ernesto Goñí. Bei Gonzalo Carneiro, einem herausragenden Sturmtalent, ist die Situation dagegen verfahren: Ein Wechsel zu Grêmio scheiterte in letzter Sekunde, doch Verein und Spieler sind zerstritten. Unwahrscheinlich, dass der begabte Angreifer diese Runde seine Stiefel für Defensor schnüren wird. Ersetzt wird er durch den physisch starken Argentinier Germán Rivero, der sich mit zwei Toren in den ersten drei Spielen gut einfügte. Rechtsverteidiger Emilio Zeballos dürfte ebenfalls eine gute Rolle spielen, alle weiteren Transfers betreffen Ergänzungsspieler.

Schlüsselspieler: Defensor hat eine ausgeglichene Mannschaft, in der alle Spieler auf gutem Niveau agieren. Zu den wichtigsten Akteuren gehört der zentrale Mittelfeldspieler Mathías Cardacio, der im Ausland bei mehreren Klubs – unter anderem dem AC Mailand – sein Glück nicht fand, bei Defensor aber wie die Faust aufs Auge passt: Wie schon zwischen 2013 und 2015 prägt Rückkehrer Cardacio das Spiel mit seinen unermüdlichen Balleroberungen und seinen guten Pässen. Allerdings übertreibt er es oft mit der Aggressivität, sah 2017 dreimal gelb-rot. Neben Cardacio ist auch der rustikale Innenverteidiger Nicolás Correa ein ganz wichtiger Mann.

Der Trainer: Eduardo Acevedo führte vor Defensor auch Cerro und Nacional in die Copa Libertadores. Der 58-jährige steht für geordneten, aber auch technisch ambitionierten Fußball und hat schon einigen Talenten zum Durchbruch verholfen. Seine kultivierte Art außerhalb des Platzes kontrastiert mit häufigen emotionalen Ausbrüchen – die allerdings von seinem Bruder und Co-Trainer Alberto noch deutlich übertroffen werden. Für Unterhaltung an der Seitenlinie dürfte also gesorgt sein.

Die Chefutbol-Prognose: Defensor hat international schon öfter für Aufsehen gesorgt und scheint auch dieses Mal gut gerüstet: Unter Acevedos Anleitung und mit einer eingespielten Mischung aus Talenten und Erfahrenen sind die Tuertos für jeden Gegner unangenehm zu bespielen und dürften auf Augenhöhe um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen. Für den ganz großen Wurf wird es jedoch an der nötigen Breite fehlen.

Monagas (Venezuela) – Reichen Kampf und Teamspirit?

Monagas

Der Verein: Der Monagas Sport Club machte sich ein völlig unerwartetes Geschenk zu seinem dreissigjährigen Bestehen. Ohne Ansage gewann die Mannschaft aus Maturin, einer 500’000-Einwohnerstadt im Osten des Landes, die erste Saisonhälfte Apertura 2017. In den Jahren zuvor dümpelte Monagas jeweils zwischen Tabellenmittelfeld und -ende, stieg 2013 gar in die zweite Liga ab. Der Wiederaufstieg folgte zwei Jahre später. Der erstmalige Titelgewinn wurde erst möglich, nachdem die Bundesstaatsregierung von Monagas ein grosses Aktienpaket des Vereins verkaufte und der Einstieg von privaten Geldgeber möglich wurde. Ruhe kehrte, der Verein rief eine “Neue Ära” aus und wurde professioneller organisiert. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Doch der Apertura-Titel sollte nicht die grösste Überraschung bleiben: Mitte Dezember krönten sich die “Krieger vom Guarapiche” zum Campeon 2017, nachdem Favorit und Clausura-Sieger Lara im grossen Finale besiegt wurde. Es ist der erste Meistertitel, dank welchem auch die Premiere in der Copa Libertadores möglich geworden ist. Internationale Erfahrung hat der Club bei drei Teilnahmen an der Copa Sudamericana (2002, 2003, 2012) gesammelt. Interessantes Detail: mit dem Estadio Monumental de Maturin (52’000 Zuschauer) verfügt Monagas über das grösste Stadion im Land.

Die Mannschaft: Das Meisterteam setzte sich vor allem aus Spielern zusammen, die in anderen venezolanischen Teams überzählig waren. Mehrere von ihnen liefen auf Leihbasis bei Monagas auf. Nach dem positiven Auftritt kehren viele von ihnen wieder zu ihrem Verein zurück, unter anderem Stammspieler Daniel Febles. Das Mannschaftsgefüge ist wohl etwas aus den Fugen geraten und die während der Saison entstandene spezielle Siegesdynamik dürfte weg sein. Hinzu kommt, dass der Torgarant Anthony Blondell (24 Tore) den Verein ebenfalls verlassen hat. Damit der Trainer den bevorzugten Angriffsfussball weiterspielen kann, wurden fünf neue Stürmern verpflichtet. Auf ihnen ruhen die Hoffnungen der Fans.

Transfers: Nicht weniger als vier Spieler verliessen den Verein in Richtung Deportiva Tachira. Der gewichtigste Abgang ist jedoch derjenige von Torschützenkönig Anthony Blondell, der in die MSL zu den Vancouver Whitecaps wechselte. Die Frage stellt sich, ob einer der neuen Stürmer in seine Fussstapfen treten kann und neben Rückkehrer Luis Gonzalez für Tore sorgen wird: von den Sport Boys (Bolivien) kam der Argentinier Juan Vogliotti, aus Kolumbien Cristian Fernandes und Dany Cure und von Deportivo Anzoategui Ruben Rojas.

Schlüsselspieler: Knüpft Luis “Cariaco” González an seine Leistung während der Apertura an, ist er die wichtige Nummer 10 von Monagas: als Vorbereiter und Vollstrecker. Er kehrt nach 6 Monaten beim FC Dallas in der MSL zu den Venezolanern zurück. Weitere Leistungsträger, denen neue Verträge angeboten wurden, sind die argentinischen Verteidiger Joaquín Lencinas und Lucas Trejo sowie der kolumbianische Flügelspieler Dager Palacios.

Der Trainer: Als der Verein 2025 die “Neue Ära” ausrief, wurde Jhonny Ferreira an Bord geholt. In erster Linie war es seine Aufgabe, Monagas aus der Abstiegszone zu führen. Nur knapp ein Jahr später feierte der Club seinen ersten Meistertitel. Aus einem Haufen neuer Spieler (15 Neuzuzüge) formte der noch junge Trainer Ferreira (40) in harter Arbeit eine Einheit und später gar eine Meistermannschaft.

Die Chefutbol Prognose: Der Libertadores-Neuling Monagas hat in seiner Rolle als Aussenseiter nichts zu verlieren. Die Saison 2017 in der heimischen Liga hat gezeigt, dass auch vermeintlich übermächtige Gegner besiegt werden können – mit Kampf und Teamspirit. Doch die Qualität ist nicht ausreichend. Das Überstehen der Gruppenphase wäre eine Sensation.

[nextpage title=”Gruppe 2″]

Atlético Nacional (Kolumbien) – Zurück zu alter Stärke?

Der Verein: 2025 gewann Atletico Nacional die Copa Libertadores. Im letzten Jahr war bereits nach der Vorrunde Schluss, weshalb Medellin in dieser Libertadores-Ausgabe wieder oben angreifen möchte. Mit insgesamt 16 Meistertiteln ist der Verein der Rekordmeister Kolumbiens. Auch international gelangen bisher zwei Titel in der Libertadores. Der Klub besitzt eine große Fangemeinschaft in Kolumbien, aber auch allgemein in Südamerika. Vor allem in Heimspielen ist die große „hinchada“ von Medellin zu sehen, in Form von tollen Choreos oder auch Gesängen.

Die Mannschaft: Über die bisherige Saison der „Paisas“ lässt sich noch nicht viel sagen. Aus fünf Ligaspielen konnte man zehn Punkte holen, wodurch Nacional momentan auf Platz zwei steht. Obwohl diese Ausbeute auf den ersten Blick nicht schlecht ausschaut, sind die Fans noch nicht ganz zufrieden. Unter dem neuen Trainer Almiron, der von Lanus kam, wurden bereits zahlreiche Spieler getestet. Von Spiel zu Spiel gab es immer wieder Änderungen, wodurch sich erkennen ließ, dass der Argentinier seine Stammelf noch nicht gefunden hat. Mit dem breiten Kader wird der 46-jährige noch eine gewisse Zeit brauchen, um die perfekte Formation zu finden.

Transfers: In dieser Transferperiode fand ein großer Umbruch statt. Die Verantwortlichen von Medellin ließen sich viel Zeit, um die passenden Neuzugänge zu holen. Nachdem die zahlreichen kolumbianischen Konkurrenten ihre Transfers recht recht früh verkündeten, dauerte es lange bis Nacional mit dem Umbruch begann. Mit Diego Braghieri und Fernando Monetti konnte man zwei Stützen des letztjährigen Libertadores-Finalisten Lanus verpflichten. Der 31-jährige Braghieri soll der Mannschaft in der Innenverteidigung weiterhelfen und vor allem Kapitän Alexis Henriquez mehr Verschnaufpausen ermöglichen. Monetti wurde verpflichtet, um den abgewanderten Franco Armani zu ersetzen. Armani war jahrelang eine feste Stütze im Tor der „Paisas“, aber entschied sich zurück nach Argentinien zu wechseln. Bei River Plate erhofft er sich bessere Chancen auf eine WM-Teilnahme. Ein weiterer Defensivspieler wurde mit Helibelton Palacios geholt. Nach einem Jahr bei Brügge wechselt der Rechtsverteidiger zurück nach Kolumbien, mit der Absicht mehr Spielzeit zu bekommen. Trotz der Qualität des 24-jährigen wird es schwer an Stammspieler Daniel Bocanegra vorbeizukommen. Des Weiteren gelang es Juan Camilo Zuniga zurückzuholen. Nachdem er in der letzten Spielzeit noch für den FC Watford auflief, trainierte er seit der Sommerpause bei Nacional mit. Bei seinem Ex-Klub möchte er sich wieder für die Nationalmannschaft empfehlen, um nach Russland mitzufahren. Obwohl der Außenverteidiger gute Jahre in Europa hatte, wird es keine leichte Aufgabe zurück zur alten Form zu finden. Vor allem Spielpraxis muss der 32-jährige sammeln, damit er der Mannschaft weiterhelfen kann.

Schlüsselspieler: Neben den zahlreichen Neuzugängen sorgte die Vertragsverlängerung von Dayro Moreno für Zufriedenheit bei den Fans. Moreno war seit seiner Ankunft im letzten Jahr einer der wichtigsten Spieler, weshalb die Verantwortlichen unbedingt eine Weiterarbeit mit ihm wollten. Nach mehrwöchiger Bedenkzeit entschloss sich der ehemalige Nationalspieler weiterhin für „El Verdolaga“ aufzulaufen. Obwohl der Stürmer erst spät in der Vorbereitung dazustoß, wird er der Mannschaft mit all seiner Erfahrung weiterhelfen können.

Ein ähnliches Szenario gab es mit Spielmacher Macnelly Torres. Es war lange nicht klar, ob er nun bleibt oder wechselt. Zahlreiche Anfragen sollen für den Mittelfeldspieler gemacht worden sein, aber letztendlich spielt er auch in dieser Saison bei Medellin. Torres ist der Dreh-und Angelpunkt im Spiel der Kolumbianer. Auch mit 33 Jahren ist er in fittem Zustand eine unangefochtene Stammkraft, was sich auch nicht unter Almiron ändern wird.

In der noch jungen Saison konnte sich auch schon Vladimir Hernandez zeigen. Der vom FC Santos gekommene Außenstürmer zählt mit seiner Schnelligkeit und Technik zu den besten Spielern der Liga Aguila. Nachdem er am Anfang noch leichte Probleme hatte kommt er immer besser in Fahrt und konnte am Donnerstag seine ersten beiden Saisontore gegen America Cali erzielen.

Mit Andres Renteria, Steven Lucumi, Reinaldo Lenis und Gonzalo Castellani verfügt die Mannschaft noch über weitere gute Offensivakteure, die in der Libertadores zu ihren Chancen kommen werden. Während in der Offensive noch oft rotiert wird, scheint Almiron in der Defensive immer mehr sein Stammpersonal zu finden. Felipe Aguilar, Alexis Henriquez und Diego Braghieri streiten sich um die zwei Plätze in der Innenverteidigung. Braghieri, der vom letztjährigen Finalisten Lanus kam, zeigte in den ersten Spielen schon gute Leistungen. Aufgrund der Tatsache, dass sein ehemaliger Trainer nun auch Medellin coacht, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit in den wichtigen Spielen zum Einsatz kommen. Währenddessen ist noch ungewiss wer neben ihm aufläuft, da der argentinische Trainer hier die Qual der Wahl hat.

Der Trainer: 1,75 Punkte holte Jorge Almiron als Trainer von Lanus, woraufhin die Verantwortlichen von Medellin ihn unbedingt holen wollten. Vor allem 2017 sorgte sein ehemaliger Klub CA Lanus in der höchsten Spielklasse Südamerikas für Aufsehen durch die offensive Spielausrichtung. Mit einem offensiven 4-3-3 möchte „El Negro“ auch bei seinem neuen Arbeitgeber für Titel sorgen.  Atletico Nacional ist bereits der neunte Verein, den der Argeninier als Trainer dirigiert. Ob er nach einer guten Saison bei Lanus schon bereit ist, einen großen Verein wie Atletico Nacional zu trainieren, wird spannend zu sehen werden.

Die Chefutbol-Prognose: Obwohl die jüngsten Spiele noch viel Verbesserungsbedarf aufwiesen, kann Atletico Nacional in dieser Saison um den Titel mitspielen. Wenn die Neuzugänge sich richtig ins Team integrieren, wird Medellin eine der besten Mannschaften Südamerikas haben. Vor allem die routinierten Spieler sind in der Lage dem Team gegen schwere Gegner weiterzuhelfen.

Bolívar (Bolivien) – Mit Heimstärke und Offensivpower

Der Verein: Die Academia ist der beliebteste und erfolgreichste Klub Boliviens und hat satte 22 Meisterschaften im Trophäenschrank stehen. Nur acht Mannschaften haben sich öfter für die Copa Libertadores qualifizieren können – es ist ein Who is Who des südamerikanischen Fußballs, dem Bolívar in dieser Hinsicht kaum nachsteht. Die besten Saisons erwischte man 1986 und 2014, als die Celeste jeweils in das Halbfinale vordrang. Hinzu kommt ein Finale in der Copa Sudamericana im Jahr 2004. Entscheidend war in allen erfolgreichen Saisons die Heimstärke: Im Estadio Hernando Siles zu La Paz, auf 3600 Metern Höhe, sind die Bolivianer ihren Gegnern meist konditionell überlegen.

Die Mannschaft: Gemeinsam mit Erzrivale The Strongest stellt Bolívar das Rückgrat der bolivianischen Nationalmannschaft. Dementsprechend groß ist die internationale Erfahrung der Mannschaft. Ronald Raldes, Luis Alberto Gutierrez und Kapitän Juan Carlos Arce kommen zusammen auf 200 Länderspiele für die Verde. Die Stärke der Academia sollte im Angriff liegen, wo mit Arce, der uruguayischen Vereinslegende William Ferreira und dem brandgefährlichen Argentinier Marcos Riquelme viel Klasse vorhanden ist. Bei zwei 5:1-Heimsiegen zum Auftakt der Saison 2018 stellte der amtierende bolivianische Meister das auch gleich unter Beweis.

Transfers: Unter den Abgängen war mit dem uruguayischen Dribbelkönig Leandro Sirino einer der besten Schützen des Klubs. Er soll durch den zurückgekehrten Spanier Juanmi Callejon ersetzt werden. Außerdem verlor man den überragenden argentinischen Torwart Matías Dituro, der seinem Coach Beñat San José zur Universidad Católica folgte. Stattdessen steht nun wieder Romel Quiñónez im Tor der Celeste. Einen echten Coup landete man mit dem schwedisch-bolivianischen Mittelfeldspieler Martin Smedberg, der gemeinsam mit Nationalspieler Diego Bejarano die rechte Bahn deutlich verstärken sollte.

Schlüsselspieler: Der argentinische Angreifer Marcos Riquelme, der als Rechtsfuß meist über Linksaußen kommt, ist ein schneller und abgezockter Angreifer, dem 2018 in vier Spielen schon vier Tore gelangen. Schon in Chile war er für Audax Torschützenkönig geworden. In der starken Offensive der Bolivianer dürfte er häufig zum Abschluss kommen. Auch die anderen Cracks von Bolívar, wie Arce, Ferreira und Callejón, spielen hauptsächlich in der Offensive. Weil es aber in der Copa auch auf die Abwehr ankommen wird, dürfte auch Romel Quiñónez oft im Rampenlicht stehen: Der Nationalkeeper ersetzt Meistertorwart Dituro. Den ganz großen Durchbruch, den in Bolivien manche von ihm erwarteten, hat der 25-Jährige noch nicht geschafft, doch gilt er dennoch als sehr talentierter Schlussmann.

Der Trainer: Der Brasilianer Vinicius Eutropio war die etwas überraschende Wahl der Verantwortlichen, um den abgewanderten Meistercoach San José zu ersetzen. Er coachte im vergangenen Jahr für einige Monate Chapecoense, wurde aber schnell wieder entlassen. Zuvor hatte er meist unterklassige brasilianische Mannschaften trainiert. Bei seiner ersten Station in Bolivien steht er unter besonderer Beobachtung, konnte aber immerhin drei seiner ersten vier Spiele gewinnen.

Die Chefutbol-Prognose: Die individuelle Klasse Bolívars kann nicht mit Atlético Nacional mithalten, aber gegen Colo Colo und Delfin ist die Academia sicher auf Augenhöhe. Zudem kommt der Vorteil der Höhe, die die auf Meereshöhe spielenden Konkurrenten aus Chile und Ecuador nicht gewohnt sind. Daher sollte Bolívar seine Heimspiele gewinnen können – dann hat man beste Karten auf das Achtelfinale. Allerdings ist Coach Eutropio noch ein Fragezeichen.

Colo Colo (Chile) – Zurück auf Südamerikas großer Bühne

Der Verein: CSD Colo Colo ist ein Klub aus der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile und mit 32. Meisterschaften zugleich der erfolgreichste Verein aus dem Andenstaat. Zuletzt konnten die “Los Albos” im chilenischen Torneo de Transicíon triumphieren und somit die Qualifikation nach einjähriger Abwesenheit für die Copa Libertadores klarmachen. Seine Heimspiele trägt “El Cacique” im Estadio Monumental aus. Colo Colo ist bekannt für seine hervorragende Nachwuchsarbeit, Spieler wie Leverkusens Charles Aranguíz, Bayerns Arturo Vidal oder Manchester Uniteds Alexis Sánchez stammen alle aus der Jugend des chilenischen Rekordchampions.

Die Mannschaft: Insgesamt ist die Mannschaft Colo Colos ein ausgewogener Mix aus Alt und Jung, nichtsdestotrotz steht den “Los Albos” ein Umbruch bevor. Leistungsträger wie Goalgetter Esteban Paredes oder Jorge Valdivia sowie Jaime Valdés haben die 30 zum Teil bereits deutlich überschritten, sodass hier in naher Zukunft in nahezu allen Mannschaftsteilen Handlungsbedarf bestehen dürfte. Mit hoffnungsvollen Nachwuchstalenten wie Ivan Morales, Carlos Villanueva, Gabriel Suazo oder auch Nicolás Orellana stehen die designierten Nachfolger allerdings bereits in den Startlöchern.

Transfers: Auf dem Transfermarkt blieben die “Los Albos” im Anschluss an die letztjährige Saison weitestgehend inaktiv. Zwar gelang Colo Colo kein Transfercoup, allerdings musste man auch keinen Leistungsträger des Meisterteams abgeben, sodass auch nicht zwingend Bedarf bestand. Lediglich einige Nachwuchsakteure wie Hardy Cavero oder Marcos Bolados wurden an die nationale Konkurrenz verliehen, um Spielpraxis zu sammeln.

Schlüsselspieler: Unangefochtener Dreh- und Angelpunkt im Spiel Colo Colos ist auf mit 37 Jahren noch Stürmer Esteban Paredes. Wettbewerbsübergreifend erzielte der chilenische Routinier in 34 Spielen ganze 21 Tore für Colo Colo, nach zwei Spieltagen im diesjährigen Campeonato Nacional stehen bereits fünf Treffer zu Buche. Aber auch Akteure wie Jorge Valdivia auf der “10” sowie Julio Barroso als Abwehrchef sind für “El Cacique” von extremer Bedeutsamkeit. Es bleibt im Weiteren abzuwarten, wie sich der junge Ivan Morales bei seiner Premiere auf internationalem Parkett schlägt, Morales ist eines der vielversprechendsten Talente der letzten Jahre aus der eigenen Jugend und könnte schon bald für Furore sorgen.

Der Trainer: Trainer des chilenischen Erfolgsteams ist der Argentinier Pablo Guede. Der 43 Jahre alte Guacho ist seit Juli 2025 im Amt und lässt bevorzugt ein 4-1-3-2-System spielen. Grundsätzlich ist Guede jedoch ein taktisch versierter Trainer, der sowohl eine Dreier- als auch Viererkette im Repertoire hat.

Die Chefutbol-Prognose: Chancenlos ist Colo Colo in der Gruppe B mit Delfin, Bolívar und Atlético Nacional keinesweges, allerdings stehen den “Los Albos” einige schwierige Partien bevor. Besonders gegen Bolívar und Delfin dürfte es wichtig sein, in erster Linie die Heimspiele für sich zu entscheiden, Atlético Nacional könnte für “El Cacique” eine zu große Hypothek darstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass in Chile vor der aktuellen Saison der Modus in eine Ganzjahresmeisterschaft geändert wurde, sodass sich für Colo Colo hinsichtlich Belastung und Abläufe Einiges ändern dürfte. Es bleibt abzuwarten, wie das Team mit der Dreifachbelastung und dem neuen Modus zurecht kommt, sich kampflos geschlagen geben wird sich der Traditionsklub aus Santiago mit Sicherheit nicht.

Delfín (Ecuador) – Der Underdog mit dem Delfin im Wappen

Der Verein: Delfín SC aus der ecuadorianschen Stadt Manta ist neben südamerikanischen Schwergewichten wie Grêmio Porto Alegre, Flamengo oder River Plate wohl das, was man den Inbegriff des Underdogs nennt. Der Verein wurde vor 28 Jahren gegründet und war bis zum Jahr 2014 noch drittklassig! Unter der Führung des Uruguayers Guillermo Sanguinetti, der unter Anderem für Gimnasia La Plata aktiv war, mit Hilfe meist lokaler Fußballer reifte Delfín zu einem Copa Libertadores Teilnahmer, qualifiziert hat sich “El ídolo de la Manta” durch die Vizemeisterschaft, lediglich Emelec erwies sich letztlich als stärker in den Finalspielen des heimischen Campeonato. Nun darf Delfín zum ersten Mal in ihrer, zugegeben, noch kurzen Vereinsgeschichte an der Königsklasse Südamerikas teilnehmen.

Die Mannschaft: Der Kader Delfíns besteht weitestgehend aus lokalen Spielern aus der Region Manta, was zeitgleich die Philosophie des Vereins ausmacht. Da die finanziellen Mittel nicht ausreichen, um auf dem Transfermarkt fertige Stars einzukaufen, macht Delfín die Not zur Tugend und setzt hauptsächlich auf Spieler aus der eigenen Jugend, bevorzugt mit regionalem Bezug. Lediglich einige Uruguayer wie Winterneuzugang Rodrigo Cabrera oder Fernando Arismedi, der ebenfalls vor Kurzem erst zum Team stieß, wurden dem Kader hinzugefügt, um ihn für die gestiegene Belastung in der Breite besser aufzustellen. In der letztjährigen Saison beendete man die Primera Etape auf dem ersten Tabellenplatz, in der Segunda Etapa war es letztlich Platz 4. In den Finalspielen der Tercera Etapa unterlag man Emelec nach Hin-und Rückspiel mit 6:2.

Transfers: Auf dem Transfermarkt war Delfín vor der Saison alles andere als inaktiv. Neben diversen Leihen wie Angél Ledesma und Jesi Godoy von CD América de Quito ist Stürmer Luis Congo wohl die bedeutendste Neuverpflichtung. Der 28-jährige Mittelstürmer, der einen Marktwert von 800.000€ besitzt, soll Delfíns Kader in der Breite verbessern und variabler machen. Mit Francisco Silva verließ Delfín ein Innenverteidiger in Richtung Emelec, ebenso wie Matías Duffard und Jhon Chancellor, die Delfín ebenfalls den Rücken kehrten. Alles in allem lässt sich sagen, dass Delfín zwar keinen “Kracher” auf dem Transfermarkt verpflichtet hat, da die Säulen der Mannschaft aus der letzten Saison allerdings erhalten blieben, entschied man sich dazu, nur punktuell an einigen Stellschrauben zu drehen.

Schlüsselspieler: Die Schlüsselspieler Delfíns sind das Offensivquartett um Pedro Ortíz, Jacob Murillo, Roberto Ordonez und Carlos Gárces. Kombiniert haben allen vier Spieler im Jahr 2017 40 Tore erzielt, das sind 60% der Treffer Delfíns. Allerdings täte man dem Rest der Mannschaft Unrecht, würde man den Erfolg nur auf diese Akteure herunterbrechen. Delfín ist ein Team, dass mangels absoluter Starspieler besonders im Kollektiv gut arbeitet, der Star ist sozusagen die Mannschaft. Sollten die Vier allerdings ihr Niveau halten können und auch auf internationaler Bühne derartige Leistungen wie in der ecuadorianschen Liga erbringen, dürfte es dem ein oder anderem Team bald leid tun, Delfín unterschätzt zu haben.

Der Trainer: Der Uruguayer Guillermo Sanguinetti ist seit Januar 2017 Trainer Delfíns, zuvor war der 51-Jährige unter Anderem für Alianza Lima und Guayacil City FC tätig. In seinen bisher 47 Spielen an Delfíns Seitenlinie hält er einen beachtlichen Punkteschnitt von 1,81. Bevorzugtes System von Sanguinetti, der auch den italienischen Pass besitzt, ist ein 4-4-2 mit einer Doppelsechs.

Die Chefutbol-Prognose: Zwar ist Delfín der Neuling in diesem Wettbewerb und hat mit Colo Colo, Atlético Nacional und Bolívar namhafte Gegner zu bespielen. Unterschätzen sollte man das Team aus Manta allerdings keinesfalls. Besonders offensiv ist Delfín extrem gefährlich und ein unangenehmer Gegner. Hinzu kommt, dass die Mannschaft mangels übersteigerter Erwartungshaltung in der Gruppenphase frei aufspielen kann, hierbei werden sie es sich nicht nehmen lassen, das ein oder andere Schwergewicht, zumindest temporär, richtig zu ärgern.

[nextpage title=”Gruppe 3″]

Peñarol (Uruguay) – Altmeister mit neuem Schwung

Der Verein: Drei Copa-Siege in den Sechzigern, zwei weitere in den Achtzigern, unzählige nationale Titel – Peñarol ist einer der größten Vereine Südamerikas. Doch die fetten Jahre sind vorbei, die Bilanz der letzten Jahre ist mehr als trist: Die letzten fünf Auftritte endeten ruhmlos in der Gruppenphase. Für die Fans, die immer noch La Copa Libertadoreses mi obsesión singen, viel zu wenig, doch angesichts des schwachen Niveaus des uruguayischen Fußballs kommen diese Ergebnisse nicht ganz unerwartet. Für 2018 hofft man mal wieder auf positive Überraschungen.

Die Mannschaft: Hoffnung gibt ihnen die aktuelle Verfassung der Manyas: Peñarol ist Uruguays amtierender Meister und hat im zweiten Halbjahr 2017 streckenweise überragenden Fußball gespielt. Auch der Saisonstart 2018 verlief durchaus überzeugend. Peñarol verfügt über eine sehr erfahrene und ausgeglichen besetzte Mannschaft, in der die vielfachen Nationalspieler Walter Gargano, Cristian Rodriguez und Maxi Rodriguez das Rückgrat bilden. Das Trio besetzt in der Regel die Mittelfeldzentrale. Ebenfalls wichtig sind die offensivstarken Außenverteidiger Lucas Hernández und Guillermo Varela. Der Ex-Frankfurter Varela schaffte es bei seinem Heimatklub gar bis in die Nationalmannschaft. Hernández allerdings wurde nach den Tumulten beim letztjährigen Ausscheiden gegen Palmeiras für die ersten Spiele gesperrt. Eine Schwäche könnte das Fehlen eines echten Mittelstürmers darstellen, da sich der wuchtige Angreifer Lucas Viatri schwer am Auge verletzte. Der dribbelstarke Fidel Martinez und der Konterstürmer Cristian Palacios sind andere Spielertypen, während Neuzugang Gabriel Fernández keine internationale Erfahrung hat.

Transfers: Die Meistermannschaft konnte im Wesentlichen zusammengehalten werden. Nur der junge Rechtsaußen Diego Rossi (zu Los Angeles) gehörte zur Stammelf, alle anderen Abgänge sind verschmerzbar. Der größte Name unter den Neuzugängen ist der wuslige ecuatorianische Nationalspieler Fidel Martínez, der auf allen Offensivpositionen agieren kann und gemeinsam mit Gabriel Fernández den verletzten Viatri ersetzen soll. Talente wie die Außenbahnspieler Giovanni González und Agustin Canobbio dürften ebenfalls auf ihre Minuten kommen, während die erfahreneren Defensivspieler Rodrigo Rojo und Luis Maldonado eher als Back-ups eingeplant sind.

Schlüsselspieler: Cristian Rodriguez war der wichtigste Spieler beim Titelgewinn. Der frühere Atlético-Spieler kann als linker Mittelfeldspieler oder als Achter agieren und zeigt dabei nicht nur Leader-Qualitäten, sondern auch große Torgefahr, Wucht und ein gutes Passspiel. Von seiner Fitness wird viel im Spiel von Peñarol abhängen, einen echten Ersatz haben die Carboneros nicht. Von ähnlicher Bedeutsamkeit ist Walter Gargano, der in langen Jahren Serie A ein großes taktisches Verständnis erreicht hat und nun von der Sechs aus sowohl die Defensive der Manyas ordnet als auch das Angriffsspiel einleitet.

Der Trainer: Leo Ramos war schon so gut wie gefeuert, ehe er in einer überragenden Rückrunde das Ruder noch herumreißen und die Meisterschaft feiern konnte. Es war sein zweiter nationaler Titel, schon Danubio hatte er 2014 aus schwieriger Lage zum Sieg geführt. Das Energiebündel Ramos steht für aggressiven Fußball mit viel mentaler Stabilität, konnte international aber noch keine Meriten einfahren: Seine beiden Copa-Libertadores-Auftritte endeten jeweils in der Gruppenphase.

Die Chefutbol-Prognose: In einer ausgeglichenen Gruppe ist für Peñarol alles denkbar. Beim Ausscheiden 2017 brach den Uruguayern ihre Auswärtsschwäche das Genick, diese muss diesmal überwunden werden. Dann ist das Achtelfinale drin – und mit weniger wird sich auch niemand bei den Aurinegros zufrieden geben. Und mit einem guten Tag im Heimspiel kann Peñarol auch mal einen Großen eliminieren.

Libertad (Paraguay) – Was haben Bobadillas Oldies noch im Tank?

Libertad

Der Verein: Libertad gehört zu den ältesten Vereinen Paraguays, kann aber in Sachen Popularität nicht mit den Grandes mithalten. Im neuen Jahrtausend zählt Libertad dennoch zu den erfolgreichsten Klubs des Landes, und auch international konnte man sich durch zwei Halbfinalteilnahmen in der Copa Sudamericana (2013 und 2017) zuletzt einen Namen machen. Durch den Fokus auf die Copa Sudamericana schenkte man die Clausura 2018 weitgehend her, war man zudem dank des Sieges in der Apertura schon für die Copa Libertadores qualifiziert.

Die Mannschaft: Zählt zu den erfahrensten der ganzen Copa Libertadores. In Rodrigo Muñoz, Cristian Riveros, Santiago Salcedo, Oscar Cardozo, Salustiano Candia und Antolín Alcaraz feiern nicht weniger als sechs Stammspieler im Laufe der Saison zumindest ihren 35. Geburtstag, viele von ihnen waren über Jahre Teil der paraguayischen Nationalmannschaft. Logischerweise ist die Mannschaft daher abgezockt, hat aber auch ein gravierendes Tempodefizit. Auch die jungen Alan Benítez und Angel Cardozo Lucena können dieses Problem nicht alleine beheben.

Transfers: Mit Jesús Medina verließ eines der größten Talente den Verein Richtung New York. Die anderen Abgänge werden kaum vermisst werden, doch auch von den Zugängen spielt bislang nur Cristian Riveros regelmäßig – er ist aber schon 35. Einer wirklichen Verjüngungskur hat man sich also nicht unterzogen.

Schlüsselspieler: Oscar Cardozo, der langjährige Torjäger von Benfica (112 Tore in 175 Erstligaspielen in Portugal), ist ein Leader im Team von Aldo Bobadilla. Der großgewachsene Stürmer kann mit dem Rücken zum Tor viele Bälle halten und kennt alle Tricks. Zudem sind sein linker Fuß und sein Kopfballspiel mit dem Alter nicht schlechter geworden, auch wenn sein Antritt deutlich abgebaut hat. Liegt Libertad in Rückstand, dürfte man mit Joker Santiago Salcedo den Oldiesturm komplett machen – der 36-Jährige ist ebenfalls mit allen Wassern gewaschen und war Schützenkönig der Apertura 2017.

Der Trainer: Einst war Aldo Bobadilla Ersatzkeeper der paraguayischen Nationalmannschaft, nun versucht  der 41-Jährige sein Glück als Coach. Bei den kleinen Klubs General Caballero und General Diaz konnte er auch mit Erfolgen auf sich aufmerksam machen, ehe er von Olimpia aus dem Vertrag gekauft wurde. Sein Aufenthalt dort endete ruhmlos nach zwei Monaten, vor der Saison 2018 unterschrieb er wieder bei General Diaz – nur um kurz vor Saisonbeginn zu Libertad zu wechseln, bei dem Trainer Fernando Jubero aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt geschieden war. Kein ganz feiner Zug, doch eine große Chance, auch auf internationalem Parkett auf sich aufmerksam zu machen. Bobadilla steht für pragmatischen, eher direkten Fußball.

Die Chefutbol-Prognose: Wie für jeden Klub in Gruppe 3 ist für Libertad alles und nichts möglich, zu erwarten ist eine extrem enge Gruppenphase. Mehr als das Achtelfinale dürfte aber nicht drin sein.

The Strongest (Bolivien) – Können Chumacero und Alonso ersetzt werden?

Der Verein: Die Tigres aus La Paz zählen zu den größten Klubs Boliviens. Der Verein wurde schon 1908 gegründet und hat seitdem zwölf nationale Titel eingefahren. Bei den 23 Copa-Teilnahmen sprang bisher allerdings nie besonders viel heraus, lediglich drei Mal drang man ins Achtelfinale vor. Immerhin: Das letzte Mal war 2017, als man mit gutem Fußball die Qualifikationsrunden und die Gruppenphase überstand und mehr als ein Ausrufezeichen setzen konnte. Selbst gegen den späteren Finalisten Lanús verlor The Strongest nur knapp, so dass die Bolivianer eine der positiven Überraschungen der Saison waren.

Die Mannschaft: 2017 zeigte The Strongest technisch gefälligen Fußball, bei dem das zentrale Mittelfeld zu den Stärken der Mannschaft gehörte. Auswärts verteidigte man diszipliniert, aber nicht immer glücklich, daheim wurde mehr auf Offensive gesetzt. Es ist zu erwarten, dass diese Marschroute auch unter dem neuen Coach, Carlos Ischia, bestehen bleibt. Allerdings dürfte die Mannschaft offensiv an Wucht verloren haben.

Transfers: Der Grund hierfür liegt im Abgang von Alejandro Chumacero, dem zweitbesten Torschützen der abgelaufenen Copa, und von seinem Sturmkollegen Matías Alonso. Ohne die Beiden fehlt The Strongest offensiv viel Qualität. Auch der uruguayische Verteidiger Luis Maldonado und der bolivianische Nationalspieler Diego Bejarano werden vermisst werden. Unter den Neuzugängen stechen die erfahrenen Rudy Cardozo und Jhasmani Campos hervor, die das zentrale Mittelfeld weiter verstärken dürften. Auch der kolumbianische Rechtsaußen Edis Ibarguen könnte ein ordentlicher Ersatz für Chumacero sein, tritt aber in sehr große Fußstapfen.

Schlüsselspieler: 46 Spiele, 23 Tore – und das als hängende Spitze, mit 38 Jahren: Das sind die Daten von Pablo Escobar im Jahr 2017. Der gebürtige Paraguayer, der in Bolivien längst heimisch und zur Legende geworden ist, lebt auch im Alter nicht nur von seinem Namen, sondern auch von seiner Klasse. Auch in diesem Jahr wird er bei The Strongest die Fäden ziehen und mit seinen gewaltigen Fernschüssen und brandgefährlichen Standards selbst torgefährlich werden. Dass seine Laufleistung dabei etwas abgenommen hat, nimmt dem Linksfuß dabei niemand krumm. Im Mittelfeldzentrum arbeiten ihm in Jhasmani Campos und Walter Veizaga weitere Leistungsträger zu.

Der Trainer: Der Argentinier Carlos Ischia hat schon so manches internationale Spiel auf dem Buckel, trainierte er doch Größen wie die Boca Juniors, das ecuatorianische Barcelona, Racing Club oder Atlas Guadalajara. Die meisten Titel erreichte er dabei noch als Co-Trainer des legendären Carlos Bianchi, doch auch als Hauptverantwortlicher kann sich seine Bilanz sehen lassen. Ischia ersetzt den Venezolaner Daniel Farias, der nach dem Verpassen der Meisterschaft geschasst wurde.

Die Chefutbol-Prognose: In der ausgeglichenen Gruppe kann der Heimvorteil der Höhe von La Paz entscheidend sein. Punktet man hier ordentlich, ist erneut das Achtelfinale drin. So stark wie 2017 wirkt der Kader allerdings nicht mehr.

Atlético Tucumán (Argentinien) – Die Mannschaft ist der Star

Der Verein: Der Klub aus der gleichnamigen Provinz feierte in der letztjährigen Ausgabe seine Premiere, als man sich mit einem dritten Platz in der Gruppenphase achtbar aus der Affäre zog. Obwohl man erst seit 2015 im Oberhaus zuhause ist, steht el Decano für eine bodenständige und akribische Herangehensweise. Im eigenen stimmungsvollen Hexenkessel tendiert man vor allen gegen Großklubs in Hochform aufzulaufen, was sich auch statistisch in Zahlen wiederspiegelt. Durch einen Finaleinzug im argentinischen Pokalwettbewerb löste man das Ticket zur Copa Libertadores.

Die Mannschaft: Grundsätzlich handelt es beim aktuellen Tabellen 12. der argentinischen Superliga um ein sehr homogenes und ausgeglichenes Kollektiv. Den alles überragenden Starakteur sucht man im Aufgebot vergeblich – am ehesten findet man diesen in Kapitän Luis Miguel Rodríguez. Der Routinier besitzt bei den frenetischen Fans Kultstatus und zieht seit Jahren die Fäden im Mittelfeld. Ansonsten baut sich der Kader aus Spielern zusammen, die bei ihren vorherigen Vereinen nicht zum Zug kamen.

Transfers: Torhüter Augusto Batalla, einst bei Real Madrid gehandelt, fand nach einem fehlergeprägten Jahr bei River Plate den Weg nach Tucumán. Der nach wie vor junge Schlussmann wechselte auf Leihbasis und soll in der beschaulichen Provinz an Selbstvertrauen gewinnen, nachdem ihm bei seinem Stammverein einige Patzer unterliefen. Im Gegenzug verließ kein Leistungsträger den Verein, mit Andrés Lamas gelang den Verantwortlichen sogar noch eine routinierte Alternative für die Innenverteidigung an Land zu ziehen.

Der Schlüsselspieler: Luis Miguel Rodríguez, auch La Pulguita genannt, repräsentiert wie kein anderer die DNA des Vereins. Dabei stand die Profikarriere einst unter keinem guten Stern. Mit 20 Jahren schuftete Rodríguez noch als Maurer, ehe man ihm ein Profiangebot unterbreitete. Der 33-jährige Spielmacher brilliert als emsiger Vorlagengeber und ist zudem mit einem satten Schuss gesegnet.

Der Trainer: Ricardo Zielinski gilt als ruhiger Vertreter seiner Zunft. Abgesehen von einem erfolgosen Intermezzo bei Racing stand er ansonsten nur bei weniger bekannten Vereinen unter Vertrag. Einen Namen machte er sich vor allem bei Belgrano, die er in der ersten Liga etablierte. Zielinski steht für effektiven und pragmatischen Fussball, der letzes Jahr beinahe zum Pokalsieg verholfen hätte.

Die Chefutbol-Prognose: In der enorm ausgeglichen Gruppe ist Tucumán sicherlich nicht chancenlos. Neben der Heimstärke sollte sich der Erfahrungswert aus dem letzten Jahr als nützlich erweisen. Mit dem fanatischen Publikum in der Hinterhand erscheint ein Weiterkommen nicht außer Reichweite, danach sollte allerdings Schluss sein.

[nextpage title=”Gruppe 4″]

River Plate (Argentinien) – Alles auf Null gestellt?

River Plate

Der Verein: River Plate gehört mit den Boca Juniors zu den zwei größten Klubs in Argentinien und darf insgesamt 3 Copa-Titel sein Eigen nennen. Nach der sportlichen Talfahrt, die 2011 mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit gipfelte, konnten die Millonarios mit der Verpflichtung von Trainer Marcelo Gallardo wieder an vergangene glorreiche Zeiten anknüpfen. Allerdings durchlebt man aktuell trotz einiger nahmhaften Einkäufe die schwierigste Zeit in der Ära des Uruguayers. Eng verbunden mit der Krise ist das denkbar unglückliche Copa-Halbfinalaus gegen Lanús, das wohl weiterhin in den Köpfen der Spieler herumgeistert.

Die Mannschaft: Rein individuell muss sich River vor keinem Team auf dem Kontinent verstecken. Obwohl man auf dem Papier eigentlich viel Qualität auf das Feld bringt, blieben im Ligaalltag in den letzten Monaten zu viele Punkte auf der Strecke. Das lag unter anderem am löchrigen Abwehrverbund um den Ex-Nürnberger Javier Pinola und Jonathan Maidana. Hoffnungen ruhen hier auf Lucas Martínez, dessen Dopingsperre abgelaufen ist.

Transfers: Das Unzufriedene Halbjahr veranlasste die Vereinsführung zu investieren. Der Kolumbianer Juan Quintero soll das Offensivspiel ankurbeln und Verantwortung von den Schultern Gonzalo Martínez’ nehmen. Lucas Pratto kam gar für die Rekordsumme von 11 Millionen Euro. Ob der kantige Knipser wirklich in das System von Gallardo passt, bleibt zunächst abzuwarten. Im Tor verpflichtete man Franco Armani, um auf die unkonstanten Leistungen von Germán Lux oder Augusto Batalla zu reagieren.

Schlüsselspieler: Neben Flügelspieler Gonzalo Martínez, dessen Geniestreichen zuletzt rarer geworden sind, könnte Quintero eine echte Bereicherung werden. In seinen bisherigen Einsätzen ließ der ehemalige Nationalspieler sein Potenzial schon aufblitzen. Eine wichtige Rolle kommt auch Routinier Leonardo Ponzio zu gute, der als wichtiger Ruhepool im defensiven Mittelfeld agiert.

Der Trainer: Trotz der derzeitigen sportlichen Misere bleibt Marcelo Gallardo im River Umfeld unumstritten. Das liegt vor allem an den Erfolgen auf internationaler Bühne, und der Tatsache, dass er der Mannschaft einen offensiven, attraktiven Spieltil einimpfen konnte. Der Uruguayer besitzt einen exzelleten Ruf und weckt auch in Europa Begehrlichkeiten.

Die Chefutbol-Prognose: Gelingt es Gallardo die Defensive zu stabilisieren und findet man auch in der Offensive zu gewohnten Fluss, gehört River zu den Titelkandidaten.

Emelec (Ecuador) – Alle Augen auf Preciado

Der Verein: CS Emelec kommt aus der Hafenstadt Guayaquil. 1929 wurde der Verein unter der Führung von George Capwell gegründet. Anfangs lag das Hauptaugenmerk des Clubs an anderen Sportarten wie zum Beispiel Basketball und Baseball. Mit der Zeit bekam der Fußball aber immer mehr Aufmerksamkeit von Capwell. Deshalb beschloss er auch ein Fußballstadion zu bauen. Der größte internationale Erfolg war die Teilnahme am Copa Libertadores Halbfinale im Jahre 1995. In diesem mussten sie sich aber gegen Gremio aus Brasilien geschlagen geben. In Ecuador zählt der Club neben Barcelona SC aktuell zu den erfolgreichsten.

Die Mannschaft: In der letzten Saison gewann Emelec den Titel, in den Finalspielen besiegte man Delfín SC mit insgesamt 6:2 Toren. Für den Titel verantwortlich war in erster Linie die sehr gute Offensive, in der Primera und Segunda Etapa der Liga kam man auf addiert auf 71 Treffer in 44 Spielen. In der Copa Libertadores schied man im Vorjahr im Achtelfinale gegen San Lorenzo bitter im Elfmeterschießen aus.

Transfers: In der Verteidigung verstärkte man sich auf der rechten Seite mit Juan Carlos Paredes vom FC Watford. Im Mittelfeld ist Fernando Luna der bedeutendste Neuzugang, der 28-jährige Argentinier kam ablösefrei von Atlético de Rafaela. Schmerzhaft ist allerdings der Abgang von Fernando Gaibor. Der zentrale Mittelfeldspieler wechselte für 3,4 Mio. € zu CA Independiente de Avellaneda.

Schlüsselspieler: Schlüsselspieler in der Offensive sind Ayrton Preciado, Brayan Angulo und Bruno Vides. Gemeinsam haben die drei Akteure 55 Tore erzielt, was mehr als 77% der Tore Emelecs ausmacht. Besonders auf Linksaußen Preciado sollte man ein Auge haben, dem erst 23-jährigen Ecuadorianer könnte eine glorreiche Zukunft beschieden sein. Preciado ist stark im Abschluss und besitzt vor Allem im Eins gegen Eins enorme Qualität und könnte schon bald für größere Vereine beispielsweise in Europa interessant werden.

Der Trainer: Trainer bei Emelec ist seit Mai 2025 Alfredo Arias, der zuvor unter Anderem die Santiago Wanderers und die Montevideo Wanderers trainierte, mit Letzteren gelang ihm sogar die Titelgewinn in der Clausura. Nach dem Aus in der Copa Libertadores sah es eine Zeit so aus, als würde sein Stuhl wackeln, durch den Titelgewinn in der heimischen Liga und der erneuten Qualifikation für die Gruppenphase der Copa Libertadores sitzt Arias jedoch fest im Sattel.

Die Chefutbol-Prognose: Emelec hat mit Flamengo und River Plate gleich in der Gruppenphase zwei Gegner der Kategorie Titelkandidat erwischt. Beide Mannschaften sind bockstark, deshalb wird es für Emelec besonders wichtig werden, zuhause gute Auftritte hinzulegen und den ein oder anderen Punkt im Estadio George Capwell zu behalten. Sollten jedoch sowohl River als auch Flamengo nach ihren Möglichkeiten performen, dürfte es für Emelec schwierig werden, das Vorjahresergebnis zu wiederholen.

Flamengo (Brasilien) – Supertalent Vinicius Junior in aller Munde

Flamengo

Der Verein: Mit ca. 40 Millionen Anhängern hat Flamengo die größte Fangemeinschaft Brasiliens. Der Verein wirbt mit dem Slogan „Maior Torcida do Mundo“ (größte Fangemeinde der Welt) und kann auf eine glorreiche Vergangenheit um Klubidol Zico zurückblicken. In der erfolgreichen Ära des brasilianischen Spielmachers gelang unter anderem der bis heute einzige Copa Libertadores Erfolg von Flamengo sowie der Gewinn des Weltpokals (1981). Zudem gewann der Verein aus Rio de Janeiro insgesamt fünfmal die brasilianische Meisterschaft sowie 33-mal die Staatsmeisterschaft.

Die Mannschaft: Im letzten Jahr belegte Flamengo den sechsten Platz in der brasilianischen Serié A. In der Copa Sudamericana zog man sogar bis in das Finale ein, musste sich dann allerdings dem argentinischen Vertreter CA Independiente knapp geschlagen geben. Die Taca Guanabara konnte Anfang des Jahres gewonnen werden. Das Turnier ist die erste Stufe der Staatsmeisterschaft (Campionato Carioca) und somit ein wichtiger Triumpf und guter Start in das neue Jahr.

Transfers: Der Kader von Coach Carpegiani blieb weitestgehend unverändert. Einige Leihspieler sind zwar zurückgekehrt, aber ob sie in Rio bleiben ist noch offen. Paolo Guerrero ist zwar auch noch beim Regatterclub unter Vertrag, wird aber aufgrund seiner Dopingsperre noch lange fehlen. Die geplante Leihe von HSV-Spieler Walace ist augenscheinlich geplatzt, wodurch der Trainer auf nahezu den gleichen Kader wie im Vorjahr zurückgreifen kann. Aus der eigenen Jugend stoßen Vinicius Junior und Lincoln zu den Profis, welche langfristig definitiv eine Verstärkung sind.

Schlüsselspieler: Der Ex-Bremer und Wolfsburger Diego ist weiterhin ein ganz wichtiger Faktor im Mittelfeld von „o Rubro-Negro“. Wer allerdings schon bald eine noch größere Rolle spielen könnte, ist der Shootingstar Vinicius Junior. Der 17jährige ist bereits von Real Madrid verpflichtet worden und bekommt in Brasilien weiterhin Zeit, um sich zu entfalten. Je nachdem wie schnell das geht, kann das Talent zum Schlüsselspieler in der Copa Libertadores werden. Bei der Taca Guanabara war er bereits treffsicherster Schütze bei Flamengo.

Der Trainer: Der 68jährige Carpegiani ist schon lange im Geschäft und kennt den Verein. Bei Flamengo beendete er Anfang der 80er Jahre seine aktive Karriere und wurde prompt Trainer des Klubs. Im Laufe der Jahre folgten viele Teams innerhalb von Brasilien sowie ein Abstecher nach Kuwait, wo er für die Nationalmannschaft verantwortlich war. Nun ist er seit dem 08. Januar 2018 wieder bei Flamengo im Amt und muss nun möglichst schnell seine Aufstellung finden.

Die Chefutbol-Prognose: Der Finaleinzug bei der Copa Sudamericana weckte im gesamten Verein und dessen Umfeld die Begierde nach einem internationalen Titel, auf dem man bei Flamengo so lange wartet. Umso größer war der Schock nach der Niederlage. Sie zeigt aber auch, dass Flamengo absolut konkurrenzfähig ist. Namhafte Spieler machen vieles möglich. Der Kader von Flamengo ist einer der Wertvollsten in diesem Wettbewerb. Mit Gruppengegner River Plate wartet allerdings ein Schwergewicht gleich zu Beginn des Turniers.

Independiente Santa Fe (Kolumbien) – Eingespieltheit als großes Plus

Santa Fe

Der Verein: Santa Fe aus Bogota ist einer der erfolgreichsten Vereine aus Kolumbien und kann, neben neun Meistertiteln im Heimatland, mit der Copa Sudamericana auch auf einen internationalen Titel verweisen, der vor drei Jahren gewonnen wurde. Im Dezember des letzten Jahres verlor man im Finale knapp gegen Stadtkonkurrent Millonarios Bogota. Auch die Libertadores verlief relativ unglücklich, da man das Weiterkommen in der eigenen Hand hatte. Letzten Endes schied man in der Vorrunde aus. „El Cardinal“ gehört desweiteren zu den beliebtesten Vereinen im „Land des Kaffees“ und trägt seine Heimspiele im „Estadio El Campin“ aus, das beinahe 50.000 Zuschauer Platz bietet.

Die Mannschaft: Tabellenschlusslicht, null Punkte und nur ein geschossenes Tor entsprechen sicherlich nicht den Ansprüchen Santa Fes. Allerdings muss hierzu auch erläutert werden, dass in der Liga meist nur die zweite Garde aufgelaufen ist, um das Stammpersonal für die Qualifikation zu schonen. In der Qualifikation kann Bogota eine gute Bilanz aufweisen, sodass aus den vier Spielen drei Siege und ein Unentschieden hervorgehen. Beide Gegner konnte man ohne große Probleme ausschalten. Das Spiel der Haupstädter zeichnet sich durch eine kompakte Defensive gepaart mit einem schnellen Umschaltspiel aus. Dieses Defensivspiel ist kein besonderes Highlight für die Zuschauer, aber zeigte in den letzten Jahren immer wieder große Effektivität. In der Gruppenphase warten nun Kontrahenten höherer Kaliber. Gegen River Plate gelang in der Vorbereitung schon ein Sieg, weshalb man sich trotzdem eine Chance erhofft.

Transfers: Mit Omar Perez verlässt eine Identifikationsfigur der letzten Jahre den Verein in Richtung Patriotas Boyacá. Dieser Abgang sorgte auch bei den zahlreichen Anhängern für Unmut. Der 36-jährige Argentinier sollte auch einem Verbleib in Bogotá nicht abgeneigt gewesen sein. Des Weiteren verließen mit Daniel Buitrago und Dairon Mosquera zwei weitere Leistungsträger den Vereinen. Einzig nennenswerter Neuzugang ist der Uruguayer Rubén Bentancourt. Das ehemalige große Talent kommt von Sud América Montevideo. Zuvor war der 23-jährige schon bei einigen Vereinen in Europa unterwegs, und möchte nun in der Hauptstadt Kolumbiens wieder ins Rampenlicht zurückkehren. Beim neuen Arbeitgeber kam er schon mehrere Male zum Einsatz, aber hat dennoch noch nicht die erhofften Akzente gesetzt. Auf jeden Fall weiter in Bogotá wird William Tesillo spielen. Das Bleiben des Kapitäns kann als Erfolg verbucht werden, denn Tesillo wurde in dieser Transferperiode von mehreren argentinischen Klubs gejagt. Als Abwehrchef spielt er eine enorm wichtige Rolle in dem Team, in dem vor allem der Abwehr glänzt.

Schlüsselspieler: Mit John Pajoy, Wilson Morelo und Anderson Plata hat man das perfekte Trio für die Spielweise Bogotas gefunden. Pajoy und Plata sorgen auf den Außenpositionen für Tempo und Spielwitz, um den zentralen Morelo mit Vorlagen zu füttern. Morelo konnte in den vier Quali-Spielen sechs Tore erzielen und sicherte somit im Alleingang den Einzug in die Gruppenphase. Im Mittelfeld ist eine ähnlich eingespielte Dreierkette aufgstellt. Baldomero Perlaza, Yeison Gordillo und Juan Roa bilden das Mittelfeld. Besonders Yeison Gordillo zeigte im defensiven Mittelfeld starke Leistungen, woraufhin viele Experten eine Nominierung Pekermans forderten.

Wie auch im Mittelfeld und Angriff hat Gregorio Perez eine klare Stammabwehr. Der wichtigste in der Viererkette ist William Tesillo. Als Kapitän hat der Nationalspieler ein großes Ansehen bei den Fans und ist unangefochtener Stammspieler in der ersten Elf. Nicht nur seine Defensivqualitäten stellt er immer unter Beweis, sondern auch seine Torgefährlichkeit bei Standardsituationen. Zwei Tore erzielte er schon in der noch jungen Libertadores-Saison.

Der Trainer: Der 54-jährige Argentinier Gustavo Costas hat schon viele verschiedene Trainerstationen vorzuweisen und dies auch schon in verschiedenen Ländern. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Meisterschaften in Ecuador, Paraguay, Peru und auch Kolumbien. Der wohl größte Erfolg mit Bogota war der Sieg der Sudamericana 2015, wodurch er nach elf Jahren wieder einmal einen internationalen Titel nach Kolumbien brachte.Viele vergleichen ihn in Südamerika mit Jose Mourinho. Sollte es Gustavo Costas in dieser Saison gelingen einen Coup im Pokal zu landen wird er wohl als erfolgreichster Trainer in der Historie Santa Fes eingehen.

Die Chefutbol-Prognose: Santa Fe ist in dieser Gruppenkonstellation kein Favorit aufs Weiterkommen. River Plate und Flamengo stehen klar über dem Klub aus Bogota. Emelec aus Ecuador ist ebenfalls kein Leichtgewicht, weshalb es eine Überraschung wäre, wenn sich das Team für die nächste Runde qualifizieren kann. Ein Hoffnungsschimmer ist auf jeden Fall das eingespielte Team, das mit der Spielweise schon einige hochkarätige Teams zum Verzweifeln brachte.

The post Die große Copa Libertadores Vorschau für die Gruppen 1 – 4 appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/copa-libertadores-de/copa-libertadores-vorschau-201802/feed 0
Marlos Moreno zu Flamengo http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/marlos-moreno-zu-flamengo-382028 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/marlos-moreno-zu-flamengo-382028#respond Sat, 20 Jan 2018 14:24:07 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7504 Das große kolumbianische Talent Marlos Moreno wechselt zurück nach Südamerika, um wieder zu seiner alten Form zurückzufinden die ihn einst zum Nationalspieler machte. Der Offensivmann, der weiterhin Manchester City gehört, wechselt auf Leihbasis zum brasilianischen Traditionsverein Flamengo. Nach einer enttäuschenden...

The post Marlos Moreno zu Flamengo appeared first on chefutbol.

]]>
Das große kolumbianische Talent Marlos Moreno wechselt zurück nach Südamerika, um wieder zu seiner alten Form zurückzufinden die ihn einst zum Nationalspieler machte. Der Offensivmann, der weiterhin Manchester City gehört, wechselt auf Leihbasis zum brasilianischen Traditionsverein Flamengo.

Nach einer enttäuschenden Saison in La Coruña wurde Marlos Moreno in dieser Spielzeit an den FC Girona ausgeliehen. Beim spanischen Erstligaaufsteiger kam er jedoch nur auf vier Kurzeinsätze. Um wieder Spielpraxis zu sammeln kehrt er daher wieder nach Südamerika zurück, um für Flamengo Rio de Janeiro die Schuhe zu schnüren. Die Manchester City-Leihgabe wird bis Ende 2018 für den brasilianischen Spitzenklub auflaufen. Der 21-jährige wechselte im Sommer 2025 für knapp fünf Millionen von Atlético Nacional zu Manchester City und wurde direkt an Deportivo La Coruña weiterverliehen (18 Einsätze, davon neun von Beginn). Dort verbrachte er die letzte Saison, bis er im Sommer nach Girona wechselte.

Wechsel zurück nach Südamerika -Schritt zurück?

Obwohl der Wechsel nach Brasilien zunächst wie ein Schritt zurück aussieht, ist es womöglich das Beste für den 21-jährigen. In den anderthalb Jahren in Spanien sah man dem Talent immer die großen Anpassungsschwierigkeiten an, sodass ihm in diesem Zeitraum kein einziges Tor gelang. In Brasilien wird für ihn das Wichtigste sein erst einmal wieder kontinuierlich Spielzeit zu sammeln. Zudem wird Flamengo in der Copa Libertadores vertreten sein, wo er sich wieder in den Fokus für größere Aufgaben spielen kann, und daher nicht komplett von der Bildfläche verschwinden wird.

Bei seiner Vorstellung erklärte er direkt, dass dieser Wechsel für ihn keinen Rückschritt darstellt, und dass es zunächst darum geht wieder auf sein altes Niveau zu kommen. Eine besondere Rolle in diesem Wechsel spielt Reinaldo Rueda. Der aktuelle chilenische Nationaltrainer war bis vor Kurzem noch Trainer von Flamengo. Aufgrund der gezeigten Leistungen Morenos bei der kolumbianischen Nationalmannschaft wollte er den 21-jährigen schon früher unbedingt verpflichten. Jedoch bat der Coach in der Zwischenzeit um die Freigabe bei Flamengo, um die chilenische Nationalmannschaft übernehmen zu können. Trotzdem empfahl er den Flamengo-Verantwortlichen Marlos Moreno noch zu verpflichten. Auch in Hinblick auf die Weltmeisterschaft möchte der Außenstürmer seine Karriere unbedingt noch einmal ankurbeln. Der Kolumbianer absolvierte bereits acht Länderspiele, wurde aber seit 2025 nicht mehr nominiert. Nach seiner schweren Zeit in Europa wird es jedoch auch in Südamerika nicht leicht werden für Moreno. Es wird wahrscheinlich seine Zeit dauern, bis der Kolumbianer wieder zu seiner alten Nacional-Form zurückfindet, wegen der er einst für die Cafeteros spielte.

The post Marlos Moreno zu Flamengo appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/brasilien/marlos-moreno-zu-flamengo-382028/feed 0
Atlético Nacionals Armani vor Wechsel zu River Plate http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/armani-wechsel-river-plate-458598 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/armani-wechsel-river-plate-458598#respond Tue, 02 Jan 2018 15:31:25 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7258 River Plate dürfte sein gravierendes Torhüterproblem für 2018 gelöst haben. Die Rettung soll von Atletico Nacional kommen. Gestern schrieb Franco Armani in den sozialen Medien bereits einen Abschiedsbrief an die Nacional-Fans. Darin bittet der Argentinier, der seit 7 Jahren in...

The post Atlético Nacionals Armani vor Wechsel zu River Plate appeared first on chefutbol.

]]>
River Plate dürfte sein gravierendes Torhüterproblem für 2018 gelöst haben. Die Rettung soll von Atletico Nacional kommen. Gestern schrieb Franco Armani in den sozialen Medien bereits einen Abschiedsbrief an die Nacional-Fans.

Darin bittet der Argentinier, der seit 7 Jahren in Medellin unter Vertrag steht, um die Unterstützung der Fans, damit er sich seinen Traum erfüllen kann: „Seit jeher träume ich davon, für ein sehr wichtiges Team in meinem Land zu spielen.“ Armani hat noch nie in der höchsten Liga seines Landes gespielt. Jetzt habe sich diese Möglichkeit ergeben, just zu einem Zeitpunkt, in welchem er auch wieder zurück zu seiner Familie wolle. Ausserdem könne er sich in seinem Land besser für die Nationalmannschaft und die WM in Russland empfehlen. Die Nacional-Fans reagierten mit Trauer, aber zugleich Verständnis. Der 31-jährige Armani wird verehrt und gilt als Idol bei den Verdolagas. Zurecht: Nicht weniger als 12 Titel hat Nacional mit Armani gewonnen (1 Copa Libertadores, 6 nationale Meisterschaften, 3 nationaler Pokal und 2 Superliga-Titel)

Die Nacional-Führung dürfte den Argentinier in den nächsten Stunden ziehen lassen. Mit Camilo Vargas steht ein würdiger Ersatz bereit, der temporär an Deportivo Cali ausgeliehen wurde, und wieder in die Nationalmannschaft will. Aber auch über eine Neuverpflichtung wird spekuliert – sogar der Name David Ospina (von Arsenal, auf Leihbasis) ist gefallen. Nacional hat sich zum Ziel gesetzt, die Gruppenphase der Libertadores souverän zu überstehen (Gegner ab dem 27. Februar sind Bolivar, Colo Colo und Delfin).

Armani soll Rivers Torwartproblem lösen

Dieselben Ziele verfolgt der neue Arbeitgeber von Armani (Gruppengegner sind Emelec, Flamengo und möglicherweise Santa Fe), doch hat River bisher in der Meisterschaft schwer enttäuscht. Der Rückstand auf Boca beträgt nach 12 Spielen bereits 15 Punkte. Auf Platz 17 liegend, hat River am viertmeisten Tore kassiert. Weder Augusto Batalla, noch German Lux und auch nicht der neu verpflichtete Enrique Bologna haben überzeugt. Batalla und Lux haben immer wieder für teils peinliche Aussetzer gesorgt. Der junge Batalla, der 2025 als würdiger Ersatz für die „Legende“ Barovero und als Zukunft von River präsentiert wurde, ist bereits auf dem Weg zu Atletico Tucuman, wo er sich auch international ein Jahr beweisen soll. Tucuman ist ebenfalls in der Libertadores und trifft auf Peñarol, The Strongest und Libertad. Im Achtelfinale könnte es dann theoretisch zum Duell Batalla vs. Armani kommen.

The post Atlético Nacionals Armani vor Wechsel zu River Plate appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/argentinien/armani-wechsel-river-plate-458598/feed 0
Giovanni Moreno kehrt zurück nach Medellín http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/giovanni-moreno-kehrt-zuruck-nach-medellin http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/giovanni-moreno-kehrt-zuruck-nach-medellin#respond Tue, 02 Jan 2018 11:42:01 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=7249 Nachdem schon seit mehreren Wochen das Gerücht über eine Rückkehr von „Gio10“ nach Medellín die Runden machte, ist dieses nun offiziell von Atlético Nacional bestätigt worden. Der 31-jährige Spielmacher wird zu „El Verdolaga“ zurückkehren. Der 1,92 Meter große Kolumbianer verließ...

The post Giovanni Moreno kehrt zurück nach Medellín appeared first on chefutbol.

]]>
Nachdem schon seit mehreren Wochen das Gerücht über eine Rückkehr von „Gio10“ nach Medellín die Runden machte, ist dieses nun offiziell von Atlético Nacional bestätigt worden. Der 31-jährige Spielmacher wird zu „El Verdolaga“ zurückkehren.

Der 1,92 Meter große Kolumbianer verließ den Klub 2010 in Richtung Argentinien, zu Racing Club de Avellaneda, wo er auf Anhieb auf sich aufmerksam machte. Aber anstatt den Sprung nach Europa zu wagen, folgte er lieber dem Ruf des Geldes aus Fernost, wo er es relativ lange aushielt. Schlussendlich verbrachte Moreno ganze fünf Jahre in China und war durchgehend einer der Leistungsträger von Shanghai Greenland. Auch in der abgelaufenen Saison, in der ihm in 26 Spielen hervorragende 20 Torbeteiligungen gelangen, stellte der Techniker seine großen Fähigkeiten einmal mehr unter Beweis. Durch die guten Leistungen in China wurde er auch wieder in das Nationalteam von Kolumbien berufen, und gab letztes Jahr sein Comeback im Nationaldress nach knapp fünf Jahren Abstinenz.

Moreno auf dem Weg zur WM

Giovanni Moreno zeichnet sich vor allem durch seine außergewöhnliche und extravagante Technik aus, die es seinen Gegenspielern fast unmöglich macht ihn vom Ball zu trennen. Außerdem hat der „Zehner“ immer wieder ein gutes Auge um seine Mitspieler in Szene zu setzen, sodass er immer in der Lage ist aus vermeintlich ungefährlichen Szenen eine Torchance zu kreieren. Anfang Dezember erklärte er in einem Interview, dass er in Kolumbien wahrscheinlich bessere Chancen auf eine WM-Teilnahme hätte, als im Land der aufgehenden Sonne. Dies und vermutlich auch die Verpflichtung des neuen Trainers Jorge Almirón bezweckten letztendlich seine Rückkehr nach Medellín. Man darf schon jetzt gespannt sein, wie Moreno sich nach über fünf Jahren bei seinem Ex-Verein zurechtfinden wird. Vor allem in den Spielen der Libertadores wird er die Möglichkeit haben, sich für die Weltmeisterschaft zu empfehlen.

The post Giovanni Moreno kehrt zurück nach Medellín appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/giovanni-moreno-kehrt-zuruck-nach-medellin/feed 0
Atlético Nacional – Nach Aus im Viertelfinale: Fans fordern Rücktritt von Trainer Lillo http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/atletico-nacional-lillo-445921 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/atletico-nacional-lillo-445921#respond Sun, 03 Dec 2017 10:27:37 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6875 Ungewohnte Bilder in Medellin. Draussen vor dem Stadion fordern die Fans von Atletico Nacional (Club Atlético Nacional Oficial) den sofortigen Rücktritt des Trainers Juan Manuel Lillo. Drinnen, an der Pressekonferenz stellen sich die Spieler demonstrativ hinter ihren spanischen Spielleiter –...

The post Atlético Nacional – Nach Aus im Viertelfinale: Fans fordern Rücktritt von Trainer Lillo appeared first on chefutbol.

]]>
Ungewohnte Bilder in Medellin. Draussen vor dem Stadion fordern die Fans von Atletico Nacional (Club Atlético Nacional Oficial) den sofortigen Rücktritt des Trainers Juan Manuel Lillo. Drinnen, an der Pressekonferenz stellen sich die Spieler demonstrativ hinter ihren spanischen Spielleiter – vereint, aber mit verbitterter Mine.

Minuten zuvor schied Nacional im Viertelfinale gegen Deportes Tolima, zwar nach Penaltyschiessen, aber über die zwei Spiele gesehen doch verdient aus. Nach der 0:1-Pleite in Ibague reichte das 2:1 lediglich, um sich ins Elfmeterschiessen zu retten.

Atletico Nacional ist nach der erfolgreichen letzten Saison nicht wiederzuerkennen. Die Verdolagas eilten vor nicht allzu langer Zeit von Sieg zu Sieg, national und international. Unter Reinaldo Rueda gewann Atletico Nacional in drei Jahren nicht weniger als sechs Titel. Im Juni kam es zur Trennung. Nun steht er seinerseits mit Flamengo im Final der Copa Sudamericana.

Keine einfach Aufgabe für Trainer Lillo

Juan Manuel Lillo hatte hingegen von Beginn an einen schweren Stand: gewichtige Abgänge, ein reduzierter Kader und vor allem auch wenig Kredit von den Fans. An der heutigen Pressekonferenz beklagte sich der Spanier über den negativen Einfluss der Fans auf die Spieler. Kein empfehlenswertes Vorgehen! Es waren aber nicht nur das frühe Ausscheiden aus dem Pokal (gegen Patriotas), die sechs Niederlagen in der Clausura und nun das Out im Viertelfinale, welche ihn unbeliebt machten, sondern die Spielweise und auch seine Arroganz. Die Konsequenz war heute ein ungewohntes Bild im Estadio Atanasio Girardot für ein Viertelfinalspiel: das Stadion blieb halb leer.

Tolima lässt diese Atletico-Posse kalt und das Team freut sich auf die Halbfinalserie gegen Santa Fe.

The post Atlético Nacional – Nach Aus im Viertelfinale: Fans fordern Rücktritt von Trainer Lillo appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/atletico-nacional-lillo-445921/feed 0
Fährt Atletico Nacional-Keeper Franco Armani mit Kolumbien nach Russland? http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/franco-armani-kolumbien-russland-938322 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/franco-armani-kolumbien-russland-938322#respond Tue, 21 Nov 2017 12:24:23 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6670 Aufgrund der Tatsache, dass Kolumbien bis auf Stammtorwart David Ospina eigentlich keinen gleichwertigen Ersatz hat, wird derzeit heiß diskutiert, wer die zwei weiteren WM-Torhüter sein sollen. Denn sollte es tatsächlich zur Katastrophe kommen, dass Ospina in Russland verletzt sein sollte,...

The post Fährt Atletico Nacional-Keeper Franco Armani mit Kolumbien nach Russland? appeared first on chefutbol.

]]>
Aufgrund der Tatsache, dass Kolumbien bis auf Stammtorwart David Ospina eigentlich keinen gleichwertigen Ersatz hat, wird derzeit heiß diskutiert, wer die zwei weiteren WM-Torhüter sein sollen. Denn sollte es tatsächlich zur Katastrophe kommen, dass Ospina in Russland verletzt sein sollte, muss einer der weiteren Torhüter direkt funktionieren und höheren Ansprüchen genügen.

Und da man an der Qualität des vorhandenen Personals zweifelt, kamen zuletzt immer wieder Gerüchte auf, dass man Franco Armani, den 31-jährigen Argentinier von Atletico Nacional, einbürgern wolle, um einen guten Ersatz zu haben. Der 1,89 Meter große Torhüter spielt bereits seit sieben Jahren für „El Verdolaga“ und konnte in dieser Zeit  bereits einige Titel gewinnen, an denen er mit seinen starken Paraden maßgeblichen Anteil hatte.

Besonders während der letztjährigen Copa Libertadores ging sein Stern auf, als er in der Endrunde gegen die argentinischen Teams Huracán und Rosario Central alles hielt was zu halten war, und sein Team über die Zeit rettete. Zu seinen besonderen Qualitäten zählen Reflexe auf der Linie, die Ruhe die er ausstrahlt, und die nur sehr selten vorkommenden Fehler. Die großartigen Leistungen blieben natürlich auch in der Heimat nicht unbeachtet, weshalb laut kolumbianischen Medienberichten der argentinische Top-Klub River Plate an einer Verpflichtung interessiert sein soll. Ein Wechsel scheint allerdings eher unwahrscheinlich, da sich Armani in Medellín glücklich fühlt und in einem Interview erklärte, auch nicht davon abgeneigt zu sein für Kolumbien zu spielen.

Wer sind die Alternativen?

Sollte es tatsächlich zu einer Einbürgerung kommen, dann hätte der 31-jährige relativ gute Chancen mit zur Weltmeisterschaft nach Russland zu fahren, da von den eigentlichen kolumbianischen Ersatztorhütern sich bisher kaum einer auszeichnen konnte. Der eigentliche zweite Torwart der „Cafeteros“ Camilo Vargas ist selbst im Verein nur Nummer Zwei, ausgerechnet hinter Armani. Und Leandro Castellanos, der das Tor von Independiente Santa Fe hütet, bekam im Test gegen Südkorea eine Bewährungschance, aber sah bei beiden Gegentoren schlecht aus. Nur Jose Fernando Cuadrado konnte die Chance im Testspiel nutzen, als er seinen Kasten beim 4-0 Sieg gegen China sauber hielt, und teilweise auch gute Paraden zeigte. Sein Nachteil gegenüber Armani ist aber, dass der Once Caldas-Keeper nicht international dabei ist, während Armani genau dort seine Klasse zeigen kann.

Im eigentlich sehr patriotischem Kolumbien wird das Thema Franco Armani mit viel Skepsis gesehen, da man lieber einen „echten Kolumbianer“ sehen würde, wohingegen die zahlreichen Nacional-Anhänger sich sehr über Armani freuen würden. In Medellín komponierten sie dem Argentinier sogar sein eigenes Lied.

The post Fährt Atletico Nacional-Keeper Franco Armani mit Kolumbien nach Russland? appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/franco-armani-kolumbien-russland-938322/feed 0
Feliz Cumpleaños Macnelly Torres! http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/feliz-cumpleanos-macnelly-torres-393827 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/feliz-cumpleanos-macnelly-torres-393827#respond Wed, 01 Nov 2017 14:11:12 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6460 Vor genau 33 Jahren wurde der kolumbianische Spielmacher „Mac10“ von Atlético Nacional in Barranquilla geboren. Derzeit kann man bei ihm vom zweiten Karrierefrühling sprechen, da er seit der letzten Saison wieder zu einer starken Form gefunden hat, und dadurch auch...

The post Feliz Cumpleaños Macnelly Torres! appeared first on chefutbol.

]]>
Vor genau 33 Jahren wurde der kolumbianische Spielmacher „Mac10“ von Atlético Nacional in Barranquilla geboren. Derzeit kann man bei ihm vom zweiten Karrierefrühling sprechen, da er seit der letzten Saison wieder zu einer starken Form gefunden hat, und dadurch auch oft in der WM-Qualifikation zum Einsatz kam. Chefutbol stellt euch den Charakter vor.

Seine fußballerischen Anfänge hatte der kleine Kolumbianer bei seinem Heimatverein Atlético Junior, wo er bis 2005 noch spielte. Danach folgten mehrere Wechsel, darunter auch dreimal ins Ausland. Bereits 2008 wagte der damals noch junge Torres den Schritt nach Chile zu Colo-Colo in die Hauptstadt Santiago, das damals in Südamerika zu den besten Mannschaften zählte. Dort benötigte er keine Eingewöhnungszeit und zeigte von Beginn an die Fähigkeiten, die ihn ausmachen: Eine gute Technik und das gute Auge, beides um den Mitspieler perfekt in Szene setzen zu können. Allerdings sollten zahlreiche weitere Wechsel folgen, da der Kolumbianer meist dem Ruf des Geldes folgte, weshalb er 2013 sogar nach Saudi-Arabien wechselte, wo er für Al-Shabab Riad seine Schuhe schnürte. Nach knapp anderthalb Jahren entschied er sich jedoch wieder zu seinem Heimatverein zurückzukehren, und spielte ein halbes Jahr für Atlético Junior.

“Mac10” zurück in der Heimat

Nachdem er dort wieder zu alter Stärke fand, wollte ihn unbedingt sein „eigentlicher“ Heimatverein Atlético Nacional verpflichten, sodass es zur dritten Auflage des Wechses vom Publikumsliebling zu „El Verdolaga“ gab. Dieser Wechsel sollte sich in seiner Karriere als enorm wichtig erweisen, denn seit seiner Ankunft ist er der Ideengeber im Offensivspiel von Medellín. Vor allem durch seine wiedergefundene Stärke konnte man im letzten Jahr die Copa Libertadores gewinnen, wodurch er sich auch wieder in den Fokus von Jose Pékerman, Kolumbiens Nationaltrainer, spielen konnte.

Nach der starken Copa Libertadores-Saison verließen viele der Garanten für den Titel den Verein, wobei Torres auch einige interessante Angebote vorliegen hatte, die er jedoch ablehnte. Er gab eine Erklärung darüber ab, was es ihm bedeutet für diesen Verein zu spielen, und weshalb er diesmal bleiben würde. Dadurch wurde er zum absoluten Lieblingsspieler der Anhänger Nacionals.

Auch wenn er für die letzten beiden WM-Qualifikationspielen nicht nominiert wurde, hat er dennoch gute Chancen bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dabei zu sein. Zwar ist die Konkurrenz groß, aber ein nun sehr erfahrener Macnelly Torres wird selbst wissen, dass er sich mit guten Leistungen und seinem Potential vermutlich selbst den größten fußballerischen Traum in seiner Karriere erfüllen könnte.

The post Feliz Cumpleaños Macnelly Torres! appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/feliz-cumpleanos-macnelly-torres-393827/feed 0
Liga Águila Zusammenfassung nach 15 Spieltagen http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/liga-aguila-kolumbien-15-spieltag-513465 http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/liga-aguila-kolumbien-15-spieltag-513465#comments Sat, 07 Oct 2017 13:27:22 +0000 http://www.chefutbol.com/?p=6229 Nacional, Santa Fe und Junior streiten sich um Platz 1 in der Liga Águila. Nach 15 Spieltagen wird alles darauf hinauslaufen, dass sich einer der drei großen Klubs den ersten Tabellenplatz sichert.  Kampf um die Spitze der Liga Águila Derzeit...

The post Liga Águila Zusammenfassung nach 15 Spieltagen appeared first on chefutbol.

]]>
Nacional, Santa Fe und Junior streiten sich um Platz 1 in der Liga Águila. Nach 15 Spieltagen wird alles darauf hinauslaufen, dass sich einer der drei großen Klubs den ersten Tabellenplatz sichert. 

Kampf um die Spitze der Liga Águila

Derzeit rangiert Atletico Nacional aus Medellin mit 31 Punkten auf Platz eins, wobei das Team von Juanma Lillo ein Spiel mehr als Independiente Santa Fe auf dem Konto hat, das punktgleich mit „El Verdolaga“ ist. Nur drei Punkte dahinter steht Atletico Junior, das wieder zu alter Stärke gefunden hat, nachdem es die letzten Jahre nie die Erwartungen erfüllen konnte. Die Mannschaft aus Barranquila har es sogar in eigener Hand erster zu werden, da sie noch zwei Nachhholspiele in der Hinterhand hat.

Trotz der guten Platzierung von Atletico Nacional ist man beim Traditionsverein nicht ganz zufrieden, denn seit der Ankunft vom neuen Trainer Lillo ist immer noch kein richtiges Spielkonzept ersichtlich, wodurch gegen vermeintlich stärkere Gegner die Schwächen aufgezeigt wurden. Desweiteren ist der Klub viel zu sehr vom Torjäger Dayro Moreno abhängig, der bislang schon neun Treffer erzielen konnte. Nach ihm kommt Andres Renteria mit gerade einmal drei Treffern, wodurch die Fans schon jetzt neue Offensivkräfte forderten für die neuen Saison.

Wie auch in den letzten Jahren spielt Independiente Santa Fe weiterhin seinen erfolgreichen Defensivfußball, wodurch die Mannschaft von Gregorio Perez nach 14 Spielen bloß auf 17 Tore kommt, aber auch nur sieben kassierte. Vor allem in dieser Spielzeit konnte man durch dieses Spielkonzept große Gegner besiegen, aber hatte dann gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte Probleme, als man selbst das Spiel in die Hand nehmen musste. Besonders bitter für „El Cardinal“ ist jedoch der Ausfall von Torjäger Wilson Morelo, der mit seinen vier Saisontreffern großen Anteil am zweiten Tabellenplatz hat. Er wird aller Vorraussicht nach auch noch in den Playoffs ausfallen.

Relativ zufrieden sind derzeit die Verantwortlichen von Atletico Junior, die durch die Vepflichtungen von Yimmi Chara und Teofilo Gutierrez ein glückliches Händchen erwiesen haben, da die beiden Stürmer zusammen auf 17 Scorerpunkte kommen. Vor allem der 26-jährige Chara konnte sich durch seine neun Saisontore wieder in den Fokus der Nationalelf spielen, und gab dort nach mehreren Jahren sein Comeback.

Enger Kampf um die restlichen fünf Playoff-Plätze

Besonders spannend wird der Endspurt, um die fünf weiteren Plätze, die den Einzug in die Playoffs garantieren. Denn von Platz 4 – 14 haben alle Teams noch gute Möglichkeiten in die Endrunde einzuziehen, sodass der Abstand vom vierten bis zum vierzehnten nur sechs Punkte beträgt!

Vor allem für die vermeintlich größeren Teams wie Millonarios Bogotá, Independiente Medellín oder auch Deportivo Cali wird es schwer werden, da alle drei in dieser Saison deutlich unter den Erwartungen liegen.
Das diesjährige Überraschungsteam ist ohne Zweifel La Equidad aus Bogotá, das derzeit auf Platz vier steht. Luis Fernando Suarez konnte vor der Saison gute Transfers tätigen, als man Christian Bonilla und Francisco Najera von Atletico Nacional holte, die sich prompt als Defensivverstärkungen erwiesen. In der Offensive läuft beinahe alles über das Duo Stalin Motta und Carmelo Valencia. Während Motta eher der Vorlagengeber ist mit seinen fünf Assists, ist Valencia mit neun Treffern die Torgarantie von Equidad. Es wird auf alle Fälle interessant werden, ob der kleine Verein aus Bogotá diese Leistungen auch noch im Enspurt der Saison zeigen kann und gegebenfalls anschließend in den Playoffs.

Independiente Medellín rangiert auf dem siebten Tabellenplatz und konnte nur selten überzeugen.
Selbst Porto-Ausleihe Juan Quintero blieb oft hinter den Erwartungen zurück, und sah zuletzt auch eine unnötige rote Karte, aufgrund einer Undisziplinierheit. Auch Neuzugang Edinson Toloza konnte mit nur zwei Saisontreffern kaum Eindruck hinterlassen, weshalb sich die große Fangemeinde nach Mittelfeldstratege Christian Marrugo sehnt, der den Verein vor der Saison in Richtung Mexiko verließ.

Mindestens genauso schlecht läuft es derzeit bei den beiden Cali-Vereinen. Während América Cali eher darum kämpft nicht abzusteigen, möchte man bei Deportivo Cali versuchen eine miserable Saison noch zum Guten zu wenden. Hector Cardenas konnte ebenso wie seine Vorgänger(u.a. Mario Yepes) noch keine geschlossene Einheit aus dem jungen aber hochtalentierten Team herausbilden. Zu oft war man wieder auf Einzelaktionen von Spielern, wie z.B Youngster Benedetti abhängig. Ein weiterer Faktor für die schlechten Leistungen ist auch Mittelfeldroutinier Abel Aguilar, der trotz all seiner Erfahrung noch keine Verstärkung darstellt, und im Gegenteil immer wieder als Unsicherheitsfaktor auftritt.
Auch Stürmer Jefferson Duque konnte in seinen 13 Spielen nur viermal treffen, weshalb auch bei ihm ein deutlicher Leistungsabfall zur letzten Saison zu sehen ist, als er noch zweistellig treffen konnte.

The post Liga Águila Zusammenfassung nach 15 Spieltagen appeared first on chefutbol.

]]>
http://www.chefutbol.com/lateinamerika/kolumbien/liga-aguila-kolumbien-15-spieltag-513465/feed 1