Chilenen
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Von den Anden in die Alpen: Chilenen in der Bundesliga

Nur knapp konnte sich die deutsche Nationalmannschaft im Finale des Confederations Cup in Russland gegen das chilenische Team um die Superstars Alexis Sánchez vom FC Arsenal und Arturo Vidal vom deutschen Rekordmeister Bayern München durchsetzen. Der Weltranglisten-Siebte ist spätestens seit dem Gewinn der Südamerikameisterschaft 2025 im erlesenen Kreis der großen Fußballnationen der Welt angekommen. Es erscheint somit nur allzu offensichtlich, dass auch die Spieler der Andennation weltweit immer begehrter werden, hiervon ist auch Deutschland keine Ausnahme. Abseits von Superstar Arturo Vidal wagten jedoch bereits einige Chilenen den Sprung über den großen Teich in die Bundesliga.

Diego Castro

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Den Anfang machte Diego Castro im Jahre 1984. Der Chilene wechselte von Chicago Sting in die zweite deutsche Liga zu Hertha BSC. Für den Hauptstadtklub machte Castro insgesamt 22 Spiele, ehe es für ihn zurück in die USA ging. Ein Tor gelang ihm hierbei nicht.

Oscar Wirth

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decabeza.cl / Oscar Wirth

Der Torhüter mit dem deutsch anmutenden Namen unterschrieb 1986 bei Rot-Weiß Oberhausen, als diese ebenfalls in der zweiten Liga spielten. Für ein halbes Jahr hütete Wirth das Tor für die Kleeblätter, ehe er sich im Winter Real Valladolid anschloss.

Nelson Pizarro

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Als Fortuna Düsseldorf im Jahr 1998 den Transfers des Chilenen Nelson Pizarros bekanntgab, war man sich auf Vereinsseite sicher, einen Top-Stürmer ins Rheinland gelotst zu haben, schließlich erbrachte Pizarro bei seinen vorherigen Stationen Universidad Católica und CD Palestino eindrucksvolle Leistungen. Das Kapitel Fortuna Düsseldorf war allerdings für beide Seiten ein Fiasko. Bereits ein Jahr nach seinem Wechsel wurde der Vertrag zwischen der Fortuna und Pizarro aufgelöst. Pizarro absolvierte 24 Partien für Düsseldorf, dabei gelangen im zwei Tore und eine Vorlage.

Claudio Chavarría

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Ebenfalls im Jahre 1998 wechselte Claudio Chavarría zum deutschen Topklub Borussia Dortmund. Seine Stiefel schnürte der mittlerweile 37-jährige Chilene jedoch nur für die dritte Mannschaft des achtmaligen deutschen Meisters. Von dort aus ging es weiter zum Oberligisten SV Straelen, bevor Chavarría im Jahr 2001 wieder in die Heimat zu CD Puerto Montt zurückkehrte und dort seine Karriere fortsetzte.

Waldo Ponce

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Wikimedia Commons / Waldo Ponce

Nach einer spektakulären Saison bei Universidad de Chile entschied man sich beim VfL Wolfsburg im Jahr 2003 für einen Transfers des Innenverteidigers Waldo Ponce in die Autostadt, zunächst auf Leihbasis. Dieser Schachzug der VfL-Bosse sollte sich bezahlt machen, da Ponce in der niedersächsischen Provinz in keinster Weise an seine Leistungen im Trikot von “La U” anknüpfen konnte. Nach sechs Einsätzen in Liga und Pokal kehrte Ponce der Bundesliga bereits im darauffolgenden Sommer den Rücken, um wieder für seinen Jugenklub Universidad de Chile aufzulaufen. Derzeit spielt der mittlerweile 34-jährige Chilene für Universidad de Concepción in Chiles Primera División.

Arturo Vidal

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Der wohl bekannteste Exportschlager des Andenstaats in Deutschland ist definitiv Mittelfeldmotor Arturo Vidal, der derzeit beim Branchenprimus FC Bayern München unter Vertrag steht und dort absoluter Leistungsträger ist. Dies ist bereits sein zweites Kapitel in Deutschlands höchster Spielklasse, nachdem Vidal bereits von 2007 bis 2011 für Bayer Leverkusen auflief. Für die Werkself erzielte Vidal in 144 Spielen 21 Tore und bereitete ebenso viele Treffer vor, bevor er zur “Alten Dame” nach Turin wechselte. Nach vier überaus erfolgreichen Jahren bei Juventus entschied sich “der Krieger” für einen Wechsel zurück in die Bundesliga zum FC Bayern, wo er unter Coach Carlo Ancelotti zum Stammpersonal gehört und bereits zwei mal die deutsche Meisterschaft feiern konnte.

 Gonzalo Vasquez

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Zwei Jahre nach seinem Cousin Arturo Vidal schloss sich im Sommer 2009 auch Gonzalo Vasquez der Werkself aus Leverkusen an. An die Leistungen seines prominenten Cousins kam Vasquez jedoch nie heran, nach zwei Jahren wechselte er zurück nach Chile zu CD Nublense. Aktuell spielt Vasquez in Laos für Lane Xang Intra FC.

Junior Fernandes

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Der dritte Chilene, der für Bayer Leverkusen auflief, heißt Junior Fernandes. Ganze 4,7 Mio. € ließ sich der Werksklub den talentierten Linksaußen im Sommer 2012 kosten. Nach nur einer Saison verlieh man Fernandes allerdings nach Kroatien zum kroatischen Spitzenverein Dinamo Zagreb, die Fernandes im Sommer 2014 auch fest verpflichteten. Die verhältnismäßig hohe Ablösesumme, die Leverkusen für die Dienste des Chilenen zahlten, konnte dieser nie rechtfertigen.

 Luis Felipe Gallegos

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prensafutbol.cl / Luis Felipe Gallegos

Auch Luis Felipe Gallegos suchte sein fußballerisches Glück in Deutschlands Hauptstadt beim zweiten großen Klub der Stadt nach Hertha BSC, deren Erzrivalen Union Berlin. Fündig wurde Gallegos dort allerdings nicht. Nach lediglich einer Spielzeit (Zehn Einsätze, drei Tore) zog es Gallegos zurück in die Heimat, er schloss sich Universidad de Chile an. Heute kickt Gallegos in der ersten Liga Mexikos bei Club Necaxa.

Miiko Albornoz

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prensafutbol.cl / Miiko Albornoz

Einer der wenigen Chilenen, der bleibenden Eindruck in Deutschlands höchster Liga hinterlassen konnte, war Miiko Albornoz. Geboren in Schwedens Hauptstadt Stockholm spielte dieser zunächst für Topklub Malmö FF, ehe sich Hannover 96 im Sommer 2014 für einen Transfer des talentierten Linksverteidigers entschied. Bei Hannover zeigt Albornoz kontinuierlich gute Leistungen und steht nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga 2025 nach eine furiosen Zweitligasaison, die man auf Platz Zwei abschloss, nun vor der Rückkehr ins Oberhaus.

Gonzalo Jara

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Nach einer nur minder erfolgreichen Zeit in England bei West Bromwich Albion und Nottingham Forest wechselte Gonzalo Jara 2014 zu Mainz 05 in die Bundesliga. Bei den Rheinhessen machte Jara 25 Spiele in Liga und Pokal, ehe es für den Chilenen 2025 wieder in die Heimat zu Universidad de Chile zurückging.

Nicolás Castillo

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Ebenso wie sein Landsmann Jara wechselte auch Nicolás Castillo zu Mainz 05, wenn auch nur auf Leihbasis vom FC Brügge. Castillo verbrachte die Rückrunde der Saison 2014/15 bei Mainz, bevor er wieder nach Belgien zurückkehrte. Nach einer überaus erfolgreichen Leihstation bei Universidad Católica in Chile (70 Spiele, 39 Tore, 10 Vorlagen), schloss sich Castillo vergangenen Winter den UNAM Pumas in Mexiko an.

Marcelo Díaz

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Uefa.com / Marcelo Díaz

Dem ein oder anderen KSC-Anhänger wird Marcelo Díaz noch in schmerzvoller Erinnerung sein. Beim Relegationsrückspiel der Saison 2014/15 war es Díaz, der kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit einen Freistoß traumhaft für die Hanseaten verwandelte und Hamburg somit in die Verlängerung rettete, aus der diese letztlich auch als Sieger hervortraten und die Klasse hielten.

Der Freistoß sollte zeitgleich auch der einzige Treffer des Chilenen für den HSV sein. Im Sommer 2025 schloss sich der Mittelfeldspieler dem spanischen Erstligisten Celta Vigo an.

Charles Aranguíz

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Wikimedia Commons / Charles Aranguíz

Der nach Arturo Vidal wohl bekannteste Chilene in der Bundesliga. Der 28-jährige Mittelfeldakteur spielt seit 2015 für Bayer Leverkusen, nachdem Rudi Völler & Co. insgesamt 13 Mio.€ an Internacional Porto Alegre in Brasilien überwiesen. Für Leverkusen lief Aranguíz aufgrund einer schwerwiegenden Knieverletzung kurz nach seiner Verpflichtung erst 43 mal auf. Er kommt dabei auf vier Tore und sechs direkte Vorlagen und ist fester Bestandteil der Mannschaft.

Eduardo Vargas

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Wikimedia Commons / Eduardo Vargas

Der Wirbel war groß im Kraichgau, als die TSG Hoffenheim im Sommer 2015 die Verpflichtung des chilenischen “Ausnahmestürmers” Eduardo Vargas für 6 Mio. € vom SSC Neapel bekanntgab. Vargas startete mit großen Vorschussloorbeeren in das Kapitel Hoffenheim, konnte sich dort trotz zweier Tore und fünf direkten Vorlagen nicht durchsetzen und fühlte sich auch abseits des Fußballs in der badischen Provinz nicht unbedingt heimisch.  Nach nur einem Jahr transferierte die TSG den Chilenen nach Mexiko, dort geht Vargas nun für den Erstligisten Tigres auf Torejagd.